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Missbrauchsopfern droht der Maulkorb

Antworten im Thema: 70 » Der letzte Beitrag (13. April 2012, 16:09) ist von Ralf Aust.

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Steinbock

1

Mittwoch, 2. März 2011, 10:53

Missbrauchsopfern droht der Maulkorb

Drei Bundesministerinnen, 60 Experten: Am Runden Tisch zum Missbrauch stehen die Interessen von Institutionen und Parteien im Zentrum, nicht die der Opfer. Jetzt geht es um mögliche Entschädigungen. Etliche Betroffene haben ganz andere Probleme: Sie sehen sich Klagen mutmaßlicher Täter ausgesetzt.

Nachzulesen bei Spiegel online.de

Edit: Habe den Text leider editieren müssen.

Bei einer telefonischen Nachfrage wurde mir nochmals bestätigt, dass wir keine Texte von Spiegel-Online vollständig übernehmen dürfen.
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WernerR

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Zwillinge

2

Mittwoch, 2. März 2011, 11:00

02.03.2011




Drei Bundesministerinnen, 60 Experten: Am Runden Tisch zum Missbrauch stehen die Interessen von Institutionen und Parteien im Zentrum, nicht die der Opfer. Jetzt geht es um mögliche Entschädigungen. Etliche Betroffene haben ganz andere Probleme: Sie sehen sich Klagen mutmaßlicher Täter ausgesetzt.


Liebe Christel ..ich werde mir kein Maulkorb verpassen lassen ..auch Nicht, von einem Richter ^^

LG WernerR :)

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Mittwoch, 2. März 2011, 11:16

Hallo Christel,das ist ja mal wieder ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen Heimkinder.Und lieber Werner so sollten es Dir viele nachmachen.Liebe Grüße Micky

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Mandolinchen

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Mittwoch, 2. März 2011, 11:28

Ich hab nichts anderes erwartet.......... ;(

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Steinbock

5

Mittwoch, 2. März 2011, 12:15

Ich hab nichts anderes erwartet.......... ;(

Nein ich auch nicht Mandolinchen...und langsam frage ich mich, warum der runde Tisch überhaupt ins Leben gerufen wurde. Schuldzuweisungen und Profilismus (gibt es sowas) sind und waren nur angezeigt und ich bin überzeugt davon, das das Thema Entschädigung nur als ein Alibi fungieren sollte um sich mal wieder ins rechte Licht zurücken.
Ich finde es auf deutsch gesagt sch..ße, wie man mit diesen Menschen, den schon als Kind alles genommen wurde, man auch jetzt noch das bischen Hoffnung auf Gutmachung nimmt. Es wird weiterhin mit ihnen gespielt...und ich frage mich, ob diese Leute überhaupt das Grundgesetz kennen, indem steht; Jeder „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur
aufgrund eines Gesetzes eingegriffen werden.“
Aber dieses Grundgesetz scheint nur für die Täter zu gelten, das Opfer bleibt weiterhin mit all seinen Hoffnungen und Verletzungen allein.
Sicher wäre die Einberufung des runden Tisches ein kleiner Erfolg gewesen, wenn wirklich die Interessen der Betroffenen im Vordergrund gestanden hätten...

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Monika57

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6

Mittwoch, 2. März 2011, 16:39

*kotz*
Dabei kann ich einfach nicht sachlich bleiben - tut mir leid.

Wie beschissen ist eigentlich unser Rechtssystem!?
Die Psychotherapie für Täter ist auf Lebenszeit bezahlt und gesichert!! Unter anderem mit den Steuergeldern von seinen Opfern!!

Grüße
Monika *wütend*

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Mittwoch, 30. März 2011, 17:33

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“Bitte schlag mich nicht!” - Opferrente als Investition gegen die Angst
Dienstag, den 29. März 2011 um 15:28 Uhr von Helmut Jacob

„USA: Jesuiten entschädigen Missbrauchsopfer“, so die Schlagzeile auf der Internetplattform „Die Presse.com“.Im Bericht wird geschrieben, dass die Jesuiten in den USA ihren etwa 500 Opfern 118 Mio. Euro Entschädigung zahlen wollen. Für jedes Opfer ist dies statistisch ein Betrag in Höhe von 236.000 Euro. Geht man von einer Restlebenszeit von 15 Jahren aus (was nicht in allen Fällen zutreffen wird), weil die meisten Opfer über 60 sind, steht jedem 15.733 Euro jährlich, bzw. 1.311 Euro monatlich zur Verfügung.

Die ehemaligen Heimkinder in der Bundesrepublik Deutschland fordern eine Opferrente von monatlich 300 Euro, also 1.000 Euro weniger. Andere wollen eine einmalige Entschädigung von 54.000 Euro. Auch sie gehen davon aus, dass sie davon etwa 15 Jahre zehren. Teilt man diese Forderung durch 15 Jahre und jedes Jahr durch zwöfl Monate, kommt man wieder auf 300 Euro. Die ehemaligen behinderten Heimkinder von Volmarstein fordern 400 Euro. Sie meinen, dass ihre Aufwendungen behinderungsbedingt teurer sind als die Nichtbehinderter.

Im Laufe der vergangenen fünf Jahre haben viele Opfer erkannt, dass sie vor der Schwelle des Altenheims stehen.

Sie werden nicht umhinkommen, sie eines Tages zu übertreten. Davor haben sie Angst. „Eher springe ich von der Brücke, als dass ich nochmal ein Heim betrete!“, sagte eine behinderte Frau schon zu Beginn ihrer Auseinandersetzung mit ihrer Kindheit im Heim. Bei anderen sitzt die Angst unterschwelliger, manche wollen an diesen Schritt nicht denken.

Dreihundert Euro Opferrente bis zum Lebensende. Das kann die Lebensqualität im Heim verbessern. 300 Euro ist nämlich täglich zehn Euro. Wer dies Geld hat und seinem Pfleger mit einem dankbaren Händedruck zuschiebt, wird sich seine Gunst erhalten. Er müsste weniger in die Gefahr kommen, einmal zu sagen: „Bitte schlag mich nicht!“. Die Ängste sind berechtigt. Es gibt Gewalt in Altenheimen. Mit Sicherheit nicht in allen. Aber keiner weiß, in wie vielen. Aber auch das: Nichtbeachten oder die schroffe Zurechtweisung oder „Haben wir den heute schon Pipi gemacht?“, oder die 24-Stunden-Windel ist Gewalt an alten Menschen. Der/die eine oder andere Alte wird diese Gewalt mehr oder weniger als solche empfinden.

In unserem gelegentlich gestörten Rechtssystem gibt es Richter, die den Justiz-Oscar verdient haben.

Dazu gehören die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Säcker, Schmidt, Dr. RothkegeI, Dr. Franke und Prof. Dr. Berlit. In einem Fall, in dem eine Landesbehörde das zuvor gezahlte Pflegegeld nach dem Bundessozialhilfegesetz mit Verweis auf Zahlungen durch die Pflegeversicherung vollends streichen wollte, haben die Richter weise und vorausschauend geurteilt: „Es verstehe sich, dass ein Pflegebedürftiger, der sich zur Sicherstellung seines pflegerischen Bedarfs für das so genannte ”Arbeitgeber-Modell” nach § 69 c Abs. 4 Satz 2 BSHG entschieden habe, nicht darauf beschränkt werden könne, seinen ”Arbeitnehmern” stets nur den ”tariflichen” Lohn” zukommen zu lassen, sondern dass es immer wieder Situationen geben werde, in denen dem Pflegeempfänger eine darüber hinausgehende materielle Anerkennung für die Hilfe angemessen erscheinen müsse; …“.

Will heißen: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

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Mittwoch, 30. März 2011, 17:35

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Missbrauch im Heim
Tränen des Schmerzes

Von Walter K. Schulz, 29.03.11, 07:06h
Das Tischtuch zwischen den ehemaligen Heimkindern „Gut an der Linde“ und der Bergischen Diakonie Aprath scheint endgültig zerschnitten. Weil die Aufarbeitung der Missbrauchs- und Misshandlungsfälle von ehemaligen Zöglingen und deren Entschädigung noch immer völlig strittig ist, endete ein neues Treffen am vergangenen Wochenende „völlig ergebnislos“.
MOITZFELD / APRATH - Im Sitzungssaal im Cafee+Kunst „Am Rathaus“ in Wülfrath flossen zeitweise Tränen des Schmerzes und der Wut, es herrschte tiefe Betroffenheit und absolute Stille. Weil die Diakonie zur Frage einer Entschädigung nur auf den Runden Tisch in Berlin verwies, rief ein Teilnehmer aus: „Und das bei all dem, was ihr uns angetan habt. Ihr solltet euch schämen . . .“Nur 50 000 Euro für die Aufarbeitung

Auch die angekündigte wissenschaftliche Aufarbeitung hängt weiterhin in der Luft. Da die Diakonie nur einen Betrag von 50 000 Euro ausgeben will, misslang die Beauftragung eines Wissenschaftlers, der von den Ehemaligen akzeptiert wird. Zwei Wissenschaftlerinnen, die von der Diakonie genannt worden sind, werden von den ehemaligen Heimkindern kategorisch abgelehnt. So auch die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Carola Kuhlmann, die eine angekündigte Teilnahme an dem Samstagtermin absagen musste.

Sabine Kall von der Unternehmenskommunikation der Diakonie bestätigte gestern, dass die Lage völlig verfahren und aussichtslos sei. „Ein weiteres Treffen wurde nicht vereinbart. Es geht nichts mehr, weil Wut und Enttäuschung groß sind.“

Die Diakonie besitze größtenteils keine Akten und könne Adressen nicht herausgeben. Dass die ehemaligen Heimkinder Kontakt zu anderen aufnehmen wollten, sei verständlich. Die Diakonie verfüge jedoch nicht über Adressen. Auch fachlich sei es problematisch, ehemalige Heimkinder unaufgefordert mit ihrer Vergangenheit und damit mit möglichen Traumatisierungen zu konfrontieren. Sehr viele verschwiegen ihren Ehepartnern und Kindern ihre Zeit im Heim. Sie sollten selbst entscheiden, ob sie Kontakt zu anderen Heimkindern oder direkt zur Bergischen Diakonie aufnehmen wollten.

Zur Entschädigungsfrage sagte Sabine Kall, dass die Diakonie keinen Alleingang machen wolle: „Wir zahlen in den bundesdeutschen Fonds ein. Wie die anderen auch.“

Ehemaligen-Sprecher Axel Weimer: „Wir sind fix und fertig. Wir laufen vergeblich gegen eine Wand an.“ Die Begründungen seien teilweise fadenscheinig. Einerseits verweise die Diakonie auf den Runden Tisch, andererseits erfülle sie dessen Forderungen nicht, Adressenmaterial herauszugeben, was in Ausnahmefällen möglich sei.

Die zu erwartenden Entschädigungssummen seien ein „Hohn“. Wenn man davon ausgehe, dass von 120 Millionen 100 Millionen zur Auszahlung kämen, blieben für jeden Betroffenen in der Republik je 200 Euro an Gesamtsumme.
„Ausschreibungstext hat große Lücken“

Warum man die jetzt anvisierte Aufarbeitung ablehnt? Weimer: „Die fraglichen Personen stehen quasi aufseiten der Diakonie, und auch die Auftragsbeschreibung ist nicht im Sinne der ehemaligen Heimkinder. Der psychologische und finanzielle Schaden der ehemaligen Heimkinder soll nach der Beschreibung gar nicht untersucht werden.“

Außerdem solle der Untersuchungszeitraum erst 1965 einsetzen. Axel Weimer: „Ich war von 1958 bis 1967 in diesem Heim. Von mir würden dann von zehn nur zwei Jahre untersucht . . . Das wäre doch ein Witz.“ Er sei für eine Untersuchung ab 1945.

Weimer zieht ein schonungsloses Fazit: „Man ist in keiner Weise auf uns zugegangen. Man zieht keine Bilanz. Das Ganze ist herz- und charakterlos und ohne jede Moral.“ Wenn er Pfarrer Iwand (Leiter der Diakonie, d. Red.) sehe, wie er das Problem verhandele, dann sei das für einen Mann der Kirche wirklich unmöglich.

Vielleicht könne die Diakonie wirklich nicht alles erfüllen, so Weimer, man komme aber irgendwie keinen Schritt auf die Betroffenen zu, „weil man offenbar nicht will, dass noch mehr Dinge ans Licht kommen und fürchtet, die Betroffenen könnten komplett auf die Barrikaden gehen. Wir befinden uns in einem Gefühl der Wut und Ohnmacht.“

Der „Ehemalige“ Reiner Gläser bestätigt: „Was hier läuft, ist eine Frechheit. Die Anfahrt hätten wir uns sparen können. Wir überlegen uns, ob wir jetzt schon den Rücktritt von Herrn Iwand, der im Sommer in den Ruhestand geht, fordern sollten. Zu unserer Gruppe gehören inzwischen 130 Personen. Darunter ein Polizeioberkommissar und zwei Pfarrer. 15 Prozent der Adressen fehlen noch.“

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Montag, 9. Mai 2011, 08:57

Für Euch als Info



Wiedersehen der Leonsteiner Heimkinder

LEONSTEIN. 70 ehemalige Heimkinder feierten am Wochenende in Schloss Leonstein ein Wiedersehen. Die ehemaligen Zöglinge, die einst geprügelt und sexuell missbraucht wurden, zeigten sich bei dem Treffen nach Jahren begeistert von der heutigen Erziehung der Jugendlichen.

Im Kellerraum hängen Schwimmwesten an den Haken, in den Regalen lagern Helme und Klettergurte, in den Fächern sind Zelte und Schlafsäcke gestapelt. Sportliche Erzieher im Landesjugendheim Leonstein haben eine Zusatzausbildung als Outdoor-Trainer absolviert. „Die Erlebnisse in der Natur sind ein guter Beitrag, dass unsere Jugendlichen ihre Persönlichkeit entwickeln können“, erklärt Heimleiter Manfred Humer und öffnet die nächste Türe zu einer Töpferwerkstätte. „Wir hatten damals drei Rodeln im Winter und im Sommer vielleicht einen Fußball, das war’s“, erinnert sich Jöri Alpar Molnar, der nicht nur das Treffen der ehemaligen Heimkinder organisiert hat. Molnar hat mit einer Lesung aus seinem Erinnerungsbuch „Wir waren doch nur Kinder“ im Parlament vor einem Jahr die Prügel und Misshandlungen von damals erst zum Thema gemacht.

„Hätten wir damals diese Möglichkeiten gehabt, uns wäre viel erspart geblieben“, sagte Molnar, während die früheren Bewohner Humer wie eine Reisegruppe durch das renovierte Gebäude mit hellen Wänden und lichten Fenstern folgen. Humer hat einen Schlüssel mit einem roten Knopf, der alle Türen öffnet, allein auch schon für den Notfall. Früher löffelten die Zöglinge in einem Speisesaal das Essen aus einer Großküche, heute kocht und isst die Wohngruppe an einem gemeinsamen Tisch. „Ich bin begeistert, wie das hier heute läuft“, sagte Molnar.

Späte Genugtuung

Kitzmüller erklärte, dass ein ehemaliger Heimleiter und mehrere Erzieher des Jugendheimes Linz-Wegscheid nun doch Anstalten machten, ihre Verdienstorden des Landes zurückzugeben. Für die ehemaligen Heimkinder galten die Auszeichnungen als Schlag ins Gesicht, weil die beiden Herren an den damaligen Misshandlungen mitschuldig gewesen seien. „Ich glaube auch, dass die Rücknahme der Orden der richtige Weg ist“, verwies Kitzmüller auf eine Empfehlung der Opferkommission, die alle Fälle geprüft hat und der er selbst angehört.

Molnar zündete bei einem Gedenkgottesdienst in der Leonsteiner Pfarrkirche eine Kerze an. Vom Pfarramt holte er sich eine beglaubigte Abschrift aus dem Taufbuch. Vor fast 50 Jahren hat ihn die Jugendwohlfahrt des Landes Oberösterreich als Bäckergesellen ohne Papiere auf die Straße gesetzt, wo er eine Zeit lang als Staatenloser ohne Dokumente unter Brücken schlafen musste. Mit der zugesagte Entschädigung des Landes, in Summe sind es 25.000 Euro, findet sich Molnar nicht ab, kann er nicht, wie er sagt. Notfalls klagt er das Land für die damaligen Versäumnisse, weil ihm Versicherungsjahre fehlen.

Kitzmüller nennt Molnars Lebensgeschichte einen „Sonderfall“, mit dem das Land gesondert verfahren müsse. (feh)




Es wird weiterhin zu beobachten sein, · von FranzJosefStangl · 09.05.2011 06:28 Uhr

ob die Herren R. und A. Ihre Orden zurück geben, die Therapiekosten vom Schmerzensgeld abgekoppelt werden, die Fehljahre für die Pension nachgekauft werden. Das ist das eine,das andere ist die Aufarbeitung in Erziehungsanstalten auf oberösterreichischem Boden. Gleink zum Beispiel. Es kann nicht sein, dass sich Missbrauchte einer klerikalen Einrichtung an eine klerikale Kommission wenden müssen.Mangels einer Bundeskommission sind die Missbrauchten von Gleink dazu gezwungen, oder sie schweigen, was so manchem in der Politik nur recht sein wird. Persönlich habe ich kein Problem mit der *heutigen* Caritas Linz und der Klasnic-Kommission zusammen zu arbeiten, aber ich bin eben nicht "alle Gleinker". Summa summarum bin ich dieser Feier ferngeblieben,da es für mich nichts zu feiern gab, und ebenso nichts zu feiern gibt so lange obige Punkte ausstehen.



Liebe Grüße Micky



Quelle: nachrichten.at

Google Alert-heimkinder entschädigung

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Wassermann

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Freitag, 13. Mai 2011, 15:51

Wie immer werden die Opfer zu Tätern und die Täter zu Opfern - man man man

Lied Zitat von DDP:
"Man kann nicht so viel fre**en wie man ko**en möchte"
Signatur von »Tappi«
Wir wollen nicht Lob, nicht Ruhm noch Ehr, wir wollen im kleinen und im
stillen, Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr, getreulich unsere Pflicht erfüllen
Helfen in Not - ist unser Gebot!
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Sonntag, 5. Juni 2011, 18:26

Hier wieder was neues


Ehemalige Heimkinder drängen auf Entschädigungsgesetz
Kritische Töne begleiten die Missbrauchsbeauftragte
Osnabrück/Berlin. „Es muss weitergehen. Es darf nicht aufhören. Das Thema Missbrauch ist mit diesem Bericht nicht erledigt.“ Eindringlich appellierte Christine Bergmann Anfang vergangener Woche an Politik und Gesellschaft, sich weiter für die Opfer von Sexualtätern einzusetzen. Am Montag stellt die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs ihren Abschlussbericht dem Runden Tisch der Bundesregierung vor – begleitet von kritischen Tönen aus Niedersachsen. Von „bitter enttäuschten Hoffnungen“ und „undiskutablen Vorschlägen“ ist die Rede.
Ein Rechtsanspruch auf Fachberatung für die Opfer, die Übernahme von Therapiekosten und materielle Entschädigungen in verjährten Fällen: Das sind Bergmanns mit Spannung erwartete Empfehlungen. Wer konkrete Zahlen erhofft hatte, wartete indessen vergebens.
Die Beauftragte empfiehlt lediglich, dass Institutionen, in denen Missbrauch stattgefunden hat, „auf Wunsch von Betroffenen“ einmalig eine angemessene Anerkennungssumme zahlen. „Der Vorschlag, auf freiwilliger Basis Entschädigungen zu leisten, ist nach den Erfahrungen der Heimkinder mit Kirchen und Verbänden völlig indiskutabel“, kritisiert dagegen Jürgen Beverförden. Er ist Landessprecher ehemaliger Heimkinder in Niedersachsen, die in den 1950er- und 1960er-Jahren unter Demütigungen, Gewalt und Arbeitszwang, aber auch unter sexuellem Missbrauch gelitten haben und die bis heute nicht entschädigt worden sind. Beverförden bedauert überdies, dass Bergmann nicht den Mut habe, das in seinen Augen viel zu niedrige Angebot der katholischen Kirche von bis zu 5000 Euro für Missbrauchsopfer klar zurückzuweisen.

Der Sprecher fordert stattdessen „ein Entschädigungsgesetz für alle Missbrauchsopfer, das einen festen Entschädigungskatalog festlegt“. Die Zahlungen sollten sich nach seinen Worten nach dem rechtlichen Schmerzensgeldkatalog richten. „Das ist der richtige Weg.“ Eine solche „Orientierung“ hatte auch Bergmann vorgeschlagen. Nach Angaben der Missbrauchsbeauftragten reicht die Spanne der Schmerzensgeldtabelle in Fällen sexuellen Missbrauchs von 1500 Euro (etwa für den Griff an das Gesäß eines achtjährigen Mädchens) bis zu 50000 Euro in Extremfällen. Bergmann nannte als Beispiel die sechsfache Vergewaltigung eines neunjährigen Kindes.

Die Vorschläge der unabhängigen Beauftragten gelten für verjährte Fälle. „Betroffene mit noch justiziablen Ansprüchen“ verweist sie in ihrem Abschlussbericht auf den Rechtsweg, sowohl in Fragen der Rehabilitation als auch bei Forderungen nach „Genugtuung und Wiedergutmachung“. Offenbar vom Tisch ist Bergmanns anfänglicher Vorschlag eines gemeinsamen Fonds zur Übernahme von Therapiekosten. Daran hätten sich Bund, Länder, Kirchen, Schulen, Verbände und Vereine beteiligen sollen.

Beverförden mag sich damit nicht abfinden. Er betont: „Wir sind gegen die drohende Bürokratisierung und gegen eine unendliche Zahl individueller Gerichtsverfahren.“ Auch beharren die ehemaligen Heimkinder auf einem gemeinsamen Entschädigungsfonds von Staat, Kirchen und Verbänden.

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Missbrauchsbeauftragte empfiehlt finanzielle Hilfen
Opfer sexuellen Missbrauchs können auf finanzielle Hilfen und Entschädigungen hoffen, auch wenn ihre Fälle schon lange verjährt sind. mehr


Quelle:Neue OZ-Osnabrücker Zeitung

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Sonntag, 5. Juni 2011, 18:29

Entschädigung
Ehemalige Heimkinder enttäuscht
erstellt 04.06.11, 10:13h
Missbrauchsbeauftragte Christine Bergmann
Christine Bergmann: Ehemalige Heimkinder haben enttäuscht auf die Empfehlungen der Regierungsbeauftragten zur Entschädigung von Opfern sexuellen Missbrauchs reagiert. (FOTO: DPA)
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Osnabrück/dpa. Ehemalige Heimkinder haben enttäuscht auf die Empfehlungen der Regierungsbeauftragten Christine Bergmann zur Entschädigung von Opfern sexuellen Missbrauchs reagiert. «Der Vorschlag, auf freiwilliger Basis Entschädigungen zu leisten, ist nach den Erfahrungen der Heimkinder mit Kirchen und Verbänden völlig indiskutabel», sagte der niedersächsische Sprecher der Betroffenen, Jürgen Beverförden, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag). Er forderte «ein Entschädigungsgesetz für alle Missbrauchsopfer, das einen festen Entschädigungskatalog festlegt».

Die Vorschläge Bergmanns sollen am Montag dem Runden Tisch der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs vorgestellt werden. Die Missbrauchsbeauftragte hat empfohlen, sich bei der Entschädigung der Opfer an der Schmerzensgeldtabelle zu orientieren, die Summen von 1500 Euro bis zu 50 000 Euro vorsehe. Eine konkrete Summe nannte sie bei der Vorstellung ihres Abschlussberichts aber nicht.

Beverförden vertritt ehemalige Heimkinder in Niedersachsen, die in den 1950er und 1960er Jahren unter Demütigungen, Gewalt und Arbeitszwang, aber auch unter sexuellem Missbrauch gelitten haben. Er warnte vor den Folgen unverbindlicher Empfehlungen. «Wir sind gegen die drohende Bürokratisierung und gegen eine unendliche Zahl individueller Gerichtsverfahren», sagte er. Zudem beharrten die ehemaligen Heimkinder auf einem gemeinsamen Entschädigungsfonds von Staat, Kirchen und Verbänden.

Archiv: Geld für all das Leid
Heimkinder: «Missbrauch ging auch von Nonnen aus»
Archiv: Entschädigung wird Streitfall


Quelle:mz-web.de

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Teddy07

unregistriert

13

Sonntag, 5. Juni 2011, 20:00

Hallo !
Ich habe in einem Beitrag schon mal mein Bedenken zum Runden Tisch und zu den Endschädigunsforderungen ehemaliger Heimkinder im Allgemeinen bekundet.Nun haben die möchte-
gern Vertreter die Katzte aus dem Sack gelassen.Mir war von anfang an klar,das keiner der am Runden Tisch von den Beauftragten bishin zu den Politikern teilgenommen hatte, wirklich ernsthaft die Absicht hatte die Betroffenen angemessen zu Endschädigen.Es wurde nur um den heißen Brei herumgeredet,ohne ernsthafte Ergebnisse zu Pressentieren.Wie erbährmlich und verlogen
ist die Politik in der BRD.Wissenschaftler haben festgestellt das in den Kirchlichen Einrichtungen sowie in Öffentlichen Einrichtungen durch Kinderarbeit Billionen von Geldern an den Staat
geflossen sind.Und diese Leute stellen sich heute vor den Opfern hin und behaubten das unsere Forderungen auf Angemessene Entschädigung überzogen und den heutigen Wirtschaft-
lichen Bedingungen widersprechen.Es ist eine Verhöhnung und eine erneute Demütigung für alle ehemaligen Heimkinder,die Ihrer Kindheit beraubt und zur Zwangsarbeit in den Einrichtungen
gezwungen wurden.Mit eingeschlossen sind hierin auch die Körperlichen übergriffe,sowie die Sexuellen Übergriffe.Soll man dies alles als Gottgewollt hinnehemen?Nein!!!!Die Kirchenfürsten
stellen sich hin und bitten allen um Vergebung.Wenn der Glaube auch Berge verstzen kann,aber dies ist mit nichts,aber auch garnichts zu vergeben,geschweige zu Verzeihen.Es waren
alles Erwachene Menschen,die Ihre Stellung gegeüber Schutzbefohlenen auf niedrigster Stufe ausgenutzt haben.Es zeigt einmal mehr das sich die Geschichte immer wiederholt,und keine
anstrenungen unternommen werden um hier Ernsthaft gegebzusteuern.Das Problem wird sich irendwann einmal Biologisch von alleine lösen und alles ist vom Tisch.Es ist erkennbar,das
hier wirklich auf Zeit gearbeitet wird.Solchen Menschen ist das Wort -Moral und Ehtik - ein Fremdwort.Ich muß jetzt schluß machen,sonnst verliere ich meine gute Erziehung.Ich binn
wütend.
Euer Teddy 07.

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Hobel

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Löwe

14

Montag, 6. Juni 2011, 07:21

Hallo Ihr lieben,
ich glaube wenn ich ein geschädigter wäre dann könnte ich Ihnen nicht verzeihen. Aber vielleicht mag es ja Gott. Es ist schon eine Dreistigkeit hoch³ was diese Politiker und Kirchenvertreter sich mit den Opfern erlauben. Das darf nicht sein das das so Endet. Ich hoffe und bete dafür dass es eine Lösung dafür gibt.
Liebe Grüße Klaus
Signatur von »Hobel«
Warum liebt mich Jesus? Weil ich ja zu Ihm sagte. Und nun liebe ich Jesus auch.

„Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzen. Ein Zehntel der Energien, ein Bruchteil des Geldes wäre hinreichend, um den Menschen aller Länder zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.“
Albert Einstein

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15

Montag, 6. Juni 2011, 09:31

Nun haben all die Gutgläubigen ihre Quittung:

Niemals hat man ernsthaft daran gedacht, auch nur ein einziges sichtbares Zeichen der Reue
und der Wiedergutmachung zu setzen.

Alles nur ein Schmierentheater sondergleichen.

Da fragt man sich mal wieder:
Kann denn aus deutschen Politikern auch nur ein Hauch von Menschlichkeit kommen?
Sie sprechen von "Mernschenwürde" und beginnen bei den Schwächsten der Gesellschaft,
mit Prügel, Tritten, und in Freiwildmanier zum sexuellen Missbrauch, Sklavenarbeit und
weiß ich was noch alles.

Uns / Mir kann doch keiner erzählen,
- dass es wahr sein soll, dass ein Kind eines natürlichen Todes stirbt, nach dem es nur
noch die Hälfte etwa wog und niemand das bemerkt haben will;

- dass es "fahrlässige Tötung" war, wenn ein Kind von einer total vermummten Nonne so
erschreckt wurde, dass sein Herzchen einfach versagt;

- dass es normal ist, wenn Kinder starben und keiner danach fragte, wieso das passierte;

- dass es normal ist, wenn ein Kind abends wieder ins Heim gebracht wurde weil es Heimweh
nach den Eltern hatte und dann zu noch späterer Stunde das inzwischen schlafende Kind mit
einem Rohrstock traktiert wurde nach allen Regeln der Kunst;

- dass ein sogenannter "Bruder" einem Jungen die von Ejakulat beschmierte Hand ins Gesicht
schlägt, weil es seine perversen Wünsche nicht erfüllen konnte vor lauter Angst und Tränen?

Muss ich noch weiter aus meinem Kinderdasein erzählen? Nein, hat nämlich alles keinen Sinn;
Heimkinder sind ja sowieso potentielle Lügner, auf die man gerne verzichten kann.

Scheiß Staat! Die wahren Verbrecher sitzen ganz da oben; ich habe noch keine Ausnahme
kennen gelernt.

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micky

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Dienstag, 5. Juli 2011, 19:29

Schwerin: Landtag will Entschädigung für Opfer der DDR-Heime

Schwerin (epd). Kinder, die in DDR-Heimen misshandelt und missbraucht wurden, sollten nach dem Willen des Schweriner Landtags ähnliche Hilfen erhalten wie Heimkinder aus den alten Bundesländern. Einem entsprechenden Antrag von SPD, CDU, Linke und FDP stimmte das Landesparlament von Mecklenburg-Vorpommern am Freitag in Schwerin zu. Es sei nicht hinzunehmen, "dass die Opfer der DDR-Kinderheime als Opfer zweiter Klasse behandelt werden", hieß es.

Der Bundestag hatte vor kurzem einen 120-Millionen-Euro-Entschädigungsfonds für betroffene Heimkinder aus der früheren Bundesrepublik beschlossen. Er geht auf eine Empfehlung eines Runden Tisches zurück, der die Situation in westdeutschen Einrichtungen untersucht hatte. Der Fonds soll je zu einem Drittel vom Bund, den Kirchen und den Ländern getragen werden.

Bereits während der Verhandlungen am Runden Tisch meldeten sich Opfer der DDR-Heimerziehung zu Wort. Ihre Forderung nach Entschädigung bekam in den vergangenen Wochen auch zunehmend Unterstützung in der Politik.

Anlaufstelle für Opfer von sexuellem Missbrauch und Gewalt in DDR-Kinderheimen soll in Mecklenburg-Vorpommern die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen sein. Zudem müssten ausreichende Psychotherapie-Möglichkeiten "mit angemessener Wartezeit" für Opfer sexueller Gewalt geschaffen werden, heißt es in dem Beschluss. Darüber hinaus sollten Traumatherapien angeboten werden, um Schockerlebnisse zeitnah behandeln zu können. Die psychosoziale Prozessbegleitung von jungen Gewaltopfern müsse dauerhaft gesichert werden.

Der Landtag forderte zudem, die Arbeit mit den Tätern zu verstärken, um den Opferschutz zu verbessern. Es müsse geprüft werden, ob für Täter über die beiden bereits vorhandenen Beratungsstellen in Güstrow und Neubrandenburg hinaus weitere Angebote geschaffen werden können. (3574/01.07.2011)


Quelle:Evangelischer Pressedienst

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17

Dienstag, 5. Juli 2011, 19:38

:sironie: Was es für Täter nicht alles gibt!?!

Zwei Anlaufstellen! Immerhin!

Hatten wir denn bisher wenigstens e i n e ???

"Deutschland, einig Vaterland?" :sironie:

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18

Mittwoch, 6. Juli 2011, 14:50

Zwei von zehn
von unserem Redakteur Christian Wendt

Vorlesen


Torgau/Berlin (TZ/cw). Ralf Weber und Gabriele Beyler traten jüngst als Sachverständige zum Thema „Heimkinder“ im Bundestagsausschuss für Familie, Soziales, Frauen und Jugend auf. Beide waren zuvor von der Unionsfraktion in eine Gruppe von insgesamt zehn Experten berufen worden. Weber ist Vorsitzender des Opferbeirats der Gedenkstätte Jugendwerkhof Torgau, Beyler Vorsitzende des Trägervereins der Gedenkstätte.

Nach Angabe von MdB Manfred Kolbe wurde bei der Anhörung die Problematik einer gesamtdeutschen Aufarbeitung und Entschädigung der Opfer des DDR-Heimerziehungssystems von 1949 bis 1989 sowie in der Bundesrepublik von 1949 bis 1975 erörtert. Als Grundlage habe ein gemeinsamer Antrag von CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne gedient, der eine gesamtdeutsche Aufarbeitung und Entschädigung fordert. „Die Fraktion DIE LINKE möchte mit einem eigenen Antrag nur eine westdeutsche Arbeit der Heimerziehung forcieren“, sagte Kolbe. Insbesondere die sehr persönlichen Ausführungen von Ralf Weber über dessen Erlebnisse im System der DDR-Heimerziehung sei den Abgeordneten sichtlich nahe gegangen, erläuterte Kolbe. Weber habe dabei den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau als zentrales Züchtigungsinstrument dargestellt. „Jeder Jugendliche kam aus einem der 472 DDR-Heime oder 32 Jugendwerkhöfen nach Torgau und ging danach wieder in ein Heim. Nach Torgau wollte niemand, es war schlimmer als Knast. Unsere Persönlichkeit sollte dort gebrochen werden, was vorher nicht gelang“, schilderte Weber seine persönlichen Erlebnissen in Torgau.

Wie Kolbe mitteilte, soll es nach der Sommerpause des Bundestags erste Gesetzesvorschläge für Entschädigungsleistungen geben.


Quelle:Torgauer Zeitung

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19

Donnerstag, 14. Juli 2011, 13:48

„Wir fordern die Ausschüsse auf, mittels einer Anhörung die Versäumnisse des Runden Tisches Heimerziehung aufzuarbeiten“, heißt es in einem offenen Brief an die Abgeordneten des Bundestages, der unserer Zeitung vorliegt. Jürgen Beverförden, Sprecher von Opfern in Niedersachsen, kritisiert darin „das Verschweigen von vielen unaufgeklärten Todesfällen in den Heimen“. Und er fragt: „Was oder wer hat viele Heimkinder in den Selbstmord getrieben?“

Beverförden beklagt zudem eine seiner Ansicht nach mangelhafte Auseinandersetzung mit den Problemen in den Säuglingsheimen. Ein Experte, der dem Runden Tisch berichtet habe, sei weggemobbt worden.

Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche grünes Licht für die Entschädigung ehemaliger Heimkinder gegeben, die zwischen 1949 und 1975 Opfer von Unrecht, Demütigungen und Misshandlungen geworden sind. Das Parlament stimmte für einen überfraktionellen Antrag, der sich an den Empfehlungen des Runden Tisches Heimerziehung (RTH) orientiert. Danach sollen der Bund, die westdeutschen Länder und die Kirchen jeweils ein Drittel in einen 120-Millionen-Euro-Fonds einzahlen, damit Opfern mit Therapien und Rentennachzahlungen geholfen werden kann. Das Parlament forderte ferner, auch ehemalige DDR-Heimkinder auf ähnliche Weise zu unterstützen.

700000 bis 800000 Kinder und Jugendliche lebten bis Mitte der 70er-Jahre in den überwiegend von den Kirchen betriebenen Heimen der Bundesrepublik. Auf etwa 250000 bis 300000 wird die Zahl jener geschätzt, die in jener Zeit in Säuglingsheimen untergebracht waren, so der Sozialwissenschaftler Carlo Burschel. Er ist selbst ein Betroffener und forscht und publiziert seit vielen Jahren zum Thema Säuglingsheime.

Die Bedingungen in diesen Einrichtungen waren laut Burschel überwiegend sehr schlecht, manchmal sogar tödlich: „Verschiedene Quellen legen die Annahme nahe, dass es Hunderte von vermeidbaren Todesfällen gegeben hat, vor allem durch Pflegedefizite und Ausstattungsmängel. Aus dem Jahr 1962 gibt es den veröffentlichten Hinweis, dass die Sterblichkeit in Säuglingsheimen damals doppelt so hoch war wie bei Familienkindern.“

Burschel nennt es „skandalös, dass die extreme Vernachlässigung von Säuglingen immer noch nicht systematisch aufgearbeitet ist“. Er fordert, der Bundestag, der sich bereits mit den Kinderheimen befasst hat, müsse endlich auch die katastrophalen Lebensumstände in den Säuglingsheimen systematisch aufarbeiten lassen. Es gehe um eine seit Langem überfällige Aufklärung und so gar nicht um Entschädigung. Burschel: „Ich bin davon überzeugt, dass Hunderte von Kleinkindern in den Säuglingsheimen der Wirtschaftswunderzeit ohne Not zu Tode gepflegt wurden, trotz besseren Wissens.“ Um deren Andenken gehe es, auch gegen den Widerstand derer, „die mit den Säuglingsheimen dieser Zeit wahre Profit-Center betrieben haben“. Burschel meint damit vor allem die kirchlichen Träger, aber auch die freien Wohlfahrtsverbände und eine nicht geringe Zahl privater Träger solcher Heime.

Die katholische Kirche verstärkt derweil ihre Bemühungen, sexuellen Missbrauch von Minderjährigen in ihren Eirichtungen aufzuklären. Sie will dazu Personalakten seit 1945 wissenschaftlich und unabhängig aufarbeiten lassen. Die Kirche ermöglicht dazu erstmals kirchenfremden Fachleuten Zugang zu den Archiven.

Die Bischöfe wollten eine „ehrliche Aufklärung“ und „der Wahrheit auf die Spur kommen“, so der Trierer Bischof und Missbrauchsbeauftragte Stephan Ackermann gestern in Bonn. Erste Ergebnisse sollen in gut einem Jahr vorliegen.

Quelle : Osnabrücker Zeitung

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Donnerstag, 14. Juli 2011, 13:52

Danach gab es kein Halten mehr”

Stadt & Menschen | 14. Juli 2011 | Leserbrief schreiben

Vor zwei Jahren berichtete 16vor über die Geschichte einer geraubten Kindheit – die des Trierer Kopierladenbesitzers Jenö Alpár Molnár. Der heute 64-Jährige wurde im Alter von zehn Monaten von seinen Eltern getrennt. Seine gesamte Kindheit verbrachte er in österreichischen Heimen, wo er von Erziehern und weltlichen Schwestern misshandelt wurde. Die traumatischen Erinnerungen hat Molnár in einem Buch niedergeschrieben und nach einer Lesung in Wien eine regelrechte Lawine losgetreten. Inzwischen wurden Hunderte ehemaliger Heimkinder entschädigt, Bundesländer wie Tirol zahlten bis zu 25.000 Euro pro Opfer. Doch Molnár lässt nicht locker: Vor wenigen Tagen erst trat er wieder im ORF auf und forderte die Aberkennung von Verdienstorden. Die hatten einstige Erzieher erhalten, die auch dem Trierer noch in unguter Erinnerung sind.

WIEN/TRIER. Am 5. März letzten Jahres hatte Jenö Alpár Molnár seinen großen Auftritt in der Alpenrepublik. Ein Auftritt, auf den er gerne verzichtet hätte, für den es aus seiner Sicht aber keine Alternative gab. Im Wiener Parlament las er aus seinem autobiographischen Buch “Wir waren doch nur Kinder…”. Der Lesung schloss sich eine Diskussion an, an der vom Trierer Soziologen Dr. Waldemar Vogelgesang moderierten Runde nahmen Wissenschaftler aus Graz, Salzburg, Wien und Köln teil. Zehn Tage später berichtete das österreichische Nachrichtenmagazin Profil über “Die Gezeichneten” und den “Terror in staatlichen Heimen”. Zu Wort kamen neben Molnár Leidensgenossen, die, wie der Trierer, Willkür und Gewalt durch Erzieher und weltliche Schwestern ausgesetzt waren.

“Nach dem Profil-Bericht gab es kein Halten mehr”, berichtet Molnár im Gespräch mit 16vor. Man hört Genugtuung heraus, einen gewissen Stolz, in der tragischen Angelegenheit doch noch etwas erreicht zu haben. Jahrelang war er das Opfer, bestimmten andere über ihn: 1946 in Lambach in Oberösterreich als Sohn eines US-Amerikaners und einer Ungarin geboren, wird er in den Wirren der Nachkriegszeit von der US-Militärpolizei entführt und mit Hilfe österreichischer Behörden in staatlichen Kinderheimen untergebracht. Selbst seine Mutter soll nicht erfahren, wo der Junge sich aufhält. Jenö Molnár kommt zunächst in ein Säuglingsheim, knapp ein Jahr später dann in das Landeskinderheim Schloss Leonstein. Später wird er in Schloss Neuhaus untergebracht. Insgesamt 14 Jahre voller Gewalt durchlebt er in diesen Einrichtungen, doch seinen Charakter brechen sie ihm nicht. Und so wird er eines fernen Tages auch die Kraft finden, ein Buch über seine Erlebnisse in den Heimen zu schreiben. Es ist eine bittere Rückschau, und doch gibt es auch anrührend schöne Momente in diesen Erinnerungen. Etwa wenn Molnár von der Freundschaft zu anderen Kindern berichtet.

Wirbel um Verdienstmedaillen für Ex-Erzieher

Doch im Vordergrund stehen die Entbehrungen und Schikanen, die körperliche und seelische Gewalt, denen Hunderte Heimkinder in all den Jahren ausgesetzt waren. Dass Molnár mit seinem Schicksal keineswegs allein war, zeigte die Diskussion, die seine Lesung im Wiener Parlament auslöste. Molnár reiste noch nach Salzburg und Insbruck, auch in Linz, der Landeshauptstadt Oberösterreichs, hielt er eine Lesung. Die Verantwortlichen reagierten. Die oberösterreichische Landesregierung stellte insgesamt mehr als 622.000 Euro bereit. Das Geld erhielten 51 Opfer, die in landeseigenen Einrichtungen physischen, psychischen und sexuellen Misshandlungen ausgesetzt waren.´Das Bundesland Tirol zahlte rund 80 Opfern, die sich gemeldet und ihre Misshandlungen glaubhaft gemacht hatten, jeweils bis zu 25.000 Euro, woraufhin die Salzburger Landessozialrätin von einem Vorbild für ihr Bundesland sprach. Auch andere Bundesländer haben inzwischen Entschädigungen geleistet. Schon im Dezember letzten Jahres hatte der Gemeinderat von Wien eine Summe von insgesamt zwei Millionen Euro bewilligt.

Molnár kann es noch immer nicht fassen, wie schnell die Politik in Österreich auf die auch durch sein Buch losgetretene Diskussion reagierte. Das sei “ein Wahnsinn”, sagt er ein ums andere Mal. Doch Molnár ist noch aus einem anderen Grund fassungslos: Nur drei Monate nach seiner Wiener Lesung zeichnete der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer zwei ehemalige Erzieher des damaligen Heims in Linz-Wegscheid mit der Verdienstmedaille des Landes Oberösterreich aus. Laut Salzburger Nachrichten berichteten mehrere Dutzend ehemalige Heimkinder von Misshandlungen durch die Beiden, und auch Molnár bestätigt im Gespräch mit 16vor, dass er an die Männer schlimme Erinnerungen hat. Seit einem Jahr sorgen die umstrittenen Auszeichnung in Linz für Wirbel, am vergangenen Samstag erst meldete sich Molnár wieder zu Wort – in der ORF-Sendung Oberösterreich heute. Einen Teilerfolg hat der Trierer auch hier erreichen können: Die Landesregierung beschloss eine Regelung, wonach einmal verliehene Verdienstmedaillen wieder aberkannt werden können. Die beiden Ausgezeichneten wehren sich gegen die Vorwürfe der Heimkinder, sprechen von Lügen und Verleumdungen. Doch laut ORF hat immerhin einer der “Verdienten” seine Medaille inzwischen wieder zurückgegeben.

Quelle : 16 VOR Nachrichten aus Trier

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