Spezialkinderheim Ernst Schneller Eilenburg

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      Ich war auch von 85-87 in diesem Heim.

      Bei mir mischen sich die Erinnerungen, größtenteils natürlich keine guten, aber die Schlechtesten hab ich an die Gemeinheiten unternander. Die Mädchen untereindander war für mich der größere Horror als den Blockerdienst oder Zigarettenentzug für nen Tag.

      Naja - vorbei :D
      Hallo !
      Ich finde es immer wieder schön,das sich ehemalige Heimkinder aus dem SKH Ernst Schneller in Eilenburg hier wieder finden.Ich war auch einer
      der Heimkinder,der aber vor Eurer Zeit dort waren.Auch wenn man sich persönlich nicht kennen gelernt hat,so verbindet uns Allen doch die
      gleiche Vergangenheit in einer und derselben Heimeinrichtung,auch wenn jeder zu einer anderen Zeit dort gewesen ist.Jeder von uns hat aus
      seiner Zeit erfahrungen gemacht,die manchen von uns bis heute noch verfolgen.Andere wiederum haben diese Zeit für sich mehr oder weniger gut
      verarbeitet.Mein Wunsch wäre,das man sich aus der gemeisammen Vergangenheit herraus austauschen sollte um sich eventuell gegenseitig Hilfe
      und Unterstützung zu geben.Es ist von meiner Seite ein Angebot,das jeder für sich selber annehmen oder ablehnen kann.Ich jedenfalls würde mich
      freuen,wenn man sich auf diese Art besser kennen lernt.Aus den vielen Beiträgen von ehemaligen Heimkindern aus dem SKH Ernst Schneller in Eilen-
      burg,weis ich als User,das Deren Beiträge sich mit meinen decken.Soviel wollte ich nur dazu schreiben.Also überlegt Euch mein Angebot.
      Es Grüßt Euch Euer Teddy 07.
      Lieber Teddy,
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      oz vom 30.03.2010 12:25
      Heimerfahrungen

      Liebe Redakteure der Ostsee-Zeitung, ich finde es sehr gut, dass Sie einen Artikel über ein ehemaliges Heimkind gedruckt haben. Diese schlimme Zeit darf nicht in Vergessenheit geraten. Es wurde zu lange geschwiegen, hätte man es uns geglaubt, was vor langer Zeit in den Heimen und Jugendwerkhöfen abgegangen ist?

      Hans-Dieter Pollack möchte ich von Herzen danken, dass er so mutig war und von seiner schlimmen Heimzeit berichtet hat. Auch ich war von 1969-1972 in dem Spezialkinderheim in Eilenburg. Leider habe ich nur wenige Erinnerungen an meine Zeit dort. Ich habe alles verdrängt und werde noch viel Zeit brauchen, diese schlimme Zeit aufzuarbeiten.

      Vor einigen Tagen habe ich eine ehemalige Erzieherin von mir angerufen, die noch in Eilenburg lebt, um zu auf meine brennenden Fragen Antworten zu bekommen, aber leider hat sie auch keine Erinnerung mehr. Sie ist allerdings schon fast 80 Jahre alt. Übrigens, am 15. April findet in Berlin eine Demonstration ehemaliger Heimkinder statt. Liebe Grüße aus dem Hartz.
      schreibt Heidi Barnigerodt aus Wernigerode

      * Lesen Sie weiter

      Artikel: Zwölfjährige Odyssee durch Kinderheime
      Artikel: Odyssee durch Kinderheime
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      Leserbrief

      das war damals mein Leserbrief,auf Deinen Bericht in der Ostseezeitung.Liebe Grüße Micky
      Hallo Teddy,

      natürlich können wir uns austauschen und gern kannst Du auch alle möglichen Fragen an mich/uns stellen.

      Jedoch hab ich in den letzten 5 Jahren Heim-Foren-Erfahrung schon so extrem viel geschrieben und gelesen, dass ich die Erfahrung machte, dass es mir nicht sonderlich half, aufzuarbeiten, sondern höchstens Erinnerungen hervor rief, die mich nicht immer in guter Stimmung sein ließen. Will sagen, es ging mir oft schlecht dabei, zu lesen, wie es vor allem anderen erging. Aufarbeitung ist durch - Therapie liegt hinter mir - mir geht es super. Trotzdem weiß ich nicht, was zuuuu tiefes Eintauchen wieder hervorbringen könnte.

      Lass uns schreiben, und versteh bitte, wenn ich mich hier und da ausklinke.

      lieben Gruß
      backy
      dem Backy-Post kann ich nur zustimmen und denke, wir beide, Teddy, du und ich, haben uns schon so einiges zum Thema geschrieben, auf anderen seiten, die dankenswerterweise erwähnt wurden, :D

      ganz richtig gut ging es mir in den 5 Jahren auch nicht, aber das ist schon in Ordnung. Schließlich diente es der historischen Aufarbeitung. Thera hatte ich nicht und dennoch gehts irgendwie. :rolleyes:

      Sag ich doch, Frauen und Technik. Zum Thema Heim hat der SP so Einiges kopiert und gespeichert. :) Es wäre doch schade, wenn alles im historischen Orcus läge. :D

      SKH-Ernst Schneller.Eilenburg

      Hallo Ihr Lieben !
      Erst eiinmal möchte ich mich für Eure reaktion zu meinem Beitrag bedanken.Es bleibt ja jedem Freigestellt,ob Er sich zu diesem Thema nochein-
      mal äußert oder nicht.Ich,für meine Person hätte keinen Anlass gesehen dieses Thema nocheinmal aus den Untergrund wieder hochzuholen,da wie
      bereits von Euch selbst geschrieben, waren in anderen Foren viele Beiträge dazu zu lesen.Auch ich habe mich in andern Foren schon häufig zu
      diesem Thema geäußert.Es kann ja dennoch nicht schaden aus dem zeitlichen Abstand dieses Thema mit ehemaligen aus diesem Heim wieder neu
      aufleben zu lassen.Für den einen oder anderen kann das vieleicht im nachhinein eine Hilfe sein,um hier noch ehemalige aus seiner Zeit wieder zu
      finden,denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.Ich binn jedenfalls für alle Fragen zu diesem Thema offen.
      Soviel von mir zu diesem Thema.
      Euer Teddy 07.
      Warum hab ich mich eigentlich für diese doofe Erinnerung bedankt................ :rolleyes: :rolleyes: ;( ;( :D

      Mal im Ernst................ICH habe das nicht für sooooo schlimm empfunden, solche Lieder zu dieser Zeit zu singen. Weiß auch nicht,.......vielleicht weil einige viele Lieder zu der Zeit ähnlich doof waren und man sie halt in musik singen mußte, oder weil ich einfach auch resignierend dazu neigte, das alles halt so mitzumachen. Wurden wir nicht fast alle recht früh in unserem Widerstand geknickt. Ich denke, dann singt man eher mal so nen Mist ohne Widerspruch......... :S :huh:
      Hallo backy und Wolfspinguin,das katjuscha Lied kommt mir jetzt irgendwie bekannt vor,das Heimlied allerdings nicht.Habe auch noch das Lied von den Moorsoldaten im Hinterkopf,weiß aber nicht ob ich das schon während meiner Schulzeit in Wernigerode in Musik hatte.Liebe Grüße Micky

      SKH-Ernst Schnller Eilenburg

      Hallo !
      Nun möchte ich ja sagen,das ich das Tema nicht aus der Vesenkung geholt habe.Ich habe dazu aber wieder Stellung bezogen,weil das auch ein Teil meiner Vergangenheit war.
      Es wurde wirklich schon viel über dieses Heim geschrieben.Was mich nun jetzt stutzig gemacht hat,ist das Wolfspinguin eine ganze Reihe von Musikvidios zu diesem Tema hier
      reingestellt hat,dessen Hintergrund ich nicht ganz verstehe.Es sind Lieder,die jedem DDR-Bürger,ob groß oder klein bekannt waren.Kann mich Wolfspinguin mal aufklähren was Er
      uns damit sagen möchte.Mir erschließt sich das nicht.
      Gruß Teddy 07.
      Teddy, wenn ich auch nicht Wolfspinguin bin, möchte ich VERSUCHEN, Dir dies zu erklären.

      Sie erwähnte hier, dass sie sich an das Heimlied erinnere und ich schrieb, dass ich es als nicht sooooo schlimm empfinde, da man ja zu dieser, unserer Schulzeit einige Lieder mit merkwürdigstem Text sang.........worauf sie eben einige Lieder dieser Art einstellte. So ist sie halt, sie neigt ab und zu zu übereifrigem Aktionismus :D :D :D
      Dann könnte sich die frisch gebackene Bibliothekarin wohl auch gleich noch als Musikredakteurin des Forums bewerben. Wirklich wunderbare Stücke hat sie da aus dem Archiv geholt. :rolleyes:

      Da hat dich, Teddy07, aber ganz schön jemand mit abgelenkt, gel? Wolltest du nicht wissen, wie es sich mit den Akten verhält, wo man nachlesen kann, wie lange Fristen usw. betrugen? :S

      Da du so emsig bei deiner Nachforschung warst, (JWHAL1 hätte es kaum besser vermocht) will ich dir gern auf die Sprünge helfen. Ehemalige Eilenburger sind meist ziemlich penetrant und bohrend. Manche helfen sich auch. :thumbsup:

      Nun lies bitte nach, wo das steht mit den Fristen. Ich bekam folgenden E-Mail Auszug am 06.Juni 2010 aus dem Landesarchiv Berlin:

      " leider befinden sich in den Beständen unseres Archivs in der Regel
      keine Akten über die Einweisung von Kindern und Jugendlichen in Heime
      bzw. Jugendwerkhöfe. (Einweisungsbeschlüsse à Einzelfallakten)

      Auf Anfrage bei den Bezirksämtern wurde uns mitgeteilt, dass dort noch
      einige dieser Unterlagen vorhanden sind. Nach DDR-Archivrecht wurden sie
      bei den Referaten Jugendhilfe/Heimerziehung belassen bis zum Ablauf der
      gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist (bei
      Heimeinweisungsvorgängen sind das nach unserer Kenntnis 10 Jahre nach
      Erreichen der Volljährigkeit --> 18. Lebensjahr gewesen
      ).

      Da jedoch nicht immer die Aktenvernichtungen fristgemäß von den
      Mitarbeitern der Behörde erledigt wurden, sind diese in Einzelfällen auch
      für länger zurückliegende Fristen noch vorhanden. ...."

      Falls diese Aussage hilfreich ist, würde mich das sehr freuen.

      Übrigens habe ich gestern mein 5 jähriges Heimkinderforenjubiläum begangen - auf einem heute totem board. 8| Gott, hab es selig.

      Ich finde es super, wie sehr sich Backy die Mühe machte und sich für Frau oder Herrn Wolfspinguin so sehr ins Zeugs legte. :hutab: Eine Bibliothekarin hätte gewiß auch gern selbst geantwortet. Wer so viele Bücher liest, schreibt gewiß auch gerne. ;) Vielleicht hat man aber auch nur keine Zeit, denn: Bücherwürmer sind bekanntlich meist schwer beschäftigt. :)

      Axel Südpol
      <Michael Bürger<
      Ich war in diesem Jugendwerkof von 1980 bis zu meinen 18. Geburtstag am 11.8.84 mit Unterbrechung, nachdem ich die ersten zwei Jahre meinen Beruf dort zum Haus und Hofschlosser erlernt hatt. Nach dem ich wieder zurück in mein elternhaus entassen wurde und dort nicht zurecht kam weil meine Eltern mich ja schon vorher in Kinderheimen abgeschoben haben. Vieleicht kennst Du das Spezial Kinderheim Ernst Schneller in Eilenburg. Dort war ich die ersten Jahre untergebracht nach dem mich meine "Eltern" abgeschoben haben. Nach dem ich dort die 8.Klasse abgeschlossen habe sollte ich laut den Aussagen der Erzieher in mein Elternhaus entlassen werden. Auf der Fahrt mit der kleinen Minna in ein Durchgangsheim Richtung Fankfurt/Oder erfuhr ich aber dass es nicht nach Berlin geht sondern nach Gerswalde in den Jugendwerkhof. Ich habe da noch einige Bilder in meinen Kopf die ich heute noch verarbeiten muss. Ich war dort auch in der "Arbeitsgemeinschaft" Kabaret oder wie es hieß dieses wurde von dem einen Stellvertretenden (glaube ich) geleitet. Dort haben wir Lieder gelernt und in Senjoren-Altenheime vorgetragen, auch hatten wir einige Feiern des Jugenwerkhofes ausgerichtet. Wie z.B. Weihnachtsfeiern oder Fasching oder diese "Disco´s". Ein Lied spiele ich heute noch auf meiner Gitarre wenn ich wieder in die Zeiten zurück falle und nachdenke. Dieses Lied heißt "Aller Anfang ist schwer" . Dieses Lied zieht mich wieder hoch und lässt mich wieder zur Ruhe kommen und ich weiß was ich bis heute geschafft habe.
      Dass soll für heute erst einmal reichen. Vieleicht willst Du antworten, Du kannst ja Nachrichten hinterlassen, ich werde hier jetzt öffter mal reinschauen, vieleicht findet man ja Leute aus der Zeit und man kann gemeinsam die Zeiten verarbeiten.
      Mit den liebsten Grüßen aus Dresden Micha

      Micha hat mir heute eine PN geschickt,das ich das hier reinkopieren darf,er hatte es in sein Gästebuch geschrieben
      Sein Nick hier<Michael Bürger
      Hinweis:

      Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

      Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.
      Sabine das JWH ---------------ist aber nicht das Spezialkinderheim und somit falsch verschoben. Was natürlich sein kann, es war mit auf dem Gelände :) Würde den Beitrag also in beiden Einrichtungen packen, damit Michael seine Kameraden finden kann.