Eine zwangsadoptierte Frau aus Gera erzählt: Die Trauer verschwindet nie

    Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Kathrin 84.

      Eine zwangsadoptierte Frau aus Gera erzählt: Die Trauer verschwindet nie



      Gera. Die Geraerin Katrin Behr war vier Jahre alt, als ihre Mutter wegen geplanter Republikflucht verhaftet wurde. Sie kam 1972 ins Heim und wurde später adoptiert.
      Dass sie ihrer Mutter weggenommen wurde, erfuhr sie erst nach der Wende. Ihre Geschichte hat sie in einem Buch aufgeschrieben, heute ist sie damit Gast der Frühlingslese in Ilmenau. Elena Rauch sprach mit ihr.

      Ihr Buch erschien mehr als 20 Jahre nach der Wende. Warum haben Sie sich erst so spät dazu entschlossen?


      Bitte weiterlesen unter: http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Eine-Zwangsadoptierte-Geraerin-erzaehlt-Die-Trauer-verschwindet-nie-1646506768

      zwangsadoption

      Zwangsadoption..schlimm..,selbst in unserem Heim wurde ich Zeuge.3 Geschwister kamen zu uns.Die 2 Kleineren auseinandergerissen,Jedes zu einer anderen Familie.Die Älteste blieb allein im Heim,ohne zu wissen,wo die anderen hingekommen sind.Tagelang hat sie geweint.Nach der Wende hat sie aber ihre Geschwister wieder gefunden.Möge soetwas nie-nie-wieder vorkommen.
      Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht doch wichtiger,
      sie nicht zu grunde zu richten.
      Paul Claudel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      ich war damals mit mein älteren halbbruder in dem heim und er musste damals ne art kur machen weil er unterernährt war und als er wieder in das heim kam war ich die kleine schwester aufeinmal weg,wir sollten nie getrennt werden,sollten zusammen in eine Familie kommen aber er wurde von seiner bzw.unserer oma adoptiert und ich kam in eine ganz andere Familie wo es mir auch jahrelang nicht gut ging.Meine Adoptiveltern haben mir vor paar jahren an den kopf gehauen das sie mich damals nach der wende nur wegen Geld Adoptiert hatten das war wie ein schlag ins Gesicht.Und ich bin bis heut auf mich allein gestellt so wie früher auch und ich merke es ich bin in einem loch wo ich nicht rauskomme und das schaukeln was ich im bett mache gibt mir die kraft das alles zu überstehen.
      du hast sicherlich eine traurige kindheit hinter dir..was ich bei deinen bericht allerdings nicht verstehe ist, warum du meinst, deine adoptieveltern hätten dich wegen geld angenommen..was für geld? ich habe bis jetzt noch nie gehört, daß bei adoptionen geld gezahlt wurde. im gegenteil, soweit wie mir bekannt ist, müssen die adoptierenden nachweisen, daß sie genug davon haben um ein kind, welches sie aufnehmen wollen, unterhalten zu können. mag sich bei dir aber auch anders verhalten haben..da ich dich, auf grund deines nicks, relativ jung einschätze auch noch die frage..was ist mit deiner leiblichen mutter und oma und hast du noch kontakt zu deinen bruder?
      meine Adoptiveltern haben es mir selber damals gesagt das sie geld bekommen haben aber nur wenn die ein kind adoptieren so muss das damals gewesen sein.ich weiß ja selber nichts davon die das zu DDR Zeiten war.Meine leibliche mutter,Oma und Halbbruder wollen kein Kontakt weil ich sie an schlechte zeiten erinnere.Ich mwollte ja zu denen gern Kontakt um auch zu erfahren was damals alles passiert ist.Mein Halbbruder hat mir ja bissl was erzählt gehabt aber ich hab so das dumme Gefühl das da noch was anderes dahintersteckt aber das werd ich wohl nie erfahren.
      Hallo Klaus,

      bei einer Adoption bekommen die Eltern trotzdem finanzielle Unterstützung. Soweit ich vermute, ist Katrin noch sehr jung (1984).
      Demnach waren die Gesetze zu dieser Zeit schon noch anders.
      Ich kenne es so, das die Wohnung und die Umgebung auch angeschaut wurde und wie die Eltern beschaffen waren
      ob sie arbeiten und so weiter und ob sie sauber waren. Naja das übliche eben.
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit
      wie ich bereits erwähnte, eine sehr sehr traurige biografie..versuche jetzt, auch wenn das so schnell dahergesagt ist, diese zu verarbeiten..forsche nach, wie es damals zuging..nur das kann dir eigentlich letztendlich helfen..ich wünsche dir dabei viel erfolg und daß du danach besser mit dir selber klarkommst.

      zu angie..

      ich hatte schon richtig vermutet, daß katrin noch sehr jung ist..das mit dem geld verstehe ich, gerade deshalb aber trotzdem nicht. auf der einen seite ist der bruder unterernährt und wird später von der oma adoptiert.und katrin wird quasi an andere leute weggegeben für geld? und das nach der wende? da stellt sich mir die frage, nach welchen recht wurde da gehandelt, brd oder ddr?

      diese fragen und bestimmt auch noch viele andere, evtl. sogar welche die etwas mit liebe zu tun haben könnten, sollte katrin versuchen zu stellen um auch antworten darauf zu erhalten..an fehlenden akten kann es, bei ihrem alter, eigentlich ja nicht scheitern. auch wenn ihr das, was sie aus denselben evtl. erfahren wird, vielleicht noch mehr weh tuen wird, müßte sie eigentlich diesen weg gehen, um den ganzen mist nicht ihr leben lang mit rum zu schleppen. verdrängen hilft zwar eine weile, bei mir hats 50 jahre gedauert, aber es holt einen letztendlich doch irgendwann mal, alles wieder ein..dann hat man aber leider in der regel keine möglichkeiten mehr, nachforschungen anzustellen.
      Klaus, das ist der Knackpunkt. Man weiß leider nicht, wo Katrin geboren und gelebt hatte. Das muss sie auch nicht hier rein schreiben.
      Aber wäre schon nett, wenn sie mal schreiben würde ob DDR oder BRD. Dann wären wir vielleicht etwas schlauer.
      Eigenlich ist es auch egal, sie schreibt, das sie wegen Geld von den Pflegeeltern genommen wurde. Das kann ich mir trotzdem sehr
      gut vorstellen. Das ist einfach eine große Schweinerei. Läuft bestimmt heute auch nicht viel anders.


      Als meine beste Freundin verstorben war, musste ihr jüngster Sohn zu Pflegeeltern.
      Und das war nach der Wende. Sie bekamen 1000 Mark im Monat. Das weiß ich ganz genau.
      Die Pflegeeltern wollten den Jungen mit 14 Jahren noch umkrempeln. Er sollte schöner und sauberer
      schreiben und andere Faxen. Er durfte sein Fußballspiel nicht mehr nach gehen obwohl er in einen
      Team war. Sie hatten ihm die Kleidung hingelegt was er anzuziehen hatte, obwohl er es bei seiner
      Mutter selbst entscheiden durfte. Naja, mir tat der Junge leid, er war sehr pflegeleicht, aber die wollten
      total so haben wie sie es sich vorgestellt hatten. Total irrsinnig! Das sollte nur eine kleine Geschichte
      von dem sein, so wie ich sie erlebt hatte. Meine Freundin hätte sich im Grab rumgedreht, wenn sie
      das gesehen hätte.
      Also ging es den Leuten auch nur ums Geld, denn die haben ihr Haus um und ausgebaut und von dem
      Geld war nichts übrig für den Jungen. Soviel dazu.
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit
      Ich werd mich mal an die Gauck-Behörde wenden,die haben noch alle Stasiakten und hoffe das ich Dublikate(Kopien)bekomme aus meiner akte.Ich glaube es war gleich nach der Wende als die für mich geld bekommen hatten aber wieviel weiß ich nicht muss schon allerhand gewesen sein,will ich auch ehrlich gesagt net wissen weil das für mich schlimm genug ist zu wissen das es denen nur um die Kohle ging.Drum hat es mich auch nicht gewundert das es mir bei denen auch so schlecht ging.hatte nicht einmal von denen gehört das die mich lieb haben oder das ich mal in den arm genommen wurde,stattdessen wurde ich geschlagen wenn ich schlechte noten mit nachause gebracht hatte.und in der schule wurde ich als Heimkind gehänselt,sowas sitzt tief fest.das kann ich einfach nicht vergessen.Ich musste immer in der ecke stehen stundenlang,hatte mir damals echt alles gefallen lassen.
      Bin in Wolgast geboren,mein leiblicher vater hatte sich in der Küche damals vergast weil meine leibliche mutter mit nem anderen typen in der kiste war.und ich lag als baby mit im schlafzimmer als die ihren spass hatten,das weiß ich von mein bruder und mein leiblicher vater wollte mich da rausholen aber die schlafzimmertür war von inne abgeschlossen und somit geschah es das er sich das leben genommen hatte als ich gerade mal 2 monate alt war.dann zog meine leibliche mutter kurz darauf mit ihren neuen freund und mit uns kindern nach leipzig da hatte sie uns verwahrlosen lassen und hatte sich nicht mehr um uns gekümmert darauf hin wurden wir Zwangsadoptiert weil sie auch gesoffen hatte.Als ich mit 4 1/2 jahren adoptiert wurde konnte ich nicht ein satz sprechen war sehr zurückentwickelt.naja mehr weiß ich leider auch noch nicht aber ich kämpfe drum das ich alles erfahre.