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Waren manche unter uns als Kinder zu recht im Heim ?

Antworten im Thema: 101 » Der letzte Beitrag (17. November 2014, 20:52) ist von MeeneKleene.

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Seppel

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Fische

1

Freitag, 20. April 2012, 21:35

Waren manche unter uns als Kinder zu recht im Heim ?

Waren manche unter uns als Kinder zu recht im Heim ?

Entschuldigt bitte diese Frage, jedoch muss ich diese mal neutral in den Raum werfen.....aber wie komme ich darauf.....

Zunächst sei gesagt, dass die Richter welche über Entschädigungen entscheiden gern so argumentieren, mir gegenüber hat man dies getan und meinte ich sei selber schuld.
Aus aktueller Sicht sei zu sagen, dass alle ehemaligen Heimkinder absolut verschiedene Lebenswege gegangen sind. Man kann noch nicht einmal hingehen und sagen, die welche im Heim schwach waren haben es danach zu was gebracht oder umgekehrt.
Oder die welche sich nur Rüpelhaft von der besten Seite zeigten im Heim haben was auf die Beine gestellt oder umgekehrt.

Ich selbst habe lange Jahre immer wieder versucht meinen eigenen Werdegang mit meiner Kindheit und meinen Heimaufenthalt in einem Spezialheim zu begründen.
Auch Ich litt bis vor 4 Jahren an Schlafstörungen und hatte immer mal wieder sich des Nachts häufende Atemnot Anfälle. Diese habe ich auch auf Heimzeit und Kindheit geschoben und die aktuelle Umgebung dabei ausgeblendet.

Ganz bestimmt möchte ich mit meinen Aussagen niemanden zu nahe treten, denn nur jeder selbst weiß genau was wie gewesen ist und kann einschätzen welche Ursachen aktuelle Gegebenheit haben, immer vorausgesetzt man ist ehrlich zu sich selbst.

Seit einige Zeit habe ich keine Atemnot Anfälle des Nachts mehr, und ich bin gezwungen einzusehen, dass dies damit zusammenhängt, dass ich keine Wirtschaftliche Not seit 4 Jahren mehr habe und mein Leben inzwischen viel leichter geworden ist.
Auch muss ich erkennen, dass ich dass was ich bis zum heutigen Tag erreicht habe, ohne den Heimaufenthalt wohl nicht geschafft hätte.
Im Spezialheim habe ich dinge gelernt wie regelmäßiger geordneter Tagesablauf, Selbstdisziplin und Früh aufstehen wenn nötig sowie die Überwindung des inneren Schweinehunds.
Ohne dies hätte ich viele Dinge im laufe meines Lebens nicht erreicht.

Nun gab es bei mir jedoch nicht nur den Heimaufenthalt, der nebenher für mich die absolute Hölle war, nichts was ein Kind erleben sollte.....sondern da war auch noch mein relativ Asoziales Elternhaus.
Dieses so denke ich war es was mich nach meiner Volljährigkeit noch einige Jahre aufgehalten hat. Da wo ich Heute bin hätte ich im Grunde schon 10 Jahre früher sein können, wenn mein Elternhaus intakt gewesen wäre, und ich viel früher die nötige Reife selbst entwickelt hätte.

Um es also zusammenzufassen, es war mein Elternhaus welches mir fast die Zukunft damals geraubt hätte und sogar eine zeitweilige Obdachlosigkeit verursacht hatte.
Ohne Spezialheim jedoch wäre ich nicht in der Lage gewesen die Situation im Nachhinein doch noch zu meistern und aus meinem Leben etwas zu machen.

Ich wünschte nur ich hätte die Lektion die mir im Heim beigebracht wurde mit etwas weniger Gewalt lernen dürfen, befürchte jedoch dass dies wegen meinem Elternhaus nicht funktioniert hätte.
So verdanke ich dem Heimaufenthalt dass ich aus meinem Leben doch noch etwas machen konnte und es mir Heute gut geht.
Ich muss mir nur meine 5 Geschwister ansehen, dann sehe ich deutlich wie es auch hätte laufen können................

Heute jedoch denke ich ein relativ realistisch denkender Mensch geworden zu sein, mit einem kleinen Maß an Güte und doch vernunftbegabt.

Jetzt kommt sicher von euch die Frage, wie kommt der auf so ein Thema.......

Ja es sollte mal zur Debatte in den Raum geworfen werden weil mir das schon eine Zeit lang durch den Kopf geht.

Schlussendlich kam auch die Erkenntnis dass jede Fähigkeit die ein Heimkind ausgebildet hat in der Heimzeit zumindest vorher schon mit Potenzial versehen gewesen sein muss. Damit will ich sagen, auch ein Spezialheim macht nicht automatisch schlechte Menschen. Es hängt davon ab welche Eigenschaften dieser Mensch sonst noch hat, ob Er/Sie sich darüber hinaus entwickeln kann, drüber stehen. Man sagt ja, schau in die Zukunft, auf die hast du noch Einfluss, mach das beste draus, an der Vergangenheit kannst du nichts mehr ändern, aber du kannst dir von Ihr die Zukunft zerstören lassen, wenn du bereit dazu bist.

Wie seht Ihr das ??

Seppel
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Dieter_Fromm

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Steinbock

2

Freitag, 20. April 2012, 22:17

hmmmmm *confused

also ich kann von mir sagen, das mein Elternhaus wirklich richtig "toll" im negativsten Sinne war, wie ich es aus den Akten entnehmen kann.
Ich denke das es Anfangs jedoch sehr gut war, das es Jugendamtsmitarbeiter gab, die sich tatsächlich um mich Sorgen gemacht haben.
Jedoch war ich total rebellisch, alles und jedem gegenüber, was die Staatlichen Organe nicht so lustig fanden, und es somit mit meinem 11 Lebensjahr in den Akten
auftauch, ob für mich auch das Sonderheim kombinat Berlin in frage kommen würde. Dies wurde durch meine damalige Heimleiterin "Luther" in Limbach-Oberfohna abgewendet, indem Sie ein
SKH (Mildenau) vorschlug,dem auch nachgekommen war. Also im Prinzip Glück im Unglück und Umgekehrt.

Ich muss zustimmen, das ich durchaus eine Sache in den Heimen gelern habe, die so wohl kaum einer so konsequent lernen kann, wenn er eben die stärke dazu hat.
Ich habe gelernt meinen Mund aufzumache egal wann und egal wo. Ich scheue mich nix anzusprechen. Ich bin froh, das ich das Lernen durfte, wel ich eben auch Menschen kenne die dies nicht können.
Sie trauen sich nicht den Mund aufzumachen, obwohl es Ihnen nicht unbedingt gut damit geht.

Insgesamt würde ich sagen haben meine Eltern in erster Linie schuld, aber die Staatlichen Organe eben auch. Es war gut das cih hilfe bekam, Sie gingen jedoch zu weit... Leider :(

So nun iss gut :)
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trullahups

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Fische

3

Freitag, 20. April 2012, 23:13


Waren manche unter uns als Kinder zu recht im Heim ?


hi sepp
das ist eine schwierige frage... für mich
aus meiner sichtweite war es recht wo hätte ich hin sollen oder gebracht werden?
aber mit dieser frage hast du bei mir einwenig schlechtes gewissen hervorrufen..
der erste gedanke war jetzt
hoppla wassolldas????? wie kann jemand das so genau beantworten??

ich habe auch wie du versucht alles aufs heim
...und meine....was immer zu schieben..
ist mir auch gut gelungen
eine schuldfrage zu stellen
okay für die kinderzeit
in erster linie gebe ich sie bedingungslos meinen produzenten
in zweiter linie den behörden
in dritter linie den vielen verschiedenen pflegeeltern
in vierter linie den vielen möchtegern adoptiveltern die schuldzuweisung

in erster linie gebe ich sie bedingungslos meinen produzenten
in zweiter linie den behörden
in dritter linie den vielen verschiedenen pflegeeltern
in vierter linie den vielen möchtegern adoptiveltern die schuldzuweisung


oha sepp was für eine frage hast du in den raum geworfen..?
siehst du vielleicht war ich doch zurecht in den heimen
vielleicht hab ich es mir gerade selber bestätigt...
aber so ganz möchte ich es nicht annehmen...
ich gebe trotzallem die zuweisung den anderen

doch nur bis zu meinem 21.geburtstag


Signatur von »trullahups« ich warte noch auf die richtige eingebung

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »trullahups« (20. April 2012, 23:46)


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Fische

4

Dienstag, 24. April 2012, 17:24


was mich wundert ist
daß die resonanz zu diesem thema sehr mager ist
oder ist es so schwer so etwas anzunehmen?
der gedanke es könnte doch etwas wahres dran sein
es könnte eine spur wahrheit das ganze eigene bild durcheinander werfen???
ich habe auch an mir geknabbert wie ich das gelesen habe
und ich bin mir auch am eingestehen .. umsonst war ich nicht bei sooo vielen menschen
anscheinend habe ich mir selber viel vermasselt oder verbaut.. zumindest kräftig dazu beigetragen
keine ahnung..
vielleicht finde ich es noch zu meinen lebzeiten heraus..
ich werde versuchen es heraus zu finden

und ein engel war ich gewiss nicht

Signatur von »trullahups« ich warte noch auf die richtige eingebung

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5

Dienstag, 24. April 2012, 19:53

Waren manche unter uns als Kinder zu recht im Heim ?

Entschuldigt bitte diese Frage, jedoch muss ich diese mal neutral in den Raum werfen.....aber wie komme ich darauf.....

Zunächst sei gesagt,

[...]

Wie seht Ihr das ??


Seppel Ich finde diesen Beitrag super entlich einmal jemand der dieses tehma öffnet seppel du bist 10 Stockwerke bei mir im ansehen gestiegen ich kann nur sagen ich bin voll und ganz deiner meinung ich fordere alle hier im forum auf dazu stellung zu nehemen und das ohne hinter den berg zu halten LG wolle

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (24. April 2012, 20:02)
Grund: Zitat gekürzt und BB-Code angepasst


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JW1HAL

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Stier

6

Dienstag, 24. April 2012, 21:02

Ich würde mal von mir behaupten, dass ich zu Recht ins "Normal"-Heim gekommen bin, weil ich von meinen Eltern geschlagen wurde. Laut meinen Jugendamtakten, ist das mehr als einmal vorgekommen, so dass ich die Entscheidung des Jugendamtes zu meiner Heimeinweisung durchaus verstehe. Ich hätte genau so entschieden.

Die Entscheidung, mich in ein Spezialkinderheim für Schwererziehbare einzuweisen, halte ich jedoch für fragwürdig. Das Kinderheim Krosigk wurde derzeitig renoviert und so mussten alle Kinder in andere Heime verlegt werden. Ich vermute, dass die Anzahl der "Normal"-Kinderheimstellen begrenzt war und somit ausgesiebt wurde, wer in die "Normal"-Kinderheime eingewiesen wurde und wer nicht. Sicherlich war ich kein Weisenknabe, doch was soll ich in der 3. Klasse für einen Blödsinn gemacht haben, was das Jugendamt berechtigt, mich in ein SKH zu stecken. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich zu diesem Zeitpunkt andere verprügelt, geklaut oder sonst was für schlimme Sachen gemacht haben soll. Das einzige, an was ich mich erinnere, ich habe eine Lampe und ein Bett kaputt gemacht bzw. wurde dabei erwischt. Ob ich´s wirklich war, weiß ich auch nicht genau. Das sollte mein Vater bezahlen, wurde mir berichtet. Dazu kommt, dass sich meine Großeltern um mich bemühten und dies abgelehnt wurde. Das ist genau der Punkt, was eventuell eine Entschädigung rechtfertigen könnte.

Nun kam ich ins SKH nach Eilenburg, wo ich mit Kindern zusammen war, die eben viel viel schlimmer waren, als ich. Ich kann mich erinnern, dass dort welche waren, die zum Beispiel in Kaufhallen eingebrochen haben. Da war ich dann wirklich ein Weisenknabe dagegen!

Aber nun gut. Es war sicher nicht einfach für mich, jetzt plötzlich völlig eingesperrt zu sein und sehr streng, fast millitärisch, erzogen zu werden. Ich fand mich aber damit ab und kam recht gut damit zurecht, weil ich von je her Regeln akzeptieren kann und auch die Konsequenzen akzeptiere, da ich die ja vorher kannte. Ich fügte mich den Bestimmungen und war auch fest integriert, so dass ich sehr oft Aufgaben, wie dem SVD (Schüler vom Dienst - rechte Hand des Erziehers) übernahm und auch sehr gerne machte. Gruppenratsvorsitzender war ich auch mal ein Jahr.

Was ich damit sagen möchte, ich war sicherlich kein besonders schwieriges Kind und passte mich den System völlig und problemlos an, da mir ja auch nichts anderes übrig blieb und das eben das sinnvollste war.

Schließlich nach einem Jahr "Normal"-Heim und drei Jahren SKH nur mit Jungs (!), ist meine Kindheit doch sehr geprägt!

Heute frage ich mich öfter, ob verschiedene Verhaltensweisen von mir auf die Heimvergangenheit zurückzuführen sind.
Zum Beispiel habe ich ein Problem damit liebe Worte zu finden, Liebe zu geben und sie auch zu zeigen. Über Geburtstagsgeschenke kann ich mich nicht wirklich freuen oder es eben zeigen.
Allgemein kann ich mit Emotionen nicht viel anfangen, so dass ich oft sehr kalt, direkt und arrogant wirke.
Ich sehe auch vieles sehr real und weiche wenig von dieser Linie ab.
Gleichgültigkeit und Sturheit könnten auch trotz Konsequenzen ein Problem werden.


Nun frage ich mich öfters, ob es wirklich am Heim liegt? Haben "Nicht"-Heimkinder nicht auch solche Eigenschaften? Ich denke mal schon!


Natürlich gab es nicht nur Negatives im Heim!
Was hat das Heim aus mir gemacht?
Was habe ich für Werte vermittelt bekommen?

Ein strenger geregelter Tagesablauf gibts es jetzt zwar nicht mehr in meinem Leben, jedoch weiß ich genau wie es geht! Ich weiß, dass man Dinge erledigen muss und nichts liegen bleiben darf. Das habe ich im Heim gelernt.

Ich weiß, wie man Ordnung im Schrank hält, ob ich das heute so mache, ist eine andere Sache.
Ich weiß, wie man ein Bett macht, musste ich ja oft genug tun.
Ich weiß, wie man sich richtig verhält gegenüber verschiedenen Leuten, ob ich das heute anwende, kommt auf die Situation an.
Ich weiß auch, wie man sich in einer Gemeinschaft verhält, ohne ständig aus der Reihe zu tanzen. Ich kann auch zurückstecken und Kompromisse zu gunsten der Gemeinschaft eingehen. Ich habe zwar meine eigene Meinung, muss sie aber nicht immer und mit aller Macht durchsetzen, nehme mir auch ab und zu das Recht heraus, sie zu ändern.
Ich weiß auch, dass es nicht immer sinnvoll ist bockig und nachtragend zu sein, vor allem wenn man mit Menschen zusammen arbeiten muss oder will.

Nun frage ich mich aber, ob mir diese Werte auch vermittelt würden, wenn ich im Elternhaus geblieben wäre?
Und natürlich werden anderen Kindern, die nicht im Heim waren solche Werte vermittelt.

Ich komme immer wieder zu dem selben Schluß.

Ich bin meinen Weg gegangen, woran ich mit Reabilitierung und Entschädigung überhaupt nichts mehr ändern kann. Ich erinnere mich zwar oft zurück, trauere aber nichts hinterher. Das Leben geht vorwärts und nicht zurück. Also schaue ich nur voran und mache das Beste daraus.

Ich bin auch so wie ich bin und kann nie wissen, ob ich durch das Heim so geworden bin. Aber auch das ändert nichts an meinem zukünftigen Leben.

Ich denke zwar oft darüber nach, mache mich aber nicht fertig damit, weil es mich ehrlich gesagt, kein Stück im Leben weiter bringt.

Ich bin auch stolz auf mein Leben, auch auf die Heimzeit (!), nicht auf Dinge, die ich falsch gemacht habe, obwohl ich auch dazu stehe, sondern eher zu den Dingen die ich in meinen Augen ganz gut gemacht habe. Ich habe die Heimzeit ganz gut gemeistert, habe auch anschließend meine 10 Klassen und auch die Lehre, sowie den Führerschein im ersten Durchlauf absolviert, worauf ich stolz sein kann.


Die eingangs gestellte Frage kann ich abschließend nochmal mit JA beantworten, auch wenn ich das nicht auf meine gesamte Heimzeit beziehe.
Signatur von »JW1HAL«
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!


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Miss Becky

unregistriert

7

Dienstag, 24. April 2012, 22:28

Meine Einweisung in ein Kinderheim wurde vom Jugendamt Halle/Saale angeordnet.
Grund: Ich und meine Schwester wurden 1957 außerhalb der Ehe geboren. Die uns geboren hat ...wurde das Erziehungsrecht entzogen.
Wenn ich heute im Alter von 55 Jahren zurück blicke...hat mich das Jugendamt aus der Hölle befreit und am Ende unverzüglich in die Hölle geschickt .
Mein Heimaufenthalt war Unrecht
In diesem Fall muss das Gericht entscheiden. Ich hoffe, zu meinen Gunsten.

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Lillibeth

unregistriert

8

Mittwoch, 25. April 2012, 11:57

Teilzitat Jan

Zitat

Heute frage ich mich öfter, ob verschiedene Verhaltensweisen von mir auf die Heimvergangenheit zurückzuführen sind.

Zum Beispiel habe ich ein Problem damit liebe Worte zu finden, Liebe zu
geben und sie auch zu zeigen. Über Geburtstagsgeschenke kann ich mich
nicht wirklich freuen oder es eben zeigen.

Allgemein kann ich mit Emotionen nicht viel anfangen, so dass ich oft sehr kalt, direkt und arrogant wirke.

Ich sehe auch vieles sehr real und weiche wenig von dieser Linie ab.

Gleichgültigkeit und Sturheit könnten auch trotz Konsequenzen ein Problem werden.
@ Jan


Das Problem keine lieben Worte finden zu können sehe ich nicht unbedingt als Problem an! Zum Problem wird es für die Menschen die gerne liebe Worte hören wollen oder auch u.U. darauf angewiesen sind liebe Worte zu hören!

Ich z.B. gehöre zu den Frauen, die ihr Hauptaugenmerk nicht auf liebe Worte legt. Oder vielmehr gesagt: liebe Pauschalisierungen! Blicke und Gestiken sagen für mich viel mehr aus! Als Beispiel nenne ich mal die Aussage: Ich wünsche dir alles Gute - das kann ich mit freundlichem Ton Menschen wünschen die mir sympathisch sind, aber auch meinen Feinden.

Ich glaube dir nicht, daß du ein Problem hast Liebe zu geben oder sie auch zu zeigen! Du hast halt eine andere Art es zu zeigen und diese Art sagt viel mehr aus als ein riesiger Rosenstrauß, Liebesbriefe und was sich sonst noch Frauen so alles von Männern wünschen :rolleyes:

Was die Geburtstagsgeschenke betrifft: Ich denke, daß man aus dem Alter raus ist wo man vor Freude euphorisch rumsprang! Wirkliche Freude kommt von innen und ist nicht das was man sieht! Mir bringt es garnichts wenn sich jemand ausgeprägt sichtbar über ein Geschenk von mir freut, sich dann aber letztendlich nicht damit befaßt!

Zum Thema Emotionen - Himmel, warum müssen Menschen immer emotional sein? Mir ist es ein Rätsel wie man emotionsgeladen ein Problem lösen kann! Mir ist auch ein Rätsel warum Menschen als kalt und arrogant eingestuft werden die rational an eine Sache rangehen. Wenn man weiß was man kann, wenn man weiß wohin man gehört, wenn man weiß was man will und was man nicht will, mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht, dann hat man es mit einem selbstbewußten Menschen zu tun. Manchmal sogar mit einem durch und durch selbstbewußten Menschen. Ich glaube nicht, daß man Selbstbewußtsein mit Arroganz vergleichen sollte. Obwohl der Grad manchmal schmal ist - aber dennoch gibt es dort Unterschiede!

Gleichgültigkeit und Sturheit paßt zu selbstbewußten Menschen - es gehört dazu! Die entsprechenden Konsequenzen somit auch in Kauf zu nehmen zeugt von einer Stärke die manche gerne hätten und es nicht unbedingt zugeben würden!


Gewisse Eigenschaften werden einem schon in die Wiege gelegt! Woher auch immer sie kommen - sie müssen nicht immer gentechnisch sein! Und mit Erziehung oder Vorleben muß es auch nichts zu tun haben. Wobei ich die These vertrete, daß es rein garnichts damit zu tun hat!

Um es mal auf den Punkt zu bringen: Du bist ein Mensch und Mann wie es leider nicht mehr viele gibt! Einer der sich nicht verbiegen läßt von dieser Gesellschaft die der Meinung ist, Männer müssen Gefühlsdusel sein, Weinen, Emotionen zeigen usw. und letztendlich damit überfordert sind.

Und ich denke, daß deine Frauen - wie ich es mal benenne - wissen es sehr wohl schätzen, daß du so bist wie du bist! Was dann auch heißt, daß deine Art Liebe zu zeigen sehr wohl ankommt! ;)


Sollte sich mein Geschreib'sel nach einer Liebeserklärung anhören - ja, es ist eine! Aber - es wird nichts weiter passieren, denn ich bin mit meinem Partner außerordentlich glücklich, denn er ist noch ein paar Takte krasser als Jan. Ein sogenannter Indianer der so gar keinen Schmerz kennt :D


Ich habe ganz vergessen die Frage zu beantworten

Ja! Ich war zu Recht im Heim! Ich habe schon als Kind die negativen Konsequenzen getragen die sich ergeben könnten und daran hat sich bis heute nichts geändert! Ich bin durch und durch ein Rebell und bis auf meine Leute (Mann u. Kinder) kann sich niemand meiner sicher sein mich zu kennen :D

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Fische

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Mittwoch, 25. April 2012, 12:58

niemand meiner sicher sein mich zu kennen :D :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:
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Lillibeth

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10

Mittwoch, 25. April 2012, 13:19


was mich wundert ist
daß die resonanz zu diesem thema sehr mager ist
oder ist es so schwer so etwas anzunehmen?
der gedanke es könnte doch etwas wahres dran sein
es könnte eine spur wahrheit das ganze eigene bild durcheinander werfen???
ich habe auch an mir geknabbert wie ich das gelesen habe
und ich bin mir auch am eingestehen .. umsonst war ich nicht bei sooo vielen menschen
anscheinend habe ich mir selber viel vermasselt oder verbaut.. zumindest kräftig dazu beigetragen
keine ahnung..
vielleicht finde ich es noch zu meinen lebzeiten heraus..
ich werde versuchen es heraus zu finden

und ein engel war ich gewiss nicht



Es ist sehr schwer derartiges anzunehmen!

Dieser Gedanke wird weit, sehr weit von sich geworfen!

Die Wahrheit ist meistens schmerzlich!




Vermasselt oder verbaut, wie immer es auch genannt wird, haben viele bis sehr viele! Doch das finde ich, ist nicht der entscheidende Punkt. Vielmehr wirft sich die Frage auf, wie man damit umgeht, was man daraus macht!
;)


Als junge Frau wollte ich nie Kinder haben, mit der Begründung daß ich dieser Gesellschaft meine Ableger nicht zumuten will und kann. Ein mir vertrauter Mensch fragte mich dann: willst du dieser Gesellschaft es nicht zumuten oder magst du nicht tägl. über viele Jahrzehnte den Spiegel vor's Gesicht gehalten bekommen? ;) ;) ;)


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11

Mittwoch, 25. April 2012, 14:16

Ich verstehe die Frage nicht richtig, " War ich zu recht im Heim ", ja, weil z.b. Kinder vernächlässigt wurden,
oder, war ich aus " Eigenem Selbstverschulden im Heim ", ja, weil ich nur Mist gebaut habe,
das sind für mich 2 Paar Stiefel.
Ich behaupte mal " Nein " ich war nicht zu recht im Heim, da ich mit 5 Jahren ins Heim kam da meine Mutter abhaute, somit mein Vater plötzlich von heut auf morgen mit 3 Kindern alleine da stand, berufstätig war und mit der Situation total überfordert war, und
" Ja ", ich war zu recht im Heim, da es keine andere Möglichkeit gab für meinen Vater.

Und, da ich in meinem ganzem Leben von niemanden etwas erwartet habe
und heute schon garnicht mehr, bin ich ein Mensch der sich noch wahnsinnig freut über kleine Gesten von Anderen,
da sie unerwartet kommen

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JW1HAL

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Stier

12

Mittwoch, 25. April 2012, 14:48

Danke erst einmal zu deinen Zeilen, direkt auf meinen Beitrag bezogen.
Ich z.B. gehöre zu den Frauen, die ihr Hauptaugenmerk nicht auf liebe Worte legt. Oder vielmehr gesagt: liebe Pauschalisierungen! Blicke und Gestiken sagen für mich viel mehr aus! Als Beispiel nenne ich mal die Aussage: Ich wünsche dir alles Gute - das kann ich mit freundlichem Ton Menschen wünschen die mir sympathisch sind, aber auch meinen Feinden.
Erst einmal, wie meinst du das genau "liebe Pauschalisierungen!"? Denn ich mag Pauschalisierungen genau so wenig, wie ein um den heißen Brei gerede. Auch zwischen den Zeilen gibt es bei mir nichts zu lesen, weil da keine für mich sichtbaren Buchstaben stehen.

Was die Gestiken betrifft, bin ich genau der Meinung. Generell sind solche Aussagen nur gesprochene Wörter, die man eben so sagt, weil es so üblich ist und die jeder hören will! Ich bringe es zum Beispiel auch nicht fertig, ständig oder auch ab und zu zu meiner Frau zu sagen, dass ich sie liebe. Wenn sie es hören will, sage ich es, aber dann klingt es eh nicht echt, eher albern und gezwungen und sie gibt mir immer einen Brustpuffer, weil es dann doch nicht das war, was sie sich erhoffte. Da bin ich nämlich auch der Meinung, dass man es nicht sagen/hören, sondern spüren muss!

Ich hasse es auch wenn sich Leute mit den übelsten Kosenamen anreden. Platz Eins ist wohl "Schatz" ... :) Da bekomme ich Plag ...

Du hast halt eine andere Art es zu zeigen und diese Art sagt viel mehr aus als ein riesiger Rosenstrauß, Liebesbriefe und was sich sonst noch Frauen so alles von Männern wünschen :rolleyes:
Meiner Frau schrieb ich bisher einen Liebesbrief, den sie sich aufhob und auch ernst nimmt. Das was da steht, meine ich im Gegensatz zu daher Gesprochenen auch genau so.

Blumen gibt es von mir gar nicht! Auf jeden Fall nicht zu den vorgeschrieben Tagen! Es könnte zum Geburtstag mal vorkommen, dass ich an so etwas denke und auch der Meinung bin, sie sollte mal ne Blume bekommen. Lieber würde ich einen Blumentopf holen, weil der länger hält. Was hat man von einen Straus, den man nach 3 Tagen wieder in die Tonne kloppt? Das ist Verschwendung und Tötung von Blumen! :) Klingt doof, aber so denke ich. :)

Wenn ich mal das Gefühl habe, sie hat sich ne Blume verdient und würde sich darüber freuen, bringe ich ihr mal ganz spontan eine mit. Das ist aber eben dann, wenn sie gar nicht damit rechnet. Das ist auch sehr sehr selten, vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr.

Was die Geburtstagsgeschenke betrifft: Ich denke, daß man aus dem Alter raus ist wo man vor Freude euphorisch rumsprang! Wirkliche Freude kommt von innen und ist nicht das was man sieht! Mir bringt es garnichts wenn sich jemand ausgeprägt sichtbar über ein Geschenk von mir freut, sich dann aber letztendlich nicht damit befaßt!
Da komme ich mir richtig blöd vor, so dass ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. Da es so üblich ist, gehe ich hin und umarme meist den Menschen, zu den ich etwas innigeren Kontakt habe und bedanke mich mit einem "Danke" dafür. Mehr kommt da nicht. Ich weiß, das ist doof, könnte auch undankbar sein, aber es ist so.

Zum Thema Emotionen - Himmel, warum müssen Menschen immer emotional sein? Mir ist es ein Rätsel wie man emotionsgeladen ein Problem lösen kann! Mir ist auch ein Rätsel warum Menschen als kalt und arrogant eingestuft werden die rational an eine Sache rangehen.
Ich hasse es, wenn Menschen bei einem Sachverhalt gleich an die Palme gehen und den Gegenüber am liebsten gleich an die Gurgel wollen.

Ich für meinen Teil nehme das ganz gelassen zur Kenntnis, analysiere und denke in aller Ruhe darüber nach. Erst dann mache ich was, meist nichts, weil es eh nichts bringt. Das kommt aber immer auf die Situation drauf an.

Ich erinnere mich, wie mein Opa damals nach meiner Heimzeit in Hauslatschen und Unterhemd im Winter zur Starssenbahnhaltestelle lief, weil ich nicht pünktlich zu Hause war. So etwas ist völlig sinnlos. Ich könnte ja auch nicht mit der Strassenbahn kommen.

Ich erinnere mich auch, wie meine Frau die unmöglichsten Dinge machen wollte, wo die Kinder mal nicht pünktlich waren. Auch sinnlos. Es bringt wenig Punkte unkontrolliert in der Gegend herum zu rennen, wo doch auch sehr viele andere Möglichkeiten in Frage kommen könnten.

Ich sehe es auch immer wieder, wie sich allgemein Menschen an Dinge hochschaukeln, die man eh nach einer bestimmten Zeit wieder vergisst und die es gar nicht Wert sind, einen Aufstand daraus zu machen. So etwas ist in meinen Augen einfach nur Krank. Manche Menschen verfallen dann auch in so einen Wahn, dass sie sich Scheuklappen anlegen und völlig emotionengeladen und unkontrolliert durch die Gegend rennen und irgendwelchen Mist machen. Es geht dann so weit, dass man sogar andere Menschen Schaden zufügt. Ich glaube, so entstehen auch Kriege, ob im ganz großen oder auch ganz kleinen Stil. Also völlig sinnlos.

Manchmal, eher ganz selten, mache ich aber auch so etwas, denn so ganz frei davon bin ich auch nicht. Oder ich kündige etwas an und überlege es mir meist anders, weil es eben völlig krank wäre. Ich will einfach nur meine Ruhe haben. :)

Wenn man weiß was man kann, wenn man weiß wohin man gehört, wenn man weiß was man will und was man nicht will, mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht, dann hat man es mit einem selbstbewußten Menschen zu tun. Manchmal sogar mit einem durch und durch selbstbewußten Menschen. Ich glaube nicht, daß man Selbstbewußtsein mit Arroganz vergleichen sollte. Obwohl der Grad manchmal schmal ist - aber dennoch gibt es dort Unterschiede!
Ist es auch nicht, kommt jedoch so rüber, wenn man einen Menschen nür flüchtig kennt und ihn auch nicht näher kennenlernen möchte oder darf. Ich muss sagen, es ist auch oft ein Schutz, der einem unliebsame Zeitgenossen vom Hals hält. Ob es immer Selbstbewusst ist, weiß ich selbst nicht. Ich bin ein genereller großer Zweifler und zweifle selbst das ständig an und weiß oft selbst nicht so richtig, was ich will, was richtig und falsch ist. Das kann man so und dann mal so sein. Man lernt auch ständig dazu und bidet sich aus den Erfahrungen seine Meinung und auch seinen Standpunkt zu gewissen Dingen. Dazu gleich mehr, zum Thema verbiegen.

Gewisse Eigenschaften werden einem schon in die Wiege gelegt! Woher auch immer sie kommen - sie müssen nicht immer gentechnisch sein! Und mit Erziehung oder Vorleben muß es auch nichts zu tun haben. Wobei ich die These vertrete, daß es rein garnichts damit zu tun hat!
Da frage ich mich auch und bin mir absolut unsicher, ob so etwas gen- oder erziehungstechnische Hintergründe hat. Ich glaube, es spielen beide Faktoren eine kleine, hauptsächlich aber der Faktor "Umfeld" eine sehr große Rolle. Ich habe zwei Töchter. Die ältere hat einen anderen Vater, hat ihre Lehre abgebrochen und ist arbeitsscheu. Seit der Lehre keine wirkliche Arbeit. Die Kleine ist von mir, und macht gerade ihre Lehre. Man sollte also nicht den Abend vor dem Morgen loben. Es kann noch viel passieren. Aber warum ist es so? Beide wurden gleich erzogen, hatten unterschiedliche Gene und unterschiedliche Umfelder. An was liegt es? Ich weiß es nicht. Es wird mir immer ein Rätsel bleiben.

Um es mal auf den Punkt zu bringen: Du bist ein Mensch und Mann wie es leider nicht mehr viele gibt! Einer der sich nicht verbiegen läßt von dieser Gesellschaft die der Meinung ist, Männer müssen Gefühlsdusel sein, Weinen, Emotionen zeigen usw. und letztendlich damit überfordert sind.
Das mit dem Verbiegen behaupten böse Zungen ganz anders! da müsste man sich fragen, was verbiegen ist? Natürlich passe ich mich in gewisser Weise an. Das macht jeder in irgend einer Form. Natürlich ändere ich auch mal meine Meinung. Auch das macht jeder, wenn er neue Erkenntnisse gewinnt und plötzlich der Meinung ist, es ist ganz anders. Ich gebe auch oft klein bei, wenn es mir nicht ganz so wichtig ist und man gerade in einer Gruppe oder auch anderen Gegebenheiten, wo man in gewisser Weise in einer Abhängigkeit ist, eben für mich am sinnvollsten ist. Wenn das alles verbiegen ist, dann verbiege ich mich eben. Ich sehe das jedenfalls nicht als so ein verbiegen, wie es immer gerne dargestellt wird. Das Thema "Verbiegen" ist für mich eine völlig sinnfreie Diskussion.

Und ich denke, daß deine Frauen - wie ich es mal benenne - wissen es sehr wohl schätzen, daß du so bist wie du bist! Was dann auch heißt, daß deine Art Liebe zu zeigen sehr wohl ankommt! ;)
Darüber bin ich mir nicht ganz im Klaren, ob denen das gefällt. Ich gleube eher nicht. Aber sie akzeptieren das und wissen ganz genau, dass sie das nie ändern werden! Also können die damit leben oder auch nicht. Das ist, so hart wie das klingt, nicht mein Problem. Gut, das könnte mein Problem sein, wenn mich Frau deswegen verlässt. Aber dann passt es eben nicht. Ich werde mich deswegen nicht verstellen (oder auch verbiegen :))!

Sollte sich mein Geschreib'sel nach einer Liebeserklärung anhören - ja, es ist eine! Aber - es wird nichts weiter passieren, denn ich bin mit meinem Partner außerordentlich glücklich, denn er ist noch ein paar Takte krasser als Jan. Ein sogenannter Indianer der so gar keinen Schmerz kennt :D
Ich behaupte von mir, dass ich schon ein komischer Vogel bin. Viele kommen mit mir nicht klar, das ist auch gut so. Vielleicht will ich das auch so ... Aber ganz so krass bin ich wohl auch wieder nicht.

Ich habe schon als Kind die negativen Konsequenzen getragen die sich ergeben könnten und daran hat sich bis heute nichts geändert! Ich bin durch und durch ein Rebell und bis auf meine Leute (Mann u. Kinder) kann sich niemand meiner sicher sein mich zu kennen :D
Als Rebell würde ich mich nicht bezeichnen, da ich Widerstand, aus Gründen der Sinnfreiheit vermeide, wo es nur geht. Man könnte sagen, ich schwimme mit dem Strom. Das kann gut sein. Ich toleriere viele Dinge, habe jedoch auch meine Grenzen und wäge für mich genau ab, was sinnvoll ist und was nicht. Das mag jetzt etwas egoistisch klingen, aber es ist so. An erster Stelle denke ich immer an mich selbst. Erst dann denke ich an andere und mache vielleicht auch persönliche Abstriche bei mir selbst. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die erst an andere Denken. Aber ob das ausnahmslos so ist, bezweifle ich.

Und wann kennt man jemanden richtig? Meine Frau kennt mich nun schon ziemlich genau 20 Jahre. Sie kennt mich gut. So gut kennt mich keiner. Aber auch wenn sie oft schon genau weiß, was ich sagen will oder was ich denke, weiß sie nie alles ...

Und noch etwas. Wenn ich mich einer Sache anschließe und davon überzeugt bin, bleibe ich dabei und setze mich solange dafür ein, wie es sinnvoll für mich erscheint. Natürlich spielen da auch rein persönliche Gründe eine Rolle. Denn wenn ich eines Tages kein Bock mehr dazu habe, mache ich etwas anderes. Ich war damals in der DDR für den Pionier- Und FDJ-Kram. Das habe ich gern gemacht, fand ich gut und finde ich auch heute noch gut. Es war nicht alles schlecht. Heute setze ich mich zum Beispiel für dieses Forum ein und lasse mich nicht so schnell davon abbringen.


Ich glaube jetzt bin ich nicht mit besten Beispiel voran gegenagen und habe weit vom eigentlichen Thema abgeschweift.


Kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: Waren manche unter uns als Kinder zu recht im Heim ?

Ich galube auch die Kinder, die wegen politischen Gründen ins Heim kamen, waren nach damaliger Sicht berechtigt im Heim. Das Jugendamt hat im Sinne des Staates, des damaligen Systems gehandelt. Ich hätrte damals wohl genau so gehandelt, weil ich ein überzeugter DDR-Bürger war. Aus heutiger Sicht, war es wohl doch eher ungerecht. Aber die Zeiten ändern sich nun mal. Was damals Recht und Mittel zum Zweck war, ist heute ungerecht.

Aber all die Kinder, die ins Heim kamen, weil zu Hause etwas nicht in Ordnung war, weil sie eben geprügelt oder vernachlassigt wurden, waren meinert Meinung nach berechtigt ins Heim gekommen. Denn ich persönlich würde wohl auch so entscheiden, wie das Jugendamt.

Was allerdings in den Heimen, gerade mit dem Thema Missbrauch ablief, steht auf einem ganz anderen Blatt. Da denke ich, dass damals vieles nicht so bekannt war, wie es heute alles ans Tageslicht kommt.



Gruß Jan
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JW1HAL

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Stier

13

Mittwoch, 25. April 2012, 14:58

Ich verstehe die Frage nicht richtig, " War ich zu recht im Heim "

Hier müsste man wohl die Schuldfrage bzw. die Schuldzuweisung klären.

Meiner Meinung nach ist die Frage gegen das damalige System gerichtet. Man könnte auch fragen; "Hat das Jugendamt richtig entschieden?"

Der andere Punkt wäre, ob man sich selbst oder den Eltern die Schuld geben möchte. Ich denke mal, da kann man nie wirklich einem kleinen Kind die Schuld geben. Da sind wohl immer die Eltern schuld.

Aber warum sind die Eltern schuld?

Diese Frage stelle ich mir öfter!

Ich würde sie einfach so beantworten, dass sie einfach alle viel zu jung sind, ihnen einfach die Erfahrung fehlt und sie Menschen sind, die auch Fehler machen, die wiederum fatale Folgen haben können.

Aber das kann man nun mal nicht wieder rückgängig machen!

Fehler sind dazu da, dass sie gemacht werden. Die Folgen sind traurig aber nicht zu ändern. Da heißt es immer wieder, das Beste daraus zu machen.

Damals versuchte dies das Jugendamt!

Heute muss es jeder selbst tun!
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geostationär

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14

Mittwoch, 25. April 2012, 15:37

Was die Schuld der Eltern betrifft..... ich habe mal von einer berühmten Serienfigur einen Satz gehört.... der da lautet:

"Eltern sollten nur die angagiertesten Menschen werden"

und so ist es auch.

diese Figur war Spock aus Enterprise. Diesen Satz habe ich in den späten 80ern in einer Folge gehört, und er hat sich bei mir festgebrannt.

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Fische

15

Mittwoch, 25. April 2012, 15:51


"Eltern sollten nur die angagiertesten Menschen werden"


ich plädiere für einen führerschein
für jeden schmarrn brauchste ne lizenz
so warum nicht für das leben??
für kinder ????????
dann würde wahrscheinlich nicht sooo viel schlimmes passieren..

ABER... wer sagt das die amtliche zulassung
garant sei ein kind zu erziehen??
sich wirklich zu angagieren 8)
Signatur von »trullahups« ich warte noch auf die richtige eingebung

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Miss Becky

unregistriert

16

Mittwoch, 25. April 2012, 18:04

Seppel.....Dein Zitat: dass alle ehemaligen Heimkinder absolut verschiedene Lebenswege gegangen sind.


Richtig Seppel.
Es gibt ehemalige Heimkinder/Jugendliche die solche Schicksale erdulden mussten und zwangsweise in ein Kinderheim eingewiesen worden. Letztendlich hätte man die Eltern oder ein Elternteil Therapieren sollen/können.
Vielleicht wäre vieles... zugunsten ehemaliger Heimkinder...anders gelaufen.

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17

Mittwoch, 25. April 2012, 20:08

"Eltern sollten nur die angagiertesten Menschen werden"

finde ich nicht
wer sagt das nur ein angagierter Mensch
Kinder erziehen kann
ich kann mich für alles mögliche angagieren z.b.für den Tierschutz und trotzdem nicht fähig sein Kinder zu erziehen.

und zu Elternführerschein, was für ein Schmarrn, da hast de Elternführerschein bekommen und etwas wirft mich im Leben aus der Bahn,
und ab dem Zeitpunkt bin ich nicht mehr der Mensch der ich vorher war und bin nicht mehr fähig mich richtig um meine Kinder zu kümmern.
und dann gibt es Menschen denen man nie zutrauen würde das sie mit Kinder umgehen können, die nachher die liebevollsten Eltern sind.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (25. April 2012, 21:16)
Grund: Zitat/BB-Code korrigiert


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18

Mittwoch, 25. April 2012, 20:11

Ups was ist das ?( bitte bitte korrigieren

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geostationär

unregistriert

19

Mittwoch, 25. April 2012, 20:13

Zumindest sollte man sich mit seinen Kindern angagieren können, so ist das gemeint.
Man darf keine Leichen im Keller haben, muss mit sich im Reinen sein. Ansonsten die Kinder lieber da lassen wo sie sind........

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20

Mittwoch, 25. April 2012, 23:18

Seppel.....Dein Zitat: dass alle ehemaligen Heimkinder absolut verschiedene Lebenswege gegangen sind.


Richtig Seppel.
Es gibt ehemalige Heimkinder/Jugendliche die solche Schicksale erdulden mussten und zwangsweise in ein Kinderheim eingewiesen worden. Letztendlich hätte man die Eltern oder ein Elternteil Therapieren sollen/können.
Vielleicht wäre vieles... zugunsten ehemaliger Heimkinder...anders gelaufen.

So sehe ich das auch!!!!
Heute habe ich lange mit meiner Tochter darüber geredet und hier steht genau was sie mir versucht hat zu erklären!
Danke dafür.
:thumbup: :thumbup: :thumbup:
Selbst ich habe mir Schuld dafür gegeben,aber so war es nicht.
Hätte ich ein gutes Elternhaus,wäre wohl einiges anders gelaufen in meiner Kindheit!
Für eine sehr schlechte Kindheit können wir,oder einige hier nichts dafür,aber wir geben uns teilweise die Schuld.
Weil man uns Schuldgefühle ein geprügelt hat.( Elternhaus oder wie auch immer)?
( Warum habe ich geklaut)???? na warum wohl?!!!!! Hunger,aber das kennen viele nicht mehr.
Und ich hatte verdammt oft Hunger glaubt mir das. Kartoffeln,Kohlrüben usw roh gefuttert um satt zu sein.
Schuhe im nächsten Hauseingang geklaut,weil ich auch mal schöne haben wollte.
Na ja könnte dazu noch mehr schreiben,aber das würde jetzt eine Große Geschichte werden.
Ich bin jetzt eine geschätzte Geschäftsfrau und darauf bin ich verdammt Stolz,denn ich habe es ganz allein geschafft aus dieser komischen Vergangenheit raus
zu kommen.( Veränderung im Leben und Ortswechsel spielt eine sehr große Rolle)!!!!! im Leben.
Und noch eins! Ich verurteile nicht den Jugendwerkhof Burg,denn diese Einrichtung hat mir sehr geholfen dabei.
Hören hier einige nicht gern,aber so war es nun mal.
Liebe Grüße aus Osnabrück Siggi,und schön das ihr da seid
:love: :love: :love: :love:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (26. April 2012, 07:08)
Grund: Doppelzitat entfernt


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