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Kinderheim in Brandenburg Der Horror am Waldrand

Antworten im Thema: 8 » Der letzte Beitrag (11. Oktober 2013, 12:04) ist von Pitterchen.

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micky

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Zwillinge

1

Sonntag, 16. Juni 2013, 10:32

Kinderheim in Brandenburg Der Horror am Waldrand

Der Staat schickt Kinder und Jugendliche in Heime der Haasenburg GmbH, in denen brutaler Drill herrscht. Die Behörden wissen von den Missständen.


Am Abend des 3. November 2008 beginnen die Erzieher in dem Heim am Waldrand die „Anti-Aggressionsmaßnahme“ mit der 17 Jahre alten Hanna*.

Das Protokoll:

19.30 Uhr: Verweigerung von Nahrung und Medikamenten.

20.05 Uhr: Wehrt sich. Kopf wird festgehalten.

20.07 Uhr: Wehrt sich weiter. Hanna werden beide Hände verbunden, da Sie an den Fingern pult. Kopf wird weiter festgehalten.

20.10 Uhr: Halsgurt wird gelöst, da Sie sich aufreibt. Hanna fängt an, Kopf auf Unterlage zu hauen summt lauter.



Bitte weiterlesen unter: http://www.taz.de/Kinderheim-in-Brandenburg/!118139/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter

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zicklein

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Schütze

2

Sonntag, 16. Juni 2013, 10:56

es kotzt mich an

hallo micky,

den beitrag las ich heut früh um 0.30 uhr und ich hätte es vielleicht auf heut vormittag verschieben sollen. meine wut, mein ekel, meine ohnmacht sind grenzenlos. diese verbrecher haben nichts, aber auch garnichts gelernt aus früheren fehlern. es ist zum aus der haut fahren. hättest du es nicht hier reingestellt, hätte ich es gemacht.

was ist aus deutschland geworden? oder war deutschland schon immer so schlimm? wenn ich an die geschichte zurückdenke, hhmmm ... mir kommt so der gedanke, deutschland war in gewissen dingen schon immer schlecht.

es ist mir fast nicht möglich meine emotionen zurückzuhalten, wie man unschwer erkennen kann.

dass hier keine missverständnisse aufkommen, ich bin auf jeden fall dafür, dass kindern und jugendlichen grenzen, klare grenzen aufgezeigt werden, ohne zweifel. das soll aber auch auf erwachsene zutreffen. ein kind welches sich in der kindheit oder pubertät sehr auffällig zeigt, tut das aus einem bestimmten grund. um den herauszufinden bedarf es FÄHIGER PSYCHOLOGEN UND THERAPEUTEN!!! und keiner leibesfixierung, keiner psychopharmaka, keinem drill a la bootscamp. ein auffälliges verhalten will etwas zu erkennen geben, verdammt nochmal, ich weiß das und bin kein psychologe, warum wissen das angeblich studierte, hoch bezahlte experten nicht? sie wissen es!!!! warum hilft man nicht, indem man an die wurzel dringt? dazu bedarf es in erster linie vertrauen zu dem kind/jugendlichen aufzubauen. sie/er muss erkennen, es wird zugehört und es wird ernstgenommen. und es wird wirklich geholfen. das wäre sinnvoll und sicher auch effektiv. fixierung, zwangsmedikation um jemanden vor sich selbst zu schützen oder die gesellschaft vor einem solchen kind zu schützen, das ist die noch immer beliebte schutzbehauptung die nur in den allerseltensten fällen auch zutrifft.

ein land welches so mit schutzbefohlenen umgeht erdreistet sich mit fingern auf andere länder zu zeigen, wie sie gegen menschenrechte verstoßen? dieses land sollte dabei nie vergessen, es zeigt mit DREI FINGERN AUF SICH SELBST!!!

gerade hab ich das gefühl, diese ganze sch... wieder mitzuerleben. eigentlich sollte ich was arbeiten, kann ich schlecht wenn ich zitter vor wut.

es wird immer so weitergehen, viele wissen es und ändern es nicht ab. die die es abändern wollen, haben nicht die macht dazu.

was könnten wir ehemaligen geschundenen, was könnten wir kleinen lichter tun um solche missstände abzuschaffen? für jeden ernstgemeinten vorschlag bin ich dankbar.

es grüßt euch ein fast explodierendes zicklein
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zicklein

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Schütze

3

Montag, 17. Juni 2013, 10:54

heut früh um 6 uhr hörte ich auf radio b2 in den nachrichten, dass gegen diese heimeinrichtung(en) anzeige erstattet wurde. von wem bekam ich leider nicht mit, ich wurde ja frisch mit der meldung geweckt. auf einem anderen sender antenne brandenburg war bis 9.30 uhr nichts zu dieser thematik zu hören. ?( hmmm, was soll ich davon halten? ein brandenburger sender berichtet nicht über diese sache. schließlich spielt sie sich ja in (einer) brandenburger einrichtung ab. ich hoffe dass sich durch die anzeige was bewegt im positiven sinne.

ich find es befremdlich, dass dieses thema kaum von interesse zu sein scheint. da wir ja selbst opfer teilweise solcher vorgehensweisen waren, müsste es uns doch gerade interessieren. so empfinde ich es jedenfalls, aber ich bin vielleicht auch zu sentimental. ob ich mir das abgewöhnen möchte? :wseufzer: ich glaube nein.
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muckele

unregistriert

4

Montag, 17. Juni 2013, 12:19

Auf Facebook macht eine Petiton die Runde ... Informationen auf der "Aktiv gegen Kindesmissbrauch" Seite



[falls man diesen Hinweis hier geben darf :) )

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Montag, 17. Juni 2013, 13:56

Hallo zusammen,

ich suche ehemalige/aktuelle Bewohner/Erzieher aus dem Heim, die mir zu dem Thema etwas sagen können.

Ich freue mich über Rückmeldungen!

LG,

Theresa

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micky

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Zwillinge

6

Freitag, 5. Juli 2013, 17:26

Hamburger Heimkinder werden noch immer gesucht

Die drei Jugendlichen waren am Mittwoch aus der Brandenburger Einrichtung Haasenburg verschwunden. Polizei durchsucht Einrichtung, in der elf Hamburger untergebracht sind.

Hamburg/Potsdam. Nach Misshandlungsvorwürfen von zwei früheren Insassen hat die Staatsanwaltschaft Cottbus am Donnerstag alle drei Heimeinrichtungen der Haasenburg GmbH in Brandenburg durchsucht. In den geschlossenen Jugendheimen befinden sich auch elf Teenager aus Hamburg.


Bitte weiterlesen unter: http://www.abendblatt.de/hamburg/article117741422/Hamburger-Heimkinder-werden-noch-immer-gesucht.html



Gastbeitrag von Lutz Adler. Lutz Adler ist ehemaliges Heimkind aus einem der DDR-Spezialheime. Er ist der 1. Vorsitzende des DEMO „Die ehemaligen minderjährigen Opfer“ (Landesverbandes Hessen e.V.) und engagiert sich für die Rehabilitierung der Opfer.

Was wird aus Kindern die verbogen, belogen, missbraucht, geprügelt werden, denen man Bildung vorenthält und die durch Zwangsarbeit oder den Zwang zur Arbeit ausgebeutet werden? Was wird aus Kindern die ohne Urteile und Prüfung eingesperrt und Drill ausgesetzt werden? Was wird aus Kindern die das ertragen mussten ohne die Möglichkeit, sich zu wehren oder Schutz zu finden? Ich kann das sicher nicht allgemein beurteilen, aber aus mir ist ein Mann von 58 Jahren geworden.

Seit mehr als 40 Jahren vermeide ich viele Alltäglichkeiten, ohne dass es jemand sehen kann. Ich übe mich in Unauffälligkeit. Ich vermeide geschlossene Räume von denen ich die Türen nicht sehen kann. Ich könnte eingesperrt werden! Ich fahre nicht einmal mit der Bahn, weil es ist ein abgeschlossener Raum, den ich nicht freiwillig verlassen kann. Das geht nur wenn der Zug hält. Ich könnte ein Konzert besuchen, kann ich aber nicht, mir jagen viele Menschen, die gemeinsam an Veranstaltungen teilnehmen, Angst und Panik ein. Ich kann nicht entkommen wenn ich möchte. Ich könnte mit Freunden gemeinsam essen gehen, das normalste von der Welt, kann ich aber nicht, es ist eine Tortur für mich, warten zu müssen bis alle Ihr Essen haben, es könnte mir gestohlen werden. Ich werde zappelig und unsicher, also vermeide ich es. Ich bin misstrauisch und argwöhnisch und beleuchte alles und Jeden der sich mir nähert. Ja, ich zerstöre unbewusst vielleicht konstruktive Synergien. Das sind ein paar wenige der Auffälligkeiten, die mir selbst auffallen. Sicher gibt es aber noch so einige Dinge, die ich gar nicht weiß und selbst bemerke, wissenschaftlich betrachtet.

Es ist für mich zur Gewohnheit geworden so zu sein, so zu handeln und so zu leben. Aber wie viel Leben ist das eigentlich? Wenig genug und sehr, sehr anstrengend. Das weiß ich von mir. Was hat die Gesellschaft versäumt und was hätte ich ohne diese Einschränkungen, die ich selbst indessen als Behinderung empfinde, erreichen können?
Eine Milliarden behinderte Menschen, die ähnliche oder gleiche Einschränkungen haben und wir reden über Inklusion? Wir reden über Menschenwürde und Menschenrechte und über die Bereicherung von Gesellschaften durch kritische Bürger, die Ihre Rechte auf der Straße einfordern. Wir belehren andere, Demonstrationen als Bürgerbeteiligung wahr zu nehmen und nicht als Bedrohung zu empfinden. Natürlich tun wir das, oder mindestens unsere Vertreter auf Zeit. Richtig und gut, aber sollten wir nicht zuerst dafür Sorge tragen, dass wir den heute Betroffenen von Heimerziehung – in welcher Form auch immer – die Würde zurück geben und Ihnen ein finanziell gesicherten Lebensabend trotz Behinderung oder gerade deshalb ermöglichen. Wir haben in diesem Land einiges wieder gut zu machen, in Form angemessener Renten und Entschädigung für erlittenes Unrecht und Ausbeutung.

Sollten wir nicht endlich damit aufhören, diese Opfer zu produzieren? Sollten wir nicht endlich solche Formen des Umganges mit Kindern beenden? Sollten wir nicht endlich alles in unserer Macht stehende unternehmen, die Täter solcher „Erziehungspraktiken“ zu verurteilen? Sollten wir nicht endlich unserer Kinder mit Rechten ausstatten, die diese auch einfordern können, weil Sie diese verstehen? Sollten wir uns nicht endlich fragen, wie viel Schaden wir durch nichts tun anrichten?

Ich denke, wir müssen!

Wir müssen das einfordern. Bildermann kenn ich nicht, aber ich bilde mir ein, dass wir uns das alle fragen lassen müssen, auch und aktuell zuerst in Brandenburg. Es ist so eine Sache mit „nie wieder“ in unserem Land, ist es nicht an der Zeit damit endlich anzufangen?

Ich dachte, hoffte und glaubte letztendlich auch, dass wir etwas gelernt haben. So als Land, als eine Gesellschaft Gesellschaft , als das sogenannte Volk.

Offenbar haben wir das nicht. Oder wollen wir vielleicht nicht? Es wirkt auf mich, als wollten wir nicht. Als litten wir alle unter Amnesie und offenbar haben wir sie gern, unsere Amnesie. Sonst müssten wir uns ja täglich mit Fragen auseinandersetzen auf die es Antworten gibt.

Antworten zum Beispiel auf die Frage: Woher kommt der NSU. Wer hat das gewusst und zugelassen? Wir oder die, die dafür bezahlt werden so etwas zu bemerken, öffentlich zu machen, ja, auch die Bürger zu schützen. Die haben es gewusst und offensichtlich auch bemerkt , nur weder öffentlich gemacht noch die Ihnen anvertraute Sicherheit der Bürger im Auge behalten.

Ich habe keine Amnesie und bemerke das sich vieles wiederholt. Zum Besipiel die Art und Weise, wie ich in einem Spezialheim der DDR erzogen wurde. Diese Methoden wiederholen sich nun in einem privatisierten geschossenen Kinderheim in Deutschland. Und das, nachdem wir geschädigten Heimkinder von damals bis heute nicht entschädigt haben für diese Misshandlungen. Nun geschehen diese Misshandlungen wieder. Was haben wir also tatsächlich gelernt als Gesellschaft? Nach zwei großen Kriegen haben wir uns die Beteuerung „Nie wieder“ auf die Fahnen geschrieben. Nach der Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen an der Odenwaldschule riefen wir wieder: „Nie wieder“

Und nun? Die Fortsetzung soz. Erziehungsmethoden in einer GmbH in Brandenburg. Nein, kein bedauerlicher Einzelfall, sondern die konsequente Fortsetzung und Folge der Nicht-Bewältigung, der Nicht-Aufarbeitung , Nicht-Verhinderung, und der nicht angemessenen Entschädigung der Opfer solchen Tuns. Es reicht einfach nicht „Nie wieder“ zu sagen. Wir müssen diese Geschichten gemeinsam aufarbeiten und bewältigen. Wir können nur verhindern, was wir verstanden und beendet haben. Wie groß soll der angerichtete Schaden an den Kinderseelen noch werden?



Lutz Adler, ein Ehemaliges Heimkind

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Samstag, 6. Juli 2013, 09:14

Auferstanden aus Ruinen….und nun leider, nicht der Zukunft, sondern der schlimmsten Erziehungsmethoden aus SED Zeiten zugewannt?

So schaut es momentan in Brandenburg aus.
Nach Berichten des neuen Deutschland vom 06.07.2013 Titel :
„Die LINKE verständigt sich über ihre Position zu Spezialheimen mit strengen Erziehungsmethoden“
Und weiter:
„Eins steht jedoch schon fest: Für den Fall, dass die LINKE geschlossene Heime doch für notwendig halten sollte, plädiert sie aber dafür, dass diese Einrichtungen vom Staat betrieben werden“
Muss man diesen Eindruck gewinnen.
Ich hätte noch vor Wochen nicht geglaubt dass ich diesen Begriff „ Spezialheim“ in meinem Leben nochmals in meine Überlegungen einbeziehen muss!
Mein Kommentar als Betroffener der ersten Generation von Heimerziehung – Ost.
Reden wir doch mal über dieses Thema.
In dem Jahr 2010 und ebenfalls erheblich früher sind die brutalen und menschenverachtenden sozialistischen Erziehungsmethoden in den ehemaligen DDR Jugendwerkhöfen und Spezialheimen bekannt und allerorten auf Fachtagungen und Aufarbeitung initiativen behandelt worden. Im Schlepptau des RTH –West war dies auch notwendig und längst überfällig.
Ergebnis war die Änderung des Strafrechtlichen Rehabilitationsgesetzes (StrRehaG)
was nun ebenfalls weil eigentlich für Erwachsenen unschuldig politisch verfolgte im Lande, ebenfalls für unschuldig genau in diesen Einrichtungen inhaftierte Kinder gelten sollte. Ein Flickwerk, wie sich wenig später heraus stellen sollte und für ehemalige Insassen von Jugendwerkhöfen und Spezialkinderheimen nicht oder nur sehr begrenzt geeignet. Es war der Eile oder Politische Kurzsichtigkeit geschuldet oder ebbend wussten die politisch Verantwortlichen noch nicht womit Sie es zu tun bekommen und wie die Dinge bei genauerer Betrachtung liegen. Was sich heut deutlich in den Wäldern von Brandenburg Zeigt und den Vorkommnissen dort. Indessen melden sich auch angehörige des ehemaligen Personals in der Presse und in Kommentaren.
Warum?
Dieses Gesetz verlangt von den Betroffenen den Nachweis (Urteile, Einweisungsbeschlüsse des Referates für Jugendhilfe und Heimerziehung der ehemaligen DDR, oder ähnlicher Unterlagen). Die meisten Kinder die furchtbares in diesen Einrichtungen erlebt haben und bis heut an den Folgen leiden haben diese Unterlagen nie bekommen oder selbst gerichtsfeste Beweise sichern können. Nun und so steht es ebenfalls nachlesbar im Einigungsvertrag sollen alle Opfer des SED Regimes angemessen entschädigt werden. Nur die dafür zuständigen Gerichte, denn dort muss das beantragt werden handeln getreu nach den Buchstaben genau dieses Gesetzes kommen die meisten Betroffenen in erhebliche Beweisnot.
Ergebnis, die Anträge werden abgeschmettert und die Betroffenen erheblich Re - traumatisiert.
Ein Gesetz was eine solche Wirkung entfaltet, ist somit ins Gegenteil verkehrt. Es ist nicht geeignet zu entschädigen und im weiteren Verlauf dafür zu sorgen, wie das und so hoffe ich auch in Brandenburg eigentlich beabsichtigt sein sollte Opferrenten zu gewähren.
Der Anspruch nach dem (StrRehaG) ist wenig genug für betroffene ca. 306 € für jeden Monat zu Unrecht erlittene Inhaftierung und eine sehr schmale Rente ca. 250,00€ p. M. , nur diese zu erlangen und das wird sich bei genauer Betrachtung noch Zeigen ist den meisten Betroffenen verwehrt.
Dieser Umstand ist längst bekannt und auch in Brandenburg wo bereits die zweite Generation von Betroffenen generiert wird ist die Anzahl der erfolgreichen Rehabilitations-verfahren sehr sehr gering. Die Verfahren werden reihenweise abgeschmettert, den Betroffenen die es überhaupt können oder schaffen solch einen Antrag zu stellen werden die Urteile die diese damals nicht bekommen haben (weil es keine gab)
von den heutigen agierenden Personen ( Staatsanwaltschaften ) nachträglich zugestellt. Das nach allem was aus diesen Einrichtungen bekannt , von Fachleuten bestätigt und nun ausgerechnet in einem Haus in Brandenburg erneut geschieht. In Spezialheimen der ehemaligen DDR waren Hafträume für Erwachsene vorhanden, die für Kinder genutzt wurden und einer heutigen Prüfung nicht standhalten würden, jedenfalls in den meisten. In denen Kinder unter Haftbedingungen Tage und Wochenenden verbringen mussten. Schläge, also körperliche Gewaltanwendung war an der Tagesordnung. Folter nach der Konvention gegen Folter der vereinten Nationen definiert, wurde auf Kinder angewendet. Bildung und Nahrung wurde den Kindern vorenthalten. Es bestand der Zwang zur Arbeit um nicht den begriff Zwangsarbeit zu verwenden …mir ist diese Unterscheidung allerdings völlig unklar, was ich hiermit ausdrücklich betonen will. Schwerste Verletzungen der Menschenrechte und der Menschenwürde Erniedrigungen und Zerstörung der Persönlichkeit waren Bestandteil dieser Umerziehung.
In dem von mir selbst angestrebten Verfahren kommt nach fast 2jahren Bearbeitungszeit, das sollte auch nicht unerwähnt bleiben die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis, das eine Unverhältnismäßigkeit bei der „Zwangserziehung zum sozialistischen Menschen“ nicht zu erkennen wäre und auch kein Politisch motiviertes handeln des Staates DDR.
Ja schlimmer noch, das alles was mir persönlich in diesem „Spezialheim“ wiederfahren ist, mit handeln des Rechtsstaates vereinbar war und ist. Den Beschluss ausgerechnet vom Landgericht in der Hauptstadt des Landes Brandenburgs also vom Landgericht Potsdam kann auf persönliche nachfrage eingesehen werden, ja sicher von jedermann und selbstverständlich auch Frau.
Diese von mir geschilderte Problematik nun im Lichte der Vorgänge im Land Brandenburg betrachtet und den nun allseits veröffentlichten Berichten in Presse und Funk wirft natürlich erhebliche Fragestellungen auf. Herr Dr. Herrmann Kues seinerseits Parl. Staatssekretär der Bundesregierung hatte schon auf Nachfrage der Bundestagsabgeordneten Frau Dittrich (Die Linke) im Sommer 2011 angemerkt,
Zitat:
„Wir werden uns noch einmal gesondert damit befassen müssen , was den Menschen in Spezialheimen wiederfahren ist, in die Sie eingewiesen worden sind, damit dort aus Ihnen „sozialistische Persönlichkeiten“ geformt werden.“
Zitat ende.
Nachzulesen ebenfalls in der Debatte im DB zur Errichtung des Fonds Heimerziehung.
Was ist indessen geschehen? Eine für meine Bergriffe ganze Menge jedenfalls in den Wäldern von Brandenburg im Ministerium unter Frau M. Münch selbst bei den Staatsanwaltschaften des Landes, ja bis hin zu Hausdurchsuchungen in halber Hundertschafts stärke der Polizei und Einleitung von X Ermittlungsverfahren, gegen den Betreiber.
Für die Opfer der ersten Generation hingegen benötige ich fast keine Worte,
nur eins, NICHTS!
Und nun verständigt sich so wie im Titel meines Beitrages schon erwähnt die Koalition in Brandenburg auf eine Position zu „Spezialheimen“.
Meine und ich denke auch die Position aller Fachleute ist denke ich simpel. Solche Einrichtungen müssen endlich und ein für allemal geschlossen werden. Eine Kontrolle ist nicht möglich und die Kinder dort sind nicht sicher. Weder unter Staatlicher und schon längst nicht unter privater Obhut. Unter Staatlicher Kontrolle, das haben viele von uns erlebt und auch den Missbrauch an uns in jeglicher Form. Die unzureichende bzw. nicht Entschädigung und den Betrug an den Opfern erleben wir derzeitig. Weder nach dem geltenden Recht wird uns geholfen noch wird unsere Würde wiederhergestellt. Wir werden weniger, jeden Tag, und so mein Eindruck, das ist im Kalkül der Verantwortlichen.
Meine Forderung an die Politisch verantwortlichen im Land Brandenburg , aber mit Nichten, nicht nur da.
Sofortige Überprüfung aller abgeschmetterten Anträge nach dem (StrRehaG) von Amtswegen seit dem 02.12.2010 so wie das schon auf Seite 53 im Abschlussbericht AB Heimerziehung Ost gefordert wird. Sofortige Rehabilitation nach dem (StrRehaG) aller ehemaligen Insassen von Spezialheimen und Jugendwerkhöfen der ehemaligen DDR!
Nachzahlung der bis heut entgangenen Renten seit dem 02.12.2010 nach dem OEG 250,00€ p. M. bei einer maximalen Bearbeitungszeit von 6 Monaten und selbst das wird für viele Betroffene der ersten Generation zu spät sein.
Schaffung eines Entschädigungsgesetzes mit Rechtsanspruch für die Betroffenen.
Das wäre mein Vorschlag an die Koalition in Brandenburg zur Verständigung.
„verständigt sich über ihre Position zu Spezialheimen“
Ich möchte bei dieser Gelegenheit alle Betroffenen aus dem Land Brandenburg bitten die einen Antrag nach den (StrRehaG) gestellt haben ob beim LG oder beim OLG und der abgewiesen wurde sich zu melden. So kann ein reales Bild entstehen in welcher tatsächlichen Situation wir sind. Dafür reicht die Übersendung oder zur Verfügung Stellung des Deckblattes des Beschlusses der entsprechenden Kammer oder das Aktenzeichen.
Bitte an:
lutz.adler

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Samstag, 6. Juli 2013, 09:18

Vermisste Heimjungen haben eine neue Bleibe gefunden

Die drei vermissten Jugendlichen aus den umstrittenen Haasenburg-Heimen sind in Hamburg gestrandet. Nach ihrer Flucht haben sie sich in der Hansestadt bei einer Sozialeinrichtung gemeldet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits in mehreren Fällen von Misshandlung gegen die Heimbetreiber.


Bitte weiterlesen unter:http://www.sueddeutsche.de/panorama/misshandlungsvorwuerfe-in-brandenburg-vermisste-heimjungen-haben-eine-neue-bleibe-gefunden-1.1713160

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Freitag, 11. Oktober 2013, 12:04

Das Elend nimmt seinen Fortgang und die Deutschen haben nichts gelernt, wie denn auch.
Schaut in die Historie, die beiden großen Kriege des letzten Jahrhunderts gingen von Deutschem Boden aus.
Es reicht schon aus, wenn einer toll reden kann und alle heben den rechten Arm.

Die Lemminge haben über Nacht noch schnell ein paar Junge gemacht. Haben aber versäumt, ihnen Hirn mitzugeben, weil sie selbst keines mehr haben.

Im Zeitalter von tausend und einem Assistenten im Fahrzeug werden sie immer wohlgefälliger und bequemer.

Warum soll ich mich um den anderen kümmern....Hauptsache mir gehts gut.

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