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Wie war der Tagesablauf bei dir im Heim?

Antworten im Thema: 6 » Der letzte Beitrag (12. Dezember 2017, 18:53) ist von Tigress.

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JW1HAL

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Stier

1

Freitag, 7. März 2014, 15:40

Wie war der Tagesablauf bei dir im Heim?

Wie war der Tagesablauf bei dir im Heim?

Hallo,

ich weiß, dass wir das Thema irgendwann schon mal hatten. Für die älteren User mag das bekannt vorkommen, für die neueren User wäre das aber Neuland.
Und immer wieder uralte Threads heraus zu kramen ist auch nicht immer gut.

Von daher die Frage an euch, wie der Tagesablauf so in deinem Heim strukturiert war.

Ging es eher locker zu oder war es richtig streng.
War es eher etwas durcheinander oder gab es täglich richtig feste Zeiten?

Ich werde mich später sicher auch noch dazu äußern, da ich hier sicher auch noch einige Erinnerungen habe, wenn auch nicht Viele.

Also Mutige voran, wie war es bei dir so?

Wann und wie wurde zum Beispiel aufgestanden, gewaschen, Betten gemacht, gefrühstückt, Zimmer aufgeräumt, in die Schule gegangen, von der Schule wieder ins Heim gegangen, Mittag gegessen, Schulaufgaben gemacht, wann und was gab es zum Vesper, wann und wie war die Freizeit, wann und was gab es zum Abendbrot, wann und wie lange durfte man Fernsehen, wann und wie wurde sich gewaschen, Zähne geputzt, Schuhe geputzt und wann wurde ins Bett gegangen und wann war Nachtruhe?

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Pierre1976

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Zwillinge

2

Freitag, 7. März 2014, 20:07

Also ich war in mehreren Heimen an die Regeln im ersten kann
ich mich gar nicht mehr so erinnern aber an die im zweiten schon.


Wehrend der Schulzeit waren:

6.00 Uhr Aufstehen (das Licht wurde angemacht und es hieß in
10 Minuten antreten zum Frühstück) Also aufstehen in den Waschraum gehen

Waschen, Zähne putzen, Bett machen, anziehen und auf dem Gang antreten.
6,10 Uhr gang in den Speisesaal, dort stellte sich jeder
hinter seinen Platz bis es hieß Setzen und auf guten abetiet wurde gegessen

6,30 Uhr Tisch abräumen und antreten um in die Gruppe zurück
zu gehen wo sich jeder seine Jacke und seinen Ranzen holte und wieder antreten

um zum Eingang zu gehen und Schuhe anziehen. Dann in zweier antreten um in die
Schule zu gehen.

7,30 Uhr bis 13,30 Uhr Schule / Mittagessen in der Schule
13,30 Uhr abholen durch die Erzieher, in zweier antreten und
Rückkehr ins Heim

14,15 Uhr anfunkt umziehen und Hausaufgaben
15,00 Uhr antreten zum Kaffee und gang in den Speisesaal,
dort stellte sich wieder jeder hinter seinen Platz bis es hieß Setzen und auf
guten abetiet
wurde gegessen
15,20 Uhr Tisch abräumen und antreten um in die Gruppe
zurück zu gehen
Am Erzieherzimmer warten bis der Erzieher aufschloß, jeder
hollte seinen Schuputzkorb und wieder draußen auf dem Gang antreten.

15,30 Uhr im Hof im Halbkreis Aufstellung nehmen und Schuhe
putzen anschließend zum Erzieher gehen und vorzeigen

16,00 Uhr Freizeit / Strafdienst
18,00 Uhr vor dem Gruppenraum antreten zum Abendessen,
Kontrolle des ordnungsgemäßen sitzes der Kleidung und gang in den Speisesaal,

dort stellte sich wieder jeder hinter seinen Platz bis es hieß Setzen, der
Erzieher geht mit der Wurstplatte herum jeder kann sich 2 scheiben wurst

oder käse aussuchen und auf guten abetiet wurde gegessen
18,20 Uhr Tisch abräumen und antreten um in die Gruppe
zurück zum waschen gehen. Jeder geht in sein Zimmer zieht sich aus und geht mir
seinem
Handtuch, Zahnbürste und der gebrauchten Unterwäsche im Erzieherzimmer
antreten. Unterwäsche kommt da in einen Korb und jeder einzeln darf zum

Waschen gehen. Dann zurück zum Erzieher und kontolieren lassen wie man sich gewaschen
hat. Dann die frische Unterwäsche für den nächsten Tag

abholen und zum anziehen
wieder zurück ins Zimmer.

Anschließend Fernsehen oder Straf stehen
19,00 Uhr für die ersten Bettruhe
19,30 Uhr für die letzten Bettruhe


Samstags war 11,30 Uhr Schulschluss

11,30 Uhr abholen durch die Erzieher, in zweier antreten und
Rückkehr ins Heim

12,15 Uhr Ankunft umziehen
12,20 Uhr antreten zum Mittagessen und gang in den
Speisesaal, dort stellte sich wieder jeder hinter seinen Platz bis es hieß Setzen und auf guten

abetiet wurde gegessen
13,40 Uhr Tisch abräumen und antreten um in die Gruppe
zurück zu gehen

13,45 Uhr Hausaufgaben
14,00 Uhr Wochenberechnung, Strafen Verteilung, gelegentlich
auch Straferlass

15,00 Uhr antreten zum Kaffee und gang in den Speisesaal,
dort stellte sich wieder jeder hinter seinen Platz bis es hieß Setzen und auf
guten abetiet
wurde gegessen
sonnst wie unter der Woche auch
22,00 Uhr Bettruhe nur Samstags


Sonntags / Feiertags / Ferien :

8.00 Uhr Aufstehen (das Licht wurde angemacht und es hieß in
8,10 Minuten antreten zum Frühstück) Also aufstehen in den Waschraum gehen
Waschen,
Zähne putzen, Bett machen, anziehen und auf dem Gang antreten.
8,15 Uhr gang in den Speisesaal, dort stellte sich jeder
hinter seinen Platz bis es hieß Setzen und auf guten abetiet wurde gegessen

8,45 Uhr Tisch abräumen und antreten um in die Gruppe zurück
zu gehen

9,00 Uhr Gruppendienste, Zimmer putzen
10,30 Uhr Vor den Zimmern antretten zur Zimmer Kontrolle
11,00 Uhr Freizeit / Strafdienst
12,00 Uhr antreten zum Mittagessen und gang in den
Speisesaal, dort stellte sich wieder jeder hinter seinen Platz bis es hieß Setzen und auf guten abetiet

wurde gegessen
sonnst wie unter der Woche auch

Jeden Sonntag gab es frische Pullover der Hemden und alle zwei Wochen auch ne fische Hose

Sie ersten 8 Wochen musste man im Heim bleiben und dann durfte man alle 4 Wochen Heimfahren und 2 Wochen danach durfte man besucht werden für 2 Stunden

Wenn die Regeln nicht eingehalten wurden gab's dann
Übungstage an den der gesamte Ablauf solange nach Stoppuhr geübt wurde bis
wieder schnell und gut genug war



Das letzte Heim war ein Wochenheim in dem es eigentlich fast keine Regeln gab


Morgens war um 6 Wecken und jeder Stand auf ging sich
waschen zog sich an und ging Frühstück dann ging man selbständig zur Schule

Mittagessen in der Schule
Nach der Schule ging man wieder zurück ins Heim machte seine
Hausaufgaben und hatte dann Freizeit / Fernsehen uns so

Um 18 Uhr war dann Waschen diesmal gemeinsam das wie nicht
versehentlich zu früh in den waschen ging da da noch die Mädchen beim Waschen
waren danach
bis 20 Uhr wieder Freizeit 20 Uhr Bettruhe am Wochenende 22 Uhr
Jedes Wochenende durfte ich da Heim fahren

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pierre1976« (7. März 2014, 20:58)


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Löwe

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Freitag, 7. März 2014, 21:45

das war ja abwechslungsreich :)
Signatur von »börni« die frauen lieben die einfachen dinge des lebens

zum beispiel männer :)

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JW1HAL

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Stier

4

Sonntag, 26. November 2017, 14:24

Vielleicht hat der Eine oder andere hier noch ein Paar Erinnerungen?

Bei uns im Spezialkinderheim ging es immer millitärisch vor. der ganze Tagesablauf bestand aus Antreten und geschlossen im Gänsemarsch zur nächsten Aktivität, ganz egal, ob es Waschen, Frühstücken oder der Gang zur Schule war. Einer war der SVD (Schüler vom Dienst), der eben in dem Moment der Gruppenführer, die rechte Hand des Erziehers war. Also alles schon stark an die Armee gelehnt. Aber es funktionierte.

Wie war es bei dir?

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Löwe

5

Sonntag, 26. November 2017, 21:42

Mein Aufenthalt war bedingt durch die Nonnen sehr religiös geprägt. Ihr Klosterleben wurde - so gut es ging - beinahe 1 zu 1 auf uns übertragen.

Ansonsten war die Woche geprägt von Schule, Hausaufgaben und vielen Arbeiten, die wir zu verrichten und mit denen wir viel Personal zu ersetzen hatten, das ansonsten nach Tarif hätte bezahlt werden müssen.

Der Sonntag wich in soweit vom Rest der Woche ab, als dass hier religiöse Pflichten im Vordergrund standen, wie der Gottesdienst und so etwas, wie ein Standgericht danach. Standgericht deshalb, weil immer andere Kirchenbesucher vor uns auf der Kinderstation waren und sich über kleinste Kleinigkeiten unsereins beschwert hatten. Natürlich wollten die auch sehen, wie wir bestraft wurden.

Das hat mich einmal so wütend gemacht, ich habe dem scheinheiligen Pack einen Streich gespielt. Das ging auch nur, weil die Becken mit dem Weihwasser so dunkel waren, dass man die Tinte, die ich da reingefüllt habe, nicht sehen konnte. Sah lustig aus, so manche mit blauen Tintenflecken. Das Standgericht wurde auf den Kirchenvorplatz verlegt - ein durchschlagender Erfolg. Die haben nie rausgekriegt, wer das war.

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Stier

6

Mittwoch, 29. November 2017, 13:30

Klar , dass ich mich an die Tagesabläufe erinnern kann....

06.30 h Wecken durch den Erzieher .
Anschließend waschen - Zähneputzen usw.
Betten machen....Zimmer kehren und Abfall entsorgen.
Danach zum Frühstück gehen....War unterschiedlich , was es da gab.
Mal Brötchen...Brot ...Marmelade ...Kakao oder Kaffee(Muckefuck).

Dann konnte man sich langsam für den Arbeitseinsatz umziehen.
Umkleide war für die Arbeitsklammotten im EG neben der Duschanlage.
Dann von 08.00 h - 12.00h musste man da arbeiten , wo man seine Lehr - oder Arbeitsstelle hatte.
Die ersten paar Monate war ich in der Gärtnerei tätig.
Danach begann ich eine Lehre als Maler/Lackierer....
Um 12.00 h war dann Mittagessen....bis 13.00h...
Im Großen und Ganzen war das Essen passabel..es schmeckte mir meistens.
Von 13.00h bis 17.00h war man dann an seinem Arbeitsplatz.
Mir gefiel es zwar in der Gärtnerei recht gut...als Beruf konnte ich mir den für mich nicht vorstellen.

Meine Lehre war einfach gesagt spitzenmäßig....Hatte einen guten Lehrmeister und zwei Altgesellen
mit denen ich mich gut bis sehr gut verstand.Und obendrein bekam man die Arbeitstechniken gut beigebracht.
So gut , dass ich meine Lehrzeit ein halbes Jahr eher abschließen konnte und die Bedingungen für die
Lehrzeitverkürzung . die von der Malerinnung vorgegeben waren ,erfüllte.

Um 18.00h gab es dann Abendessen....Meistens Brot mit Wurst oder/und Käse.....
Ab und an mal ein paar Wienerle oder Fleischsalat....gekochte Eier ...Tomaten und Gurken nach Jahreszeit, da diese selber angebaut und geerntet wurden.
Landwirtschaft gehörte ebenso dazu...Viehhaltung ...über 30 Milchkühe und einige Sauen.

Danach hatte man da Freizeit und konnte sich auf dem Heimgelände frei bewegen.
Einige gingen zum Fussball spielen...Tischtennis spielen oder hörten Musik oder nahmen welche
auf Kassette auf...So wie ich das auch mitunter tat...

Lernte da allerlei Kartenspiele---Skat - Schafkopf - Doppelkopf und Binokel.
Rommé und Canasta hatten wir daheim schon oft gespielt.
So waren wir ab und zu eine Truppe, die manchmal das ganze Wochenende durchkartelten.

Ausgang gab es auch ...mit einem Ausgangszettel worauf die Person und das datum mit Uhrzeit vermerkt war.

Wichtigster Tag der Woche war der Montag ....Da war Taschengeldausgabe.
Und das war m.E. ziemlich hoch...Pro Altersjahr gab es eine DM in der Woche.
Mit 15 J. 15DM...mit 16 J. 16 DM...usw.
Bekleidungsgeld gab es auch ...35DM im Monat.
Das wanderte auf ein Bekleidungskonto und man konnte sich beim Schneidermeister Klamotten dafür aussuchen.
Der hatte einen Extraraum , in dem er die besorgten Anziehsachen lagerte.
Und da hatte der immer eine gute Auswahl....Der Betrag wurde dann vom Kleiderkonto abgezogen.
Später konnte man sich auch einen Betrag aushändigen lassen mit dem man dann in den Nachbarstädten
einkaufen gehen konnte.
Da musste man halt die Quittung und die neuen Klamotten zeigen....war für mich okay.

Solche Einkäufe verbanden wir dann immer mit einem Discobesuch in Melsungen - Homberg/Efze
Kassel war da zu weit weg...Da wurden wir ab und zu vom Fahrdienst oder einem Erzieher Kutschiert.
Kino war da meist angesagt in Kassel...

Natürlich durfte man auch nachhause fahren....Zu den Oster- Pfingstferien und weihnachten sowieso.
Oder halt mal für ein WE....
Diejenigen , die nicht gerne nachhause fuhren oder nicht gerne zuhause gesehen wurden , konnten
mit anderen Jungs in diverse Urlaubsziele verreisen...An die Ost - oder Nordsee ...Im Winter zum Skifahren
undsoweiter...die die Heimleitung organisierte.
Fand ich zwar toll , was die aus die Beine stellten

war lieber doch daheim bei meiner Mutter und Geschwistern.

Wochenende bedeutete bis um 07.30h schlafen....dann frühstücken...der Rest der Zeit bis zu den Mahlzeiten zur freien Verfügung....
Freitag und Samstag konnt man dann auch länger fernsehen wenn man das wollte.

Irgendwann nach meinem ersten Jahr wurden 3 Pferde angeschafft....
Somit durfte ich auch mit den Pferde reiten....Was ich auch tat, wenn ich es konnte...
Hatte einen Riesenspaß gemacht...
Am Tage nach meiner bestandenen Gesellenprüfung durfte ich mit noch einem Jungen, der mit mir ausgelernt hatte
und der Reitlehrerin zum Abschied einige Stunden ausreiten...
Werde ich nie vergessen...

Revierdienste gab es auch....Küchendienst ...bedeutete Essen aus der Küche holen.
Nach den Essen ...Gebrauchtes Geschirr und Transportbehälter in die Küche bringen.
Geschirr in der Schnellspülanlage reinigen und es wieder mit in die Unterkunft bringen.
Wasch-und Toilettenanlagen wischen ...Spiegel putzen usw.
Diverse Reinigungsarbeiten die sonst noch so anfielen wurden auch eingeteilt.
Da gab es auch noch die Bezeichnung ZBV- Zur besonderen Verfügung.
Trat dann in Kraft - sollte jemand von den zugeteilten Diensten ausfallen.

Mitte 1973 kam ich dann in eine freie Gruppe ...ohne Erzieher....nur unter der Obhut eines " Hausvaters"
der ab und an nachsah , ob bei uns alles seine Ordnung hatte....
Machten wir eh meistens zu seiner Zufriedenheit.

Angeboten wurden auch Kochkurse in der Dorfschule....Erste-Hilfe -Kurse.
Reiten...wie schon erwähnt....Freizeitseminare...Schwimmbadfahrten und vieles mehr.
Daran nahm ich überall teil...war schon toll...

So das war es dann zu diesem Thema....

Mit den besten Grüßen...von chazz17 :)
Signatur von »chazz17« Erwarte im Leben nicht mehr,als du zu geben bereit bist.

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7

Dienstag, 12. Dezember 2017, 18:53

Wie ich in einem anderem Beitrag bereits schrieb, war ich bereits gerade 14 Jahre alt geworden als ich nach vielfachem herumreichen durch Pflegefamilien ins Heim kam, selbst in den Heimen war ich immer nur relativ kurz, 3 Heime in etwas über 1 Jahr.
Damit will ich jetzt eigentlich nur sagen, dass ich mich in meinem damaligem Alter sicherlich wenig bis gar nicht an den üblichen Tagesablauf in den Heimen gehalten haben dürfte.
Sicherlich morgens aufstehen, ab in den Waschraum mit den vielen Waschbecken (je nach Heim), frühstücken, ab zur Schule (per Bus oder zu Fuß, je nachdem welches Heim), mittags von Schule zurück Mittagessen => dann wären Hausaufgaben für die Schule dran gewesen und lernen, kannte ich aber schon von früher nicht (Pflegefamilien hielten nichts davon, lernen, Hausaufgaben, brauchen Mädchen nicht, die sollen von der Schule weg geheiratet werden => ist kein Witz), also habe ich im Heim auch keine Hausaufgaben gemacht, bin in die Stadt, habe auf die Kleineren Kinder aufgepaßt (alles so gemacht, wie ich es von den Pflegefamilien auch kannte, paßte aber dem Heimpersonal nicht), zu abend gegessen, Spiele gemacht und auch Blödsinn gemacht, zu Bett gegangen.
Immer wieder mal die Fliege gemacht und dem Heimpersonal tüchtig auf den Keks gegangen indem ich denen inkompetenz in Kindererziehung vorgehalten habe (nachweislich in meinen Heimakten durch Handgeschriebene Briefe entsprechender Texte von mir)
Vielleicht war das der Grund, dass man mich immer gleich wieder loswerden wollte ....
Ich glaube ich hatte mir einfach nichts mehr sagen lassen, auch den Tagesablauf für meine Freizeit nicht vorschreiben lassen, und mich ständig mit dem Personal angelegt die pünktlich Feierabend machen wollten anstatt sich bei "menschlichen Problemen" menschlich zu zeigen .....
Sorry, etwas über das Ziel ...
Signatur von »Tigress«
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Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter. (Ralf Waldo Emerson)

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