Kinderheim Essen Franz-Sales-Haus-zu-Essen

    Es gibt 97 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Seelenschmerz.

      ja, das wäre eine tolle Idee, dann gehen sie nicht verloren.
      Hinweis:

      Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

      Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.
      @Christel
      O.K. heute Abend oder morgen, muß gleich noch nach Moers fahren.
      Das wird hier aber einige Seiten werden. Ich habe mir alles kopiert und bei mir gesichert. So nebenbei erwähnt: Er war ein toller "Kerl".

      @WernerR
      Wenn Du im FSH warst, so ich richtig verstanden habe, stelle ich Dir die gleiche Frage wie Berlintrix:
      Kanntest Du Schw. Walburg? Wenn ja, dann beschreibe sie bitte einmal.
      Nur zur Info meinerseits: ich kannte sie zu genüge und habe sie in allerbesten Erinnerung:rocket: .
      Meine Problem liegt nämlich darin, das ich unglaubwürdig klinge, wenn ich; kommt nicht oft vor; vom Heim "Kinderheim Haus Hoheneck" erzähle.
      Selbst bei Ehemaligen aus Hoheneck, die aber nichts mit dieser Nonne zu tun hatten. ( Habt ihr hier auch einen WEINENDNEN Smiles ?)

      LG Jürgen
      :( :verysad:
      Hinweis:

      Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

      Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.
      Aus Platzgründen habe ich die Kopie im Erscheinungsbild gekürzt. ( Spalten, Leerräume etc ). Der Inhalt ist nicht verändert.

      Nr. 3 #346470 HJM
      Geschrieben am 19.08.2009, 20:41 Uhr

      Hallo Berlintrix,
      ich habe Deine Beiträge gelesen und habe folgende Frage: Ist Dir eine Schw. Walburga aus dem Franz-Sales Haus bekannt? Sie soll dort gewesen und wegen "ungebührliches Verhalten* gegenüber geisteskranken Kindern" in das Kinderheim Haus Hoheneck versetzt worden sein.
      * Misshandlungen, Missbrauch, Geschrei der Nonnen, Einsperren in einem Wandschrank, Dunkelheit. Sollte dem sein, dann war sie eine sehr gute Schülerin und hat die Theorie hervorragend in die Praxis umgesetzt.

      herzl. Grüße aus Essen nach Berlin
      HJM



      Nr. 4 #346996

      Berlintrix
      Geschrieben am 21.08.2009, 13:47 Uhr


      Hallo HJM,



      der Name "Schwester Walburga" kommt mir bekannt vor. Jedoch habe ich nie erlebt, dass Nonnen wegen ihrer Grausamkeiten gegenüber den ihnen anvertrauten Kindern (hier: gesitig und körperlich behinderte Kinder) sanktioniert wurden. Der gefängnisartige Charakter und der Mangel an staatlicher Kontrolle im Franz Sales Haus zu Essen verhinderte die strafrechtliche Verfolgung der Ordensschwestern. Die strenge Isolation der einzelnen Kinderabteilungen ermöglichte erst solche Greueltaten.

      Schwester Walburga war Stationsschwester in der sogen. "unruhigen Abteilung". Dort waren Kinder untergebracht, die unter besonderen psychischen Auffälligkeiten litten. Ihre Abteilung war im gleichen Haus, wo auch das Krankenrevier, die Arrestzellen und die Leichenhalle untergebracht war. Auf ihrer Station gab es einen Raum ohne Fenster und mit einer Stahltüre. In diesem komplett abgedunkelten Raum wurden Kinder von Schweser Walburga oft über Tage hinweg eingesperrt. Der Duneklraum diente auch als Züchtigungsraum. Kinder wurden dort brutal zusammengeschlagen sowohl von Schwester Walburga als auch von dem Anstaltsarzt Dr. Strehl. Ferner wurden Kinder bei psychischen Auffälligkeiten von Schwester Walburga über Nacht in die Leichenhalle eingesperrt. Die Kinderstation Schwester Walburga galt als die schlimmste im ganzen Franz Sales Haus. Wer als Kind dort landete, dem erwartete die tiefste Hölle.Soviel ich weiß wurde Anfang der 70er Jahre gegen Schwester Walburga von mehreren betroffenen Kindern Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Essen eingereicht wegen Misshandlung und besonderer Grausamkeiten gegenüber den Kindern. Die Staatsanwaltschaft Essen wies jedoch die Klagen der Betroffenen als unbegründet zurück. Ichselber hatte mit der Station Schwester Walburga nichts zu tun, weiß jedoch, dass sie das Synonym aller Leiden war, die Kinder im Franz SalesHaus zu Essen durchleiden mussten. IhreUnmenschlichkeit kann nicht beschrieben werden!


      LG Berlintrix







      Nr. 5 #347059

      HJM
      Geschrieben am 21.08.2009, 16:22 Uhr



      Hallo Berlntrix,
      erstmal vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
      Ich kann Deine Angaben voll bestätigen und brauche nichts hinzu zufügen. Die Traurigkeit als Ganzes ist, daß die Justiz( soviel ich weis für Strafverfolgung und Rechtsprechung zuständig ) die ganze Machenschaften der Kirche und dem Jugendamt unterstützt hat; indem sie entweder die Augen zugemacht hat oder voll wissendlich die Straftaten gedeckt hat. In meinen Augen ist sie mitschuldig an der ganze Misere. Und diese Ohnmacht, selbst von der Justiz noch einen Nackenschlag gratis zu bekommen (bildlich gesehen), bringt mich heute noch auf die Palme.
      Es grüßt aus der Ferne
      mit LG HJM
      Auszug:

      Gottes Wille geschehe...!
      Nr. 1 #255090

      Berlintrix
      Geschrieben am 11.11.2008, 15:44 Uhr

      1959, im Alter von acht Jahren, wurde ich dann mit der Diagnose
      "Schwachsinn mittleren bis mäßigen Grades" in das Franz Sales Haus nach
      Essen (Heim für geistig und körperlich Behinderte) abgeschoben. Das Heim
      hatte etwa 700 Insassen. Es wurde geleitet von dem "Orden der
      Barmherzigen Schwestern" aus Neviges. Ich kam auf die Abteilung
      "Schwester W*** ", wo ich mit weiteren 23 Kindern verwahrt wurde.
      Schwester W***, eine dicke, gewalttätige Nonne war die Ausgeburt der
      Hölle. In den folgenden Jahren verging keine Stunde, in der diese Nonne
      nicht ein Kind auf brutalste Weise misshandelte. . Ihre
      Lieblingsfetische waren eine Heizungsbürste (ca. 1 Meter lang) und der
      Handfeger.

      Mit diesen Instrumenten prügelte sie den ganzen Tag
      die Kinder aus reinem Sadismus und Freude an der Folter. Ihr
      Lieblingszitat war: "Gott sprach: Spare mit der Rute nicht."

      Wir
      mussten täglich Stunden lang beten und Gott, sowie Schwester W***,
      immer wieder um Vergebung bitten für unsere Sünden. Täglich wurden
      Kinder im Alter von 5 bis 14 Jahren über eine "Topfbank" gestreckt,
      während Schwester Wigberta mit der Heizungsbürste das nackte Fleisch der
      Kinder blutig schlug.

      Jeden Mittag nach dem Essen mussten wir
      die Arme auf dem Tisch vor uns verschränken und unseren Kopf mittig auf
      die Arme legen mit dem Gesicht zur Tischplatte. Schwester Wigberta
      registrierte jede auch nur kleinste Bewegung und führte eine Strichliste
      – für jede vermeintliche Bewegung ein Strafstrich. Noch heute schwöre
      ich, dass ich täglich die ca. zwei Stunden starr wie eine Statue
      gesessen habe und dennoch regelmäßig Strafstriche aufwies. Danach kam
      dann die tägliche Bestrafungsaktion.

      Prügel mit dem Handfeger:
      Hierbei nahm die Schwester meine Finger und bog sie so weit nach
      hinten, bis die Handfläche und besonders die Daumenmaus weit überdehnt
      war und schlug anschließend mit rasender Wut mit dem Handfeger auf die
      Hand. Häufig lösten sich dabei die Nägel im Handfeger, was zur Folge
      hatte, dass die misshandelte Hand oft blutig geschlagen wurde.

      Schläge ins Gesicht:
      Die Schwester W*** griff mit Daumen und Zeigefinger die Haut unter dem
      Kinn und drehte daran, bis der Kopf etwas zur Seite hing. Dann schlug
      sie mit der anderen Hand auf das Gesicht ein – oft bis das Gesicht
      blutüberströmt war (Nasebluten, aufgerissene Lippen etc.).

      Prügel mit der Heizungsbürste:
      Das Kind wird mit runter gezogener Hose (nackten Hintern) und
      hochgezogenem Hemd über die Topfbank gelegt. Der Kopf des Kindes wird
      zwischen den Oberschenkeln von Schwester Wi*** gepresst. Anschließend
      wird das Kind mit der etwa einen Meter langen Heizungsbürste gezüchtigt –
      oft, bis die Heizungsbürste zerbrach.

      Als Kind war ich
      Bettnässer. Bettnässer waren Sünder. Morgens nach dem Aufstehen wurde
      eine Badewanne mit eiskaltem Wasser bis zum Rand gefüllt. Ich musste
      mich dann nackt ausziehen und wurde dann in das Wasser geworfen und
      untergetaucht - teilweise bis zur Bewusstlosigkeit. Wenn ich ins Bett
      nässte, wurde der Tag zur Bestrafung. Ich durfte den ganzen Tag nicht
      sitzen und musste sowohl beim Essen, wie auch bei anderen Tagesabläufen
      stehen.

      Im Alter von ca. 10 bis 12 Jahren werde ich zur
      Stationsarbeit herangezogen. Flur putzen, wachsen, bohnern. Das
      Abteilungsbad auf Hochglanz bringen. Schuhe aller Kinder putzen. Diese
      drei Aufgaben hatte ich täglich von Morgens bis Abends zu verrichten.

      Flur reinigen:
      Morgens nach dem Frühstück musste ich den Flur mit einem nassen
      Aufnehmer und einem Eimer Wasser putzen. Anschließend mit weißem Wachs
      den Flur einwachsen und danach bohnern. Das alles mit der Hand und auf
      meinen Knien.

      Bad reinigen: Das gesamte Bad war mit
      gelben Fliesen gekachelt. Die Waschbecken und die Badewanne mussten
      glänzen und trocken sein. Die Fugen zwischen den Kacheln mussten weiß
      sein und durften keine Schattierungen aufweisen.

      Schuhe putzen: Nach dem Mittagessen musste ich dreiundzwanzig Paare Schuhe auf Hochglanz bringen.

      Alle
      Arbeiten wurden von Schwester W*** den ganzen Tag peinlichst genau
      geprüft und bei Beanstandungen, die zwangsläufig immer zu finden waren,
      mit drastischen körperlichen Züchtigungen bestraft.

      Anfangs fiel
      mir die Arbeit schwer; Schmerzen in Knien, Armen und Händen. Doch nach
      einiger Zeit gewöhnte ich mich daran. Schon bald erkannte ich, dass die
      Arbeit einen wesentlichen Vorteil mit sich brachte. Die Arbeit, die ich
      immer allein verrichtete, ermöglichte es mir, mich der Realität zu
      entziehen. Die täglichen Misshandlungen der anderen Kinder reduzierten
      sich nur noch auf akustischer Ebene, da ich nur noch zu den Essenzeiten
      und abendlichen Gebeten die Wohngruppe betrat. In den folgenden Jahren
      bis zu meiner Heimentlassung sah ich die Arbeit als Fluchtmittel vor
      Misshandlungen und Missbrauch.

      Nr. 2 #255092
      Teil - 2 -
      Geschrieben am 11.11.2008, 15:47 Uhr

      Meine einzige Überlebenschance war, mich mental völlig in mich zurückzuziehen.

      Die
      Folge dieser Torturen war, dass ich immer mehr abmagerte, physisch
      immer schwächer wurde, regelmäßig in der Andacht das Bewusstsein verlor.

      Etwa jedes halbe Jahr kam der Anstaltsarzt, ein Dr. med. S***
      (phoen.) auf die Abteilungen. Er war bei allen Heimkindern gefürchtet
      wegen seiner Brutalität.

      Kinder, die auffällig waren, kamen in
      die Isolation. Die Isolationszellen befanden sich in einem anderen Haus,
      das das „Schlimmenhaus“ genannt wurde. Im gleichen Haus befand sich
      auch das Krankenrevier. Die Isolationszellen waren kleine Räume, in
      denen nur ein Stahlbett (Bochumer Modell) und ein Eimer standen. In
      diesen Zellen wurden die Misshandlungen mit Medikation fortgesetzt. Es
      gab zwei Arten von Medikation: Die „Kotzspritze“ und die „Betonspritze“.

      Kotzspritze: Das Kind bekommt die ersten drei Tage keine
      Nahrung. Dann wird intramuskulär die „Kotzspritze“ verabreicht. Es
      kommt zu Brechreizen, Atemnot, schwere Magenkrämpfe, Übelkeit. Das zieht
      sich mehrere Tage hin.

      Betonspritze: Hierbei handelte es
      sich um Spritzen, die das gesamte sensorische Nervensystem lahm legte.
      Insbesondere die Synapsen für die Erregunstransmitter des Gehirns wurden
      dabei zerstört. Stirnlappen, Hypocampus, limbisches System wurden in
      Mitleidenschaft gezogen. Solche Kinder wurden danach „Zombies“ genannt.
      Ihr Bewegungsablauf war zeitlupenhaft. Kinder, bei denen diese
      Behandlung häufiger durchgeführt wurde, erholten sich nicht mehr und
      blieben für den Rest ihres Lebens hirngeschädigt. Drei Medikationen aus
      dieser Zeit sind mir noch bekannt: Truxal, Numinal und Paraldehyde

      Mit
      14 wurde ich dann in die Großenabteilung verlegt. Dort wurde ich der
      Weberei zugeteilt, wo ich täglich im Akkord mindestens 10 Meter Leinen
      mit der Hand weben oder Teppiche knüpfen musste.

      Nach schweren
      Traumata wurde ich dann im Alter von 16 Jahren und drei Monaten in die
      Landeskliniken Bedbug Hau bei Kleve eingewiesen. Die Einweisung in die
      Landesklinik erfolgte mit der Begründung:

      "Angeborener
      Schwachsinn mittleren bis mäßigen Grades mit allgemeiner
      psychomotorischer Unruhe und dadurch bedingten
      Erziehungsschwierigkeiten. Körperlich fand sich ein akromegaloider
      Riesenwuchs mit Diastasen der 4. und 5. Zehen. Etwas unbeholfen, erfüllt
      noch nicht die Aufgaben eines fünf bis sechs Jährigen. Spielt nicht,
      zankt nicht, ab und an nachts nass."


      In Bedburg Hau
      verbleibe ich etwa ein halbes Jahr. Untersuchungen finden nicht statt.
      Ich werde in die Bielefeldschen Anstalten in eine Zweiganstalt
      Bodelschwingh Wehme, ein Heim mit ca. 100 mongoloiden Insassen,
      abgeschoben.

      Der Überweisungsbericht der Rheinischen Landesklinik Bedburg Hau:

      "Bernhard
      wurde am 03. April 1967 im Alter von 16:3 Jahren aus dem FSH Essen
      (...)aufgenommen (vormundschaftsgerichtliche Genehmigung v. 15. Juni
      1967, Az.: 41 VIII L 7643) und mit Einverständnis des
      Sorgerechtspflegers in das Bodelschwingh Wehme Heim in Essen Borbeck
      verlegt. Körperlich-neurologisch fand sich ein angedeutet-akromegaloider
      Hochwuchs mit etwas allgem.-hypertonem Muskeltonus und recht lebhaften
      Reflexen. Im Übrigen ergaben die Untersuchungen einschließlich der
      einschlägigen Laborbefunde keine Besonderheiten. In psychischer Hinsicht
      machte Bernhard im hiesigen Milieu keine Schwierigkeiten, er wurde in
      eine Fördergruppe eingeteilt und verhielt sich dort willig, freundlich
      und angepasst; von einer übermäßigen psychomotorischen Unruhe war hier
      nichts zu bemerken. Der Schwachsinn mäßigen Grades scheint familiärer
      Natur zu sein. Die Verlegung des Patienten erfolgte im Hinblick auf
      seine weitere Förderung; es erscheint nicht ausgeschlossen, dass
      Bernhard später in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt mit einfachen
      groben Hilfsarbeiten selbst zu bestreiten."
      (Epikrise d. Landeskrankenhauses Bedburg Hau, Kleve v. 19. Juni 1967, Prof. Dr. Dr. K***).

      In
      Bodelschwingh Wehme wurde ich im Gartenbetrieb eingesetzt. Unfähig zu
      sprechen arbeitete ich oft täglich 16 Stunden ohne Lohn. 1968 werde ich
      an eine Gartenbaufirma (Fa. Hüttmann, Essen) verliehen. Anschließend
      bekomme ich einen Arbeitsplatz in den Hüttenwerken/Stahlwerken
      Oberhausen. Ende 1969 wurde ich nach Oberhausen entlassen. Ohne
      Schulbildung, seelisch verkrüppelt, innerlich isoliert war ich eine
      gefährliche Zeitbombe.

      Es folgen dreizehn Jahre Gefängnis! Im
      Gefängnis habe ich Schreiben und Lesen gelernt. Obwohl ich schwachsinnig
      bin, absolviere ich im Jahre 1980 mein Abitur.

      11. November 2008. Seit ca.15 Jahren lebe ich von der Sozialhilfe/Grundsicherung wegen Erwerbsunfähigkeit (GdB 100%).

      31
      Jahre meines Lebens habe ich in geschlossenen Institutionen verbracht;
      18 Jahre davon in Heimen, die meiste Zeit davon in katholischen
      Pflegeeinrichtungen. Ich beklage mich nicht.

      Die katholische
      Kirche ist heilig und unantastbar. Ihre Taten sind von Gott gewollt.
      Gott selber hat seinen einzigen, angeblich geliebten Sohn foltern und
      töten lassen. Die katholischen Nonnen vom Orden "der Barmherzigen
      Schwestern" aus Neviges sahen ihren Gottesauftrag darin, alle Kinder,
      die aus unreinen Beziehungen entstammten und daher unrein waren, mit
      aller Härte und Strenge, Zucht und Schmerzen auf die Hölle
      vorzubereiten. Den für solche Kinder wie mich galt der Satz in der Bibel
      "Lasset die Kindlein zu mir kommen. denn ihnen ist das Reich der Himmel." nicht. Unsere Seelen waren verloren und von Gott verflucht. Amen!


      Berlintrix
      danke für die beiträge von berlintrix....

      und Selina.....ich kann gar nichts anderes sagen ausser: es tut mir leid, dass du und all die anderen solche grausamkeiten erleiden musstet ;(
      und gleichzeitig kann ich sagen, dass ich es toll finde, wie ihr drüber schreiben könnt und heute was zu sagen habt und es laut aussprecht!!!..ihr die menschlichkeit nicht verloren habt. :thumbup:
      Nr. 1 #374036

      Jimmi
      Geschrieben am 19.10.2009, 15:39 Uhr

      Ich Suche Leute die zwichen 1960 und 1975 im Kinderheim F.S.H. waren, ich selbst war bis 1972 dort und hab es heute noch nicht verabarbeitet.


      Nr. 2 #374073

      Berlintrix
      Geschrieben am 19.10.2009, 16:49 Uhr
      Hallo Jimmi,

      ichwar von 1959 bis 1967 im FSH. Die Tatsache, dass du bis heute deine Zeit dort im Franz Sales Haus in Essen Steele nicht verarbeitet hast, kann ich sehr gut nachvollziehen. Die Zeiten damals waren schlimm und standen unter dem Zeichen des Bösen. Ungeachtet dessen sind diese Zeiten vorbei und ich freue mich, dass ich endlich mal einen "Leidensgenossen" finde, der auch dort war. Über das Franz Sales Haus habe ich hier schoneiniges berichtet in dem Threat "Gottes Wille geschehe".
      Vielleicht findest du ja mal die Zeit, auch deine Erlebnisse hier zu berichten. Es würde sicher die eine oder andere Sicht von mir ergänzen.
      Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz herzlich ein Willkommen hier im Forum "imHeim.de" und auch Anregung von anderen USERN.

      Es bleibt mit lieben Grüßen aus Berlin

      Berlintrix



      Soweit die Ausführungen vom Berlintrix in Sache " Franz-von-Sales-Haus in Essen ".
      Gruß Jürgen

      Hallo Jürgen, ich meine sie hieß Schwester Walburga?, ich weiß es nicht sogenau-

      hjm schrieb:

      @WernerR
      Wenn Du im FSH warst, so ich richtig verstanden habe, stelle ich Dir die gleiche Frage wie Berlintrix:
      Kanntest Du Schw. Walburg? Wenn ja, dann beschreibe sie bitte einmal.
      Nur zur Info meinerseits: ich kannte sie zu genüge und habe sie in allerbesten Erinnerung:rocket: .


      Ich beschreibe mal Schwester Walburg -a wie ich sie kannte. Manche haben nur gutes von ihr gesagt, und andere haben sie Nicht gemocht, ich konnte sie, wirklich Nicht leiden. Sie war eine Böse Nonne, ich musste mir von ihr viele... Ohrfeigen gefallen lassen...linke Wange hinhalten 10 Ohrfeigen...und, stramm stehen bleiben, Nicht, dabei bewegen, rechte Wange hinhalten... stramm stehen bleiben, Nicht, dabei bewegen, hast dus dir, Nichts gefallen lassen -hohlte sie den Doktor Strehl, ich kam dann für Monate auf Zelle!! Ich durfte Nicht mal, was -sagen,... musste immer Nur -schweigen, ich habe meinen Mund aber,...Nie, halten können, ich habe meinen Mund Nicht gehalten, also, ich habe was auf die Fresse bekommen, und sie schlugen mir überall, auf dem Körper hin, mit der flachen Hand ...zB. Mit den Fäusten mir immer wieder ins Gesicht und weichteile in die Eier-Hoden hienein, bis ich Nicht, mehr konnte...Blut floss aus Nase und Mund, und sonst wohin. Mehrmals habe ich Knochenbrüche erlitten, ich sage mal, ich habe mir oft den Tot gewünscht...Besser tot als im FRH so gequält zu werden.Ich habe genug davon, jetzt ist es genug, ich will jetzt Nicht mehr schreiben, ich kann Nicht mehr..ich höre jetzt auf, eine Frage: Oder wollt ihr Noch mehr davon, und Noch eins, viele Kinder, und Werner auch, sind auch öfters Vergewaltigt worden,,,Selina ich kann jetzt Nicht mehr...immer, und immer wieder...halte die Fresse. Ich schlage Dich kaputt !! Also, Werner durfte keine wiederworte geben, Nicht, Mal ein Wort durfte Er sagen. Ich hatte keine - Rechte...Punkt und Aus !!! :rocket:


      LG WernerR :verysad: :totumfall:
      Ja es war eine schlimme Zeit, aber ich habe das alles nicht so durchleben müssen. Prügel ja, seelische Grausamkeiten auch, wegsperren ins dunle, in Glasboxen und Bindejacken, all das habe ich auch mitgemacht.
      Geistig habe ich schnell gelernt mich abzuschotten, wenn ich selbst mal wieder mit Bestrafung dran war, oder ein anderes Kind. Die Hilflosigkeit zusehen zu müssen, wie andere Kinder aufs schlimmste, manchmal bis zur bewußtlosigkeit, durchgeprügelt wurden und dann an den Haaren gezogen in einen anderen Raum gesperrt wurden,aber nach diesen Prügelszenen durften sich dann 29 Mädchen auf das bewußlose Kind stürzen und unter den Augen, mit anfeuernden Bermerkungen, weiter mit Schläge und Tritte zusetzen. Daran habe ich mich nie beteiligt, aber es war schlimmer und weniger zu ertragen, als wenn man es mit mir gemacht hätte.
      Ich weiß noch, das bei solchen Szenen ich immer rasende Herzklopfen hatte und am ganzem Körper zitterte und oftmals endete es in hohen Fieber und Kopfschmerzen.

      Die Kinderstationen waren wirklich so abgeschottet, das man keinen Kontakt zu anderen Kindern auf verschiedenen Stationen aufbauen konnte, oder zu anderen Menschen im Heim.
      Vieles was in dem Heim zu meiner damaligen Zeit passiert ist, weiß ich nicht und ich bin wirklich entsetzt darüber, was auf anderen Stationen geschah. Dagegen wirkte sich meine Station unter Leitung von einer Schw. Edelburga (vielleicht erinnert sich jemand auch an sie) wie der Himmel aus.
      Aber mit den Grausamkeiten, die auch auf meiner Station geschahen, stimmen sie mit den Prügeln überein. Es wurde alles bei uns genommen, womit man zuschlagen konnte und oftmals kamen die Prügel aus heiterem Himmel. So habe ich einmal heulend vor dem Kleiderschrank gestanden, indem unsere Kleider hingen, heulend deswegen, weil ich nicht mehr wußte, welches Kleid denn nur mir gehörte und statt mir zu sagen, was nun mein Kleid ist, wurde mein heulen mit hämischen Bemerkungen begleitet. Und die erste Prügel in dem Heim kam für mich überraschend und schockend. Irgendwas fegte mit voller Wucht auf meinem Rücken. Ich war so geschockt, das ich nicht mal schreien oder weinen konnte, nicht mal die weiteren Schläge hab ich gespürt. Ich glaube, den Tag über bin ich wie traumatisiert gewesen.
      Hinweis:

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      Wolfspinguin schrieb:

      @werner und selina, ich kann jetzt nichts sagen, ich weine einfach nur....wenn ich an euch kleine seelen denke... ;(
      Danke Bibliothekar, ja es war schlimm, aber ich habe das alles hinter mir gelassen, vieles weiß ich nicht mehr, mir fehlen einige Jahre und ich komme heute zurecht damit.
      Über diese Zeit im Heim habe ich nie mit jedemanden gesprochen, zum ersten mal erst, als ich die Heimforen entdeckte und lesen musste,das dieses Schicksal noch viele andere mit mir teilen.
      Hinweis:

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      @selina, werner, berlintrix, wie ihr vielen geschundenen kinder heisst...ich bewundere euch für eure kraft, dies alles so überstanden zu haben, um zu leben. und sicher war es gut, einige jahre zu verdrängen...sonst wäre die kleine seele völlig zerbrochen. ich finde die beiträge entsetzlich und mag gar nicht daran denken, wieviel grausamkeit noch dahinter steckt..... ;(

      und wie schon gesagt, danke für eure zeilen und lasst soviel raus, wie ihr raus lassen wollt und könnt, für euer seelenheil...... ;)

      ich "höre" auf jeden fall zu..... ;)

      ja, auch wenn ich mitleide, mitfühle...doch verständnis ist ein guter, toller weg... :)

      Wolfspinguin schrieb:

      ja, auch wenn ich mitleide, mitfühle...doch verständnis ist ein guter, toller weg... :)
      Danke, Bibliothekar :)
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      in Bezug auf diesen von mir geschriebenen Text --Gutachten der Rheinischen Landesklinik Bonn

      Hallo Zusammen,

      ich möchte hier noch mal einiges zu diesem Artikel sagen. In einem zusammengeschriebenen Text für das FSH, steht er habe 3 x 1 Tab. 25 mg Neurocil erhalten.

      Außerdem :

      " Peter " meinte zu alle dem, er hätte dort furchtbare Angst gehabt vor eine " Enze " Spritze.
      Kinder die diese Spritze in den Rücken bekommen hätten, hätten danach stocksteif im Bett gelegen und konnten sich nicht mehr bewegen. Diese Kinder hätten überall Schmerzen gehabt und wochenlang gelegen.


      Ich habe mal nach Enze im Netz gesucht und folgendes gefunden.Was meint ihr dazu? Ich weiß nicht was ich davon halten soll und wundere mich, dass er sich noch an diese Bezeichnung " Enze " erinnert.

      Enzephalitis
      Wenn dir einer sagt: " Die Zeit heilt alle Wunden.".
      Dann hau ihm auf die Fresse und sag :" Iss gleich wieder gut "

      Seelenschmerz schrieb:

      Enzephalitis
      Als Medikament oder als Spritze kenne ich das z.B. nicht, ich weiß nur, das Enzephalitis eine Gehirnhautentzündung ist, die durch irgendwelche Viren hervorgerufen werden.
      Hinweis:

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      Hallo Seelenschmerz, Peter, Selina und Klaus ich grüße Euch alle lieb

      Seelenschmerz schrieb:

      Hallo Zusammen,

      ich möchte hier noch mal einiges zu diesem Artikel sagen. In einem zusammengeschriebenen Text für das FSH, steht er habe 3 x 1 Tab. 25 mg Neurocil erhalten.

      Außerdem :

      " Peter " meinte zu alle dem, er hätte dort furchtbare Angst gehabt vor eine " Enze " Spritze.
      Kinder die diese Spritze in den Rücken bekommen hätten, hätten danach stocksteif im Bett gelegen und konnten sich nicht mehr bewegen. Diese Kinder hätten überall Schmerzen gehabt und wochenlang gelegen.


      Ich habe mal nach Enze im Netz gesucht und folgendes gefunden.Was meint ihr dazu? Ich weiß nicht was ich davon halten soll und wundere mich, dass er sich noch an diese Bezeichnung " Enze " erinnert.

      Enzephalitis


      Seelenschmerz und Selina schaut mal hier, ich habe diesen Text gefunden, ist ja Nicht Gut

      Verlauf und Prognose bei Enzephalitis

      Es ist schwer, allgemeine Aussagen zum Verlauf der Enzephalitis zu treffen, da dieser stark von der Art des Erregers und dem Allgemeinzustand des Betroffenen abhängt sowie davon, wie schnell mit der Therapie begonnen wurde. Schätzungen gehen davon aus, dass bei der FSME etwa 2 % der Erkrankten sterben, bei der Enzephalitis durch das Herpes-Virus trotz spezifischer Therapie noch immer etwa 20 % – früher waren es über 80 %! Nicht selten kommt es z. B. durch die Narben zu bleibenden Schäden wie Krampfanfällen oder Lähmungen. Besonders unter diesem Aspekt gilt es zu bedenken, dass sich gegen eine Reihe von Viruserkrankungen, die eine Hirnentzündung verursachen können, sowie gegen manche Meningokokken und Pneumokokken durch Impfungen vorbeugen lässt.
      Aktualisiert: 13.06.2010
      Autor/Quelle: Dagmar Reiche

      LG WernerR :blush2:

      Seelenschmerz schrieb:

      " Peter " meinte zu alle dem, er hätte dort furchtbare Angst gehabt vor eine " Enze " Spritze.
      Kinder die diese Spritze in den Rücken bekommen hätten, hätten danach stocksteif im Bett gelegen und konnten sich nicht mehr bewegen. Diese Kinder hätten überall Schmerzen gehabt und wochenlang gelegen.



      " Peter " meinte zu alle dem, er hätte dort furchtbare Angst gehabt vor eine " Enze " Spritze.
      Kinder die diese Spritze in den Rücken bekommen hätten, hätten danach stocksteif im Bett gelegen und konnten sich nicht mehr bewegen. Diese Kinder hätten überall Schmerzen gehabt und wochenlang gelegen.

      Seelenscherz:
      Werner hat auch diese Spritze im Rücken bekommen, ich habe heute noch davon größere viele -Narben im ganzen Rückenbereich, die man mit den Fingern auch spüren, und deutlich mit dem Auge...sehen kann, ja Seelenschmerz und Selina, ,,unser Dr.Strehl hat mir, und anderen Kindern -dass -angetan !!! Ich bin heute dabei diese Narben mir Untersuchen zulassen, bei einem Orthopäde, denn...ich habe schon seit längerer Zeit, große Probleme mit dem gehen und meiner Bewegung :verysad:

      Liebe Seelenschmerz, Danke für Deine Information :)

      LG WernerR :S