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41

Donnerstag, 29. September 2011, 23:15

Lieber Teddy,

ich danke dir für deine Antwort, doch wir zwei kommen, was den Papstbesuch angeht, leider nicht zusammen. Es soll jeder seine Meinung vertreten, ich habe halt eine andere als du. Wie schriebst du so trefflich?

Die Würde des Menschen ist unantastbar, genau so Teddy soll es sein. :thumbsup:

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JW1HAL

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Stier

42

Freitag, 30. September 2011, 06:24

In den Punkt, Teddy, bin ich nicht ganz deiner Meinung, obwohl ich mir denken kann, was du vielleicht meinen könntest.

Jemand, der ein Amt übernimmt, kann nicht für Taten verantwortlich sein, die vor seiner Amts- oder auch Lebenzeit waren. Er sollte sich jedoch nicht hinstellen und die Taten oder Vorwürfe ignorieren. Denn wenn er einem bestimmten Verein beitritt und für ihn arbeitet, gehört das eben auch mit dazu.

Ihn aber persönlich, und das ist der Punkt (!), dafür verantwortlich zu machen, was er nicht getan hat, halte ich für falsch. Wenn dann kann man den Verein als Ganzes dafür verantwortlich machen.


Ich halte es auch für falsch, solchen Leuten Handlungen, die von dem Verein (Kirche, Staat, Partei ...) aus gehen, persönlich zu nehmen, da ich der Meinung bin, dass sie in ihrer Position einfach nur ein Aushängeschild für den Verein sind und letztendlich gar nichts allein zu entscheiden haben. Denn auch wenn sie es dürften und es auch machen würden, werden sie wohl ganz schnell weg vom Fenster sein. Ich denke, das Sagen, haben die Leute, die dahinter sitzen.

Generell kann man nur einem Verein beitreten, viele Kompromisse eingehen, mit den man leben kann, Veränderungen in ganz kleinen Schritten und das nur Stück für Stück bewirken oder es zu mindestens versuchen. Wenn´s nichts wird, kann man auch einfach wieder gehen. Es gibt sicher genug Leute, die voller Elan an ihre Spitzenposition ran gehen und nun alles umkrempeln wollen. Ich gehe aber ganz stark davon aus, dass denen dann ganz gewaltig auf die Finger geklopft wird!

Das ist meine Meinung, die nicht richtig sein muss. Ich kann mich ja auch täuschen und so richtig kenne ich mich mit dem Krempel auch nicht aus. Ich war ja weder in der Kirche, noch in einer Partei. :) So sehe ich das aber, was Leute in Spitzenpositionen betrifft.
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Teddy 07

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Skorpion

43

Freitag, 30. September 2011, 10:05

Hallo Expo und Hallo Jan!
Ich finde jeder hat auf seine Weise recht.Ich erhebe auch nicht den Anspruch alles richtig zu sehen.Eins ist für mich umunstößlich und zwar dies.Wenn jemand eine Funktion in welcher
Form auch immer übernimmt,dann übernimmt Er/Sie auch gleichzeitig die Fehler des/der Vorgänger mit.Wenn irgendetwas in den Sand gesetzt worden ist,obwohl dies der/die aktuelle
Person nicht zu vertreten hat,so wird ja immer Verkündet,das Der/Die dafür die Verantwortung Persönlich übernimmt.Also halte ich es unterm Strich so,das keiner sich der Verantwortung
endziehen kann,auch wenn dieser es in seiner neuen Funktion nicht zu verantworten hat.Da kann man keine Trennung zwischen Kirche und Staat machen.Es lebt keiner im rechtsfreien und
luftlehren Raum auf dieser Erde.Jeder sollt sich seiner Stellung und Verantwortung gegenüber der Gesamtheit bewußt sein.
Soviel dazu von mir.
lg.Teddy 07.
Signatur von »Teddy 07« Niemand hat ein so gutes Gedächtnis,um auf die Dauer ein erfolgreicher Lügner zu sein.

Wir lernen aus Erfahrung,dass die Menschen nichts aus Erfahrung lernen.

Nicht die Bösartigkeit richtet das meiste Unheil an,sondern die Dummheit.

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martini

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Löwe

44

Samstag, 1. Oktober 2011, 03:42

Wer nimmt an der Demonstration gegen den Papstbesuch teil ? --- Ist es angebracht, dass der Papst im Bundestag redet ? --- Was kostet der Papstbesuch dem deutschen Steuerzahler ?

.
Man darf, m.E., nicht das SPEKTAKEL - diePro-Papst-SHOW“ ( die Verherrlichung ) mit der „Anti-Papst-Demo“ verwechseln !

Einer Demonstration gegen Unrecht sollte man, meiner Meinung nach, definiv nicht fernbleiben !

...daran
sollten alle die können definitiv immer teilnehmen !

Zusätzlich zu all meinen vorherigen Hinweisen in meinen diesbezüglichen Beiträgen: Beitrag 21, Beitrag 33, Beitrag 35 und Beitrag 36 ( oben - auf Seite 2 ):

EHBB-BLOG: »Keine Macht den Dogmen!« @ gbsbb.wordpress.com/2011/09/27/keine-macht-den-dogmen/ ( GBS - 7½ Minuten Anti-Papst-Demo-VIDEO [ hauptsächlich die Abschlusskundgebung - der Demo am 22.09.2011 in Berlin - von Michael Schmidt-Salomon
] ).
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Recht muss nicht nur gesprochen werden, es muss auch wahrnehmbar sein, dass Recht gesprochen wird.
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martini

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Löwe

45

Sonntag, 2. Oktober 2011, 00:29

Wer nimmt an der Demonstration gegen den Papstbesuch teil ? --- Ist es angebracht, dass der Papst im Bundestag redet ? --- Was kostet der Papstbesuch dem deutschen Steuerzahler ?

.
● APPELL AN DEN PAPST – wir nehmen ihn beim Wort ●

ganz neu ! - im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 @ heimkinderopfer.blogspot.com/2011/09/zu-den-bekundigungen-und-kundgebungen.html ( Do. 29.09.2011 ):

Zu den Bekundigungen und Kundgebungen von Papst Benedikt XVI. in Freiburg und der Interpretation dieser seitens der Deutschen Bischofskonferenz
[ @ dbk.de/nc/presse/details/?presseid=1967 ( genau diese Bekundigungen und Kundgebungen – auf die sich jetzt dieser APPELL AN DEN PAPST bezieht ! – wurden auch schon einmal von mir zitiert in Beitrag 37 [ oben - auf Seite 2 ] ) ]
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Zwillinge

46

Sonntag, 2. Oktober 2011, 00:41

Hallo Martini,Dich mal persönlich zu treffen,wäre ein Traum :thumbsup: Wir gegen den Rest der Peiniger.Wenn meine blöde Angst nicht wäre, :cursing: :cursing: :cursing: glaube mir ich wäre bei jeder Demo dabei.Liebe Grüße Micky :)

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alrosch (06.10.2011)

Suedpol

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47

Sonntag, 2. Oktober 2011, 12:35

Echt? Eine richtige Demo? Meintest Du etwa gar die, wie man sie neulich im Fernsehen in Spanien gegen den Papstbesuch dort erleben konnte - eine Demo mit Wasserwerfern und vielleicht noch dazu berittener Polizei, Schlagstockeinsatz, Verhaftungen, Anzeigen u. drgl.? Tolle Vorstellung! Wer dazu bereit ist, muss nämlich starke Nerven haben. ich weiß gar nicht, wer sie in Deutschland überhaupt noch hat. :S Schnell kann man die in dem Chaos der letzten Jahre verloren haben, ohne ins Detail zu gehen.

Jedenfalls will so eine Demo wahrscheinlich sehr gut organisiert sein. Sie kostet auch Geld und persönlichen Einsatz. Natürlich darf man auch keine Angst haben, sich mit Leuten zu unterhalten,die einem Fragen stellen könnten, in geöffnete Mikrofone zu sprechen und in TV-Kameras wohl auch noch. Bei Demos sind reichlich Journalisten präsent, die Fragen stellen werden. Ich weiß nicht, wer sich das wirklich zutraut und wahrscheinlich erklären sich die geringen Beteiligungen an Demonstrationen, über die wir gerade reden, auch daher ein wenig, neben anderen Gründen einer Nichtteinahme.

Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche. WIR werden in unserem Leben KEINEN weiteren Papst Besuch mehr erleben. :( Die Chance, ihm auf Augenhöhe zu begegnen, wird es also so nie wieder geben. Friede sei mit uns. In Nomine patrii et filii et sprititu sanctu, Amen. :oops:

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micky (02.10.2011), alrosch (06.10.2011)

48

Sonntag, 2. Oktober 2011, 13:11

gute fragen,die du da stellst,wirklich gute fragen,bernhard
für eine demo muss man wirklich mit haut und haaren dahinter stehen,und
man muss auch wissen,das die mitstreiter ebenso dahinter stehen
dies habe ich zur wende erlebt
keiner hatte etwas zu verlieren,alle hatten das ziel etwas zu erreichen
und heute?
existenstielle sicherheit hat erstmal vorrang,bevor man sich der allgemeinheit anschliesst
des anderen leid ist einen nur dann wichtig,solang man nicht selber drunter leiden muss
die sogenannte friedliche revolution damals war bis zu einen punkt gut,solang man noch gemeinsame interessen hatte,lächerlich wurde sie plötzlich mit dem begrüssungsgeld,und keiner zugeben wollte,das ihm individualismus wichtiger ist,wie gehäuchelte gerechtigkeit
ich will damit sagen,es gibt immer ein nach der demo,siehe französische revolution,menschen sind nun mal nicht berechenbar,auch wenn man das immer und immerwieder mit regeln erreichen will

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alrosch (06.10.2011)

49

Sonntag, 2. Oktober 2011, 15:02

Echt? Eine richtige Demo? Meintest Du etwa gar die, wie man sie neulich im Fernsehen in Spanien gegen den Papstbesuch dort erleben konnte - eine Demo mit Wasserwerfern und vielleicht noch dazu berittener Polizei, Schlagstockeinsatz, Verhaftungen, Anzeigen u. drgl.? Tolle Vorstellung! Wer dazu bereit ist, muss nämlich starke Nerven haben. ich weiß gar nicht, wer sie in Deutschland überhaupt noch hat. :S Schnell kann man die in dem Chaos der letzten Jahre verloren haben, ohne ins Detail zu gehen.

Jedenfalls will so eine Demo wahrscheinlich sehr gut organisiert sein. Sie kostet auch Geld und persönlichen Einsatz. Natürlich darf man auch keine Angst haben, sich mit Leuten zu unterhalten,die einem Fragen stellen könnten, in geöffnete Mikrofone zu sprechen und in TV-Kameras wohl auch noch. Bei Demos sind reichlich Journalisten präsent, die Fragen stellen werden. Ich weiß nicht, wer sich das wirklich zutraut und wahrscheinlich erklären sich die geringen Beteiligungen an Demonstrationen, über die wir gerade reden, auch daher ein wenig, neben anderen Gründen einer Nichtteinahme.

Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche. WIR werden in unserem Leben KEINEN weiteren Papst Besuch mehr erleben. :( Die Chance, ihm auf Augenhöhe zu begegnen, wird es also so nie wieder geben. Friede sei mit uns. In Nomine patrii et filii et sprititu sanctu, Amen. :oops:



Vielleicht bei einem Besuch in Deutschland nicht :D , könntest aber eine Audienz in Rom erbitten, dann kannste ihn noch zu deinen Lebzeiten sehen. Wir sind auch nicht alle hundert dat wir einen Papstbesuch nicht mehr erleben, nur werden wir dann ebend keinen Benedikt den XVI erleben. Vielleicht aber bringt der neue, den es noch in diesem Jahrhundert geben wird. mehr Fortschritt in den Vatikan.

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micky (02.10.2011), alrosch (06.10.2011)

50

Sonntag, 2. Oktober 2011, 16:07

sag blos sazeni ,du erhoffst fortschritt im vatikan
an was glaubst du dann eigentlich
an den lieben gott?
gegen den pfaffen muss man nicht protestieren,denn gesetzlich wird ein unterschied von staat und kirche bestätigt
ok,er durfte,er durfte im parlament predigen,oh gott,wie eindrucksvoll
im kommunismus hätte ein anderer predigen dürfen,wir der osten müssen uns jetzt die schelm gefallen lassen
aber ich hoffe,wir lassen uns wegen solcher dummheit,nicht das lachen nehmen

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alrosch (09.10.2011)

51

Sonntag, 2. Oktober 2011, 18:09

rolfi, ich glaube nur an mich und dat genügt völlig :D

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alrosch (09.10.2011)

52

Sonntag, 2. Oktober 2011, 19:01

das glaube ich dir nicht :D

53

Sonntag, 2. Oktober 2011, 19:15

Du musst mir auch nichts glauben, dat tun viele nicht :D

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alrosch (09.10.2011)

martini

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Löwe

54

Dienstag, 4. Oktober 2011, 08:16

Wer nimmt an der Demonstration gegen den Papstbesuch teil ? --- Ist es angebracht, dass der Papst im Bundestag redet ? --- Was kostet der Papstbesuch dem deutschen Steuerzahler ?

.
Mein eigener letzter – vorhergehender – Beitrag in diesem Thread war Beitrag 45 ( So. 02.10.2011 ) ( oben – auf Seite 3 ).

Zu den Bekundigungen und Kundgebungen von Papst Benedikt XVI. in Freiburg und der Interpretation dieser seitens der Deutschen Bischofskonferenz
und dem darauffolgenden APPELL AN DEN PAPST seitens Ehemaliger Heimkinker – wiedergegeben im EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG Nr. 1 @ heimkinderopfer.blogspot.com/2011/09/zu-den-bekundigungen-und-kundgebungen.html ( Do. 29.09.2011 )

Zitat

SPIEGEL ONLINE - PANORAMA

@
spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,789517,00.html

01.10.2011

Deutsche Bischöfe

*edit*

Selbst – ARTIKEL in seiner Vollständigkeit – IM ORIGINAL lesen !


*edit* Bitte das Urheberrecht der betreffenden Quelle beachten! Siehe dazu auch § 3.1.8 der Nutzungsbestimmungen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (2. März 2012, 20:23)
Grund: Text von Spiegel.de entfernt


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micky (04.10.2011)

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Jungfrau

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Donnerstag, 6. Oktober 2011, 19:58

Pabst-Besuch.

Hallo Martini, Du schmeisst uns immer so ein paar Brocken hin und gibst uns dann zur Aufgabe, alles auseinander zu pflücken und zu verdauen. Das ist auch ein Zeitvertreib, bleibt zu Fragen, wer hat Lust dazu?
Signatur von »alrosch« Die Sonne scheint für alle, für Böse und Gerechte.

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Zwillinge

56

Samstag, 8. Oktober 2011, 13:04

DBK-Dialogprozess: "Gebrochene Biografien" ein Zentralthema
Zollitsch zum Abschluss der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe: "Grotesk, wenn gewisse Kreise schon jetzt genau kontrollieren wollen, ob sich die deutschen Bischöfe an das halten, was der Heilige Vater gesagt hat"
07.10.2011

Fulda, 07.10.2011 (KAP) Die deutschen Bischöfe wollen den Dialogprozess, den die Kirche in der Folge des Missbrauchsskandals ins Leben gerufen hatte, in drei Themenkomplexen voranbringen: in der gemeinsamen Verantwortung aller Getauften in der Kirche, in einem barmherzigen Umgang mit gebrochenen Biografien und in einer besseren Kommunikationsfähigkeit: Das betonte der Vorsitzende der Bischofskonferenz (DBK), Erzbischof Robert Zollitsch, am Freitag in Fulda in der Abschlusspressekonferenz der DBK-Herbstvollversammlung. Der von der DBK auf den Weg gebrachte Dialogprozess soll bis 2015 dauern. Das kommende Jahr will die DBK dabei unter das Thema der dienenden, karitativ tätigen Kirche stellen. Dazu soll es vom 14. bis 15. September 2012 einen Kongress geben.

Zum Papstbesuch, der ebenfalls ein wichtiges Thema der Beratungen der Bischöfe darstellte, sagte Zollitsch, er sei Ermutigung für weitere Schritte in der Ökumene und im innerkirchlichen Dialogprozess. Der Papst habe einen "geistlichen Rahmen aufgezeigt", jetzt müsse die Kirche in Deutschland ihre Hausaufgaben machen. Der Freiburger Erzbischof wies erneut die Vermutung zurück, der Papst habe die Abschaffung des Kirchensteuersystems oder der Staatsdotationen gefordert. Zollitsch sprach insgesamt von einem "historischen Besuch" des Papstes. Benedikt XVI. sei als Zeuge des Glaubens gekommen. Wer handhabbare Ergebnisse - in der Logik politischer Prozesse - erwartet habe, habe die Reise falsch eingeschätzt.

Der Erzbischof kritisierte zugleich innerkirchliche Kreise, die schon jetzt "genau kontrollieren wollen, ob sich die deutschen Bischöfe an das halten, was der Heilige Vater gesagt hat". Das sei "teilweise grotesk". "Der Papst hat uns ermutigt, den Weg fortzusetzen und den Gesprächsprozess auch als geistliches Ereignis zu gestalten", sagte Zollitsch. Zu Recht warne Benedikt XVI. vor zu vielen Strukturen. Sie müssten sich am Ziel der Glaubensverkündigung bewähren.

Zollitsch warnte auch vor deutschen Alleingängen: "Im Gesprächsprozess werden keine Beschlüsse gefasst. Das habe ich immer klar betont. Auch der Papst kann bei seiner Reise nach Deutschland nicht Erwartungen einer Änderung der kirchlichen Lehre erfüllen." Viele Fragen seien nur weltkirchlich zu klären. Das schließe jedoch nicht aus, "dass wir versuchen, sie vertieft zu klären, auch im Gespräch mit Rom".

Mit Blick auf die Ökumene betonte der DBK-Vorsitzende, dass beide Kirchen in Deutschland jetzt konkrete Ziele vereinbaren müssten, insbesondere mit Blick auf den 500. Jahrestag der Reformation 2017. "Der Papst hat sich in Erfurt auf den Reformator Luther zu bewegt und ihn anerkannt", sagte Zollitsch. Das Plädoyer, das Gemeinsame zu sehen und nicht das Trennende, sei ein wichtiger Impuls für die Ökumene.

In der Debatte um die Papstforderung nach einer "Entweltlichung" der Kirche und einem Verzicht auf Privilegien betonte der Erzbischof, das Kirchenoberhaupt habe keineswegs formuliert, "dass er von der Kirche in Deutschland eine grundstürzend neue Verfassung erwartet". Ihm gehe es vielmehr um die richtige Verbindung des Dienstes der Kirche in der Welt und christlicher Kritik und Distanz gegenüber der modernen Welt. Die Kirche solle zu mehr Einfachheit und Eindeutigkeit finden und sich nicht auf falsche Stützen verlassen.

Zugleich betonte der Freiburger Erzbischof, dass sich die Kirche einer Debatte um Staatsleistungen, die vor allem als Entschädigung für Enteignungen von Kirchengütern im 19. Jahrhundert gezahlt werden, nicht entgegenstelle: "Die Kirche wird sich Lösungen nicht verschließen, wenn diese ausgewogen sind." Nach Schätzungen belaufen sich die jährlichen Dotationen an beide Kirche auf rund 450 Millionen Euro, davon 190 Millionen für die katholische Kirche.

Weiters begrüßte Zollitsch die Bereitschaft von Bund und Ländern, die Entschädigung ehemaliger Heimkinder voranzutreiben und ein entsprechendes Konzept des Runden Tisches Heimkinder umzusetzen. Entscheidungen über die Auszahlung von Mitteln sollen allerdings ausschließlich von Vertretern der Institutionen getroffen werden, die in den Fonds einzahlen.

Zollitsch betonte, es gebe auch viele Heimkinder, die positive Erfahrungen in kirchlichen Heimen formuliert hätten. Nach Einschätzung der Wissenschaftler unterschieden sich die kirchlichen Heime mit Blick auf die Verfehlungen nicht besonders von Einrichtungen anderer Träger. Damit seien die kirchlichen Heime aber dennoch weit hinter ihren eigenen Ansprüchen zurückgeblieben.



Wichtige Personalentscheidungen

Bei der Vollversammlung in Fulda wählten die Bischöfe auch die Vorsitzenden, Mitglieder und Berater ihrer 14 Kommissionen. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller (63) bleibt demnach Vorsitzender der Ökumene-Kommission der Bischöfe und damit maßgeblich für die Gestaltung des Lutherjahres 2017 von katholischer Seite verantwortlich. Als Medienbischof wurde der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst (62) bestätigt. Vorsitzender der Kommission Weltkirche und damit "Außenminister" der Bischofskonferenz bleibt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick (62).

Vorsitzender der Glaubenskommission ist weiterhin der Mainzer Kardinal Karl Lehmann (75), Vorsitzender der Pastoralkommission der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode (60). An der Spitze der Liturgiekommission steht erneut der Kölner Kardinal Joachim Meisner (77), der Münchner Kardinal Reinhard Marx (58) ist weiter Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen.

Neu ist der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (51) als Nachfolger des verstorbenen Berliner Kardinals Georg Sterzinsky in der Position des Familienbischofs. Neuer Jugendbischof ist der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann (51. Zum neuen Caritas-Bischof ist der im Juli ernannte Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki (55) gewählt worden; er tritt in diesem Amt an die Stelle des Dresdner Bischofs Joachim Reinelt (74).

Schon zuvor war bekannt geworden, dass der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle (69) neuer stellvertretender Vorsitzender der Bischofskonferenz ist. Die Bischöfe wählten ihn zum Nachfolger des Aachener Bischofs Heinrich Mussinghoff (70), der nach 12 Jahren nicht mehr für dieses Amt kandidierten konnte.


Quelle : kathweb Katholische Presseagentur Österreich

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