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Wenn ich mal krank werde..

Antworten im Thema: 14 » Der letzte Beitrag (7. Juni 2011, 19:34) ist von Monika57.

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1

Montag, 6. Juni 2011, 13:39

Wenn ich mal krank werde..


Wie ich in einen Thread heute schrieb.....Stolpern...Schmerzen usw. Inzwischen ist es schon viel besser....Dank Kühlung mit Eis.Und ich kann schon wieder (fast), ohne humpeln zu müssen , laufen.
Einige User bekundeten ihr Mitgefühl und gaben mir auch liebgemeinte Ratschläge.Arzt...Krankenhaus.....
Und diese Vorschläge bringen mich immer zum grübeln....
Weil mein erster Gedanken ist dann immer : Was ist mit meiner Nelly??---wenn ich tatsächlich mal richtig krank werde??
Ich hatte wegen meinen kaputten Bandscheiben immer wieder mal Phasen,in denen ich mich mit zusammengebissenen Zähnen hier rumschleppte....manchmal ging garnichts mehr und ich lag nur hilflos da. In diesen Phasen machte dann Nelly den Haushalt...so gut sie es konnte.
Sonst war/ ist eigentlich niemand da, der helfen könnte.
Naja....um nochmal auf Nelly zu kommen : Ich habe mir von einigen Leuten schon anhören müssen, das sie eigentlich schon viel mehr machen müsse.Schließlich sei sie schon 15 Jahre alt usw...usw..
Die Leute wussten das Nelly sehr krank war und einfach erst noch viel lernen muss.
Und ein großes Proplem war---das war den Leuten auch bekannt : Nelly wurde von meiner verstorbenen Frau total unterdrückt.Ihr wurde jede Möglichkeit genommen,sich frei zu entfalten. Nun taucht die Frage auf :Warum habe ich nicht‘s davon gemerkt?
Ich war einfach überlastet! Pflege der Frau....Betreung von Nelly...und ich ging jeden Tag ein paar Stunden ehrenamtlich arbeiten.Das musste ich machen...ich musste hier für ein paar Stunden weg.Sonst wäre ich auf der Strecke geblieben...
Natürlich mache ich mir heute deswegen Vorwürfe....
Aber anderseits sage ich mir dann, was hätte es geändert? Als ich arbeiten war,war Nelly sowieso in der Schule.
Noch was dazu---
Das Nelly so ruhig war...verschlossen...und in sich zurückgezogen lebte...da gab es von den Ärzten ( die ich mit Nelly reihenweise konsultierte ) die verschiedensten Erklärungen.Jeder erzählte mir was anderes. Ich schickte dann Nelly zu einer Kinderpsychologin...
Nach etlichen Stunden dort brach ich die Behandlung ab...es brachte einfach nicht’s...und ich war mir auch unsicher geworden...was stimmte an Nelly’s Verhalten....was nicht??
Ich selbst erlebte sie als ruhig....lieb...und meine Frau erzählte mir die tollsten Sachen...wie Nelly sich benehmen würde wenn ich nicht anwesend sei.Ich konsultierte wieder die verschiedensten Ärzte...und langsam kam der Verdacht auf( nicht bei mir—ich wusste nicht mal das es soetwas gibt )..das meine Frau unter dem Münchhausen- Syndrom litt ( kann man im Net nachlesen )...naja....und ihre Einbildungen übertrug sie auf Nelly. Es war....wie eine seelische Mißhandlung...anders kann ich es nicht beschreiben...
Meine Frau ist nun ca. 3 Jahre tot....und es hat mich sehr viel Zeit ,Liebe..und..und..gekostet
das sich Nelly um 180 Grad gedreht hat...*normal* ist...
Aber sie ist halt doch noch unselbstständig....und somit taucht für mich immer wieder die Frage auf : was wird mit ihr.....sollte ich wirklich mal richtig krank werden??


Ich weiß eigentlich garnicht, warum ich soviel geschrieben habe...
Das beschäftigt mich halt ;(

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monusch

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Krebs

2

Montag, 6. Juni 2011, 13:55

hallo hippie,
bitte nichts hervorrufen - du wirst einfach nicht soo krank, dass sich das problem ernsthaft stellt. und wie du schriebst, hat nelly in den phasen deiner bandscheibe den haushalt so gut als möglich geführt. sie wird älter und es wird immer besser klappen. ich bin da eigentlich ganz zuversichtlich, zumal ich nelly als erstaunlich erwachsenes und vernünftiges mädchen kennenlernte. wenn ich da an andere in dem alter denke... weichgespült, sich irgenwie ähnlich sehend, markenklamotten, schminke noch und nöcher, seltsame gedanken im kopf - wenn überhaupt welche...
nelly wird mit den aufgaben wachsen. wenn ich dran denke wie ich gebangt habe, als ich mit 14, 15 den ersten karpfen blau machen sollte. der lag nunmal da, meine mutter danieder und gegessen werden sollte auch. mein "2. vater" gehörte einer generation an, die es nicht so mit der hausarbeit hatte, weshalb man mir den fisch überließ. es klappte und alle haben es überlebt.
kopf hoch hippie...
Signatur von »monusch«
"kopf hoch, a...backen fest im sattel und durch! "
(motto einer weisen alten dame aus meiner kinderzeit)

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3

Montag, 6. Juni 2011, 14:02

Hippie, ich finde es gut, das Du so " viel " geschrieben hast.
Ich finde es klasse, das Du den Mut aufbringst, über Deine jetzige Situation zu schreiben.
Es ist nicht einfach.
Hippie, ich kann Dir einfach nur ganz viel Kraft wünschen.
Ich schicke Dir und Deiner Nelly mal ganz viele Knuddels.

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4

Montag, 6. Juni 2011, 14:19

Hippie, toll wie du es wieder gibst und ehrlich, ich ziehe den Hut vor dir. Warum? Nun, weil ich selten so ein Papa erlebt habe, wie dich und dat meine ick ganz ernst.
Deine Nelly wird mit deiner Hilfe auch ihren weg gehen und mein alter Zausel, trau ihr einfach alles zu, sie ist ein starkes Mädel.
Hippie du gibst dein bestes und nur darauf kommt es an.

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5

Montag, 6. Juni 2011, 15:55

Hippie,ich glaub,Du bist der beste Papa der WElt
Ich find es einfach toll,wie sehr Du Dir Gedanken um Deine Nelly machst
Schon ganz schwierig,mit dem Münchhausner
Du machst das ganz super und Nelly wird es Dir danken



Lg Sabine

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Fritzchen

unregistriert

6

Montag, 6. Juni 2011, 17:08

Hi Hippie,

Gott sei Dank. leben wir in Deutschland nicht im luftleeren Raum.
Mag man von diesem Staat halten was man will, einiges tut er schon für seine Kinder.
Ich habe in meinem Betrieb, ca 800 Lehrlinge, die natürlich nicht von mir allein betreut werden, einen Lehrling, der bei seiner Mutter, ohne Vater lebt.
Diese Mutter mußte nun ins Krankenhaus.
Der Junge stand von einem Tag zum anderen allein da. 18 Jahre alt, wird in diesem Jahr noch 19.
Zwar schon volljährig, aber vollkommen hilflos. Zum Führen eines Haushalts noch vollkommen ungeeignet.
Nach ein paar Tagen hat er den Mut gefaßt und sich auf der Arbeit einem Betreuer seines Vertrauens anvertraut.
Innerhalb eines Tages ist es gelungen über das Jugendamt einen Betreuer zu organisieren, der den Jungen 3 mal wöchentlich in der Wohnung aufsucht und ihm hilft. Es stand wohl auch zur Wahl, ihn für die Dauer des Aufenthalts seiner Mutter im Krankenhaus, in einem Heim unterzubringen, aber dann hat man diese, wohl bessere Lösung gefunden.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Ob alle Ämter da mitziehen und schnell helfen, weiß ich natürlich nicht.

Fritzchen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fritzchen« (6. Juni 2011, 17:47)


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7

Montag, 6. Juni 2011, 18:03

versteh ich nich. hast du nicht noch drei oder vier andere kinder? so eng kanns ja nu nich sein.

thinker

unregistriert

8

Montag, 6. Juni 2011, 18:35

niemals, aber auch niemals das jugendamt mitmischen lassen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

9

Montag, 6. Juni 2011, 18:39

niemals, aber auch niemals das jugendamt mitmischen lassen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Warum nicht????
Sorry, aber ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Jugendamt gemacht.

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10

Montag, 6. Juni 2011, 19:09

versteh ich nich. hast du nicht noch drei oder vier andere kinder? so eng kanns ja nu nich sein.

---------------------------------------------------

Ich überlege gerade....
Nein...dazu gebe ich keine Erklärungen ab...oder doch...ein bißchen
nur soviel....ja, ich habe noch mehrere Kinder....
auch hier in der Nähe..
Aber warum...und wieso die nicht helfen usw..usw...das hat seine Gründe,die ich hier nicht ausbreiten möchte.
Aber wenn ich das oben geschilderte *Proplem* wegen Nelly nicht hätte,hätte ich auch nicht darüber geschrieben ( gemeint ist : keine Hilfe usw )...ich schreibe sowas hier nicht aus Langeweile...

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11

Montag, 6. Juni 2011, 19:28

niemals, aber auch niemals das jugendamt mitmischen lassen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

---------------------------------------------------------------------------------------
Naja...da bin ich zwiegespalten...

Ich hab gute und schlechte Erfahrungen gemacht...

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Fritzchen

unregistriert

12

Montag, 6. Juni 2011, 19:40

Aber wenn ich das oben geschilderte *Proplem* wegen Nelly nicht hätte,hätte ich auch nicht darüber geschrieben

Versteh ich das richtig, daß deine anderen Kinder hier mitlesen ? Ich will dir mit meiner Frage aber nicht zu nahe treten.

Fritzchen

13

Montag, 6. Juni 2011, 19:45

Aber wenn ich das oben geschilderte *Proplem* wegen Nelly nicht hätte,hätte ich auch nicht darüber geschrieben

Versteh ich das richtig, daß deine anderen Kinder hier mitlesen ? Ich will dir mit meiner Frage aber nicht zu nahe treten.

Fritzchen

-------------------------------------
Kommt das so rüber :huh: --dann hab ich mich falsch ausgedrückt :huh:
Nein..Nein....die lesen hier nicht mit...

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14

Dienstag, 7. Juni 2011, 18:36

wenns soweit ist, wende dich ans jugendamt. hier kannste keine hilfe in diese richtung finden.

Monika57

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15

Dienstag, 7. Juni 2011, 19:34

Lieber Hippie,

keine Ahnung, aber mich haben die Worte sehr berührt, die du geschrieben hast....
du hast eine Menge geleistet, Hippie, und du darfst stolz darauf sein, was du geschafft hast.

Ich verstehe sehr gut, dass du dir Gedanken machst, was ist, wenn.... leider kann dir diese Sorge auch keiner wirklich abnehmen, aber ich möchte dich trotzdem ermuntern, dir diese Gedanken dann zu machen, wenn es wirklich so weit ist.
Solche Gedanken kosten nämlich eine Unmenge Zeit und vor allem Energie, die du grad anders brauchen kannst.

Hm, während ich schreibe, merke ich, dass das vielleicht doch keine super gute Lösung ist - denn wenn du nun mal die Gedanken hast, dann sind sie halt da....Vielleicht ist es gut, wenn du dir wirklich ein paar wenige Überlegungen "gönnst", was wäre wenn....gibt es Menschen, denen Nelly vertrauen würde....und du auch...mit denen ihr reden könntet? Gibt es Freunde von Nelly, Eltern anderer Kinder?

Hippie, ich wünsche dir immer wieder ganz viel Kraft, Liebe und Durchhaltevermögen für deine Nelly, und noch einmal: Schau auf das, was du in den letzten drei Jahren geleistet hast.

Liebe Grüße
Monika

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