Kinderheim Maroldsweisach Voccawind

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      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch.

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      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweissach in den unterfränkischen Haßbergen, in Bayern (1948-1979)

      Basaltsteinbruch der Erste Bayerische Basaltstein-AG (EBAG)

      Mit Hilfe von einem schon von mir zuvor genannten deutschen Staatsbürger ansässig in Deutschland, habe ich auch noch folgende Information zu Herrn Direktor Karl Kürschner a.k.a. Karl Kirschner in Erfahrung bringen können,

      und zwar aus folgendem deutschen Wirtschaftsarchiv:


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      DIGITALISIERUNG DER PRESSEARCHIVE VON HWWA UND IFW

      Pressemappe 20. Jahrhundert

      HINWEISE ZUR SUCHE IM PERSONENARCHIV

      Die Mappen enthalten Presseausschnitte zu Personen des öffentlichen Lebens, etwa von Politikern, Wirtschaftsführern, Wissenschaftlern, Staatsmännern, Vertretern des Militärs, des Adels, der Kirchen usw., Künstler wie Maler, Musiker, Dichter, Schriftsteller etc.

      Die Suche erfolgt über den Nachnamen. Im Zweifel decken Synonyme unterschiedliche Schreibweisen ab.

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      QUELLE: http://webopac.hwwa.de/PresseMappe20/PM20.cfm?qt=052122&CFID=33262600&CFTOKEN=58582323 .

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      DIGITALISIERUNG DER PRESSEARCHIVE VON HWWA UND IFW

      Pressemappe 20. Jahrhundert

      IMPRESSUM

      Name und Anschrift
      ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
      Standort Hamburg
      Neuer Jungfernstieg 21
      D-20347 Hamburg
      Tel.: (040) 428 34 - 0
      Fax: (040) 428 34 - 450

      Vertretungsberechtigte Person
      Prof. Dr. Klaus Tochtermann (Direktor der ZBW)
      Tel.: (0431) 8814 - 333 und
      Tel.: (040) 428 34 - 351

      Leitung Pressemappe 20. Jahrhundert
      Joachim Neubert
      Tel: (040) 428 34 - 234

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      QUELLE: http://webopac.hwwa.de/PresseMappe20/docs/impressum.cfm?CFID=33263828&CFTOKEN=34048115 .

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      DIGITALISIERUNG DER PRESSEARCHIVE VON HWWA UND IFW

      Pressemappe 20. Jahrhundert

      Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv

      Erste Bayerische Basaltstein-Aktiengesellschaft in Steinmühle (1880-2003)

      Sitz der Institution: Steinmühle, Mitterteich // EN: Steinmühle
      Übergeordnet: Bayern // Higher Level: Bavaria
      Typ der Institution: Unternehmen // EN: Company
      Mappen Nachfolger: Basalt-Actien-Gesellschaft
      Branche: SEC-05020 Industrie der Steine und Erden // EN: Nonmetallic Minerals Industry;
      .08.11 Gewinnung von Naturwerksteinen und Natursteinen, Kalk- und Gipsstein, Kreide und Schiefer //
      EN: Quarrying of ornamental and building stone, limestone, gypsum, chalk and slate
      Archivbestand: Presseartikel: // EN: Article: 1941-1943,1965-1997;
      Geschäftsbericht: //
      EN: Company report: 1977-1996

      Firmensignatur: 2DE-E.0118; alt: A 10 E 118
      Identnummern: 07772 Mappen-Zitier-Link
      [
      http://webopac.hwwa.de/PresseMappe20E/Digiview_MID.cfm?mid=F007772 ];
      GND: 1701504-2GND [ Direkter kurzer Link zum diesbezüglichen KATALOG DER DEUTSCHEN NATIONALBIBLIOTHEK:
      https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&cqlMode=true&query=nid%3D1701504-2 ]
      über die Institution: 4 Grafische Textdateien [ JPEG Doc 0001 – JPEG Doc 0004 ]
      [ JPEG Doc 00004 aber läuft in Leere ! ]

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      QUELLE: http://webopac.hwwa.de/PresseMappe20E/Digiview_MID.cfm?mid=F007772 .

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      Pressemappe 20. Jahrhundert

      Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv

      Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger (Berlin)
      Dokument: Nr. 131
      Datum: 9. Juni 1940

      JPEG Doc 00001

      GESCHÄFTSBERICHT [ Dieser Geschäftsbericht umfasst nur eine Seite ! ]

      [b]Erste Bayerische Basaltstein-Aktiengesellschaft in Steinmühle (1880-2003)

      61. Ordentlichen Hauptversammlung
      Datum: Steinmühle, 10. Mai 1941
      Unterzeichnet: Der Vorstand: Sudhoff. [ u. ] Kirschner. [ a.k.a. [
      Karl] Kürschner ]
      Bilanz zum 31. Dezember 1940
      [ Für alle detaillierten Einzelheiten siehe das
      ORIGINAL ]

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      QUELLE: http://webopac.hwwa.de/PresseMappe20E/Digiview_MID.cfm?mid=F007772 .

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      DIGITALISIERUNG DER PRESSEARCHIVE VON HWWA UND IFW

      Pressemappe 20. Jahrhundert

      Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv
      Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger (Berlin)

      Dokument: Nr. 96
      Datum: 26. April 1942

      JPEG Doc 00002

      GESCHÄFTSBERICHT [ Dieser Geschäftsbericht umfasst insgesamt 2 Seiten ! ]

      Erste Bayerische Basaltstein-Aktiengesellschaft in Steinmühle (1880-2003)
      62. Ordentlichen Hauptversammlung
      Datum: Steinmühle, 20. April 1942
      Unterzeichnet: Der Vorstand: Sudhoff. [ u. ] Kirschner. [ a.k.a. [
      Karl] Kürschner ]
      Bilanz zum 31. Dezember 1941
      [ Für alle detaillierten Einzelheiten siehe das
      ORIGINAL ]

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      QUELLE: http://webopac.hwwa.de/PresseMappe20E/Digiview_MID.cfm?mid=F007772 .

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      DIGITALISIERUNG DER PRESSEARCHIVE VON HWWA UND IFW

      Pressemappe 20. Jahrhundert

      Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv
      Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger (Berlin)

      Dokument: Kölnische Zeitung Nr. 417/18
      Datum: 18. August 1942

      JPEG Doc 00003


      Erste Bayerische Basalt AG in Steinmühle (Oberpfalz).
      Im Jahr 1941 ist der Absatz abermals zurückgegangen. Das AK wurde um 50% auf 750.000 RM erhöht und die erforderlichen Beträge durch Erhöhung der Anlagewerte um 144.000 RM und Auflösung der freien Rücklage (126.000 RM) gewonnen. Für 1941 ergibt sich ein Verlust von 47.833 RM, der sich um den Gewinnvortrag 41.270 RM ermäßigt und vorgetragen wird.
      [ Dies entspricht der vollständigen diesbezüglichen Angaben in diesem
      HINWEIS ! ]

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      QUELLE: http://webopac.hwwa.de/PresseMappe20E/Digiview_MID.cfm?mid=F007772 .

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      Direktor Karl Kirschner a.k.a. Direktor Karl Kürschner war also auch schon „Vorstand“ und „Großaktionär“ der Erste Bayerische Basaltstein-AG (EBAG) im Dritten Reich und auch während des 2. Weltkrieges wie aus diesbetreffenden Geschäftsberichten hervorgeht, zu einer Zeit wo man noch fremdländische Zwangsarbeiter – insbesondere Polen, Russen und Ukrainer – in seinen Steinbrüchen, und auch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Morroldsweissach in den unterfränkinkischen Haßbergen, in Bayern, einsetzte, wo viele von ihnen unheimliche Leiden erlitten und einige von ihnen auch ihr Leben verloren.

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      #endlichEntschaedigung
      #Schadensersatz
      #compensationnow
      #AlmosenNeinDanke
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
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      Beitrag von „Martin MITCHELL“ ()

      Dieser Beitrag wurde von „Johnny“ aus folgendem Grund gelöscht: Auf Wunsch des Autors gelöscht ().

      Noch so eine ev. Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch.

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      ● Noch so eine evangelische Fürsorgehölle – "Voccawind" mit Steinbruch für die jugendlichen Zwangsarbeiter.

      Basaltsteinbruch auf dem Zeilberg in Voccawind bei Maroldsweissach in den unterfränkischen Haßbergen, in Bayern (1948-1979)

      Basaltsteinbruch der Erste Bayerische Basaltstein- AG (EBAG) / Bayerische Hartstein-Industrie AG

      Es schadet auch nicht sich auch mal das ORIGINAL selbst anzusehen @ https://www.veh-ev.eu/voccawind-ii/. Hier handelt es sich um die Vereinswebseite des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. (VEH e.V.) :

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      NOVEMBER 20, 2020 VON HEIDI D.

      Voccawind II

      Der Basaltsteinbruch und das Heim – Hintergrund

      Wir haben kürzlich einen sehr interessanten Artikel bekommen, der die Geschichte der Steinbrüche im allgemeinen und des Basaltsteinbruches Maroldsweisach bei Haßbergen im Unterfränkischen im besonderen sehr gut beleuchtet und einsichtig macht. Wir dokumentieren ihn hier, weil er eine gute Ergänzung zur der Erzählung von Willi Hammer darstellt, der als Jugendlicher einige schreckliche Jahre dort verbringen musste [ Siehe »VOCCAWIND, MAROLDSWEISACH« @ https://www.veh-ev.eu/voccawind-maroldsweisach/ sowohl wie auch @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1848#p1848 und @ http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/viewtopic.php?p=1849#p1849, und an vielen anderen Stellen im Internet ] und wir bedanken uns bei dem Autoren Fritz Linow für die Überlassung seines Artikels.

      [ HISTORISCHE BLEISTIFT-ZEICHNUNG: „Steinbruch Heilbronn, 1935“ ]

      Fritz Linow

      Um nochmal einen weiteren Blick auf das Problem zu werfen, warum Heimkinder bis in die 70er im Steinbruch schuften mussten:

      Es geht um Baustoffe, – in diesem Fall um Basalt –, die für die Industrialisierung unerlässlich sind, insbesondere Straßenbau, zumindest früher. Ohne Straßen keine Autos und ohne Autos keine Straßen. Dasselbe gilt für den Eisenbahnbau. Steinbrüche hängen unmittelbar mit dem Aufschwung des Kapitalismus zusammen, stehen aber nicht so im Rampenlicht wie große Industriebetriebe, weil man sich diese Steinbrüche eben nicht aussuchen kann, wo sie stehen sollen. Sie sind weit verstreut und meistens am Arsch der Welt.

      Die Ausbeutung der Steinbrüche war kostenintensiv, weil Gleisanlagen, Schotterwerke und pipapo erstmal errichtet werden mussten. Gleichzeitig brauchte man Arbeiter, die am Arsch der Welt nicht so ohne weiteres zu finden waren.

      [ HISTORISCHES FOTO: „Basaltsteinbruch am Motzküppel, 1914“ ]

      Innerhalb dieser verstreuten Baustoffindustrie gab es ein Hauen und Stechen unter den Unternehmern, gleichwohl gab es aber auch immer eine Zusammenarbeit und auch Kartelle. Ein Gewinner der fortschreitenden Monopolisierung ist unter anderem das verschwiegene Familienunternehmen Werhahn, eine der reichsten Familien in Deutschland und seit einiger Zeit auch 100%iger Besitzer des Steinbruchs Voccawind. Niemand hat den Familienclan Werhahn so richtig auf dem Schirm, wenn es nicht gerade um die Beziehungen zu Adenauer geht. Ein Sohn von Werhahn hatte sich mit einer Adenauertochter verheiratet und der langjährige Familienminister unter Adenauer war vorher im Basaltgeschäft von Werhahn tätig. Nicht umsonst entstand 1932 die erste Autobahn zwischen Bonn und Köln, als Adenauer dort Bürgermeister war.

      Man kann in der Baustoffindustrie gute und verlässliche Geschäfte machen.

      Nach dem zweiten Weltkrieg war alles zerstört und Baustoff war nötiger denn je. Für die Produktion von Baustoff gab es aber an manchen Orten keine Arbeiter mehr, weil diese sich auch noch um die Landwirtschaft kümmern mussten, soweit sie nicht gefallen waren und es keine Zwangsarbeiter mehr gab. Die Baustoffindustrie wurde in Bayern als Problemindustrie definiert, und um die Arbeit im Steinbruch attraktiver zu machen, erlaubten die Amerikaner noch vor der Währungsreform eine Lohnerhöhung auf ca. 100 Pfennig die Stunde. Dabei war der Lohn auch nach Ortsklasse gestaffelt. Eigentlich waren zu diesem Zeitpunkt höhere Löhne verboten. Den ersten Manteltarifvertrag für Bayern gab es 1952, und die damaligen Lohntabellen wären ein Maßstab, was den Jugendlichen in Voccawind und wohl auch anderswo eigentlich zugestanden hätte.

      [ FOTO: „Basaltsteinbruch Marolsweisach“ ]

      Die Innere Mission Bamberg, also Diakonie, kam also ganz schnell auf die Idee, in unmittelbarer Nähe des Steinbruchs und am Ende der Welt ein „Erziehungsheim“ zu errichten, weil mit diesem Geschäftsmodell gutes Geld verdient werden konnte. Jugendliche durften Sklavenarbeit machen, mussten aber nicht nach den gültigen Löhnen bezahlt werden. Der Gewinn floss in der Hände der Diakonie einerseits und der Ausbeuterbetriebe andererseits. Ein Geschäftsmodell, dass in vielen Einrichtungen auch heute noch funktioniert.

      Ein direkter Profiteur des evangelischen Erziehungswesen waren die Bayerische Hartstein-Industrie Aktiengesellschaft, bzw. die Erste Bayerische Basaltstein-AG Steinmühle, deren Geschäftsberichte nähere Aufschlüsse geben könnten. Diese sind unter anderem im Bayrischen Wirtschaftsarchiv der IHK Bayern hinterlegt, vermutlich auch anderswo, zum Beispiel Uni Regensburg.

      [ ABBILDUNG: „Aktie der Ersten Bayerische Basaltstein-AG Steinmühle“ ]

      Letztendlich ist es eine Frage des vermeintlichen Eigentums: Der Kackadlige Freiherr Johann von Schrottenberg war aus unerfindlichen Gründen Besitzer dieses Steinbruchs und hat ihn an Arschlöcher verpachten dürfen. Die kackadligen Nachfahren von dieser ruhmlosen Dynastie betreiben nun ein Schlosshotel mit Golfanlage am „Stammsitz“ in Bamberg.

      Was macht eigentlich Robespierre so?

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      Es schadet auch nicht sich auch mal das ORIGINAL selbst anzusehen @ https://www.veh-ev.eu/voccawind-ii/ ( Alle Abbildungen wurden ebenso am 20.11.2020 diesem Text von Fritz Linow von Heidi Dettinger hinzugefügt. )

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      #compensationnow
      #AlmosenNeinDanke
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