Kinderheim Berlin Mariendorf

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    Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Leser.

      Kinderheim Berlin Mariendorf

      Wenn Du in dieser Einrichtung warst, kannst Du hier alles posten,
      an was Du Dich erinnerst
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      Ich war sehr lange dort (mit Unterbrechungen)

      Hallo,

      hier habe ich viel Zeit verbracht. Ich kann mich noch an einige Mitbewohner erinnern, allerdings fallen mir die Namen manchmal nicht mehr ein. Petra Herbst, Marina Daase + Schwester uvm. Ich muss so Anfang bis Mitte der 70er Jahre dort gewesen sein.

      Ich erinnere mich an die Heimleiterin Frau Dürr, an diverse "Tanten" Irmi, Lieselotte, Irma - alles damals schon ältere Frauen. Herr Enge(l?)mann war der einzige männliche Erzieher und soweit ich mich erinnere stellvertretender Heimleiter.

      Wer mag mit mir Erinnerungen austauschen? Gerne auch per PN.

      Liebe Grüße Moicke

      kinderheim "mariendorf" mariendorfer weg

      ich war von baby an bis zum alter von 9 jahren in diesem kinderheim.
      es war grausam .nicht nur schläge und misshandlungen nein auch nächtelanges im hemdchen barfuss im feuchtem keller stehen war normal ;( .und vieles mehr .wer hat noch bilder von diesem kinderheim.
      Hallo angeleisi,

      wann warst du denn in diesem Heim? Du meinst das am Mariendorfer Damm mit den Steinbären im Garten und dem Park mit dem See nebendran?

      Ich bekomme evtl demnächst Material von diesem Heim. Ich war dort in den 70er Jahren. Vielleicht kennen wir uns ja?

      Habe gerade mal in dein Profil geschaut... da du 1954 geboren bist und bis zu deinem 9. Lebensjahr in diesem Heim warst, kennen wir uns wohl nicht. Schade!

      Aber ich melde mich, falls ich Bilder von diesem Heim bekomme. Willst du Bilder von dem Gebäude oder Bilder aus deiner Heimzeit dort?
      Nochwas vergessen:

      Das Gebäude steht noch. Eine Zeit lang Ende der 80er Jahre war das dann ein Kindergarten. Was da heute drin ist und ob überhaupt, weiß ich nicht.

      Falls du noch in Berlin wohnst, dann kannst du da ja einfach mal vorbei gehen. Auf google streetview kann man nicht viel erkennen, weil von der Strasse aus erst der Garten kommt und das Haus ca. 50m hinter der Strasse steht. Vorne ist ne Menge Grünzeug, das die Sicht versperrt.
      So, hier dann mal ein paar Fotos. Leider ist von vorne zuviel Grünzeug, um das Haus sehen zu können. Die Hinteransicht ist besser. Soweit ich das sehen kann, ist das Haus bis auf diese Metallwendeltreppe unverändert.

      Auf der anderen Kurzseite zu dem seitlichen Garten hin ist über dem damaligen Speisesaal eine große Terasse, an die ich mich nicht erinnern kann. Der Raum über dem Speisesaal war damals zumindest der vierte Gruppenraum. Unten waren drei weitere Gruppenräume und oben gab es dann 3 Schlafsäle (schreibt man das so?). Egal...

      *edit*--------------------------------------------------------------------------------------------------------

      Ach ja, es ist heute immer noch ein Kindergarten. Spielgeräte gabe es damals übrigens nicht hinter dem Haus. Vor dem Haus gab es eine Schaukel, ansonsten hatten wir Büsche und den Blümelteich nebenan, den man durch ein Loch im Zaun immer erreichen konnte. Ich bin da mal eingebrochen im Winter (in den See ^^ ). GsD war der nicht tief - ging mir damals bis zum Knie :D . Aus dem zweiten oder dritten Fenster über dem Kellergeschoss (Hinteransicht) bin ich auch mal rausgeflogen. Bin weich auf der Wiese gelandet. Jetzt scheint da Beton zu sein *autsch*.


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      Ich schreibe hier mal noch ein paar Dinge über das Heim:

      1967 war lt. dem Graubuch Berlin die Heimleiterin eine Getraut Schwanenberg. Zu meiner Zeit war es eine Frau Dürr.
      Das Heim hielt 72 Plätze für Kinder von 3-15 Jahren vor. Träger war die Stadt Berlin.

      Die Namen in Beitrag #2 kann ich aus meiner Erinnerung bestätigen.

      Ich erinnere mich an einen Mitbewohner Faruk. Er hatte Kinderlähmung, weswegen sein eines Bein verkürzt war. Er trug auf diesem Bein immer eine Schiene, damit er laufen konnte. Er spielte gern Tischtennis auf der Terasse, wo im Sommer immer eine Tischtennisplatte stand.

      Einmal bekamen wir an einem Weihnachten Besuch von amerikanischen Soldaten. Tempelhof gehörte anscheinend zum amerikanischen Sektor. Wir wurden alle von diesen Amis beschenkt. Ich bekam eine Kette mit einem kleinen silbernen Würfel daran und war darüber gar nicht erfreut. Ich habe so lange geweint, bis mir jemand meine Kette gegen eine Puppe tauschte. Dann war es wohl wieder gut.

      Einige Male waren wir mit dem Heim verreist. Einmal waren wir in einem Schullandheim irgendwo in Deutschland. Ich kann mich erinnern, dass wir Blaubeeren gesammelt haben und die dann auch mit Genuss und gaanz viel Zucker gefuttert haben.

      Wir sind auch mal mit dem Flieger nach Holland geflogen für einen Tagesausflug. Ich weiß nicht mehr, was wir in Holland gemacht haben, aber dass ich im Flieger die Kotztüte brauchte, das weiß ich noch...

      Während ich in diesem Heim war, gab es eine ältere Erzieherin, die wir alle Frau Ziegenhain oder Ziegenhein (irgendwie schwirrt mir auch der Name Zielinsky im Kopf rum...) nannten. Alle anderen Erzieherinnen nannten wir Tante und dann den Namen, bei dieser aber nicht. Eines Tages kam Frau Ziegenhain nicht mehr und man sagte uns, dass sie gestorben sei.

      Wir hatten ein ausländisches Geschwisterpärchen bei uns - ich glaube Belgin und Erkan. Erkan war krank und nächtigte deswegen im Gruppenraum anstatt in den Schlafsälen. Eines Morgens war er nicht mehr da. Unter vorgehaltener Hand erzählte man, dass er gestorben sei. Etwas Offizielles dazu haben wir nie gehört. Mich würde interessieren, ob dieser Junge tatsächlich gestorben ist und falls ja, woran er starb. Vielleicht finde ich das ja noch raus.

      Die Namen von einem weiteren Geschwisterpaar waren Marina und Monika Meier, Maier, Mayer oder Meyer ^^. Marina war etwas fülliger und hatte blondgelockte Haare. An Monika, die Jüngere, kann ich mich nicht so recht erinnern.

      Ich hatte noch viel mehr Erinnerungen aufgeschrieben, aber leider war plötzlich der Text weg und nur ein Teil war übrig. Also schreibe ich irgendwann mal eine Fortsetzung. Vielleicht weckt das ja bei dem ein oder anderen aber auch schon weitere Erinnerungen.
      Hallo alle miteinander. Ich bin am 01.Februar 1967 in dieses Heim gekommen, nachdem ich zuvor im Hauptkinderheim Ruhleben und lange Zeit im Wedding, im Paul Gerhard Stift verbracht habe. Ich habe in Mariendorf eine gute Zeit gehabt. Das wäre zu Hause nie möglich gewesen.
      Ob Tante Lieselotte, Tante Irmgard, Tante Elfi, Tante Karin der der Onkel Peter, an alle habe ich nur gute Erinnerungen. Selbst der Hausmeister, Herr Funfer, ruft viele Erinnerungen hervor.
      Besonders die Sommerreisen, sogar bis nach Italien, sind wunderschöne Erinnerungen.
      Schläge oder massive Bestrafungen sind mir nicht bekannt.
      Da hast du aber Glück gehabt. Berlin war schon immer etwas anders und weniger rigoros den Menschen gegenüber. Wahrscheinlich trug auch die Insellage der Stadt dazu bei. Ich bin gerade schon wieder dabei, zu ergründen, weswegen es dort so war, wie du beschreibst. Schließlich sind das doch schon mal positive Enblicke in sonst weniger positiv zu vermeldende aus dieser Zeit.

      Wenn ich mir vorstelle, dass ich in Ostberlin aufwuchs und in vielleicht nicht einmnal 5 km Luftlinie lebte, dann ist das schon wiederum alles sehr merkwürdig. Komischerweise kam auch ich nur 2 Jahre später in ein Heim, das nicht in Berlin ansässig war. Üblicherweise war es dort Usus, Kinder möglichst weit weg zu bringen, weg von ihrer Heimat, so dass auch nur wenig Gedanken einer Flucht aufkommen sollten.

      Bei mir hatte das den Vorteil. Ich durfte eine neue Mundart kennenlernen und erlernte sie sehr schnell, so dass man mich nach der Entlassung in der Heimat ausfragte, wo ich denn war und was das für ein Dialekt wäre usw. usf. Berliner waren ja schon immer sehr offen für Neues und reisefreudig auch. Weltoffen sind sie sowieso.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel