Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen

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      Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen

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      KINDESMISSBRAUCH IN DER KATHOLISCHEN KIRCHE IN DEUTSCHLAND ZWISCHEN 1946 UND 2014 (NUR DAS WAS VON DEN OBEREN ZUGEGEBEN WIRD)

      [ QUELLE: https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie ]

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      Sexueller Missbrauch

      Das Ausmaß des Verbrechens

      Über vier Jahre lang haben die deutschen Bischöfe sexuelle Gewalt in der Kirche systematisch erforschen lassen. Wir veröffentlichen erste Ergebnisse der Studie.

      Von
      Evelyn Finger und Veronika Völlinger

      [ „Evelyn Finger - Verantwortl. Redakteurin im Ressort Glauben und Zweifeln, DIE ZEIT“ - Siehe @ https://www.zeit.de/autoren/F/Evelyn_Finger/index.xml ]
      [ „Veronika Völlinger - Freie Journalistin“ - Siehe @
      https://www.zeit.de/autoren/V/Veronika-_Voellinger/index ]

      12. September 2018 / DIE ZEIT Nr. 38/2018, 13. September 2018 /
      419 Kommentare [ ständig zunehmend ]


      Zum ersten Mal gesteht die katholische Kirche in Deutschland ein, was sie erst jahrelang vertuscht und dann weiter beschönigt hat. Zum ersten Mal ließ sie den Kindesmissbrauch in ihren eigenen Reihen flächendeckend untersuchen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen der ZEIT exklusiv vor. Sie zeigen: 1670 Kleriker wurden zwischen 1946 und 2014 als Missbrauchsbeschuldigte innerhalb ihrer Kirche aktenkundig. 3677 Kinder und Jugendliche wurden nach Lage der Akten mutmaßlich zu Opfern. 4,4 Prozent aller Kleriker sollen im genannten Zeitraum Minderjährige sexuell missbraucht haben. "Diese Zahl stellt eine untere Schätzgröße dar", heißt es in einer offiziellen Zusammenfassung der Studie.

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      DAS AUSMAß DER VERBRECHEN:


      3677 Opfer von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen.

      1670 Täter haben mutmaßlich missbraucht. Beschuldigte sind Priester, Ordensmänner und Diakone.

      4,4 Prozent aller Kleriker der deutschen Bistümer waren mutmaßlich Missbrauchstäter.


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      Mit anderen Worten: Hinter den wichtigsten Zahlen, die hier erhoben wurden, steht ein unsichtbares "mindestens". Viereinhalb Jahre lang haben sieben deutsche Forscher, fünf wissenschaftliche Mitarbeiter und ungezählte Hilfskräfte Akten analysiert und Interviews geführt. Im Auftrag der
      Deutschen Bischofskonferenz (DBK) sollten sie vor allem zwei Fragen beantworten: Wie groß war das Ausmaß des sexuellen Missbrauchs? Welche Besonderheiten der katholischen Kirche haben die Taten und ihre Vertuschung begünstigt?

      Ergebnis: Was man bislang nur ahnte, was an dramatischen Einzelfällen bekannt und in Einzelstudien belegt war, wird nun weit übertroffen, allein durch die Zahlen der Opfer und der Täter. Sie sind alarmierend, auch weil die Forscher immer wieder betonen,
      das "Dunkelfeld" des Kindesmissbrauchs sei groß und die wahren Zahlen lägen erfahrungsgemäß "höher". Die Wahrheit ist also noch schlimmer.

      Auf mehr als 350 Seiten wird nun der sexuelle Missbrauch im Verantwortungsbereich der DBK dokumentiert. Die Forscher tun das nüchtern, präzise, detailgenau. 27 Bistümer hatten sich vertraglich verpflichtet, am Projekt teilzunehmen. Doch
      ein Grundproblem bleibt: die Abhängigkeit der Ergebnisse von den Bischöfen. Daran war die Studie im ersten Anlauf gescheitert, weil der niedersächsische Kriminologe Christian Pfeiffer, der zunächst eine Studie für die DBK machen wollte, die Forschungsbedingungen unzumutbar fand. Zu Recht. Er wehrte sich dagegen, dass die Kirche den gültigen Vertrag nachträglich mit dem Ziel ändern wollte, die Forschungstexte zu kontrollieren und ihre Veröffentlichung "aus wichtigem Grund" sogar völlig verbieten zu dürfen. Außerdem kritisierte er die Vernichtung von Akten und den Widerstand der Kirche gegen eine unabhängige Aktenanalyse durch ehemalige Richter und Staatsanwälte.

      Die letzten beiden Kritikpunkte werden nun bestätigt – und zwar durch die Studie selbst. Darin heißt es: "
      In einigen Fällen fanden sich eindeutige Hinweise auf Aktenmanipulation." Außerdem habe es "explizit die Information" aus zwei Bistümern gegeben, "dass Akten- oder Aktenbestandteile mit Bezug auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger in früherer Zeit vernichtet wurden". Neben der Aktenvernichtung wird auch das Blockieren einer unabhängigen Einsicht in die vorhandenen Bistumsakten belegt. In der Zusammenfassung der Studie steht auf Seite eins: "Das Forschungsprojekt hatte keinen Zugriff auf Originalakten der katholischen Kirche. Archive und Dateien der Diözesen wurden von Personal aus den Diözesen oder von diesen beauftragten Rechtsanwaltskanzleien durchgesehen."

      Die Forscher haben Fragebögen entwickelt, anhand derer die Mitarbeiter in den Bistümern die Akten auswerten. Sie tragen Daten über die Betroffenen und die Beschuldigten ein, sie kreuzen Kategorien an, mit denen sich der genaue Ablauf der Tat beschreiben lässt. Und sie notierten, wie die Kirche auf Vorwürfe reagiert hat. Die ZEIT konnte mehrere solcher Erhebungsbögen einsehen, teilweise sind sie bis zu 50 Seiten lang.

      So wertete man insgesamt 38.156 Personal- und Handakten aus. Aber:
      Keiner der Wissenschaftler hat in den kirchlichen Archiven je Akten in der Hand gehabt. Deshalb ist die Studie nicht wirklich unabhängig. Die aufzuklärende Institution hat die Aufklärung kontrolliert. Das unterscheidet sie fundamental von der Missbrauchsstudie der Grand Jury in Pennsylvania, die im August Aufsehen erregte. [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/35/sexueller-missbrauch-pennsylvania-katholische-kirche ] Das unterscheidet sie auch von der Missbrauchsstudie der Royal Commission in Australien, die Ende 2017 erschien. Allerdings: In Deutschland darf die Staatsanwaltschaft nur ermitteln, wenn ein Fall nicht verjährt ist.

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      FORTSETZUNG AUF ZWEI WEITEREN SEITEN:

      NÄCHSTE SEITE [Seite 2]: Spezifika des sexuellen Missbrauchs innerhalb der katholischen Kirche [ Siehe @
      https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-2 ]


      NÄCHSTE SEITE [Seite 3]: 969 der Missbrauchten waren Ministranten [ Siehe @ https://www.zeit.de/2018/38/sexueller-missbrauch-bischoefe-kirche-studie/seite-3 ]

      Beschlagwortet mit TAGS/LABELS: Katholische Kirche, Verbrechen, Diözese, Kindesmissbrauch, Deutsche Bischofskonferenz, Christian Pfeiffer, Sexueller Missbrauch, Missbrauch, sexuelle Gewalt, von den Oberen zugegeben, vertuscht, beschönigt, Kleriker, Missbrauchsbeschuldigte, Minderjährige, Kinder, Jugendliche, sexuell missbraucht, Ausmaß der Verbrechen, Verbrechen, Opfer, Täter, missbraucht, Priester, Ordensmänner, Diakone, Missbrauchstäter, Taten, Vertuschung, Vertuschung begünstigt, Kriminologe Christian Pfeiffer, Vernichtung von Akten, Widerstand der Kirche, unabhängige Aktenanalyse, Richter und Staatsanwälte, Aktenmanipulation, Akten, vernichtet, Aktenvernichtung, unabhängigen Einsicht, verhindert, vorhandenen Bistumsakten, Einsicht, Zugriff, Originalakten, blockiert, blockieren, nicht wirklich unabhängig,
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      Suche meine Akten schon 42 Jahre,es scheint mich nie gegeben zu haben ? Habe 1958 das Vergnügen gehabt die Fürsorge durch die Kirche zu Erfahren,18 Jahre später Entlassen aus dem Horror, mit Uns Waisenkinder konnte und machte jeder was er wollte, jegliche Liebe oder Fürsorge stand nicht in der Erziehung, es gab nicht die Möglichkeit irgendwo zu klagen, der Deutsche Staat hat Uns verkauft an Kirche und Pillendreher, bin heute nicht mal sicher wer meine Familie ist oder sein soll,

      10.000€ Almosen sind die folgen und Entbehrungen aus dieses Zuchthaus dem Staat wert,Ich aber suche meine Vergangenheit und Herkunft,

      Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen

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      Missbrauchsstudie der Kirche: Zu kurz gegriffen

      QUELLE: SZ.de - Süddeutsche Zeitung @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauchsskandal-die-kirche-weigert-sich-die-kontrolle-abzugeben-1.4129180 :

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      13. September 2018, 16:55 Uhr

      Missbrauchsskandal

      Die Kirche weigert sich, die Kontrolle abzugeben

      [ PHOTO: „Zahlreiche Akten und Archive hat die Kirche für ihre Missbrauchsstudie nicht geöffnet. (Foto: picture alliance / dpa)]

      Taten wurden oft vertuscht, die Täter selten bestraft, den Opfern noch seltener geholfen. Die groß angekündigte Missbrauchsstudie der katholischen Kirche greift viel zu kurz. Besser wäre die Untersuchung einer unabhängigen Stelle gewesen.

      Kommentar von Matthias Drobinski
      [Studium Geschichte, katholische Theologie und Germanistik in Gießen und Mainz; Hamburger Journalistenschule, Redakteur bei Publik-Forum, Zeitung kritischer Christen, seit 1997 bei der Süddeutschen Zeitung“. ]

      Für Journalisten ist es schön, wenn sie interne Dokumente in die Hand gedrückt bekommen - für die katholische Bischofskonferenz aber ist es desaströs, dass die Ergebnisse ihrer groß angekündigten Missbrauchsstudie nun vorab in der Öffentlichkeit sind. Ihr ist die Deutungshoheit über die Ergebnisse aus der Hand genommen, wohl auch aus der Angst, diese Deutung könnte allzu freundlich und zu wenig selbstkritisch ausfallen.

      Denn die Ergebnisse der Studie sind deprimierend: Sexuelle Gewalt durch Priester gab es in großem Ausmaß in Deutschland, die Taten wurden oft vertuscht, die Täter selten bestraft, den Opfern noch seltener geholfen. Und was sich da in den Akten gefunden hat, zeigt längst nicht das Ausmaß des Skandals. Es sind Akten über Täter verschwunden und auch vernichtet worden. Und längst nicht alle Fälle sind aktenkundig geworden - weil es den Tätern gelang, die Opfer, ihre Eltern, alle, die etwas wussten oder ahnten, stumm und schweigend zu halten.

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      Akten, die erschüttern

      Eine groß angelegte Studie zeigt: Das Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Priester und Ordensleute war immens - und noch immer tut sich die katholische Kirche schwer, die Fälle aufzuarbeiten.
      Von Matthias Drobinski mehr ... [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-akten-die-erschuettern-1.4127434 ]


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      Die Studie hat noch andere Grenzen. Nur ein Drittel der Bistümer stellte alle Akten bis zurück ins Jahr 1946 zur Verfügung, und
      es entschieden nicht die Forscher, sondern Kirchenangestellte, welche Dokumente in die Forschung einfließen durften. Es wurden die Frauen- und Männerorden ausgeklammert, an deren Schulen und Internaten zahlreiche Übergriffe geschahen, es kommen die Heimkinder nicht vor, die oft noch brutaler misshandelt werden als die Kinder aus besserem Haus. Die Forscher haben getan, was sie konnten, sie haben viele Betroffene befragt und deren manchmal lebenslanges Leid dokumentiert. Sie sind aber dort gescheitert, wo die Kirche sich weigerte, die Kontrolle abzugeben.

      Es wäre deshalb besser gewesen, eine komplett von den Kirchen unabhängige Kommission hätte den Fall übernommen. Der Schmerz wäre noch größer geworden, als er es jetzt schon ist - der Glaubwürdigkeitsgewinn aber auch.

      Aufklärung von innen heraus funktioniert selten; sie muss jetzt nach außen verlagert werden - in Deutschland, aber auch weltweit. Nur dann wird die Kirche an die Ursachen für die sexualisierte Gewalt herankommen, die im System selber liegen: die Tabuisierung, Verdrängung, gar Verteufelung der Sexualität, besonders der Homosexualität; die falsche Heiligung der Instituion und ihrer Priester, das männerbündische Denken, die seelenfressende Einsamkeit nicht weniger Zölibatärer, das Ineinander von Religion und Macht. Und nur dann wird sie wirklich die Schuld sühnen können, die sie da auf sich geladen hat.

      [ PHOTO ]

      Franziskus ist Lösung und Problem in einem

      Das Ringen um die Zukunft der katholischen Kirche ist in vollem Gange. Der Papst muss Skandale aufklären. Sich selbst schonen darf er dabei nicht.
      Kommentar von Matthias Drobinski mehr ... [ Siehe @ https://www.sueddeutsche.de/panorama/krise-im-vatikan-franziskus-ist-loesung-und-problem-in-einem-1.4117748 ]

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen

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      »Leaked German abuse report shows manipulation from both bishops and scientists« (Friday, 14 September 2018 ) @ https://www.lifesitenews.com/blogs/leaked-german-abuse-report-shows-manipulation-from-both-bishops-and-sc (gleichlautender Bericht in englischer Sprache). Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Dr. Maike Hickson (geboren und aufgewachsen in Hannover, Bundesrepublik Deutschland). DIES IST DAS ORIGINAL DER BERICHTERSTATTUNG IN ENGLISCH BEZÜGLICH DER STUDIE.

      »Wie aussagekräftig ist der – geleakte – Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?« (Samstag, 15. September 2018 ) @ https://beiboot-petri.blogspot.com/2018/09/wie-aussagekraftig-ist-der-geleakte.html (gleichlautender Bericht in deutscher Sprache). Berichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Dr. Maike Hickson (geboren und aufgewachsen in Hannover, Bundesrepublik Deutschland). DIES IST DIE OFFIZIELLE ÜBERSETZUNG DER BERICHTERSTATTUNG INS DEUTSCHE BEZÜGLICH DER STUDIE:

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      Samstag, 15. September 2018

      Wie aussagekräftig ist der – geleakte – Mißbrauchsbericht, den die deutsche Bischofskonferenz in Auftrag gegeben hat?

      Dr. Maike Hickson kommentiert für LifeSiteNews den Mißbrauchsbericht, der im Auftrag der deutschen Bischöfe erstellt wurde und der etliche Fragen aufwirft.
      Hier geht´s zum Original: https://www.lifesitenews.com/blogs/leaked-german-abuse-report-shows-manipulation-from-both-bishops-and-sc

      "DER GELEAKTE DEUTSCHE MISSBRAUCHSBERICHT ZEIGT MANIPULATIONEN SOWOHL DURCH DIE BISCHÖFE ALS AUCH DURCH DIE WISSENSCHAFTLER"

      "LifeSiteNews liegt eine 8-seitige Zusammenfassung der deutschen "MHG-Studie" zum klerikalen sexuellen Mißbrauch Minderjähriger vor, der am 12. September geleakt wurde. Die Zusammenfassung macht klar, daß die deutschen Bischöfe bei der Handhabung der Mißbrauchsfälle sehr nachlässig waren. Zur selben Zeit scheint der Bericht selbst auch seine eigenen Fehler zu haben, weil er das Problem vom Aspekt der priesterlichen Homosexualität wegzulenken versucht.

      Kein anderer als Professor Christian Pfeiffer- der Kriminologe, der dieses gesamte Forschungsprojekt zuerst leitete, dann aber wegen seiner Weigerung, seine Ergebnisse vor der Veröffentlichung durch die deutschen Bischöfe bewerten zu lassen, ausgeschlossen wurde, hat sich am 12. September mit einigen kritischen Bemerkungen über den geleakten Bericht zu Wort gemeldet. Im Gespräch mit der
      New York Times [ Siehe @ https://www.nytimes.com/2018/09/12/world/europe/german-church-sex-abuse-children.html ] besteht Pfeiffer darauf, daß das Ausmaß des Mißbrauchsproblems immer noch unterschätzt wird.

      "Der Bericht zeigt nicht das volle Bild und ist nicht völlig unabhängig" sagte er. Pfeiffer weist darauf hin, daß die Untersucher keinen direkten Zugang zu den Kirchenakten hatten und sich auf das Kirchenpersonal verlassen mußten, das die Fragebögen für sie ausfüllte. Der Bericht fand auch Beweise dafür, daß Akten, die den Mißbrauch Minderjähriger betreffen oft manipuliert oder zerstört wurden- wie Pfeiffer zeigt. Nach der New York Times beschloss Pfeiffer am Ende, sich zu weigern, an diesem Projekt teilzunehmen "weil die Kirche sich das Recht vorbehalten wollte, die Resultate der Untersuchung zu kontrollieren- und unter bestimmten Umständen sogar ihre Veröffentlichung zu verhindern."

      Diese Statement von Professor Pfeiffer macht klar, daß die deutschen Bischöfe - unter der Leitung sowohl des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx als auch von Bischof Stephan Ackermann, dem für die Handhabung von Fällen sexuellen Mißbrauchs zuständigen Bischof - fälschlicherweie versuchten, das Ergebnis des Forschungsprojektes zu kontrollieren, für das sie bis zu 1,1 Million € bezahlten,

      Die strikt vertrauliche Zusammenfassung des Mißbrauchsberichtes, die LifeSiteNews sich beschaffen konnte, zeigt, daß es von Seiten der deutschen Bischöfe schwere Versäumnisse gab, Z.B. sagt die Untersuchung, daß wenn es nicht eigene kirchliche rechtliche Prozeduren gegeben hätte, Mißbrauchsopfern Schmerzensgeld anzubieten (wie erst 2011 bestätigt) und eigene Akten, 50% der Fälle nicht aufgedeckt und den Forschern bekannt geworden wären, weil die Beschwerden über den Mißbrauch nie in den Personalakten der mißbrauchenden Priester auftauchten.

      Wenn man "nur die Personalakten der mißbrauchenden Priester untersucht hätte", erklären die Untersucher, "wäre die Hälfte der Fälle nicht entdeckt worden." Für die Untersucher kann diese Tatsache allein Einsicht in "die Zahl unbekannter Fälle geben."

      Zusätzlich zu diesen schwerwiegenden Versäumnissen, weisen die Untersucher auch darauf hin, daß die Bischöfe mißbrauchende Priester von 1946 bis 2014 oft in andere Gemeinden versetzten oder andere Diözesen, anstatt sie streng zu bestrafen. Solche Versetzungen geschahen signifikant häufiger ohne der Zielgemeinde ausreichende Informationen über die Vorwürfe und die möglichen Risiken im Hinblick auf eine Wiederholung der Verbrechen zu geben."

      Die Forscher fanden auch "Hinweise, daß Personalakten und andere Dokumente, die zu dieser Untersuchung führten, zu einem früheren Zeitpunkt zerstört oder manipuliert wurden." Wichtig ist auch die Tatsache, daß "alle Informationen über nachgewiesene Fälle sexuellen Mißbrauchs zuerst anonym weitergegeben wurden und erst dann vom Kirchenpersonal.

      So - erklären die Untersucher- daß am Anfang ihrer Zusammenfassung die Information "durch die Perspektive dieser Personen, die mit den Daten umgingen, beinflußt wurden."

      Außerdem "blieben alle Fälle und betroffenen Personen (Beschuldigte und Opfer) für das Untersuchungsteam anonym. "So kann dieses Fehlen eines direkten Zugangs zu den Mißbrauchsakten selber, die Ursache für die Ungenauigkeit dieser Untersuchung sein.

      Die Untersucher erkennen an, daß die Mehrheit der Mißbrauchsopfer männlich war, argumentieren aber für die Ordinierung von Homosexuellen.

      [ Dies ist der nächste Teil dieser Berichterstattung ]

      Marx und Ackermann haben eine Geschichte in der unzureichenden Handhabung von Mißbrauchsfällen.

      [ Dies ist der nächste und letzte Teil dieser Berichterstattung ]

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen - STUDIE

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      Was der Vatikan jetzt selbst bezüglich der deutschen »Studie bezüglich den Verbrechen der Katholischen Kirche in Deutschland« berichtet (und, wer weiß, möglicherweise jetzt sogar eingesteht):

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      Der Newsletter von Vatican News
      [ das mehrsprachige Nachrichtenportal des Vatikans ]
      [ Siehe
      WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Vatican_News (Stand: 24. Juni 2018 ) ]



      Newsletter 25/09/2018


      Marx: Missbrauch auch bei Jugendsynode ein Thema


      Das erklärte Kardinal Reinhard Marx bei der Vorstellung der Missbrauchs-Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ an diesem Dienstag in Fulda.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/missbrauch-deutschland-vatikan-jugend-bischofskonferenz-studie.html ]



      SCHWERPUNKT MISSBRAUCHSSTUDIE


      [ FOTO: „Haben die Studie am Dienstag vorgestellt: Der Forscher Harald Dreßing (l), Kardinal Reinhard Marx (m) und Bischof Stephan Ackermann (r)“ ]

      Forscher: Kirchliche Strukturen können Missbrauch begünstigen

      Ein vernichtendes Zeugnis zum Umgang mit Missbrauch haben die Verfasser der MHG-Missbrauchsstudie der deutschen katholischen Kirche der Vergangenheit ausgestellt.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-missbrauch-studie-mhg-dressing-strukturen.html ]



      [ FOTO: „Bischof Stephan Ackermann, in der DBK zuständig für Kinderschutz und die Aufklärung von Missbrauch“ ]

      MHG-Missbrauchsstudie: Eine Hilfe zum Fragenstellen

      „Sexueller Missbrauch ist vor allem auch Missbrauch von Macht“: Die Studie, die die deutschen Bischöfe zum Thema Missbrauch bei einem Forscherkonsortium in Auftrag gebeben hatten, legt erste ausführliche Ergebnisse vor.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-bischofskonferenz-missbrauch-studie-mhg-vorstellung.html ]



      [ FOTO: „Reinhard Kardinal Marx im Fuldaer Dom“ ]

      D: Beginn der Herbstvollversammlung der Bischöfe

      Beim Eröffnungsgottesdienst im Fuldaer Dom hat der Vorsitzende der Konferenz, Reinhard Kardinal Marx, die „schweren Sünden der Kirche“ in Hinblick auf den Missbrauchsskandal eingeräumt.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-fulda-2018-herbstvollversammlung-bischoefe-beginn.html ]



      [ FOTO: „Bundestag in Berlin“ ]

      Bundesregierung: Staat und Kirche müssen bei Missbrauchs-Aufarbeitung zusammenarbeiten

      Der Gedanke, dass noch heute Menschen in der Kirche Verantwortung tragen, die Kinder sexuell missbraucht haben, sei für sie unerträglich, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am Dienstag in Berlin.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/regierung-staat-kirche-zusammenarbeit-aufklaerung-missbrauch.html ]



      [ FOTO: „Am Dienstag wird die Missbrauchsstudie in Fulda vorgestellt“ ]

      D: Laien fordern Aufbruch „klerikaler Führungs- und Leitungsstrukturen“

      Mit Blick auf die Missbrauchsstudie fordert das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) strukturelle Reformen in der Kirche.
      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @
      https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-09/deutschland-laien-forderung-umdenken-kirche-missbrauch.html ]

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      QUELLE : Der Newsletter von Vatican News, den ich regelmäßig per Email bekomme.


      Ja, es gibt einen spezifischen Thread, DIESEN THREAD, zu diesem Thema –– eigens eingerichted von mir –– schon seit Donnerstag, 13. September 2018. – Wenn man regelmäßig das KINDER-HEIM.DE-Forum-Index auf der Portalseite durchforstet sieht und bemerkt man das auch.
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      Wer heute noch Mitglied irgendeiner Kirchengemeinschaft ist macht sich Mitschuldig, die Kirche und alle Religionen sollten Entmachtet werden, Ihr Guthaben und Besitz eingezogen werden und alle Insassen dieser Anstalten entschädigt werden,

      Seit Jahrhunderten beutet die Kirche Menschliches Leben aus, zwingt Sie zu Menschenunwürdigem Verhalten und macht aus Kinder Monster,
      Achso, also bin ich wohl auch schuldig nur weil ich mich taufen lassen habe? Was ist denn das für eine Aussage buderath? Und was sollen die machen, die schon viel früher getauft worden sind, sind die jetzt auch schuldig oder was? Man muß schon Abstriche machen. Nicht jeder ist ein Täter.
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit
      Meine Mutter hielt es für richtig uns evangelisch taufen zu lassen. Leider starb sie als ich 6 Jahre alt war. Der Caritasverband Berlin wollt für uns 4 Kinder die Vormundschaft, ging aber nur wenn wir katholisch waren.
      Also schrieb der CV Präsident an das Vormundschaftsgericht und stellte die Behauptung auf, dass unsere Mutter uns umtaufen lassen wollte. Reine Märchen.

      Das Heim in dem wir waren, eher ein Kinder - KZ, geleitet von einer katholischen Nonnenbrigade, hat mich nicht vom kath. Glauben überzeugt.


      Dennoch blieb ich in der kath. Kirche. Ich bin kein Kirchgänger, dennoch glaube ich an Gott. Ob ich dies in der kath.oder ev. Kirche tue ist relativ egal.

      Dank an Kardinal Marx, dem ich ehrliches Bedauern abnehme. Nur: Muss man eine Kirche die eigenen Fehler untersuchen lassen? NEIN: Da gehört Polizei und Staatsanwaltschaft ran. Die werden anders arbeiten und auch schnell auf staatliches Versagen bei den Jugendämtern kommen. Denen waren die Schweinereien bekannt.


      Es geht hier auch nicht um alle 1,5 Milliarden Katholiken Ich denke mal das die meisten gar nichts wussten.


      Den Tätern wünsche ich die ewige Hölle.
      Aber wie das Vergessen können wohl eine Gnade ist, so gehört doch das Gedächtnis, das Wiederholen empfangener Lehren, zum verantwortlichen Leben.

      Dietrich Bonhoeffer (1943)
      Da bin ich ganz deiner Meinung Günter1953. Natürlich müssen die Schweinereien aufgedeckt werden. Ich mag garnicht daran denken wie es den vielen Opfern geht. Sowas steckt wirklich tief drin. Dennoch denke ich an Babys die getauft wurden und vom Leben noch keine Ahnung haben, die können doch nicht schuldig sein an den Verbrechen was die Obersten der Kirche gemacht haben? Und Menschen die später getauft wurden aus ihrer Überzuegnung heraus, die können meiner Meinung nach auch nicht schuld sein. Die Aussage von buderath kann ich nicht ganz nachvollziehen. Aus Wut heraus schreibt man schonmal Dinge und übersieht, das nicht alle Schuld tragen. Das Thema ist echt sehr heikel. Ich hoffe das es so schnell wie möglich aufgearbeitet wird. Aber ob man mit finanziellen Mitteln die Seele heilen kann und die Opfer wieder fröhlich durchs Leben gehen? Ich weiß nicht.
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit
      Wir leben im 21.Jahrhundert und wissen das es keinen Gott geben kann,wer eine Kriminelle Vereinigung Unterstützt macht Sich Mitschuldig, Aussagen Wir Haben ES NICHT GEWUSST hat Jahrhunderte Dokumentation der Glaubensgemeinschaften nicht Sehen oder Wissen wollen,
      Wissen ist Macht, Glauben ist nicht Wissen und Unrecht verteidigen,

      Ich bin ein Kind von Satan und kein Gotteskind ist mir gelernt .....wer weiß welches Kind gewünschter ist kann Sich gerne melden,

      Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen - STUDIE

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      Frankfurter Allgemeine - Inland

      [ QUELLE: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/roerig-kirche-soll-missbrauchsopfer-entschaedigen-15805587.html ]

      REGIERUNGSBEAUFTRAGTER RÖRIG

      [ der Bundesregierung Deutschland ]


      Kirche soll Missbrauchsopfer entschädigen

      Aktualisiert am 25.09.2018 - 10:04

      [ FOTO zeigt Johannes-Wilhelm Rörig in seinem Dienstanzug ]


      Die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche soll an staatliche Behörden übergeben werden, fordert der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung. Das sei eine offene Wunde, sagt er.

      Johannes-Wilhelm Rörig, Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, hat die katholische Kirche in Deutschland zu Entschädigungszahlungen aufgefordert. „Das ist noch eine offene Wunde“, sagte Rörig am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Mit der Frage, was hier angemessen sei, müsse sich die Deutsche Bischofskonferenz in Fulda beschäftigen.

      Dort wird heute die STUDIE zum Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche vorgestellt. Sie ersetzt keine strafrechtlichen Ermittlungen; die meisten Missbrauchsfälle aus der Vergangenheit sind sowieso schon lange verjährt.


      Rörig forderte die Kirche trotzdem auf, die weitere Aufarbeitung der Missbrauchsfälle staatlichen Behörden zu übergeben. Dies sollten Kirche, Bund und Länder vertraglich regeln, bekräftigte er. Ermittler müssten dadurch Zugang zu kirchlichen Archiven bekommen. Täter müssten benannt werden. Die katholische Kirche habe Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren, weil einzelne Personen nicht zur Verantwortung gezogen worden seien.

      Die wichtigsten Ergebnisse der Studie waren bereits vorab bekannt geworden. Demnach sollen zwischen 1946 und 2014 insgesamt 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben.

      [ FOTO zeigt Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising in seiner vollen Regalia --- „Missbrauchs-Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit“ ]

      Quelle: dpa

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      MEHR ZUM THEMA


      STUDIE ÜBER KINDESMISSBRAUCH
      Über die Täter
      [ Siehe @
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-ueber-kindesmissbrauch-wie-gehen-dioezesen-mit-faellen-um-15801617.html ]
      LIDIA ROSENFELDER


      UMGANG MIT MISSBRAUCHSFALLEN
      Die Unfähigkeit zu praktischen Konsequenzen
      [ Siehe @
      http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/missbrauchsfaelle-und-moralische-lethargie-in-der-kirche-1967380.html ]
      PROFESSOR DR. FRANZ-XAVER KAUFMANN


      VOR DER BISCHOFSKONFERENZ
      Wider den Größenwahn
      [ Siehe @
      http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vor-der-bischofskonferenz-wider-den-groessenwahn-15803119.html ]
      CHRISTIAN GEYER


      STUDIE SEXUELLER MISSBRAUCH
      Bis an die Wurzel der Kirche
      [ Siehe @
      http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/katholische-kirche-studie-liefert-zahlen-zu-missbrauchsvorwuerfen-15793222.html ]

      NACH MISSBRAUCHSSTUDIE
      Eltz will freiwilliges Zölobat für Priester
      [ Siehe @
      http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/missbrauchsstudie-eltz-will-freiwilliges-zoelibat-fuer-priester-15792976.html ]
      TOBIA RÖSMANN, PETER EISENHUT


      KATHOLISCHE KIRCHE
      Voderholzer: Missbrauchsstudie sofort allen Bischöfen zusenden
      [ Siehe @
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/voderholzer-missbrauchsstudie-allen-bischoefen-zusenden-15792454.html ]

      .

      .
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      Wer keine Argumente hat und Religion als Segen empfindet kann einem Leid tun,Ich habe die Barmherzigkeit oder Fürsorge von keinem einzigem Mitglied dieser Kriminellen Vereinigung jemals erlebt, alle Verstecken Sich hinter einen vermeinten Gott, die Bibel/Thora ist ein Märchenbuch geschrieben durch gestörte und Menschenverachtende Personen, die Ausführende Macht ist Jahrhunderte Genozide.....
      Wir hatten keine Gaskammer aber ansonsten ist es UNS nicht besser ergangen,
      Mir tun Menschen sehr leid, die so verbittert sind, das sie vor lauter Wut nur noch schlechtes sehen. Du bist nicht allein betroffen buderath, es sind tausende die auch sehr schlimmes mitgemacht haben und trotzdem hassen sie nicht die ganze Welt und bemitleiden sich ständig selbst. Punkt und aus.
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit

      Jeder wie Er will

      Mir ist Die Meinung von Bekehrten Schnuppe, Ich Lebe ein prima Leben in einem anderen Land,Wenn es 10.Tausende Opfer gibt haben doch Nur die wenigsten ein Offenes Ohr gefunden, Will deine Erfahrungen
      nicht schmälern aber von mir kann Du kein Verständnis für Religionen und Ihre Fanclub,

      Dein Punkt aus soll bitte was sagen ? Ist jetzt Chefsache oder wie muss ich das Verstehen, Mitleid brauche Ich nicht aber Anerkennung von dem Kriminellen Verein Kirche und Ihre Handlanger,
      Hoffe Es geht dir nur halb so gut wie mir .....

      Missbrauch der Katholische Kirche an Kindern

      Habe einen Beitrag vom ZDF, in welchen es um den Missbrach der Kirche an Kindern geht.

      Nur leider wird dabei nicht erwähnt, inwieweit es um Heimkinder geht, was sehr schade ist.

      Hier der Link dazu. Ich weiß nicht wie lange der erreichbar ist, da er aus der laufenden Sendung stammt, welche nach einigen Wochen, so meine Erfahrung, nicht mehr einsehbar ist

      https://www.zdf.de/gesellschaft/sonntags/gottes-missbrauchte-kinder-die-katholische-kirche-am-scheideweg-102.html

      Bemerkenswert, jedoch ein minus dadurch ist, es handelt sich um eine rein Wissenschaftliche Studie, weil die Kirche, trotz der Öffentlichkeit, alles im Verborgenen behält. Es werden zwar Zahlen genannt - jedoch gibt es keine Namen. Die Kirche will das alles intern abarbeiten - also ohne den Opfern.

      Schlimm ist auch, und das wird erwähnt, das betroffene Priester, denen ein Missbrauchsfall nachgewiesen werden konnte, in eine andere Gemeinde versetzt werden um da ihr Unwesen fortzusetzen. Sehr, sehr traurig für die Betroffenen.

      Weiter wird darauf verwiesen, das man nicht wirklich auf die drängenden Fragen der Opfer eingegangen ist.

      Zum Abschluss des Berichtes wird noch bemerkt, dass sich die Kirche reformieren muss, damit diese Mißstände erst gar nicht auftreten.

      Wer's glaubt, wird selig!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Johnny“ ()

      Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen - STUDIE

      .
      Noch einmal hochgeholt weil es, meiner Meinung nach, überaus wichtig ist und auch hier – unter den hiesigen Glaubensbeteuerungen und Lobhuldigungen an die einzig wahre Kirche nicht einfach untergehen soll und unbeachtet bleiben kann[color=#00040]:[/color]

      .
      Frankfurter Allgemeine - Inland

      [ QUELLE: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/roerig-kirche-soll-missbrauchsopfer-entschaedigen-15805587.html ]

      REGIERUNGSBEAUFTRAGTER RÖRIG

      [ der Bundesregierung Deutschland ]


      Kirche soll Missbrauchsopfer entschädigen

      Aktualisiert am 25.09.2018 - 10:04

      [ FOTO zeigt Johannes-Wilhelm Rörig in seinem Dienstanzug ]


      Die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche soll an staatliche Behörden übergeben werden, fordert der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung. Das sei eine offene Wunde, sagt er.

      Johannes-Wilhelm Rörig, Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, hat die katholische Kirche in Deutschland zu Entschädigungszahlungen aufgefordert. „Das ist noch eine offene Wunde“, sagte Rörig am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Mit der Frage, was hier angemessen sei, müsse sich die Deutsche Bischofskonferenz in Fulda beschäftigen.

      Dort wird heute die STUDIE zum Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche vorgestellt. Sie ersetzt keine strafrechtlichen Ermittlungen; die meisten Missbrauchsfälle aus der Vergangenheit sind sowieso schon lange verjährt.


      Rörig forderte die Kirche trotzdem auf, die weitere Aufarbeitung der Missbrauchsfälle staatlichen Behörden zu übergeben. Dies sollten Kirche, Bund und Länder vertraglich regeln, bekräftigte er. Ermittler müssten dadurch Zugang zu kirchlichen Archiven bekommen. Täter müssten benannt werden. Die katholische Kirche habe Glaubwürdigkeit und Vertrauen verloren, weil einzelne Personen nicht zur Verantwortung gezogen worden seien.

      Die wichtigsten Ergebnisse der Studie waren bereits vorab bekannt geworden. Demnach sollen zwischen 1946 und 2014 insgesamt 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben.

      [ FOTO zeigt Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising in seiner vollen Regalia --- „Missbrauchs-Opfer haben Anspruch auf Gerechtigkeit“ soll er gesagt haben ]

      Quelle: dpa

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      MEHR ZUM THEMA


      STUDIE ÜBER KINDESMISSBRAUCH

      Über die Täter
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/studie-ueber-kindesmissbrauch-wie-gehen-dioezesen-mit-faellen-um-15801617.html ]
      LIDIA ROSENFELDER


      UMGANG MIT MISSBRAUCHSFÄLLEN

      Die Unfähigkeit zu praktischen Konsequenzen
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/missbrauchsfaelle-und-moralische-lethargie-in-der-kirche-1967380.html ]
      PROFESSOR DR. FRANZ-XAVER KAUFMANN


      VOR DER BISCHOFSKONFERENZ

      Wider den Größenwahn
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/vor-der-bischofskonferenz-wider-den-groessenwahn-15803119.html ]
      CHRISTIAN GEYER


      STUDIE SEXUELLER MISSBRAUCH

      Bis an die Wurzel der Kirche
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/katholische-kirche-studie-liefert-zahlen-zu-missbrauchsvorwuerfen-15793222.html ]


      NACH MISSBRAUCHSSTUDIE

      Eltz will freiwilliges Zölobat für Priester
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/missbrauchsstudie-eltz-will-freiwilliges-zoelibat-fuer-priester-15792976.html ]
      TOBIA RÖSMANN, PETER EISENHUT


      KATHOLISCHE KIRCHE

      Voderholzer: Missbrauchsstudie sofort allen Bischöfen zusenden
      [ Siehe @ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/voderholzer-missbrauchsstudie-allen-bischoefen-zusenden-15792454.html ]

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      Nochmals: „Johannes-Wilhelm Rörig ist“ „der unabhängige Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung“, der sich zu diesen Angelegenheiten bezüglich dem Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche äußert und Maßnahmen dagegen vorschlägt und einfordert.
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen - STUDIE

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      Insgesamt bisher nur neun Kommentare. Der jetzt hier wiedergegebene Kommentar ist ein Kommentar abgegeben von einer Frau »annen anne Nerede« am 26. September 2018 um 13:20 Uhr ( Permanenter Link: https://hpd.de/comment/38298#comment-38298 ) zu dem darauffolgenden Artikel im hpd - Humanistischer Pressedienst :

      .
      Wie kann man diesen Artikel deutschlandweit massenhaft verbreiten und insbesondere all den verdummbibelten Journalisten und Bundestags-und Landtagsabgeordneten nahe bringen? Die wissen das alles ja nicht......
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      Dieser Artikel selbst ist hier zu finden: https://hpd.de/artikel/sieg-des-katholizismus-und-dem-verlust-an-menschlichkeit-15987

      .
      hpd - Humanistischer Pressedienst :

      Vom Sieg des Katholizismus und dem Verlust an Menschlichkeit

      Von: Rolf Bergmeier

      26. SEP 2018

      Schlagworte:
      Katholizismus, Geschichte


      Im Jahre 385 rollen die Köpfe. Priscillian, Bischof von Faro (Portugal), ein Christ, wenngleich nicht katholischer Art, und weitere sechs Männer seiner Umgebung werden in Trier öffentlich hingerichtet. Ihr Verbrechen: Sie fordern unter Verweis auf die Briefe des Paulus Ehelosigkeit und Verzicht auf Fleisch und Wein, ein Ende der Sklaverei und die Gleichstellung von Frauen. Das ist zu viel. Gerade ist der Katholizismus zur Staatsreligion erhoben worden, gerade wurde die unsterbliche Wahrheit per Dekret verkündet, und immer noch erheben die Schlangen der Häresie ihre Köpfe.

      Todesurteil, Enthauptung mit dem Schwert, ist die einsame Entscheidung eines römischen Kaisers, der sich auf ein Gesetz beruft, kaum ein Dutzend Zeilen lang, das das Weltgeschehen neu ordnen wird. Cunctos populos heißt das Gesetz, das den Katholizismus zur alles beherrschenden Religion macht: "Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat. Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen katholische Christen heißen dürfen; die anderen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen." Der Erlass wird das Schicksal Europas entscheiden und die größte Landschaftsveränderung seit Beginn des römischen Imperiums einleiten. Er wird tiefgreifende Spaltungen und Zerwürfnisse provozieren, Religionskriege entfesseln, Kreuzzüge heiligen, Kulturen vernichten und Mitteleuropa klerikalisieren, enturbanisieren und feudalisieren. Er ist ein Sieg des Katholizismus und der Verlust an Menschlichkeit.

      Staatskirche

      So wird der Katholizismus zur Staatsreligion: Kein Petrus, auf dessen Felsen die Kirche erbaut wurde, lässt sie zur Weltmacht aufwachsen, kein Papst, der im entfernten Rom residiert, keine Mehrheit aufgebrachter Katholiken, sondern ein selbst ermächtigter Kaiser, Theodosius I., gibt anno 380 dem Katholizismus Namen und Macht. Ohne Not unterwerfen sich die Kaiser fortan den katholischen Dogmen und leiten ihr Handeln nicht mehr vom römischen Geist der Verantwortung gegenüber den Vorfahren und der Gemeinschaft ab, sondern von kirchlichen Befindlichkeiten. Nicht mehr jene kleine griechische Polis dient als Vorbild politischen Handelns, die sich im Jahre 490 v. u. Z. gegen ein asiatisches Weltreich aufopfert, um der Gemeinschaft das Überleben zu sichern (und "nebenbei" die Idee der politischen Freiheit weiterreicht), sondern eine selbstbewusst auftretende Kirche, die verlangt, man müsse Gott mehr gehorchen als den Menschen, die von "Gemeinschaft" spricht, aber diese als eine Gemeinschaft unter Führung der Bischöfe versteht, als eine Herde von Schafen, die von Hirten geführt werden muss. Schließlich fordert Papst Gregor VII. im Dictatus Papae in unüberbietbarer Weise die völlige Unterwerfung: "Dass er [der Papst] allein die kaiserlichen Herrschaftszeichen verwenden kann, dass alle Fürsten nur des Papstes Füße küssen, dass es ihm erlaubt ist, Kaiser abzusetzen". Von diesem schwersten aller Schläge gegen jeden Gesellschaftsvertrag, gegen den demokratischen Gedanken, gegen die griechische Polis, gegen die römische res publica, gegen die Mündigkeit der Bürger wird sich die westliche Welt bis 1789 nicht mehr erholen.

      Feudalismus

      Der Wandel geht voll zulasten der Bevölkerung. Ein Jahrtausend lang versinkt das katholische Mitteleuropa in eine geistes- und naturwissenschaftliche Finsternis. Katholische Bischöfe und von Gott eingesetzte Fürsten, die die überragende Bedeutung von Städten als Motor der Innovationen nicht erkennen, werden Mitteleuropa bis zur Renaissance wirtschaftlich lahmlegen.

      Aus der Synthese von Thron und Altar, aus Bildungsfinsternis und Herr­schaftsanspruch, aus Kriegsgewinnen und Akkumulation eroberter Immobilien in den Händen der obersten Schicht wächst eine der abträglichsten Wirtschaftsformen der Menschheitsgeschichte auf: der Feudalismus mit Grundherrschaft, Leibeigenschaft und Schollenpflicht. Friedrich Engels charakterisiert ihn wie folgt: "Der Feudalherr bezog von seinen Leib­eignen alles, was er brauchte; entweder in der Form von Arbeit oder in der von fertigem Produkt; die Weiber spannen und woben den Flachs und die Wolle und machten die Kleider; die Männer bestellten das Feld; die Kinder hüteten das Vieh des Herrn, sammelten ihm Waldfrüchte, Vogelnester, Streu; die ganze Familie hatte außerdem noch Korn, Obst, Eier, Butter, Käse, Geflügel, Jungvieh und was nicht alles noch einzuliefern. Jede Feudalherrschaft genügte sich selbst; Europa war auf eine niedrige Stufe herabgedrückt."

      Ein stetig wachsender Anteil des Grundbesitzes wandert in die Hände der katholischen Kirche, fränkischer Könige und in die Taschen großer Gutsbesitzer. Der unterste Stand, im wesentlichen "Zins"-Bauern, Unfreie bzw. Leibeigene ("Hörige"), besorgt die täglichen Arbeiten auf dem Hof und den Feldern. Unfreie repräsentieren etwa neunzig Prozent der Bevölkerung, leisten die Kärrnerarbeit und erbringen fast sämtliche Dienstleistungen. Von ihnen wird neben Naturalien- und Fiskalienabgaben regelmäßig eine dreitägige Fronarbeit pro Woche für den Gutsherrn verlangt, zusätzlich einige Wochen Fronarbeit bei der Herbst- und Frühjahrsbestellung. Sie müssen angesichts der dauerhaften Verpflichtung zum Kriegsdienst froh sein, ausreichend Getreide für den eigenen Gebrauch und als Futtermittel für wenige Tiere zu erwirtschaften. Die Belastungen sind so groß, dass viele Bauern kaum noch den Unterhalt der eigenen Familie bestreiten können und in Armut und in die Arme der Wohlhabenden getrieben werden. Dort tauschen die verarmten Bauern ihren Besitz gegen Knechtschaft, später gegen den Status von Hörigen ein und werden im Regelfall wie Immobilien gehandelt und bei Verkauf eines verliehenen Gutes gemeinsam mit dem Gut verkauft. Dieser Feudalismus drückt das Land in eine tiefe Depression.

      Diese nahezu bedingungslose Unter­ordnung Halbfreier und Leibeigener unter einem Grundherrn und deren Ausbeutung wird von der Kirche "als von Gott in seiner vergeltenden Gerechtigkeit" begründet und in den eigenen Liegenschaften angewendet. Nach Gregor von Nazianz, Bischof von Konstantinopel, ist die Ständeordnung vorbestimmt. Gott selbst habe gewollt, dass, "die einen, für die es so nützlich ist, geweidet und regiert und durch Wort und Tat zur Pflicht angehalten werden, die anderen aber, welche sich vor dem Volke durch Tugend und durch innige Beziehung zu Gott auszeichnen, Hirten und Lehrer seien". Bischof Burchard von Worms bestätigt die für Kirche und weltliche Herrscher angenehme Interpretation: "Um der Sünde willen, vom Menschen ausgegangen, hat der gerechte Gott das Leben der Menschen unterschiedlich gestaltet, indem er die einen zu Knechten, die anderen zu Herren bestimmt hat, auf dass durch die Gewalt der Herrschenden den Knechten die Freiheit, übel zu tun, beschränkt wird". Verweigerern wird eingeschärft: "Ihr sollt den Priestern gehorsam sein, bereitwillig auf sie hören und den Zehnten Gott getreulich erstatten. Denn wer den Zehnten zurückhält, begeht Raub am Eigentum Gottes". Wer sich dennoch gegen die Zinszahlungen aufbäumt, wird exkommuniziert und sonntags unter Glockengeläut und in aller Öffentlichkeit durch namentliche Benennung diskriminiert oder geht nach dreimaliger Ermahnung in das Eigentum des Klosters über.

      So bedienen sich beide, weltliche und kirchliche Machtträger, ohne Hemmungen der Arbeitskraft der Bevölkerung. Zwar zwingen die durch ständige Kriegszüge verursachten Hungersnöte (793), Zinswucher, Getreidespekulationen und überhöhte Preise Karl I. zum Handeln, aber letztlich ist die Macht der kirchlichen und weltlichen Gutsherren zu groß und der von den Kanzeln gepredigte Aufruf, das Schicksal der Armen sei von Gott vorherbestimmt, für einen organisierten Aufstand zu mächtig. Die Menschen fühlen sich nicht mehr als "Volk", eher als "Zubehör der Herrschenden" (Matthias Springer). Zudem hilft eine starke Armee, die von den Bischöfen und Äbten durch Gestellung kircheneigener Regimenter unterstützt und mit einem Schwur an die Feudalherrscher gebunden wird, die soziale Struktur militärisch abzusichern.

      Reichtum der Kirche

      Gewinner ist vor allem die katholische Kirche. Die schiere Masse an Kirchen und Klöstern – zwischen 1050 und 1350 werden alleine in Frankreich 80 Kathedralen, 500 Kirchen und Zehntausende von Gemeindekirchen gebaut – ist ein Hinweis, warum sich das Mittelalter auf dem Weg in die wirtschaftliche Not befindet: Geld kann man nur einmal ausgeben. Was oben "verprasst" und in Kirchenanlagen verbaut wird, fehlt unten. Ein arabischer Gesandter berichtet über das im Jahre 774 gegründete Kloster Fulda: "Nie sah ich in allen Ländern der Christen eine größere [Kirche] als sie, noch eine reichere an Gold und Silber. Die meisten ihrer Gefäße sind von Gold und Silber. Ferner ist dort ein Götzenbild aus Gold, dessen Gewicht 300 [Pfund] beträgt, mit Hyazinthen und Smaragden besetzt."

      Einen Vermögenssprung erwartet die Kirche unter den Karolingern. Pippin, seit 751 König der Franken und Vater Karls des Großen, schenkt dem Papst halb Italien und unter Karl I. wächst das Kirchenvermögen durch Überschreibung von Grundstücken mitsamt Dörfern und Einwohnern zum größten Grundbesitz im Franken­reich auf. Die Abtei Prüm hat im 9. Jahrhundert Grundbesitz vom Rhein bis zur Bretagne und ein ganzer geografischer Landstrich entlang des linken Rheinufers, von Basel bis Köln, geht in den Besitz der katholischen Bistümer über und erwirbt sich den Namen "Pfaffengasse". Und wer den Starnberger See besucht, stellt nach kurzer Recherche fest, dass der See fast vollständig einem halben Dutzend Klöstern gehört hat, mit Ländereien, Fisch- und Marktrechten. Bistümer und Klöster vermehren ihren Güterbestand enorm, wohl auch durch Ausmalung der Höllenqualen und himmlischen Strafen.

      Zur Bewirtschaftung der Klöster wird auf die Schaffenskraft externer und abhängiger Menschen zurückgegriffen. Ohne eine Heerschar von Abhängigen und Hörigen sind die Kloster-Latifundien gar nicht zu bewirtschaften. Einer der Spitzenreiter dürfte dabei das Kloster von Saint-Germain-des-Prés sein, dessen Polyptychon, ein mehrteiliges Bestands- und Leistungs­verzeichnis, um 825 mehr als 10.000 Hörige verzeichnet. Den klösterlichen Großgrundbesitzern stehen die Verlierer der mittelalterlichen Gesell­schaft gegenüber, die Masse der "kleinen Leute", die meist froh sind, über den Winter zu kommen. Sie sind es, die die großartigen Anlagen mit ihrer Arbeitskraft bezahlen.

      Der Verfall der Städte

      Innerhalb eines Jahrhunderts verwahrlosen fast alle Erbstücke, die die Römer hinterlassen haben. Öffentliche Bibliotheken und Theater werden geschlossen, "die Wunderbauten der Wasserleitungen" verfallen, Tempel werden zu Steinbrüchen und Bibliotheken dienen als Lieferanten für preiswertes Pergament. Öffentliche Schulen, die im römischen Reich zur Sicherung der durchorganisierten Bürokratie und des bis in viele Einzelheiten geordneten Rechtswesen unverzichtbar gewesen sind, laufen aus, und an ihre Stelle treten nicht-öffentliche Schulen mit einem auf den Klerus ausgerichteten Ausbildungssystem. Das bisher bestens gewartete Verkehrswegesystem, unverzichtbar für Kommunikation und den Fernverkehr von Militär, Post und Handel, bricht mit dem Ende des 6. Jahrhunderts zusammen. Es bleiben wenige Teilstücke und Regionalstraßen, die sich ihre eigenen Wege suchen, wenn die bisherigen Straßen durch allzu viele Schlaglöcher unpassierbar geworden sind.

      Ohne Kultureinrichtungen, ohne Garnisonen und Beamtenschaft bricht in Mitteleuropa die gesamte nicht-klerikale Stadtkultur zusammen. Während die Römer einen ganzen Kontinent mit einer berauschenden Stadtkultur überziehen, die Araber, wo immer sie sich ansiedeln, scheinbar aus dem Nichts blühende Städte zaubern, schaffen es Kirche und fränkische Herrscher, das urbane Erbe in eine städtelose Agrarlandschaft mit eingesprengelten Bischofssitzen zu verwandeln. Karl "der Große" residiert nicht mehr in einer Hauptstadt, sondern aus dem Sattel. Begleitet von seiner Hofequipage auf Ochsenkarren, zieht er mit Sack und Pack von einer Pfalz in die nächste und verbringt seinen Lebensabend in einem Eifel-Kaff, rund tausend Kilometer vom Mittelmeer entfernt, auf den Resten einer von den Römern verlassenen Therme, unter dem Namen "Aachen" bekannt. Sein Königshof wäre im römischen Reich bestenfalls den Ansprüchen eines Provinzgouverneurs gerecht geworden.

      Die Wasserleitungen verfallen, so dass die Bürger sich wie in archaischen Zeiten aus Brunnen versorgen und die Notdurft auf die Straße entleeren. Statt in Steinhäusern, in Rom teilweise mit fünf bis sechs Stockwerken, leben die Menschen in armseligen Holzbaracken, vergessen das Schreiben, verstehen die Amtssprache nicht mehr und brauchen Übersetzer, wenn sie kommunale Verordnungen lesen wollen. Sie sind Fremde im eigenen Land, das von zwei mächtigen Kräften beherrscht wird, die sich gegenseitig die Bälle zuwerfen. Von "Demokratie" oder res publica spricht ohnehin niemand mehr. Keiner, der stolz erklärt "ich bin ein römischer Bürger". Dieser Verlust an Gemeinsinn dürfte, neben dem Untergang der Städte, ganz wesentlich zum Verfall des Staates beigetragen haben.

      Wunderheiler und Bader ziehen über das Land und bieten ihre Dienste feil. Ärzte mit fundierter Ausbildung gibt es nicht mehr, Krankenhäuser wie in Persien oder in den römischen Legionärsstädten ohnehin nicht. Die stattdessen in Mitteleuropa angebotene Klostermedizin beschränkt sich bis in das 13. Jahrhundert auf die Verab­reichung von Kräutern, auf Quack­salberei mit Steinen und Empfehlungen, Heilige anzurufen und Buße zu tun. Leichenöffnungen stoßen auf großen Widerstand und werden unter der Allmacht der Kirche fast tausend Jahre lang nur heimlich praktiziert.

      Der Verfall der Schriftsprache als konstituierendes Element der National­bildung und als Voraussetzung zur Erschließung eines breiten Reservoirs an Intelligenz und Begabung ist durch nichts zu kompensieren. Nur noch Angehörige des Klerus können im Westen lesen und schreiben. Selbst Kaiser und Könige brauchen Hand­reichungen, um wenigstens Kürzel als gekritzelte Unterschriften zu Papier zu bringen. Karlmann unterschreibt mit einem Kreuz, Pippin der Jüngere mit einem Vollziehungsstrich, und Karl I. kann bestenfalls nur rudimentär lesen und schreiben. Latein wandelt sich zu einer Verkündungs-, Propaganda- und Herrschaftssprache, an deren Gebrauch das Volk nicht mehr teilnimmt. Ohne Zugang zu Texten und Dokumenten, ohne gemeinsame Sprache und ohne öffentliche Schulen wird das Volk zur Spielmasse der feudaler Herrschaften. Die Kirche aber gewinnt als Herrin der lateinischen Amtssprache eine ungeheure Macht.

      Über allem liegt bleiern ein düsteres Gemenge aus Diesseitsdiskriminierung, Aufruf zur Askese, Buße und Ablass. Pfarrer mahnen zur Einkehr und lösen einen Tsunami der Gefühle aus, wenn sie über Brandungen und Gezeiten sprechen, die nicht von dieser Welt sind. Ein Jüngstes Gericht, so drohen sie, werde das Weltengebäude zersplittern und ewige Strafen verhängen. Sex am Freitag könne Gott nicht leiden und Naturkatastrophen seien als Vorboten der erwarteten Apokalypse umzudeuten. Ein graues memento mori ersetzt das bunte carpe diem. Asketen sind hoch angesehen, ein Leben hinter Mauern führt zur Heiligkeit. Die Suche nach der Wahrheit, das Fragen nach dem Glück des Menschen und der Gedanke von der Freiheit als dem höchsten Ziel allen politischen Handelns sind keine Vokabeln des Mittelalters. Ohne von äußeren Kräften getrieben zu werden, versinkt eine vielfältige, beneidete Hochkultur in einem von Jenseitserzählungen geprägten monothematischen Kulturkreis, der der Religion völlig erlegen ist. Eine Riege frommer Männer wirft den nicht für Bibelexegesen und Predigten nutzbaren Großteil der antiken Kultur auf die Müllkippe. Dort rotten die Reste dahin, bis sich die Renaissance, die Wiedergeburt der Antike, an sie erinnert.

      Der Abfall des Katholizismus vom Christentum

      Jeder Laie kann es erkennen: Der mittelalterliche feudale, hoch angriffslustige Katholizismus hat mit dem idealistisch-utopischen Neuen Testament in Gestalt der Lukas- und Matthäus-Evangelien nichts mehr gemein. Heinrich Heine erzählt in seiner Geschichte der Religion und Philosophie, "wie das Christentum zum römischen Katholizismus geworden" sei und wiederholt damit Luthers Thesen, dass der institutionelle Katholizismus nicht das eigentliche Christentum widerspiegele. Eine Religion, schreibt Max Weber, die den Ungläubigen und Ketzern nur die Wahl zwischen Konversion und ausgerottet werden lässt und die grausamste Instrumente zur Folterung und Tötung nicht genehmer Glaubensrichtungen erfindet, kann unmöglich mit der Religion der Nächstenliebe identisch sein. Friedrich Nietzsche spricht vom Sterbebett des Christentums, das Christentum Jesu sei "unter die Mörder gefallen" und selbst theologisch argumentierende Kirchenkritiker (Erich Seeberg, Peter Meinhold, Ernst Benz) meinen einen Verfallsprozess des Christentums zu sehen. Erich Kästner schreibt, der liebe Gott sei aus der Kirche ausgetreten, und auch Goethe, wahrlich kein Atheist, drückt seine Abneigung gegenüber der Kirche und dem "Marterholz" unverblümt aus.

      Deutlich und unmissverständlich wird der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski (1821–1881), der den Abstand der katholischen Kirche zum Ursprünglichen in seiner Novelle Die Brüder Karamasow beschreibt: Der Großinquisitor, oberster Glaubenshüter der Kirche, macht Jesus, der auf die Erde zurückgekehrt ist, klar, dass man ihn nicht mehr brauche: "Wir haben deine Tat verbessert, und sie auf das Wunder, auf das Geheimnis und auf die Autorität gegründet. Und die Menschen freuten sich, dass sie wieder wie eine Herde geleitet wurden. Warum bist du denn jetzt gekommen, uns zu stören? Wir sind schon seit langer Zeit nicht mehr mit dir im Bunde."

      Eine Entscheidung, die die Welt bewegt

      So ist der Katholizismus eine Religion sui generis, die sich unter Auslassung einer ganzen Epoche schlimmster Menschenfeindlichkeiten mit fremden Federn schmückt. Er wächst nicht aus der Gesellschaft heraus, ist kein Konstrukt seiner Zeit, sondern wird verordnet. In einer einsamen Entscheidung, an der weder der Senat noch das Volk beteiligt sind. Durch einen Erlass vom 28. Februar 380, der Europa fast 1500 Jahre lang beherrscht und dessen Wirkung bis in die Spitzen Südamerikas reicht. Ohne dieses Gesetz wäre die Geschichte anders verlaufen, nicht zwangsläufig friedlicher, aber wohl weniger erbarmungslos, ohne Kreuzzüge, die bis heute die Beziehungen zwischen Orient und Okzident auf traumatische Weise prägen, ohne Zwangstaufen und Indices verbotener Bücher, ohne Inquisition, Hexenverbrennung, Judenverfolgung, ohne Religionskriege und ohne religiös begründete Einschränkung des Wissenschaftsbetriebes.

      Die Mesalliance von Staat und Kirche hat den Feudalismus befördert, in dem die weltlichen und kirchlichen Herrscher ihre Untertanen eine kleine Ewigkeit lang im Status von Halbsklaven dirigieren. Der Arme ist unterster Teil der Gesellschaftsordnung, und dort gehöre er durch Gottes Willen auch hin. Niemals in der Menschheitsgeschichte wurde eine derart niederschmetternde Inszenierung von der Verworfenheit des Menschen auf die Bühne gebracht. Niemals wurden Kleinstkindern eine nicht tilgbare Schuld für Vergehen ihrer Ur-Ahnen angelastet. Niemals in der Geschichte der Religionen wurde ein Gott gezeichnet, der eifersüchtig darauf achtet, dass man ihn tagtäglich lobt, und der in grotesker Maßlosigkeit selbst kleinste Vergehen mit ewigen Strafen vergilt. Niemals wurde eine Ethikbilanz durch Pogrome, Zwangsbekehrungen, Bücherverbote, Ketzervertreibungen, Diskriminierungen, Religionskriege, Inquisitionen und die paranoide Überzeugung, Frauen seien unter satanischer Führung darauf versessen, weitere Opfer zu umzingeln und müssten daher verbrannt werden, derart verhagelt wie im Falle der katholischen Lehre. Niemals geschah so viel Unrecht. Tausend Jahre lang. Kann man sich das überhaupt vorstellen?

      Der Text erschien ursprünglich in
      MIZ: Materialien und Informationen zur Zeit, Ausgabe 2/18. Übernahme mit freundlicher Genehmigung des Alibri Verlags.

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      ÜBER DEN AUTOR

      Rolf Bergmeier Der Autor ist Althistoriker und Philosoph, hat zuletzt die Bücher "Christlich-abendländische Kultur. Eine Legende" (2014) und "Schatten über Europa. Der Untergang der antiken Kultur" (2012) veröffentlicht. Anfang April 2016 hat er eine 320 Seiten starke
      Kritik über Karl den "Großen" publiziert.

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      Mehr vom Autor auf
      hpd :

      1. Vom Sieg des Katholizismus und dem Verlust an Menschlichkeit
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/sieg-des-katholizismus-und-dem-verlust-an-menschlichkeit-15987 ]
      2. Berlin schaut zu. Über die Inhumanität beim Sterben
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/berlin-schaut-ueber-inhumanitaet-beim-sterben-15885 ]
      3. Der Abfall des Katholizismus vom Christentum
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/abfall-des-katholizismus-christentum-15432 ]
      4. Mit dem Karlspreis zurück ins Mittelalter
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/dem-karlspreis-zurueck-ins-mittelalter-13047 ]
      5. Reconquista in Deutschland
      [ Siehe @ https://hpd.de/artikel/12583 ]

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Die Katholische Kirche In Deutschland Und Das Ausmaß Ihrer Verbrechen - STUDIE

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      Was der Vatikan jetzt selbst bezüglich dem deutschen Missbrauchsskandal in der Katholischen Kirche in Deutschland, der kürzlich freigegebenen diesbezüglichen STUDIE und der Reaktion der bundesdeutschen Missbrauchskommission zu den Aussagen der Bischöfe dazu berichtet :

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      Der Newsletter von Vatican News
      [ das mehrsprachige Nachrichtenportal des Vatikans ]
      [ Siehe
      WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Vatican_News (Stand: 24. Juni 2018 ) ]



      Newsletter 04/10/2018


      Themen: KIRCHE, DEUTSCHLAND, MISSBRAUCH, KATHOLISCHE KIRCHE

      Missbrauch: Unabhängige Kommission kritisiert Bischöfe

      [ Bundesrepublik Deutschland ]

      [ Siehe den diesbezüglichen Artikel @ https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-10/missbrauch-unabhaengige-kommission-bischoefe-studie.html ]

      Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zeigt sich über die Erklärung der deutschen Bischöfe vom 27. September 2018 zu den Ergebnissen der STUDIE „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-STUDIE) enttäuscht.

      [ Johannes-Wilhelm Rörig ist Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs - Siehe WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes-Wilhelm_R%C3%B6rig (Stand: 22. September 2018 ) ]

      Die angekündigten Maßnahmen der deutschen Bischöfe als Reaktion auf die MHG-STUDIE zeuge nicht von der gebührenden Übernahme von Verantwortung von Seiten der Kirche. Vor allem den von sexueller Gewalt betroffenen Menschen werde erneut viel Geduld abverlangt. „Die vage Erklärung wird dem in der STUDIE aufgedeckten Ausmaß sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen und den Dimensionen des Vertuschens innerhalb der katholischen Kirche nicht gerecht,“ fasst die Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zusammen. Die Erklärung wirke halbherzig. Der von Kardinal Marx angekündigte Wendepunkt im Umgang der katholischen Kirche mit Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs werde daraus nicht ersichtlich.

      Klärungsbedarf bei „Selbstherrlichkeit von Amtsträgern der Kirche“

      Von der Überwindung der „Selbstherrlichkeit von Amtsträgern der Kirche“, wie die Erklärung der Bischöfe am Ende verspricht, sind die angekündigten Schritte noch weit entfernt. Hier sieht die Kommission raschen Klärungsbedarf.

      Kirche hat die von der Gesellschaft übertragene Verantwortung zu stemmen

      Die Kommission wendet sich an die Deutsche Bischofskonferenz mit der Feststellung, dass die Kirche in Deutschland wichtige Aufgaben der Erziehung, Bildung und Betreuung von Heranwachsenden übernehme. Die Verantwortung für diese werde der Kirche von der Gesellschaft übertragen. Deshalb habe die Gesellschaft auch das Recht auf konkrete Informationen über den Umgang der Kirche mit Betroffenen, über die unabhängige Aufarbeitung der Kirche von Missbrauch an Minderjährigen, über die Auseinandersetzung mit täterschützenden Machtstrukturen innerhalb der Kirche und über die Haltung der Kirche zu Sexualität und Klerikalismus.

      Fragen der Kommission an die Bischöfe

      Ein umfangreicher Fragenkatalog wurde aus Antwort auf die Erklärung der Bischöfe erstellt. Die Kommission konfrontiert die Bischöfe unter anderem mit folgenden Fragen: Wie wird ein respektvoller, achtsamer, transparenter und partizipativer Umgang mit Betroffenen jetzt gestaltet? - Welche Vorstellungen gibt es über Höhe und Modalitäten von finanziellen Leistungen an Betroffene und wie soll das Verfahren zur konkreten Anerkennung des Unrechts aussehen? Welche Qualitätsstandards werden an Anlaufstellen für betroffene Menschen angelegt und mit welchen finanziellen und personellen Ressourcen werden sie ausgestattet?

      Unabhängige Aufarbeitung

      Weiters wirft die Kommission die Frage auf, mit welchen Verfahren jetzt sichergestellt werde, dass sämtliche Bistümer eine unabhängige Aufarbeitung auf den Weg bringen und nach welchen verbindlichen Standards die Aufarbeitung erfolge. Wie wollen die Bischöfe Aufarbeitungsgegner in den eigenen Reihen überzeugen? - Werden Betroffene in die anstehenden Aufarbeitungsprozesse einbezogen? - Ist in der katholischen Kirche in Deutschland die Aufarbeitung in den Orden vorgesehen? - Wie werden weitere Defizite der STUDIE (z.B. kein uneingeschränkter Zugang zu den Archiven, Frauen als Täterinnen) bei der Aufarbeitung berücksichtigt?

      Überwindung täterschützender und kinderfeindlicher Machtstrukturen

      Wie solle die Klärung über jene Kleriker erfolgen, die „über die Täter hinaus institutionell Verantwortung für das Missbrauchsgeschehen in unserer Kirche getragen“ haben, zum Beispiel, indem sie die Straftaten vertuscht haben? - Wann werde konkret damit begonnen, strukturelle Veränderungen, die als täterschützend identifiziert wurden, umzusetzen und wer wird daran beteiligt werden?

      Haltung zu Sexualität und Klerikalismus

      Es sei nachvollziehbar, so die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, dass einige in der STUDIE aufgeworfene Fragen bezüglich der zölibatären Lebensform und des Umgangs mit Sexualität sowie nach dem Beichtgeheimnis Zeit benötigten. Aber welche mittelfristigen Ziele wollen sich die Bischöfe setzen? Welchen Kreis von Externen wollen sie einbeziehen? - Wie zeigt sich die Bereitschaft bei den Verantwortlichen der Kirche, Macht abzugeben, um „ein neues Miteinander in der Kirche“ realisieren zu können?

      Mehr Dialog ist gefordert

      Die Kommission ist bereit, mit der katholischen Kirche zu den gestellten Fragen und einer umfassenden Aufarbeitung in den Dialog zu treten. Die Kommission hat mit vielen Betroffenen gesprochen. Diese erwarteten Gerechtigkeit, und dazu müsse die katholische Kirche nach wie vor einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Kommission pflegt auch Kontakt zu vielen Menschen, die innerhalb der Kirche im Sinne der Betroffenen für unabhängige Aufarbeitung und Kinderschutz etwas bewegen wollen. Diese Stimmen sollten nun endlich gehört werden, und das Engagement der Betroffenen sollte gestärkt werden, so die Forderung der Kommission.

      (pm – hoe)

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