Rehabilitierung

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    Es gibt 44 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Leser.

      Rehabilitierung

      Hallo Leute der Regenbogenstadt 15.07.2020


      Habe heute meinen Antrag auf Rehabilitierung vom

      Landgericht Halle/Saale erhalten. Mit Positiven

      Ergebnis und bin mehr wie zufrieden ?

      Muss aber erwähnen für alle hier die einen Antrag

      laufen haben. Es werden nur Spezialkinderheime

      und Werkhöfe Rehabilitiert, normale Kinderheime

      nicht. Nun hat das ganze Elend doch ein Gutes Ende

      genommen ? Gott sei Dank

      Gruß Jacky
      Oh. Das nach einem saunervig gelaufenen langen Arbeitstag lesen zu dürfen, erhellt mich doch glatt. Freut mich für dich, nach langem quälenden Warten womöglich diesen erhellenden Lichtblick miterleben dürfen. Es hat also doch ein gutes Ende genommen. ;)
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel
      Lieber Kollege Leser :P

      Ich wünsche es all und jeden hier im Forum die einen Antrag laufen haben.
      Denn die meisten von uns haben etwas in ihrer Kindheit erlebt, was eigentlich mit Worten nicht zu beschreiben ist.
      Keine Liebe und Eltern, wo Wärme und Geborgenheit ein Zuhause ergeben tut.
      Scham und Schande standen bei vielen Kindern hier an ihren Betten geschrieben.
      Sie kannten nur die Freiheit und das Wort Nästenliebe.

      Gruß Jacky
      Bevor der Kollege Leser teilweise heute von zu Hause seiner virtuellen Arbeit nachgehen wird müssen möchte er das noch loswerden. :S

      Ich selbst habe so einen Antrag nie gestellt, weil ich - als ich in einem der Spezialkinderheime war - zu jung war, um irgendwie später rehabilitiert werden zu müssen. Ich hätte nicht gewußt, weshalb man mich und wozu rehabilitieren müßte. Dazu hätten doch Nachweise erbracht werden müssen, ob einem in irgend einer Form spätere Nachteile im weiteren Leben entstanden sind.

      Ich habe lediglich Nachweise über meine Einweisung dort und über den Aufenthalt. Eine Akte - wie konnte es auch anders sein - habe ich nie gefunden trotz allen Suchens in Ämtern x, y. Die übliche uns Allen zustehende Entschädigung aus dem Fonds habe ich trotz anfänglichen Zögerns dann trotzdem genommen bzw. erhalten.

      Für Ältere ab 14, 15, denen in jeder Hinsicht das Eine und Andere später verbaut blieb, z. Bsp. womöglich eine venünftige Berufsausbidung, da verstehen sich solche Rehabilitationsanträge vollkommen, doch von was sollte jemand, der bereits im 14. Lebensjahr entlassen wurde, rehabilitiert werden?

      Das hört sich für mich sowieso schon heftig an, gar so, als wenn man sonst wo war, auch wenn man sich im Rückblick im Heim durchaus als eingesperrt betrachtet sehen konnte. Womöglich aber erklären sich unsere Verhaltensweisen, wenn es darum geht, zu begreifen, was Freiheit ist. Vielleicht empfinden wir ehemalige Heimkinder in der Hinsicht ganz besonders viele Emotionen, auch in der einen und anderen Hinsicht schnell angetriggert werden .....
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Hallo Jani :thumbup:


      Dass heisst das mir die Zeiten die ich im Spezialheim wahr als Strafrechlich anerkannt werden.
      Auf deutsch, ich habe unschuldig dort zugebracht und werde desshalb Rehabilitiert.

      Dafür gibt es Geld pro Monat ?



      Anerkannt wurden bei mir 68 Monate.

      Da freut sich ja der Jacky. Obwohl ich 11 Jahre da drinn wahr nehme ich das was ich bekomme was denkt ihr ?

      Gruß Jacky


      PS: Und hier noch mal für alle








      Ein Gedicht von Peter König



      Das Kinderheim

      Meine Eigenen Erinnerungen

      Als kleiner Junge kam ich fort.

      Man brachte mich an einen fremden Ort

      Dort war ich unter meines gleichen.

      Wie viele Kinder, musste auch ich der Gewalt weichen.

      Dort lernte ich was Hass bedeutet.

      Den das Wort Liebe, gab es nicht in dieser Meute.

      Hab in meinen jungen Leben nie eine richtige Familie gekannt bis heute.

      Und heute habe ich die Lösung in der Hand.

      Wie wichtig für alle jungen Menschen ist der Familienverband.

      Dort sollen die Kinder aufwachsen, behütet bei Tag und bei Nacht.

      Dann braucht keiner mehr solche Gedichte zu schreiben.

      Ich denke die Antwort hattet ihr alle schon gekannt?

      Gruss Jacky

      2012 Copyright by Jacky 2012






      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jacky2012“ ()

      Hallöchen an alle,

      könnte vielleicht mal jemand von euch darüber berichten, welche Rehabilitierungsmöglichkeiten für ehemalige Spezial-Kinderheim-Kinder heute noch bestehen?

      Die letzte Rehabilitierung verlief ziemlich lautlos ... daher wussten längst nicht alle Betroffenen von ihren Möglichkeiten. Zwischenzeitlich besteht keine Möglichkeit mehr, einen Antrag zu stellen.

      Anfang diesen Jahres hörte ich in den Nachrichten, dass es nun weitere Möglichkeiten der Rehabilitierung geben soll. Nachdem ich das in den Nachrichten hörte, hörte ich nie wieder davon in den Medien. Ich erinnere mich jedoch daran, dass es um Spezialkinderheime und Jugendwerkhöfe gehen soll ... und dass diesmal weniger Hürden vorhanden sein sollen. Denn nicht jedem gelingt nach all den Jahren der Nachweis seines Aufenthaltes in einem SKH oder JWH.

      Vor einigen Wochen habe ich mich daher nochmals bei den zuständigen Politikern gemeldet. Dort wurde alles dementiert. Es gäbe angeblich nur die Möglichkeit der Rehabilitation für Kinder, die aufgrund der Tatsache, dass ihre Eltern in politischer Haft gesessen haben, in ein SKH oder in einen JWH gekommen sind.

      Gibt es nun doch wieder eine relativ verschwiegene Möglichkeit einer Rehabilitation für Kinder, die im SKH oder JWH einsaßen? Für Infos wäre ich wirklich sehr dankbar!

      Bleibt alle gesund und munter!

      LG
      Karl-Heinz
      Bitte, was meinst du mit "lautlos" und überhaupt, auch an Jacky gerichtet, wie und was sind Reha. in diesem Kontext ?

      Ich war - wie geschrieben - in einem dieser DDR Spezialkinderheime, weil es aufgrund Mangels freier Plätze in Normalkinderheimen keine andere Möglichkeit gab - das habe ich schriftlich vorliegen - mich dort einzuweisen und wüßte trotzdem nicht, weshalb man mich rehabilitieren müßte, was ich damit gewinnen würde. Ich empfand das Heim damals als reine Bestrafung, als Disziplinierung, für mein Fehlverhalten, was natürlich Blödsinn war. Ich kann auch niemals nachweisen, deshalb dort gewesen zu sein, weil bei uns zu Hause jemand polit. unzuverlässig war, nenne ich es mal. Meine nervige Mutter war nur total mit der Situation jahrelang überfordert, und von meinen Stiefvätern fange ich jetzt nicht auch noch an. Sie gaben mir den Rest...

      Mit dem Smartphone von unterwegs gepostet.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Leser schrieb:

      Bitte, was meinst du mit "lautlos" und überhaupt, auch an Jacky gerichtet, wie und was sind Reha. in diesem Kontext ?


      Nun, meine Frage bezog sich auf die meiner Anfrage vorausgegangenen Beiträge. Es handelt sich dabei nicht um medizinische sondern um rechtliche Rehabilitation - eine Art der Entschgädigung für erlittenes Unrecht.

      Mit "lautlos" ist schlicht und erfgreifend die Öffentlichkeitsarbeit der Politiker und Behörden gemeint, die zwar schon vor einigen Jahren Entschädigungen mittels zeitlich begrenzter Fonds zur Verfügung stellten, es aber an umfassender Veröffentlichung mangeln ließen. Das hatte zur Folge, dass viele Betroffene gar keine Kenntnis davon hatten und ihre Anträge daher entweder zu spät oder garnicht einreichten.
      Eine Rehabilitierung kann beantragt werden, wenn man, z. Bsp. durch sein Verhalten in ein Spezialkinderheim oder Jugendwerkhof musste. D. h. diese werden dafür auch noch belohnt, weil diese bestimmten Kinder/Jugendliche vom Verhalten her dort eingeliefert wurden. Sicher wurden auch Kinder/Jugendliche in diesen Einrichtungen eingewiesen, weil sie unbequem wurden und mit Sicherheit nicht dort hin gehörten. Aber die Meisten werden wohl schon einiges dazu beigetragen haben, dass sie dort gelandet sind.

      Kinder, welche im normalen Heimen waren, denen vielleicht noch mehr Unrecht angetan wurde, haben keine Möglichkeit auf eine Rehabilitierung. Egal ob sie schulisch oder beruflich benachteiligt wurden und demzufolge vielleicht mehr geschädigt sind als die Betreffenden der Spezialkinderheime oder Jugendwerkhöfen.

      @Rockylinie du kannst bei deinem Landgericht, da wo dein Jugendamt war, einen Antrag stellen. Das solltest du aber kurzfristig machen. Wurde jedoch schon mal ein Antrag abgelehnt, hat es keinen Sinn mehr. Es sei denn, es haben sich neue Sachen aufgetan, welche du einbringen kannst.
      Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
      Aha. Dann hätte mir das Geld aus dem Fond gar nicht zugestanden, weil ich "Glück" hatte, in ein Spezialkinderheim eingewiesen worden zu sein. Ich wußte schon, weshalb ich damals lange gezögert habe, einen Antrag zu stellen. Jetzt habe ich fast ein schlechtes Gewissen.

      Leser aus der Berliner S-Bahn schreibend :)
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      anklip schrieb:

      Aber die Meisten werden wohl schon einiges dazu beigetragen haben, dass sie dort gelandet sind.

      Den Satz finde ich mehr als bedenklich. Kein Kind, kein Jugendlicher hatte es verdient, in Heime, Spezialkinderheime, und Jugendwerkhöfe zu landen.

      Leser schrieb:

      Aha. Dann hätte mir das Geld aus dem Fond gar nicht zugestanden, weil ich "Glück" hatte, in ein Spezialkinderheim eingewiesen worden zu sein.

      Natürlich stand Dir die Entschädigung aus dem Fond zu. Du hast damals den Antrag gestellt, er wurde genehmigt. Also lief alles rechtens.

      Hab gesucht, und was gefunden:
      rbb-online.de/kontraste/ueber_…r_spezialkinderheime.html

      -Von Leuten, die immer alles besser wissen, können wir nichts lernen.-

      von Ernst Ferstl

      -Wer selbst keinen inneren Frieden kennt, wird ihn auch in der Begegnung mit anderen Menschen nicht finden-
      -Denke daran, das Schweigen manchmal die beste Antwort ist.-
      von Dalai Lama
      Der Heim-Fond hat damit nicht zu tun. Diesen konnte jeder in Anspruch nehmen, der im Heim war, egal welcher Art.

      Die Rehabilitierung ist eine Zahlung welche monatlich, bis zum Ableben, gezahlt wird. Diese aber nur dann, wenn man in einem Spezialkinderheim oder Jugendwerkhof war. Wer in Normalkinderheime? war, hat keinen Anspruch - egal ob es denen besser oder schlechter ging, als es in den Spezialkinderheimen/Jugendwerkhöfen war. Unrecht wird halt anders interpretiert.

      Und wenn ich schreibe, das viele durch ihr Verhalten in diesen Einrichtungen gelandet sind, dann weiß ich das ganz bestimmt. Was da dann abgelaufen ist, das ist nicht Gegenstand meiner Aussage - denn das war unter aller Sau. Nur weshalb werden nur diese begünstigt und die, welche in Normalheimen waren, denen auch sehr großes Unrecht zugefügt wurde, davon mal wieder außen vor gelassen - darum geht es mir.

      Ich konnte übrigens nun gar nichts dafür, dass ich im Heim war. Man hat mich als Baby von meinen Eltern weg genommen, die mich zu die Großeltern brachten. Dort wurde ich dann vom Staat, weil meine Eltern nach den Westen abgehauen sind, einfach ins Säuglingsheim gebracht. Nach 6 Wochen wollte meine Mutter mich holen und da war ich schon weg.

      Freizeit im Normalkinderheim? Hatte ich auch nicht. Meine Freizeit wurde mit Arbeiten ausgefüllt. Schule? Ja war außerhalb - aber wir musste immer in Gruppen auf den direkten Weg zu und von der Schule laufen.

      Die, welche noch Eltern hatten, durften auch nur zu besonderen Tagen nach Hause. Im Prinzip war dieses Normalkinderheim nichts anderes als ein Spezialkinderheim, welches nur nicht als solches bezeichnet wurde.
      Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „anklip“ ()

      @ankip

      Vielen Dank für die Info. Ich hatte noch keinen Antrag gestellt.

      Übrigens:

      anklip schrieb:

      D. h. diese werden dafür auch noch belohnt, weil diese bestimmten Kinder/Jugendliche vom Verhalten her dort eingeliefert wurden. Sicher wurden auch Kinder/Jugendliche in diesen Einrichtungen eingewiesen, weil sie unbequem wurden und mit Sicherheit nicht dort hin gehörten. Aber die Meisten werden wohl schon einiges dazu beigetragen haben, dass sie dort gelandet sind.


      Wir dürfen - auch wenn dein Einwand durchaus nachvollziehbar erscheint - nicht Äpfel mit Birnen verwechseln.
      Wenn hier von geschlossenen Spezialkinderheimen und geschlossenen Jugendwerkhöfen die Rede ist, dann lagen damals zu DDR-Zeiten keine nach heute geltendem Recht zwingend vorgeschriebene freiheitsbeschränkende richterliche Anordnungen zugrunde.
      Das heist, die Unterbringung in einer derart freiheitsentziehenden Einrichtung war rechtswidrig.

      In meinem Fall:
      Natürlich gab es bei mir Verhaltens-Probleme in der Schule, auch zweitweise Schulschwänzerei. Aber wo gab es das nicht. Ausschlaggebend schien damals allerdings gewesen zu sein, dass meine älteren Geschwister alle in Heimen und Werkhöfen aufwuchsen und man der Meinung war, meine alleinerziehende Mutter sei mit der Erziehung der Kinder - und somit letztlich auch mit meiner Erziehung - überfordert gewesen. Und so kam es dann dazu, dass auch ich gegen den Willen meiner Mutter (und natürlich auch gegen meinen Willen) in dieses Spezialkinderheim Leipzig / Heiterblick eingewiesen wurde. Dieses Heim hatte sowohl die Unterbringung als auch die Schule im eigenen Haus - Ausgang gab es nicht. Man war also 24/7 dort untergebracht, durfte das Heim nicht verlassen und sah sein Elternhaus nur zu den Oster- oder Weihnachtsferien für ein paar bescheidene Urlaubstage. Nicht zu vergessen: Ich war damals ein Kind ... nicht etwa Jugendlicher oder Strafmündiger. Also gefangen in diesem Haus ... ohne Freiheit, ohne freiheitsentziehende richterliche Anordnung. Und genau hier sehe ich den Kackpunkt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rockylinie“ ()

      Ja. Das von R.Weber habe ich damals genau verfolgt. Ein trauriges Schicksal, ein Kämpfer, der sehr engagiert war und so Einiges beitrug, uns zu entschädigen, denn Unrecht war das damals, wie ihr alle schreibt, auf jeden Fall und ich gehe ebenso davon dass alles rechtens war, etwas wiedergutzumachen, wobei Geld das Eine ist. Akku ist leer. Daher jetzt Off gehe.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel
      @Rockylinie, dann kannst du bei dem Landgericht einen Antrag stellen, wo dein einweisendes Jugendamt war. Wenn das im Bezirk Leipzig war dann musst du an folgende Anschrift schreiben:

      Landgericht Leipzig · Rehabilitierungsbehörde · Harkortstraße 9 · 04107 Leipzig.

      Es wäre gut, wenn du einige Belege hast, dass du in einem solchen Heim warst. Weshalb du da warst, brauch nicht nachgewiesen werden. Aber dazu bekommst du dann vom LG einige Bögen, welche dann ausgefüllt werden müssen.

      Stelle aber einmal den Antrag und alles weiter läuft dann fast von alleine.
      Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
      Ich wärme ja gern wenig auf - wenn ich nicht auch mal ältere Beiträge hervorkrame - 8o doch ich möchte nochmal ergänzend anmerken, dass, wer also die Einmalzahlung in Anspruch nehmen konnte, der hat doch, richtig, keinen Anspruch mehr, wie hier zu lesen stand, die "Rehabilitierung als monatliche Zahlung bis zum Ableben", gezahlt zu bekommen, nicht wahr?

      Ich meine, jetzt nicht extra noch einmal in meiner Eilenburg-Akte schmökern möchte, gar keine weiteren Ansprüche mehr geltend machen zu können. Nicht, dass ich darauf aus wäre, aber mit der Fond Auszahlung sind alle zukünftigen Ansprüche abgegolten. So erinnere ich mich, das im Abschlussschreiben der auszahlenden Stelle, die i. A. des Fonds tätig war, gelesen zu haben.

      Ich konnte übrigens auch nichts dafür, in einem Spezialkinderheim gelandet zu sein, - denn, s. o., wurde ich alternativ, weil es kein Normalheim gab, aufgrund mangels freier Plätze in ihnen, dort eingewiesen. Darauf hatte mein Elternhaus gar keinen Einfluss. Wenn das also der Fall ist, und ich nur daher "begünstigt" wurde, tut es mir schon wieder leid für Jene, die leer ausgingen. Nein, eigentlch muss es das gar nicht, denn auch ich empfand das Heim als sehr wenig angenehm, aber wo war es das schon? Wollen wir uns vielleicht darauf einigen, dass es kein Land auf der Erde gibt, in der alles zu gleichen Teilen geschieht? :whistling:

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Leser schrieb:

      Ich wärme ja gern wenig auf - wenn ich nicht auch mal ältere Beiträge hervorkrame - doch ich möchte nochmal ergänzend anmerken, dass, wer also die Einmalzahlungen in Anspruch nehmen konnte, der hat doch, richtig, nun keinen Anspruch mehr, wie hier zu lesen stand, die Rehabilitierung als monatliche Zahlung bis zum Ableben, gezahlt zu bekommen, nicht wahr?


      So wie ich das verstehe ist dem nicht so. Der Anspruch auf monatliche Leistungen dürfte auch trotz in Anspruch genommener Zahlungen aus anderen Fond bestehen.

      Rockylinie schrieb:

      So wie ich das verstehe ist dem nicht so. Der Anspruch auf monatliche Leistungen dürfte auch trotz in Anspruch genommener Zahlungen aus anderen Fond bestehen.


      Ja, das ist richtig!

      Axel! Bitte schaue in deiner PN nach. Habe dir dazu etwas geschrieben.
      Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht. - Kurt Tucholsky
      Danke der Infos, auch aus der in der PN!!. <3 . Ich werde das mal - wenn ich wieder Zeit habe - zu recherchieren haben. Allgemein war/bin ich noch immer der Meinung, das seinerzeit der Presse entnommen zu haben, in allen sonstigen Veröffentlichungen, dass aufgrund des Vermeiden-Wollens langjähriger Rechtsstreits mit Betroffenen die Fonds West/Ost deshalb aufzulegen, um uns schneller - zwar pauschal aber immerhin - zu entschädigen, eben auch daher, weil so Viele bereits in einem Alter waren/sind, und nicht mehr ewig haben lange warten können und warten wollen.

      Deiner/Eurer Vermutung und Wissens bestünde also durchaus die Chance, eine Rehabilitierung beantragen zu können. Nur, ich habe keinen, wie ich oben postete, Nachweis darüber, aufgrund polit. "Verfehlungen" seitens meiner Eltern im Spezi gewesen zu sein. Alles Andere konnte ich nachweisen, klar, wie hätte man mir sonst auch die Fond-Auszahlung zugestehen können?

      Danke noch eimmal. Wenn das so ist, ich werde mir das Feld jetzt noch einmal gründlch vornehmen und die Adresse habe ich ja nun, s. o.

      Grüße
      Leser Axel derzeit in Berlin, Text nachkorrigiert, wie fast immer-
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