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Jugendwerkhof Lehnin

Antworten im Thema: 9 » Der letzte Beitrag (17. Juli 2018, 12:09) ist von tribalpaul71.

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Forengeist

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Steinbock

1

Montag, 25. Oktober 2010, 06:32

Jugendwerkhof Lehnin

1968 - 1972

Zwangsarbeit im Stahl und
Walzwerk "Roter Stern"
in Brandenburg / Havel


SED - Sowjetzone


Auszug aus den Unterlagen der rotfaschistischen Staatssicherheit (MFS)

Hier kannst Du alles posten, an was Du Dich erinnerst
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Hinweis:

Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.

monkey38

unregistriert

2

Mittwoch, 17. November 2010, 16:30

Traurige Zeit

Ich bin ein Jahr lang hier in Lehnin gewesen, bis Mitte ´86 und hab, ehrlich gesagt, keine angenehmen Erinnerungen an diese Zeit. Der Begriff "Zwangsarbeit" trifft es wirklich genau auf den Punkt. Im Werkhof selbst waren Drangsalierungen, Demütigungen und Unterdrückung an der Tagesordnung. Sicher hat das wohl kaum einen "umgebracht", auf unserem Weg in die Zukunft hat es uns jedenfalls auch nicht weiterbringen können, zumal die Ausbildung im SWB ja bestenfalls mit ´nem Teil-FA beendet werden konnte.

Obgleich Lehnin ja ein "offener" Werkhof war, schwebte doch allgegenwärtig das `Damoklesschwert" namens Torgau über den Köpfen aller, die sich mit dem Gedanken des "Abhauens" trugen. Was also war da (bitteschön) offen?

Ich hoffe nur, daß auch unsere damaligen "Erzieher" sich rechtzeitig und aufrichtig ihrer Vergangenheit stellen und wenigstens im Ansatz versuchen, diesbezüglich mit ihrem eigenen Gewissen ins Reine zu kommen, denn was heutzutage viele von denen gern über sich behaupten, sie hätten es im Grunde doch mit uns "idiologisch Verirrten" nur "gut gemeint", ist doch letztlich glatter Selbstbetrug, quasi Heuchelei und eine reine Schutzbehauptung.

Man sollte uns für die "gestohlene" Zeit und die selische wie physische Unterdrückung dort eine Entschädigung zahlen!

Beste Grüße von Micha aus Berlin X(

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torher100

unregistriert

3

Montag, 10. Februar 2014, 07:27

Hallo Leute !
Ich war 3 Jahre in diesem JWH Lehnin und kann das nur bestätigen was hirmonky38 schreibt.
Ich weis zar nicht wem er als Erzieher hatte, aber der schlimmste von allen war der Herr Müller.
Es war ein richtiger Sardist er hatte es ja mit dem JWH- leiter Grohmann ja sehr mit der GST gehabt.
Man was waren das für Dumme spiele gewesen.
Dieser Grohmann hat ja von dort Jugendliche mit einer Freude nach Torgau geschickt.
Lehnin war ja in Torgau ständig vertreten. es gab nicht einen Zeitraum wo keiner von Lehnin dort war.
Das SWB wurde ja nicht um sonst die Knochenmühle genant, leider spreche ich ja da aus Erfahrung.
Ein Stück Geschichte vom SWB steht jetzt hier in Riesa im Stahlwerk auf dem Schrotplatz.
Daran habe ich selbst arbeiten müssen. Es handelt sich dabei um die Kaltschere 1.
Als ich dieses Ding da entdeckte kamen gleich wieder die Erinnerungen hoch.
Die besten Grüße von
torher aus Riesa

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kutscher

unregistriert

4

Montag, 10. Februar 2014, 18:56

hallo torher100
Kaltschere 1.
was ist da ? :)

gruss

torher100

unregistriert

5

Mittwoch, 19. Februar 2014, 21:24

Hallo Kutscher !
ich versuche dir das mal zu erklären was eine Kaltschere ist.
Dieses ist eine monströse Maschine womit man Stahlriegel im klatem oder strak abgekühlten zustand auf bestimmte längen zerteilt.
Leider konnte ich nicht eher Antworten da mein Profil weg war und ich auch keine Zeit hatte
Gruß Torher100

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kutscher

unregistriert

6

Sonntag, 2. März 2014, 12:39

hallo torher100,

früher ohne elektrotechnik (SPS), eine schweißtreibende arbeit, unmittelbar an der maschine.
heutzutage laufen sie vollautomatisch eingesetzt für (vollmaterial, stabstahl) abzulängen.
danke für die anmtwort. :)

gruss

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Schleie

unregistriert

7

Freitag, 7. März 2014, 13:28

Hallo Mädels und Jungen
Ich war von1982-1983 auch im JWH Lenin.

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Michael Rohland

unregistriert

8

Sonntag, 15. Februar 2015, 01:24

Ich stelle mich vor hier, ich war auch im JWH Lehnin

Im Jugendwerkhof Lehnin kam ich im 9/1987, über das "durchgangsheim Alt Stralau 34" ( ein Alptraum) und war hier bis zum 03.10.1988,
Hier musste ich 3 Schichten schuften im Stahl und Walzwerk Brandenburg, ich war zu dem Einkäufer (war ja nie kriminell, also habe ich das eingekauft was gebraucht wurde und konnte immer ein paar Stunden ins Dorf)
Ich würde hier gezwungen in die FDJ einzutreten, ich hab's mir auch nicht nehmen lassen zur Entlassung diesen Ausweis zu zerreißen in ganz kleine Teile und sie denen noch übern Hof zu streuen
" alle erarbeiteten Gelder sind FDJ Gelder, wer nicht drinnen ist bekommt keinen Lohn" Lohn aber gabs eh nicht

So war das, hatte meine ersten Kontakte mit der Stasi, nicht als Täter!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jw1hal« (15. Februar 2015, 21:28)
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Träumer

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Zwillinge

9

Montag, 1. Mai 2017, 23:33

Lehnin

Hallo,ich war 3 Monate im D-Heim bramow, davon 1 Monat nur in der Zelle bis ich mir das Privileg verdient habe in die Gruppe zu wechseln,da ich schon seit 78` in verschiedenen Heimen war konnte mich nichts mehr so leicht erschüttern,aber was ich im Werkhof erlebt habe war einfach nur den Willen brechen egal mit welchen Methoden.. Mein Erzieher war Herr Kumpe ein Berufssoldat .. morgens im Winter mit kurzer Hose raus in den Schnee Frühsport zum Wachwerden.. Das waren aber noch die harmlosen Sachen,von Misbrauch und Schlägen unter den Jugendlichen,klauen Erniedrigung usw.. ich denke heute noch mit Grausen zurück an die Zeit, Ich habe mindestens 3 mal in der Zelle im Haupthaus gesessen, (mehrere Wochen insgesamt)und warum, weil ich da nicht sein wollte und abgehauen bin, und wenn ich daran Denke wieso ich überhaupt in den Werkhof gekommen bin, weil ich nicht im Heim bleiben wollte und dort 2 mal ausgerissen bin.. naja ist lange her, :thumbup:

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tribalpaul71

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Waage

10

Dienstag, 17. Juli 2018, 12:09

Auch ich war in Lehnin

Hallo!

Ich war 1,5 Jahre im JWH in Lehnin. Ich habe auch im SWB gearbeitet.
Im Moment versuche ich alles aufzuarbeiten. Ich habe die Anlaufstelle für ehemalige Heimkinder aufgesucht und bekomme nun die Unterlagen von Lehnin zugeschickt. Meine Stasi-Akten möchte ich mir auch ansehen, wer weiß was da rauskommt...
Unterlagen aus dem Heim kann ich auch bald einsehen.
Eine krasse Zeit und viele Erinnerungen...

Gruß Paul

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