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Wie waren eure Strafen im Heim?

Antworten im Thema: 28 » Der letzte Beitrag (13. Februar 2012, 12:29) ist von zeiski.

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Skorpion

21

Samstag, 28. Januar 2012, 20:31

Finde ich ganz ganz schlimm was ich hier lese May Mario.
Und das mit dem anpassen ist nicht so einfach, wenn man ein Rebell ist und man nicht aus seiner Haut kann,
ich hatte mich letztenends an die Schläge gewöhnt.
Aber ich muß auch sagen was ich vor dem Heimaufenthalt mit 4 Jahren und nach dem Heimaufenhalt erleben mußte
war für mich viel viel schlimmer, und heute hab ich meine Ruhe von der Quälerei und den Schlägen und könnte mein Leben genießen, aber bin psychisch so kaputt, dass ich das garnicht kann, aus tausend Gründen.
Ich habe den Glauben an die Menschheit verloren.

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Stier

22

Samstag, 28. Januar 2012, 20:56

@May Mario
Krass!
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Krebs

23

Sonntag, 29. Januar 2012, 11:37

May Mario, genauso habe ich das auch in Erinnerung nur das ich in einen anderen Heim war.
Wir mussten mit Holzpantinen im Entengang unter die kalten Duschen. Wenn wir raus wollten
wurden wir mit dem Schrubber wieder zurück gedrückt. Essenentzug gab es auch bei uns.
Es wurde schnell mal an den Haaren oder an den Ohren gezogen wenn etwas außer der Reihe
geschah. Oder man wurde aus dem Doppelstockbett an den Ohren herunter gezogen egal ob man
schmerzvoll auf den Boden knallte. Na und das mit dem Bettnässen war ähnlich. Man wurde auch
gewickelt und verspottet. Gruppenkeile gab es auch! Du siehst, du bist nicht allein.
Trotzdem hat man die Hölle überlebt und deswegen halte ich mich nicht an den Erinnerungen
fest. Nein.....ich wusste genau, das ich es in meinem Leben mit meinen Kindern mal ganz anders
machen werde. Natürlich habe ich auch Momente wo die Vergangenheit wieder ans Tageslicht kommt
dann kullern auch immer mal ein paar Tränen. Mein Mann nimmt mich dann immer in den Arm
und das tut so gut.
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kommt ein Kamel gelaufen, das alles wieder runter frisst.

Wilhelm Busch

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Wassermann

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Sonntag, 29. Januar 2012, 13:10

Bestrafungen im Kinderheim

Wenn man von meinem Aufenthalt im Waisenhaus (bis zum 2. Lebensjahr) und weiteren 4 Jahren Pflegeeltern absieht, unterschieden sich die Kinderheime , was die Bestrafungen anging. In den sogenannten Normalkinderheimen war es z. B. üblich Heimarrest (also kein Ausgang), Taschengeldsperre, Flurstehen oder Küchendienst als Bestrafung für alltägliche Vergehen, wie lautes Schreien, sprechen bei den Hausaufgaben u. ä. zu erhalten. Gelegentlich wurde auch mal geprügelt. Das hing aber stets vom Erzieher oder der Erzieherin ab. In den frühen 50ger Jahren versuchte man meist in Form von Gruppenbestrafungen kleinere "Vergehen" zu ahnden, um möglichst die betreffende Gruppe in den "Erziehungsprozess" einzubinden.Ich spreche hier von einer Methodik, die in Russland seit den 30ger Jahren angewendet und unter dem Namen "Makarenkosche- Erziehungs- Methodik" bis zum Tod Stalins (März 1953) auch in Ostdeutschland übernommen wurde.
Anders hingegen in den sogenannten "Spezialkinderheimen". In einem solchen war ich Heimkind von 1953 bis 1958.
Kinderheim "Komensky" in Altengottern. Eine Trutzburg für "Schwererziehbare", wobei hier die Betonung auf "Unerziehbar" zu lenken wäre. So zumindest die Deutung des verantwortlichen Fürsorgeamtes (Jugendamt) und seiner, meist unqualifizierten Vollstrecker. Nur wenige Erzieher oder Erzieherinnen in Altengottern waren zu meiner Zeit befähigt wirklich pädagogische Lösungen für auftretende Probleme mit ihren Zöglingen zu finden. Größtenteils, besser gesagt überwiegend, wurden Vergehen gegen die schikanöse Heimordnung mit drakonischer Strafe belegt.
Bettnässer mussten mit ihrem nassen Laken vor den Schlafräumen wie am Schandpfahl stehen, während alle anderen Kinder zum Gang in den Speisaal daran vorbei laufen mussten. Jungen oder Mädchen, gleich welchen Alters mussten, wenn sie nach dem Lichtlöschen beim Reden erwischt wurden, nackt im Flur stehen. Zerbrochenes Geschirr während des Küchendienstes hatte zur Folge, dass man geohrfeigt wurde und einen Teil seines Taschengeldes als Regress einbehalten bekam.
Die "harmloseren" Bestrafungen für allerwelts vergehen waren mitunter:
einnehmen der Mahlzeiten im Stehen,
Entzug von Essen oder Kürzungen (1Getränk + 1Scheibe Brot am Abend),
Redeverbot,
Eckenstehen (niemals unter 2 Stunden!)
Strafarbeiten (Kohle schippen, Kartoffel schälen, Toiletten reinigen, Unkraut auf den Kieswegen entfernen, Ausgangssperre, ca. 4 Std Isolation, Kino- oder Sportverbot u. a. m.).
Für sogenannte "Unverbesserliche" und Ausreisser waren Stockschläge, Fausthiebe und Fusstritte die Regel, wobei sorgsam darauf geachtet wurde, dass keine gravierenden Verletzungen entstanden.
Besonders fies und absolut demoralisierend war der Karzer. Ein winziger Verschlag, eigentlich ein Abstellraum, unter dem Treppenaufgang, in welchem man weder stehen oder liegen konnte.Lediglich in einer Hockposition hatte man Platz. Das Atmen fiel schwer in diesem Fensterlosen Kabuff schwer und es wurde einem schon nach kurzer Zeit vom Geruch des dort gelagerten flüssigen Bohnerwachses übel. Zur Verrichtung der Notdurft stand ein leeres Blechgefäß zur Verfügung, dessen Benutzung sehr akkrobatische Fähigkeiten erforderte. In diesen Arrest wurden Heiminsassen willkürlich von den Erziehern oder auf Anordnung des Heimleiters für Stunden oder Tage eingesperrt.
Eines jedoch übertrifft selbst dieses perfide Strafsystem um Längen. Sexuelle Übergriffe sowohl an Mädchen als auch an Jungen.
Beschwerte sich der oder die Betroffene, wurde er oder sie als Lügner und moralisch verkommen erklärt und in die Isolation gebracht. Jedes Vorkommen dieser Art hatte letztlich zur Folge, dass der oder die Betroffene in ein anderes Heim verlegt wurde.
Selbst heute, nach 6 Jahrzehnten, verfolgen mich diese Erlebnisse. Lange habe ich sie zu verdrängen gesucht. Deshalb bin ich froh, dass es Foren wie dieses gibt in welchem man sich dies alles von der Seele kotzen kann. Bei aller Erleichterung danach bleibt der bittere Geschmack.
Ich kann und will nur wünschen, dass der heutigen Generation von Heimkindern solche Erfahrungen erspart bleiben.
Meine Forderung an die Betroffenen der heutigen Zeit:
Fresst euren Frust, eure Scham oder eure verletzten Gefühle nicht in euch hinein.
Geht an die Öffentlichkeit.
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Krebs

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Sonntag, 29. Januar 2012, 13:17

Ohjeee...da kommen schlimme Erinnerungen wieder.
Es deckt sich schon mit dem was andere auch erlebt haben nur das es
einige Jahre später war. Einfach unglaublich!!!
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Sonntag, 29. Januar 2012, 13:19

zu meinem Beitrag von heute 13:10 Uhr

[...]
leider musste ich feststellen, dass mein Beitrag nicht in voller Länge erschien.
Woran es liegt? ... keine Ahnung. Ich hoffe nur, dass hier keine Zensur greift.
Signatur von »gerhardt« Gerhardt :(_):

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (29. Januar 2012, 18:14)
Grund: Zitat korrigiert


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Sonntag, 29. Januar 2012, 18:00

Zitat von May Mario.

.Besonders schlimm war es wen man Nachts sich was erzählte mit seinen Zimmerkameraden über zu Hause weil man ja Heimweh hatte. Kam ein Erzieher ohne Vorwarnung rein machte das Licht an und zog die Bettdecke weg und die Schlafanzughose runter und prügelte mit dem Handfeger auf den Nackten Hintern das der Po Grün und Blau war. So das man 3Tage nicht Sitzen konnte.
Den Namen möchte ich nicht nennen.

@ May Mario.
Für mich war es eine Bestrafung wenn Frau Kapp Nachtdienst hatte. Wenn ich/wir nach 20.00 Uhr nicht die Nachtruhe eingehalten haben und Ungehorsam waren gab es einige Male mit dem Kleiderbügel nen Klaps auf den Allerwertesten und mein A.... sah genüsslich wie ein Regenbogen aus.
Wenn die Nachtdienst hatte war das für mich die „Hölle auf Erden“.
X(
X(
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Montag, 30. Januar 2012, 15:01

Wenn man von meinem Aufenthalt im Waisenhaus (bis zum 2. Lebensjahr)
[...]
Geht an die Öffentlichkeit.


leider musste ich feststellen, dass mein Beitrag nicht in voller Länge erschien.
Woran es liegt? ... keine Ahnung. Ich hoffe nur, dass hier keine Zensur greift.


Ich habe deinen Beitrag (siehe 1. Zitat) mal angepasst (Text aus der Fortsetzung angefügt) und den Beitrag mit der Fortsetzung gelöscht. Den Beitrag hier, sowie den Beitrag von dir (siehe Zitat 2) lasse ich noch ein paar Tage stehen und werde sie dann auch löschen. So werden alle User auf deinen Text aufmerksam gemacht und können ihn nochmal vollständig lesen.

Es wurde hier nichts zensiert, ich habe gestern extra alle Teammitglieder gefragt und wollte es auch noch hier hin schreiben, wo es dann wohl beim "wollte" geblieben ist. sorry :)
Da wird wohl beim Schreiben oder Absenden ein Fehler unterlaufen sein. Ist sicherlich jedem schon passiert. Mir auch! :)

Du kannst übrigens deine Beiträge 30 Minuten selbst editieren (Bearbeiten), wenn du zum Beispiel nach dem Absenden Fehler feststellst. Ansonsten kannst du dich auch an das Team wenden, die deine Beiträge, wenn es sein muss oder sollte, auch nach den 30 Minuten noch korrigieren können.

Gruß jw1hal
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Skorpion

29

Montag, 13. Februar 2012, 12:29

bestafung in kinderheime

hallo

ich war in verschiedenen heime da wurde unterschiedlich bestaft in ein heim wurde fernsehverbot oder im bett gehen am tage gestaft

in ein anderes heim war das schon anders da hast brügel kopfnüsse mit dem fuß gegen dein schienbein getreten da war erzieher sehr erfindungsreich wie er dich köperlich bestrafen konnte er hat auch auszeichnungen bekommen wei er so gut mit kindern umgehen konnte er hat uns in sein chor gezwungen und wenn einer falsch gesungen hat ,hat er brügel bezogen von diebrugel habe ich reichlich bezogen die treppe hat er mir auch schon runtergeschmissen wo natürlich kein andere person dabei war 4 jahre war ich in das verfluchte heim in tangerm............

mir ist zwar noch was anderes geschehen was auserhalb des heim geschehen ist durch die erlaubnis eines erziehers die er der person geben hat um bei denen "garten zu machen " das eine andere sache die zu bestafung im heim nich war

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