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Kinder hinter Mauern

Antworten im Thema: 0 » Der letzte Beitrag (21. November 2011, 09:01) ist von Forengeist.

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Montag, 21. November 2011, 09:01

Kinder hinter Mauern

In Hessen wird ein geschlossenes Heim für Kinder bis 13 Jahren gebaut– erstmals seit Jahrzehnten. Im Oktober eröffnet der katholische Träger die Einrichtung im Main-Kinzig-Kreis. Dabei hatte der Landtag geschlossene Heime einstimmig abgelehnt.
Erstmals seit Jahrzehnten schafft Hessen wieder ein geschlossenes Heim für Kinder. Am 1. Oktober wollen die katholischen „Salesianer Don Boscos“ das Haus mit der 3,50 Meter hohen Mauer in Sinntal (Main-Kinzig-Kreis) eröffnen, wie Einrichtungsleiter Franz Harings der Frankfurter Rundschau am Freitag bestätigte.
Aufgenommen werden könnten bis zu acht Jungen von zehn bis 13 Jahren. Dabei könne es um Kinder gehen, die von zu Hause abgehauen sind, nicht zur Schule gehen und sich „jeglichem pädagogischen Einfluss verweigern“, erläuterte Harings. Voraussetzung für die Unterbringung sei immer ein richterlicher Beschluss.
DON-BOSCO-Heim

1,3 Millionen Euro gibt das Land als Zuschuss für den Ausbau der Jugendeinrichtung der Salesianer Don Boscos im Main-Kinzig-Kreis. Insgesamt kostet der Ausbau nach Angaben der Salesianer 4,7 Millionen Euro. Davon werden neben dem Neubau für die geschlossene Einrichtung auch weitere Arbeiten auf dem Gelände bezahlt.

3,50 Meter hoch ist die Mauer, die den Innenhof des neuen Heims umgibt.

Acht Jungen von zehn bis 13 Jahren können im neuen „geschützten Kinderheim“ unterkommen. Für sie sollen elf Betreuer zur Verfügung stehen.

Im Jugendhilfezentrum Sinntal-Sannerz leben heute 48 junge Männer zwischen 14 und 21 Jahren. Weitere 66 Jugendliche, darunter auch Mädchen, machen bei Don Bosco eine berufliche Ausbildung. Eine Schule gehört ebenfalls zu der Einrichtung. (pit.)

Geschlossene Heime wurden in Hessen schon lange aus pädagogischen Gründen abgeschafft. Nach Angaben der Grünen war das 1978. Kinder auf der schiefen Bahn wurden jedoch vereinzelt in solche Institutionen in anderen Bundesländern geschickt. Nach Angaben des Sozialministeriums von Minister Stefan Grüttner (CDU) betraf das seit 2005 mehr als 40 Kinder. „Solche geschützte Unterbringung moderner Prägung hat mit der geschlossenen Unterbringung vergangener Zeiten nichts gemein“, betonte das Ministerium.

Den ganzen Bericht kann man lesen unter;

fr-online.de/rhein-main/geschlossenes-heim-kinder-hinter-mauern,1472796,9555676.html

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