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Kinderheim Bad Sachsa Bergheimat Steinaer Straße 24

Antworten im Thema: 5 » Der letzte Beitrag (9. Oktober 2017, 18:09) ist von Angi90.

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JW1HAL

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Stier

1

Mittwoch, 19. März 2014, 20:16

Kinderheim Bad Sachsa Bergheimat Steinaer Straße 24

Kinderheim Bad Sachsa Bergheimat Steinaer Straße 24

Kinderheim Bergheimat
Steinaer Straße 24
37441 Bad Sachsa




Hier kannst du alles posten, an was du dich aus deiner Heimzeit erinnerst, zum Beispiel wann du dort gewesen bist, was du dort so alles erlebt hast, an wen du dich noch erinnerst, wen du gerne wieder treffen möchtest oder zu wem du vielleicht noch Kontakt hast. Klicke dazu am Besten auf "Antworten"! Alles was du hier schreibst, kann dann auch über die Suchmaschinen gefunden werden. Einer muss wohl den Anfang machen, also trau dich! Denn somit könnte man auch dich finden!

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Enno (03.05.2017)

spartaner01

unregistriert

2

Donnerstag, 20. März 2014, 10:48

re

hallo
tja ich war in diesem speziellen kinder heim mit meinen beiden schwestern -von 1965 an ich war da gerade mal 5 jahre alt .
eine schwester war noch ein baby eine ein kleinkind
das heim wurde geleitet von der famielie fehrmann herr fehr mann ehemaliger ss oficier .ein sehr gebildeter aber auch sehr kalter und harter mensch .
wie wird der tod auch genannt ?-fehrmann - seltsamer zufall oder?
in diesem heim wurden kinder ausschlieslich gehalten um geld zu verdienen
es gab nie liebe ,kein verständniss,nur regeln strafen und grossen druck in jeder nur denkbahren form .
wir gingen im ort in die schule das war der einzige kontakt nach draussen so ziemlich .
die strafen reichten über schläge .eingesperrt sein .nicht an heiligabend teilnehmen ,beleidigungen vor allen .essensentzug .oder stundenlang irgendwo stehen .
ausgrenzen aus der gemeiinschaft usw
in diesem heim wurden menschen erzogen die im späteren leben von vorneherein keine cance hatten .
ich bin nach 10 jahren aufenthalt dort abgehauen zum glück

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Bergheimat

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3

Sonntag, 28. Juni 2015, 04:46

Kinderheim Bergheimat

Hallo,

alles was Spartaner geschrieben hat stimmt zu 100%. Ich war auch in dem Kinderheim Bergheimat. Dahinter war das Erholungsheim Bergfrieden. Bei dem Heim handelte es sich um ein Dauerkinderheim. Btw: Ich habe noch ein Foto von diesem Heim, werde ich bei nächster Gelegenheit posten. Es lag am Ende von Bad-Sachsa. Links vom Heim war ein altes Häuschen, konnte man aber so nicht sehen, es war verwildert und Bäume und Sträucher versteckten das Haus. Eine alte Pennerin wohnten da. Das Heim (Bergheimat) lag auf einem Hang. Man mußte viele Stufen hoch gehen, m.E waren es 96. Ich zählte die Stufen damals. Unten waren Garagen, Ach links gab es noch ein Haus, da wohnten die Betreuer von dem Erholungsheim Berfrieden. Um zum Erholungsheim Bergfrieden zu kommen, mußte man einen Weg hoch laufen, rechts vom Weg war nur Wiese, wo wir als Kinder spielten. Dann hatten wir noch einen Steingarten. Als erst die Stufen hoch, dann rechts auf den Hof, wo wir auch spielten, links war der Steingarten, davon links ging der Weg hoch. Nun zu den Heimleitern. In der Tat waren die Heimleiter das Ehepaar Fehrmann. Er hieß *edit* Fehrmann, bei Frau Fehrmann müßte ich grübeln, wie ihr Vorname war. Ich bin am überlegen, wann ich in das Heim gebracht wurde. Meines Erachtens war es 1965. Ich wurde vom Berliner Jugendamt (Neukölln) dahin verfrachtet. Zuvor war ich zur Erholung 1,5 Jahre in der Schweiz. Übrigens wurde ich mit meinem Bruder, er hieß Mario, ins Kinderdauerheim gebracht. Ich sollte eingeschult werden, wurde aber dann für 1 Jahr verschoben, weil ich nur geschrien und geweint habe, wollte nicht in die Schule. Ich hatte einfach Angst vor Fremden.1 Jahr später wurde ich dann eingeschult. An die Schule Pfaffenwiese erinnere ich mich gut. Auch an die Schule in Tettenborn, dann gabs später den Neubau in Bad-Sachsa. Ich erinnere mich an den Aderhorst, an den Märchengrund, ans Wassertreten im Wald, an das Schwimmbad, wir konnten ja direkt vom Heim auf das Schwimmbad schauen, an den Pferdeteich, an den Spielplatz mit der Krokodilschaukel, usw. Herr Fehrmann war in der Tat ein strenger Heimleiter. Nur wenn man sich um seine Tiere kümmerte, sprich: man half ihm beim Sauber machen oder wenn man beim Basteln geholfen hat, seine Sterne für Weihnachten, hatte man irgendwie mehr Vorteile. Aber wehe man fiel in Ungnade, dann gabs Schläge mit dem Rohrstock oder man spürte seine Mißachtung, die noch schlimmer war. Es gab keine Liebe in dem Heim. Ich bekam Schläge, ich wurde in die Besenkammer gestellt, nachts wohbemerkt mit einer alten dicken Knastdecke über meinen Körper mußte ich da im Dunkeln stehen. Nicht daß es sowieso schon finster in der Kammer war, es war ja nachts, nein es reichte ihnen nicht, man bekam diese scheiss schwere Decke über den Körper gestülpt. Ich wurde für Dinge bestraft, wo ich ehrlich war oder womit ich gar nichts zu tun hatte. In die Besenkammer mußte ich, weil wir abends, um 20.00 h soweit ich mich erinnere, wurde das Licht ausgemacht, um 19 h mußten wir aber schon in den Betten liegen. Also wie Kinder sind, wir haben Kissenschlacht gemacht oder mal uns mit Socken beworfen, dafür gabs dann die dunkle Besenkammer. 1 x hat Herr Fehrmann behauptet, ich wäre auf dem Dach gewesen. Also ganz oben waren unsere Zimmer und gleich rechts war die Besenkammer, rechts weiter war das Badezimmer und dort Befand sich ein Dach, das aber leicht schräg ab ging. Da gabs Fußstapfen und mir wurde unterstellt, ich wäre da drauf gewesen. War natürlich gelogen, zumal es war Winter und Schnee lag auf dem Dach. Wenn man das Haus durch den Haupteingang betreten hatte, kam man erst in die Gardeorbe, da hingen unsere Sachen, rechts befand sich dann später das Büro von Herrn Fehrmann. Nach dem Flur kam dann links die Treppe die im Bogen auf 2 Etagen hoch ging. Rechts befand sich dann ein weiterer Flur, rechts war ein großes Aquarium, geradeaus war die Küche, die wurde aber Jahre später ausgebaut, vorher bekamen wir das Essen unten aus der Küche, die sich im Keller befand. Gegenüber vom Aquarium befand sich der Speisesaal, der zu Weihnachten gesperrt wurde für die Bescherung. Vom Speisesaal am Ende ging eine Tür ab, da gings zur Veranda im Bogen. Links neben der Küche war unser Aufenthaltsraum. Da befand sich der Fernseher, ein Radio. Fernsehen durften wir nur, was Herr Fehrmann erlaubt hatte. Gerade aus vom Haupteingang war noch ein Raum, da wurde genäht, dort befand sich ein riesiger Käfig mit einem Beo drinne, der sogar sprechen konnte. Links von dem Nähzimmer ging der Flur weiter, geradeaus befand sich dann ein Raum, wurde auch als Büro benutzt, von dort gingen dann weiter die privaten Räumlichkeiten von den Fehrmanns. Früher hatten sie ihre Räume im 1. Stock die Treppe hoch. Dort wohnen sie mit ihren 2 Kindern, wobei die zur See gefahren sind. *edit*und *edit* Fehrmann hießen die m.E. Später haben sie das neue Heim übernommen. Fehrmanns hatten das große Heim aufgegeben, war zu Teuer der Unterhalt. Es fehlte ihnen wohl an Kinderzuwachs. Scheinbar hatte Berlin keine Kinder mehr dahin geschickt. Ich kann mich auch noch an die Kinder Hoffmann hießen die, erinnern. Glaube Hoffmanns und ich und mein Bruder kamen zur gleichen Zeit im Heim an. Waren 2 oder 3 Kinder. Ich hatte immer Angst vor dem Keller, hatte schlimme Erfahrungen gemacht in der Schweiz, wo mich das Jugendamt Berlin Neukölln zuerst hingeschickt hatte für 1 1/2 Jahre, sprich war schon von dort traumatisiert, weil die mich in einen dunklen Keller gesteckt hatten, mußte mich hinter die Heizung stellen. Ich war 4 Jahre, war da bis 5 1/2. Ja und im Heim Bergheimat war im Keller die alte Küche, die den Bergfrieden, das Erholungsheim bekocht hatte und uns natürlich auch. Später hatten wir eine eigene Küche mit einer Köchin. Unten war das Badezimmer mit Badewanne, links, rechts gabs einen Ausgang zum Hof, mußte man die Treppen hoch, dann war gegenüber dem Kellerausgang noch ein Raum, genau gegenüber der Kellertreppe nach unten war noch ein Raum, wo sich die Schuhe von uns befanden. Dann gabs einen Verbrennungsofen, dort mußten wir selber unsere Binden später verbrennen (Menstruation) links davon ging der Flur weiter, gerade aus, dann rechts, da hatte er seine Werkstatt, der Herr Fehrmann, dann links, war ein Raum, ja da hatten sie mich 14 Tage eingesperrt, nur weil wir Freundschaft geschlossen hatten mit Jungs vom Erholungsheim Berfrieden. Ich bekam einen Nachtopf, da mußte ich meine Notdurft verrichten. Die Fenster warten vergittert. Ich war zu dem Zeitpunkt 12 Jahre, als man mich da einsperrte. Ich mußte so lange alleine in dem Zimmer sein, die Tür war übrigens abgeschlossen, bis die Kinder von dem Erholungsheim Bergfrieden abgereist waren. Wir sollten immer ehrlich sein, aber Ehrlichkeit wurde bestraft. Bestraft wurde man auch, wenn man zu lange gegessen hatte. Ich war immer hungrig irgendwie. Wohl weils mir an Liebe und Wärme fehlte, gabs ja nicht. Kann man an Regina erinnern, an eine Rita, die hatte ne dicke Schwester. Regina war Liebling von Frau Fehrmann. Die durfte alles. Bekam sogar ein Einzelzimmer. Im ersten Stock rechts die beiden Zimmer hatten langen durchgehenden Balkon. Naja jedenfalls Weihnachten werde ich nicht vergessen. Ich durfte nicht dran teilnehmen, weil ich natürlich irgendwas angeblich angestellt habe. Man wurde ja immer bestraft für nichts im Grunde. Mittags wurde gegessen im Raum, wo sich der Fernseher befand, danach mußten wir Kinder auf unser Zimmer. Um 16.00h gabs dann Kaffee und Schokoladengetränk. Ich durfte nur mittags essen, dann war der Tag für mich gelaufen. Während die anderen Kinder um 16.00 h Kekse bekamen, Schokogetränk und zusammen sangen, saß ich alleine im 1. Stock auf der Treppe und habe gelauscht. Es war so schlimm. Ich saß da im Nachthemd, bekam mit wie dann Bescherung war, immer um 18.00 h. Nächsten Tag sagte mir Frau Fehrmann, ich soll den Schrank im Nähzimmer, da wo sich der Vogel Beo befand, öffnen, da wären meine Geschenke. Da befand sich ein Kuscheltier, ein Schaf, Namensschild war dranne stand drauf Anke. Ach ja, irgendwie bekam ich immer weniger, weil es gab Geschenke i.H.v. 35,00 DM, und das Jugendamt hätte angeblich nicht so viel bezahlt wie für die anderen Kinder. Jedenfalls machte ich den Schrank auf, nahm das Schaf, setzte mich auf die Treppe zum 1. Stock, links davon war eine riesen Scheibe, man konnte raus sehen, ich schaute zum Himmel und sagte, wenn es einen Gott gibt, der kleine Mädchen bestraft für nichts, dann will ich an diesen Gott nicht glauben. Wir wurden ja christlich erzogen, mußten immer beten, vor dem Essen nach dem Essen vor dem Schlafen gehen. Ich habe fortan mit meinen 12 Jahren nicht mehr an einen Gott geglaubt. Mit 14 Jahren wurde ich zwar konfimiert, aber das habe ich nur getan, weil es dafür Geschenke gab. Daß alles zensiert wurde, was an Pakete und Briefe kam, war auch so. Meine Oma schickte mir ein Päckchen, das wurde geöffnet, man nahm Sachen raus, die Uhr bekam ich nicht, Herr Fehrmann meinte, die Uhr, es war eine Timex, bekomme ich erst, wenn ich die Uhrzeit auswendig kenne. Muß man sich mal überlegen, die haben einem nicht mal rechtzeitig die Uhrzeit beigebracht. In den Keller traute ich mich nie gehen, ich hatte durch die Schweiz Angst vor Kellern. Habe dann Sachen verschenkt, nur damit jemand für mich runter ging. Oder mich begleitete. Darüber geredet habe ich natürlich nicht. Und die Fehrmanns haben uns eh nur als Kapitalanlage gesehen. Die habens nicht ma gerafft, daß ich Angst vor Kellern hatte. Das hielt übrigens noch Jahre an, die Angst vor dem Keller oder überhaupt meine Wohnung zu betreten, als ich dann erwachsen war. Essensentzug habe ich oft erlebt. Alle 2 Wochen gab es ein Ei zum Frühstück. Ich mußte mich an die Wand stellen und zusehen, wie die anderen Kinder gegessen haben. Es war grausam. Ach ja die Züchtigung erfolgte im übrigen mit einem Rohrstock. Herr Fehrmann legte einen übers Knie und schlug so lange mit dem Stock meinen HIntern, bis ich schrie. Erst dann hörte er auf. Später hab ich sofort geschrien, damit er gleich aufhörte. Nachts bin ich in die Küche geschlichen, habe mir trockenes Brot geholt, war immer hungrig. Den einzigen Kontakt in der Tat hatten wir nur wenn wir zur Schule gingen. Alles andere war im Grunde verboten. Man durfte nur auf dem Hof spielen. Ach der Sohn übrigens von Herrn Fehrmann, *edit* hatte dann ein Verhältnis angefangen mit oje wie hieß sie nochmals, später hat er sie geheiratet. M.E war sie aber nicht volljährig damals gewesen. *edit* Fehrmann hatte auch eine geheiratet. Glaube aber die Frau war Kindergärtnerin bei uns gewesen. Es gab noch eine Birgit da, die wurde von einem Heimjungen sexuell missbraucht. Sie machte dann immer ins Bett, Birgit war 6 Jahre alt. Wurde bestimmt vertuscht alles. Jetzt fällt mir der Name wieder ein, *edit* hieß sie, die mit *edit* Fehrmann verheiratet war. Später waren sie wohl geschieden. Ich bestätige jedenfalls nochmals hier, daß alles stimmt, was Sparta über das Heim geschrieben hat. Es war die Hölle. Und mit 12 bin ich dann abgehauen, sie haben uns dann gefunden, wir sind durch die Böschung rechts vom Haus bis nach Steinau gelaufen. Hatte meinem Bruder tschüss gesagt und der hatte gepetzt. Ach es gab noch einen Siegfried, einen Edgar. Die Fehrmanns haben mich nicht nach England reisen lassen, sollte dort als Austauschschülerin hin, weil ich sehr gut im englischen war, nicht auf die Realschule durfte ich. Als meine Schule beendet war, wurde ich von einem Tag zum anderen abgeholt von einem Herrn Hoffmann aus Berlin Neukölln, vom Jugendamt, der brachte mich in ein schwer erziehbares Heim nach Hannover, das mit Stacheldracht gesichert war, 3m hoch. So entledigte man sich meiner Person. Vielleicht hatten sie auch Angst davor, für den Fall, daß man eine Lehre macht, natürlich mit anderen zusammen kommt und dann erzählt. Wir Kinder haben in der Schule nie erzählt, was die Fehrmanns mit uns veranstaltet haben. Trauten wir uns gar nicht. Glaube war 25 Jahre als ich mit meinem damaligen Freund nach Bad-Sache fuhr, um ihm zu zeigen wo ich alles war als Kind. Das alte Heim gabs nicht mehr, sie sind umgezogen in ein kleines Haus. Da waren die Fehrmanns, ach ja der Vater von Herr Fehrmann lebte auch da, und seine Söhne waren da. Frau Fehrmann sagte, die Zeit mit uns war schöner, wir hätten uns nie beklagt. Die Kinder von heute würden sofort in der Schule alles berichten, wenn es keinen Pudding gibt. Wir sprachen nie über Schläge, Essensentzug, etc. Sie meinte, wir hätten mehr zusammen gehalten. Der Witz des Tages. Sie meinte wohl eher, mit uns konnten sie machen was sie wollten, die späteren Kinder kannten wohl bessere ihre Rechte und ware nicht so verschüchtert. Ich habe sehr lange gebraucht um meine Kindheit zu vereinbaren. vieles werde ich hier nicht erwähnt haben, was es an Grausamkeiten gab, ich weiß nur, als ich eine Ausbildung begann, da fragte mich mein Chef, warum meine Bewerbung so kurz ausfällt, man mußte da etwas über die Eltern erzählen, Kindheit, Hobby usw. Ich schaute zu Boden weinte und stotterte ich war im Heim :( ich schämte mich immer, zu sagen, daß ich ein Heimkind bin. In der Schule sagte ich immer, wenn mich jemand fragte wo ich wohne, Steinaerstraße 24, wir wurden ja so erzogen, daß wir Schuldgefühle entwickelt haben, du bist im Heim, weil du ein böses Kind bist. Ich habe oft geweint, wenn ich an meine Kindheit dachte, angefangen von der Schweiz bis zur Bergheimat, teilweise hatte ich es im Griff, aber letztendlich kamen mir die Tränen als ich den kurzen Text von Sparta gelesen hatte, kurz und bündig geschrieben, aber auf den Punkt genau. Daß Herr Fehrmann SS-Offizier war, erstaunt mich, allerdings habe ich nach ihm gegoogelt und nichts gefunden. Insofern wäre ich dankbar, wenn man mir den LINK postet, würde gern nachlesen, was er in der Nazi Zeit als SS Offizier gemacht hat. Fazit: Die Fehrmanns haben mir keine schöne Kindheit geboten, die Ängste von damals kommen immer wieder hoch. Auch später war es für mich schwer, Liebe zu geben, das mußte ich erst lernen, auch alleine zu sein, ohne daß einem die Decke auf den Kopf fällt. Ich bin ein sehr direkter Mensch, faule Kompromisse liegen mir nicht. Daß ich anders bin als andere, habe ich früh gemerkt, aber man kann ja nicht jedem seine Kindheit auf die Nase binden. Zumal wollte ich nie Mitleid, aber sobald mich jemand über meine Kindheit ausfragte, habe ich Heulkrampf bekommen. Es fiel mir lange schwer darüber zu reden, und wenn ich dann rede, kommt es auch darauf an, wie ich gerade drauf bin. Ich habe mich stets versteckt mit meiner großen Klappe, aber so verschreckt man halt die Leute. Wenn man die weiche Seite zeigt wird man unterbuttert. Nach außen Hart und innen weich. So jetzt mach ich einfach mal Schluss, wenn mir noch was wichtiges einfällt, schreibe ich es einfach. Aber ich wußte bis vor kurzem gar nicht, daß ich die Fehrmanns hätte anzeigen können, das haben sie nämlich verdient. Aber *edit* Fehrmann, jetzt fällt mir sogar der Vorname ein, ist schon lange tot und Herr Fehrmann wohl auch. Sind halt nur noch die Söhne da, wenn sie überhaupt noch ein Heim führen. Aber man hätte sie verklagen sollen. Sie haben uns eine glückliche Kindheit genommen, sie haben das GG mißachtet, nämlich uns als selbständige Bürger zu erziehen, sie haben uns mit Schläge gezüchtigt, sprich: körperliche und seelische Grausamkeiten ausgesetzt. Dafür hätte man sie vor Gericht ziehen müssen. Schade, daß ich nie auf die Idee kam. lag wohl auch daran, daß ich immer meine Kindheit verdrängen mußte. Hinzu kam ja dann noch, daß ich später erfahren hatte, was meine Mutter mit mir und meinem Bruder angestellt hatte, von meiner Oma. Auch das mußte ich verarbeiten. Stellt euch vor, als ich eine eigene Wohnung hatte, hatte ich Angst sie zu betreten, weil ich mjir einbildete, da versteckt sich jemand. Die Angst rührt von der Schweiz her, weil ich da als kleines Kind alleine nach Hause gehen mußte, an einem großen Busch vorbei. Jedenfalls hatte ich meine Wohnungstür geöffnet, bin auf allen 4en in meine Wohnung, meine Wohnungstür stand auf, ich bin auf allen 4en rein dann zurück, dann wieder rein, in alle Räume geguckt, in der Zeit hätte ja wirklich jemand rein gekonnt, meine Wohnungstür war ja geöffnet. Ist kein Witz was ich schreibe, es war so. Oder wenn ich Straßen alleine lang lief, bin ich mitten auf der Straße und habe gesungen, um mir meine Angst zu nehmen. Alles bescheuert, kann sich ein normaler Mensch gar nicht vorstellen, aber wers nicht erlebt hat, kanns auch nicht nachfühlen. In diesem Sinne. Wunder mich bei dem Blog nur, daß kaum einer die Bergheimat kennt oder ein Bild gepostet hat. Ich war doch auch 10 Jahre da, bevor die mich in ein schwer erziehbares Heim steckten, wo die nächste Folter anfing. So das wars jetzt erstmal, ist 04.47 h und bin müde. Alles Liebe Euch

*edit* Private Daten von Tätern bitte per PN (private Nachricht), E-Mail oder auf anderen privaten Wegen austauschen. Siehe dazu auch § 3.1.9 der Nutzungsbestimmungen. In dem Fall haben auch Täter ihre Rechte, was in gesetzlichen Bestimmungen so festgelegt ist und woran auch wir uns halten müssen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Johnny« (28. Juni 2015, 10:09)
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Enno

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Jungfrau

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 16:43

Dokumentarfilm | Kindergenesungsheim Bergfrieden



Liebe Forenmitglieder,




derzeit drehe ich den dritten Teil der Dokumentarfilmreihe „Vergessen im Harz“.












Der erste Teil dieser Dokumentarfilmreihe feierte 2015 in der
Baumannshöhle, der zweite Teil 2016 im ehemaligen Festsaal des alten
Rathaus Thale (bzw. Hotel Zehnpfund) seine Premiere.





Beide Filme waren seit dem in verschiedenen Kinos der Harzregion zu sehen und sind auch als DVD erhältlich.









Nun wende ich mich an euch, da ich im dritten Film gerne über das ehemalige Heim in Bad Sachsa berichten möchte.


Derzeit bin ich auf der Suche nach Zeitzeugen, die dort als Kinder
Zeit verbracht haben und das Gelände, welches jetzt im Wald verwachsen
und verborgen liegt noch aus der aktiven Zeit kennen.
Ebenflass suche
ich Archivmaterial, alte Fotos oder Videomaterial.











Leider hörte ich bis jetzt sehr viele negative Geschichten über den Umgang mit den Kindern in diesem Heim.


Vielleicht findet sich hier jemand, der bereit ist mit mir über die vergangenen Zeiten zu
sprechen.






Über eure Antwort und Hilfe bei meiner Suche, würde ich mich wirklich sehr freuen!
Ihr könnt mich auch jederzeit über die Email *edit* kontaktieren.







Alle Informationen rund um das Filmprojekt findet ihr unter https://deref-gmx.net/mail/client/eWGPFP2vNcg/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.vergessenimharz.de%2F









Liebe Grüße.





Enno


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JW1HAL« (3. Mai 2017, 19:51)
Grund: E-Mail-Adresse entfernt


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Zwillinge

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Montag, 9. Oktober 2017, 08:15

ich habe auch in dem Heim Haus Bergheimat für einige Zeit gelebt.

Hallo.
ich bin die Jenny, und ich habe auch in dem Heim Haus Bergheimat für einige Zeit gelebt.
es war die Zeit von ca. 1967 - 1970
Ich war 8,5 Jahre und meine kleine Schwester 1,5 Jahre.
Allerdings muss ich sagen, dass ich diese Zeit als nicht so schlimm empfunden habe, eher sogar schön. Gut, es war nicht das Perfekte, keine super Familie, aber ich bin als Kind immer von einem zum anderen geschickt worden und dort im Haus Bergheimat hatte ich eben eine Konstante. Es wurden mir Werte vermittelt, die mir heute noch wichtig und richtig erscheinen. Ebenso habe ich viel gelernt, was mir das Leben um einiges einfacher gemacht hat. Wäre ich bei meiner Mutter oder Oma weiter geblieben, hätte ich gar nicht so viel gelernt. Meine Mutter kann weder kochen noch nähen oder handarbeiten, und für Bücher hat sie sich auch nie interessiert. Das Miteinander habe ich ebenso dort praktizieren können, welches mir später in der WG und dann in der Beziehung mit meinem Mann auch sehr dienlich war. Gut, es war streng. Aber das ist auch nicht wirklich so schlimm. Ich habe jedenfalls nie mit dem Rohrstock etwas bekommen; auch wurde ich nicht ins dunkle Zimmer verbannt oder bekam Essensverbot. Im Gegenteil hatte ich immer das Gefühl einer Förderung meines Geistes und Charakter. Eines Abends mussten wir unsere Schuhe für den Nikolaus putzen. Ja, wir bekamen etwas in die Schuhe, wenn sie sauber waren. Gesagt getan, ich stellte zusätzlich ein paar Schuhe meiner Lieblingspuppe auf die Treppe. Und was war ich erstaunt, als am nächsten Mogen auch diese gefüllt waren (und daneben lag, weil es ja nicht alles hineinging in so kleinen Schühchen).
Ja, mein Geschäftssinn hat das bis heute geprägt: man muss dran bleiben, ein bisschen wagen und immer schön den Ball flach halten, also nicht ausverschämt sein, aber wissen, wo es langgeht.
Wie gesagt, es war streng, man sollte viel lernen, und man war auch etwas prüde, ja, und wir sollten uns nicht bei den anderen aus der Schule ausheulen, sondern immer gleich nach Hause kommen. So hatten wir nicht viel Möglichkeiten, andere Schüler kennenzulernen. Und die Hilfe bei dem Werken ist mir auch zugute gekommen; ich brauch nicht unbedingt einen Handwerker, ich kann vieles selbst machen.
Alles in Allem bin ich der Meinung, das mir der Aufenthalt nicht geschadet hat, eher positiv für mein Leben war. Und obendrein bin ich nie ne Heulsuse gewesen. Was uns nicht umhaut, das macht uns stark. War das nicht so?
viele Grüße
Jenny

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Montag, 9. Oktober 2017, 18:09

Hallo Jen, das ist großartig wie du deinen Heimaufenthalt beschreibst. Es war ja auch nicht alles schlecht. Gelernt habe ich auch vieles aber erst in einen anderen Heim. Leider kam es wohl eher darauf an wo man hin kam. Was ich auch immer wieder bemerke, das sich die schlechten Zeiten so eingebrannt haben. Vielleicht liegt es auch daran wie und was vorgefallen war. Für mich sind 2 Jahre Spezialkinderheim und ein Kinderheim für Kleinkinder eben sehr schlimm gewesen. Ich will jetzt nicht jammern, aber es ist zur Abwechslung immer wieder schön, wenn jemand gute Zeiten im Kinderheim verbracht hat. Die anderen Heime waren für mich auch okay.
Signatur von »Angi90« Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
-Fred Ammon-

Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
-Unbekannt- Indianerweisheit

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