Retter Radio
Antworten im Thema: 23 » Der letzte Beitrag (21. April 2012, 12:44) ist von trullahups.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (16. August 2011, 16:31)
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Zitat
Diakonie
Bundesverband
Präsident Johannes Stockmeier
[ Adresse der Hauptgeschäftsstelle in Berlin ]
EKD - Evangelische Kirche
in Deutschland
Präses Nikolaus Schneider
[ Adresse der Hauptgeschäftsstelle in Hannover ]
EINLADUNG
Berlin, 2. August 2011
Sehr geehrte Damen und Herren
Mit seinem Beschluss vom 7. Juli 2011 hat sich der Deutsche Bundestag die Empfehlungen zu Eigen gemacht, die der Runde Tisch Heimerziehung in seinem Abschlussbericht vom Dezember 2010 vorgelegt hat. Die Evangelische Kirche und ihre Diakonie haben frühzeitig deutlich gemacht: Wir stellen uns unserer Verantwortung und sind bereit, unseren Anteil an dem geplanten Heimkinder-Fonds zu übernehmen.
Über materielle Hilfe hinaus ist es uns ein Anliegen gegenüber den ehemaligen Heimkindern um Verzeihung zu bitten. Die Leitungen einzelner diakonischer Einrichtungen, in denen die Aufarbeitung der damaligen Missstände weit fortgeschritten ist, haben dies bereits für ihre Einrichtung getan. In Kenntnis des Abschlussberichtes des Runden Tisches und der Ergebnisse des Forschungsprojekts zur konfessionellen Heimerziehung in der Nachkriegszeit möchten wir diese Bitte um Verzeihung nun öffentlich für die gesamte Evangelische Kirche und ihre Diakonie aussprechen.
Dies soll in einem gemeinsamen öffentlichen Akt
am 11. September 2011, 15:00 Uhr
in der Französischen Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin
geschehen. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Mit freundlichen Grüßen
J. Stockmeier
OKR Johannes Stockmeier
Präsident des Diakonischen Werkes der EKD
Nikolaus Schneider
Präses Nikolaus Schneider
Vorsitzender des Rates der EKD
Evangelische Heimerziehung in den 1950er und 1960 Jahren.
Bilanz und Verantwortung
Termin
Sonntag, 11. September 2011
Einlass: .14:30
Beginn: .15:00
Ende: ...17:30
Ort
Französische Stadtkirche, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin
Programm (Wortbeiträge)
Die Praxis der evangelischen Heimerziehung in der Nachkriegszeit
Ergebnisse des Forschungsprojekts der Ruhr-Universitat Bochum
Votum aus der Sicht der Betroffenen
Die Auseinandersetzung von Kirche und Diakonie mit der Heimerziehungsproblematik
Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, OKR Johannes Stockmeier
Erklärung von Kirche und Diakonie zur Situation von Kindern und Jugendlichen in evangelischen Heimen in den 1950er und 1960er Jahren
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider
Die Beiträge werden musikalisch umrahmt. Am Ende der Veranstaltung besteht Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Anmeldung
Die Veranstaltung ist öffentlich. Als persönlich Eingeladene/r bitten wir Sie jedoch, uns bis zum 4. September 2011 per Fax (auf diesem Bogen) oder per E-mail ( praesidialbereich[a]diakonie.de ) Rückmeldung zu geben, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.
[ Formular-Bestandteil zum ausfüllen zur Teilnahme an dieser Veranstaltung oder Absage ]
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Zitat
[ Freitag ] 19.08.2011
Evangelische Kirche: Entschuldigung bei Heimkindern
In einer öffentlichen Veranstaltung wollen sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und ihr Diakonisches Werk bei ehemaligen Heimkindern für Misshandlungen entschuldigen.
Für die gesamte evangelische Kirche und die diakonischen Einrichtungen «möchten wir diese Bitte um Verzeihung nun öffentlich aussprechen», heißt es in einem am Freitag in Berlin veröffentlichten Einladungsschreiben des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und des Diakonie-Präsidenten Johannes Stockmeier an Betroffene.
Am 11. September sollen in der Berliner Französischen Friedrichstadtkirche die Leiden der Opfer gewürdigt werden. Ein Gottesdienst ist allerdings nicht geplant. Bei der Veranstaltung sollen auch ehemalige Heimkinder zu Wort kommen. Daneben werden Vertreter der diakonischen Einrichtungen eingeladen, in denen es zu Misshandlungen gekommen war.
Rund 800.000 Kinder und Jugendliche lebten zwischen 1949 und Mitte der 70er Jahre in bundesdeutschen Heimen, etwa 500.000 von ihnen in kirchlichen Einrichtungen. Viele von ihnen wurden misshandelt und zu harter Arbeit gezwungen.
Der Bundestag beschloss Anfang Juli dieses Jahres finanzielle Hilfen für die Opfer und folgte damit der Empfehlung eines Runden Tisches. Mit den Zahlungen aus dem Fonds, der zu je einem Drittel vom Bund, den Ländern und den Kirchen finanziert wird, soll zu Anfang des kommenden Jahres begonnen werden. 100 Millionen Euro sind für direkte Hilfen vorgesehen, 20 Millionen Euro für Rentennachzahlungen.
Die Diakonie habe frühzeitig deutlich gemacht, dass sie sich ihrer Verantwortung stelle, sagte Sprecherin Ute Burbach-Tasso dem epd. So beteilige sich das Diakonische Werk an dem Hilfsfonds und unterstütze betroffene Menschen bei der Aufarbeitung des erlittenen Leids vor Ort. Neben der materiellen Hilfe sei es Diakonie und EKD auch immer um die Bitte um Entschuldigung gegangen.
Die katholische Kirche und der Caritas-Verband planen keine eigene Veranstaltung, um sich bei den Opfern zu entschuldigen. Aus der Caritas hieß es, im Fokus stehe jetzt die Entschädigung, die umgesetzt werden müsse.
Zitat
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Zitat
„Statisten gesucht?“ fragt Helmut Jacob in seinem Blog.
Es geht um die Einladung der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) durch den Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und den Diakoniepräsidenten Johannes Stockmeier. Sie haben das »Anliegen, gegenüber den ehemaligen Heimkindern um Verzeihung zu bitten«. Das soll am 11. September um 15 Uhr in der Friedrichstadtkirche, Gendarmenmarkt, in Berlin geschehen.
Nachdem den ehemaligen Heimkindern bereits am Runden Tisch weitgehend die Rolle von Statisten zugewiesen wurde, wäre es schade, wenn sie diese Rolle weiterspielen.
Es gibt zwei Alternativen:
1. Nicht hingehen und
2. qualifiziert teilnehmen.
Die Prügelnonne mitzunehmen, wäre aus zweierlei Gründen falsch. Die ist zum einen katholisch und zum andern symbolisiert sie, was alle ohnehin wissen. Hier geht es nicht um das vergangene, sondern um das aktuelle Unrecht der Entschädigungskarikatur.
Wer die Entschuldigung qualifiziert ablehnen will, kann ganz zivilisiert mit Flugblättern und Transparenten deutlich machen, wie die ehemaligen Heimkinder durch den Runden Tisch und die Rolle der staatlichen und kirchlichen Vertreter zum zweiten Mal in ihren Lebensmöglichkeiten schändlich beeinträchtigt wurden. Wer das tut, muß damit rechnen, wegen Störung einer kirchlichen Veranstaltung nach draußen verwiesen zu werden. Besser ist es, man bleibt gleich vor der Kirche stehen.
Das macht nichts, denn es müssen sich ja nicht alle vorzeitig outen. Einige müssen sich gedulden und an der Veranstaltung teilnehmen. Da die einladenden Herren wissen, daß sie sich nicht selber ent-schuldigen können, brauchen sie ein JA! Mein Votum: Geht hin und sagt unüberhörbar NEIN!
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Eine Schlusstrichveranstaltung?
Die EKD und federführend der Archivar, das Gedächtnis des Diakonischen Werkes der EKD, planen ganz offensichtlich [ am So. 11.09.2011 ] eine Harmonieveranstaltung in Berlin. Man will Vergebung und hat dafür ein Opfer gefunden. Diesem ehemaligen Heimkind ist die Rolle zudacht, die Sünden der kirchlichen Einrichtungen zu tragen. Mir als Theologen kommen natürlich biblische Parallelen in den Sinn. Doch man sollte diese Veranstaltung nicht überhöhen und nüchtern analysieren, was dort überhaupt nur geschehen soll und kann.
Geplant ist, wie man nun weiß,
1. »ein Vortrag von Prof. Dr. Jähnichen und eine Stellungnahme einer Betroffenen; dabei handelt es sich um Frau Djurovic, die als Mitglied am Runden Tisch Heimerziehung selbst in einer evangelischen Einrichtung lebte.« (Natürlich hat sie nicht als Mitglied des Runden Tisches im Heim gelebt. Man sieht an dieser grotesken Formulierung, daß der Archivar entweder mit heißer Nadel näht oder schlicht nachlässig ist, weil er die lästige Bagatelle möglichst schnell vom Tisch wischen will.)
2. »Weil es notwendig ist, bei einer solchen Veranstaltung nicht nur wenigen Rednern zuzuhören, sondern Betroffene und Institutionenvertreter miteinander ins Gespräch zu bringen, schließt sich an den ersten, eher formalen Teil der Veranstaltung ein zweiter Teil für Aussprache und persönliche Begegnung an.«
Da es sich um massive Interessengegensätze handelt, wäre es angemessen gewesen, neben einem (ich unterstelle) professionell, also unvoreingenommen arbeitenden Wissenschaftler zwei konträre Meinungen zu Wort kommen zu lassen, also auch jemanden, von dem man weiß, daß er nicht bereit ist, die Entschuldigung der Kirche zu akzeptieren, weil er die gegebenen Bedingungen nicht akzeptiert: die Arbeitsweise des Runden Tisches und seine Empfehlungen, auf die sich nun alle, außer den ehemaligen Heimkindern, erleichtert berufen.
Doch das wäre wohl zu unbequem.
Dabei wissen wir z.B. von Herrn Trost, daß nicht einmal diese Empfehlungen von allen Einrichtungen des Diakonischen Werkes umgesetzt werden. Keine Akteneinsicht, keine Hilfe bei der Suche nach Leidensgenossen – wenigstens wurde ihm kein Verständnis geheuchelt.
Wie wäre es, wenn vor einem peinlichen Ritual die kirchlichen Einrichtungen erst einmal ihre Hausaufgaben machen? Das gilt auch für Aprath.
Was können die ehemaligen Heimkinder nun tun?
Es gab zwei Abstimmungen über die Ergebnisse des Runden Tisches. Mit Recht wurde eingewandt, sie seien nicht repräsentativ. Doch das waren die drei vereinzelten Heimkinder ohne Mandat am Runden Tisch noch weniger.
Wer also zeigen will, was er vom Entschuldigungsbegehren der Kirche hält, der mache dies deutlich.
Ich weiß, daß viele ehemalige Heimkinder an der Armutsgrenze leben, wobei ein gerüttelt Maß Schuld auf die förderliche Wirkung der Heimerziehung kommt. Wer also das Fahrgeld nicht aufbringen kann, der schicke sein Votum an Frau Djurovic. Ich halte sie für eine ehrliche Frau, die in ihrem Vortrag die Stellungnahmen ihrer Leidensgenossen nicht unterschlagen wird. Hoffentlich ist ihre Mailadresse noch aktuell: s.djurovic[a]t-online.de . Ich denke, durch ein solches Mandat wird Frau Djurovic ihre Aufgabe erleichtert.
Wer aber an der Veranstaltung teilnehmen will, nehme ein Transparent mit oder klebe sich seine Meinung an die Brust: Vergebung? Und dann je nach Meinung JA! oder NEIN!
Ich denke, „die Kirche“ sucht mit ihrem Entschuldigungsbegehren nur die Legitimation, nicht mehr leisten zu müssen, als die kärglichen Ergebnisse des Runden Tisches ihr auferlegen. Diese Legitimitätslücke können nur die ehemaligen Heimkinder füllen. Ob die das wollen, müssen sie selber wissen – und deutlich zum Ausdruck bringen.
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Zitat
» „Es gibt ehemalige Heimkinder, für die es ganz wichtig ist, dass sich die Kirche entschuldigt“, sagt Djurovic. Für viele stehe aber die Frage nach Entschädigungen im Vordergrund. Auch am Sonntag wollen frühere Heimkinder vor der Friedrichstadtkirche dafür demonstrieren. So jedenfalls haben sie es im Internet angekündigt. Sie verlangen Entschädigungen, wie Staat und katholische Kirche sie in Irland und Österreich gezahlt haben, pro Person mehrere zehntausend Euro. «
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Zitat
Zur Show in der Friedenskirche in Berlin.
Als größter Heimkinderverein in Deutschland sind wir nicht einmal zu dieser merkwürdigen Veranstaltung eingeladen worden. Das erinnert uns fatal an die Auslesegeschichte, die man schon beim RTH an den Tag gelegt hatte.
Anscheinend sind nur solche Ehemalige willkommen, die auch ordentlich und brav den Mund halten können und ansonsten den Ablauf dieser "Entschuldigungsorgie" nicht stören wollen.
Wie man im Vorfeld "HörenSagen" hörte, wurden ehemalige Heimkinder gezielt eingeladen.
Dann, nach dem das geschehen ist, erklärte man die anwesende Öffentlichkeit zum Publikum. So etwas rockt ungemein! Es ist ja keine geschlossene Veranstaltung.
Man möchte ihnen Ehemalige empfehlen, die bis zum heutigen Tag ihren Schmerz hinaus brüllen, da er unerträglich ist. Diese Menschen, die man als Kinder und Jugendliche bis aufs Blut gequält hatte, aber als Umsatzbringer der Heimträger und deren Kirchen höchst willkommen waren. Diese Kinder die man mit Zwangsarbeit, Prügel und Verachtung für ihr späteres Leben erzog, sollen nun mit in den Chor der Evangelen einstimmen. Sich sagen lassen wie schrecklich doch all das gewesen ist.
Vielleicht auch noch wie es Frau Vollmer als evangelisches Kirchenmitglied und Vikarin so schön ausdrückte: Es war der Zeitgeist! – Ausgerechnet diese Kirche deren Mitglied Frau Vollmer ist, die alles, aber auch alles, im Schulterschluss mit den Nachfolgern der Täterorganisationen am RTH daransetzte zu verniedlichen und schön zu sprechen, stellt sich nun hin und will die Vergangenheit ad Akta schieben.
Nach wie vor stehen wir, der VEH, solchen theoretischen Lippenbekenntnissveranstaltungen höchst skeptisch gegenüber. Wenn sie dann auch noch an einem nicht gerade neutralen Ort stattfinden, ist bei einigen Heimkindern geradezu Widerwille angesagt. Sie stören sich daran, dass es in einer Kirche stattfindet.
Eine neutrale Alternative war anscheinend gar nicht vorgesehen. Ein sakraler Tatsch musste wohl her.
Da rollen im Gewölbe die gesprochenen, nach Verzeihung heischende Worte, anders. Da ist etwas hallendes, gar geistliches im Sinn oder Unsinn solch eines Vergangenheitsbewältigungstreffens.
Eine Ehrfurcht gebietende Veranstaltung soll es natürlich auch sein. Vielleicht auch eine Verklärung, ja eine Heimholung durch den heutigen Klerus, „der doch ganz anders als der damalige ist.“
Wie man sicherlich annehmen kann, sind viele Ehemalige – aus beiden Konfessionen – nach ihren fürchterlichen Erfahrungen und Erlebnissen ausgetreten. Nun sollen sie wieder in einer Kirche zusammen kommen, den Mund halten und zuhören was die Nachfolger der ehemaligen Täter da von sich geben.
Als sich die evangelische Kirche zu Beginn der im Versuch stecken gebliebenen Aufarbeitung der unglaublichen Menschenrechtsverbrechen an den Kindern und Jugendlichen ertappt sah, hagelt es eine Entschuldigung nach der anderen. Man mag sie nicht mehr hören. Und jetzt auch noch diese unsägliche, wohl krönende Veranstaltung, die allem Anschein nach einen Schlussstrich unter die – nicht mal im Ansatz aufgeklärte und aufgearbeitete Vergangenheit setzen soll.
Ein Hohn für all die Heimkinder, die sehr wohl noch einiges zu den Praktiken und dem was man ihnen angetan hat zu sagen hätten. Das reicht noch für das nächste Jahrzehnt!
Die Fragen die sie noch haben, scheinen immer mehr uninteressant zu werden.
Besonders die eine Frage: Wo sind die Heimakten geblieben?
Die evangelischen Kirchenoberen und ihre Talarangestellten scheinen da reihenweise einen Hörsturz nach dem anderen zu bekommen. Sie verweisen auf die staatlichen Jugendbehörden und haben nicht einmal, abgesehen von ein paar wenigen Fällen, ihre Hilfe bei der unterstützenden Suche angeboten.
Das ist wohl tätige Nächstenliebe auf Lutherisch!
Weiterhin fehlt die öffentliche und uneingeschränkte Bereitstellung von Archivmaterial, um die ungeheuerlichen Verbrechen die man unschuldigen Kindern und Jugendlichen angetan hat beim Namen zu nennen.
Hier und da werden Büchlein und Jubiläumsfestschriften gedruckt, in denen die furchtbaren und eklatanten Menschenrechtsverletzungen keinen Platz haben. Da lobt man sich über die Jahrzehnte hinweg und vergisst wohlweislich sich an die eigene praktizierte schwärzeste Pädagogik zu erinnern. Und wenn man sich dann noch an die 10 Gebote erinnert; von wegen ... kein falsches Zeugnis ablegen... dann weiß man über die Verlogenheit der Prediger im Namen des Herrn Bescheid.
Man wühlt wohl nicht gern im eigene Dreckhaufen. Es könnte ja schmutzige Finger geben.
Ab und an wird stolz von den evangelischen Kirchenchefs verkündet, dass Wissenschaftler, die zudem manchmal auch noch zur eigenen Fraktion gehören, Dokumentationen gefertigt haben. Diese seien zu loben! Vorausgesetzt, dass es denn auch mit der eigenen Sichtweise über eigene Wahrheit übereinstimmt.
Der VEH fordert als größter Heimkinderverein dazu auf mit den unsäglichen Lippenbekenntnissen aufzuhören und endlich Taten folgen zu lassen!
Viele Heimkinder leben am Existenzminimum. Ihnen helfen keine kirchlichen Veranstaltungen und keine kirchlichen Segnungen aus dem Handgelenk heraus.
Das angetane Unrecht ist, wenn überhaupt, nicht mit noch so schönen Worten gut zu machen.
Unsere ehemaligen Heimkinder erwarten eine umgehende unbürokratische Soforthilfe. Es muss Schluss sein mit den Verzögerungstaktiken! Wir fordern, wie bei den "Rettungsschirmen für marode Euroländer" – die ja auch nicht erst lange verhandelt wurden, sofortigen Vollzug in der Heimkinder-Soforthilfe.
Weiterhin mahnen wir ein tatsächliche Entschädigung an, die nicht aus dem geplanten 120 Millionenfonds stammt, da dieser Fonds eine, von uns eingeforderte Entschädigungsrente nicht entsprechen kann.
Wir betonen zum wiederholten Mal: Wir wollen eine Heimkinderentschädigungsrente in Höhe von monatlich 300 €, oder eine Einmalzahlung von 54.000 €. Nicht mehr und nicht weniger!
Der Vorstand des Vereins ehemaliger Heimkinder e. V.
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Ich nehme Eure Entschuldigung nicht an denn sie ist nicht ehrlich.
Mein Elend begann 1964 mit der Diakonie in Neumünster und endete in einem ehemaligen KZ in Glückstadt.
Wie sieht denn Eure christliche Nächstenliebe aus?
Ich sehe hier nur einen knallhart profitorientierten Wirtschaftsbetrieb, geleitet von Funktionären.
Heimopfer haben in den 50er-70er Jahren in der Obhut von Christenmenschen Zwangsarbeit, Prügel und Isolationshaft erlitten. Bildung und Ausbildung wurden ihnen verwehrt. Das hatte für die Heimopfer ein Leben an der untersten Stufe der sozialen Leiter zur Folge.
Ihr habt hunderte von Millionen an uns verdient und wollt Euch mit 20 Millionen, die größtenteils wieder in Eurem eigenem System versickern werden, aus der Affäre ziehen.
Uns dies jetzt als Wohltat verkaufen zu wollen ist dreist.
An einer korrekten Regulierung der von Euch im großen Stile mitverursachten Schäden scheint Ihr aber nicht interessiert zu sein.
Die Front der Rechtsnachfolger der damaligen Täter, darunter auch die Diakonie, hat die Anerkennung belegbarer Menschenrechtsverletzungen im Endbericht des Runder Tisch Heimerziehung systematisch verhindert.
Dies geschah in Komplizenschaft mit der Moderatorin Frau Antje Vollmer, einer ehemaligen evangelischen Pastorin.
Die Kirchen und somit die Diakonie hätten als selbsternannte oberste Wächter über Moral und Tugend doch auf die Einrede der Verjährung verzichten können.
Ihr seid einfach nur eklig in Eurer Selbstgefälligkeit.
Wie weit wollt Ihr Euch noch von Eurem Gott entfernen?
Rolf Breitfeld, 030/7824805
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Mehrere ehemalige Heimkinder hatten die VERANSTALTUNG DER EVANGELISCHEN KIRCHE unter Protestrufen verlassen. Sie warfen der Kirche eine Relativierung des Unrechts in den Heimen vor. Der 57-jährige Göttinger Udo Trost sagte, solange er bei seinen Versuchen, seine eigenes Schicksal zu erforschen, noch abgewimmelt werde, sei die öffentliche Bitte um Entschuldigung "eine Schaufensterveranstaltung". [ DOMRADIO.DE: „Wie andere Heimkinder auch forderte Trost eine Entschädigung.“ ]
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WernerR (12.09.2011)
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HeidiD am 12.09.2011 - 12:59 Uhr:
In den Heimen der evangelische Kirche wurden wir
- gefoltert
- vergewaltigt
- verhöhnt
- gedemütigt
- ausgebeutet
Man hat uns
- "zwangsernährt" mit unserem eigenen Erbrochenem
- unterernährt
- Schlaf entzogen
- politisch und religiös indoktriniert
- eingesperrt und isoliert
Obendrein bekamen wir
- keinen Hauch von Liebe oder Zuneigung
- keine bis kaum Schulbildung
- kaum eine qualifizierte Berufsausbildung
Wir bekamen
- keinen Lohn, für die Zwangs- und Kinderarbeit, die wir jahrelang leisteten
- keine Renteneinzahlungen für unsere Arbeit
- nicht einmal eine vernünftige Krankenversicherung
Und als wir anfingen, alt, krank, müde, oftmals in Armut und Einsamkeit lebend, anfingen, uns zu organisieren, die Täter von damals anzuklagen, Entschädigung, Rentenzahlungen, gestohlenen Lohn einzufordern - da fiel der Kirche ersteinmal nichts besseres ein, als alles abzustreiten.
Am "Runden Tisch" taten die Vertreter eben dieser Kirche alles in ihrer Macht stehende, um akzeptable Entschädigungszahlungen zu vermeiden, Aufarbeitung unseres Schicksals zu torpedieren, Worte wie "Zwangsarbeit" und "systematisches Unrecht" aus allen Texten zu radieren. Selbige Vertreter (z.T. selbst Juristen!) setzten sich damit durch, die Vertreter der Überlebenden ihrer Höllen - genannt "Heime" - ohne rechtlichen Beistand in den Verhandlungen zu lassen. Sie strengten sich geradezu an, die Ehemaligen, die ihnen wieder einmal - nun am RTH - ausgeliefert waren, über den Tisch zu ziehen... Das ganze Schauspiel ist erst im Dezember letzten Jahres mit der absolut unwürdigen, widerlichen, ekelhaften Erpressung, die später "Abstimmung" heißen sollte, zu Ende gegangen!
Und nun, nicht mal ein Jahr danach, wird in Berlin dieser Entschuldigung-Zirkus aufgezogen...
Meint Ihr denn, wir seien dumm und taub und blind?
Meint Ihr denn, wir lebten noch im Mittlealter?
Meint Ihr denn, wir haben auf diese Hand gewartet, die uns erst missbraucht und prügelt, dann über den Tisch zieht und nun in scheinheiliger Geste um Entschuldigung bittet?
Gebt uns was unser ist: Unseren Lohn! Unsere Renten! Und für das, was Ihr nicht zurückgeben könnt, zahlt eine Entschädigung, die diesen Namen verdient und uns gerecht wird.
Dann - aber auch nur dann - werden wir vielleicht noch einmal über eine Entschuldigung reden!
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Das war Spitze, Herr Ratsvorsitzender!
Das war wirklich Spitze!
Sie haben handwerklich gekonnt meisterhaft den Schlußstrich gezogen. Ich bin stolz auf Sie.
Die evangelische Kirche ist die des Wortes. Mögen sich Ihre katholischen Kollegen auch in Zerknirschung theatralisch vor dem Altar niederwerfen – nur Gott kann ihnen dabei ins Gesicht schauen. Sie aber bekennen aufrecht, man könnte sagen, mit offenem Visier, die Schuld der Väter (und Mütter), die in den Heimen ein fürchterliches Regiment gehalten haben. Das hat schon Stil!
Zudem haben Sie dem Feldgottesdienst nach gewonnenen Schlacht ein neues Gesicht verliehen: Das Gesicht der Demut: „Wir schämen uns!“ Damit haben Sie die Taktik der Schadensbegrenzung auf die Spitze getrieben und den Ehrenschild unserer Kirche wieder blank geputzt, so daß wir vor der Welt wieder, wenn auch als Sünder, so doch gerechtfertigt dastehen. Selbstgerechtfertigt zwar, doch zumindest hier auf Erden kommt das bei vielen gut an, was schert uns Gott?
Sie haben es auch gekonnt geschafft, lauter Kautelen in Ihre Entschuldung einfließen zu lassen. Da wurde der Zeitgeist wieder einmal angesprochen, die widrigen Umstände – und schließlich waren es ja immer nur Fälle, einige, die häufig, vielfach so gelitten haben, daß esengagierten Mitarbeitenden [zwar] gelang, eine Atmosphäre der Warmherzigkeit herzustellen, [es aber dennoch] kein Ausgleich für die Mängel [war], unter denen Kinder und Jugendliche litten. So haben Sie es verstanden, sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender, von einem Abschnitt zum andern aus der Weise, den Willen der Kinder zu brechen, nämlich oft auf menschenunwürdige Weise , schlichte Mängel zu machen.
Und ganz fulminant der Schluß Ihrer Rede vor der Bitte um Entlastung. Der Prozess der Aufarbeitung und die Suche nach einem angemessenen Umgang mit dem erfahrenen Leid sind Ausdruck dessen, dass wir unser Versagen erkennen. Quod erat demonstrandum! Genau das war zu beweisen – und Sie haben es für unsere Kirche glänzend inszeniert.
Wenn ich von einer neuen Form des Feldgottesdienstes nach gewonnener Schlacht spreche, muß ich auch das Schlachtfeld beschreiben – schon zur Ehre der Gefallenen. Das Schlachtfeld war der Runde Tisch. Hier hatten Staat und Kirche ihre Bataillone aufgestellt; bestens ausgerüstet, denn im Unterschied zur Heimszene wurde kein schlecht ausgebildetes und unterbezahltes Personal eingesetzt. Für die Schwächung der Gegenseite hatten bereits die Familienministerin und der VeH, gesorgt, da hätte es einer Frau Vollmer nicht mehr bedurft [ Warum Dierk Schäfer, jedoch, hier an dieser Stelle, meint, dass ausgerechnet der VEH unsere Position geschwächt haben soll, weiß nur er selbst. MM ]. Ihren Bataillonen standen drei unbedarfte ehemalige Heimkinder gegenüber, schlecht ausgerüstet und nicht bezahlt. Dazu auch in Verhandlungstaktik völlig unerfahren. Hier ist Ihnen und den Ihren wieder ein Novum gelungen. Sie benutzten das Schlachtfeld zur Deckung. Darauf muß man erst einmal kommen. Vor der Schlacht hieß es: Wir wollen den Ergebnissen nicht vorgreifen. Nach der Schlacht konnten Sie auf die Ergebnisse verweisen, ohne das gewonnene Terrain benennen zu müssen. Die gewonnene Schlacht hilft auch zu verdecken, daß Entschuldung für Mißhandlung und Mißbrauch von Kindern in den USA, in Irland und in Österreich ganz anders aussieht. Mögen andere zahlen, wir sparen lieber und reden nicht davon. Was jetzt noch kommt, sind kleine Scharmützel, die Ihre nachgeordneten Einrichtungen schon jetzt, manchmal, oft, nicht selten, ausfechten und gewinnen. Den Rest besorgen Bürokratie und Zeit – und ein paar Brosamen werden für die armen Kinder auch noch unter den Tisch fallen und die tätige Reue belegen.
Zur Inszenierung gehören die Begleitumstände. Menschen haben einen unterschiedlichen Medienwert. Ist der medienträchtige Skandal erst einmal vom Tisch (dafür hatte der Runde Tisch gesorgt und die inflationären Betroffenheitsbekundungen im Vorfeld), dann zählt fast nur noch der gesellschaftliche Rang. Was ein Professor in seinem Fachvortrag sagt (den Vortrag habe ich noch nicht zu Gesicht bekommen), was ein unbedarftes ehemaliges Heimkind vorträgt, ist durch ihren Rück-Blick medientechnisch längst verbraucht, hat aber dazu gedient, das Schlachtfeld durch den historischen Nebelschleier zu tarnen. Was jedoch „die Kirche“ in Person ihres Ratsvorsitzenden nun hochoffiziell verkündet, das, fast nur das kommt in die Medien, wenn auch nur noch in die zweite Reihe.
Und dann der Termin im Medienschatten von nine-eleven. Andererseits aber haben Sie dem nächsten Medienschatten vorgegriffen. Elf Tage später kommt ein größerer Publikums- und Medienmagnet nach Deutschland. Gemessen daran waren Sie nur das Vorprogramm.
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Heimkinder
Deutschland Deine Kinder (9)
BERLIN. (hpd) EKD und Diakonie bitten ehemalige Heimkinder um Verzeihung. Das christlich geprägte Versöhnungsritual brachte die Opfer systematischen Unrechts jedoch erneut in Verstrickung. Versöhnung ist ein seltenes Ereignis, so der Psychotraumatologe Prof. Dr. Günter Seidler.
Am 11. Sept. 2011 fand im Französischen Dom am Gendarmenmarkt in Berlin eine Veranstaltung der Evangelischen Kirche Deutschland und des Bundesverbandes der Diakonie statt. Thema war „Evangelische Heimerziehung in den 1950er und 1960er Jahren. Bilanz und Verantwortung.“
11. September, 11. September 2011, Anstalten, Antje Vollmer, behinderten Heimopfer, Betroffenen, Bischof Franz-Josef Bode, Bischof Wolfgang Huber, Deutschen Bundestag, Diakonie, Diakoniepräsident, Diakoniepräsident Johannes Stockmeier, Diakonische Werk, die beiden Kirchen, echter Reue, echter Reue und Aktionen der Wiedergutmachung, Ehemalige Heimkinder, ehemaligen Heimkindern, Einrichtung für körperbehinderte Menschen, Empfehlungen des Runden Tisches Heimerziehung, Entschuldigung, Entschuldigungsgestammel, Entschuldigungsveranstaltungen, Evangelische Kirche, Evangelische Kirche in Deutschland, Evangelische Stiftung Volmarstein, Fonds, Friedrichstadtkirche, Gendarmenmarkt, Gewalt, Heimen, Heimerziehung, Heimkinder-Fonds, HEIMOPFER, Joachim Meisner, Johannes Stockmeier, Klaus Dickneite, konfessionellen Heimerziehung, konfessionellen Heimerziehung in der Nachkriegszeit, Margot Käßmann, massive Gewalt, Misshandlungen, Nikolaus Schneider, Opferentschädigung, Opferrente, Opferrente von 400 Euro monatlich, Pastorin Antje Vollmer, Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzende der EKD Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Reue, RTH, Runden Tisch Heimerziehung, Runder Tisch Heimerziehung, Schneider und Stockmeier, Schuldeingeständnis, Schuldeingeständnis vergessen, Sprecher der „Freien Arbeitsgruppe JHH 2006, um Verzeihung bitten, Veranstaltung, Verantwortung, Verbrechen, Verbrechen an den Heimkindern, Verzeihung, Wiedergutmachung, zahlreiche Verbrechen an behinderten Klein- und Schulkindern, Zwangseingewiesenen