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Kinderheim Passau Salvatorianerinnen Marienstift Donauhof

Antworten im Thema: 12 » Der letzte Beitrag (11. Mai 2017, 17:23) ist von Peppi.

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Johnny

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Widder

1

Freitag, 17. April 2015, 11:17

Kinderheim Passau Salvatorianerinnen Marienstift Donauhof

Donauhof 1
94034 Passau

http://www.salvatorianerinnen.de/lebensweg/wo-sind-wir/standorte-deutschland/passau/

Hier kannst du alles posten, an was du dich aus deiner Heimzeit erinnerst, zum Beispiel wann du dort gewesen bist, was du dort so alles erlebt hast, an wen du dich noch erinnerst, wen du gerne wieder treffen möchtest oder zu wem du vielleicht noch Kontakt hast. Klicke dazu am Besten auf "Antworten"! Alles was du hier schreibst, kann dann auch über die Suchmaschinen gefunden werden. Einer muss wohl den Anfang machen, also trau dich! Denn somit könnte man auch dich finden!

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2

Samstag, 2. Mai 2015, 17:42

Donauhof-Marienstift Passau

Hallo Johnny,
bitte entschuldige mein verspätetes Danke.

Zuerst allgemeine Infos zu diesem inzwischen nicht mehr existierendem Heim.
Es war ein "Heim für schwererziehbare Mädchen" , hatte eine eigene Schule, das gesamte Heimgelände war komplett mit einem ca. 2,50 m hohem Zaun eingezäunt.

Ich selbst war im Mai 1977 für 2 Wochen in diesem Erziehungsheim und verbrachte fast die ganze Zeit dort alleine eingesperrt in einem sogenannten "Isolierungszimmer" , welches sich auf dem Speicher befand. Man hatte mich dort oben vergessen, da ich erst neu gekommen war und bereits in meiner 1. oder 2. Nacht einen Ausbruchversuch startete. Da dieser scheiterte, mußte ich nach Ansicht der Nonnen bestraft werden und ich sollte im Bügelzimmer unter anderem die Kutten der Nonnen bügeln, wogegen ich mich heftigst verwehrte und ich die Nonnen auch unfreundlich betitelte, so kam ich in "Isolierungshaft".
Zum Glück gelang mir trotzdem, dass sowohl die Türen abgeschlossen waren und auch dem hohen Zaun um das Gelände herum, die Flucht aus dieser fürchtelichen und traumatisierenden Einrichtung.
Wenn ich auch selbst keinerlei Erfahrung mit Gefängnissen habe, außer dem was ich in TV-Serien gesehen habe, sagte ich bereits damals schon: Donauhof-Marienstift ist schlimmer als ein Gefängnis je sein kann !!!
Immerhin war ich gerade erst 15 Jahre alt und ich kam dorthin, weil ich aus den vorherigen Kinderheimen immer weggelaufen bin um bei meinen Stief-Großeltern leben zu dürfen.

Das sind meine dortigen Erlebnisse gewesen. Andere ehemalige Mädchen haben dort ihre/andere Erfahrungen gemacht.

Namen anderer Mädchen kenne ich natürlich nicht, dafür war ich zu kurz dort, außerdem überwiegend im Isolierzimmer eingesperrt.

Vielleicht lesen und melden sich andere ehemalige Mädchen vom Donauhof-Marienstift.

LG
Tigress
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Samstag, 28. November 2015, 21:03

Das Ende meiner Kindheit

Ich kam direckt mit einem Beamten vom Jugendamt dorthin.Ich war 13 Jahre.Vorher lebte ich bei meiner Oma nd kurz in einem Internat in Orthenburg.
Ich wurde sofort ins sogenannte "Kammerl " geperrt.Tagelang,da war nur ein Eimer für meine Notdurft und drei mal am Tag kam eine nonne mit Essen herein.Ich sollte auf den Frauenarzt warten.Das wurde mit festhalten meine erste Untersuchung dieser Art.Aber ich konnte oft abhauen,alleine war es sehr schwierig draussen zu überleben und so erwischte mich die Polizei immer bald.Einmal war ein Kinderschänder schneller.Dann haute ich mit meiner besten Freundin Daniela ab,die ich dann nie wieder sah,
Ich würde sie auch echt gerne mal wieder sehen.
Nach 10 Monaten hatte ich es endlich geschafft und der verhasste Laden nahm mich nicht mehr.Im zweiten Stock gab es noch ein farbiges Mädchen,namens Judy,die ich später noch oft in München getroffen habe.Nicht an guten Orten.Sie lebt jetzt in USA.
Ich war noch in einigen krassen Heimen,aber niergends war es so schrecklich wie im Donauhof.Daran denke ich mein ganzes Leben,solange es noch dauern tut

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4

Dienstag, 2. Februar 2016, 22:14

Hallo,

ich bin vor kurzem nach Passau Donauhof-Marienstift gefahren, um mich dort mit der ehemaligen (zu meiner Zeit) Schwester Oberin über damalige Zeiten auszusprechen.

Es leben heute noch einige Nonnen dort, das ehemalige "Heim für schwererziehbare Mädchen" ist heute eine Art Schule für Behinderte Kinder und Jugendliche.

Aber die Nonnen haben mit der Schule nichts zu tun, sie leben im früheren Haupteingangsgebäude.
Leider konnte ich das "Isolierungszimmer" nicht besichtigen, denn die Nonnen haben wohl keinen Zutritt mehr zu all den anderen Gebäuden die es auch damals bereits gab.
Ich wurde freundlich empfangen, nach fast 40 Jahren konnte sich natürlich auch wegen meines nur 14 tägigen Aufenthaltes niemand an mich erinnern. Immerhin stand mein Name in einem "Ein- und Ausgangsbuch" mitsamt Datum, wann ich dort angekommen und wieder weg kam. Die Nonne nannte das Isolierungszimmer auf dem Speicher "Stübchen", im Laufe des Gesprächs hörte ich heraus, dass es wohl noch mehrere der Isolierungszimmer (vermulich auch im Keller, eventuell noch in Nebengebäuden) gegeben haben muss.
Ich wußte nicht wie ich auf die Aussage der ehemaligen Schwester Oberin reagieren sollte, als sie sagte, dass wir damals maximal 3 Tage im "Stübchen" verbracht hätten, auch hätten wir etwas zu lesen bekommen, es wäre besonders darauf geachtet worden, dass wir mindestens 2 bis 3 mal täglich für etwa 30 Minuten Gespräche mit einer Nonne gehabt hätten.
Schweigend kam 3 mal pro Tag eine alte Nonne brachte die Mahlzeit, leerte den Notdurfteimer. Kein Buch, kein Gespräch oder sonstiges.

Dennoch bin ich froh, dass ich jetzt hingefahren bin, mir nochmal alles angesehen habe und mit den Nonnen gesprochen habe.
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Mittwoch, 17. Februar 2016, 18:32

Marienstift Donauhof

Ich war ca von Dezember 76 bis April im Donauhof und würde mich freuen wenn ich jemanden aus dieser Zeit hier finden würde. Ich war damals von der Gruppe
von Schwester Irmentraut. Unsere Erzieherin hiess Waltraud

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Montag, 18. Juli 2016, 12:37

Hallo

War in den Jahren ca. von 1972 -1973 im Marienstift , das bekannte Zimmer war auch mein "zuhause "nicht nur 3 Tage, habe hier gelesen man wurde nur 3 Tage eingesperrt, da sollte man eher die fragen die drin waren,man musste so lange drin bleiben bis der Frauenarzt kam ( vor dem habe ich mich als 14 jährige sehr gefüchtet ) und das konnte dauern, diese traumatische Untersuchung war auch meine erste diese Kammer hatte kein Fenster sondern nur so Glasbausteine eines konnte man kippen, rausschauen ging nicht, ich befand mich auch oben richtung Schweinestall.
Meine Zeit dort war sehr schwer, nach dem Früstück erst mal alles spülen und aufräumen, dann zur Schule, Mittagessen, aufräumen spülen, Reste kamen in den Schweinetrog bei dieser Aktion kam es vor das ich eine Wurst die nicht mehr gut war wegwarf, diese wurde wieder rausgeholt mit dem Befehl ich solle sie essen, was ich verweigerte, darauf bekam ich von der barmherzigen Nonne Schläge ins Gesicht, die bekam ich auch wenn ich nicht in der Wäscherei beim Mangeln oder in der Näherei arbeiten wollte, dabei hat sie immer darauf geachtet das es niemand sah, aber ich weiss das die Mädels es mitbekamen, Strafarbeiten gab es immer, Unkraut jäten, ab Kartoffel schälen trotz Schälmaschine, manchmal denke ich, ich war mehr im Keller und in Garten als bei den anderen, im Stall war ich nur einmal oder zwei mal, ich weigerte mich. Pulli's Häkeln oder Stricken für die armen Kinder in Afrika weils da so kalt ist, für jeden Pulli gab's damals eine Zigarette (doppeltmoralisch) Post von meiner Familie wurde einbehalten obwohl sie mir schrieben und Geld schickten, das Geld bekam ich auf ein Einkaufs-Konto, man konnte sich dafür etwas kaufen ich weiss nicht mehr ob alle 2 wochen oder? bei der Nonne.
Es wurde der kontakt zu meiner Familie unterbunden, weil ich versucht habe ihnen zu schreiben wie es mir dort ging, meine Briefe wurden auch nicht verschickt, Post wurde zuerst gelesen und dann vielleicht verschickt von allen Mädchen, genau so Posteingang, erst lesen und dann vielleicht geben, aber beschwerde Briefe nach Hause schicken, nach der Entfremdung zur Familie wurde ich endlassen welch ein Desaster,habe mein Brüder nicht erkannt sie wurden ja auch langsam erwachsen , meine Eltern Femde, So da war ich nun keine Freundinen keine Heimat, nichts.
Es gibt soviel was ich erzählen könnte, Dinge die ich gesehen und erlebt habe, mein ganzes Leben wurde davon geprägt bis heute, und wofür das alles nur weil ich nicht mehr zur Schule gehen mochte und konnte, wohl wissend warum.

vielleicht meldet sich ja mal jemand der mit mir auf der gruppe war, war damals mit Sylvanna im Zimmer eine Zeitlang bevor sie ging

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7

Sonntag, 24. Juli 2016, 15:31

Ja stimmt, an das Glasbausteinfenster im Isolierzimmer auf dem Speicher erinnere ich mich auch, nur das obere rechte (ca. 10 x 10 cm Glasbausteinchen) konnte auf Kipp gezogen werden für Frischluft. Zum rausschauen zu klein und im Grunde genommen auch für eine ausreichende Frischluftzufuhr.
Da mein Gesamtaufenthalt im Donauhof zum Glück nur 2 Wochen dauerte, ich davon allerdings 10 Tage am Stück in der Isolierzelle verbrachte ohne jegliche Ablenkung, hatte ich von dem zweiten Bett vom Matratzenrost sämtliche Metalfedern ausgebaut diese aneinander gehängt und diese Kette aus dem Glasbausteinfensterchen geschwungen/ geworfen, um zu hören was oder wer in der Nähe ist. Es ging Glas zu bruch.
Die Eirichtung selbst war auch sehr spärlich ein Tisch, zwei Betten, zwei Stühle, ein Eimer für die Notdurft.
Ob ein Waschbecken vorhanden war kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber der Lichtschalter konnte nur von außerhalb des Isolierzimmers betätigt werden, daran erinnere ich mich noch ganz genau.

NICHT bestätigen kann ich die Aussage von der damaligen Schwester Oberin (1977) welche sie mir Anfang 2016 betreffend der "Betreuung" der Mädchen während ihrer Isolierungszeit gegeben haben soll.
In Beitrag 4 hatte ich berichtet, dass ich kurz vorher zu einem persönlichem Gespräch mit den Nonnen nach Passau gefahren bin. In dem Beitrag habe ich die Ausage von der damaligen Schwester Oberin
(Sr. M. Gisela) wiedergegeben.

Meine eigenen Erfahrungen weichen auch komplett von dem ab was mir bei meinem Besuch in Passau erzählt wurde.
Vielleicht habe ich mich in Beitrag 4 etwas mißverstänlich ausgedrückt, sorry dafür.

Weiß jemand von Euch, die ebenfalls dort war, ob es nun diesen hohen "Doppelzaun" dort gab?
Da ich nur 1 oder 2 mal in den Garten gehen durfte und mir dann zum Glück meine Flucht gelang ...
Die Nonnen sagten mir Anfang diesen Jahres, dass es so einen Zaun nicht gegeben hätte. Aber ich habe so einen Zaun in meiner Erinnerung mit Passau.

LG
Tigress
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Sonntag, 24. Juli 2016, 16:51

Donauhof-Marienstift Passau

Ich kenne diese Einrichtung nicht. Weiß aber von solchen Ereignissen.

Dabei viel mir im Beitrag von Tigress folgender Absatz auf:

Wenn ich auch selbst keinerlei Erfahrung mit Gefängnissen habe, außer dem was ich in TV-Serien gesehen habe, sagte ich bereits damals schon: Donauhof-Marienstift ist schlimmer als ein Gefängnis je sein kann !!!

Ich bin seit vielen Jahren berentet, was ausschließlich durch die Heimaufenthalte verursacht wurde und ich in einigen psychiatrischen Kliniken war. Ich war auch im Gefängnis, wegen § 213, R-Flucht. Meine Behauptung ist immer, das Heim war schlimmer als der Knast, obwohl gerade politische Häftlinge eine besondere Behandlung erfahren durften. Da waren Vergewaltiger, ja sogar die, welche sich an Kindern vergangen haben, besser dran.

Gerade habe ich mit der Heim-Fondstelle, in Magdeburg, Kontakt. Denen war es nicht unbekannt, dass ich diese Behauptung ausspreche.

Dann noch folgende Aussage von DmeiriBarbara: Daran denke ich mein ganzes Leben, solange es noch dauern tut

Ja das wird bleiben, bis das Lebenslicht abgeschaltet wird. Ich bin 2006 das erste Mal in einer Klinik gewesen. Ganze 21 Wochen. Vom Dezember 2015 bis Februar 2016 das letzte Mal. Ich habe seit drei Jahren eine Psychologische Betreuung, die ich immer dann beanspruchen kann, wenn ich nicht mehr kann.

Dass ich, seit dem ich krank bin, viel bastele, hilft mir auch, um das Trauma etwas zur Seite zu schieben.

Wir werden diese Erlebnisse niemals vergessen können: weil - es war zu prutal. Im Osten gab es auch körperliche Strafen und nicht zu wenig. Nur: Die Seelischen waren um einiges schlimmer, was im Osten super funktionierte. Essenendzug, Dunkler Keller, Mehlpampe ( Nur Mehl mit Wasser), Zusätzliche Arbeit bis zum umfallen, Schläge bis zur Bewusstlosigkeit, Sexueller Missbrauch u. u. u.. Und trotzdem betrachte ich die seelische Vergewaltigung als das Schlimmste an, was man mir angetan wurde. Denn: Keine Schulausbildung mit Schulentzug, keine Berufsausbildung, keine Vorbereitung auf das Leben - das war schlimm. Und gerade das habe nicht ich alleine erleben müssen. Nur: Ich war aus politischen Gründen im Heim und man hat mich daher noch etwas mehr in meiner Persönlichkeitsentwicklung eingeschränkt, was mir auch immer gesagt wurde.

Mit 8 Jahren kam ich in ein anders Kinderheim (Eisleben), wo mir vom Heimleiter, Günter Pohl sein Name, sofort gesagt wurde: Du muss viel arbeiten, damit du dir alles was du hier bekommst, auch verdienst.

Was ich mit meiner Geschichte sagen wollte:

Tigress Beitrag ist richtig: Wenn ich auch selbst keinerlei Erfahrung mit Gefängnissen habe, außer dem was ich in TV-Serien gesehen habe, sagte ich bereits damals schon: Donauhof-Marienstift ist schlimmer als ein Gefängnis je sein kann

Nur halt auch: Es gab sehr, sehr viele Heime, welche für ein traumatisierende Hinterlassenschaft gesorgt haben.

HIER IST KEINER EIN EINZELFALL. UND: WIR SIND NICHT ALLEINE.

L. G. Geno

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Montag, 25. Juli 2016, 21:43

ich war ein dreiviertel jahr ,1974-1975 im donauhof

oh ja des kammerl,das hat mich mein ganzes leben lang verfolgt.kann heut noch ned in einem geschlossenen Raum sein ohne atemnot und panikzustände.ich war in der ersten gruppe bei der sr.siegrid a zeitlang war die sr.michaela mit erzieherin,die einzige in dem ganzen zuchthaus die menschlich war,nur hatte sie nicht viel zu melden.die siegrid war auch die jenige die immer dabei war wenn man vomFrauenarzt,,untersucht''wurde wenn man wieder mal abgehauen war.hab alle stationen des schuftens durchlaufen,vom bügelzimmer bis zum schluss als,,Hausmutter''billiger depp vom dienst,a paar mädels würd ich wirklich gerne wieder sehen,zb,die sonja bart,die petra kröning,und noch a paar andere,
ich find des übrigends so super dass es so ein forum gibt ,indem man sich austauschen kann und sich a bisl was von der seele reden kann.
vielleicht is jemand da der auch in der zeit im donauhof war.würd mich so freuen darüber.
LG.Engerl :oops:

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Samstag, 12. November 2016, 01:53

Hey Babsi

DmeiriBarbara, Ich bin's Judy. So gut was von dir zu hoeren. schreib mir : *edit*. XOXOXO!!!!



*edit* Private Daten bitte per PN (private Nachricht), E-Mail oder auf anderen privaten Wegen austauschen und/oder im Profil hinterlegen. Siehe dazu auch § 3.1.9 der Nutzungsbestimmungen.

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Grund: E-Mail entfernt


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Samstag, 12. November 2016, 19:00

Hallo judy,

"Herzlich Willkommen"


bei uns in der


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PS: Wir sind hier ein Forum, welches von Beiträgen lebt. Somit wäre es kontraproduktiv, sich nur zu registrieren, um seine E-Mail-Adresse hier zu hinterlassen. Wenn dies jeder so macht und unser Forum als Art Kontaktanzeigeplattform missbraucht, wäre der Sinn und Zweck des Forums nicht mehr gegeben und wir könnten es zu machen. Natürlich darf man sich auch privat austauschen, jedoch sollte man auch an die Macher derartiger Plattformen denken, welche diese kostenlos anbieten, obwohl sie auch Geld kosten. Somit wäre es einfach nur fair, sich auch daran zu beteiligen und die Sache mit ein paar (Text)Beiträgen zu unterstützen. Vielleicht mal darüber nachdenken ....

Gruß jw1hal

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Dienstag, 4. April 2017, 22:19

Habe mich heute nochmals auf der Internetseite vom Donauhof umgesehen (siehe Beitrag 1) ,
da steht doch tatsächlich, dass die Nonnen dort bis 1988 "in der Mädchenerziehung tätig waren"
Ganz lapidar, als hätten sie nichts schlimmes dort uns , ihnen anvertrauten angetan.

Auch wenn ich lediglich 2 Wochen dort war, so verbrachte ich 10 Tage davon in deren Isolierungszimmer auf dem Speicher.
Danach gelang mir zum Glück die Flucht, aber ein dauerhaftes "Passau-Trauma" habe ich behalten.
Und heute erst lese ich diesen "lapidaren Satz"

LG
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Stier

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Donnerstag, 11. Mai 2017, 17:23

Marienstift

:( Hallo!
Ich war 2006 mir das Marienstift noch einmal ansehen, der Gottesdienst war gerade vorbei und....ich traute meinen Augen kaum....auch die Nonne,die mich damals oft in die Kammer brachte gab es immer noch.Schwester Ledwina o.ä. geschrieben.
Ich kann mich auch noch an Schwester Gudrun erinnern, oft leicht schwankend im sogenannten Sportunterricht.
Ansonsten möchte ich mich vielen Beiträgen anschließen,sei es die Frauenarztuntersuchung,die Kammer uvm.
Es war die schlimmste Zeit für mich,sogar Briefe würden unterschlagen...habe die Briefe von meinen Bruder nachgesandt bekommen...leider war er da schon tödlich verunglückt.
Kennt jemand noch Gabi glaube Einmannsberger o.ä.?
Ich hatte später Glück,war in einen Heim,was wirklich gut war.
Da hat man sich wirklich um uns gekümmert....aber ich blieb immer die "Arme"aus dem Marienstift.

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Jacky2012 (11.05.2017), sternensucher (11.05.2017), JW1HAL (11.05.2017), Tigress (12.05.2017), Pitterchen (15.05.2017)

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