Das Verhältnis zwischen Freunden oder auch Eltern und Kindern ist oft sehr schwierig. Man kann nicht immer jemanden an die Hand nehmen, wenn er etwas nicht packt bzw. nicht will. Da muss er eines Tages auch alleine durch und auch mal richtig auf die Schnauze fallen, so dass er die Einsicht bekommt und sich grundlegend ändert. Ich spreche jetzt speziell von einem guten Freund, der dem Alkohol verfallen ist. Egal, wie und was ich mache, es hilft nicht. Sein bester Freund ist und bleibt der Alkohol. Letztendlich nützt es nichts, wenn man sich einmischt und helfen möchte. Er allein entscheidet, wann damit Schluß ist und er ein anderes Leben führen möchte, auch wenn es letztendlich nach einem Totalabsturz ist.
Bei Kindern und Eltern ist es so, dass die Eltern nur das Beste wollen und die Kinder alles besser wissen. Waren wir früher anders? Ich glaube nicht. Auch hier ist es so, dass man sie machen lassen muss, sie auch mal gewaltig auf die Schnauze fallen müssen, um zu erkennen, dass ihr Weg doch nicht der Richtige ist. Genau dann kann man als Eltern einfach nur da sein, wenn Hilfe benötigt wird. Jedoch sollte man da auch aufpassen, dass man dies nicht ausnutzt. Ich bin der Meinung, dass man als Eltern den schon großen Kindern einfach nur mit Rat und Tat zur Seite stehen und sie machen lassen sollte. Ab und zu mal die Meinung sagen, mehr aber auch nicht. Denn sie sind jung und wollen eigene Wege gehen und auch mal andere Wege probieren. Wer dies nicht probiert, wird nie wissen, ob es funktioniert oder nicht. Manchmal wird man auch als Eltern belehrt, dass es so doch geht. Oft hat man allerdings einfach nur Recht. Die Erkenntnis kommt meist sehr spät, aber sie kommt.
Mein Motto ist da immer loslassen, beobachten und einfach nur bedingt da sein, wenn die Kacke am Dampfen ist.