Wie war eure Einschulung?

    Es gibt 35 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von anklip.

      Wie war eure Einschulung?

      Hier mal ein neues Thema, eure Einschulung.

      Was habt ihr da für Erinnerungen?
      Wie groß war eure Zuckertüte und was war da so alles drin?
      Was hattet ihr an dem Tag für Sachen an?
      Mit wem wurdet ihr auf eine Bank gesetzt?
      Wie sah eurer Schulranzen aus?
      Hattet ihr auch so ne tolle Brottasche? Wie sah die aus?

      Fragen über Fragen ....



      Ich kann mich nur erinnern, dass ich eine ganz große Zuckertüte hatte. Mehr weiß ich da auch nicht mehr. Und ich war da noch nicht im Heim.


      Wie war es so bei euch?
      Soweit ich mich erinnere, war sie groß und gut gefüllt .....denke schon. Ich habe mich geschämt, weil man mir die Haare viiiiel zu kurz geschnitten hatte und dann hatte meine Oma mir ein Kostüm genäht - PEPITA. Ich habe es gehaßt und irgendwann - ups waren Tintenflecke drauf. Denn das doofe Kostüm wäre ansonsten mitgewachsen - riesiger Saum usw. Am Nachmittag kamen dann Oma, Opa, Tanten. Ich hatte mich sehr auf die Schule gefreut.
      Ich vertraue nur mir selbst
      Also an meine Einschulung kann ich mich leider nicht mehr erinnern, was wohl daran liegt, dass ich nur ganz kurz dort zur Schule ging und ich dann umziehen mußte.
      Aber an den Namen der Lehrerin bei meiner Einschulung kann ich mich komischer Weise bis heute erinnern.
      Dafür erinnere ich mich nicht mehr an den Namen der Lehrkraft von meiner zweiten Schule, denn auch dort blieb ich durch erneuten Umzug nur ganz kurz.
      Während meines 1. Schuljahres gab es drei Umzüge und Schulwechsel für mich. Im 1. und einem Teil des 2. Schuljahres hatte ich Schulschwestern,
      es folgte der nächste Schulwechsel und Umzug ...

      Von meiner Einschulung gibt es ein Foto, da habe ich einen karierten Trägerrock an und eine recht große rote Schultüte im Arm, ich selbst war damals recht klein und schmächtig, hatte einen Bubikopf als Frisur.
      mir ist das nicht egal - es gibt bestimmte Menschen die haben es nicht verdient irgendeine Erinnerung zu erhalten. Wir hatten es so ausgemacht und ich halte mich daran.Bei den beinahe 30 Jahre alten Briefe von Norbert hat mir schon das Herz geblutet. Wer nicht für uns im Leben da war, der braucht keine Erinnerung danach.
      Ich vertraue nur mir selbst
      Meine Einschulung war mehr als nüchtern. Schultüte gefüllt mit Papier, obenauf ein bischen Süssigkeit. Kurze Hose und Seppeljacke vom Nachbarsjungen. Da ich ja in Erfurt bei meiner Tante und Großmutter aufwuchs wurde ich wegen meinem Thüringer Dialekt behandelt wie ein Aussätziger.

      Ich wurde in Ranis eingeschult. Meine Zuckertüte war sacken schwer. Lauter Süßigkeiten waren drin. Wir saßen alle in den Klassenzimmer und wurden mit der Schule vertraut gemacht. Ich glaube wir hatten auf dem Schulhof auch einen Appell wo der Direktor gesprochen hat. Danach gingen wir ins Heim. Die Zuckertüte wurde in eine Schüssel ausgeleert und ich konnte alles bewundern was drin war. Die Spitze von der Zuckertüte war geknickt weil sie mir zu schwer war und ich sie immer abgestellt hatte. Es warauch nichts aufregendes aber gut. Fotos wurden vor der Schule und auch vor den Heim gemacht.
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit
      Meine Einschulung war im August 1962 ....


      An den Tag habe ich gar keine Erinnerung mehr....Liegt vielleicht daran , dass zu dem Zeitpunkt meine "kleine Schwester" geboren wurde.
      An die Lehrerin habe ich keine guten Erinnerungen und diese hatte ich die ersten beiden Jahre.

      Die folgenden Lehrerinnen und Lehrer waren okay bis gut.

      Jedenfalls hatte ich einen ziemlich kurzen Schulweg , da wir genau gegenüber wohnten.
      Einesteils praktisch , da ein bisschen länger geschlafen werden konnte , anderseits hinderlich wenn ich keinen Bock auf die Schule hatte.
      Wenn ich oder eines meiner Geschwister nicht zum Unterricht erschien , da war spätestens um 09.00 Uhr jemand aus der Klasse da um sich
      zu erkundigen , warum und weswegen man nicht zum Unterricht erschien.
      In diese Schule ging ich dann bis zum Ende der 8.Klasse.
      Meine Einschulung war, soweit ich mich erinnere, etwas besonderes. Es war ein sehr schöner Sommertag und wurden durch die Schule geführt, wo noch die alten Holzbänke standen - Tisch und Bank
      als ein Teil und mit schräger Tischplatte.

      Wir mussten uns auf den Schulhof versammeln, wo wir vom Direks begrüßt wurden und er eine Rede gehalten hat. Ich hatte zu der Zeit noch, man kann sagen, Pflegebrüder, welche in der 5. und 7. waren,
      von denen ich dann eine zweite Schultüte bekam. Diese war genauso groß, wie diese aus dem Heim. Genutzt hat es aber nichts, da diese dann aufgeteilt wurde, damit alle das Gleiche haben. An meine
      1. Lehrerin kann ich mich noch sehr gut erinnern. Sie hatte ein Herz für uns Heimkinder.

      "Pflegebrüder?" Ich hatte im Vorschulheim eine Familie, welche mich zu den Feiertagen und in den Ferien geholt hat. Nach der ersten Klasse wurde ich aber ganz weit weg gebracht, so dass die Verbindung
      abgebrochen wurde, was auch, das erfuhr ich später, gewollt war. Sie wollten mich aus dem Heim ganz holen und da fanden die SEDler was und das ging nun gar nicht. Sie durften danach auch keine weiteren
      Kinder aus dem Heim holen, wie ich später, nach der Heimentlassung, erfahren habe.
      Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
      Ich kann mich nur noch an Fotos aus dieser Zeit erinnern. Es wurde auf einer hohen Treppe vor dem Haupteingang des Heimes aufgenommen.
      Ich hatte ein karriertes Kleid an, welches ein Stück unter dem Mantel zu sehen war, Wollstrümpfe, eine Schultüte und Tornister auf dem Rücken... Mit einer runden Brille auf der Nase war ich eine der ganz wenigen, die überhaupt eine Brille trug ( weiteres Foto auf dem Schulhof).
      Ich möchte aus rechtl. Gründen ein ähnl. Bild aus männlichem Blickwinkel betrachtet nicht einstellen. Vor 2 Jahren hatte ich ein letztes Klassentreffen, auf dem der Fokus gelegt wurde, all unsere Einschul. Bilder einzuscannen und in eine Art Bildband zusammenzustellen. Ich habe ca. 10 Bilder von diesem Tag, auf denen ich noch fröhlich war. Das Heim kam erst 4 Jahre später, ohne Frohsinn.

      Kuchen gabs in einem Klassenzimmer an dem Tag. Wir hatten unseren ersten Ranzen dabei und die Tüte auch und dann ging der Ernst des Lebens los.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel
      Achja, manchmal holt ein die Zeit wieder ein. Dieser Tage hatte ich wieder mal meine Bilder von der Schuleinführung in der Hand. Ist schon wahnsinn wie die Zeit vergeht. Und wenn man vergleicht die Einschulung zwischen meiner und meiner Kinder und Enkelkinder, da hat sich sehr viel geändert. Heut wird sehr viel Tamtam gemacht und es darf an nichts fehlen. Früher war die Zuckertüte wichtiger hatte ich das Gefühl als alle andern Dinge. Weiß nicht ob es nur das damalige Gefühl war und wir es heute auch mit anderen Augen sehen. Auf jeden Fall verschwinden langsam auch die Erinnerungen an ehemalige Schüler. Nur vereinzelte Namen sind noch im Kopf aber keine Gesichter. Ist schon komisch. Wie gehts euch damit?
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
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      Angie. Gute Frage. Wie gesagt. Vor drei Jahren war ich auf dem letzten K-Treffen. Fast die Hälfte oder 2/5 der ehem. Klassenkamaradìnnen waren noch dabei und die Namen sind noch nicht vergessen.

      Was cool war, ein Mitschüler kam damals fast gleichzeitig mit mir als 11 Jähriger in ein Heim. Er nach Sachsen-Anhalt und ich nach Sachsen. In beiden Bundesländern arbeite ich seit Jahrzehnten und ohne dass wir es je voneinander wussten. Krass, aber natürlich sprach ich mit ihm dann über unsere Zeit im Heim am Rande auf dem Treffen. Das war echt ein Zufall, weil wir Beide ausgerechnet in ein Spezialkinderheim kamen und uns danach nie wieder sahen. Ausgerechnet mit ihm pruegelte ich mich manchmal auf dem Schulhof, bevor wir ins Heim kamen. Wer immer anfing, ich sag es nicht, denn ich bin kein Verraeter.. :)

      Ich hab gar keine Beziehung zu den Zuckertüten in Erinnerung. Gaebe es diese Einschulungsfotos nicht, ich haette das total vergessen. Vielleicht empfand ich es als nur nicht wichtig genug, weil Zucker ja auch nicht so gut ist. Spaeter gab es eher öfter Saures. Das habe ich kaum vergessen.
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