Kinderheim Kaufbeuren Heinzelmannstift

    Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Woern.

      Kinderheim Kaufbeuren Heinzelmannstift

      Evangelisches Schülerheim Heinzelmannstift ( 1972 geschlossen?)
      Heinzelmannstrasse 3
      Kaufbeuren



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      Kinderheim Kaufbeuren Heinzelmannstift

      Hallo,
      bin gerade dabei mein Leben aufzuräumen und bin auf diese Seite gestoßen.
      Kennt jemand von Euch das Heinzelmannstift in Kaufbeuren, das damals gleichzeitig auch ein Altersheim war. Heute ist es nur noch ein Altenheim
      Das Kinderheim wurde etwa um 1970 oder 1971 geschlossen. Ich war dort von 1969 bis 1971.
      Es gab vier Stockwerke. Unten waren die Älteren untergebracht dann kam das Mädchen Stockwerk
      und schließlich der Jungen Stockwerk und ganz oben waren die Erzieher und die ganz besonderen.
      Im Jungenstockwerk hatte der Heimleiter eine kleine Wohnung in der immer einige Jungs "wohnen" durften.
      Kennt jemand von Euch dieses Heim und kann mir mehr darüber sagen?

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      Hallo, ich kenne das Schülerheim Heinzelmannstift in Kaufbeuren. Das Heim wurde damals wohl von der Diakonie getragen. War von 1969 bis 1971, im Rahmen der "Freiwilligen Erziehungshilfe", als Schüler dort. Die Zustände dort kenne ich noch, war auch einer der Schüler, die bei dem Heimleiter Achim W. in der Wohnung "verkehrten". Achim W. lebt wohl noch in München, wurde 1972 oder etwas später wegen sexuellem Mißbrauchs von Kindern zu 2 Jahren Haft verurteilt. Da war aber auch noch ein anderer "Erzieher" (Hr. Höfer, der schon verstorben ist) Herr Höfer hatte auch einen Schüler, dem er sehr zugeneigt war. Der erste Heimleiter, den ich noch kenne, war Herr Schneider mit seiner Ehefrau, damals schon ein älteres Paar. Herr Schneider war sehr streng, entsprach wohl dem damaligen Zeitgeist (schlagen, einsperren in den sg. "Besinnungsraum" oder im Wäscheraum unter der Treppe) Danach kam die Zeit des Achim W. Nach Achim W. erlebte ich noch das Heimleiterehepaar B. Erstaunlich, was man nach 50 Jahren noch so weiß.
      Hallo Woern,
      Danke dass Du Dich gemeldet hast. Ich war einer der Lieblinge von Herrn Höfer. Hab ihn sogar noch nach der Heimzeit mal getroffen und besucht. Er hat am liebsten Zigarillo geraucht. An was kannst Du Dich denn noch Erinnern?
      Weißt Du denn noch warum man das Heim dann geschlossen hat? Ich musste danach ins St. Martin, wo es tatsächlich auch nicht besser war. Dort gab es auch Erzieher, der sehr „übergriffig“ waren.
      Hallo Eskoffier,
      das Internet ist schon eine tolle Sache. Man trifft auf Menschen, die man vor fast 50 Jahren gekannt hatte. Freut mich von Dir zu hören.
      Ich habe noch ein Bild, welches damals bei einem der Sonntäglichen Spaziergänge mit Höfer aufgenommen wurde. Ich schicke es Dir per PN.
      Ich schreib heute Abend mehr, hab da mehr Zeit.

      Liebe Grüße,

      Woern.
      Immer wieder schön, zu lesen, dass sich welche finden. Ich finde das schön, weil mir das auch so ergangen ist, nur waren es nicht 50, sondern gerade einmal 35 Jahre.

      Der frühe Vogel frißt den Wurm und wenn es später wird, kein Beinbruch. Hauptsache, man findet sich. :)

      Ein Bild auf dem ich damals bei einem sonntäglichen Spaziergang zu sehen bin, besitze auch ich noch, nur hießen die Erzieher bei uns anders.

      Als man mich hier fand habe ich mich auch mit dem Finder/denFindern sogar ausgetauscht. Das kann sehr interessant sein, was ich dir auch wünsche. Dann schreibt euch mal, wünsche guten informativen Austausch!

      Zum Abschluss, das muss jetzt sein, so ein lustiger Heimname HEINZELMANN-Stift kam mir noch nie zu Ohren. Klingt furchtbar witzig, nur war es offenbar nicht witzig darinnen und da ich mich sogar an Loriot erinnere, in dem es einmal um einen Staubsauger namens Heinzelmann ging, muss das erwähnt werden. Das war schon alles. Den Staubsauger gibt es sicherlich auch schon lange nicht mehr. 8o

      Noch was, gut dass das hier in Anführungszeichen steht - "Freiwilligen Erziehungshilfe". Ich hätte sonst noch die Frage gestellt, wer sich schon freiwillig erziehen lassen will.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

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      Beitrag von „Woern“ ()

      Dieser Beitrag wurde von „Johnny“ aus folgendem Grund gelöscht: Doppelt ().
      Eine interessante Persönlichkeit, die eurem Heim als Namensgeber zur Verfügung stand. :hutab: Solchen Leuten kann man durchaus nacheifern. Ehrgeizig und fleißig sein, gar so sein wie die Heinzelmännchen, aber eine Verbindung des Herrn Friedrich zu den kleinen Kölner Kobolden wird es doch sicherlich nicht gegeben haben? Ich bin so furchtbar wißbegierig und musste mich auch gleich mal wieder schlau machen. Weshalb das? Weil ich doch gerade fündig wurde, denn die Kölner Sage über die Herkunft der Heinzelmännchen basiert möglicherweise auf eine 1816 mündlich überlieferte Sage "Des kleinen Volkes Hochzeitsfest auf der Eilenburg" und ey gugge, wie die Sachsen sagen, in einem der beiden Heime in Eilenburg durfte ich mich ein paar Jahre aufhalten. 8o

      de.wikipedia.org/wiki/Heinzelm%C3%A4nnchen
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Eskoffier schrieb:

      Hallo Woern,
      Danke dass Du Dich gemeldet hast. Ich war einer der Lieblinge von Herrn Höfer. Hab ihn sogar noch nach der Heimzeit mal getroffen und besucht. Er hat am liebsten Zigarillo geraucht. An was kannst Du Dich denn noch Erinnern?
      Weißt Du denn noch warum man das Heim dann geschlossen hat? Ich musste danach ins St. Martin, wo es tatsächlich auch nicht besser war. Dort gab es auch Erzieher, der sehr „übergriffig“ waren.


      Ich versuch mal im Hirn zurückzuspulen. Ja, was fällt mir noch ein zum Evangelischen Schülerheim Kaufbeuren? Da sind ein paar Mitschüler, z.B der Hans-Peter N. aus Oberstdorf, der war mein Zimmer- und Leidensgenosse. Achim W. hat ja gleich mehrere Schüler "intensiv betreut". Oder der Fritz H. aus Nördlingen. Tommi, ein schon etwas älterer Schüler (aus München?), der war der Platzhirsch und hatte das "sagen". Seine Mutter hat den mal, mit einem feuerroten Mustang, abgeholt. Das Auto hat mich damals beeindruckt. Dann noch ein älterer Schüler, ich glaube der hieß Heinz. Dann waren da noch ein Brüderpaar aus München, einer hieß Oliver und hatte einen richtigen schönen Lockenkopf. An die Mutter hat sich dann später der Achim W. rangemacht um besser an die Jungs ranzukommen. Hat "Ersatzvater" gespielt. Ich war dann mal mit denen in der Nähe von Füssen, im Schloß Hopferau, auf Urlaub. Ich durfte ja in den Sommerferien nur 2 Wochen nach Hause, die restliche Zeit wurden ich und ein paar andere Schüler "privat" von Achim W. getreut. Das Jugendamt hat ja die Kosten dafür übernommen. Dann war da noch ein Geschwisterpaar aus Lörrach, Namen weiß ich nicht mehr. Der Junge wurde auch von Achim W. "betreut". Die Schwester war etwas älter und hat das wohl auch mitbekommen. Die haben sich dann auf Schloß Hopferau dauernd in ihren Räumen eingesperrt. Achim W. hatte ein großes Zimmer und hat dann mit seiner "Freundin" und den Jungs in einem großen Bett geschlafen...
      Den Höfer hab ich natürlich auch mitbekommen, der hat mich aber in Ruhe gelassen, der hatte andere Jungs. Auf jeden kann ich mich noch an die Qualmerei von Höfer erinnern, der hat furchtbar nach Rauch gestunken. Einmal hat er mir mein Essen mit seiner Zigarilloasche "gewürzt". Was mir auch noch in Erinnerung ist, wir waren am Wochenende oft in der Wohnung von Achim W., da gab es dann auch was zu trinken. Achim W. hatte da seinen Whisky stehen, ebenso wurde Obst und Knabbereien angeboten.
      Oder wir haben kleine Ausflüge mit seinem orangefarbenen Sportwagen unternommen (BMW 1802) Mit Höfer waren wir ja oft spazieren, oft zum Bienenberg, da war dann eine kleine Wirtschaft. Im Winter halt Schlitten fahren am Bienenberg. Von den Mädchen im ersten Stock ist mir nur noch die Edeltraut (aus Frankfurt) in Erinnerung, das war Tommis "Freundin".
      Ich glaube, das Schülerheim wurde dann 1972 geschlossen, ist wohl zuviel vorgefallen. Das wollten wohl die Träger nicht mehr. Hans-Peter hat mir später erzählt, die Jungs aus dem 2.Stock sind nachts an der Dachrinne zu den Mädchen im 1.Stock geklettert, wurden dabei wohl beobachtet(?)

      Hallo Eskoffier, ich hab dir eine private Nachricht geschickt.



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