Retter Radio
Antworten im Thema: 40 » Der letzte Beitrag (27. November 2011, 07:51) ist von norda.
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micky (04.11.2011)
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Zitat
Offener Brief
Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 22.10.2011 soll Frau Antje Vollmer den mit 5.000 Euro dotierten "Hans-Ehrenberg-Preis" verliehen bekommen. Bei dieser Verleihung wird sich auf Frau Vollmers Einsatz am „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ (RTH) bezogen, an dem sie als Vorsitzende entscheidend zum Konsens beigetragen habe.
Sicher ist Ihnen bekannt, dass es am RTH um einen nur sehr scheinbaren Konsens ging - keinen jedenfalls, bei dem die früheren Heimkinder ernstgenommene Verhandlungspartner waren. Im Gegenteil:
● Den VertreterInnen der ehemaligen Heimkinder wurde am RTH ein Rechtsbeistand nach eigener Wahl verweigert mit der ausdrücklichen Argumentation Frau Vollmers, dass der RTH kein "Tribunal" sei.
● Den HeimkindervertreterInnen wurde es unmöglich gemacht, eigene Gutachten erstellen zu lassen, eigene Gutachter zu benennen, während die von anderer Seite vorgebrachten Gutachten teilweise erst Tage NACH dem Vortrag in schriftlicher Form vorlagen.
● Bereits die Bekanntgabe des Zwischenberichts wurde von scharfen Protesten begleitet - besonders von dem ausgewiesenen Kenner der bundesdeutschen Heimgeschichte, dem Berliner Professor Dr. Manfred Kappeler.
● Die Stellvertreter der Ehemaligen am RTH hatten in der ganzen Zeit nicht nur kein Stimmrecht, sie hatten entgegen demokratischen Gepflogenheiten, nicht einmal Rederecht.
● Bei der Abstimmung über den Abschlussbericht legte Frau Vollmer größten Wert auf Einstimmigkeit. Zu diesem Zwecke und um eine scheinbar größere Zustimmung zu erreichen, wurden an dieser Stelle auch die Stellvertreter der ehemaligen Heimkinder aufgefordert, ihr Votum abzugeben. Da keiner der HeimkindervertreterInnen dem Abschlussbericht in dieser Form zustimmen konnte und wollte, beschlossen sie, sich der Stimme zu enthalten und verließen den Verhandlungsraum. Frau Vollmer und Frau Rupprecht (SPD) eilten ihnen nach und übten wort- und gestenreichen Druck auf die OpfervertreterInnen aus, indem Frau Vollmer u.a. drohte, der RTH werde im letzten Moment platzen und es werde keinerlei Gelder geben. Die VertreterInnen knickten bis auf eine Ausnahme ein. Diesem beschied Frau Vollmer, dass
● seine Stimme völlig unmaßgeblich sei, da er "nur" ein Stellvertreter sei. Und deklarierte die Abstimmung als einstimmig.
● Ein weiterer Stellvertreter verkündete auf einer Pressekonferenz im direkten Anschluss an die von Frau Vollmer zum Erscheinen des Abschlussberichts einberufene Pressekonferenz von diesem Dissens und dem unmenschlichen Druck, der auf ihn und die anderen VertreterInnen ausgeübt worden sei. Von Frau Vollmer kam dazu - nichts!
● Fünf der insgesamt sechs HeimkindervertreterInnen haben sich in der Zwischenzeit von dem Abschlussbericht und ihrer eigenen Zustimmung öffentlich distanziert - sogar in einem Schreiben an den Bundestagspräsidenten.
● In zwei getrennten Abstimmungen über den Abschlussbericht äußerten sich ca. 90% der befragten Ehemaligen gegen den Abschlussbericht und seine nur als skandalös zu bezeichnenden Ergebnisse.
● In Folge kritisierte selbst Prof. Dr. Schruth, den Heimkindern als Rechtsberatung zugewiesener Berliner Professor, in dem Fachvortrag "Grenzen der Aufarbeitung zugefügten erzieherischen Unrechts – am Beispiel des Runden Tisches Heimerziehung": "Eine Grenze der Aufarbeitung hat sich auch in unterschiedlichen Bewertungen des Unrechts der damaligen Heimerziehung gezeigt. Ich hebe das hervor, weil ich meine, der möglichen umfassenderen Unrechtsbeschreibung wurde mit geheimem Blick auf die Rechtsfolgen, auf die erheblichen Kosten nicht gefolgt. Das kann dann aber nur zu aus meiner Sicht ungenügenden und vermeidbar ungerechten Lösungen führen" (S. 9) und "Warum wird offensichtlich im angloamerikanischen Raum ohne gesellschaftliche Bedenken materielle Entschädigungen in beachtlicher Höhe für alle Opfer ähnlichen staatlichen Unrechts pauschal gezahlt, aber nicht in der BRD? Eine Erklärung bietet der Abschlussbericht des RTH an, der in den Lösungsvorschlägen die direkte Geldzahlung ausdrücklich lediglich bei den entgangenen Sozialversicherungsbeiträgen erzwungener Arbeit in der Zeit der Heimunterbringung vorsieht (...)" (S. 12). Gesamttext des Vortrages von Prof. Dr. Schruth: dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/09/vortrag_prof-20schruth.pdf
Der evangelische Pfarrer im Ruhestand, Dierk Schäfer, nennt die Preisverleihung obszön. Und führt dazu aus, dass sich heutige Kirchenbehörden mit dem Widerstand gegen die Nazis brüsten und einen Ehrenberg-Preis verleihen und gleichzeitig das Angedenken des Namensgebers, Hans Ehrenberg, schänden, indem sie den Preis einer willfährigen Theologin verleihen.
Wir vom Verein ehemaliger Heimkinder e.V. finden diese Preisverleihung ebenso obszön wie skandalös. Frau Vollmer hat nichts dazu getan, ehemalige Heimkinder zu versöhnen oder auch nur in Konsens zu bringen.
Frau Vollmer hat es - entgegen ihrem eigenen Anspruch und dem der Preisverleiher - verstanden, die Überlebenden der bundesdeutschen Kinderheimhöllen und deren VertreterInnen am RTH
● zu verhöhnen,
● zu retraumatisieren,
● von jedweder Gerechtigkeit fern zu halten,
● der Lächerlichkeit und Kritik preiszugeben,
● äußerstem Druck auszusetzen.
Und wird nun - dafür? - mit dem mit 5.000 Euro dotierten Hans-Ehrenberg-Preis bedacht. Man bedenke: 5.000 Euro sind weit mehr als - nach dem Willen von Frau Vollmer - ein ehemaliges Heimkind jemals erhalten wird für jahrelange Pein, für physische und psychische Folter, für sexuelle Gewalt, Jahre der Zwangsarbeit, für eine gestohlene Kindheit und Jugend und eine vorenthaltene Schul- und Berufsausbildung.
Wir bitten Sie, unsere Argumente zu berücksichtigen und Ihre Entscheidung zu überdenken. Diese Entscheidung, die wir nur als Hohn bezeichnen können!
Mit freundlichem Gruß
für den Vorstand
Heidi Dettinger
Schriftführerin
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micky (04.11.2011)
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Zitat
»22. 11.2011 Antje Vollmer erhält den Hans-Ehrenbergpreis 2011 Diskussion mit Margot Käsmann und Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger«
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (10. November 2011, 06:19)
Grund: Link entfernt/entschärft
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Zitat
@ Herr Wessel, offensichtlich meinen Sie auf die Beantwortung jeder Frage verzichten zu können, die Ihnen nicht passt und andere grad so hinbiegen zu dürfen, wie es Ihnen passt. Das ist bedauerlich und entspricht nicht einem Diskussionsstil den ich bevorzugen würde.
Dennoch — sozusagen als 2. Chance: Antje Vollmer wird nicht in erster Linie für das kritisiert, was beim RTH [ RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ] herausgekommen ist (obwohl das durchaus möglich wäre/ist), sondern für die Art und Weise, wie sie an die Verhandlungen herangegangen ist.
Kritisiert — und von Ihnen mit einem Preis bedacht — wird, um das mal ganz deutlich zu sagen:
● Ihre Arroganz und Abgrenzung den Überlebenden gegenüber.
● Ihr unsolidarisches Verhalten denen gegenüber, FÜR die sie angetreten ist.
● Die Unwahrheiten, mit denen sie die HeimkindervertreterInnen am RTH manipuliert hat.
Kritisiert wird ebenso, dass sie von Anfang an einen Scheinkonsens herbeizuführen bemüht war, bei dem die Überlebenden wieder einmal die Verlierer sein mussten!
Die [ Ihrerseitige ] FINDUNGSKOMMISSION scheint diese kleinen Unschönheiten übersehen zu haben. Sie hat — theoretisch — die Möglichkeit, dies zu korrigieren. Sie wird es nicht tun, dass ist auch mir klar.
Aber weder die KOMMISSION, noch Sie als Person noch Ihre KIRCHE ALS INSTITUTION sollten sich wundern, dass Ihre Glaubwürdigkeit weiter schrumpft und Ihre Kirchen immer leerer werden.
Wieviele von „denen da unten“, ehemaligen Heimkindern nämlich, die erst von VertreterInnen Ihrer INSTITUTION geschunden und gequält wurden und sich heute wieder einmal von einer Ihrer Vertreterinnen über den Tisch gezogen fühlen, werden weiterhin Mitglied bleiben? Ich kenne, ehrlich gesagt keinen…
Aber feiern Sie nur schön! Jeder einzelne Überlebende evangelischer, diakonischer Heimhöllen wird sich daran erinnern, dass Antje Vollmer 5.000 Euro für etwas bekommen hat, das uns alle auf herbeste enttäuscht hat, wenn er oder sie selber ihre mickrigen Cents [ an 'Entschädigung' ] einstreichen… wenn überhaupt.
Zitat
Guten Abend, Frau Dettinger,
hatte ich gestern bereits gesagt: Beschimpfungen und derart pauschale Behauptungen wie Ihre kommen nicht auf unsere Seite. Erst recht nicht, wenn Sie sich nicht für das Thema interessieren, um das es hier geht.
Mit besten Grüßen
Thomas Wessel
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micky (10.11.2011)
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Zitat
Er [ der 46-jährige evangelische Pfarrer der CHRISTUSKIRCHE BOCHUM, Thomas Wessel ] ist in einer schwierigen Situation. Einerseits hat er etwas gegen Monarchien, sitzt aber wie ein Monarch als Moderator am Hebel der Freischaltung von Kommentaren. Proprietäre Web-Seiten und Foren sind nun einmal nicht demokratisch strukturiert, das ginge wohl auch gar nicht. Man kommt als Moderator dann sehr leicht in die Bredouille. Im life-stream auf einer Tagung zum Beispiel ist das noch viel schwieriger. Ich kenne das.
Herr Wessel hat aber noch ein anderes Problem. Er muß eine Entscheidung vertreten, die wohl nicht er, sondern die Findungskommission getroffen hat. Die aber hat übersehen, daß sie mit der diesjährigen Preisverleihung auf das falsche Pferd gesetzt hat – Frau Vollmer verzeihe mir diesen Vergleich.
Warum verleiht man einen Preis? Vor sehr vielen Jahren schlug ein Mitglied der Fakultät der Evangelischen Theologie/Universität Tübingen seiner Fakultät vor, Thomas Mann einen Ehrendoktor zu verleihen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Der Josephsroman von Thomas Mann sei zwar ganz schön, aber doch nicht auf dem neuesten Stand der theologischen Forschung. Die Herren Professoren hatten nicht kapiert, daß sie sich mit Thomas Mann hätten schmücken können – und nicht umgekehrt.
Nun ist Frau Vollmer gerade kein Schmuckstück für die Hans-Ehrenberg-Gesellschaft. Der Protest der Ohnmächtigen, die die große Konsens-Schmiedin hinterlassen hat, und der nun auch auf der Web-Seite der Christuskirche dokumentiert ist, erzeugt Peinlichkeit. Man könnte der Situation offen begegnen – was Herr Wessel immerhin versucht hat.
Doch Offenheit reicht nicht. Die Konsequenz wäre ein Zurück bei der Preisverleihung. Doch das geht nicht. Also: Augen zu und durch! Das entspricht auch der Moderationsleistung von Frau Vollmer.
Bei Frau Vollmer trugen den Schaden die ehemaligen Heimkinder, doch „die da unten“ kennen das ja auch nicht anders.
Hier trägt den Schaden das Andenken an einen vorbildlichen Theologen: Hans Ehrenberg.
Übrigens: Ein Kommentar von mir wartet auch noch auf Freischaltung durch Herrn Wessel. Vielleicht kommt die ja noch. Ansonsten geht es hier im Blog weiter.
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micky (10.11.2011)
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Zitat
Martin,
[Pfarrer] Dierk Schäfer macht das schon richtig und richtet die Kritik in seinem Blog an den Fakten aus. Liest man die Kritik die [Pfarrer Thomas] Wessel [CHRISTUSKIRCHE BOCHUM] an Heidi Dettinger geschrieben hat, offfenbart sich doch seine komplette Unwissenheit zu den Fakten, verbunden mit der Offenbarung, dass er selbst nicht wirklich entscheiden kann.
Nun muss er sich als Pfarrer aber schon an den Inhalten, die er zu Fakten liefert, messen lassen und da ist er vorsichtig ausgedrückt inhaltsleer. Wenn er in seiner kirchlichen Gemeinde die Kinder auch so argumentationslos und inhaltsleer erzieht.
MfG
Michael Witti
Zitat
Martin,
lass uns einfach im Rechtsstaat bleiben ( Anlage ). Ich hab die Blogs zu Entscheidungen der Opfer am RTH aufgegriffen. Dort wird ja üppig von Drohung, Nötigung zu Entscheidungen gesprochen. Entweder stimmts, dann kommt ggf der STA, oder es war so nicht, dann wurde in den Blogs ua gelogen.
MfG
Michael Witti
Zitat
MICHAEL WITTI
Possartstrasse 9, 81679 München
Tel.: ++48/89 38157075
Fax: ++49/89 381570759
e-mail: info@michaelwitti.de
Bundesministerin der Justiz
Frau Ministerin
Leutheusser-Schnarrenberger
Morenstrase 37
11015 Berlin
Deutschland
Fax: 030/ 18 580 – 95 25
05.11.2011
Betr.:
Entschädigung von Missbrauchsopfern in kirchlichen und staatlichen Kinderheimen
Runder Tisch Heimerziehung
Sehr geehrte Frau Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger,
ich entnehme mehrfachen Mitteilungen in Blogs der ehemaligen Heimkinder, dass die Vertreter der Sache für die Opfer zur Zustimmung des Abschlussberichtes und damit massgeblicher Empfehlungen an den Deutschen Bundestag zu einer Entschädigungsregelung, gezwungen, genötigt wurden.
Einzelnen, glaubhaften Berichten und Zeugenaussagen entnimmt man, dass Frau Vollmer die Zustimmung abrung; dass den traumatisierten Opfern, die zur Entscheidung ausgewählt wurden, jeglicher Widerstand und andere Meinungen mit der Drohung des Versagens jeglicher Entschädigung abgerungen wurde.
Dies deckt sich übrigens mit den Ausführungen von MdB Rupprecht / SPD im Prozess [am 13.08.2009] vor dem Kammergericht in Berlin gegen den Verein ehemaliger Heimkinder. Auch dort führte Frau Rupprecht ein, dass eine Beteiligung des Vereins ehemaliger Heimkinder am Runden Tisch [Heimerziehung] die gesamte Entschädigung vernichten wird. Frau Rupprecht führte erinnerlich aus, dass die Richterin bedenken möge, dass es mit dem Runden Tisch aus ist, falls der VeH dort einen Platz erhält. Gerne recherchiere ich die genaue Aussage, aber ich wunderte mich schon damals wie eine Abgeordnete losgelöst von Rechtsfragen ein Gericht damit vorbelasten wollte. Eine Abgeordnete des Deutschen Bundestags trug einem Oberlandgericht unabhängig von der Rechtsfrage vor, dass, falls das Gericht für die Kläger entscheidet, der Runde Tisch und damit die Entschädigung für die Opfer des Heimaufenthaltes in sich zusammenfällt.
Es ist also mehr als glaubhaft – folgend den Aussagen vieler Beteiligter – dass die Opfervertreter der ehemaligen Heimkinder unter Druck gesetzt wurden um ihre notwendige und unabdingbare Zustimmung zum Ergebnis des RTH abzugeben.
Es stellen sich also mehrere Fragen mit strafrechtlicher Relevanz, die diesseits nach Ihrer Rückäusserung verfolgt werden. Schließlich geht es um einen Fonds von 120 Millionen EUR und um Ansprüche in Milliardenhöhe.
Sie und ich werden die strafrechtliche Nachhaltigkeit recherchieren, auch verbunden mit der in der Pflicht eines historischen Opferanspruchs. Hier ist kein Platz für Straftaten in Zusammenhang mit Interessen.
In der Sache mache ich auch auf vermeintliche Dokumente von Wikileaks zur selben Sache in Irland aufmerksam. Dort hat glaublich sogar die Kirche / Rom auf die Regierung versucht Druck auszuüben.
Es ist nach meiner Ansicht noch verfrüht Preise für die Tätigkeit am RTH auszuloben.
Ich bitte um kurze Antwort bis
12. Nov. 2011
Mit freundlichen Grüßen
Michael Witti
Reitmorstraße 23, 80538 München, Tel. 089 38157075
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (10. November 2011, 06:13)
Grund: E-Mail-Link korrigiert
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Zitat
Mitglieder der Jury
[ der FINDUNGSKOMMISSION der Preisverleiher des Hans-Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer ]
Superintendent Peter Scheffler und Pfarrerin Manuela Theile für den Kreissynodalvorstand; der Theologische Vizepräsident Albert Henz für die Evangelische Kirche von Westfalen; Prof. Dr. Traugott Jähnichen für die Evangelisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum und die Hans-Ehrenberg-Gesellschaft; Pfarrer Arno Lohmann für die Stadtakademie Bochum und Pfarrer Thomas Wessel für die Christuskirche Bochum.
„Pfarrer Thomas Wessel für die Christuskirche Bochum“. Jetzt klingelt es – auch bei mir. Er kann nicht anders.
Zitat
Sonntag, 6. November 2011
„Da ist schon lange nichts mehr“ – vom kleinen Untergang der Kirchen
„Da ist gar nichts“, erzählte mir die Frau, während sie die Scheibe an der Tür putzte. „Das ist jetzt alles in der Paulus-Kirche“, zeigte sie quer an mir vorbei zu einer Kirchturmspitze. „Aber in der Christuskirche soll doch die Frau Vollmer“ - ich kam gar nicht dazu, meinen Satz zu beenden. „Da ist schon längst nichts mehr“, beharrte sie und mir war, als ob ein Stück Trauer in ihren Worten mitschwang. Zum Kirchenchor der Christuskirche habe sie einmal gehört und sie hätte erlebt, wie es immer weniger wurden, sonntags in den Kirchenbänken. „Manchmal sind zehn, zwanzig Leute dagewesen“. Das habe sich nicht gelohnt, meinte sie und zeigte wieder auf die Kirchturmspitze der Pauluskirche: „Das ist jetzt alles da“. Die Gemeinden seien umgezogen und jetzt fänden alle Gottesdienste in eben dieser Pauluskirche in Bochum statt.
„Aber in der Christuskirche soll doch Frau Vollmer geehrt werden“, wurde ich jetzt ungeduldiger, obwohl mir Geduld besser angestanden hätte. Erst abends fielen mir die vielen Fragen darüber ein, warum es denn in der Christuskirche Bochum so leer ist. „Ach ja Frau Vollmer, ich hab davon gehört. Der Erdenberg-Preis.“ Ich kam nicht dazu, die Frau sanft zu korrigieren und ihr zu sagen, dass es sich um den „Hans-Ehrenberg-Preis“ handelt, jenem Hans Ehrenberg, der jüdischer Pastor war und von seiner evangelischen Kirche aus dem Amt gejagt wurde. “Da ist schon lange nichts mehr“, meinte die Frau und nun spürte ich wegen ihrer Wiederholungen: Sie leidet darunter, dass in „ihrer Christuskirche“, die durch die Chorarbeit auch ihr Leben geprägt hat, nicht mehr viel stattfindet. „Da sind nur noch Konzerte und Veranstaltungen“. Und ich nickte ihr heftig zu: „Ja in der Christuskirche soll Frau Vollmer am 22. November geehrt werden“. „Ach ja, jetzt fällt es mir ein“, so die Frau, „da hängt ein Plakat.“ Wie ich denn fahren müsse, fragte ich sie. „Sie müssen darunter und dann links.“
Ich folgte ihrer Empfehlung. Große Häuser sah ich links. „Diakonisches Werk“ steht auf einem Haus und in unmittelbarer Nähe „Innere Mission“. So genau kann ich die Schriftzüge nicht mehr zuordnen. Mir schoss es nämlich durch den Kopf: Innere Mission? Das war doch der Verein, der die Trägerschaft über das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein hatte. Sofort gingen mir einige gequälte Kinder durch den Kopf. Auch die kleine Puppe, die vor den Augen des kleinen Mädchens von der Schwester Elise zertreten wurde. Das hat Narben hinterlassen, - bis heute.
Irgendwie gelangte ich dann, von der Rückseite her, zur Christuskirche. Ja, so fühlte ich, sie bietet doch ein Stück Heimat. An der Seite trafen sich nämlich Obdachlose, die zum Teil – man sah es an etlichen zersplitterten Flaschen – dem Alkohol zusprachen. Immerhin, hier dürfen sie sein. Auch, obwohl es hier und da ein wenig nach Urin riecht. Ich fuhr um die Scherben herum zum Haupteingang. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher: Davor sind Stufen, aber rechts daneben kann man durch die Tür. Alle Türen waren geschlossen. Ist das eine Einladung zur Besinnung, zum Verweilen, gar zum Gebet?, fragte ich mich. Eine äußerlich schöne Kirche in der Innenstadt ist an einem hektischen Samstag geschlossen. Aber da fiel es mir ein, die Frau sagte ja: „Da ist nichts mehr!“
Hätte da nicht doch mehr sein können?, fragte ich mich. Wie wäre der Samstag geworden, wenn der Pastor, der so vehement die Verleihung des Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer verteidigt, seine Kommentare und E-Mails in der offenen Kirchentür geschrieben hätte? Vielleicht wäre doch der eine oder andere Gläubige oder Ungläubige vorbeigekommen und hätte einen Blick aufs Kreuz gerichtet.
Ich weiß es noch: Vor wenigen Jahren besuchte ich in Holland eine Kirche. Die Tür war weit geöffnet. Ich war nur Sekunden alleine. Schon stellte sich ein Mann vor als Pastor dieser Gemeinde und er wolle mir gern „seine Kirche“ zeigen. Auf den ersten Blick gab es nicht viel zu sehen. Dieser Pastor lehrte mich jedoch den zweiten Blick. Und so war ich weit über eine halbe Stunde gefesselt von den Details, den Inschriften in den Wänden, dem Altar mit seinen Fresken, den Steinen auf dem Fußboden, den vielen scheinbaren Kleinigkeiten, die ich glatt übersehen hatte.
Ja, so etwas gibt es noch – in Holland. Dort geht der Hirte auf seine und sogar fremde Schafe zu. Hier blöken die Schafe hinter ihrem Hirten her, um ihn endlich zu sehen. Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt mehr ist beobachtbar, dass für diese Herren der Talar zum Sonntagskleid verkommt und sie von Montag bis Samstag kaum noch Zeit für ihre Mühseligen und Beladenen haben.
Das Gemeindehaus fand ich übrigens auch. Dort sah ich Öffnungszeiten angeschrieben. Aber anders geht es doch nicht, wird mir der Ein oder Andere vorwerfen und ich würde ihm glatt kontern: „Auf dem Gewand Christi standen keine Öffnungszeiten!“ Öffnungszeiten erinnern immer wieder an Beamtenstuben. Und unsere Pastore haben den Beamtenstatus und werden entsprechend nach A 13, beispielsweise wie ein Oberamtsrat, mit Beträgen zwischen 3.000 und 4.000 Euro bezahlt. Damit lässt es sich gut leben; wer da Dienst nach Vorschrift macht, hat ein schönes Leben. In meiner Gemeinde predigen gleich zwei evangelische Pfarrer und noch einer im Ruhestand. Eigentlich müssten die Drei reichlich Zeit für Hausbesuche haben. Ich sah sie noch nie in meinem Haus.
Allerdings haben sie Zeit, über ihr Leid zu klagen und zu demonstrieren: „626 PastorInnen protestieren gegen die weitere finanzielle Benachteiligung der Pastorenschaft“, lese ich und werde auf einen weiteren energischen Satz gestupst: „Niemand wird Pastor oder Pastorin, um viel Geld zu verdienen!“. Wenige Zeilen höher lese ich zu meinem Erstaunen: „Resolution gegen Weihnachtsgeldstreichung“.
„Da ist schon lange nichts mehr“, sagte die Frau mit dem Putzlappen in der Hand. Und ich verstehe: Das sind auch viele hausgemachte Probleme. Wer nicht auf die Leute zugeht, wie ein Versicherungsvertreter auf mögliche Kunden, muss sich nicht wundern, dass er keine neuen Verträge für seine Kirche abschließt.
kirche-mv.de/fileadmin/ELLM-Gesetze/Pastor/Besoldungsgesetz.pdf
wikipedia.org/wiki/Amtsbezeichnung
pix.kirche-mv.de/fileadmin/ELLM-Gesetze/Pastor/BesoldungstabelleAb2011.pdf
pastorenausschuss-hannover.de/?cat=10
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THOMAS WESSEL | GESCHRIEBEN AM 4. NOVEMBER 2011 UM 16:11 @ christuskirche-bochum.de/2011/11/antje-vollmer-margot-kasmann/#comment-204
[ Pfarrer Thomas Wessel von der CHRISTUS KIRCHE BOCHUM in Antwort auf einen Kommentar von Pfarrer Dierk Schäfer bezüglich der Preisverleihung an Antje Vollmer ]
@ Dierk Schäfer | Ich erwehre mich keiner Kommentare, ich diskutiere. Und versuche, das Thema im Auge zu behalten. Das Thema hier ist einfach nicht, was beim RTH [ »Runden Tisch Heimerziehung« ] herausgekommen ist, sondern eine Form von Politik, die dem RTH vorausgeht. Ebenso dem Dialog mit den RAF-Terroristen, ebenso Vollmers Initiative für eine deutsch-tschechische Versöhnung, ebenso ihrer Initiative für eine Entschädigung der Zwangsarbeiter: Was dem vorausgeht, ist die Bereitschaft, in solche Auseinandersetzungen hinein zu gehen, obwohl man weiß, man landet zwischen allen Stühlen. Obwohl man also weiß, dass es, gerade als Politikerin, nichts zu gewinnen gibt.
Auch für alle anderen, die solche Prozesse mittragen, gibt es nicht viel Bonheur. Die Vertreter der Heimkinder, die am RTH saßen, haben das ja ebenfalls massiv zu spüren bekommen, ähnlich die Familien der RAF-Opfer, sie haben es trotzdem gemacht. Demokratie ist einfach nichts, was strahlende Sieger gebiert. Die gehören ins Showgeschäft oder in die Monarchien.
Weswegen Ihr Hinweis auf „Machtstrukturen einer Diktatur“, die der RTH [ »Runde Tisch Heimerziehung« ] aufgezeigt habe, nun wirklich arg daneben liegt. Demokratie erfordert Teilnahme, Diktatur verlangt, sich zu verweigern. Teilnehmen erfordert, sich die Hände schmutzig zu machen; im Nazi-Reich war es hochpolitisch, es nicht zu tun. Als Mitbegründer der Dialog-Philosophie war Ehrenberg zu keinem Dialog mit Nazis bereit. Anders die damalige Kirchenleitung, deren Appeasement-Politik Ehrenberg aus dem Amt gejagt hat.
Worum es hier geht: dass Demokratie eine theologische Dimension hat.
Zitat
Antje Vollmer versteht es immer und in jeder Situation, eine Diskussion in ein schwammiges Feld zu ziehen, aus dem keiner der Betroffenen wirklich unbeschadet und ohne Schleim zumindest an den Füßen wieder herauskommt...
Sie hat dies bis zur Unerträglichkeit mit dem "Dialog mit der RAF" gemacht, indem sie diesen Agierenden ihren politischen Willen, ihr Verständnis einer bestimmten politischen und sozialen Situation abgesprochen hat und sie zu quasi Opfern ihrer eigenen Unzulänglichkeiten gemacht hat. Und ordentlich daran gezimmert hat, den Konflikt aus der politischen Diskussion zu holen und schlicht zu psychologisieren. Ich erinnere mich nicht ohne Schaudern daran!
Bei den ehemaligen ZwangsarbeiterInnen ging das noch ein ganzes Stückchen weiter. Natürlich war auch das eine höchst politische Diskussion, die da geführt wurde. Und zweifellos ebenso eine wirtschaftliche. Um es deutlich zu machen: Es war ein widerwärtiges Schmierentheater, was da aufgeführt wurde. Und die Grünen – allen voran Antje Vollmer und Günter Saathoff, haben sich dabei hervorgetan als Bremse für eine wirkliche Entschädigung der ehemaligen ZwangsarbeiterInnen. Es gibt Berechnungen, nach denen die deutsche Wirtschaft Billiardenerträge gemacht hat auf den Knochen dieser Menschen, die ausgepresst wurden, bis tatsächlich kein Leben mehr in ihnen war und die dann weggeworfen wurden wie ein paar Lumpen. Die "Entschädigung" der ZwangsarbeiterInnen gehört zu dem Widerwärtigsten und Verwerflichsten, was sich diese Republik je geleistet hat! Und dennoch hat es eine Gruppe ZwangsarbeiterInnen gegeben, die wenigsten halbwegs erträglich entschädigt wurden und dabei ihre Würde behalten haben: Die, die von Witti [ Opferjurist Michael Witti ] in einer Sammelklage in den USA vertreten wurde. Aber das haben weder Vollmer noch Saathoff noch der damalige Bundeskanzler Schröder unterstützt - ganz im Gegenteil! Damals habe ich immer gedacht, dass es kaum schlimmer kommen könne und mich in Grund und Boden geschämt dafür, eine Deutsche zu sein!
Aber es kam schlimmer! In dem Moment nämlich, in dem diese Vollmer diesen Saathoff als "Experten" einlud. Und alle – ALLE! – seinem Vortrag applaudierten. Diesem Vortrag, in dem er seine eigene erbärmliche Drecksarbeit bejubelt hat um dann auch noch – durch Vollmer – verlauten ließ, dass keine Opfergruppe die Gruppe der ZwangsarbeiterInnen düpieren dürfe! Und als ich dann noch hörte, sah, las, das auch die "VertreterInnen" der Überlebenden dieses Verdikt – HINNAHMEN!!!! – anstatt sich auch nur einmal schlau zu machen, sich zu informieren, die infamste aller infamen Lügen aufzudecken... da war klar, dass irgendwie alles am RTH [ »Runden Tisch Heimerziehung« ] gelaufen war. Und die uns "vertretenden" – ich sag mal Ehemaligen, weil mir sonst nur bitterste Beleidigungen einfallen würden! – haben das alles leider mit zu verantworten – egal, wie freundlich man sein mag!
Aber das dieses jetzt auch noch von Seite der Kirche als Begründung herangezogen wird, die Vollmer abzufeiern... Wenn das nicht so verdammt traurig wäre, wollte man einfach nur lachen über soviel Dummheit, Dreistigkeit, Frechheit und Arroganz!
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micky (10.11.2011)
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micky (10.11.2011)
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Zitat
Keinen Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer! - Aufruf zur Demo in Bochum.
Aufruf zur Demo in Bochum. - Keinen Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer!
Montag, den 7. November 2011 um 16:51 Uhr von Heidi Dettinger
● Pressemitteilung des „Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ ( „VEH e.V.“ )
Am 22. November 2011 wird Antje Vollmer mit dem “Hans-Ehrenberg-Preis” geehrt. Der Preis soll erinnern an Hans Ehrenberg, einem jüdischen Mann, der zum Christentum konvertierte, evangelischer Pfarrer wurde, sich maßgeblich am Aufbau der “Bekennenden Kirche” in Nazi-Deutschland beteiligte und versuchte, den Nazis etwas entgegenzusetzen.
Hans Ehrenberg wurde von einer Kirche fallengelassen, die es vorzog, sich mit den Nazis zu arrangieren, seine Wohnung wurde in der Reichspogromnacht ( 1938 ) verwüstet, er wurde in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Dank der Intervention des anglikanischen Bischofs von Chichester, George Bell, konnte er 1939 nach England emigrieren.
Bei der Begründung der Preisverleihung wird u.a. auf A. Vollmers Arbeit als Moderatorin des Runden Tisches Heimerziehung hingewiesen. Dies ist einer großen Zahl von Überlebenden bitter aufgestoßen.
Eines unserer Mitglieder hat kurzer Hand eine Demonstration in Bochum vor der Christuskirche angemeldet! Wir würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Ehemalige und/oder SympathisantInnen dieser Demonstration anschließen würden!
Siehe auch veh-ev.info dazu.
Keinen Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer!
Demo am 22. November 2011 um 17:30 Uhr vor der Christuskirche in Bochum
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micky (10.11.2011)
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micky (10.11.2011)
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Di, 22. Nov 2011 --- Dr. Antje Vollmer und Dr. Dr. h.c. Margott Käßmann im Dialog: "Gott und die Politik"
19:00 Uhr --- Preisverleihung: Hans-Ehrenberg-Preis 2011 an Frau Dr. Antje Vollmer
Zitat
Di, 22. Nov 2011, 19:00 Uhr
Christuskirche Bochum, Kirche der Kulturen, Platz des Europäischen Versprechens, 44787 Bochum
Dr. Antje Vollmer und Dr. Dr. h.c. Margott Käßmann im Dialog: "Gott und die Politik"
Preisverleihung: Hans-Ehrenberg-Preis 2011 an Frau Dr. Antje Vollmer
Die Publizistin und langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Dr. Antje Vollmer, erhält den Hans-Ehrenberg-Preis 2011.
Der protestantische Preis wird der Theologin in Form eines öffentlichen Gesprächs zwischen ihr und Margot Käßmann verliehen. Thema: "Gott & die Politik".
Moderation: Reinhard Mawick, Pressesprecher der EKD.
Zitat
Hans-Ehrenberg-Preis 2011 für Antje Vollmer und die Kunst des Dialogs
Die Publizistin und langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Dr. Antje Vollmer, erhält den Hans-Ehrenberg-Preis 2011. Der protestantische Preis wird am 22. November um 19.00 Uhr in der Christuskirche Bochum in Form eines öffentlichen Gesprächs verliehen, das Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der EKD, mit der Preisträgerin zum Thema "Gott & die Politik" führen wird.
[ Was ] What – Appointment
[ Wann ] When – 2011.11.22 from 19:00 - 22:00
[ Wo ] Where – Christuskirche Bochum
Zitat
Antje Vollmer, Margot Käßmann
Hans-Ehrenberg-Preis 2011 | Dienstag 22. November 19 Uhr
[ .......... ]
Dienstag, 22. November, 19 Uhr
→ Festakt mit dem Vizepräses der westfälischen Landeskirche, Albert Henz, Superintendent Peter Scheffler, Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, Stadtkantorei Bochum unter Leitung von Arno Hartmann
Zitat
Hans-Ehrenberg-Preis 2011
22.11.2011 um 19:00 Uhr
Die Publizistin und langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Dr. Antje Vollmer, erhält den Hans-Ehrenberg-Preis 2011. Der Preis wird ihr in Form einer öffentlichen Diskussion zwischen ihr und MARGOT KÄSSMANN, Honorar-Professorin an der Ruhr-Uni, moderiert vom Pressesprecher der EKD, Reinhard Mawick, verliehen. Thema: „Gott & die Politik“. / Das Gespräch ist öffentlich, der Zugang frei, wir bitten um Platzreservierungen unter info[a]christuskirche-bochum.de
Zitat
Antje Vollmer, Margot Käßmann
Hans-Ehrenberg-Preis 2011 | Dienstag 22. November 19 Uhr
Die Publizistin und langjährige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Dr. Antje Vollmer, erhält den Hans-Ehrenberg-Preis 2011. Der protestantische Preis wird der Theologin in Form eines öffentlichen Gesprächs zwischen ihr und Margot Käßmann verliehen. Thema: „Gott & die Poli­tik“. Moderation: Reinhard Mawick, Pressesprecher der EKD. Mit Vollmer werde ein politisches Denken gewürdigt, das „in scheinbar ausweglosen gesellschaftlichen Konflikten“ Verständigungsprozesse einleiten könne, heißt es in der Begründung der Findungskommission. Voraussezung dafür sei Vollmers politische Sensibilität, „mit der sie geschehenes Unrecht wahrnimmt und es, ohne es zu beschönigen, zu besänftigen sucht“. // Festakt und Diskussion sind öffentlich, der Zugang frei.
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micky (10.11.2011)
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micky (10.11.2011)
Ein wahrer Satz, gelassen ausgesprochen.. sonst sind wir auch nicht besser als die
Schon Früher im Heim war mir bewusst, dass der, der am lautesten brüllt, nicht unbedingt Recht hat. Und derjenige, der berechtigte Einwände polemisch abwiegelt, im Grunde nur hilflos stammelt, auch wenn er Wort gewaltig daher kommt.Wer meint sich nicht mit gleichdenkenden Heimopfern und Missbrauchsopfern solidarisieren zu brauchen und gegen Kirchengewalt und Staatsgewalt protestieren und demonstrieren zu müssen und meint dass dies nicht notwendig sei – wem es „noch zu gut“ „geht“ – bleibt eben zu hause. Basta.
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wessi sagte, am 8. November 2011 zu 18:38 [ bezüglich des »Runden Tisches Heimerziehung« und der Schirmherrin dieses »RTH« Antje Vollmer und ihrer Dienstherrin Ursula von der Leyen ]
Warum wird hier „Schindlers Liste“ bemüht?
Frau Vollmer hat doch [ 2009/2010 ] während ihrer Arbeit am RTH ein Buch fertiggestellt, in dem sie Menschen würdigt, die Widerstand leisteten als jeder wusste, dass Widerstand bedeutete sein Leben zu riskieren. „Doppelleben“, erschienen im September 2010, noch vor der Frankfurter Buchmesse. Im Lichte auch dieses Buches wurde doch hier das Tun und Unterlassen der Frau Vollmer, die binnen einer Woche durch vier Heime hechelte, bis jetzt nur verstümmelt dargestellt.
Bereits vor der ersten Sitzung des RTH [ Anfang 2009 ] wurde von der Ministerin von der Leyen sowohl die Zusammensetzung als auch das vom Bundestag dem RTH zur Verfügung gestellte Budget erheblich gekürzt; gleichzeitig behauptete von der Leyen dass an Zahlungen nicht gedacht werde. Allein hier hätte Frau Vollmer erstmals eingreifen müssen, hätte ihre Neutralität als Moderatorin, ihre Position als Bundestagsvizepräsidentin a.D. gegen die Ministerin in Stellung bringen müssen. Sie hätte Kürzungen gegen die Entscheidung des Bundestages durch die Ministerin von der Leyen deutlich zurückweisen müssen.
Erstes Ergebnis dieser Unterlassung: Die Vertreter von Politik und Täterorganisationen hatten selbstverständlich das ganze Spektrum einer Büro-Infrastruktur zur freien Verfügung; den Vertretern der Opfer der Heimerziehung wurde diesbezüglich nichts zur Verfügung gestellt.
Frau Vollmer behauptete in wenigstens einem Interview, sie bezeichne sich nicht als Vorsitzende des RTH sondern als Moderatorin, unterschrieb aber jedes Protokoll deutlich als Vorsitzende, außerdem griff sie in Interviews mehrmals den am RTH zu treffenden Ermittlungsergebnissen vor.
Zum Thema der am RTH verhandelten Verbrechen, Verbrechen an Wehrlosen, möchte ich mal folgendes Bild malen: Den Opfern der Heimerziehung wurde, in und von einem Rechtsstaat, das Land der Kindheit und Jugend gestohlen. Es wäre unter rein ethischen Gesichtspunkten von einem Rechtsstaat zu fordern, dass er den noch lebenden Opfern der Heimerziehung wenigstens als kleinen Ausgleich das Land des Alters von allen materiellen Sorgen freistellt.
Das Gerede der Koofmichs in Bundestag und Ministerien von Verjährung ist eine bodenlose Frechheit, jedenfalls vollkommen frei von jeglicher Ethik. Was hätte es denn eine Bundestagsvizepräsidentin a.D. gekostet, so ein kleines bisschen Widerstand in einem Rechtsstaat?
Auf der Homepage von Frau Vollmer findet sich unter „Termine“ der folgende Eintrag:
„22. 11.2011 Antje Vollmer erhält den Hans-Ehrenbergpreis 2o11 Diskussion mit Margot Käsmann und der Justizministerin Leutheuser- Schnarrenberger Ort:
Christus-Kirche Bochum. Zeit: 18:00“
Fehlt nur noch eine Frau von der Leyen… Thema: Verjährung
Frau Dr. Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a.D. konnte als Alleinerziehende in diesem Rechtsstaat einen Sohn groß werden lassen, sie möge immer daran denken, dass in Heimen in kirchlicher Trägerschaft unehelich geborene Kinder nicht nur als Bastarde bezeichnet sondern auch „Bastard“ gerufen wurden (WENSIERSKI „Schläge im Namen des Herrn“).
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micky (10.11.2011)
hallo martini,.
Wer meint sich nicht mit gleichdenkenden Heimopfern und Missbrauchsopfern solidarisieren zu brauchen und gegen Kirchengewalt und Staatsgewalt protestieren und demonstrieren zu müssen und meint dass dies nicht notwendig sei – wem es „noch zu gut“ „geht“ – bleibt eben zu hause. Basta.
Antje Vollmer, Antje Vollmer erhält den Hans-Ehrenberg-Preis 2011, Antje Vollmer für ihre Leistung am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG gehört geteert gefedert und aus der Stadt gejagt, Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG, ausgezeichtet, AUSZEICHNUNG, Bochum, Christuskirche Bochum, damaligen Herimerziehung, DER WESTEN, Deutsche Staatskirche, Deutschen Staatskirche, Ehemalige Heimkinder, Ehemaliges Heimkind, Ehrenpreis, EKD, epd, Es gibt viele Möglichkeiten im Internet – und auch in Person – Eurer diesbetreffendes FÜR und WIDER öffentlich kund zu tun, Evangelische Kirche in Deutschland, Evangelischen-Kirchen-Medien, Evangelischer Pressedienst, gesellschaftliche Auseinandersetzung, geteert gefedert und aus der Stadt gejagt, Hans Ehrenberg, Hans-Ehrenberg-Preis, Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer, Heimerziehung, Heimkinder, öffentlich im Internet zum Ausdruck gebracht, Preisverleihung - Hans-Ehrenberg-Preis geht an Antje Vollmer, protestantisches Profil, Rolf Breitfeld, RUHR NACHRICHTEN.de, Runde Tisch Heimerziehung, Runder Tisch Heimerziehung, Schirmherrin, Schirmherrin des RUNDEN TISCHES HEIMERZIEHUNG, Staatskirche, Vollmer