Kinderheim Güntersberge

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    Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von anklip.

      Kinderheim Güntersberge

      keine weiteren Angaben

      Warst du in diesem Heim??
      Dann kannst du hier alles posten, an was du dich erinnerst.
      Hinweis:

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      Kinderheim Güntersberge

      Auch ich war in diesen Heim,

      von 19.55-19.62

      Unsere Heimleiterin his Frau Garcha.

      Und wurde dort 19.61 eingeschult, meine Leherin war Frau Peters.

      War für viele ein gutes Zuhause.

      Gruß Jacky2012
      Ich war nur ein Jahr in Güntersberge. Nun hatte ich einige Tage, nach über 30 Jahren mal wieder meinen Anfang gesucht und dabei Fotos gemacht, soweit es noch ging.

      Die Schule ist eine einzige Ruine, jedenfalls die Grundschule, welche auf dem Berg steht. Die Oberschule, unten am See, ist jetzt ein Museum, welches aus Gründen von Corona geschlossen ist.

      Ein Bild stelle ich hier ein. Die anderen dann in der Galerie, soweit ich das hin bekomme. Vielleicht kann sich ja der Eine oder Andere daran erinnern. Diese Figur ist an der Oberschule, linksseitig über der 1. Etage an der Ecke zu sehen.

      Vom Kinderheim stelle ich später Bilder ein, sowie auch eine Erklärung dazu, da ich auch mit einer ehemaligen Erzieherin gesprochen habe, welche aber erst in den 80ern dort arbeitete.
      Dateien

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anklip“ ()

      Das Kinderheim ist total runter gekommen und es gibt keinen Zugang. Nach der Wende wurde das Haus von der AWO noch kurze Zeit betrieben und kurze Zeit später geschlossen. Gekauft hat dieses gesamte Grundstück, mit Haus, ein direkter Nachbar für ganz wenig Geld. Dieser wollte daraus erst ein Hotel und dann ein Haus für Umsiedler machen. Der Zustand hat das jedoch nicht zugelassen. Mit ihm habe ich gesprochen und wollte Zugang haben. Da das Haus ohne Strom ist wäre das nicht von Nutzen um dort Bilder zu machen, da auch alle Fenster mit Platten verschraubt sind. Jedoch habe ich im Netz eine Postkarte gefunden und stelle dieses hier ein.

      Eine Erzieherin, welche erst in den 80ern dort anfing, sie wohnt direkt neben dem Heim, erzählte mir, dass der Schlafsaal der Jungens im Obergeschoss total abgetrennt wurde und Zwei- und Vierbettzimmer entstanden sind. Zuvor, das wissen aber die Jungs wohl besser, war es ein Schlafsaal mit 60, wenn nicht sogar mit 80 Betten. Wir waren im unteren Bereich und wohl auch so um die 30 oder 40 Betten im Schlafsaal. Wenn ich mich richtig erinnere waren im ganzen Heim 120 Kinder - genau weiß ich es aber nicht.

      Wegen den Speisesaal steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Ohne diesem würde das Haus nicht mehr stehen.
      Dateien
      Hallo Angelika hier Jacky 2012 :P

      Auch ich wahr von 60-62 in Güntersberge.
      Und bin auf dem Berg in der Grundschule eingeschult worden.
      Meine Leherin war die Frau Peters.
      Unsere Heimleiterin wahr die Frau Garscha.
      Und die Annemutti von Friedrichsbrun kenne ich auch ?
      Komme aus Qedlinburg und meine Schwester Monika ist auch dort im Heim gewesen.
      Von dort ging es für mich weiter nach Gernrode, dann nach Eisleben Burgstädt und Kreuztanne.
      Gruß Jacky 2012
      Auf der Durchreise. Das trifft sich gut. Mein leiblicher Vater hieß Günther, nur hatte ich von ihm fast nichts. Dafür von anderen umso mehr. Höchstwahrscheinlich war die frühe Scheidung von ihm auch der Grund, weswegen ich in eine ähnliche Herberge musste, nur sah der Speiseraum nicht aus wie irgend ein thüringisch-bayerischer Ratskeller.

      @anklip Das nenne ich mal eine gründliche Recherche, eine Postkarte vom Heim einstellen. Auch das, was du gerade erst über das Kinderheim Friedrichsbrunn geschrieben hast. Das ist doch mal etwas ganz Anderes als immer nur unsere eigenen Fotos. Von meinem Heim hab ich jedenfalls noch keine Postkarte gesehen. Es hatte schließlich auch keinen Ratskeller. ;)
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Ja, das Kinderheim war, soweit ich mich erinnere, auch ganz ordentlich. Nur waren wir, schon wenn man das Haus betrachtet, nicht gerade sehr groß, weil, wie ich bereits geschrieben habe, ca. 120 Kinder in diesem Haus.

      In der Gesamtansicht sind rechts neben dem Eingang die drei größeren Fenster der Speisesaal. Der Außenbereich war auch nicht gerade sehr klein und wir hatten Zugang zum Teich. Leider ist alles zugewachsen und man muss um das Grundstück laufen, um an den Teich zu kommen.

      @Jacky2012 Frau Garscha war doch auch nicht gerade unbeliebt, soweit ich das noch im Kopf habe. Leider weiß ich nicht wer meine Erzieherin war und an meine Lehrerin habe ich auch keine Erinnerung. Aber das es im See Krebse gab, das weiß ich noch.

      Und wenn man von oben auf die MTS (Maschinen-Traktoren- Station) schaute, waren da Pfaue, welche schon wegen ihren Pfauenrad interessant waren. Dieser Betrieb ist nicht mehr vorhanden.

      Nachtrag: @Jacky2012 von Kreuztanne gibt es eine Namensliste, wo auch dein Name aufgeführt ist, wie ich auf deiner Seite gesehen habe. Musst du aber raussuchen 21. Zeile von unten und gleich am Anfang.
      archivportal-d.de/item/HNPVRZH…iewType=list&hitNumber=14

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anklip“ ()

      Angelika jetzt bin ich sprachlos ?
      Suche überall nach meinen Heimakten und jetzt mein Name zu Kreuztanne.
      Habe Antrag beim Landgericht Halle gestellt auf Rehabilitierung und Entschädigung.
      Du hast mir sehr geholfen, denn ich hatte keine Unterlagen über die Kinderheime der ehemaligen DDR.
      Ich wahr 11 Jahre da drinn, und 2 Jahre Jugendwerkhof.
      Und keine Akte zu finden? Ist doch sehr selsam oder nicht.
      Gruß Jacky

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Jacky2012“ ()

      Ja Peter, was du damit anfangen kannst, kann ich nicht beurteilen - aber es ist schon mal schwarz auf weiß. Ich kenne das mit dem Nachweisen und habe da schon einiges durch und die Behörden machen es uns nicht gerade leicht damit, weil diese uns immer noch als Täter und nicht als Opfer behandeln - So richtig schön nach SED Staat - von Demokratie keine Spur.

      Durch die Verlängerung der Eingabefrist habe ich da nochmals angefangen das Netz zu durchsuchen und bin auf einige Informationen gestoßen, so auch auf Kreuztanne.

      Für mich habe ich nicht sehr viel gefunden. Das war auch der Grund, weshalb ich nach Friedrichsbrunn und Güntersberge gefahren bin. Es war nur schade, dass das Kinderheim Friedrichsbrunn jeden Zugang, wegen Corona, verwehrt hat.
      Ich stamme aus Bernburg. Meine Eltern haben mich zu den Großeltern nach Quedlinburg gebracht und da wurde ich von der Polizei ins Säuglingsheim verfrachtet, weil da bereits bekannt war, das meine Eltern sich nach den Westen abgesetzt haben. Jedenfalls war meine Mutter nach 6 Wochen in Quedlinburg und da war ich nicht mehr bei meinen Großeltern - man hat mich einfach geklaut. So war die DDR. Das war aber alles sehr komisch, weil in einem Bericht der Stasi steht, dass ich in einer Gartenlaube ausgesetzt wurde. Die Wahrheit habe ich erst vor kurzem erfahren, da ich mit meiner Mutter fast gar nicht darüber gesprochen habe. Alles sehr verwirrend, was aus der Stasiakte zu lesen ist. Was bis zu meinem 18. Geburtstag da drin steht, scheint alles zusammen gereimt zu sein, was es jetzt auch schwierig macht, meine Vergangenheit aufzuarbeiten. Deshalb war ich jetzt auch in Friedrichsbrunn.

      Da meine Großeltern auch kurze Zeit später gestorben sind, war ich alleine in der DDR. Da ich noch zu jung war, wusste ich nichts davon und man hat mir immer erzählt, dass meine Eltern tot seien. Doch hatte ich immer gewusst, dass das nicht ganz stimmig ist. Ich gehe mal davon aus, dass ich deshalb nach Thüringen verfrachtet wurde, damit jeglicher Kontakt abgebrochen wird, der entstehen könnte, was dann auch so war.

      In Quedlinburg war ich zur DDR Zeit nur einmal, um die Vormundschaft zwischen dem Jugendamt und mir aufzuheben - so oder ähnlich nannte sich das wohl.

      Du hast da Annemutti erwähnt. Sie war eine sehr liebe Frau und sie war die Heimleiterin in Friedrichsbrunn. Darüber hatten wir nicht gesprochen, da wir, Frau Hause und ich, nur 1 1/2 Stunden miteinander verbracht haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „anklip“ ()

      Was mich immer wieder beeindruckt, dass trotz der Abertausenden Kinder, die in allen möglichen Formen von Heimen untergebracht waren, aus allen möglichen Gründen, weswegen, wie man auch in diesem Thread beobachten kann, sich immer nur wieder ganz ganz wenige finden, wo sich plötzlich Überschneidungen auftun, Lichtblicke für den einen und Erkenntnisgewinne für den Anderen ergeben.

      So viele Tausende waren es, doch kaum jemand von ihnen, sah man sich in den Foren um, fand sich oder wollte sich nicht mehr finden. Man weiß es nicht. Ich weiß nur, dass die Suche nach Wurzeln wichtig war/ist, denn sie gehören zur Identität. @Jacky2012 scheint hier welche gefunden zu haben und @anklip hat dabei geholfen. So muss Forum funktionieren! Hier hat es funktioniert und es heißt nur noch, was macht man nun damit? :/
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Das ich etwas über @Jacky2012 gefunden habe, war mehr oder weniger nicht mal Zufall, sondern ich habe in den letzten Monaten sehr, sehr viel im Internet gewühlt und bin da auf Seiten gestoßen, worüber ich mich nur wundern konnte. Und als ich "Kreuztanne" gelesen habe, fiel mir eine Seite ein, welche ich natürlich erst wieder suchen musste. Leider gibt es solche Seiten sehr wenig, bis gar nicht. Gerade Heime in der DDR verschweigen ihre Vergangenheit. Wenn man z. B. das Heim von Friedrichsbrunn eingibt, dann wird erst die Zeit nach der Wende zu finden sein. Einige wenige Berichte findet man wohl noch, welche jedoch nichts aussagen. Das Heim hatte ich ja auch angeschrieben - Ergebnis: Unterlagen vor 1977 sind nicht vorhanden. Durch meinen Urlaub habe ich da einiges erfahren, weil da noch eine Erzieherin bereit war, mit mir zu sprechen. Dazu werde ich aber noch etwas unter "Kinderheim Friedrichsbrunn" einstellen.

      Das ist mit fast allen Heimen so, welche heute noch bestehen. Oft gerät man, wenn es um die Vergangenheit geht, auf dieses Forum, was leider aber auch nicht immer sehr hilfreich ist, da sich hier nicht gerade alle an Diskussionen beteiligen, was uns helfen könnte, obwohl wir hier über 1.000 Mitglieder haben. Gemessen an den Zahlen, welche in Heimen waren, sind natürlich diese 1.000 fast gar nichts, was ich persönlich sehr schade finde. Dann denke ich, dass einige im Hintergrund des Forums sind, die uns weiter helfen könnten - jedoch nur als stille Leser sich hier aufhalten.