Kinderheim Maroldsweisach Voccawind

    Es gibt 68 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Martin MITCHELL.

      Kinderheim Maroldsweisach Voccawind

      Wenn Du in dieser Einrichtung warst, kannst Du hier alles posten,
      an was Du Dich erinnerst
      Hinweis:

      Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

      Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.
      Tja, gibts doch noch jemand der sich an Voccawind erinnert. Ich wollte es eigentlich vergesssen, aber was man dort erlebte vergißt man nie mehr. Ich kenn die Zellen am Gangende, ich kenne den Steinbruch und die Firma Gaudlitz in Coburg. Aber wen ich nie im Leben vergessen werde sind Vater und Sohn Plietsch.
      Muss leider eingestehen, dass ich nicht gerade ein Mustersohn war aber Voccawind habe ich weiß Gott nicht verdient, aber so ist das Leben nun mal und Voccawind war mir eine Lehre. Achso, wann ich dort war: 65-67, vielleicht findet einer den Weg hierher, wäre schon mal interessant zu wissen was aus den anderen so alles geworden ist.
      Was ich aber nicht vergessen bzw "wegmachen" kann sind die Narben die geblieben sind, auf der Seele.

      Freggerla

      Voccawind kann man nicht vergessen

      Hallo ihr ehemaligen Voccawindler, seit Jahren versuche ich Kontakt mit ehemaligen Zöglingen aufzunehmen, die, so wie ich 1965, im Erziehungsheim der Inneren Mission auf dem Zeilberg gelandet sind. Voccawind wurde damals für elf Monate mein "Zuhause". Gerne würde ich mich mit Leidgenossen aus dieser Zeit austauschen.
      Auch mir gehts wie den meisten der Ehemaligen "Heimkinder", mir fällt es schwer, den Steinbruch und die damaligen Zustände im Heim zu vergessen. Wenn sich jemand an den kleinen, schmächtigen Kerl aus München erinnert, der anfangs nicht die kleinsten Brocken in die Loren wuchten konnte, so soll er sich doch bitte bei Mc Killroy melden. Ich habe als "Aufarbeitung" einige Zeilen niedergeschrieben. Diese lasse ich dir dann gerne zukommen.


      Kinderheim??

      Will ja nicht "mosern", aber der Name "Kinderheim" für Voccawind ist schon arg daneben. Wer wie ich dort war weiß, dass das was dort gewesen ist nichts mit einem Kinderheim zu tun hat. Es würde besser Erziehungsheim passen (war der damalige Jargon), obwohl mit Erziehung im herkömmlichen Sinn hatte das nichts zu tun. Ich versuche seit Jahren das ganze zu vergessen, aber irgend wie klappt das nicht, war zu einschneidend was dort passierte und wie man dort behandelt (erzogen?)wurde. Soll nicht heißen, dass wir die dort waren Unschuldslämmer waren, ein jeder hatte seine Geschichte warum er dort war, aber im nach hinein muss ich sagen, das hat glaube ich keiner verdient.
      Ich frage mich seit Jahren, ob ich mich wenn die Möglichkeit bestünde mit ehemaligen Insassen treffen würde, diese Frage kann ich nicht beantworten, obwohl ich für meine Teil habe sehr viel verdrängt (absichtlich vergessen?) oder wie sagt man heute aufgearbeitet. Auch kann ich mich an Mitinsassen so gut wie nicht mehr erinnern und wenn nur sehr Bruchstückhaft und aus diesen Bruchstücken wird man kaum Ergebnisse erzielen. Falls es doch jemanden geben sollte der zu meiner Zeit (1966/67) dort gewesen ist, ist es eine Fall zu Fall Entscheidung zwecks Treffen.
      Was mich am meisten stört ist die Tatsache, dass solche Heime wie Voccawind von Politikern, Medien und vor allem von den Betreibern(überwiegend kirchliche Betreiber) vergessen werden sollen. Da aber wie ja bekannt inzwischen ein "Runder Tisch" eingerichtet ist und dieser versucht die Mißstände etwas aufzuhellen. Auch wird versucht Hilfestellung für evtuelle "Schäden" zu geben, was aber meiner Meinung nach viel zu spät kommt. Gut man kann dort Hilfe für psychologische Beratung usw. anfordern und es soll versucht werden eine Rentenanpassungzu erzielen, aber der eigentliche Schaden der durch solche Einrichtungen angerichtet wurde ist meiner Meinung so groß, daß das ganze mit guten Worten und geldwerten Leistungen nicht gut gemacht werden kann.
      Trotz dieser Zeit habe ich mein Leben nach Voccawind dank guten Freunden und meiner jetzigen Familie (Frau und Kindern) gut gemeistert und das ist das Beste was mir bisher passieren konnte. Der Dank gebührt den guten Freunden, die mir nach der Entlassung geholfen haben mein Leben zu meistern. Auch meiner Frau und meinen Kindern möchte ich danken, da auch sie mir geholfen haben im Laufen der Jahre das ganze zu verarbeiten und zu vergessen.

      Freggerla

      Freggerla schrieb:

      Tja, gibts doch noch jemand der sich an Voccawind erinnert. Ich wollte es eigentlich vergesssen, aber was man dort erlebte vergißt man nie mehr. Ich kenn die Zellen am Gangende, ich kenne den Steinbruch und die Firma Gaudlitz in Coburg. Aber wen ich nie im Leben vergessen werde sind Vater und Sohn Plietsch.
      Muss leider eingestehen, dass ich nicht gerade ein Mustersohn war aber Voccawind habe ich weiß Gott nicht verdient, aber so ist das Leben nun mal und Voccawind war mir eine Lehre. Achso, wann ich dort war: 65-67, vielleicht findet einer den Weg hierher, wäre schon mal interessant zu wissen was aus den anderen so alles geworden ist.
      Was ich aber nicht vergessen bzw "wegmachen" kann sind die Narben die geblieben sind, auf der Seele.

      Freggerla
      voccawind war die hölle ich war 5 jahre da die zellen kannte ich sehr gut die plietsch vater und sohn hatten uns für den knast vorbereitet ich werde und kann diese zeit nie vergessen ich habe zuviele narben am körper

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      hallo freggerla,
      ja auch ich war in dieser hölle die haben jetzt ein heim für behinderte kinder daraus gemacht
      ich kann mich noch erinnern als der erzieher den namen weis ich leider nicht mehr uns mit dem karabiner schussfertig in den schacht führte für einen cbm sand gab es 20 pfennig für einen cbm stein 30 pfennig.
      die zellen kenne ich sehr gut hatte einen privatvertrag mit denen.
      kannst du dich noch daran erinnern an die boxkämpfe im fernsehraum das war die perverse ader von den plitsch.
      diese zeit werde ich nie vergessen und wünsche mir von ganzen herzen das diese beiden ihre gerechte strafe erhalten was sie uns angetan haben.
      gruss wolfi

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      Mc Killroy schrieb:

      Hallo ihr ehemaligen Voccawindler, seit Jahren versuche ich Kontakt mit ehemaligen Zöglingen aufzunehmen, die, so wie ich 1965, im Erziehungsheim der Inneren Mission auf dem Zeilberg gelandet sind. Voccawind wurde damals für elf Monate mein "Zuhause". Gerne würde ich mich mit Leidgenossen aus dieser Zeit austauschen.
      Auch mir gehts wie den meisten der Ehemaligen "Heimkinder", mir fällt es schwer, den Steinbruch und die damaligen Zustände im Heim zu vergessen. Wenn sich jemand an den kleinen, schmächtigen Kerl aus München erinnert, der anfangs nicht die kleinsten Brocken in die Loren wuchten konnte, so soll er sich doch bitte bei Mc Killroy melden. Ich habe als "Aufarbeitung" einige Zeilen niedergeschrieben. Diese lasse ich dir dann gerne zukommen.

      hallo ich kann mich sehr gut an dich erinnern, wir waren in dieser hölle doch immer zusammen

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      die hölle von voccawind

      hallo ehemalige voccawindler,

      ich war 4,5jahre da und es war die hölle mit einem kinderheim hatte dies nichts zu tun besser ausgesprochen wäre es wenn man straflager genannt hätte.
      im winter bevor wir in den steinbruch geschafft wurden,sind wir eingekleidet worden mit uniformen von russen und amerikanern wir sahen aus wie das letzte aufgebot von adolf bewacht wurden wir von einem erzieher der einen karabiner schussbereit mitführte.
      vergessen kann man dies nie vorallem die plietsch haben sich an uns bereichert hoffentlich erhielten diese ihre gerechte strafe.
      gruss wolfi




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      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch.

      .
      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      QUELLE: das seit April 2019 leider nicht mehr existierende HEIMKINDER-FORUM.DE wo ich diesbezüglich, u.a., mal berichtet hatte:
      »„
      Voccawind“ / „Heim Voccawind“ – auch Ortschaft Voccawind“, im Haßbergkreis, zwischen den Orten Maroldsweisach und Todtenweisach gelegen, in Franken, in Bayern


      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Maroldsweisach :

      Maroldsweisach ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Haßberge in Bayern.“


      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Voccawind :

      Maroldsweisach, Bayern.
      1948 errichtete die Innere Mission ein Erziehungsheim auf dem Zeilberg, das 1954 erweitert wurde und bis in die 1970er Jahre bestand. Es hatte etwa 50 Plätze für Jugendliche ab 14 Jahren. Diese mussten unter anderem im Basaltsteinbruch arbeiten.


      GOOGLE-SUCHE mit Suchstrang: "Basaltsteinbruch"+"Maroldsweisach"+"Voccawind" :

      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Zeilberg_(Itz-Baunach-H%C3%BCgelland) :

      Kurzer Text !Foto !Landkarte !Genaue Lage !


      QUELLE: BR - Bayerischer Rundfunk ( 11.12.2018, 19:30 Uhr ) @ https://www.br.de/nachrichten/bayern/steinbruch-will-weitere-60-meter-tief-basalt-brechen,RBtY2L1 :

      »Steinbruch will weitere 60 Meter tief Basalt brechen

      50 weitere Jahre und 60 Meter tief wollen die Hartsteinwerke Bayern-Mitteldeutschland im
      Steinbruch bei Maroldsweisach auf dem Zeilberg Basalt brechen. Einen entsprechenden Antrag stellte der Betreiber beim Markt Maroldsweisach im Landkreis Haßberge


      QUELLE: BR - Bayerischer Rundfunk @ https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zeit-fuer-bayern/bayerische-heimkinder-nachkriegszeit-100.html :

      »Misshandelt und ausgenutzt

      Heimkinder in der Nachkriegszeit

      „Misshandelt und ausgenutzt? Bayerische Heimkinder in der Nachkriegszeit“ stellt die Lebensgeschichten verschiedener ehemaliger Heimkinder dar. Es geht um Gewalt und Missbrauch, um Erniedrigung und Zwang. Beate Posch belegt das mithilfe von Akten und den bewegenden Zeugnissen von Betroffenen.“

      Von: Beate Posch --- Stand: 13.01.2013«


      QUELLE: BR - Bayerischer Rundfunk @ https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zeit-fuer-bayern/bayerische-heimkinder-nachkriegszeit-100.html :

      Im Heim Voccawind nahe dem unterfränkischen Maroldsweisach haben die Jugendlichen sogar im Steinbruch gearbeitet. Zum Beispiel Peter Dittrich. Ins Heim kam er, weil sein Stiefvater ihn los haben wollte. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür musste er dann jahrelang im Steinbruch arbeitenohne Lohn ohne dass Rentenbeiträge eingezahlt worden wären. Nur durch die Arbeit der Heimkinder konnten viele Heime finanziell überleben. Wegen der niedrigen Pflegesätze waren sie auf die Arbeit der Kinder angewiesen.“


      .
      Misshandelt und ausgenutzt? - Heimkinder in Bayern ( 13.01.2013 )

      [ QUELLE: BR - Bayerischer Rundfunkvon Beate Posch @ DOWNLOAD/manuscript-heimkinder-bayern-100.pdf ( Format: PDF Größe: 239,95 KB; ingesamt 30 Seiten ) ] :

      [ MEINE AUSZÜGE BESCHRÄNKEN SICH AUF ZU DIESEM THEMA RELEVANTE ZITATE : ]

      [ AUF SEITE 2: ]

      »Stationssprecher/in:
      Aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Jugendheimstätte Faßoldshof der Inneren Mission aus dem Jahr 1955.

      [ …FOLGENDE ABRECHNUNGEN HIER NUR MAL ALS EIN BEISPIEL VON ERTRÄGEN DER DAMALIGEN HEIMBETREIBUNG GENERELL… ]

      Zitatoren:
      „Erträge aus dem Kiesabbau – 17.842,32 D-Mark. …
      Erträge aus Produktion / Werkstätten und Gärtnerei – 143.244,53 D-Mark
      Erträge aus dem Ackerbau – 35.492,03 D-Mark
      Erträge aus der Tierhaltung – 68.878,42 D-Mark
      Einnahmen für Kost und Wohnung und andere Sachbezüge – 23.862,47 DMark Verpflegekostenerträge zusammen – 368.387,94 D-Mark. …
      Gewinn aus außerbetrieblichen Einnahmen – 28.739,41
      Sammlungen und Kollekten – 585,21 D-Mark“«

      [ ……… ]

      [ AUF SEITE 6: ]

      »Stationssprecher:
      Auszug aus dem Verzeichnis der Heime für Kinder und Jugendliche in Bayern, erstellt vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren. Nach dem Stand vom 1. Oktober 1954.«

      »Zitator:
      Erziehungsheim Voccawind, Landkreis Ebern. Träger des Heimes: Innere Mission Bamberg e.V., aufgenommen werden männliche (Jugendliche) im Alter von 14-21 Jahren. … Bemerkungen: Beschäftigung in Steinbrucharbeiten.“«

      »Stationssprecher:
      Aus einem vertraulichen Schreiben nach einer Besichtigungsfahrt des Stadtrats zum[/b]
      Erziehungsheim Voccawind

      »Zitatorin:
      „Um die Wohnbaracke ist ein Holzzaun geführt mit einem offenen Türchen nach außen. Die beiden scharfen Hunde sind außen angehängt, sie sind aber gut Freund mit den Jungen und würden keine Flucht hindern.
      Die Unterbringung der Jungen ist allerdings denkbar primitiv, ein Aufenthaltsraum, in den man von außen her als erstes tritt, dahinter ein Schlafsaal mit Doppelbetten und ein weiterer solcher unter dem Dach, dazu ein Waschraum mit Waschrinne ist alles.“«

      »Erzählerin:
      Einer der Buben, der in
      Voccawind war, ist Thomas Hartmann. In Wahrheit heißt er anders, er will aber seinen Namen lieber nicht sagen. Ein weiteres ehemaliges Heimkind aus Voccawind sagt nach mehreren Gesprächen ab – der Sohn möchte nicht, dass sein Vater mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit geht. Bis in die zweite Generation reicht also offenbar das von den Betroffenen empfundene Stigma, dort Heimkind gewesen zu sein. Beide Männer berichten von unerträglichen Zuständen, härtester Arbeit im Steinbruch und massiver Gewalt. Beide vergleichen das Heim mit einem[/b] KZ. Beide sind der Meinung, dass mindestens einer ihrer – sie nennen sie Aufseherein ehemaliges Mitglied der SS im Nazi-Regime war

      »6. ZSP: Ich bekam lauter so billige Arbeitsklamotten, früh wecken, ein sehr großer Schlafsaal mit cirka 60 Betten. Ein riesen Waschraum, so ein Trog war des mit lauter Wasserleitungen und früh ging es dann in den
      Steinbruch. Und da mussten wir jeden Tag arbeiten. Das waren manchmal 30 Grad Wärme. Zum Trinken bekamen wir eine große Blechkanne, diese alten Milchkannen, die es früher beim Bauern gab, da Wasser drin, mit Essig und etwas Zucker. Da ham dann 40 Zöglinge rausgetrunken aus dieser Blechtasse. Was mich am meisten verrückt gemacht hat, es kam niemand vom Jugendamt, ich wurde nie gehört, dass irgendjemand mal kam, warum bist du überhaupt in Voccawind. Ich hab es nicht gewusst, warum. Und ich hab auch nicht gewagt, dagegen anzugehen. Ich hab mich mit dem Schicksal abgefunden, dass ich in diese Hölle geraten bin.«

      [ ……… ]

      [ AUF SEITE 12: ]

      »Von Lehre konnte im
      Heim Voccawind bei Maroldsweisach keine Rede sein. Auch gab es keine Heimberufsschule. Zwar steht die im Heimverzeichnis, doch keiner der Jugendlichen hat sie je von innen gesehen. Thomas Hartmann zumindest kann sich an nichts dergleichen erinnern. Er hatte seine Schulausbildung schon abgeschlossen, als er Voccawind kam. Trotz eines Fachabiturs musste er Steine schlagen. Thomas Hartmann kam[/color] Voccawind, weil er als Ausreißer galt. Das ging schnell, damals. Insbesondere in Bayern, sagt Historiker Uwe Kaminsky.«

      [ ……… ]

      [ AUF SEITE 13: ]

      »Thomas Hartmann ist ausgerissen. Erst weg von seinem prügelnden Vater, dann weg aus dem Waisenhaus in Nürnberg – auch da wegen unerträglichen Zustände, denen er ausgesetzt war. Mehrmaliges Ausreißen war in den Nachkriegsjahrzehnten bei Vielen der Grund, weshalb sie in ein Heim für Schwererziehbare gekommen sind. Beispiel Birkeneck: Dort sind im Jahr 1969 mit über 200 Fällen die meisten der Jugendlichen wegen Streunens eingewiesen worden. Viele der ehemaligen
      Heimbewohner Voccawinds haben eine solche Geschichte hinter sich, und fast alle sind zuvor vor prügelnden Vätern, Stiefvätern, Müttern, Erziehern oder sonstigen Aufsichtspersonen geflohen. Voccawind erwartete sie schließlich der Steinbruch. keine Schule, keine Ausbildung, keine Erziehung

      »Das gab es nicht. Das ist eine Frechheit. Das ist weder eine Ausbildungsmöglichkeit, gar nichts gab. Das ist eine Lüge sondersgleichen. Es gab weder eine Berufsschule, noch ist jemand zur Schule gegangen noch eine Weiterbildung,
      die einzige Arbeit, die Zwangsarbeit war der Steinbruch. Es hatte niemand eine Möglichkeit, eine Weiterbildung, eine Lehre zu machen. Das stimmt nicht.«

      [ ……… ]

      [ AUF SEITE 18: ]

      »Zitatorin:
      Diese – aus heutiger Sicht sehr bedenkliche – [ Heimfinanzierung ] „Mischfinanzierung“ war üblich, bekannt und wurde auch von den öffentlichen Trägern gefordert und durch niedrige Tagessätze erzwungen. … Dabei wurden auch
      Arbeiten für externe Firmen und Betriebe (auch landwirtschaftliche Kleinbetriebe) [ AUF SEITE 19: ] durchgeführt. Diese Arbeit wurde teilweise in den Heimen und teilweise in den Betrieben erbracht. Wiederholt kam für diese Firmen und Betriebe in den letzten Jahren der Verdacht der unangemessenen Bereicherung an der Arbeit der Heimkinder auf. In den Fällen, in denen Erkenntnisse über die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Firmen und Betrieben vorliegen, zeichnet sich jedoch ab, dass die externen Firmen geringe Stundenlöhne (oder Sachleistungen …) an das Heim abgeführt haben und dass dann wiederum das Heim diese Gelder einbehalten oder nur zu geringen Teilen an die Jugendlichen weitergegeben hat. Der finanzielle Vorteil lag also auch hier bei den Heimen bzw der öffentlichen Hand …

      Erzählerin:

      Heimalltag war Arbeitsalltag. Egal, wie jung oder alt die Kinder waren. Den Heimen blieb oft gar nichts anderes übrig. Die Fürsorgesätze waren niedrig, zu niedrig. Damit konnten die laufenden Kosten nicht gedeckt werden. Und so kam es, dass die Mädchen und Buben sehr häufig für ihren eigenen Lebensunterhalt aufkommen mussten. Die Heimkinder mussten kochen und putzen, auf dem Feld Kartoffeln klauben, wurden an Landwirte der Umgebung ausgeliehen oder – wie in Voccawind bei Maroldsweisach - auch an Firmen, die einen Steinbruch betrieben. Das Geld blieb beim Heim. Selten gab es ein kleines Taschengeld. Statt in die Schule zu gehen, hat Elmar Reinhard seine ganze Kindheit und Jugend gearbeitetab einem Alter von acht oder neun Jahren

      [ ……… ]

      [ AUF SEITE 23: ]

      »Zu dem
      Heim in Voccawind existieren nur noch Akten von einzelnen Jugendlichen – aber keine Bilanzen oder ähnliches. Klar ist, das zeigt ja schon der Eintrag im Heimregister, dass die Jugendlichen im Steinbruch arbeiten mussten. Eine harte Arbeit, enormer Drill, schwere Verletzungen sind an der Tagesordnung. Thomas Hartmann leidet bis heute unter dieser Zeit:

      Das ging früh um sieben gleich mal los. Dann mussten wir im
      Steinbruch, das war eine große Wand, die war zig Meter hoch. Da gingen Gleise rein und da mussten wir vom Hauptgleis die Lore, den Hund reinschieben und ham dann am Schacht mit Schaufel und Gabel große Basaltbrocken mussten wir hochstemmen und in die Lore reinschmeißen. Es war eine Schinderei sondergleichen. Und ich war damals sehr schmächtig. Wir mussten acht Wagen schaffen am Tag. Und wer die nicht schaffte, musste anschließend nach Feierabend in den Bunker. Der Bunker nannte sich deswegen Bunker, weil es war unterirdisch. Das Heim war am Berg Voccawind, das Zöglingsheim. Und gegenüber war der Steinbruch. Ging eine große Seilbahn runter auch wieder mit Loren, nur am Bahnhof von Voccawind war der Steinbrecher der große. Da wurde der Basalt richtig verarbeitet. Da musste ich dann bis um zehn abends noch mal vier Stunden die Lore durch die Gegend schieben in die Gondel.«

      [ ……… ]

      [ AUF SEITE 29: ]

      »Auch Thomas Hartmann kann die schlimmste Zeit seines Lebens nicht vergessen. Bis heute hat er körperliche Probleme wegen der
      schweren Arbeit im Steinbruch von Voccawind

      .

      Beschlagwortet mit Tags/Labels:
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      .
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      Verrückt. Auch dort waren wir bereits. Wenige Jahre nach dem Mauerfall etwa 1994/5 verbrachten wir die Zeit über Weihnachten bis weit über Sylvester in Altenstein 1 oder 2 km oberhalb von Maroldsweisach an der Burgruine gelegen, von der man die ganze Gegend gut sah. Bis tief ins Fränkische und nach Norden nur 7 km weiter lag schon wieder Thüringen im früheren Osten. Die Veste Coburg war auch nur etwa 18 km weiter nach Osten gelegen entfernt. Wir machten also genau dort wo die Boys Jahrzente früher geschuftet haben und misshandelt wurden Urlaub. Etwa 12 Tage.

      Die Gegend besteht tatsächlich aus ehem. Granitwänden und viel Wald. Wir sind dort viel im Schnee gewandert, exakt in der Gegend. Man kriegt fast eine Gänsehaut. Die Schicksale derer, die dort jahrelang verbringen mussten, kann man sich in dieser ziemlich abgelegenen Lage zu dieser Zeit nach dem Krieg vorstellen. Teils abgelegene Gehöfte, keiner sah etwas und wusste nichts. Schlimme Zeiten für diejenigen, die sich hoffentlich doch noch später ein halbwegs gutes Leben haben aufbauen können. Wo Andere also Urlaub machten in so einer schönen Gegend, ich wusste damals nichts. Woher auch. Ihre Schicksale standen schliesslich in keinen Reiseprospekten...
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel
      Ich wollte letzte Nacht noch ergänzt haben aber dann brach mal wieder das Netz zusammen; oben vom Altenstein bei Maroldsweisach konnte man sehr gut aus unserem Fenster auch in Thüringen an der Landesgrenze zu Bayern die Heldburg sehen. Die Burg diente zu DDR Zeiten als Kinderheim. Das weiss sicherlich unser Thüringer im Forum. Als wir damals in Altenstein Urlaub machten, schauten wir uns natürlich auch diese Burg an und erfuhren das nebenbei, dass es als Kinderheim diente. Später berichtete man darüber in einem MDR Fernsehbeitrag. Ich wusste zumindest das schon zuvor. Eine eindrucksvolle Anlage. Sie sollte man gesehen haben, ebenso wie die Veste Coburg in Coburg/Franken.

      Wieso interessierten mich immer Burgen? Wahrscheinlich weil ich in einem der beiden früheren Heime in Eilenburg war, was sich bekanntlich vom Wort Eule ableitet.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch

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      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      .
      [ ……… ]

      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Voccawind :
      Maroldsweisach, Bayern.
      1948 errichtete die Innere Mission ein Erziehungsheim auf dem Zeilberg, das 1954 erweitert wurde und bis in die 1970er Jahre bestand. Es hatte etwa 50 Plätze für Jugendliche ab 14 Jahren. Diese mussten unter anderem im Basaltsteinbruch arbeiten.

      [ ……… ]

      .

      Mir persönlich geht es momentan hier in diesem Thread hauptsächlich darum zweifelsfrei darzulegen and zu dokumentieren, dass diese evangelische Fürsorgehölle der Inneren Mission / Diakonie "Voccawind" mit Basaltsteinbruchtatsächlich drei Jahrzehnte lang an dem von mir angegebern OrtOrt der Abgelegenheit auf dem Zeilberg im Haßbergkreis bei Maroldsweisachin Unterfranken, in Bayern, existierte, und darum genau darzulegen wo diese abgelegene Stelle war und wie es dort aussah und was dort abging, damit auch diese Fürsorgehölle nicht wieder völlig in Vergessenheit gerät.

      Der vor einiger Zeit schon im KINDER-HEIM.DE-Forum anwesende Boardnutzer »Wolfi« schrieb am 15.03.2014, um 09:47 Uhr dort folgenden längeren Text, worin er auch den ebenso schon mal dort am 22.06.2011, um 22:26 Uhr anwesenden Boardnutzer »Freggerla« und den ebenso schon mal dort am 10.06.2012, um 20:18 Uhr anwesenden Boardnutzer »Mc Killroy« zitierte. Alle drei ex-Voccawindler berichteten also schon vor einigen Jahren – einzeln und unabhängig von einander – ziemlich detailliert über das damalige bundesrepublikanische Arbeitserziehunglager der Inneren Mission / Diakonie "Voccawind" auf dem Zeilberg, mit dem ihm angeschlossenen Basaltsteinbruch :

      wolfi schrieb:

      Freggerla schrieb:

      .
      Tja, gibts doch noch jemand der sich an Voccawind erinnert? Ich wollte es eigentlich vergesssen, aber was man dort erlebte vergißt man nie mehr. Ich kenn die Zellen am Gangende [der Wohnbaracke (?)]; ich kenne den [Basalt]Steinbruch und [ich kenne] die Firma Gaudlitz in Coburg [ für die wir im Steinbruch haben arbeiteten müssen - MM ]. Aber wen ich nie im Leben vergessen werde sind Vater und Sohn Plietsch [ Aufseherpaar ! ].
      [], wann ich dort war: 65-67, [ d.h.
      in den Jahren 1965 bis 1967 ! ] []
      Was ich aber nicht vergessen bzw "wegmachen" kann sind die Narben die geblieben sind, auf der Seele.

      »
      Freggerla«

      .

      [ »Wolfi« : ]

      Voccawind war die Hölle. Ich war 5 Jahre da. Die Zellen kannte ich sehr gut. Die Plietsch Vater und Sohn [ Aufseherpaar ! ]. hatten uns für den Knast vorbereitet. Ich werde und kann diese Zeit nie vergessen. Ich habe zuviele Narben am Körper.


      -----------------------------------------------------------------------------------

      [ »Wolfi« : ]

      Hallo »
      Freggerla«,
      Ja
      auch ich war in dieser Hölle. Die haben jetzt ein Heim für Behinderte Kinder daraus gemacht.
      Ich kann mich noch erinnern als der Erzieher, den Namen weiß ich leider nicht mehr, uns mit dem Karabiner schussfertig in den [Steinbruch]Schacht führte.
      [ ………]
      Die Zellen kenne ich sehr gut; hatte einen Privatvertrag mit denen.
      Kannst du dich noch daran erinnern an die Boxkämpfe im Fernsehraum; das war die perverse Ader von den Plietsch [
      Aufseherpaar ! ] Diese Zeit werde ich nie vergessen und wünsche mir von ganzen Herzen, dass diese beiden ihre gerechte Strafe erhalten [für das] was sie uns angetan haben.

      Gruss »
      Wolfi«


      -----------------------------------------------------------------------------------

      Mc Killroy schrieb:

      .
      Hallo ihr ehemaligen Voccawindler, seit Jahren versuche ich Kontakt mit ehemaligen Zöglingen aufzunehmen, die, so wie ich 1965, im Erziehungsheim der Inneren Mission auf dem Zeilberg gelandet sind. Voccawind wurde damals für elf Monate mein "Zuhause". Gerne würde ich mich mit Leidgenossen aus dieser Zeit austauschen.
      Auch mir gehts wie den meisten der Ehemaligen "Heimkinder", mir fällt es schwer, den [
      Basalt]Steinbruch und die damaligen Zustände im Heim zu vergessen. Wenn sich jemand an den kleinen, schmächtigen Kerl aus München erinnert, der anfangs nicht die kleinsten Brocken [Basalt] in die Loren wuchten konnte, so soll er sich doch bitte bei Mc Killroy melden. Ich habe als "Aufarbeitung" einige Zeilen niedergeschrieben. Diese lasse ich dir dann gerne zukommen.

      .


      [ »Wolfi« : ]

      Hallo, ich kann mich sehr gut an dich erinnern, wir waren in dieser Hölle doch immer zusammen.

      -----------------------------------------------------------------------------------

      [ »Wolfi« : ]

      Die Hölle von Voccawind

      Hallo ehemalige Voccawindler,

      ich war 4½ Jahre da und es war die Hölle. Mit einem Kinderheim hatte dies nichts zu tun. Besser ausgesprochen wäre es wenn man [es] Straflager genannt hätte.
      Im Winter,
      bevor wir in den Steinbruch geschafft wurden, sind wir eingekleidet worden mit Uniformen von Russen und Amerikanern. Wir sahen aus wie das letzte Aufgebot von Adolf. Bewacht wurden wir von einem Erzieher der einen Karabiner schussbereit mitführte.
      Vergessen kann man dies nie. Vor allem die Plietsch [ Vater und Sohn
      Aufseherpaar ! ] haben sich an uns bereichert. Hoffentlich erhielten diese ihre gerechte Strafe.

      Gruss »
      Wolfi«

      .

      .
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch.

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      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      .
      [ ……… ]

      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Voccawind :
      Maroldsweisach, Bayern.
      1948 errichtete die Innere Mission ein Erziehungsheim auf dem Zeilberg, das 1954 erweitert wurde und bis in die 1970er Jahre bestand. Es hatte etwa 50 Plätze für Jugendliche ab 14 Jahren. Diese mussten unter anderem im Basaltsteinbruch arbeiten.

      [ ……… ]

      .

      QUELLE: inFranken.de GmbH & Co KG ( 11.06.2010 ) @ https://www.infranken.de/regional/hassberge/Als-Kinder-schufteten-wie-die-Erwachsenen;art217,728615 ( Kurzer meinerseitiger Auszug aus einem etwas längeren Artikel zum Thema „Heimkinder-Zwangsarbeit“ / „Zwang zur Arbeit“ ) :

      .
      LANDKREIS HASSBERGE

      Welttag gegen Kinderarbeit


      Als Kinder schufteten wie die Erwachsenen

      Der 12. Juni ist der "Welttag gegen Kinderarbeit". Heute sind Kinder in der Bundesrepublik vor der Ausbeutung als Arbeiter geschützt. Das war nicht immer so. []

      [ ……… ]

      Nach dem letzten Krieg gab es Arbeitserziehungslager für Kinder und Jugendliche. Bei Voccawind war in den frühen 50er-Jahren ein Erziehungsheim, das bis zu 50 schwer erziehbare Jugendliche ab 14 Jahre durch Arbeit zu bessern versuchte. Tagsüber mussten die "Zöglinge" im Steinbruch Kipploren mit Steinen und Erde beladen und wegtransportieren.

      [ ……… ]

      .

      QUELLE: ZEIT ( 06.12.1968 ) @ https://www.zeit.de/1968/49/nachricht-aus-dem-minenland/komplettansicht :

      MEINERSEITIGE ZUSAMMENFASSUNG des Inhalts eines westdeutschen Zeitungsartikels über
      eine Flucht eines Insassen aus dem damaligen bundesrepublikanischen Arbeitserziehungslager "Voccawind" : Fürsorgezögling Günter Oppermann nach Flucht aus der Fürsorgeeinrichtung / Erziehungseinrichtung der Inneren Mission / Diakonie "Voccawind" in Richtung Ostzone in einem Minenfeld an der nahegelegenen Zonnengrenze zwischen Bayern und Thüringen schwer verletzt (Entfernung vom Heim / Basaltsteinbruch nur ungefähr 7 km). Es handelt sich hier also um eine Flucht aus der „Bundesrepublik“ ( „Demokratie“ / „Rechtsstaat“ ) in die „Deutsche Demokratische Republik“ ( „Diktatur“ / „Unrechtsstaat“ ) !!


      Heutige Heim-Einrichtung der Diakonie für Schulkinder in Intensivbetreuung in "Voccawind" :
      Siehe @
      https://www.ealev.de/voccawind und @ https://www.ealev.de/impressum

      .
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

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      Interessant, weil auch das sich mit dem deckt, wie ich diese Gegend 1994/95 kennengelernt habe und letzte Nacht habe ich mich geografisch noch einmal hinein"gearbeitet", mir nochmals die Kartenlage genau angeschaut und dabei einen klitzekleinen Irrtum meinerseits nach den Jahren ausmachen müssen. Maroldsweisach liegt tatsächlich vom Altenstein, wo wie 12 Tage verbrachten, nicht nur 1-2 km entfernt, sondern doch etwa 5, 6 km. Dazwischen liegt Pfaffendorf, von dem Altenstein mit der bekannten Burgruine nur 1, 2 km entfernt liegt. Dort feierten wir Sylvester. In Maroldsweisach Weihnachten. An der Sache ändert es nichts.

      Beim Suchen gestern fand man auch den Keilberg mit dem Steinbruch und den Basaltwänden, alles in Sichtweite der Landesgrenze nach Norden zur Thüringen in Blickrichtung zur Heldburg gelegen und jetzt kommts, was ich eigentlich ergänzen will. Das ist natürlich das Spannende, denn als ich ab 1969 ins Heim kam, war bereits ein Junge, dessen Eltern aus der alten B.R.D./Westdeutschland in die DDR übergesiedelt sind. Wir waren erst 11, 12, 13 J. alt und so konnte ich auch nichts Konkretes erfahren, was genau der Grund dafür war. Wir sprachen ja nicht viel miteinander, nur dann, wenn man es durfte. Was ich jedoch erfahren hatte, er war schon zuvor in einem anderen Heim und er erzählte nichts Gutes. Er war aber einer der wenigen Freunde in meiner Gruppe, der mich nach der Heimentlassung in Berlin suchte, mich aber nicht ausfindig machen konnten. Wir waren damals schon 16 und aus dem Heim raus. Er begann eine Ausbildung in Berlin und war derjenige, der mich wiederfand und zwar auf imheim.de, mit dem ich mich nach so langer Zeit austauschen konnte. Er schickte Bilder, ich ihm welche und was ich nie begriffen habe, wieso zogen Menschen aus der alten B.R.D. in die ehemalige DDR? Was war dort so gut? :/
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

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      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch.

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      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      Ein diesbezüglicher Bericht aus einer deutschsprachigen belgischen Zeitung:

      Grenz-Echo

      NACHRICHTEN AUS ALLER WELT

      QUELLE: http://remote.grenzecho.net/epaper/grenzecho/1968/12/02.pdf :

      .
      Grenz-Echo
      und
      ST. VITHA ZEITUNG
      Die einzige Tageszeitung der belgischen Ostgebiete

      41. Jahrgang ----- Nr. 279

      Montag, 2. Dezember 1968

      [ SEITE 2 ]


      Heimweh nach der Grossmutter in der DDR
      Minenopfer inzwischen ausser Lebensgefahr

      Seesen / Harz. - Aus Heimweh nach seiner Grossmutter in der DDR und aus Unzufriedenheit mit den Verhältnissen im Erziehungsheim [ "Voccawind" ] wollte nach Angaben seines Vaters der 16jährige Günter Oppermann über die Zonengrenze in die DDR gehen. Der Junge war dabei durch eine Mine schwer verletzt worden.

      Nach einem Besuch bei seinem Sohn im Krankenhaus Sonneberg in der DDR sagte der 44 Jahre alte kriegsbeschädigte Schneider Günter Oppermann gestern nachmittag in Seesen: »
      Günter hat sich in dem Heim wie ein Sträfling gefühlt«. Der Junge habe Weihnachten bei der Grossmutter in Tangermünde bei Stendal verbringen wollen. Der 16-jährige. dessen Eltern geschieden sind, war seit dem 8. November in einem Erziehungsheim in Bayern.

      Wie der Vater bestätigte, ist sein Sohn inzwischen ausser Lebensgefahr. Ihm sei der rechte Unterschenkel eine Handbreit unterhalb des Knies amputiert worden. Er habe auch Verletzungen am Arm und am linken Oberschenkel. Der Junge liege in einem Einzelzirnmer und habe Blumen und Geschenke erhalten.

      Eine halbe Stunde mit dem Sohn gesprochen

      Der Vater berichtete er habe am Samstag eine halbe Stunde mit seinem Sohn gesprochen. Der Arzt und mehrere Offiziere der »Nationalen Volksarmeee« seien dem Gespräch zugegen gewesen. Beim Zonen-Grenzübertritt am Eisenbahngrenzübergang Probstzella sei er von den Beamten herzlich aufgenommen worden. Nach Oppermanns Angaben wird der Verletzte im Krankenhaus ausserordentlich fürsorglich betreut.

      .

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

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      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch.

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      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      Das in 1948 eröffnete bundesrepublikanische Arbeitserziehungslager / Straflager "Voccawind" mit Basaltsteinbruch wurde dann schlussendlich (an unbekantem Datum) irgendwann in den 1970er Jahren geschlossen und darauffolgend

      in
      eine Art diakonische Kneipe und Restaurant / Urlaubsziel und -Sehenswürdigkeit für Touristen UMFUNKTIONIERT (anscheinend aber erst in 2004).

      Man kann
      da jetzt sogar als Tourist „Steinbruchwanderungen“ unternehmen. Außerdem hat man die Möglichkeit der Zimmerbuchung und kann zu günstigen Preisen bei absoluter Ruhe dort, an diesem Ort der formaligen Zwangsarbeit, Urlaub machen.

      Desweiteren wurde
      die unmittelbare Gegend / Grund und Boden und und möglicherweise auch etwaige weiterhin existierende Gebäude wo sich damals diese diakonische Erziehungseinrichtung befand soweit sich diese(r) im Besitz der Inneren Mission / Diakonie befand oder Zusätzliches gepachtet oder erworben werden konnte(n) und Neubauten hinzugefügt wurden, genutzt um diverse andere gewinnbringende Geschäftsunternehmen dort zu etablieren.

      BIERGARTEN - https://www.gpsies.com/map.do?fileId=ieurmblaemepkmal

      VOCCAWIND - https://www.gpsies.com/map.do?fileId=fxvvxotcuxwxzniv

      HIER EIN FOTO UND EINE GUTE BESCHREIBUNG DER JETZIGEN DORTIGEN FAZILITÄTEN (2018/2019) - https://www.mainpost.de/regional/hassberge/Biergarten-am-Zeilberg-Ein-Edelstein-mitten-im-Basalt;art513833,10040975

      Genaue diesbezügliche historische Details für den Zeitraum 1945 bis 1979 und 1980 bis 2004 jedoch sind nur der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche bekannt und bleiben der Öffentlichkeit weitgehend verborgen und unzugänglich.

      Durch meinerseitige intensive Recherchen im Internet war nur folgendes festzustellen und in Erfahrung zu bringen:


      QUELLE: https://www.dasoertliche.de/?id=0226091223403437429191_39&recuid=HBZT6GPEZA3VCESTTCVKVGFZH3P3X7VCZQ3L7E6XZCCLN4J4AI&action=58&pagePos=1&dar=5&kw=Altenpflege+und&form_name=detail&lastFormName=search_nat&wntHit=0&recFrom=1&hitno=24&orderby=name&ttforderby=rel&buc=226&showbuc=0&verlNr=122&page=78&context=11#serialAnchor_40 :

      [
      Diakonie ] Biergarten auf dem Zeilberg mit Partyservice
      Voccawind 45
      96047
      Maroldsweisach - Voccawind
      Telefon: (0 95 32) 92 27-0


      QUELLE: https://www.heimplatz-deutschland.de/bayern/wohnheim-fuer-menschen-mit-geistiger-und-mehrfacher-behinderung/haus-auf-dem-zeilberg-maroldsweisach.html :
      Bayern - Wohnheim für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung
      [ Diakonie ] Haus auf dem Zeilberg
      Voccawind
      45
      96047
      Maroldsweisach
      Tel: 09532/92270


      https://www.bezirk-unterfranken.de/m_12147
      [ Diakonie ] [ Restaurant Diakonie ]Zeilberger Integrationsprojekt“ (ZIP)
      Voccawind 45
      96126
      Maroldsweisach
      Tel.: 0 95 32 / 92 27 0
      Fax: 0 95 32 / 92 27 27

      a.wolfer@dwbf.de
      https://www.dwbf.de
      ca. 27 Plätze
      Träger:
      Diakonisches Werk Bamberg Forchheim e. V.
      Postfach 1268
      96003 Bamberg


      https://www.total-lokal.de/pdf/96126.pdf
      Pflegeheim des Diakonischen Werkes
      Voccawind Nr. 45
      Tel.: 0 95 32/9 22 70
      „Haus auf dem
      Zeilberg
      Fax 0 95 32/92 27-27


      Siehe auch [ Diakonie ] [ Restaurant Diakonie ] @ https://www.online-tischreservierung.de/restaurant/index/Bayern/Maroldsweisach/Italienisch/pyv45fmh5p/Biergarten+auf+dem+Zeilberg :

      DiakonieBamberg ForchheimBayern
      https://www.dwbf.de/zeilberger-integrationsprojekt/ :


      .
      Im Zeilberger Integrationsprojekt finden psychisch kranke Menschen im nördlichen Landkreis Haßberge mit Ebern, Maroldsweisach und Haßfurt niederschwellige Beschäftigungs- und Zuverdienstmöglichkeiten, die durch fachgerechte Anleitung und individuell angepasste Rahmenbedingungen Sicherheit geben und als eigene Belastungserprobung oft ein erster Schritt in Richtung sinnstiftender und bezahlter Arbeit sind.

      Bereich Gastronomie
      Zuverdienstprojekte sind zum Beispiel im
      Bereich Gastronomie, Biergarten, Catering und Partyservice möglich. Hier liegen die Schwerpunkte bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und in der Zubereitung, dem Transport und der Verteilung von Speisen – sowohl in der eigenen Gastronomie als auch zu externen Kunden. Einsatzorte für diesen Bereich sind der Biergarten und die Küche im Haus auf dem Zeilberg.

      .

      DER DORTIGE TEXT IST NOCH VIEL, VIEL UMFANGREICHER. Wer mehr wissen möchte siehe selbst im Original.

      Und siehe auch, wie schon einmal zuvor erwähnt, @ https://hilfe.diakonie.de/hilfe-vor-ort/einrichtung/haus-auf-dem-zeilberg-zeilberger-integrationsprojekte-96126-maroldsweisach :

      Weitere Heim-Einrichtung der Diakonie für Schulkinder in Intensivbetreuung in "Voccawind" :
      Siehe @
      https://www.ealev.de/voccawind und @ https://www.ealev.de/impressum

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

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      Willkommen im Kapitalismus. Das nennt man Erinnerungskultur und Bewahrung par excellance. Sightseeing dort wo andere litten. Aber auch das gibt es bereits. Gruselurlaub und Schnupperübernachtungen für Hardcore Fans in Gefängnissen. Es wurde alles schon angeboten. Wenn es doch dem Kommerz dient, tun wir alles, wenn es Märkte dafür gibt. Jetzt muss man nur noch seine Skrupel ablegen und sich dort einquartieren lassen, wo sie geschunden wurden. Vielleicht in einer Steinbruchlore?
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch.

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      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      Nach nochmaliger genauerer meinerseitiger Überprüfung habe ich seither gefunden in QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Voccawind ( „Diese Seite wurde zuletzt am 28. Juni 2019 um 00:00 Uhr bearbeitet.“ ) :

      .
      Das Straßendorf ["Voccawind"] liegt im nordöstlichen Teil des Landkreises Haßberge im oberen Weisachgrund am südlichen Fuß des Zeilbergs [ im unterfränkischen BAYERN ]. Durch den Ort ["Voccawind"] führt die Bundesstraße 279 von Breitengüßbach [ Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg in BAYERN ] nach Bad Neustadt an der Saale [ in NORDBAYERN ]. Eine Straße verbindet Voccawind [ in BAYERN ] mit Marbach [Maroldsweisach] [Marbach ist ein Ortsteil des unterfränkischen Marktes Maroldsweisach im Landkreis Haßberge] [ ebenso in BAYERN ].“
      [
      WEITERE QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Marbach_(Maroldsweisach) ]

      [ ……… ]

      Im Jahr 1900 zählte die Landgemeinde, bestehend aus dem Dorf
      ["Voccawind"] und [der] Voccawindermühle, 151 Einwohner, von denen 127 evangelisch waren, und 29 Wohngebäude. Die zuständige evangelisch-lutherische Pfarrei war im 1,5 Kilometer entfernten Maroldsweisach, die katholische Pfarrei im 8,0 Kilometer entfernten Pfarrweisach und die katholische Schule im 1,5 Kilometer entfernten Geroldswind. 1925 zählte das Dorf 152 Personen in 29 Wohngebäuden.

      1950 standen in dem Dorf 35 Wohngebäude mit 251 Einwohnern. Im Jahr 1970 zählte Voccawind 213, 1987 einschließlich Voccawindermühle 200 Einwohner sowie 41 Wohnhäuser mit 48 Wohnungen. Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Ebern in der Gebietsreform aufgelöst und Voccawind kam zum neuen Haßberg-Kreis. Am 1. Mai 1978 folgte die Eingliederung der Gemeinde nach Maroldsweisach.

      Freiherr Johann von Schrottenberg verpachtete Anfang des 20. Jahrhunderts 90 Hektar auf dem
      Zeilberg an die Bayerische Hartstein AG für den Abbau von Basalt. Das Basaltwerk zählte Mitte der 1910er Jahre 120 Mitarbeiter. Ende der 1940er Jahre produzierte der Betrieb täglich 1000 Tonnen Schotter, der größtenteils über die 1897 eröffnete Bahnstrecke Breitengüßbach-Maroldsweisach abtransportiert wurde. Dazu bestand am Bahnhof [ Maroldsweisach ] ein Schotterwerk, das über eine Seilbahn mit dem [ Voccawind ] [Basalt]Steinbruch verbunden war. 1979 wurde der [Basalt]Abbau eingestellt.
      1948 errichtete die Innere Mission ein Erziehungsheim auf dem Zeilberg, das 1954 erweitert wurde und bis in die 1970er Jahre bestand. Es hatte etwa 50 Plätze für Jugendliche ab 14 Jahren. Diese mussten unter anderem im Basaltsteinbruch arbeiten..

      .

      "Voccawind" mit seinem Basaltsteinbruch war also eines der am längsten bestehen bleibenden Arbeitserziehungslager für männliche jugendliche Zwangsarbeiter im Alter von 14 bis 21 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland ( „Westdeutschland“ / „Rechtsstaat“ / „Demokratie“ ), das nach dem dem Zweiten Weltkrieg von der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche eingerichtet worden war und von 1948 bis 1979 in Betrieb und in Benutzung blieb !!
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      Das ist irgendwie schon wieder schizophren - Arbeitserziehungslager im Namen des Herrn/der Diakonie. Hätte der Herr, also der Jesus, auch so ein Lager betrieben? Ich weiß, ich bin frech und betreibe selber Studien. Meine ergaben in diesen Tagen, dass der Zeilberg mit den Basaltwänden ein 16.000.000 Jahre alter erloschener Vulkan ist. Beim Lesen mancher Geschichten von früher müsste man eigentlich auch explodieren. Fast schämt man sich schon, es besser gehabt zu haben. Man wünscht denen, die dort lebten und nicht vergessen können, dass ihr Leid nicht vergessen wird. Entschuldigen kann man nichts mehr.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch.

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      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      Noch gibt es keine Antworten zu den vielen Fragen, die hier noch zu stellen, und zu beantworten, wären; zum Beispiel auch diese Fragen:

      „Beute“ kommt von „Ausbeutung“ – hier„Arbeitsausbeutung“ – in ganz großem Stil

      Wer profitierte hauptsächlich von diesem Basaltbrechen, -Abtragen, -Lorenladen, -Wegtransportieren dieser Basaltverwertung auf dem Zeilberg in Voccawind – , und wie und an wen wurde die von den jugendlichen Zwangsarbeitern in Voccawind durch Schwerstarbeit erarbeitete finanzielle Beute, über mehr als 30 Jahre hinweg (1948 bis 1979), verteilt ?? - The vast monetary gain over a period of more than 30 years ??

      Weil wir
      noch keine Antworten haben von der Inneren Mission / Diakonie / Evangelischen Kirche, zu allen unseren Fragen haben, nehmen wir einfach mal all das Folgende zum Vergleich:

      Die Nazis betrieben Steinbrüche mit Zwangsarbeitern in Deutschland für höchstens 12 Jahre (1933 bis 1945) !!

      Die Innere Mission / Diakonie / Evangelische Kirche – soweit wie wir bisher wissen – betrieb mindestens einen Steinbruch den Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweisach mit jugendlichen Zwangsarbeitern für mehr als 30 Jahre (1948 bis 1979) !!

      QUELLE
      : ZWANGSARBEITER : http://erinnernsuedniedersachsen.de/orte-a-c-adelebsen-3.html :


      .
      Im Basaltsteinbruch der Firma Wegener Bramburg mussten ab 1940 insgesamt mehrere hundert ausländische Arbeiter Schwerstarbeit verrichten, darunter zivile Zwangsarbeiter aus Polen, Belgien und der Sowjetunion. Nacheinander arbeiteten im Steinbruch darüber hinaus zunächst 40 französische, 80 sowjetische sowie schließlich 100 britische und französische Kriegsgefangene. Weitere rund 100 jüdische französische Zivilarbeiter wurden ebenso wie die Kriegsgefangenen gesondert untergebracht und bewacht. Gerade unter ihnen und unter den sowjetischen Kriegsgefangenen gab es mehrere Todesfälle aufgrund von Unterernährung. Zwei Belgier, die 1942 zu Strafzwecken in das Arbeitslager (AEL) Liebenau eingewiesen wurden, konnten von dort fliehen. Nach dem Krieg befand sich [ im Basaltsteinbruch ] auf der Bramburg für etwa ein Jahr ein englisches Lager mit ca. 100 deutschen Kriegsgefangenen.

      Im Steinbruch Grefenburg bei Barterode beschäftigten die Hannoverschen Basaltwerke teils nacheinander 20-50 tschechische, 25 polnische und 24 französische ZivilarbeiterInnen sowie rund 40 englische und 40 sowjetische Kriegsgefangene. Ein Lager befand sich im ehemaligen Logiehaus. Im Januar 1942 wurde ein sowjetischer Gefangener wegen „Widerstandes“ von der Wehrmachtswache erschossen.

      Ganz stark profitierten auch die kommunalen Basaltwerke Niedersachsen bei Güntersen im Steinbruch am Backenberg vom Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter. Zwischen Ende 1939 und der Stillegung im Jahr 1942 handelte es sich hauptsächlich um (teils nacheinander) rund 65 polnische, 2 tschechische, 4 flämische und mindestens 25 belgische Zivilarbeiter, außerdem 29 belgische und bis zu 83 sowjetische Kriegsgefangene. Ein entsprechendes Barackenlager befand sich direkt auf dem Gelände. Ein sowjetischer Kriegsgefangener wurde 1941 „auf der Flucht“ erschossen. Anteilseigner der Basaltwerke Niedersachsen waren u.a. die umliegenden damaligen Landkreise. Interessant ist, dass hier bereits im April 1939 ukrainische und tschechische Arbeiter unter fragwürdigen Bedingungen eingesetzt worden waren.

      Ein weiteres Lager im zweiten Stock einer Gastwirtschaft in Güntersen umfasste 60-80 „Ostarbeiter“, die
      für die Firma Mannesmann in der Region unter Bewachung Ausschachtungsarbeiten für eine Ferngasleitung erledigen mussten. Aus diesem Lager sind körperliche Misshandlungen und Fluchtversuche überliefert. „Uns wurden keine Firmen, kein Auftraggeber genannt. Wir waren Sklaven ohne Rechte. Uns konnten sie schlagen und hungern lassen.“ (1) Das mobile Arbeitskommando kam 1942 aus Bühren (Dransfeld) und wurde im darauffolgenden Jahr weiter Richtung Harste (Bovenden) verlegt.

      (1) So Nikolai Timofejewitsch, zitiert in: Siedbürger 2005, 328.

      .

      Basaltsteinbruch auch in Thüringen ( Arbeitserziehungslager )
      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Gleichberg

      BasaltsteinbruchArbeit auf dem Steinbruch ( freiwillige Steinbrucharbeit für beste Bezahlung auf dem freien Arbeitsmarkt zu Nachkriegszeiten ! )
      QUELLE: WIKI @ http://wiki-goettingen.de/index.php/Arbeit_auf_dem_Steinbruch

      BasaltsteinbruchHartsteinwerk Werdenfels
      QUELLE: WIKIPEDIA @ https://de.wikipedia.org/wiki/Hartsteinwerk_Werdenfels
      „Das Hartsteinwerk Werdenfels war ein Steinbruch am Langen Köchel im Murnauer Moos bei Eschenlohe nördlich des Werdenfelser Lands. Der 1930 gegründete und 2000 aufgelassene Betrieb war zeitweise der wichtigste Lieferant von Bahn- und Straßenschotter in Südbayern.

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

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