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vivi0204

unregistriert

1

Sonntag, 14. März 2010, 21:29

Suche Leute, die als Kinder 1966/67 im ehemaligen Rot-Kreuz-Kinderheim Bad Dürrheim waren

Hallo,



ich wurde durch einen Tipp auf diese Website aufmerksam gemacht.

Mein Anliegen ist es, Leute zu finden, die wie ich in den 60-iger Jahren, speziell 1966/67 im Rot-Kreuz-Kinderheim Bad Dürrheim waren.

Da ich persönlich dort - über 7 Wochen - eine sehr schlimme Zeit dort erlebt habe, wäre ich froh Menschen zu finden, die ebenfalls dort waren und vielleicht sogar ähnliches wie ich erlebt haben.

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Andreas62 (02.02.2012), pks (14.11.2014), Juli (04.03.2015), nemamiah (17.02.2016)

2

Donnerstag, 10. Februar 2011, 12:22

Bad Dürrheim 1966

Hallo,

ich war auch dort, gerade mal 6 Jahre alt. Es war ebenfalls eine schlimme Zeit für mich.

Liebe Grüße

Andrea

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nemamiah (17.02.2016)

brita14

unregistriert

3

Sonntag, 13. März 2011, 20:08

Hallo,
ich war auch vor meiner Schulzeit dort. Habe danach jahrelang Albträume gehabt. Was genau habt ihr dort erlebt? Ich habe nur noch vage schlimme Erinnerungen...
Liebe Grüße
Brigitte

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nemamiah (17.02.2016)

Belinda

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4

Dienstag, 22. März 2011, 19:45

Hieß das Kinderheim in Bad Dürrheim Haus Tanneck?

Hallo,
ich war damals 4 Jahre alt und mit meiner Schwester 1962/1963 4 Wochen im Kinderheim Haus Tanneck, Bad Dürrheim. Es war eine schreckliche Zeit. Eine Ordensschwester schlug mich ins Gesicht als ich den Kakao verschüttet hatte und ich wurde eingesperrt in dem Raum, in dem die Koffer aufbewahrt waren von all den Kindern, warum weiß ich nicht mehr. Im Garten gab es eine Rutsche und ein Plantschbecken. Wenn wir badeten kamen oft die Bremsen und wir Kinder waren ganz verstochen und zerbissen. Viele Jahre war das alles vergessen und nun tauchen wieder Bilder von damals auf.

Herzliche Grüße Belinda

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WernerR (14.04.2012), Juli (04.03.2015), nemamiah (17.02.2016)

brita14

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5

Sonntag, 27. März 2011, 10:21

Hallo,
ich erinnere mich auf dem Spielplatz an ein Gerät, in der Mitte war ein Rad und man konnte sich damit drehen. Davon wurde mir schlecht und ich mußte mich in den kleinen Toiletten übergeben. Ich glaube, daraufhin wurde ich auch geschlagen.... Ansonsten hatte ich schlimmes Heimweh, das aber nicht beachtet wurde.
Mir war gar nicht klar, daß auch andere so schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Gruß Brigitte

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WernerR (14.04.2012), nemamiah (17.02.2016)

Andreas62

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Zwillinge

6

Donnerstag, 2. Februar 2012, 08:35

hatte div Aufenthalte

war auch mehrmals in der Vor-Schulzeit über mehrere Wochen dort wegen meiner Bronchien.
ja ich kann mich auch drann erinnern:
Heimweh würde verspottet, viele waren in ihrer Angst Bettnässer. Wer nicht passte wurde blossgestellt.
Nachts ging die "Tante Hanna" Holzapfel auf Patrouille hat die Betten gecheckt und den "Missetäter" sogleich geschlagen.
Die Ordenschwester war "Schwester Gertrud" Walter in der Tracht einer Rotkreuzschwester (anscheinend eine WeltkriegsVeteranin)
Alle waren sehr nett und freundlich wenn uns die Eltern brachten bzw abholten (die waren begeistert). Aber ganz anders in der zeit dazwischen
Mich holt es immer wieder periodisch ein und ich beginne zu grübeln, ob da nicht mehr passiert ist (auch mit einem selbst).
kann mich noch an die appellmäßige Morgentoilette erinnern bzw die Badetage. irgendwas war dort nicht in ordnung.

Grüsse
Andreas

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JW1HAL (02.02.2012), WernerR (14.04.2012), nemamiah (17.02.2016)

7

Freitag, 13. April 2012, 14:48

Bad Dürrheim

Hallo,

bin ganz frisch hier im Forum!

Ich war für 7 Wochen von August bis Okt. 1974 im Kindersolbad Bad Dürrheim wegen bronchialer Probleme. Ich war damals 4 Jahre alt und habe daher nur vage Erinnerungen.

Die Erinnerungen, die ich habe, sind aber durchweg negativ und quälen mich zeitweise dahin gehend, ob ich einiges verdrängt habe... Ich weiss noch, dass ich rote Beete essen musste und solange am Tisch sitzen musste, bis der Zeller leer war. Danach musste ich mich übergeben und wurde gezwungen, alles selbst wegzuwischen. Mir wurde von größeren Kindern ein Kopfkissen aufs Gesicht gedrückt, bis ich das Gefühl hatte ich bekomme keine Luft mehr, ich hatte vorher wohl geweint. Am Ende der 7 Wochen war ich gemästet und meine Eltern haben mich kaum wieder erkannt, meine Klamotten waren mit großen Sicherheitsnadeln zusammengehalten.

War jemand auch zu dieser Zeit dort? Es erschüttert mich zutiefst, was bisher geschrieben wurde.

Jojo

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JW1HAL (13.04.2012), WernerR (14.04.2012), nemamiah (17.02.2016)

8

Dienstag, 29. Mai 2012, 06:49

Hallo,

ich war 1967 mit 8 Jahren in Bad Dürrheim. Es war eine absolut schreckliche Zeit, die mich immer wieder einholt und immer noch Albträume verursacht. Bisher bin ich noch gar nicht auf die Idee gekommen nach Personen zu suchen, die das gleiche erlebt haben. Ich war am Ende auch wie gemästet und meine Familie erkannte mich kaum wieder. Ob die uns etwas ins Essen gemischt haben?

Bin sehr froh, eure Beiträge gefunden zu haben.

Lieben Gruß
Hanni

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JW1HAL (29.05.2012), nemamiah (17.02.2016)

Uwe.H.Werner

unregistriert

9

Sonntag, 21. Oktober 2012, 19:51

Hallo ,
ich bin zufällig auf diese Seite gestossen und habe mir alle Kommentare durch gelesen.
Von meiner seite kann ich nicht bestätigen das es so im kinderheim gewesen ist. Ich war
Feb. bis Apr. 68, okt.69 bis jan 70 und von juli bis Aug. 73 im Kindersolbad Bad Dürrheim.
Der damalige Chefarzt war ein Dr. Kleinschmidt. Von uns wurde keiner geschlagen oder dergleichen.
Will abernicht abstreiten das das passiert sein könnte es waren ja über hunderte von kindern in diesem heim.
Welches auch zwei aussen bereiche hatte wo die kleinen gewesen sind wenn ich mich richtig erinnere.

Es ist aber schön jemanden zutreffen der auch im Kindersolbad Bad Dürrheim gewesen ist auch wenn er sehr schlechte erfahrungen gemacht hat.

Viele Grüße aus Hannover

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stefan mahlstaedt

unregistriert

10

Dienstag, 5. März 2013, 20:56

DRK KIndersolbad

Hallo,

habe mich schon öfters mit dem Gedanken beschäftigt, ob ich mal versuche LeidensgenossInnen zu finden oder überhaupt mal etwas über die Zeit dort rauszufinden. Nach dem Film gestern abend im ZDF über Heimkinder habe ich mich nun entschieden. Ich war fünf oder sechs Mal im Kindersolbad wegen Asthma. Von 1967 bis 1970 etwa. Chefarzt war DR. Kleinschmidt. Der war nett, ich frage mich immer noch, ob der wusste, was sich ansonsten dort abgespielt hat. Schläge, Ruhigstellen mit Valium, Ausprobieren von neuen Medikamenten, Kotzeaufessen, Drohen mit Verlängerung, an den Ohren hochziehen, nur drei Blatt Klopapier ..... ein Schlafsaal, ein Esssaal, ein Waschraum und ab und zu ein Bad in dem riesigen Badezimmer ohne Privatsphäre mit zig Badewannen, Liegekuren am Tage, MIttagsschlaf alle auf eine Seite liegen damit nicht gesprochen wird, wer spricht kriegt Haue.Schläge auf nackten Po auch von umsteheneden Gruppenmitgliedern ( Du darfst auch mal ). Es gab noch die Krankenstation im Extrahaus im hinteren Bereich des Anwesens, dort war es netter, nur dreier ZImmer etc. Ich frage mich immer noch, ob man diesem DRK Bund mal das Erlebte schildern sollte?

Stefan

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armagehton

unregistriert

11

Freitag, 6. September 2013, 21:23

Kinderheim Bad Dürrheim, Träger mir nicht bekannt.

Hallo,

auch ich und mein Bruder waren vmtl. 1962 in dem beschriebenen Heim für 6-8 Wochen untergebracht. Mutter war damals im Krankenhaus wg. OP, Vater hatte uns dort hin gefahren. Das Heim wurde von Schwestern in grau-weißen Trachten geleitet, die Trägerschaft ist mir nicht bekannt. Auch ich erlebte damals Züchtigungen und seelische Grausamkeiten. Geschlagen wurde, teils mit Gegenständen wie Kunststofftennisschlägern o.ä. was zur Hand war bei jeder den Schwestern passenden Gelegenheiten, z,B. wenn nicht aufgegessen wurde, wenn ein Kind vorlaut war, wenn es im Bad im Keller nicht so zuging, wie die Schwestern es wollten. Man wurde auch manchmal mitten in der Nacht von der Schwester aus dem Bett gerissen und geschlagen, wenn sie meinte, jemanden reden gehört zu haben. Die Kinder wurden teils gegeneinander aufgestachelt und ausgespielt. Nach, ich glaube, sechs oder acht Wochen wurden wir dann von Vater wieder abgeholt. Über das Erlebte wurde nie gesprochen, zumindest nicht mit den Eltern, denn die glaubten eher den Schwestern als uns Kindern. Das einzig Schöne, an was ich mich erinnere ist, dass wir auf einer der vielen sinnlosen Wanderungen auf einem sandigen Waldweg Millionen von Marienkäfern vorgefunden hatten, die den gesamten Weg wie einen Teppich bedeckten.

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moni1957

unregistriert

12

Donnerstag, 27. Februar 2014, 11:26

Auch ich war dort

Hallo alle,

ich war zwar kein Heimkind, aber auch ich war Mitte der 60er Jahre zur Kur in diesem Kindersolbad, wegen vorheriger langer Lungenentzündung. Ich war damals wohl so ca. 8 Jahre alt. Für mich persönlich kann ich das meiste, was meine Vorgänger hier geschrieben haben, nur bestätigen. Meine damalige Kur dort dauerte 6 Wochen. Die einzige positive Erinnerung ist ein Nachmittag, an dem dort eine "Tante Moni" ihre Gitarre rausholte und wir Lieder sangen. An andere Namen kann ich mich nicht mehr erinnern. Ansonsten... oje. Ich war damals das erste Mal alleine von zuhause weg, hatte sehr schlimmes Heimweh, viel geheult. Es gab nur Ignoranz oder blöde Sprüche seitens der "Tanten". Aber an das Kotzeaufessen kann ich mich auch noch gut erinnern. Stubenarrest gabs auch jede Menge. Da ich damals kein mageres Kind war (aber auch nicht dick, wenn ich mir alte Fotos ansehe) wurde ich auf "Dickenkost" gesetzt. Wir durften nichts tun, was nicht von den "Tanten" bestimmt wurde oder erlaubt wurde. An Schläge kann ich mich persönlich zwar nicht erinnern, aber vielleicht habe ich das auch verdrängt. Wenn man nicht gespurt hat, wurde man nachts auch schon mal zum Schlafen in ein stockdunkles Einzelzimmer gesteckt. Die Angst wurde dadurch nicht geringer... Eine Farce war auch die Post an die Eltern. Wir mussten haargenau das schreiben, was uns eine "Tante" vorher an eine Tafel geschrieben hatte, also wie schön es doch dort sei und wie gut es uns gefällt. Anfangs mitgebrachte Leckereien (meine Eltern hatten mir gesagt ich soll mir davon och was aufheben, damit ich auch noch was für die Rückfahrt habe) wurden von allen eingesammelt und kamen in einen verschlossenen Schrank, ab und an wurde dann an alle ein bisschen daraus verteilt. Wir sollten teilen lernen. Genauso wurde mit dem Inhalt von Päckchen von den Eltern verfahren. Mitgegebenes Taschengeld wurde komplett eingezogen und erst zum Schluss wurden dafür (von den "Tanten") Souvenirs gekauft. Zwischendurch gab es kein Geld, sowieso gab es Ausgang nur in der Gruppe unter Aufsicht. An viel mehr kann ich mich nicht erinnern, will es vielleicht auch nicht. Ich weiß nur, diese 6 Wochen waren schlimm. Und auch klar - nach der Rückkehr haben mir meine Eltern das alles natürlich nicht geglaubt, haben es auf meine Fantasie und mein Heimweh geschoben. Das tat fast genauso weh.

Im übrigen habe ich ähnliche Erlebnisse damals auch in einem Berliner Kinderkrankenhaus gehabt.

So, nun bin ich's mal los. Grüße aus Berlin an alle Leidensgenossen!

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13

Samstag, 12. Juli 2014, 20:55

Haus Tanneck Bad Dürrheim

Hallo,
Ich war 1966 im Alter von fünf Jahren für sechs Wochen dort. Kann alles bereits gesagte bestätigen und habe bis heute mit den Folgen zu kämpfen. Es gab ein neunjähriges Mädchen, das sich ein bisschen um mich gekümmert hat. Ich habe sie bis heute nicht vergessen, weiß auch noch ihren Vornamen und den eines anderen Leidensgenossen. Erinnert sich jemand an "bi-Ba-Butzemann " Singen im Soledampf? Wegen der kranken Bronchien. Das war noch das beste. Und der silberne Löffel, den es mit nach Hause gab und der mich noch jahrelang aus der Besteckschublade " angestrahlt" hat, war eine Tanne drauf wegen Tanneck. Es war wirklich richtig schlimm dort, heute wohl unvorstellbar, hoffe ich. Damals " normal"?
Herzliche Grüsse

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Andreas62 (03.01.2016), nemamiah (17.02.2016)

14

Montag, 25. August 2014, 18:22

Bad Dürrheim Erholungskeim 1966 mit 4 Jahren

Ich wurde 1966 mit gerademal 4 Jahren für 6 Wochen in Erholung nach Bad Dürrheim geschickt. Meine Mutter sagt, ich sei aufgewecktes nettes Kind gewesen, das sehr gerne sang. Danach nicht mehr. Meine Mutter war erschrocken über meinen Zustand als ich heimkehrte. Ich lachte nicht mehr, ich sang nicht mehr. Die haben mir wohl mein Urvertrauen gebrochen. Ich habe dadurch für immer dicht gemacht. Ich kann mich an nichts mehr erinnern, nur an eines, zum Schlafen bekam ich halbrundes Gestell auf mein Bett gestellt und dann die Zudecke darüber. Ich denke das nutzte man nach Beschneidungen. Ich wurde aber nicht beschnitten. Ich habe sehr gefroren. Nicht mal jahrelange Therapien vermochten es den Weg dorthin zu öffnen. Gruß Sven

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Freitag, 14. November 2014, 12:50

Bad Dürrheim 1967

Hallo zusammen.

ich habe während eines Coachings in dieser Woche an meinen "Kur-"Aufenthalt in dem besagten Heim denken müssen und wäre nie auf die Idee gekommen, 47 Jahre später hier und in einem anderen Forum auf derartige Schilderungen zu stoßen. Im Wesentlichen kann ich die negativen Erfahrungen der vorherigen Berichte allesamt bestätigen. Ich habe die Dauer des Aufenthalts verdrängt, bin von ca. drei Wochen ausgegangen, tatsächlich war ich jedoch siebeneinhalb lange Wochen dort.

Ich war in der Gruppe "Liegekuren". Morgens nach dem Aufstehen, ging es zum Frühstück, danach mussten wir bis zum Mittagessen wieder ins Bett. Nach dem Mittagessen wurden wir wieder ins Bett gesteckt. Zwischen 16.00 und 18.00 Uhr wurden dann entweder die unter strenger Aufsicht sinnlosen Gruppenspaziergänge unternommen oder die Ein- und Ausgangspost (wie oben beschrieben) zensiert. Meiner Tante zu Hause fiel die merkwürdige Diktion meiner Briefe auf. Nach 18.00 h gab es das Abendessen und wieder wurden wir sofort danach ins Bett gesteckt. Ebenfalls, wie oben angemerkt, herrschte ein totales Redeverbot während der "Liegekur". Verstöße hiergegen wurden durch körperliche Züchtigung bestraft. Eine der "Schwestern" ging dabei besonders brutal vor, da sie die Kinder so lange am Hals würgte, bis diese letztendlich zusammenbrachen und vor ihr lagen. In meiner Gruppe, alles gesunde Jungen im alter zwischen 8 und 10 Jahren, waren Kinder eines Waisenhauses, die sich "auf ihr Zuhause freuten".

Ohnmacht und Enttäuschung erlebte ich dann zu Hause. Meine Mutter schrieb in ihr Tagebuch über mich: "Liegekuren. Kam blaß und verstört nach Haus." Mein Vater sagte mir, er hätte die ganze Zeit über ein schlechtes Gefühl gehabt und wäre beinahe einmal vorbeigekommen. Ich hatte eine Mordswut und wäre meinen Peinigern am liebsten an den Kragen gegangen. Als Vater von zwei Kindern frage ich mich, wie man sein Kind über einen derartig langen Zeitraum in völlig fremde Hände geben kann, wenn von vornherein klar ist, dass es keinen direkten Kontakt während dieser Zeit (angeblich um Heimweh vorzubeugen) geben wird. Obwohl mir meine Eltern meine Schilderungen geglaubt haben, haben sie weder vor Ort noch beim Gesundheitsamt in Köln, das diese "Kur" vermittelt hatte, interveniert. In den Papieren, die ich aus Bad Dürrheim mitbrachte, stand "im ganzen etwas gestärkt".

Im Übrigen war ich überhaupt nicht krank. Meine Eltern hatten wegen eines Neubaus im Jahr 1967 zu wenig Mittel, um in Urlaub fahren zu können. Sie wollten mir etwas Gutes tun. Ich erinnere mich an einen schönen Sommer und es waren Sommerferien. Wie bitter.

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michael

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Wassermann

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Dienstag, 24. November 2015, 20:18

Juli,
einmal zu Weihnachten, kamen wir Kinder runter zur Bescherung und einer der Erzieher spielte ein Weihnachtslied auf einer Melodika, damals sehr populär das kleine Instument. Es wurden anschließend die Geschenke verteilt und ich hatte nichts, obwohl ich mir eine Melodika von meiner Oma gewünscht hatte. Nach einer Weile kam der Erzieher zu mir und gab mir die Melodika auf der er zuvor gespielt hatte. Es war die von meiner Großmutter!.........ohne Worte........... Und ich möchte wetten, das ich einiges nie erhalten habe, denn später fragte meine Mutter immer ob ich dieses oder jenes auch bekommen hätte damals. Würde ich den Erzieher finden, würde ich ihn auf 100 mio dollar verklagen und ihn damit durch sämtlichen Gerichts Instanzen ziehen, just to make a point. ;))
Signatur von »michael« If you are trying to change something change it but if you can't change it change your attitude.

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r.eichinger

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17

Donnerstag, 31. Dezember 2015, 22:24

Hallo,



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Mein Anliegen ist es, Leute zu finden, die wie ich in den 60-iger Jahren, speziell 1966/67 im Rot-Kreuz-Kinderheim Bad Dürrheim waren.

Da ich persönlich dort - über 7 Wochen - eine sehr schlimme Zeit dort erlebt habe, wäre ich froh Menschen zu finden, die ebenfalls dort waren und vielleicht sogar ähnliches wie ich erlebt haben.

Hallo,
ich war auch dort - und zwar unmittelbar vor der Einschulung mit 6 Jahren. Kindererholung von wohltätiger Seite war das damals. Seit damals hasse ich Nonnen . Ich habe dort mehr Dresche bekommen als zuhause - und die bekam ich damals regelmässig. Bei uns ging damals irgendeine Kinderkrankheit rum. Der ganze Schlafsaal war krank. Denke die Nonnen waren hoffnungslos überfordert. Wir hatten alle Angst damals. An Freundschaften kann ich mich nicht erinnern. Morgens mussten wir aufstehen und uns neben das Bett stellen. Wer nachts ins Bett gemacht hatte musste neben dran stehen bleiben und warten - die anderen sind frühstücken gegangen. Es folgten gefühlte Stunden bis eine Nonne kam und die Bettnässer einzeln ins Bad holte, uns auszog und wusch und anschliessend legte sie uns übers Knie und versohlte uns mit einen Stock. Eine Nonne nahm nur die blosse Hand - das tat nicht so weh.....Morgen für morgen hoffte ich dass sie es war wo mich sauber machte. Ich weiss nicht mehr warum ich nachts ins Bett machte - war es dunkel in dem großen Schlafsaal oder durfte ich nicht aufstehen ? Ich weiss es nicht mehr - ich weiss nur noch dass ich große Angst hatte. Meine Mutter erzählt heute nur noch dass sie erschrak als ich heimkam. Ich trug Windeln obwohl ich vorher trocken war.
Nonnen sind für mich seitdem gestorben. Damals wohnte ich in der Region Schweinfurt, heute wohne ich keine 5 km von dort entfernt. Letztes Jahr habe ich versucht das Kinderheim wieder zu finden. Habe aber keinen Namen mehr und nur noch eine diffuse Vorstellung von einer großspurigen Eingangstreppe und grosses Gebäude. Das was ich gefunden habe ist eine Ruine ......Naja die Nonnen von damals dürften heute auch nicht mehr leben.

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Mittwoch, 17. Februar 2016, 23:14

Bad Dürrheim

Ich bin niemand der in diesem Heim war. Meine Tochter war aber kurzzeitig in der Luisenklinik....Das Gebäude von damals ist eine Ruine. Das was meine Tochter erlebt hat, hat sich in einem neueren Gebäude abgespielt. Es war zwar keine Körperliche, jedoch zu genüge psychische Gewalt. LG
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Donnerstag, 18. Februar 2016, 20:16

Ein schönes Gebäude, wenn man bedenkt wie da Kinder behandelt worden sind. Bekomme ich Gänsehaut jedesmal wenn ich mich in die Lage zurück versetzte, ist ja genauso wie in anderen Heimen wo sich böse Dinge abgespielt haben. Selten das ein Heim wirklich gut war.
Signatur von »Angi90« Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
-Fred Ammon-

Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
-Unbekannt- Indianerweisheit

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Kathy2511

unregistriert

20

Dienstag, 30. Mai 2017, 09:15

Rotkreutz-Kinderheim Bad Dürrheim

Ich war Anfang der 50iger Jahre (ca. 1953) in diesem Heim. Es sollte zur Erholung sein aber ich kam traumatisiert nach Hause. Würde von meinen Eltern sofort abgeholt. Und von der Schwester esmeralda träume ich noch heute. Wer war auch dort und hat schlechte Erfahrungen gemacht.

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