Kinderheim Langenberg Evangelisches Kinderheim

    Es gibt 39 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von JW1HAL.

      Hallo Amra
      Ich kann mich noch sehr gut an Dich erinnern. Du hattest 3 Brüder, Bernd, Jan und Dieter. Jan war mein Erzfeind. Er hat mich ständig gepiesackt. Dafür gab es regelmäßig eins auf die Backe. Ok, Schnee von gestern. Wir sind alle boshaft gemacht worden. Wir waren halt das Produkt unserer Umwelt. Mit Schwester Inge ist einiges besser geworden, aber Tante Regina hat den alten Mief aus der Voigteierstrasse mitgenommen. Diese Frau war einfach nur boshaft. Ich kann mich noch sehr gut an die Schläge und Demütigungen erinnern. Wenn sie einen niedermachen konnte, war sie voll in ihrem Element. Als ich 14 Jahre alt war, habe ich ihr mal einen Holzklotz aus einem Baukasten, gegen das Krampfaderschienenbein geschossen. Tante Regina hat Rotz und Wasser geheult. Ab da, hat sie mich in Ruhe gelassen. Ich war längere Zeit nicht im Forum, deshalb meine späte Antwort ( Hauskauf und Komplettumbau). Ich habe vor ein paar Tagen mit Anne einige Zeilen gewechselt.
      Ich finde es schön, das man sich nach so langer Zeit wiederfindet.
      lg Jürgen
      :D Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, das du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen...... genauso ist es wenn du blöd bist

      Evgl Kinderheim Langenberg

      Bin mal wieder auf die Seite gestoßen.
      In der Zeit in der ich in Langenberg war sind wir immer in den großen Ferien an die Nordsee gefahren.
      Ich kann mich an einmal Juist und einmal Emden jeweils Jugendherberge erinnern.
      Wenn in Emden einer von den Jungen ins Wasser gefallen ist (kam fast täglich vor) musste so lange im Bett bleiben bis die Lederhose trocken war,ich glaube ich war dreimal in einer Woche dabei.
      Diese Ferien werde ind niemals vergessen.mit meiner Frau war ich im vorigen Jahr in den beiden Orten und habe Erinnerung aufgefrischt
      Gruß aus Speyer
      Hermann
      PS : fällt mir noch ein in der Schule war Frau Lomberg unsere Lehrerin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Johnny“ ()

      Ev. Kinderheim Langenberg

      Hallo liebe ehemalige Heimgenossen,


      nach über 4 Jahren habe ich mal wieder hierher gefunden.
      Ich musste nun in manchen Kommentaren feststellen,
      dass einige von Euch Tante Regina nicht mochten.
      Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sie schlecht gewesen
      sein soll. Immerhin hatte ich mit Tante Regina bis 1984
      den Kontakt gepflegt und mit Schwester Else bis 1986.
      Tante Regina wollte mich 1984 besuchen. Sie war zuerst mit ihrem
      Bruder nach Stuttgart zu einer Nichte gefahren, um mich
      dann am Wochenende zu besuchen. Dazu kam es leider nicht.
      Am bevorstehenden Besuchstag bekam Tante Regina einen
      Schlaganfall und ist dann später in Stuttgart gestorben.
      Zu den Sommerferien:
      An folgende Orte in den Sommerferien kann ich mich erinnern:
      Es waren: Emden, Norden, Rastede und Juist.
      Dann auch noch an Carolinensiel.
      Wobei ich mich erinnere, dass es die letzten 3 Jahre,
      wo ich noch in dem Heim war, immer nach Rastede und
      Juist ging. ( Also 1964, 1965 und 1966).
      Das Heim musste ich dann 1967 verlassen, also noch
      vor dem Umzug in das neue Heim. Das neue Heim habe ich
      dann noch einige Male besucht, als noch Schwester Else und
      Tante Regina da waren.
      Ich hoffe, einige von Euch können sich vielleicht noch
      an mich erinnern.

      Gruß Rolf-Jürgen
      Laut unseren Plugin, was übrigens nur wir als Forum für ehemalige Heimkinder haben, hast du ja das Glück, dass 8 Leute aus deiner Einrichtung, wovon 5 zur gleichen Zeit, 2 vor deiner Zeit und einer nach deiner Zeit da war(en), hier registriert sind und auch in diesen Plugin ihre Einrichtungen eingetragen haben.
      Andere haben das Glück nicht. Sie haben sich zwar auch eingetragen, sind aber ganz allein auf weiter Flur, weil die Liste leer bleibt.
      Du könntest ja mal versuchen die Leute persönlich per Konversation anzuschreiben, um ins Gespräch zu kommen. Je nach Abonnements, Einstellung der Benachrichtigung und Pflege ihrer E-Mail-Konten, werden sie hierauf oder aber auch auf ganz persönliche Informationen aufmerksam und lassen sich hier früher oder später mal blicken.
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

      hab einige Leute per Mail angeschrieben, mal schauen ob sich jemand zurück meldet, es wäre zu schade, wenn man sich aus den Augen verlieren würde, es gäbe doch so viel zu schnacken, denn dieses Heim war eigentlich okay
      Immer wenn über eine Sache Gras gewachsen ist,
      kommt ein Esel und frisst es wieder runter.
      Das ist immer so eine Sache. Ich hatte hier oder auch bei Facebook auch ein paar Ehemalige (3 sind es) aus meinem Heim und auch aus meiner Gruppe, in der/dem ich am längsten und zu letzt war, gefunden und den Kontakt hergestellt. Es blieb aber mehr oder weniger bei einem bei einem Telefonat, bei einem anderen bei ein Telefonat mehr und bei dem Dritten sogar bei zwei Besuche von ihm bei mir und zwei Besuche von mir bei Ihm bzw. seinem Verein/Ausstellung, welche nichts mit Heim zu tun hat. Zwei sind selbstständig, haben ganz andere Probleme und leben eben im hier und jetzt. Da bleibt keine Zeit und auch keine Interesse, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Denn damit kann man seinen Lebensunterhalt eben nicht verdienen. Damit kann man eigentlich gar nichts gutes im Leben erreichen. Bei dem Dritten weiß ich nicht genau, was er macht. Er wird sicher auch seiner Arbeit nach gehen, seine Probleme und Familie haben, so dass es wenig Sinn macht, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Es kommt auch noch hinzu, dass wir wohl alle der Meinung sind, es nicht besonders schlimm im Heim gehabt zu haben. Es war eben streng, wir waren Kinder und jede Aktion hatte eben seine Reaktion und Konsequenz.
      Ich bin auch nicht so der Mensch, der die Kontakte hält. Seit dem Heim hatte ich beispielsweise auch Kontakt zu genau der Heimerzieherin, wo auch diese genannten Ehemaligen mit in der Gruppe waren. Anfangs war es immer Briefkontakt, den ich meistens immer etwas schleifen ließ, so dass ich immer wegen der Antwort sagte, heute nicht, morgen oder später mal. Und so vergingen schnell mal ein paar Wochen, Monate oder auch Jahre. Später mit Mail das selbe Spiel. Woran das liegt? Keine Ahnung. Vermutlich weil ich es meistens eher so als Art Pflicht sehe, das man auf einen Brief, eine Mail eben antworten muss, eigentlich aber doch keine Lust habe, weil wir nicht direkt auf einer Wellenlänge sind und ich nicht so recht weiß, was ich schreiben soll. Sie schreibt meist von Urlaub und anderen Ländern, was zwar sehr interessant ist, ich aber nun gar kein Fan bin. Also schiebt man es etwas vor sich hin, bekommt dann irgendwann schon die nächste Nachricht oder antwortet dann doch irgendwann und schreibt eben alles was so alles passiert ist und wie der aktuelle Stand der Dinge ist.
      Und so ist es auch allgemein mit den "Freunden", die ich nämlich so nicht habe oder auch nicht haben möchte. Für mich sind es alles "Bekannte" und die kommen und gehen. Entweder ist alles gut, streitet man sich, verliert sich aus den Augen oder stirbt. Das Leben nimmt eben seinen Lauf.
      So sorge ich eben nur dafür meine Spur zu legen, was im Internet ja sehr gut geht. Es besteht somit immer die Möglichkeit mich zu erreichen, wenn man sich das unbedingt antun möchte. Das gilt dann eben nicht nur für ehemalige Heimkinder.
      Jeder macht ja so sein eigenes Ding. Das geht ja schon nach der Schule los. Da trennen sich die meisten Wege. Jeder geht seinen Weg und die Wege können weit, sehr weit sein. Die Leute verschlägt es sonstwo hin, so dass selbst Treffen, wegen der enormen Entfernung ein riesen Problem sind. Man muss also immer die Zweckmäßigkeit abwägen, was ich durchaus verstehen kann. Die Familie steht im weiteren Leben auch meist vor der Vergangenheit, was sich bis ins hohe Alter meist nicht ändert. Und so kann es passieren, dass man sich nie mehr über den Weg läuft.
      Für den Fall dass sich aber dann doch mal irgendwann jemand für einen interessiert, sollte man ausreichend Spuren verlegt haben, was man in solch einem Forum oder auch mehreren oder eine eigene Webpräsenz oder oder oder auch wunderbar machen kann. Somit hat man alles getan, um gefunden zu werden, falls doch mal jemand auf die Idee kommt, zu suchen. Und auf die Idee, werden bestimmt so einige mal kommen, früher oder später, man muss Geduld haben und dann Bereit sein.
      Auch selbst kann man ab und zu mal suchen und wenn man das Gefühl hat, jemanden gefunden zu haben, einfach mal Kontaktieren. Was soll passieren? Entweder nichts, Ablehnung oder Zustimmung. Das weiß man aber vorher und so sollte man auch nicht so sehr enttäuscht sein, wenn es nichts wird.

      Und damit wäre ich beim letzten Punkt, hier eben alles anzugeben, was für andere wichtige Hinweise sein könnten. Im Profil bei "über mich" könnte man alle persönlichen Dinge rein schreiben, was auch gelöscht wird, sollte man sein Account mal löschen. Das wird von Google nicht gefunden. In Beiträgen sollte man eben Erinnerungen verewigen, bei denen sich auch andere Leser bzw. Ehemalige angesprochen fühlen, weil sie dabei waren. Das könnte sie dazu animieren noch neugieriger zu werden, sich zu registrieren und etwas zu schreiben. Denn das alles wird auch von Google gefunden. Und ganz wichtig wären auch die Heimeinrichtungen. Da sollte man eben alle so gut es eben geht eintragen. Nur so hat man eben einen guten Überblick, wer alles hier registriert ist der mit in meinem Heim war. Trotz dass man regelrecht fast dazu genötigt wird, macht es leider nicht jeder. Die Gründe sind sicherlich verschieden. Die eine haben keine Lust, es ist zu kompliziert oder sie erinnern sich nicht genau dran, wissen die Zeiten nicht mehr usw. .

      Das wäre ja fast was für die FAQ ....
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

      Ich finde auch, das mann Spuren hinterlegen sollte, aber ich denke die meisten Heimkinder wollen mit dem was Heim heisst nichts zu tun haben, sie wollen damit abschliessen.
      Immer wenn über eine Sache Gras gewachsen ist,
      kommt ein Esel und frisst es wieder runter.
      Es gibt da noch ehemalige aus diesem Kinderheim dessen Namen mir noch in Erinnerung sind: Vielleicht kennt sie ja jemand: Karin Döll, Gerda Heim, Ute Bauer(leider durch Verkehrsunfall bereits verstorben), Erzieherin Frau Mai
      Immer wenn über eine Sache Gras gewachsen ist,
      kommt ein Esel und frisst es wieder runter.
      Bei mir ist es so, dass ich alle Kontakte, nach der Heimentlassung, abgebrochen habe.

      Vor einigen Jahren habe ich hier im Forum zwei Ehemalige getroffen und auch Besucht. Nach über 40 Jahren. Beide Male war es leider so, dass wir einfach zu verschieden geworden sind. Einer gehört der rechten Gruppierung (NPD) an, und das ganz offiziell und der Andere liegt absolut nicht auf meiner Länge - wir habe völlig andere Ansichten vom Leben.

      Aber mich interessiert hier halt alles was mit Heim zu tun hat und ziehe dazu auch Parallelen, damit ich mich besser verstehe, was ich heute vielleicht noch falsch mache. Ich bin von 2005 - 2011 fast regelmäßig in psychiatrische Kliniken gewesen und danach alle 2 Jahre. Das Alles wegen meiner versauten Kindheit, wo der Grundstein für mein Leben verbaut wurde (schlechte Schulbildung und keine Ausbildung), obwohl ich ein sehr guter Schüler war, der immer im 1er Bereich war. Nur der Abschluss war 8. Klasse Sonderschule. Das weil ich ein Westkind im Osten war. Meine Eltern haben mich nach einem Krankenhausaufenthalt nicht wieder nach den Westen holen können. Wir waren auf einen Besuch im Osten. Als die mich abholen wollten, war ich schon im Säuglingsheim und keiner wusste was davon. Ich war einfach weg. Nach dem Mauerbau ging gar nichts mehr. Später haben wir erfahren, dass die Stasi die Akte so getürkt hat, dass meine Eltern daran Schuld waren, weil sie unerlaubt in der DDR waren und mich nicht mehr haben wollten. Das alles ist in der Stasiakte nachzulesen und auch das es so gedreht wurde, dass sie kein Zugriff auf mich hatten. Da half es auch nicht, dass ich für diese Schweinerei rehabilitiert wurde und eine Entschädigung dafür bekommen habe. Die Vergangenheit lässt sich damit nicht aufrechen.

      Mir wurde immer erzählt, dass ich keine Eltern mehr habe. Im Personalausweis wurde dann auch ein Geburtsort aus der DDR eingetragen.

      Als dann die Vormundschaft, zwischen dem Jugendamt und mir aufgehoben wurde, da kam der große Knall und auf einmal war ich im Westen geboren und meine Eltern lebten noch im Westen. Natürlich bekam ich nicht die Anschrift, welche ich dann über das DRK, zentraler Suchdienst, bekommen habe. Ich hatte damals Brieffreundschaften in Westdeutschland, der Schweiz und Österreich. Innerhalb von 5 Wochen hatte ich dann die Anschriften.

      Das mal kurz zu diesem Thema. Der Eine will gefunden werden und der Andere halt nicht.

      Und nein, ich weiß nicht wirklich, ob das hierher gehört, oder an anderer Stelle. Jedoch war es mir ein Bedürfnis mir das von der Seele zu schreiben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „dieterplöger“ ()

      Ich habe mich schon in früherer Zeit hier eingebracht und bin auch froh, das es dieses Forum gibt. Manchmal zieht es einem nach unten und dann geht es wieder nach oben. Nur in der "Freiheit" da kann ich mich nicht dazu äußern, weil ich mich nicht verstanden fühle und da geht es nur nach unten. Deshalb lasse ich es lieber sein und lese gerne hier etwas und schreibe. Hier wird man verstanden, denn wir sind alle Betroffene und wissen was es heißt im Heim gewesen zu sein, mit allen seinen Höhen und Tiefen, von den es zumeist mehr gab.

      Und deshalb bin auch ich hier.

      trullaplu schrieb:

      wenn nicht hier, wo dann


      Kann man so oder so verstehen. Ich weiß aber wie es gemeint ist.

      Dennoch eine Anmerkung am Rande, ist dies hier ein Bereich, der mehr oder weniger ausschließlich für diese Einrichtung (Kinderheim Langenberg Evangelisches Kinderheim) gedacht ist. Man kann im Thema immer mal etwas abschweifen, solange man kurze Zeit später immer wieder im eigentlichen Thema ist.

      Sollte die Diskussion dann doch zu speziell und OT* werden, dann sollte man lieber einen anderen Bereich im Forum dafür suchen, der besser dazu geeignet ist.

      *OT: Off-Topic, auch Offtopic, off topic oder Out of topic, kurz auch OT, kommt aus dem Englischen und bedeutet etwa so viel wie abseits des eigentlichen Themas, oder ohne Bezug zum Thema
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

      Jan, ich wollte das auch nicht soweit ausschlachten und habe ja auch darauf hingewiesen, ob das wohl hier her gehört.

      "Und nein, ich weiß nicht wirklich, ob das hierher gehört, oder an anderer Stelle. Jedoch war es mir ein Bedürfnis mir das von der Seele zu schreiben."

      Jedoch war das Thema auch erledigt. Nur habe ich das einfach mal gebraucht und im Prinzip ging es darum: Gefunden werden wollen oder nicht. Ich habe dazu nur eine Erklärung abgegeben, weshalb ich nicht gefunden werden möchte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „dieterplöger“ ()

      Nun habe ich endlich mal jemandem hier gefunden, der auch in diesem Heim war und habe mit ihm per mail kontakt auf genommen, da er schon ewig nicht mehr hier im Forum war. Er hatte schon mehrere ehemalige getroffen und wurde enttäuscht, entweder hat man ihn versetzt oder nur kritisiert. Nun will er leider sich zurück ziehen und nur per mail mit mir kontakt haben. etwas über sich öffentlich zu machen wagt er sich nicht mehr. Ich finde das sehr schade, mal schauen was draus wird.
      Immer wenn über eine Sache Gras gewachsen ist,
      kommt ein Esel und frisst es wieder runter.
      Ich habe bisher viel Glück gehabt, ehemalige Heimkinder in meinen Heimen gefunden zu haben. Leider aber ist der Kontakt nur von kurzer Dauer. Ein paar Tage besteht reger Austausch und dann kommt nichts mehr. Ich versteh das nicht. Wenn keine Interesse besteht von der anderen Seite, warum kommen sie dann hier ins Forum und suchen nach ehemaligen.
      Passiert euch das auch laufend?
      Immer wenn über eine Sache Gras gewachsen ist,
      kommt ein Esel und frisst es wieder runter.
      Genau so ist es mir auch schon mit 3 Ehemaligen ergangen. Ich hatte mich gefreut und dachte schon an ein gemeinsames Treffen. Aber damit stehe ich wohl alleine. Mit allen Dreien habe ich mindestens 1x telefoniert. Mit einem ein paar Nachrichten geschrieben und ich glaube auch, noch ein paar Mal telefoniert. Mit dem anderen immerhin schon mal Besuche abgestattet. Ich habe ihn schon 2-3 mal bei seiner Tätigkeit besucht und er mich schon 2x bei mir zu Hause, weil er eben in meiner Stadt zu tun hatte. bei dem Dritten blieb es bei den einmaligen Telefonat. Somit ist das Thema Leute hier zu finden für mich auch schon lange gegessen. Ich glaube nicht mehr daran. Und da ich hier auch nichts aufzuarbeiten habe, bin ich eigentlich nur noch hier, weil ich eben auch ein ehemaliges Heimkind bin und weil ich hier auch Leute kennengelernt habe, die man eben jetzt kennt.

      An Treffen glaube ich auch nicht mehr wirklich. So habe ich 2008 das erste Klassentreffen geplant, von der Klasse, wo ich eben nach dem Heim von der 7. bis 10. Klasse war und 1988 raus bin. Das erste Klassentreffen ging ja noch, ich konnte viele Leute erreichen und ich sage mal (hab die Zahlen jetzt nicht mehr im Kopf) die Hälfte oder ein Drittel von allen ist gekommen. Es waren 2 Parallelklassen a+b und ich habe auch alle Lehrer und auch alle Mitschüler eingeladen, die nicht bis zum Schluss in der Klasse waren. Ich war ja schließlich auch nicht von Anfang an in der Klasse.
      2013 war dann das nächste Treffen, wo ich schon hörte, dass die A (ich war in der B) ihr eigenes Ding machen wollten. Letztendlich haben wir etwas hinbekommen, allerdings mit noch viel weniger, wie beim letzten Mal.
      Nun dieses, bzw. letztes Jahr war wieder ein Treffen geplant. Da habe ich mich überhaupt nichts ins Zeug gelegt, sondern lediglich an ein Treffen erinnert, einen möglichen Termin genannt, den ich und noch jemand schon 10 Jahre zuvor festlegten und eine Whatsapp-Gruppe erstellt, wo man sich vorerst virtuell treffen und alles absprechen kann. Um die Kneipe habe ich mich nie gekümmert, das habe ich immer die über lassen, die so etwas auch öfter besuchen und sich damit viel besser auskennen, wie ich. Ich bin in 10 Jahren vielleicht ein oder 2. in einer Kneipe, wenn ich zu einem Geburtstag oder zum Leichenschmaus eingeladen werden oder eben da hin muss.
      Jedenfalls hat die A nun ihr eigenes Ding gemacht und die B hat gar nichts gemacht. Als die von der A schon bekanntgaben, dass die ihr eigenes Ding machen werden, war ich schon raus, weil mir das echt zu blöd ist. Nun versucht seit Ende letzten Jahres ein anderer Ehemaliger (damals einer meiner 3 besten Freunde) krampfhaft die Sache zu retten, scheitert aber auch schon kläglich daran. Wenn es hoch kommt, werden es 5 Hanseln. Ich halte mich da derzeitig VÖLLIG raus, lasse die machen und werde mich kurz vor dem endgültigen Termin entscheiden, ob ich vielleicht doch mit hin gehe. Denn eigentlich ist mir die Lust an so etwas VOLLSTÄNDIG vergangen. Irgendwie scheint mein Jahrgang absolut kein Interesse daran zu haben, Schade.

      Warum schreibe ich das? Weil es mit der Heimgeschichte, mit dem Finden von Ehemaligen eben ähnlich ist.
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

      Eigentlich ist es doch schade, das es immer daneben geht. Denn schließlich haben wir doch Jahre zusammen verbracht und auch gemeinsam viel erleiden müssen. Nun ja, man kann niemandem dazu zwingen
      Mit Klassen treffen habe ich überhaupt nichts am Hut, in den Schulen war ich immer ein Aussenseiter, weil ich eben ein Heimkind war, sie werden mich auch schon alle vergessen haben.
      Sogar mein eigener Bruder, der 1 Jahr mit mir zusammen in einem Heim war, spricht nicht darüber.
      Immer wenn über eine Sache Gras gewachsen ist,
      kommt ein Esel und frisst es wieder runter.

      trullaplu schrieb:

      Mit Klassen treffen habe ich überhaupt nichts am Hut, in den Schulen war ich immer ein Aussenseiter, weil ich eben ein Heimkind war, sie werden mich auch schon alle vergessen haben.


      Vielleicht irrst du da aber gewaltig. Schließlich sind alle älter und reifer geworden. Ein versuch wäre es Wert.

      Zu der allgemeinen Problematik sei gesagt, dass nun alle ihr eigenes Leben mit mehr oder weniger Problemen haben, was alles gemeistert werden muss. Da muss einfach die Zeit und natürlich auch das Interesse da sein. Man setzt einfach Prioritäten und die liegen ganz sicher zuerst bei der Familie und der Arbeitswelt. Denn ohne Moos nix los. Und ganz weit hinten vielleicht auch bei dieser Thematik hier.
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!