Sie sind nicht angemeldet.

Kinderheim Bühlertal Haus Mecki

Antworten im Thema: 10 » Der letzte Beitrag (12. August 2017, 18:57) ist von Spirit123.

Guten Tag lieber Gast, um »Treffpunkt ehemaliger Heimkinder | Regenbogenstadt« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular, um sich zu registrieren. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Forengeist

Systemaccount

  • »Forengeist« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 073

Registrierungsdatum: 18. Mai 2015

Onlinezeit: 0 Tage, 6 Stunden, 4 Minuten, 28 Sekunden

Level: 44 [?]

Erfahrungspunkte: 4 185 048

Nächstes Level: 4 297 834

Danksagungen: 5947 / 0

  • Nachricht senden

Seit über 24 Monaten Mitglied Seit über 24 Monaten Mitglied Seit über 24 Monaten Mitglied Seit über 24 Monaten Mitglied

Steinbock

1

Dienstag, 2. November 2010, 14:55

Kinderheim Bühlertal Haus Mecki

Haus Mecki
Schönbüchweg 6a
77830 Bühlertal

Wenn Du in dieser Einrichtung warst, kannst Du hier alles posten,
an was Du Dich erinnerst
Signatur von »Forengeist«
Hinweis:

Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

sterni (08.09.2016)

nuschelmaja

Anfänger

Beiträge: 3

Registrierungsdatum: 10. August 2015

Onlinezeit: 0 Tage, 1 Stunde, 22 Minuten, 38 Sekunden

Beruf: Krankenschwester

Hobbys: Reiten,Pferde

Level: 12 [?]

Erfahrungspunkte: 2 226

Nächstes Level: 2 912

Danksagungen: 14 / 0

  • Nachricht senden

Seit über 24 Monaten Mitglied Seit über 24 Monaten Mitglied Seit über 24 Monaten Mitglied Seit über 24 Monaten Mitglied

2

Montag, 10. August 2015, 00:26

Erinnerungen

Lange nachdem ich im Haus Mecki war,habe ich diesen Beitrag wegen Mißbrauch von Schutzbefohlenen gelesen.
Ich bin schockiert aber nicht verwundert.Ich war 4 Jahre dort Von 13 bis 17 Jahren.Bin danach wieder in meine Pflegefamilie zurück.
Ich träume heute noch von dieser Zeit.Und diese Zeit war die schlimmste meines Lebens.
Erst durch meine Magersuchterkrankung sowie Angst und Panikstörungen und darauffolgender Therpie habe ich gelernt bessermit iesen Erfahrungen umzugehen.
Schläge,Unterdückung von Mädchen,morgendliches kalt Abduschen(auch von Männern).Plötzliches Vollstopfen von irgendwelchen Medikamenten
Heute Regel A ,morgen Regel L,Kine Orientierung. :(
Zwangsstricken für die Mädchn weil das angeblich das mathematische Denken fördert.
Beschimpfung als Hure,Frau sein ist was schlimmes.Periode haben schlimm,Sex ist was ekeliges,ordinäres.
Als mein Pillenrezept gefunden wurde musste ich ein Tag danach zum Psychiater.Echt übel
Rudeolf *edit*,Eurethmie.
Alles so kalt,herzlos
Keine welt für Kinder um gesund aufzuwachsen
Vielleicht finde ich hier jemanden der auch dort war

*edit* Private Daten von Tätern bitte per PN (private Nachricht), E-Mail oder auf anderen privaten Wegen austauschen. Siehe dazu auch § 3.1.9 der Nutzungsbestimmungen. In dem Fall haben auch Täter ihre Rechte, was in gesetzlichen Bestimmungen so festgelegt ist und woran auch wir uns halten müssen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Johnny« (10. August 2015, 06:53)
Grund: Nachname entfernt, Beitrag verschoben


Es haben sich bereits 6 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Angi90 (10.08.2015), Günter1953 (10.08.2015), JW1HAL (10.08.2015), lioncell (24.01.2016), sterni (08.09.2016), Jacky2012 (03.08.2017)

lioncell

Anfänger

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 22. Januar 2016

Onlinezeit: 1 Tag, 22 Stunden, 5 Minuten, 0 Sekunden

Level: 10 [?]

Erfahrungspunkte: 1 153

Nächstes Level: 1 454

Danksagungen: 8 / 1

  • Nachricht senden

Seit über 18 Monaten Mitglied Seit über 18 Monaten Mitglied Seit über 18 Monaten Mitglied

Fische

3

Sonntag, 24. Januar 2016, 14:23

Erinnerungen

Mein Aufenthalt an dieser Einrichtung ist noch um einiges länger her und ich war nur etwa halb so alt, aber was ich dort erlebt habe ist noch sehr present in meinem Leben und der Aufenthalt dort gehört zu den schlimmsten Zeiten in meinem Leben.
Beim Durchlesen der Details nickte ich wiederholt, da das schon sehr vertraut klang. Regel A an einem Tag, Regel L am nächsten und die zwangsläufige Folge davon keine Orientierung zu haben habe ich auch zur Genüge erlebt. Aber diese Herangehensweise war nicht einfach der Willkür der Heimleitung geschuldet, sie war so gewollt, Anthroposophie in Reinkultur. An Waldorfschulen wird das auch ganz gerne praktiziert, nur die Kinder haben, so schlimm dies auch für sie sein mag, wenigstens noch das Privileg nach der Schule diesem wieder zu entgehen, unsereiner hatte das nicht.
Dass Mädchen prinzipiell schlechter behandelt wurden ist wohl für alle, die dort waren kein Geheimnis, das heißt aber nicht, dass alle Jungen Vorzugsbehandlung genossen. Es ist aber wohl kein Zufall, dass diejenigen, welche mitunter die Heimleitung in den höchsten Tönen lobten, bisher ausschließlich männlich waren, zumindest soweit ich sie mitbekam.
Stricken musste ich auch schon und habe es wie fast alle Handarbeiten dank Mecki seither zeitlebens gehasst. Und auch das kalte Abduschen morgens kenne ich gut. Nach dem Mittagessen gab's bei uns dann noch die kurze Kneipprunde im oberen Bad (vor dem großen Umbau), gerne auch mit extra Schikanen.
Auch über den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an Schutzbefohlenen habe ich mich ebenso wenig gewundert. Zu meiner Zeit an diesem Heim war es tabu über Sexualität zu reden, eine Tatsache, die Übergriffe nicht verhinderte, sondern beförderte. Und zwar aus zweierlei Gründe: Erstens machte ein solchesTabu Kinder erpressbar. Zweitens erschwert das Tabu die Fähigkeit über das Erlebte zu sprechen. Beides nutzen die Täter aus. Und dazu fiel mir jetzt noch einiges ein, aber lassen wir das.
Glücklicherweise hatte ich noch nicht meine Tage, daher blieben mir dann diese Erniedrigungen erspart, in gewisser Weise haben sie dann aber meine Pflegeeltern nach meiner Heimzeit nachgeholt, aber das ist ein anderes Thema. Aber Eurythmie blieb auch uns morgens nicht erspart. Prügel, Einsperren, alle möglichen Arten der Erniedrigung sind mir noch immer sehr gut in Erinnerung. Üblicherweise wusste man nicht, ob der Tag schlimmer war oder die Nacht.
Wie schon richtig festgestellt keine Welt, um gesund aufzuwachsen.
Ich habe auch immer wieder Menschen gesucht, die dort waren, bisher leier ohne Erfolg. Daher wäre es schön, wenn man sich evtl. noch ein bisschen detaillierter austauschen könnte.

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

JW1HAL (24.01.2016), Angi90 (24.01.2016), Pitterchen (25.01.2016)

Tifamhia

Anfänger

Beiträge: 1

Registrierungsdatum: 8. September 2016

Onlinezeit: 0 Tage, 0 Stunden, 31 Minuten, 21 Sekunden

Level: 7 [?]

Erfahrungspunkte: 347

Nächstes Level: 443

Danksagungen: 2 / 0

  • Nachricht senden

Seit über 6 Monate Mitglied

Stier

4

Donnerstag, 8. September 2016, 00:53

HAUS Mecki Bühlertal

Ich war fast 7 Jahre im Mecki. Wenn es das Mecki nicht gegeben hätte, wer weiß was aus mir geworden wäre. Ich hatte am Anfang meine eltern gehasst das sie mich hin brachten. Aber an dem Tag wo ich ging sind mir die Tränen gelaufen. Dort habe ich vieles gelehrnt.das nähen, stricken, so viel was man im Alltag brauchen kann.klar hatten die Jungs mehr Freiheiten. Dafür hatten wir auf unsere Zeiten die die Jungs nicht hatten. Die heimleitung mit ihr kam ich super klar. Vorallem mit ihm. Er hatte mir versprochen, mal wieder in meine Heimatstadt zu kommen. Leider wurde nichts draus ;( . Schade das es zu ist. Ich vermiss das gute alte Mecki. Ich war glücklich dort :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Johnny« (8. September 2016, 05:54)
Grund: Zitat entfernt


Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

sterni (08.09.2016), Matze (08.09.2016)

Matze

Fortgeschrittener

  • »Matze« ist weiblich

Beiträge: 530

Registrierungsdatum: 17. Dezember 2015

Onlinezeit: 20 Tage, 9 Stunden, 9 Minuten, 53 Sekunden

Level: 31 [?]

Erfahrungspunkte: 324 486

Nächstes Level: 369 628

Danksagungen: 1189 / 1889

  • Nachricht senden

Seit über 18 Monaten Mitglied Seit über 18 Monaten Mitglied Seit über 18 Monaten Mitglied

Krebs

5

Donnerstag, 8. September 2016, 09:57

Herzlich willkommen

Das freut mich das du glücklich dort warst. Ich wünsche dir alles gute für die Zukunft. LG von matze :thumbsup:
Signatur von »Matze« Genieße den Augenblick,denn der Augenblick ist dein Leben

SmartBee

unregistriert

6

Donnerstag, 3. August 2017, 02:20

Hallo zusammen.


Da ich nun trotz meine 35jahren(männlich) in den nächsten Tagen eine Tages Klinik besuchen werde habe ich mal, warum auch immer haus Mecki gegoogelt. Es ist erschreckend traurig was so im Nachhinein alles zutage kommt. Es heißt doch eig. die Zeit heilt alle Wunden – jedoch…

Nachdem ich 12Jahre dort war und mit 18 endlich volljährig war um die Wahl zu haben von dort entlassen zu werden, dachte ich erst – hey, war ja nicht immer schlimm. Heute merke ich die enormen Langzeitwirkungen die ich trotz dem Wissen und den Erfahrungen der Jahre nicht abändern kann.

Natürlich hatte es in der Vergangenheit dort tolle Momente gegeben. Nicht das das Arbeiten am Wochenende falsch war, das dauernde lernen nach dem Frühstück war ebenfalls nicht mangelhaft aber eine richtige Förderung einer Person… Wenn ich den vergleich angehe mit den Menschen um mich herum die zielstrebig sind, etwas aus Herzenslust nachgehen ist das für mich schwer aufzufassen. Für sich selbst einzustehen, sehr schwierig.

In der Mitte eines Kreises zu sitzen bei einem Geburtstag und alle stehen außen herum, singen gezwungen ein Lied und der/die in der Mitte frägt sich gefühlt 5std. lang ob jemand zum Händeschütteln kommt & ob man dazu gehört. Ich hasste Geburtstage früher und habe bis heute keinen richtig gefeiert.

Ich bin heute 35jahre, fühle mich als wäre ich in der Jugendzeit eingefrohren und ich kämpfe noch heute (08.2017) damit, mich in die Gesellschaft zu integrieren. Weder bin ich in der Lage mich an etwas zu orientieren, Menschliche Nähe kann ich kaum zulassen trotz einem mittlerweile enormen verlangen danach, fühle mich meist minderwertig trotz einem Athletischen Körper und habe Interessenskonflikte ohne Ende. Fehler zu machen gibt es nicht und eine Schwäche zu zeigen musste ich erst einmal lernen bzw. dass es okay ist schwächen zu haben. Das Verlangen nach Dystopie und das Verlangen nach Harmonie ist ein Kampf im inneren wie Licht mit Schatten.

Irrwitzig, manchmal findet man immer eine nette Kleinigkeit in der Vergangenheit. Sei es dinge die man tat wie über das Dach klettern um eine jemand zu sehen die ich mochte oder glaubte gern zu haben, das pflücken von Kirschen oder das hüten der Tiere.
Das „spazieren“ mit Nobert war meist amüsant, wenn wir dann zum Filmschauen zu ihm sind oder mit Richi ins Waldhaus zum Filmschauen oder dort bei Sven zockten.
Die Dinge, die gegen die Regeln liefen machten damals den meisten Spaß aus.


Sexuelle Übergriffe gab es bei uns Jungs auch. Mich nervt es gerade tierisch zu lesen, dass es bei den Mädchen auch passierte. Klar waren wir jung aber dass wir so ohnmächtig waren oder es niemand merkte….
Heute kann ich es ansprechen bzw. darüber reden aber innerlich ist da eine Wut, ein Zorn aber wohin damit? Die Frage ist rein hypothetisch. Heutzutage passieren solche Dinge am laufenden Band und merkwürdiger weiße lässt es mich kalt. Meine Ethik ist etwas..nunja!
Mitlerweile ist Zuneigung bei mir mit sexuellem verlangen verknüpft und zugleich mit der Scheu vor nähe und versagen.

Ich möchte hier nicht das Haus Mecki an sich schlechtmachen, ich möchte nur als schlechtes Beispiel dienen für Menschen oder Jugendämter, die sich überlegen Kinder iwo reinzupacken damit SIE zufrieden sind und denken, dem Kind wird es schon gut gehen. Ich halte mich nur auf einer gerade bahn da ich Angst vor dem handeln habe und mir eine schwer zu brechende Moral sowie Folgsamkeit eingetrichtert wurde.

Letzten Endes sind es immer einzelne Menschen die die Fehler begehen, einige Erzieher/inen war mir sehr ans Herz gewachsen.

Ich würde wirklich gerne mehr gute Erinnerungen auflisten als über die Konsequenzen des Aufenthaltes zu reden.

JW1HAL

Super Moderator

  • »JW1HAL« ist männlich
  • Deutschland

Beiträge: 5 628

Registrierungsdatum: 23. Mai 2010

Bundesland / Gebiet: Sachsen-Anhalt

Onlinezeit: 917 Tage, 11 Stunden, 52 Minuten, 58 Sekunden

Beruf: Möbeltischler, Taxifahrer

Hobbys: PC

Level: 52 [?]

Erfahrungspunkte: 14 894 584

Nächstes Level: 16 259 327

Danksagungen: 14259 / 19994

  • Nachricht senden

Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied

Stier

7

Donnerstag, 3. August 2017, 05:31

Interessant ....
Die geschilderten Probleme "heute" haben wir wohl (fast) alle. Die einen mehr und die anderen weniger. Auch haben die einen und die anderen mehr oder weniger in den Heimen erlebt, positiiv, wie auch negativ. Was man nun aber nicht machen darf/sollte (ich weiß, es ist immer leicht gesagt), in der damaligen Zeit stehen bleiben ("in der Jugendzeit eingefrohren"). Ich kenne hier so einige, die das zu "gern" tun. Gern tun sie es sicher nicht, aber sie machen es eben, weil sie nicht anders können. Da sollte man sich aber eher weniger darüber Gedanken machen, was man schlimmes erfahren hat, sondern eher darüber, ob es überhaupt Sinn macht, sich darüber Gedanken zu machen. Bringt einen das weiter? Hat man dadurch ein Erfolgserlebnis? Macht einen das glücklich? usw. .... Natürlich trifft das alles nicht zu, eher im Gegenteil. Dieses in der Vergangenheit hängen bleiben, Gedanken machen, eingefroren bleiben usw. .... wie auch immer man es nennen mag, ist immer mit negativen Begleiterscheinungen verbunden. Einige verfallen deswegen sogar in Depressionen, somit ganz tiefen Löchern und machen sich eigentlich nur das Leben schwer. Von daher kann ich jedem raten, es einfach hinter sich zu lassen, vielleicht ein paar Fragen klären, etwas aufarbeiten .... dann sollte aber gut sein. denn man ändert an der Vergangenheit nix mehr.

Ich kann sicherlich bei so einigen Dingen nicht mit reden. Aber mehr oder weniger ging es uns allen ähnlich. Die einen nehmen es so hin und empfinden es als normal und die anderen zerbrechen regelrecht daran. So verschieden sind wir eben. Ich gehöre zu denen, die es einfach so hinnehmen und als normal ansehen. Ich empfand es damals und auch heute nicht besonders schlimm. Andere in meinem Heim empfanden das anders und wiederum andere hatten es tatsächlich viel schlimmer.

Also Kopf hoch, schau nur nach vorn und nie zurück.

Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

sterni (03.08.2017), Jacky2012 (03.08.2017), Kumpeline (03.08.2017)

SmartBee

unregistriert

8

Donnerstag, 3. August 2017, 20:47

Deine Schilderung okay, dass ist deine Ansicht und genau da ist mein Problem.

Ich schildere etwas auf einfach Art und weiße und es kommt nicht mal an aber es möchte jemand mit Halbwissen den Doktor spielen oder es „gut meinen“ und alle die Depression oder dergleichen erwähnen in einen Topf werfen.

Weder lebe ich in der Vergangenheit noch denk ich jeden Tag daran oder wie du das umschreibst. Ich schilderte das Resultat meines Aufenthaltes bzw. der Erziehung dort. Das was einen prägt auf lange Sicht. So sind nunmal meine Erinnerungen dazu.

Mit meinen 35jahren wäre ich niemals soweit gekommen bei all den negativen Charaktereigenschaften, wenn ich nicht kämpfen würde, mich den Depressionen hingeben würde. Mit Eingefroren meinte ich, dass ich mich selbst trotz meines alters als jugendlicher wahrnehme und den Erwachsenen Körper nicht annehmen kann, egal wieviel ich trainiere oder kraft reinstecke. Bissel mitdenken bitte dann muss ich mich auch nicht auf so eine Art Rechtfertigen hier.

Evtl habe ich das hier gerade etwas schroff formuliert und im Grunde handelt das Forum über die Erinnerungen zur Aufenthaltszeit, womit wir beide gerade ziemlich vom Thema abkommen.

PS: Glaube ich sollte hier sorry sagen für meine direkte Art.

JW1HAL

Super Moderator

  • »JW1HAL« ist männlich
  • Deutschland

Beiträge: 5 628

Registrierungsdatum: 23. Mai 2010

Bundesland / Gebiet: Sachsen-Anhalt

Onlinezeit: 917 Tage, 11 Stunden, 52 Minuten, 58 Sekunden

Beruf: Möbeltischler, Taxifahrer

Hobbys: PC

Level: 52 [?]

Erfahrungspunkte: 14 894 584

Nächstes Level: 16 259 327

Danksagungen: 14259 / 19994

  • Nachricht senden

Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied Seit über 84 Monaten Mitglied

Stier

9

Donnerstag, 3. August 2017, 21:02

Ich habe noch mal geschaut. Das mit den "eingefroren" (übrigens ohne "h") kann ich nur auf den Heimaufenthalt deuten. Denn die Absätze davor schriebst du davon und im selben Absatz, also Atemzug, schriebst du davon.

Aber gut, wir scheinen nicht auf der selben Wellenlänge zu sein oder uns einfach nicht zu mögen. Somit bin ich raus hier.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

sterni (03.08.2017)

Fledermaus

Fortgeschrittener

  • »Fledermaus« ist weiblich
  • Deutschland

Beiträge: 434

Registrierungsdatum: 13. Oktober 2015

Onlinezeit: 99 Tage, 8 Stunden, 43 Minuten, 58 Sekunden

Hobbys: muss ich noch erforschen

Level: 30 [?]

Erfahrungspunkte: 293 859

Nächstes Level: 300 073

Danksagungen: 1633 / 1356

  • Nachricht senden

Seit über 18 Monaten Mitglied Seit über 18 Monaten Mitglied Seit über 18 Monaten Mitglied

10

Samstag, 5. August 2017, 13:59

Hallo SmartBee, :)
wunden heilen schon, da entstehen Narben und bei Wetterumschwung spürst du sie halt. so ist es auch mit seelischen Wunden, die Triggern dich halt.
interessant zu lesen finde erst mal schön dass du in die Tages Klinik gehst ist ja auch kein leichter Weg.
Depression kommt nicht irgendwo her, dies hat einen Grund. Schau in deiner Vergangenheit rein und sei auch Wütend.
da kannst auch wütend sein, weil es auch sehr traurig ist dies zu lesen.
ich weiß natürlich nicht ob du eine Therapie machst, wenn du eine machen willst empfehle ich dir eine TFP Therapie

Wünsche dir weiter viel Erfolg und Neugier auf deinem Weg
viele Grüße
Fledermaus

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

JW1HAL (05.08.2017), Jacky2012 (05.08.2017), sterni (05.08.2017), max (13.08.2017)

Spirit123

Anfänger

  • »Spirit123« ist männlich

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 12. August 2017

Onlinezeit: 0 Tage, 0 Stunden, 32 Minuten, 37 Sekunden

Level: 2 [?]

Erfahrungspunkte: 17

Nächstes Level: 26

Danksagungen: 4 / 0

  • Nachricht senden

11

Samstag, 12. August 2017, 18:57

Ich war ziemlich lange in diesem Heim,aber entscheidend für mich waren die ersten Jahre bis so 2005.An dieser Stelle versuche ich für Andere voranzugehen und zu veranschaulichen was mich noch bis heute bewusst und unterbewusst beschäftigt.Am schlimmsten waren nicht etwa die Kollektiv Strafen,oder die körperliche und seelische Gewalt.Gravierend war,dass einige Erzieher aber auch die Heimleitung vereinzelt ältere Kinder dazu angestiftet haben den jüngeren Kindern Gewalt anzutun und sie auch gegeneinander ausgespielt haben.Ich weiß wenig darüber, was bei den Mädchen an Grausamkeiten passiert ist, denn der engere Kontakt wurde stets unterbunden.Besonders belastend fand ich, dass wenn sich ein Jugendlicher an seine Eltern Gewandt hat,die Heimleitung jegliche Beteiligung und Kenntnisnahme nicht einfach nur abgestritten hat,sondern auch dafür sorgte,dass weder die Eltern noch das Jugendamt dem Betreffendem je wieder glaubten. Das sprach sich rum und als auch ich davon hörte traute ich mich schon zweimal nicht was zu sagen.Es gab zwar auch nette Erzieher/innen im Laufe der Zeit,aber wenn denen Missstände auffielen, wurden sie nicht selten entlassen.
Am wütestenden macht mich noch heute die Heuchelei vieler Angestellten dort die behaupten nichts davon gewusst zu haben. Auch wenn es vereinzelt positive Momente während meiner Zeit gab entschuldigt das nicht die Verstöße, den Missbrauch von Schutzbefohlen oder die psychische Gewalt.

-----------------------------------------------------------------------------------------------

Die Langzeitfolgen waren erst wenige Jahre danach zu spüren.Meine Soziale Empathie ist unterirdisch,soziale Kontakte pflegen verdammt schwierig,ausgeprägte Angstörung und Depressionen waren die Folgen.

Ich kann mich noch an meine allererste Bestrafung erinnern. Ich war acht Jahre alt und zu Beginn in einem dreibett Zimmer untergebracht.wir redeten etwas lauter bevor das zeitlich erlaubt war. Zur Bestrafung wurde mir aufgetragen 500 mal einen entschuldigungssatz aufzuschreiben, obwohl ich weder lesen noch schreiben konnte.Bis dahin gab es nichts zu essen und solange war ich von allem anderen ausgeschlossen. Und mir wurde angedroht zu jemandem ins Zimmer verlegt zu werden der für seine Quälerei an jüngeren bekannt war...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (12. August 2017, 20:42)
Grund: 2 Beiträge zusammengefügt


Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

sterni (12.08.2017), Jacky2012 (13.08.2017), max (13.08.2017)

Der Beitrag von »Spirit123« (Samstag, 12. August 2017, 19:45) wurde aus folgendem Grund vom Benutzer »JW1HAL« gelöscht: doppelt (Samstag, 12. August 2017, 20:42).

Counter:

Hits heute: 9 409 | Hits gestern: 11 989 | Hits Tagesrekord: 68 010 | Hits gesamt: 17 978 459 | Hits pro Tag: 7 106,02 | Klicks heute: 24 201 | Klicks gestern: 29 833 | Klicks gesamt: 131 761 583 | Klicks Tagesrekord: 338 265 | Klicks pro Tag: 52 079,03 | Alter (in Tagen): 2 530,03 | Gezählt seit: 16. September 2010, 18:34

Legende:

Forum enthält keine neuen Beiträge
Forum enthält neue Beiträge
Forum ist geschlossen
Forum ist ein externer Link