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Wie kamt ihr nach dem Heim mit eurem Leben klar?

Antworten im Thema: 7 » Der letzte Beitrag (26. November 2017, 21:31) ist von kliv.

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JW1HAL

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Stier

1

Freitag, 24. November 2017, 20:11

Wie kamt ihr nach dem Heim mit eurem Leben klar?

Hallo,

Das Thema gab es bereits vor Jahren schon mal hier und hier. ich möchte es aber ganz neu aufgreifen und bin gespannt, was dabei heraus kommt.

Wie war es genau bei eurer Entlassung aus dem Heim?
Wie war der Abschied?
Habt ihr noch Kontakt?

Wie wurdet ihr zu Hause und/oder in der Gesellschaft aufgenommen?
Hattet ihr einen Stempel "Heimkind" auf der Stirn oder spielte die Vergangenheit überhaupt keine Rolle?
Seit ihr draußen klar gekommen?

Auf eure Antworten bin ich sehr gespannt.

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Krebs

2

Freitag, 24. November 2017, 21:46

Das ist wirklich eine gute Frage Jan. Also im letzten Heim war es für mich sehr schön. als die Entlassung anstand, war ich innerlich sehr nervös, angespannt und hatte Angst was auf mich zukommt. Zu Hause angekommen war ich nur der Bierschinken. Meinen Namen habe ich nie von meiner Stiefmutter gehört. Ihre eigenen Kinder hatte sie auch mit ihren Phantasienamen angesprochen. Ich war das moderne Aschenputtel was alles sauber gehalten hat. Meine Lehre habe ich sehr gut abgeschlossen. Allerdings war ich viel lieber auf Arbeit als zu Hause. Ich kam nicht wirklich unter die Menschen, da meine Lehrwerkstatt nur ein paar Meter von unseren Haus entfernt war. Früh raus in die Lehre, danach wieder heim. Mein Tagesablauf war eher für Hausarbeiten, die ich nie zur Zufriedenheit meiner Stiefmutter erledigt hatte. Am Wochenende musste ich 2 Eimer Kartoffeln schälen für die Kloßzubereitung. Ansonsten kam ich mit meinen Lehrlingen sehr gut aus. Ab und an stand auch mal eine Fahrt an. Leider durfte ich nicht immer mit außer einmal nach Leipzig. Viel wars nicht mit meiner neuen Freiheit. Mitten in meiner Lehrzeit kam es zur Körperverletzung an mir von meiner Stiefmutter sodas die Lehrmeisterin sich einklinkte. Ich kam dann ins Lehrlingswohnheim. Am Wochenende hätte ich nach Hause gehen können, hab ich aber nicht gemacht, da ich meinen ersten Mann schon hatte und ich eher bei ihm gewohnt hatte. Meine Lehrzeit war dann zuende und ich zog vollständig zu meinen damaligen Mann. umgang mit Geld musste ich mir selber aneignen. Ich hatte ja nie Geld in der Tasche weil meine Stiefmutter alles vereinnahmt hatte.
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Stier

3

Samstag, 25. November 2017, 05:58

Also Verhältnis zu Hause richtig ScheiXXX ...
Wie haben dich die anderen Lehrlinge als Ex-Heimkind behandelt? Spielte das eine Rolle? Gab es da Hänseleien, Mobbing oder war denen das egal oder haben die das gar nicht gewusst? man hörte ja oft, dass die Vergangenheit einem zum Verhängnis wurde, weil ja Heimkinder im Allgemeinen ganz schlechte Menschen sind.


Ich kann dazu zu meiner Person nichts sagen, weil ich mich einfach nicht daran erinnere. ich weiß nur, dass ich ab der 7. Klasse zu meinen Großeltern kam und ich es dort gut hatte, weil wir uns alle lieb hatten. Ab da waren es dann zwar nicht mehr ganz die lieben Großeltern, wo man immer alles durfte, wenn man dort mal zu Besuch war, sondern eben eher die Eltern, wo es Regel gab, wo man seine Aufgaben hatte. Dennoch waren es eher die Großeltern, als die Eltern, weil es nicht ganz so streng war.

Und wenn ich mir nun im Nachhinein so überlege, was sie für mich für ein Opfer gebracht hatten ..... das rechne ich ihnen ganz groß an. Ich bin jetzt fast selbst in dem Alter, indem sie damals waren. Und wenn ich mir so vorstelle, dass ich ein Kind groß ziehe und 10-15 Jahre später nochmal damit anfange ..... ich weiß nicht, ob ich das machen würde, ob ich dazu bereit bin, ob ich das schaffen würde, ob ich das Opfer bringen würde, ob ich bereit wäre mich darauf ein zu lassen, mich einzuschränken, mein Leben genau darauf umzustellen .... ich weiß es nicht. Deswegen Hut ab, vor solchen Leuten. Von daher kann ich nur sagen, das es ganz feine Leute waren, die mich vermutlich vor Schlimmeren bewahrt haben. Und genau deswegen bin ich ihnen genau dafür sehr dankbar.

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Krebs

4

Samstag, 25. November 2017, 07:53

Naja, ich hab mich selbst von allen ein bissel zurück gezogen. Ich war schüchtern und hatte mir nichts selbst zugetraut. Das haben die anderen gemerkt. Sie haben schon getuschelt, aber ob es wegen mir war weiß ich nicht, ich hatte es nur vermutet. Da fühlt man sich schon wie eine Aussetzige. Aber weil ich sehr gut in meiner Lehre war hatte ich schon 2 gute Freundinnen. Wir waren damals nur 8 - 10 Lehrlinge für die Näherei. Ich hatte mich sehr in meine Arbeit gestürtzt weil mir das Spaß gemacht hatte und somit hatte ich auch einen ehr guten Abschluß gehabt.
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Stier

5

Samstag, 25. November 2017, 16:36

Ich weiß gar nicht, ob es bei mir Hänseleien oder so gab. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern. Vermutlich war es zu meiner Zeit auch gar nicht mehr so schlimm, dass man Heimkindern nur Schlechtes nachsagte. Vielleicht hat mich aber auch nicht weiter interessiert und ich habe darüber gestanden und es ignoriert. Irgendwie war ich aber ganz normal in meiner Klasse, hab weiter mehr im Mittelfeld Blödsinn gemacht, so dass meine arme Oma ab und zu in der Schule antreten dürfte, ein Eintrag im Hausaufgabenheft war oder auch der Lehrer sich persönlich meldete. Ich weiß jetzt zwar überhaupt nicht, was ich angestellt hatte, aber es gab schon ein paar Dinger. Pflichtbewusst hatte ich aber immer an Veranstaltungen teilgenommen, hab immer am gleichen Tag die Hausaufgaben gemacht und habe auch nie im Unterricht unentschuldigt gefehlt, soweit ich mich erinnern kann. Das war für mich irgendwie alles Pflicht, auch später in der Lehre und auf der Arbeit.


Sind wir hier die einzigen, die berichten können, wie wir mit dem leben klar kamen?

Da sind doch bestimmt noch mehr. Traut euch, hier beißt keiner.

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Waage

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Samstag, 25. November 2017, 18:46

Die ZEIT nach der Heimentlassung

Ja die Entlassung war ein Segen aber wiederum auch ein Fluch.Im Heim war irgend wie ein zusammenhalt.Wenn du 3 Heime besucht hast wird das irgend wann zur Gewohnheit.Zu hause hatte Ich nichts zu erwarten. da war ALKOHOL an der Tagesordnung.Ich wollte Maurer werden.Aber das Heim sagte Tiefbauer wäre noch frei.Also blieb einen nichts anderes übrig.Habe meine Lehre erfolgreich abgeschlossen.Ne Wohnung war schwer zu kreigen,also wohnte ich notgedrungen bei meiner MUTTER UND IHREN LOVER:ein bunter Junge der auch wo anders zu Besuch war.Er schaukelte sich immer dran hoch vor allem wenn noch die Buddel auf dem Tisch stand.Das hat mich so angewiedert.Von mir wollte sie Kostgeld und er lebte in den Tag rein.Und als Dank bekam sie dann einen Aschvoll.Ich kam wieder mit den alten Jungs zusammen.Ein riesen FEHLER!Bin meiner Arbeit nach gegangen Aber der falsche Umgang,also war der WEG leider der alte.Zu guter Letzt hat der Lover von meiner Mutter wieder von kraft geträumt und sich an meiner Mutter ausgelassen.Da habe Ich rot gesehen und Ihm die jacke in brand gehauen.Mein PECH bewährung anzeige vom Weichei und 17 MONATE FREIHEIT WEG:Und der hammer sie blieb mit IHM zusammen.Jetzt bin ich 17 jahre verheiratet.Habe 2 grosse KInder.Habe meine geregelte ARBEIT.Bin zu frieden .Also ein langer Weg der ein gutes Ende genommen hat. :thumbsup:

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Stier

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Samstag, 25. November 2017, 19:07

Mein PECH bewährung anzeige vom Weichei und 17 MONATE FREIHEIT WEG

Wie ist das gemeint? Bewährung oder Freiheit weg? Du hattest schon Bewährung und bist dann deswegen eingefahren?

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kliv

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Löwe

8

Sonntag, 26. November 2017, 21:31

An meinen Weggang aus dem Kinderheim kann ich mich sehr gut erinnern.

Das Haus, in dem wir in zwei Kindergruppen gelebt haben, stand vor dem Abriss. Zuvor hatte ich meine Ausbildung beendet, musste aber mangels Masse weiter im Heim bleiben. Dort war ich permanent von Obdachlosigkeit bedroht und wurde quasi so dazu gezwungen, unentgeltlich zu putzen. Unser Weggang wurde organisiert, was dazu führte, dass ich in so etwas, wie ein Obdachlosenheim untergebracht war, in das Leute ziehen müssen, wollen sie nicht auf der Straße leben.

Trotzdem sollte ich weiter kostenlos im Heim putzen, was ich natürlich nicht mehr tat. Die Folge war, unsere Schwester Oberin tauchte eines Tages mit unserem Hausmeister bei mir auf, stellte meine Bude auf den Kopf, nagelte ein Kreuz an die Wand und verschwand wieder, nachdem sie einige Drohungen abgelassen hat. Ich bin trotzdem nicht putzen gegangen.

Mit Hilfe anderer Menschen gelang es mir schließlich, eine vernünftige Wohnung und einen Arbeitsplatz zu finden. Da dieser jedoch auch mit der kath. Kirche zu tun hatte, stand ich auch immer noch unter der Aufsicht des Heims. Das hat sich erst geändert, nachdem ich den Arbeitsplatz und auch meine Wohnung gewechselt hatte.

Über 20 Jahre hat es gedauert, ehe ich den Kontakt zu dem Heim wieder zulassen konnte. Heute hat es eine weltliche Leitung, die mit den Nonnen nichts zu tun hat. Man steht auch zu der Geschichte des Hauses und die Leitung achtet auch darauf, dass diese von uns erzählt wird. Auch gibt es Versuche, den Kontakt der Heimkinder untereinander zu vermitteln.

So konnte ich Carmen wiederfinden. Wir waren zwar keine Geschwister, fühlten uns aber so, was damals von den Nonnen nicht gern gesehen wurde. Dieses intrigante Pack hat es sogar geschafft, dass wir uns später furchtbar geschlagen haben. Heute haben wir darüber gesprochen, die Unklarheiten beseitigt und wir haben da weitergemacht, wo es uns zuletzt gefallen hat - will sagen, wir sind wieder Geschwister.

So, wie ich das beurteilen kann, fühlen wir uns beide wohl damit. Wir sprechen viel über das Erlebte, aber nicht nur. Carmens Partner meinte, nicht die Gene, aber das Erlebte macht uns zu Schwestern - ich finde, er hat Recht.

Den Stempel "Heimkind" hatten wir beide, heute stört mich das nicht mehr. Wem das nicht passt, der möge doch bitte gehen.

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