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Kinderheim Hürbel St.Josefsheim

Antworten im Thema: 6 » Der letzte Beitrag (7. Februar 2012, 20:05) ist von edu.

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peter344

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Widder

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Freitag, 23. Dezember 2011, 22:46

Suche nach "Ehemaligen Kindern" vom St.Josefsheim in Hürbel (bei Gutenzell, Reinstetten)

meine Lieben,
ich suche ehemalige Kinder vom St. Josefsheim in Hürbel. Ihr müßt heute zwischen 56 und 62 Jahre sein.
Leider habe ich bis jetzt keinen einzigen Ehemaligen getroffen. Namen/Personen , an die ich mich erinnere,
sind: Robert Veit, Cäcilia, Ida u. Angelika (Geschwister) Ich würde mich natürlich sehr freuen, jemanden zu
finden. Vielen Dank.

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Samstag, 24. Dezember 2011, 10:04

Kinderheim Hürbel St.Josefsheim

Kinderheim Hürbel St.Josefsheim

Nur Schläge im katholischen Kinderheim

Die Diskussion über den Missbrauchsskandal hat es möglich gemacht: Drei Männer erinnern sich an Schrecken ihrer Kindheit in katholischen Heimen – und sprechen darüber.
Misshandlung Nur Schläge im katholischen Kinderheim
Seine Eltern gaben ihm den Namen Elvis, als er im Winter 1962 geboren wurde. Seine Mutter war aus Lettland geflohen und in einem Ulmer Wohnheim gestrandet. Als sie krank wurde, kam der kleine Elvis auf Anordnung des Jugendamts ins katholische Säuglingsheim St. Josef, das in einem alten Schloss im baden-württembergischen Dorf Hürbel untergebracht war. Seinem Vater traute man die Betreuung eines Kindes nicht zu. Ein Kind im gottesfürchtigen Kleinkosmos Hürbel, das den Namen eines amerikanischen Sängers trug, vor dem die Bürgersleute ihre Kinder warnten, weil er sich obszön bewegte und lächerliche Glitzerkostüme trug. Seine Eltern durfte Elvis Stiurins nicht wiedersehen, auch als die Mutter wieder gesund war.
Wenn er heute über seine frühe Kindheit nachdenkt, erinnert sich Elvis Stiurins als Erstes an den scharfen Geruch. Er entströmte den Gummieinlagen unter den Kindermatratzen im Schlafsaal von Hürbel, auf denen sich nachts der Urin der Bettnässer staute. "Wir hatten nichts, kein Spielzeug, keine Privatsphäre. Zuneigung gab's nicht, nur Schläge", sagt der 49-Jährige. Mit zwei anderen Heiminsassen von damals, Paul Nägele und Wolfgang Ott Dos Santos, ist er nach Hürbel zurückgekehrt, wo das ehemalige Säuglingsheim heute fast verfallen ist.
Auch Paul Nägeles erste Erinnerungen spielen im Hürbeler Schlafsaal. Er erinnert sich, wie er um Mitternacht von älteren Kindern aus dem Schlaf gerissen und auf einen Nachttopf gesetzt wurde. Was genau ihm als Kleinkind sonst widerfuhr, weiß er nicht mehr. Aber er weiß genau, was er selbst im Alter von acht bis zehn Jahren um Mitternacht mit den Jüngeren machte. Manche hörten nicht auf zu schreien und er musste ihnen Tabletten geben. Erst als Erwachsener verstand er, dass es Psychopharmaka waren. Wer sie genommen hatte, wurde schnell ruhig.
Paul und der gleichaltrige Elvis waren tagsüber zum Arbeitseinsatz im Gemüsegarten eingeteilt. Von den Beeten aus war es nicht weit zu dem von dichten Hecken umstandenen Kinderfriedhof des Heims, weißgekalkte Grabkreuze ohne Namen standen dort. Ausflüge dorthin waren für Paul und Elvis eine Mutprobe.

Todesursache: Schwäche

Der Kinderfriedhof geht Wolfgang Ott Dos Santos, dem dritten der Männer, bis heute nicht aus dem Kopf. Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung stellte er im Sommer bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg Strafanzeige gegen Unbekannt. Doch die Justizbehörde lehnte Ermittlungen ab: Alles ist längst verjährt. Wolfgang Ott Dos Santos wurde 1964 unehelich geboren, noch im Krankenhaus von der Mutter getrennt und nach St. Josef gebracht. Auch er erzählt von Misshandlungen, die alle Kinder im Heim erlebten: mit der Hand, mit dem Stock, unter der kalten Dusche oder in der verdunkelten Kammer unter der Treppe.
Die Rückkehr nach Hürbel, ins ehemalige St. Joseph, fällt allen dreien schwer. Nichts Tröstliches findet sich hier, nichts, was helfen würde, zu verstehen. Ein Teil des früheren Kinder- und Säuglingsheims ist heute ein skelettierter Bau, den niemand haben will. Nach vorne, zur Hauptstraße hin, hat jemand Farbe auf den Putz gestrichen. Im Hinterhof ist durch staubblinde Glasscheiben nur wenig von den leeren Räumen zu sehen.
Dort, wo einst der Kinderfriedhof war, steht ein Einfamilienhaus. Eine hochbetagte Nachbarin erinnert sich, dass hier einmal rund 50 Grabkreuze standen. Sie sind verschwunden. 2007 hatte das Biberacher Sozialamt sämtliche Akten von St. Josef in den Schredder geworfen. Auf den Totenscheinen von Kindern stand damals häufig ohnehin nur "Schwäche" als Todesursache. Was hier wirklich geschehen ist, ist nicht mehr nachzuvollziehen.

Quelle: Zeit Online

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Samstag, 24. Dezember 2011, 18:10

Hürbel?

Lieber Peter,

In einem Hürbel- Heim war ich auch! Das ist vor Mulfingen gewesen. Beide Heime heissen St. Josef?! Ich war in einem Einzelzimmer und sehr Krank.

Ich schätze mal den Zeitraum auf 1958. Daran kann ich mich nicht erinnern. ?( Es könnte sein, daß meine ältere Schwester bei mir war.

Danke für das Stichwort "Hürbel".

Liebe Grüsse sendet Dir ........edu :)

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Freitag, 27. Januar 2012, 14:01

Kinderheim Hürbel

Kinderheim Hürbel St.Josefsheim

Nur Schläge im katholischen Kinderheim

Die Diskussion über den Missbrauchsskandal hat es möglich gemacht: Drei Männer erinnern sich an Schrecken ihrer Kindheit in katholischen Heimen – und sprechen darüber.
Misshandlung Nur Schläge im katholischen Kinderheim
Seine Eltern gaben ihm den Namen Elvis, als er im Winter 1962 geboren wurde. Seine Mutter war aus Lettland geflohen und in einem Ulmer Wohnheim gestrandet. Als sie krank wurde, kam der kleine Elvis auf Anordnung des Jugendamts ins katholische Säuglingsheim St. Josef, das in einem alten Schloss im baden-württembergischen Dorf Hürbel untergebracht war. Seinem Vater traute man die Betreuung eines Kindes nicht zu. Ein Kind im gottesfürchtigen Kleinkosmos Hürbel, das den Namen eines amerikanischen Sängers trug, vor dem die Bürgersleute ihre Kinder warnten, weil er sich obszön bewegte und lächerliche Glitzerkostüme trug. Seine Eltern durfte Elvis Stiurins nicht wiedersehen, auch als die Mutter wieder gesund war.
Wenn er heute über seine frühe Kindheit nachdenkt, erinnert sich Elvis Stiurins als Erstes an den scharfen Geruch. Er entströmte den Gummieinlagen unter den Kindermatratzen im Schlafsaal von Hürbel, auf denen sich nachts der Urin der Bettnässer staute. "Wir hatten nichts, kein Spielzeug, keine Privatsphäre. Zuneigung gab's nicht, nur Schläge", sagt der 49-Jährige. Mit zwei anderen Heiminsassen von damals, Paul Nägele und Wolfgang Ott Dos Santos, ist er nach Hürbel zurückgekehrt, wo das ehemalige Säuglingsheim heute fast verfallen ist.
Auch Paul Nägeles erste Erinnerungen spielen im Hürbeler Schlafsaal. Er erinnert sich, wie er um Mitternacht von älteren Kindern aus dem Schlaf gerissen und auf einen Nachttopf gesetzt wurde. Was genau ihm als Kleinkind sonst widerfuhr, weiß er nicht mehr. Aber er weiß genau, was er selbst im Alter von acht bis zehn Jahren um Mitternacht mit den Jüngeren machte. Manche hörten nicht auf zu schreien und er musste ihnen Tabletten geben. Erst als Erwachsener verstand er, dass es Psychopharmaka waren. Wer sie genommen hatte, wurde schnell ruhig.
Paul und der gleichaltrige Elvis waren tagsüber zum Arbeitseinsatz im Gemüsegarten eingeteilt. Von den Beeten aus war es nicht weit zu dem von dichten Hecken umstandenen Kinderfriedhof des Heims, weißgekalkte Grabkreuze ohne Namen standen dort. Ausflüge dorthin waren für Paul und Elvis eine Mutprobe.

Todesursache: Schwäche

Der Kinderfriedhof geht Wolfgang Ott Dos Santos, dem dritten der Männer, bis heute nicht aus dem Kopf. Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung stellte er im Sommer bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg Strafanzeige gegen Unbekannt. Doch die Justizbehörde lehnte Ermittlungen ab: Alles ist längst verjährt. Wolfgang Ott Dos Santos wurde 1964 unehelich geboren, noch im Krankenhaus von der Mutter getrennt und nach St. Josef gebracht. Auch er erzählt von Misshandlungen, die alle Kinder im Heim erlebten: mit der Hand, mit dem Stock, unter der kalten Dusche oder in der verdunkelten Kammer unter der Treppe.
Die Rückkehr nach Hürbel, ins ehemalige St. Joseph, fällt allen dreien schwer. Nichts Tröstliches findet sich hier, nichts, was helfen würde, zu verstehen. Ein Teil des früheren Kinder- und Säuglingsheims ist heute ein skelettierter Bau, den niemand haben will. Nach vorne, zur Hauptstraße hin, hat jemand Farbe auf den Putz gestrichen. Im Hinterhof ist durch staubblinde Glasscheiben nur wenig von den leeren Räumen zu sehen.
Dort, wo einst der Kinderfriedhof war, steht ein Einfamilienhaus. Eine hochbetagte Nachbarin erinnert sich, dass hier einmal rund 50 Grabkreuze standen. Sie sind verschwunden. 2007 hatte das Biberacher Sozialamt sämtliche Akten von St. Josef in den Schredder geworfen. Auf den Totenscheinen von Kindern stand damals häufig ohnehin nur "Schwäche" als Todesursache. Was hier wirklich geschehen ist, ist nicht mehr nachzuvollziehen.

Quelle: Zeit Online

Hallo Klaus,
wie ich sehe, bist du nicht registriert. Aber du warst auch in Hürbel/Biberach im St.Josefsheim. Und hast noch 2 Bekannte, die sich auch mit dem K.-Heim in Hürbel auskennen. Ich war von 1951 -1961 in diesem Heim mit den eiskalten Franziskanerinnen. Die waren nicht nur strohdumm,sondern brutalst gewalttätig.
1 Schwester hatte einem die Hände nach hinten gebogen und festgehalten, während die andere mit einer Holzlatte -da steckten manchmal noch umgebogene Nägel drin.- auf den Kopf einschlug, Das war die Schwester Regina, (die hat mich und andere Kinder, dem angestellten Bauer zugeführt, welcher dann die Bulldoggarage von innen versperrte. Dieses Schwein hat uns nackige Kinder im Dunklen mit einem Gummischlauch gejagt. Wir sahen im Dunkeln nur die Glut seiner Zigarette) war ne ganz brutale, eine hies Konrad, die hat man jeweils nur zum Verprügeln geholt. Dann gabs ne Damiana, ne Ulrich,ne Canisius usw. Die einzig gute war ne Säuglingsschwester, hies Paschalis.Nun bin ich ein wenig von meinem Anliegen abgekommen.
Ich möchte dich-euch fragen, ob ihr zu mir Kontakt aufnehmen könnt.Ich bin sonst ganz alleine, weil ich niemanden von Hürbel ausfindig machen kann. Also, wenn meinem Wunsch entsprochen werden kann, schreibt mir bitte hier oder über meine Kontaktadresse, E-Mail. Herzlichen Dank,pe

Ach ja, zu den Säuglingstodesfällen: Ich kann mich soweit erinnern, dass im Jahre 1957/58 ? , da war ich 6-7 Jahre alt, Gerüchte, bzw.Gespräche unter uns Kindern im Umlauf waren. Da ging es um tote Säuglinge, die in einem Kanal gefunden wurden. Zu dieser Zeit waren Untersuchungsbeamte im ehemaligen Schloß bzw. Kinderheim. Es waren ca.2 Wochen, in denen im Heim eine zusätzliche Angst zu spüren war. Aber auch eine gute Zeit für uns Kinder, da es in diesen ca.2 Wochen keine Schläge gab. (Deshalb erinnere ich mich so gut an diese Zeit). Gleichzeitig war alles so unheimlich geheimnisvoll. Ich habe dies so beschrieben, wie wir / ich diese Zeit als Kind empfunden habe.Natürlich läßt sich daraus keine Tatsache ableiten.Kinderaugen und Fantasie tun ein Übriges dazu.Jedoch,wie oben beschrieben, entspricht das voll einer nüchternen Betrachtung. Gruß, pe

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Freitag, 27. Januar 2012, 16:56

Hallo Peter,

Klaus war KEIN Heimkind, sondern lediglich hier im Team. Als die Kategorien und Themen hier eingerichtet wurden, fehlten natürlich immer die ersten Beiträge, die bei der Googlesuche angezeigt werden könnten. So hat sich das Team seiner Zeit aufgeopfert und jedem Thema einen Anfangsbeitrag, mit möglichst interessanten Informationen, wie zum Beipiel mindestens die Anschrift und Kontaktadressen, zu erstellen, die man eben im Netz finden kann.

Deine Zeilen sind aber sicher nicht für umsonst, da es eventuell jemand geben könnte, der durch die Suche im Netz deine Zeilen findet und dadurch zu uns finden kann. Du hast somit schon Mal viel dazu beigetragen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, ehemalige Kameraden zu finden. Habe jedoch viel Geduld dabei und vielleicht findest du ja noch andere interessante Themen und nette Leute hier im Forum.

Gruß jw1hal
Signatur von »JW1HAL«
Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

1980/1981 KH "Martha Brautsch" Krosigk
1981-1984 SKH "Ernst Thälmann" Eilenburg, (Gruppe 3, rote Nummer 6)


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Samstag, 4. Februar 2012, 10:46

Hürbel?

Lieber Peter,

In einem Hürbel- Heim war ich auch! Das ist vor Mulfingen gewesen. Beide Heime heissen St. Josef?! Ich war in einem Einzelzimmer und sehr Krank.

Ich schätze mal den Zeitraum auf 1958. Daran kann ich mich nicht erinnern. ?( Es könnte sein, daß meine ältere Schwester bei mir war.

Danke für das Stichwort "Hürbel".

Liebe Grüsse sendet Dir ........edu :)
@ edu
vielen Dankfür deine Zeilen. Du schreibst Hürbel vor Mufingen. Das scheint ein anderes St.Josefsheim zu sein. Ich war in Hürbel bei Biberach,
bzw.Gutenzell und Reinstetten sind dort die nächste Ortschaften. Ca. 2-4km entfernt vom Kinderheim Hürbel.
Dir eine schöne Zeit,peter

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Dienstag, 7. Februar 2012, 20:05

Hürbel

Hallo Peter,
vor Mulfingen war zeitlich gemeint. Da wir damals in Albstadt wohnten, liegt "Dein" Hürbel in der Nähe.
Danke und liebe Grüsse, edu

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