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micky

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Zwillinge

21

Montag, 16. Januar 2012, 13:34

Thema: skandalheim
Wilhelminenberg: Rechtsanwalt sammelt Spenden für Heimkinder
Johannes Öhlböck will die beiden Frauen, die den Stein rund um die Misshandlungen im Schloss Wilhelminenberg ins Rollen gebracht haben, nun kostenlos vertreten.

Die Diskussion um die Aussagen jener beiden Frauen, die im KURIER-Interview erstmals über Serienvergewaltigungen im ehemaligen Kinderheim Schloss Wilhelminenberg berichtet haben, reißt nicht ab.

Johannes Öhlböck will die beiden Frauen, die mittlerweile von der Stadt Wien entschädigt wurden, vor Gericht vertreten, um weiteren Schadensersatz geltend zu machen. Öhlböck: "Die Republik Österreich hat den beiden Frauen keine Verfahrenshilfe zuerkannt. Die Stadt Wien stellt sich auf den Standpunkt, dass die Ansprüche der beiden Frauen verjährt sind."

Der Anwalt selbst will die beiden ehemaligen Heimkinder kostenlos vertreten. "Als Rechtsanwalt fordere ich, dass diese Verbrechen und Schadenersatzansprüche daraus nicht verjähren dürfen. Die finanziellen Mittel der beiden Frauen sind eng begrenzt. Ich habe mich daher in diesem besonderen Fall entschlossen, sie unentgeltlich zu vertreten", sagt Öhlböck. Da jedoch keine Chance auf Verfahrenshilfe besteht, hat der Anwalt eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Via Internet soll Geld für die Finanzierung des Gerichtsverfahrens gesammelt werden.

Prominente Unterstützer sind unter anderem der ehemalige ZIB-Sprecher Gerald Groß und die ehemalige Ö3 -Moderatorin Daniela Zeller. Groß: "Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar. Daher unterstütze ich die Initiative von Dr. Öhlböck." Mittlerweile haben sich wieder zwei Frauen beim KURIER gemeldet, die sexuellen Missbrauch im Kinderheim Wilhelminenberg bestätigen. Es gibt aber auch Stimmen von Heimzöglingen, die sich Vergewaltigungen am Wilhelminenberg "nicht vorstellen" können.

Quelle : Kurier

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WernerR (16.01.2012)

micky

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Zwillinge

22

Montag, 16. Januar 2012, 13:37

Ex-Zögling Wolfgang Focke sitzt im Münsteraner Arbeitskreis Heimkinderfond
Bald fließt ein bisschen Geld
VON MARIANNE SCHWARZER
Die ehemaligen Heimkinder, die jahrelang missbraucht und ausgebeutet worden sind, sollen Geld bekommen. Wolfgang Focke gehört zu dem Arbeitskreis Heimkinder-Fonds, der den Prozess begleitet.

Lügde-Sabbenhausen. Wie berichtet, hat der bundesweite Runde Tisch "Heimerziehung", der sich mit dem Unrecht an Tausenden von Heimkindern, meistens ins kirchlicher Obhut, befasst hat, den Opfern einen Fonds über 120 Millionen zugesagt. Damit sollen die Männer und Frauen, von denen viele am Existenzminimum leben, eine Entschädigung bekommen: Viele von ihnen haben jahrelang unentgeltlich oder für einen Hungerlohn geschuftet. In die Rentenkasse hat in dieser Zeit niemals jemand für sie eingezahlt. "Es war ein rechtsfreier Raum. Und wo keine Rente eingezahlt worden ist, kann auch keine ausgezahlt werden", sagt Focke bitter.

Info
Unentgeltlich oder schlecht bezahlt haben viele Heimkinder arbeiten müssen, ohne dass für sie in die Rentenkasse eingezahlt wurde. Nun sollen sie einmalig Zahlungen aus dem 120-Millionen-Euro-Fonds bekommen: Ungelernte Frauen pro Monat Arbeit 200 Euro, Männer 170. Es ist noch vieles unklar, wie Michael Lehmkuhl, Referatsleiter beim Landesjugendamt, erklärt: "Es gibt noch keine gesetzliche Regelung, dass die einmaligen Zahlungen für die entgangenen Rentenansprüche nicht beispielsweise auf die Grundversorgung angerechnet werden. Hier muss der Bund noch die Voraussetzungen schaffen." Es gibt auch noch keinen endgültigen Entwurf für die geplante Verzichtserklärung: "Es kann nicht sein, dass jemand mit der Annahme des Rentenausgleichs die Ansprüche verliert, die er vielleicht noch aufgrund des Opferentschädigungsgesetzes hätte", sagt Lehmkuhl. Betroffene können formlos Anträge stellen. Kontaktadressen unter fonds-heimerziehung.de/. (an)

In Nordrhein-Westfalen wurden zwei Stellen in Planung, eine in Köln, und eine, die in Münster beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe angesiedelt ist. Wolfgang Focke, der in Sabbenhausen lebt und sich seit Jahren für die Interessen der ehemaligen Zöglinge einsetzt, ist gemeinsam mit zwei Leidengenossinnen eingeladen, an dem eigens eingerichteten Arbeitskreis beim Landesjugendamt teilzunehmen. Er hat unter anderem eine Mittlerfunktion: "Manche Betroffenen kriegen schon Zustände, wenn sie das Wort Jugendamt überhaupt hören, denn schließlich waren es vielfach diese Ämter, die daran mitgewirkt haben, dass die Heimkinder unter solchen Umständen leben müssen", erklärt Wolfgang Focke.

Jetzt hat sich das frisch installierte Gremium in Münster getroffen. "Aber es ist überhaupt noch nichts klar", beklagt Focke. Kann es auch noch nicht, sagt Referatsleiter Michael Lehmkuhl. "Die feste Zusage vom Bund ist erst im November gekommen, vorher konnten wir die Stellen für die Ansprechpartner nicht ausschreiben." Jetzt sind die Ausschreibungen für zwei auf drei Jahre befristete Stellen zumindest auf dem Weg. Bis die neu-en Mitarbeiter da sind, nimmt Lehmkuhl selbst bereits Anfragen entgegen. Es kommen viele: "Ich hatte bis bereits 250 direkte Kontaktaufnahmen per Mail oder Telefon. Hinzu kommen noch einmal 300 bis 400 Anfragen, die der Runde Tisch jetzt nach Münster als zuständige Anlaufstelle weitergeleitet hat." Wer nicht selbst kommen kann, wird aufgesucht, wenn er es denn wünscht: "Viele Betroffene haben noch nicht einmal Geld für eine Zugfahrkarte."

Quelle : LZ.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lebemann« (16. Januar 2012, 14:17)
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Zwillinge

23

Samstag, 21. April 2012, 12:32

Hallo zusammen,mir fehlen die Worte.

Diözese hält Vorwürfe über Missbrauch im Kinderheim für unzutreffend

Die Missbrauchsvorwürfe ehemaliger Heimkinder eines Horts in Hürbel (Kreis Biberach) sind der Diözese Rottenburg-Stuttgart zufolge "unzutreffend". Ein kircheninterner Historiker habe seit November zahlreiche Akten aus Archiven gesichtet und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Aktenlage die Vorwürfe nicht bestätige, sagte der Vorsitzende der "Kommission sexueller Missbrauch", Markus Grübel, am Donnerstag in Biberach.

Die Erziehungsmethoden einiger Bonlandener Franziskanerinnen in den 60er- und 70er Jahren seien sicherlich fragwürdig gewesen, dennoch sei die Atmosphäre nicht so negativ gewesen, wie die Betroffenen behaupteten. Weitere Zeitzeugen würden dies bestätigen, sagte Grübel weiter.

Drei ehemalige Heimkinder, die heute um die 50 Jahre alt sind und ab dem Säuglingsalter bis zur Pubertät in dem Hort lebten, hatten den damaligen Schwestern und Jugendämtern im vergangenen Herbst in zahlreichen Medienberichten physische und psychische Misshandlungen sowie Medikamentenmissbrauch vorgeworfen. Viele Säuglinge und Kleinkinder seien nach Aussagen der früheren Heimbewohner außerdem nach rätselhaften Todesfällen auf einem Friedhof anonym "verscharrt" worden.

"Die Medikation, Kinder durch Psychopharmaka ruhig zu stellen, ist nachweislich durch Fachärzte aufgrund individueller Diagnosen erfolgt", sagte Grübel. Heute sähen Medizin, Psychiatrie und Psychologie vielleicht manches anders, räumte der Kommissionsvorsitzende ein.

Die Protokolle seien lückenlos, die Schwestern hätten jeden Einkauf von Medikamenten, jede Vergabe und das Verhalten der Kinder genauestens dokumentiert, sagte der Diözesanhistoriker Stephan Janker, der die Recherchen für die Kirche anstellte. Auch die Todesursachen seien genauestens aufgelistet und "keinesfalls mysteriös". Von den 4.200 Kindern, die seit der Öffnung des Heims im Jahr 1908 bis zur Schließung Anfang der 80er Jahre dort gelebt haben, starben den Angaben zufolge 303, der größte Teil zwischen 1908 und 1924.

Die Kinder seien entweder auf dem eigenen Friedhof des Heims oder in den Gemeinden ihrer Eltern bestattet worden, sagte Janker weiter.

Die drei anwesenden früheren Heimkinder bezeichneten die Untersuchungsergebnisse der Diözese indessen als "unwahr und empörend" und warfen der Kirche "Verschleierung" vor. Die Männer fordern weiterhin eine angemessene Entschädigung. "Ich weiß doch, was ich damals erlebt habe", sagte einer von ihnen.

Quelle: T Online

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trullahups

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Fische

24

Samstag, 21. April 2012, 12:44


uns kindern ist doch beigebracht worden
...du sollst nicht lügen..
das gilt wahrscheinlich doch nur für kinder :cursing:

Signatur von »trullahups« ich warte noch auf die richtige eingebung

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peter344

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25

Dienstag, 11. September 2012, 13:58

MdB Markus Grübel, plabbert nach, was Janker ihm vorlegt

Hallo zusammen,mir fehlen die Worte.

Diözese hält Vorwürfe über Missbrauch im Kinderheim für unzutreffend

Die Missbrauchsvorwürfe ehemaliger Heimkinder eines Horts in Hürbel (Kreis Biberach) sind der Diözese Rottenburg-Stuttgart zufolge "unzutreffend". Ein kircheninterner Historiker habe seit November zahlreiche Akten aus Archiven gesichtet und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Aktenlage die Vorwürfe nicht bestätige, sagte der Vorsitzende der "Kommission sexueller Missbrauch", Markus Grübel, am Donnerstag in Biberach.

Die Erziehungsmethoden einiger Bonlandener Franziskanerinnen in den 60er- und 70er Jahren seien sicherlich fragwürdig gewesen, dennoch sei die Atmosphäre nicht so negativ gewesen, wie die Betroffenen behaupteten. Weitere Zeitzeugen würden dies bestätigen, sagte Grübel weiter.
Drei ehemalige Heimkinder, die heute um die 50 Jahre alt sind und ab dem Säuglingsalter bis zur Pubertät in dem Hort lebten, hatten den damaligen Schwestern und Jugendämtern im vergangenen Herbst in zahlreichen Medienberichten physische und psychische Misshandlungen sowie Medikamentenmissbrauch vorgeworfen. Viele Säuglinge und Kleinkinder seien nach Aussagen der früheren Heimbewohner außerdem nach rätselhaften Todesfällen auf einem Friedhof anonym "verscharrt" worden.

"Die Medikation, Kinder durch Psychopharmaka ruhig zu stellen, ist nachweislich durch Fachärzte aufgrund individueller Diagnosen erfolgt", sagte Grübel. Heute sähen Medizin, Psychiatrie und Psychologie vielleicht manches anders, räumte der Kommissionsvorsitzende ein.

Die Protokolle seien lückenlos, die Schwestern hätten jeden Einkauf von Medikamenten, jede Vergabe und das Verhalten der Kinder genauestens dokumentiert, sagte der Diözesanhistoriker Stephan Janker, der die Recherchen für die Kirche anstellte. Auch die Todesursachen seien genauestens aufgelistet und "keinesfalls mysteriös". Von den 4.200 Kindern, die seit der Öffnung des Heims im Jahr 1908 bis zur Schließung Anfang der 80er Jahre dort gelebt haben, starben den Angaben zufolge 303, der größte Teil zwischen 1908 und 1924.

Die Kinder seien entweder auf dem eigenen Friedhof des Heims oder in den Gemeinden ihrer Eltern bestattet worden, sagte Janker weiter.

Die drei anwesenden früheren Heimkinder bezeichneten die Untersuchungsergebnisse der Diözese indessen als "unwahr und empörend" und warfen der Kirche "Verschleierung" vor. Die Männer fordern weiterhin eine angemessene Entschädigung. "Ich weiß doch, was ich damals erlebt habe", sagte einer von ihnen.

Quelle: T Online
MdB M.Grübel,blubbert nach,was Diözesanhistoriker H.Janker ihm vorlegt

Politiker blubbern daher, was ihnen gerade vorgesetzt wird. Sie selbst müssen den Archivaren vertrauen. Schon sehr dumm, zu glauben, dass Missbräuche -gleich welcher Art - in Archiven niedergeschrieben werden. Herr M.Grübel will der Öffentlichkeit dies als Weisheit verkaufen, dass es doch nicht so schlimm war, nur weil nichts in den Archiven zu finden war.Wie einfältig. Dieses Geschwätz hat er vom Diözesanhistoriker Janker übernommen. Ich selbst war 10 Jahre lang in Hürbel, 1951 - 1961 glich der Ablauf im Heim eher einem Lager.
Danach wurde es ein bißchen besser. Zumindest hatte jedes Kind, wenigsten an jedem Bein einen Schuh an. meist war es ein ungleiches Paar. Daher die seltene Gangart.
Von wegen Fachärzte. In diesen 10 Jahren sah ich 3x einen Arzt. 2x davon war es ein Augenarzt. Medikamente wurden von den Schwestern verteilt. Wir, die älteren Kinder holten die kleineren aus dem Bett zum Medikamenten abfüttern. Von wegen genaueste Auflistung. Das mag im Haupthaus so gewesen sein. Da waren ab der Säuglingsstation (bis zu 2Jahren) die Kinder vom 2. bis 5.Lebensjahr. Da ich als einzigster Zugang zum Haupthaus hatte, (ich durfte die Post fürs Nebenhaus abholen. (dort waren die 5-10jährigen Kinder verwaltet) wunderte ich mich immer wieder, warum es in dem Saal mit ca.25-30 Kinder so ruhig war. Auch war dieser Saal ab ca.14 Uhr stets abgedunkelt. Ich habe die Vorstellung, dass dort sehr wohl täglich Psychopharmakas verabreicht wurde. Beweisen kann ich das nicht. Man stelle sich vor, 30 Kinder in einem Hort,aber Grabesruhe und abgedunkelt. Die Verwaltung im Haupthaus konnte nichts mitbekommen, wie es im Nebenhaus bei den älteren Kinder zuging
Dort Und in der Bulldoggarage fanden die brutalen Missbräuche statt, von denen nichts in den Archiven steht. Was in der Bulldoggarage der Landwirt einem antat, kann wegen der Zensur nicht geschrieben werden. Einmal war ich danach 3 Tage im Gitterbett, konnte nicht mehr laufen. Das abgezogene Leintuch war ein großer Klumpen, vollgetränkt mit schwazem Blut.Von wegen ärztliche Hilfe, nichts, auch nichts zum Essen.Wer im Bett liegt, braucht nichts. Sie, Herr M.Grübel sehen gut genährt aus,
Sie werden nicht wissen ,was hungern heißt, steht alles nicht in den Archiven. Diese erpressten aufgesetzten Briefe, die wir schreiben mußten, geht das rein in ihr Hirn?
Ich hoffe ,Sie lesen das und wissen, wie Sie sich in Zukunft zu benehmen haben, bevor Sie Ihren Mund aufmachen

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Schütze

26

Dienstag, 11. September 2012, 14:30

unbeschreiblich grausam

was viele kinder mitmachen mussten ist so unvorstellbar grausam. was die sache noch schlimmer macht: es herrschte oft keine kriegszeit, das heisst es wurde (und wird noch immer?) in einem "friedlichen" deutschland solches riesengrosses unrecht begangen. ich finde keine worte mit denen ich meine tiefste verachtung den tätern gegenüber aussprechen könnte. allen mächtigen personen in deutschland, die macht und einfluss hätten unsere peiniger, vergewaltiger und so weiter einer gerechten bestrafung zuzuführen, allen mächtigen die die aufklärung für die öffentlichkeit verhindern, denen unterstelle ich ganz einfach, dass sie genauso schlecht und genauso schuldig sind, wie die eigentlichen täter. wie gesagt, mein zorn richtet sich nur gegen diejenigen, die wirklich die macht dazu hätten, etwas dafür zu tun dass die täter bestraft werden und die öffentlichkeit die ganze wahrheit erfährt.

wenn es eine hölle gibt, ist selbst die zu schade für die täter!

das leid der geschundenen kinderseelen sollte als mahnung verfilmt werden, das material würde wohl reichen, die nächsten jahrzehnte rund um die uhr eine erschütternde reportage nach der anderen zu senden. es würde den opfern leider wahnsinnige seelische schmerzen zufügen, aber so könnte auch keiner der bastarde mehr so tun als hätt er ne weisse weste und kein bonierter schnösel könnte behaupten, davon nichts gewusst zu haben.

die wahrheit ist unbequem, genauso wie derjenige, der sie ausspricht. das kenne ich. aber indem man die wahrheit verschweigt, sind die schandtaten nicht ungetan.

l g von zicke
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stjosefshaus

unregistriert

27

Donnerstag, 13. September 2012, 00:32

Verhalten der Heimträger

Es ist doch ein Witz an HeimAkten feststellen zu wollen ob die Vorfälle an Vergewaltigungen vorgekommen sind oder nicht.
Glauben die Sachverständigen allen ernstes das eine Heimleitung schriftlich festhält das Kinder zu Zwangsabeit eingesetzt wurden?
Kinder geschlagen und vergewaltigt wurden?
Sicher waren die meisten Übergriffe durch andere Heimkinder erfolgt, aber die Erzieher waren Mitschuldig, sie waren es die Gruppenschläge provoziert, sie waren es die wegschauten wenn Heimkinder von Heimkinder geschlagen und vergewaltigt wurden, sie waren es die schwiegen wenn die Heimleitung das berufsleben von Kinder zerstörtten die heute in Altersarmut leben. Wen die Bischöfe glauben dass das in den Katen nachzulesen ist, dann geht das Gottvertrauen weit über die Wirklichkeit hinaus.

Und das muß man den den Heimträgern immer und immer wieder sagen bis sie sich erbrechen, vieleicht ist man dann bereit finanzielle Hilfe zu leisten für die, die am Ende sind und in bitterer Armut leben.
MfG
hw

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innermostdancer

unregistriert

28

Freitag, 14. September 2012, 19:32

mir tut mein herz weh, wenn ich das hier alles lese.

nicht nur wegen des leids, dass wir als kinder erfahren haben (manche mehr, manche weniger) – ja, es war schrecklich.
und natürlich entsteht im versuch, eine scheinbare gerechtigkeit wiederherzustellen, ein bedürfnis nach vergeltung und wiedergutmachung.
dennoch und gerade deswegen möchte ich mal einen etwas anderen blickwinkel einnehmen:
ja, es stimmt, es waren nachkriegs-zeiten, aber die nachwehen des krieges waren noch lange zu spüren …. die menschen waren geprägt davon und viele von ihnen schwer traumatisiert.
kinderarbeit war auch vor dem krieg – also ebenfalls in friedlichen zeiten – ganz normal im damaligen gesellschaftlichen kontext.
es gab sicher einige sadistische gemüter unter den erziehern, die ihre position ausnutzten, aber im großen und ganzen haben die damals verantwortlichen einfach nur das getan, was damals „normal“ war: prügel als erziehungs-maßnahme und kinderarbeit waren damals auch in ganz normalen familien an der tagesordnung. dass das nicht richtig war, und zu schrecklichem leid geführt hat – dieser meinung bin ich auch; da beißt die maus keinen faden ab.
aber damals gab es noch nicht den heutigen wissensstand, was entwicklungspsychologie und pädagogik angeht. nicht alle waren schlecht, auch wenn sie nach heutigen gesichtspunkten falsch gehandelt haben – sie waren einfach nur unwissend.



die wahrheit ist unbequem, genauso wie derjenige, der sie ausspricht. das kenne ich. aber indem man die wahrheit verschweigt, sind die schandtaten nicht ungetan.


ja, das sehe ich auch so. es ist unerlässlich, dass die wahrheit gesehen und ausgesprochen wird – verschweigen wäre fatal.

aber dann – was kommt dann? vergeltung? oder vergebung?

das kann natürlich jede/r nur für sich selbst beantworten.

ich persönlich nehme die entschuldigung der heutigen staats-vertreter an, und vergebe denen, die damals nicht wussten, was sie tun. damit geht es mir gut. die seelischen wunden werden eh’ immer bleiben …. da würde auch aller hass, alle vergeltung und alle rache dieser welt nicht helfen – im gegenteil.


"all we are saying is: give peace a chance!" (john lennon)

JW1HAL

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Freitag, 14. September 2012, 21:11

Sehr guter Beitrag! :thumbsup:
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Krebs

30

Freitag, 14. September 2012, 21:46

aber damals gab es noch nicht den heutigen wissensstand, was entwicklungspsychologie und pädagogik angeht. nicht alle waren schlecht, auch wenn sie nach heutigen gesichtspunkten falsch gehandelt haben – sie waren einfach nur unwissend.

Wie recht du doch hast. Genauso war es und ist es.
Das hast du sehr gut geschrieben.

Gruß Angi
Signatur von »Angi90« Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
-Fred Ammon-

Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
-Unbekannt- Indianerweisheit

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Grund: Zitat korrigiert


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Schütze

31

Samstag, 15. September 2012, 02:46

rache? nein, gewiss nicht.

hallo innermostdancer,

dass rache und vergeltung nicht richtig sind und nichts bringen ist mir klar und das ist auch nicht mein ding. meine unsagbare wut, traurigkeit, erschütterung richtet sich gegen die sexuellen übergriffe, auch gegen diese abartige schläge bis zum geht nicht mehr. ich rede nicht von einer tracht prügel in form von >übers knie legen< oder so. nein, es wurden und werden misshandlungen geschildert, das ist folter und das ging einfach zu weit, auch für damalige verhältnisse.

würde mir ein täter gegenüber stehen, ich würde ihn natürlich nicht schlagen oder anspucken, vielleicht würde ich heulen, ihn oder sie fragen warum er/sie das tat? solche ganz schweren vergehen müssen dazu führen, dass die betreffenden personen sofern sie noch im arbeitsleben stecken, niemehr mit kindern beruflich zu tun haben sollten.

na klar gab es auch liebevolle erzieher/innen, das will ich nicht absprechen. mein zorn richtet sich gegen die abartigkeiten die man mir/uns antat.
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innermostdancer

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32

Samstag, 15. September 2012, 17:41

liebe zicke,

mir gegenüber musst du dich weiß gott nicht rechtfertigen! ich verstehe deinen gesunden zorn gegenüber irgendwelchen perverslingen, die es zwar heute immer noch gibt, die aber damals sicherlich leichteres spiel hatten als heutzutage.

ich wollte, wie gesagt, einfach nur mal einen anderen blickwinkel in die diskussion einbringen ... in all die (verständliche!) wut sozusagen ein fenster öffnen hin zu vergebung und gnade. nicht um der täter willen, sondern um unseres (der opfer) seelenfriedens willen.

innermostdancer

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Samstag, 15. September 2012, 18:02

aber damals gab es noch nicht den heutigen wissensstand, was entwicklungspsychologie und pädagogik angeht. nicht alle waren schlecht, auch wenn sie nach heutigen gesichtspunkten falsch gehandelt haben – sie waren einfach nur unwissend.

Wie recht du doch hast. Genauso war es und ist es.

stimmt angie - so ist es auch heute noch ... da hast du recht.

für mich persönlich bedeutet das: heute kann ich mich entscheiden, mich von dingen u./o. personen, die mir schaden (ob wissentlich oder unwissend), zu distanzieren und fernzuhalten, denn heute bin ich nicht mehr das abhängige und wehrlose kind, das ich damals war - darüber bin ich sehr froh!
das war nämlich nicht immer so für mich ... auch als erwachsene nicht. die therapie hat mir dabei geholfen (und hilft mir immer noch), so etwas wie ein annähernd gesundes ich und gesunde grenzen zu finden. dass sich dadurch manchmal andere auf den schlips getreten fühlen, tut mir jedes mal wieder leid ... ist aber unvermeidbar.

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Grund: Zitate korrigiert


heathergolgo

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34

Samstag, 15. September 2012, 18:10

es gab sicher einige sadistische gemüter unter den erziehern, die ihre position ausnutzten, aber im großen und ganzen haben die damals verantwortlichen einfach nur das getan, was damals „normal“ war: prügel als erziehungs-maßnahme und kinderarbeit waren damals auch in ganz normalen familien an der tagesordnung. dass das nicht richtig war, und zu schrecklichem leid geführt hat

Die gab es und die wird es immer geben, ich glaube es liegt an den Menschen.Gewalt und Sadismus wird es immer geben, solange wir existieren.
Macht! und den Missbrauch davon.....

Gru0 Manuela

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (15. September 2012, 18:22)
Grund: Zitat korrigiert


heathergolgo

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35

Samstag, 15. September 2012, 18:24

Ich war 6 als ich in dieses Heim kam, meine Eltern waren ganz jung, mein Vater 18, meine Mutter 17.....
Das Kondom war angeblich gerutscht, Aussage meiner Mutter.
Mit 6 kam ich darein, für mich war es die Hölle, habe erfahren zu was Menschen fähig sind.
Ich pers. kann es bis heute nicht glauben obwohl ich es erlebt habe, meine Erinnerungen sind da, aber überhaupt kein Gefühl dazu.
innermostdancer, lies meinen Brief an diese Nonne....
Die war so, und es wird auch noch schlimmere Menschen geben.

Manuela

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Angi90 (15.09.2012)

innermostdancer

unregistriert

36

Samstag, 15. September 2012, 21:01

manuela, ich lese gern deinen brief - wenn du mir sagst, wo ich ihn finde?

jede/r von uns hat seine schreckliche geschichte. ich war erst 2, als ich in's heim kam, und auch mir wurde schreckliches angetan. und nicht nur dort ... das ging fast mein ganzes leben lang so weiter.
nichts und niemand kann das ungeschehen machen.

ich bin weiß gott nicht weltfremd, oder eine traumtänzerin oder sowas, die sich und anderen schlimmes schönreden will. im gegenteil: sich in der therapie mit all diesen traumata zu konfrontieren, erfordert 100 %ige wahrhaftigkeit und bereitschaft, die dinge ganz genau so zu sehen und beim namen zu nennen, wie sie waren (auch wenn keine bewußte erinnerung mehr da ist ... sie kommt währenddessen).

und gerade deswegen weiß ich: vergebung ist das einzige, was die eigene seele heilen kann.

aber natürlich ist auch der zorn wichtig .... ich bin auch immer mal wieder einfach nur stinksauer auf all den mist, und das ist auch gut so, das hält mich lebendig und wach.

deswegen: ich will hier niemandem irgendetwas einreden ...jede/r hat das recht auf seine eigenen gefühle, wie sie halt gerade sind.

JW1HAL

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Stier

37

Samstag, 15. September 2012, 21:21

manuela, ich lese gern deinen brief - wenn du mir sagst, wo ich ihn finde?

Guckst du hier: Kinderheim Berlin Charlottenburg St. Josef Alt-Lietzow 31

Ich hoffe es ist das Richtige ...
Signatur von »JW1HAL«
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!


innermostdancer

unregistriert

38

Sonntag, 16. September 2012, 14:49

ich hab' den brief gelesen, manuela - schrecklich, was man dir angetan hat!
beim lesen hatte ich einfach nur das bedürfnis, dieses kleine wehrlose mädchen, das du damals warst, dieser gottlosen nonne zu entreißen, es in den arm zu nehmen, zu trösten, und dafür sorge zu tragen, dass nie nie nie nie wieder irgendjemand ihm so ein leid antun kann.

gleichzeitig lässt mich deine schilderung einmal mehr erahnen, wie es wohl mir selbst als kleinem wurm ergangen sein mag - ich war allem anschein nach wohl auch in einer katholischen einrichtung .... aber ich habe eben keine bewusste erinnerung mehr, da ich noch zu klein war .... vielleicht ist das ein segen, vielleicht auch nicht ... ich weiß es nicht.

wenn ich von vergebung spreche, meine ich damit nicht, schuldige zu decken, oder die wahrheit zu verdrängen, oder gefühle zu unterdrücken .... im gegenteil.
ich wüte, ich weine .... und doch steht am ende immer und immer wieder dieses annehmen, das mir frieden schenkt .... einen frieden, den ich einfach auch jedem anderen wünsche, der so schreckliches leid erfahren musste.

(ich gehöre übrigens keiner religion an, falls das jemand glauben sollte ... ich bin ein freigeist.)

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