Meine Suche nach den Heimakten / meine Akteneinsicht

    Es gibt 61 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von JW1HAL.

      Meine Suche nach den Heimakten / meine Akteneinsicht

      Da bei DE bei der Umstellung meine Beiträge völlig zerstückelt wurden, habe ich mich mal ran gesetzt, den Quelltext ausgelesen und meine Beiträge wieder so hergestellt und abgeändert, dass ich sie hier einstellen kann. Bezüge zu anderen Beiträgen habe ich dabei entfernt und stelle somit nur den Verlauf meiner Suche hier ein.

      Geschrieben am 09.07.2010, 14:17 Uhr

      Hi,

      da es bereits schon so viele Themen dazu gibt, weiß ich nicht so recht, wo ich mich dranhängen soll.
      Deshalb eröffne ich mal ein neues Thema, in dem ich meinen Weg dazu beschreiben möchte, um anderen User vielleicht ihre Suche dazu zu erleichtern oder auch allgemein dazu zu ermutigen.

      Nach der Suche hier im Forum und mehrere Anrufe beim Jugendamt in Halle habe ich mir nun die folgenden 4 E-Mail- und 7 Post-Adressen notiert:

      stal@archive.smi.sachsen.de
      STAC@archive.smi.sachsen.de
      Ministerbuero@sms.sachsen.de
      Landesjugendamt@slfs.sms.sachsen.de

      Dresden
      Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden, Archivstr. 14, 01097 Dresden
      Amt für Familie und Soziales Dresden, Gutzkowstraße 10, 01069 Dresden

      Leipzig
      Staatsarchiv Leipzig, Schongauer-Straße 1, 04328 Leipzig

      Berlin
      Bundesarchiv, Referat DDR 1, Finkensteinallee 63, 12203 Berlin

      Chemnitz
      Sächsisches Landesamt für Familie und Soziales, Sachgebiet Personal, Sachbearbeiterin Personal und Fortbildung, Elke Mayer, Reichsstraße 3, 09112 Chemnitz, Tel.: 0371 577 260
      Staatsarchiv Chemnitz, Außenstelle, Schulstr. 38, 09125 Chemnitz, tel. 0371-33479-0

      Halle
      Stadtteilzentrum, Zu Händen Frau Geiling, Radeweller Weg 14, 06128 Halle Saale, Tel.: 03451229817


      und schrieb da folgende Zeilen hin:

      [hide]
      Betreff: Akteneinsicht
      Halle, den 29.06.2010



      Sehr geehrte Damen und Herren,

      da ich mein gesamtes Leben, speziell meine Heimaufenthalte, aufarbeiten möchte, bitte ich um Einsicht in sämtliche Akten, die meinen Fall betreffen. Angaben zu meiner Person und den mir bekannten Daten zu den Heimaufenthalten finden sie auf der Rückseite.

      Falls meine Akten an eine andere Stelle weitergeleitet wurden, bitte ich sie mir alle Informationen zum einem zu den Akten selbst und zum anderen zum Verbleib der Akten zu geben, welche ihnen darüber bekannt sind, so dass ich mich mit Hilfe ihrer Angaben an die von ihnen benannte Stelle wenden kann.

      Für ihr Antwortschreiben notiere ich mir den 13.07.2010.


      Anlagen: Angaben zur Person und den Heimaufenthalten, siehe Rückseite (Seite 2)!




      Mit freundlichen Grüßen

      XXXXX
      ---------------------------------------------------------------------
      Die Rückseite (Seite 2)
      Angaben zur Person:

      Name: XXXXXX
      Geburtsdatum: XXXXXX
      Geburtsort: XXXXXX

      Eltern:
      Name des Vaters: XXXXXX
      Geburtsdatum des Vaters: XXXXXX

      Name der Mutter: XXXXXX, geb. XXXXX, danach XXXXX und XXXXX
      Geburtsdatum der Mutter: XXXXX

      Großeltern:
      Name der Großmutter: XXXXX, geb. XXXXX
      Geburtsdatum der Großmutter: XXXXX

      Name des Großvaters: XXXXX
      Geburtsdatum des Großvaters: XXXXX


      Angaben zu den Heimaufenthalten:

      Wohnanschriften:
      vor dem Heimaufenthalt: XXXXX Straße 14, 4020 Halle (Saale)
      XXXXX Straße 28, 4020 Halle (Saale)
      nach dem Heimaufenthalt: XXXXX Straße 38, 4020 Halle (Saale)

      Heimaufenthalte: bis 1973/1974 Dauerheim für Säuglinge und Kleinstkinder
      Oktober 1980 bis August 1981 (Krosigk)
      August 1981 bis Oktober 1984 (Eilenburg)

      Anschriften der Kinderheime:

      Kinderheim "Martha Brautsch", Am Turm 6, 06193 Krosigk
      Spezialkinderheim "Ernst Thälmann", Hallesche Straße 20, 04838 (7280) Eilenburg
      [/hide]


      Die Mail-Adressen:
      stal@archive.smi.sachsen.de
      STAC@archive.smi.sachsen.de

      gibt es nicht!

      <stal@archive.smi.sachsen.de>: 217.7.17.136_does_not_like_recipient./Remote_host_said:_550_User_unknown/Giving_up_on_217.7.17.136./
      <STAC@archive.smi.sachsen.de>: 217.7.17.137_does_not_like_recipient./Remote_host_said:_550_User_unknown/Giving_up_on_217.7.17.137./
      (User unbekannt!)

      Die Postadresse:
      Amt für Familie und Soziales Dresden, Gutzkowstraße 10, 01069 Dresden

      gibt es auch nicht! Brief kam mit dem Vermerk "Empfänger/Firma unter der angegebenen Anschrift nicht zu ermitteln", zurück!


      Folgende Mails erhielt ich bereits, die, denke ich, auch teilweise eine Antwort eines Briefes waren.
      [hide]
      Unser Zeichen: XXXXX
      Antrag auf Akteneinsicht
      Ihr Schreiben vom 29.06.2010
      Sehr geehrter Herr XXXXX,
      zu Ihrer Information möchten wir Ihnen mitteilen, dass im Staatsarchiv Leipzig die Anfragen in der Reihenfolge ihres Posteinganges bearbeitet werden. In der Regel dauert die Bearbeitung 3 bis 4 Wochen.
      Mit freundlichen Grüßen

      Christine Enderlein
      Sachbearbeiterin
      ________________________________________________________________________________________
      Sächsisches Staatsarchiv
      Staatsarchiv Leipzig
      Schongauer Straße 1 | 04328 Leipzig
      Telefon 0341 255-5526 | Fax 0341 255-5555
      christine.[email]enderlein@sta.smi.sachsen.de[/email] |Internet archiv.sachsen.de
      Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente.

      Aktensuche und Antrag auf Akteneinsicht

      Sehr geehrter Herr XXXXX,

      alle Unterlagen zu ehemaligen DDR-Heimen, welche beim Landesamt für Familie und Soziales - Abteilung Verwaltung waren, wurden nach Auflösung (Verwaltungsreform) dem Sächsischen Staatsarchiv in Dresden bzw. in Chemnitz zugeführt. Dementsprechend befinden sich beim Landesjugendamt keine Unterlagen/Altakten. In Ihrem Fall lag nur Eilenburg in diesem Zuständigkeitsbereich.

      Wenden Sie sich bitte an das Sächsische Staatsarchiv, Archivstraße 14 in 01097 Dresden bzw. Sächsisches Staatsarchiv Chemnitz, Schulstraße 38, 09125 Chemnitz.


      Mit freundlichen Grüßen
      Annerose Schindler
      Vertretung Sekretariat

      Telefon: +49 371 24081-101
      PC-Fax: +49 371 24081-198
      E-Mail: Grit.[email]Flache@lja.sms.sachsen.de[/email]

      Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
      Landesjugendamt
      Parkstraße 28
      09120 Chemnitz

      Telefon: (0371) 24081-100
      Fax: (0371) 24081-198 / (0371) 24081-199

      Kein Zugang für elektronisch signierte sowie
      verschlüsselte elektronische Dokumente.

      Sehr geehrter Herr XXXXX,

      ich möchte Ihnen auf Ihre Bitte wie folgt antworten:

      Die Fallakten befinden sich (sofern noch vorhanden und aufbewahrt) in der Zuständigkeit des Rechtsnachfolgers des damals zuständigen und einweisenden Referates Jugendhilfe. Sofern Sie damals in Halle gewohnt haben, müsste die Rechtsnachfolge das Jugendamt der Stadt Halle angetreten haben.

      Ebenso müssten Heimakten (sofern es keine Spezialkinderheime oder Jugendwerkhöfe waren) zu den von Ihnen benannten Heimen den Einzugsbereichen der damals zuständigen Referate Jugendhilfe und damit dem Rechtsnachfolger zugeordnet werden. Zum Dauerheim für Säuglinge machen Sie keine Ortsangaben und das Heim Krosigk ist uns nicht bekannt.
      Die vom Spezialkinderheim Eilenburg noch vorhandenen Unterlagen wurden nach der Wende vom Sächsischen Landesamt für Familie und Soziales übernommen und nach deren Auflösung nunmehr dem Sächsischen Staatsarchiv Dresden, in 0197 Dresden, Archivstrasse 14, übergeben.
      Telefonisch zu erreichen unter: 0351 8006152

      Heimakten insgesamt (zumindest gilt das für Sachsen) sind nur sehr unvollständig und in sehr unterschiedlicher Qualität (eher zum allgemeinen Heimbetrieb sowie Personalakten von Mitarbeitern, in der Regel keine Fallakten der Insassen) vorhanden und noch dazu an sehr unterschiedlichen Orten archiviert worden.

      Ich hoffe, Ihnen damit weiter geholfen zu haben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ursula Specht
      Leiterin

      Telefon: +49 371 24081-111
      PC-Fax: +49 35145100-54900
      E-Mail: Ursula.[email]Specht@lja.sms.sachsen.de[/email]

      Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
      Landesjugendamt
      Parkstraße 28
      09120 Chemnitz

      Telefon: (0371) 24081-100
      Fax: (0371) 24081-198 / (0371) 24081-199

      Kein Zugang für elektronisch signierte sowie
      verschlüsselte elektronische Dokumente.

      Sehr geehrter Herr XXXXX,
      Sie haben sich per E-Mail vom 30.06.2010 an das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gewandt und um Hilfe bei der Akteneinsicht zu Ihren früheren Heimaufenthalten gebeten.
      Hierzu teile ich Ihnen Folgendes mit:
      Viele Akten zu den in Heimen der ehemaligen DDR untergebrachten Kindern und Jugendlichen lagern inzwischen beim Bundesarchiv. Die Anschrift lautet:
      Bundesarchiv
      Referat DDR
      Finkensteinallee 63
      12203 Berlin
      Teilweise werden auch Unterlagen über Spezialkinderheime und Jugendwerkhöfe, die sich auf dem Gebiet der heutigen Landesdirektion Leipzig befunden haben, im
      Sächsischen Staatsarchiv
      Schongauer Str. 1
      04329 Leipzig,
      Tel.: 0341/ 255 5500
      aufbewahrt.
      Einige Landkreise bzw. kreisfreien Städte verfügen ebenfalls noch über Akten im Zusammenhang mit diesen Einrichtungen.
      Für die Zeit im Kinderheim Eilenburg können Sie sich mit Ihren persönlichen Angaben an die o. g. Archive bzw. an das zuständige Landratsamt, in Ihrem Fall das Jugendamt Nordsachsen, wenden.
      Um Auskunft über Ihren Aufenthalt im Kinderheim in Krosigk zu erhalten, wenden Sie sich bitte zunächst an das Ministerium für Gesundheit und Soziales in Sachsen-Anhalt. Die Anschrift lautet:
      Ministerium für Gesundheit und Soziales
      Turmschanzenstraße 25
      39114 Magdeburg
      Tel.: 0391/ 567-01
      Fax: 0391/ 567-4622
      Unser Haus selbst hat dazu keine Akten.
      Mit freundlichen Grüßen
      Eduard Gauggel
      Referatsleiter
      ___________________________________________________________________________

      SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR SOZIALES UND VERBRAUCHERSCHUTZ
      SAXON STATE MINISTRY OF SOCIAL AFFAIRS AND CONSUMER PROTECTION
      Referat 42 | Kinder und Jugendliche
      Albertstraße 10 | 01097 Dresden
      Tel.: +49 351 564-5742 | Fax: +49 351 564-5784 (Abt.)
      eduard.gauggel@sms.sachsen.de | sms.sachsen.de
      Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente.
      [/hide]
      Also schrieb ich noch nach Magdeburg meinen Brief.

      Es folgen nun noch die Briefe, welche ich erst noch etwas bearbeiten muss ... :)



      Geschrieben am 09.07.2010, 15:44 Uhr

      Hier noch die beiden Briefe, welche ich auf dem Postwege bekam.

      [hide][/hide]
      Also schrieb ich nochmal meinen Brief nach Magdeburg.

      [hide][/hide]
      Und hier schrieb ich noch einen nach Dresden.


      Ich werde dann immer mal hier posten, wie es weiter geht.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 12.07.2010, 14:29 Uhr

      So eben bekam ich die folgende Mail:
      [hide]
      Herrn
      XXXXX
      Ihr Schreiben vom 29.06.2010
      Akteneinsicht zu Heimaufenthalten

      Sehr geehrter Herr XXXXX,
      im Hauptstaatsarchiv in Dresden sind keine Unterlagen der von Ihnen genannten Heime überliefert. Das liegt in der Zuständigkeit der Archive begründet- ein Teil der von Ihnen genannten Heime (Halle, Krosigk) befindet sich in Sachsen- Anhalt.
      Wenden Sie sich wegen dieser Unterlagen bitte an das Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Postfach 4023, 39015 Magdeburg.
      Da das in Sachsen liegende Kinderheim Eilenburg im Territorium des damaligen Bezirkes Leipzig ansässig war, besteht für diese Unterlagen wiederum die Zuständigkeit des Staatsarchivs Leipzig (Schongauer Str. 1, 04329 Leipzig).
      Wir hoffen, Ihnen mit diesen Angaben Ansatzpunkte für Ihre weiteren Recherchen gegeben zu haben und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Nachforschungen
      Mit freundlichen Grüßen

      Regina Malek
      Referentin
      ________________________________________________________________________________________
      Sächsisches Staatsarchiv
      Hauptstaatsarchiv Dresden
      Marienallee 12 | 01099 Dresden
      Telefon 0351 8006-105 | Fax 0351 8021274
      regina.[email]malek@sta.smi.sachsen.de[/email] | archiv.sachsen.de
      Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente.
      [/hide]
      Also geht heute noch ein Brief an die Adresse "Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Postfach 4023, 39015 Magdeburg" raus. Leipzig hatte ich ja bereits angeschrieben und auch eine Antwort, ich solle noch warten, erhalten.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 13.07.2010, 22:12 Uhr

      Heute bekam ich um 09:51 Uhr einen Anruf von der Nummer +493915674541, wo mir Dame, welche mich gestern bereits schon vergeblich um 11:02 Uhr versucht hatte zu erreichen und deren Name ich jetzt auch gar nicht erfragt habe, von der Anschrift Ministerium für Gesundheit und Soziales, Turmschanzenstraße 25, 39114 Magdeburg, Tel.: 0391/ 567-01, Fax: 0391/ 567-4622, mitteilte, dass sie Krosigk und Eilenburg gar nicht kenne und bei ihr keine Akten davon seien.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 14.07.2010, 19:11 Uhr

      Heute kam folgender Brief:

      [hide][/hide]

      Also schreibe ich dann auch noch an die genannten Adressen meinen Brief.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 14.07.2010, 20:56 Uhr

      Ich weiß ja nicht, wie viele Akten es gibt und wo die alle sind. In Eilenburg gab es 3 Heime. Meines und das Schnellerheim, wo glaube auch ein Jugendwerkhof mit auf dem Gelände war. Mein Heim (Ernst Thälmann) wurde aufgelöst und die Papiere sollen ins Schnellerheim gekommen sein. Ein User war schon mal dort und hatte sich eine Seite vom Eingangs-/Ausgangsbuch kopiert, wo sein Name und rein zufällig auch mein Name drauf steht. Dieses wollte er mir mal schicken. Aber irgendwie ist er verschollen. Er reagiert nicht auf PN´s, noch auf Mails. Nerven will ich ihn auch nicht. Ich habe vor, auch noch einen Brief nach Eilenburg zu schreiben oder auch persönlich da aufzuschlagen. Der besagte User sagte mir aber bereits, dass im Schnellerheim zwar ein Haufen Papiere lagern, es aber unmöglich sei, alles zu durchsuchen oder eben vom Thälmann-Heim nicht mehr außer dem Buch und ein paar Dias da sei. Also habe ich bezüglich des Heimes nicht viel Hoffnung.

      In erster Linie möchte ich aber erst mal schauen, was bei den Ämtern rauskommt. Magdeburg, Dresden und Chemnitz ist wohl aussichtslos. Die kennen Teilweise noch nicht einmal die Orte meiner Heime. :) Halle, mit denen ich bereits ganz am Anfang telefonierte und welche mir am Telefon bereits sagten, dass meine Akten da sein könnten, ich sie jedoch schriftlich anfordern müsse, haben noch gar nicht geantwortet. Leipzig sagt ich soll warten. Und die Anderen schicken mich teilweise im Kreis. Mal sehen, was das noch wird. Ich schreibe jede mögliche Stelle an. Vielleicht lagern irgendwelche Dinge ja genau dort, wo man es überhaupt nicht vermutete. Und wenn ich 50 Briefe verschicken muss. Ist mir doch egal. Ich klappere alles ab, was in Betracht kommen könnte. Kommt Zeit, kommt Rat. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, vielleicht kann´s ja mal jemand gebrauchen.

      Unterm Strich vermute ich ja mal meine Akten in Halle und/oder Leipzig.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 15.07.2010, 05:52 Uhr

      Dass in Eilenburg nichts mehr an Akten vom Thälmann-Heim ist, wurde mir ja schon zugetragen. Aber dieses Buch und ein paar Dias sollen dort sein. So viel habe ich ja noch nicht unternommen, außer ein paar Briefe mit immer demselben Inhalt geschrieben und vorher mal zwei oder drei Anrufe getätigt und in Foren gelesen. :) Naja, immer langsam mit dem jungen Pferden. Irgendwas wird schon rauskommen. Erst mal werde ich die Briefaktion mit den Ämtern beenden und sollte da nichts rauskommen, kann ich mir die anderen Anhaltspunkte noch vorknöpfen. Ich werde auch mal irgendwann Eilenburg einen Besuch abstatten. Ich bin nur immer so ein faules Schwein, eh ich erst mal in Gang komme. Aber dann richtig. :) Ich muss auch noch ein paar Erzieher kontaktieren und da mal nach Fotos betteln oder was die vielleicht sonst noch so an interessantem Material herausrücken, wenn überhaupt. Da hatte ich schon begonnen, ist allerdings bissel eingeschlafen.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 15.07.2010, 16:55 Uhr

      Also schreibe ich nochmal meinen Brief nach Halle und Eilenburg. Leipzig hab ich schon.

      Kleine Zwischenzusammenfassung:

      15 Briefe gesamt geschrieben
      4 Mails gesamt geschrieben

      1 Brief kam zurück (Empfänger unbekannt)
      2 Mails kamen zurück (Empfänger unbekannt)

      9x keine Akten und/oder Verweis an andere Stellen
      6x noch keine Antwort

      1x ich soll warten bis mein Anliegen bearbeitet wird


      Gruß Jan



      Geschrieben am 17.07.2010, 17:28 Uhr

      Heute kam doch schon mal 18 Tage nach dem Versenden meiner ersten Briefe, worunter auch die Leipziger Adresse war und diese recht erfreuliche Nachricht.

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      An der benannten Adresse schrieb ich bereits am 12.07.2010, also warte ich mal ab, was da noch kommt.

      Also schrieb ich dann mal folgende Zeilen zurück.

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      Absender - Absender - Absender - Absender
      Staatsarchiv Leipzig

      Schongauer-Straße 1
      04328 Leipzig


      Betreff: Akteneinsicht

      Ihr Zeichen: XXXXXX

      Halle, den 17.07.2010

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      bezugnehmend auf ihr Schreiben vom 16.07.2010 würde ich gern ihr Angebot, Kopien (gegen Gebühr) von meinen Akten zu bestellen, annehmen, sofern sie dann auch vollständig und unverändert bleiben.
      Es wäre nett, wenn sie mir diesbezüglich eine Zusage zu dem letztbenannten Punkt machen könnten. Desweiterem bräuchte ich einen ungefähren Überblick über sämtliche Kosten der Kopien und deren Übersendung zu meiner Anschrift oder auch bei Selbstabholung, um ihnen eine endgültige Zusage dazu machen zu können. Ich behalte mir dennoch vor, persönlich bei ihnen vorzusprechen, um die Akteneinsicht vorzunehmen.

      Bitte teilen sie mir die etwaigen Kosten und vor allem die weiteren Vorgehensweisen bei einer Versendung der Kopien und/oder einem persönlichen Besuch zur Akteneinsicht und Mitnahme der Kopien bei ihnen mit.


      Für ihr Antwortschreiben notiere ich mir den 31.07.2010.



      Mit freundlichen Grüßen

      jw1hal :)
      [/hide]
      Ansonsten bin ich mal gespannt, wie es weiter geht und was da so alles dabei ist. Nicht das ich auch nur ein Blatt Papier bekomme. :)



      Geschrieben am 22.07.2010, 16:22 Uhr

      Heute erhielt ich folgende Briefe:

      [hide]

      [/hide]

      Also schrieb ich heute folgenden Brief, um vielleicht noch mehr Informationen zu bekommen, bevor ich da persönlich aufschlage und die mich noch zu Hinz und Kunz schicken.

      [hide]
      Absender - Absender - Absender - Absender - Absender
      Staatsarchiv Halle (Saale)

      Rathausstraße 1
      06100 Halle (Saale)



      Betreff: Akteneinsicht
      Halle, den 22.07.2010

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      bezugnehmend auf ihr Schreiben vom 16.07.2010 würde ich gern ihr Angebot, die von ihnen genannten Daten einzusehen, annehmen.
      Da ich nach einem kurzen Besuch ihrer Internetseite nicht ausreichend genug Information bekommen konnte, wäre es nett, wenn sie mir mitteilen könnten, ob ich das Archivmaterial meiner Person betreffend auch als Kopie erhalten kann. Sollte das der Fall sein, benötigte ich dazu noch einen Überblick über die etwaigen, gesamten Kosten der Kopien. Könnte ich die Kopien dann gleich vor Ort mitnehmen oder muss ich dazu noch andere Wege absolvieren? Ich werde mich diesbezüglich noch einmal etwas genauer mit ihrer Internetseite auseinander setzen und gegebenenfalls auch mal die genannte Telefonnummer anrufen.
      Ich wäre aber sehr erfreut, wenn sie mir dahingehend behilflich sein könnten und mir vorab noch ein paar Informationen zu der Thematik geben könnten, da ich mich mit den Amts-Dingen und dem sogenannten Amts-Deutsch nicht so recht auskenne und sie doch mit dem nötigen, fachlichen Wissen an der Quelle sitzen.


      Für ihr Antwortschreiben notiere ich mir den 05.08.2010.



      Mit freundlichen Grüßen

      JW1HAL
      [/hide]

      Gruß Jan



      Geschrieben am 22.07.2010, 22:12 Uhr

      Ich will mal hoffen, dass ich da noch was zu lesen bekomme. Was, weiß ich allerdings auch nicht. Und ob das alles vollständig ist, weiß man ja auch nie. Auf jeden Fall habe ich schon mal kleine Teilerfolge, in Form von schon 2 Stellen, wo Akten über mich lagern. Jetzt sollen die mir mal sagen, was die für Knete haben wollen und ob ich das überhaupt als Kopie bekomme, damit ich bei der Einsicht diese auch mitnehmen kann. Ansonsten muss ich mir bei der Einsicht ja auf anderem Wege Kopien verschaffen, sofern das möglich ist. :)
      Ich bin ja schon mal froh, dass die zum größten Teil Antworten und bisher auch immer irgendwie weiter helfen, auch wenn die mich manchmal im Kreis schicken.
      Ich versuche auf jeden Fall immer freundlich zu bitten und nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen und auch nicht mit irgendwelchen Paragraphen zu drohen. Man sieht, es hilft.

      Des Weiteren versuche ich auch hier alles detailliert darzulegen, damit irgendwelche Zweifler oder "Angsthasen" (die sich nicht trauen) Mut bekommen, auch ihre Akten anzufordern.

      Tut mir auch leid, dass du und noch so viele andere, wie ich hier schon las, nicht so viel Glück hatten mit ihren Akten. Obwohl ich ja auch noch nicht weiß, was ich bekomme. :) Das wäre mir wohl auch passiert, wenn ich etwas älter wäre, zudem das Heim jetzt bei mir auch schon fast 30 Jahre her ist.

      Ich bleibe dran und werde jeden weiteren Schritt hier posten, vielleicht auch den Inhalt der Akten. Sofern ich Personennamen schwärze, dürfte das ja kein Problem sein. Und Ängste oder Scham vor meiner Vergangenheit habe ich in dem Sinne auch nicht. Dazu stehe ich.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 25.07.2010, 14:37 Uhr

      Gestern kam folgende Antwort von meinem Geburtsort, Lutherstadt Wittenberg, wo ich nie gelebt habe.

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      Gruß Jan



      Geschrieben am 28.07.2010, 00:46 Uhr

      Heute, bzw. gestern bekam ich folgenden Brief

      [hide]



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      und antwortete wie folgt.

      [hide]
      Absender - Absender - Absender - Absender - Absender
      Staatsarchiv Leipzig

      Schongauer-Straße 1
      04328 Leipzig



      Betreff: Akteneinsicht

      Ihr Zeichen: XXXXX

      Halle, den 27.07.2010


      Sehr geehrte Damen und Herren,

      ich danke ihnen zunächst erst einmal für die Nennung der anfallenden Gesamtkosten von 30,25 € und auch für die Anlage (Gebührenverzeichnis), mit der ich eigentlich die Kostenaufstellung nachvollziehen sollte, was mir allerdings nicht gelang.
      Wenn ich sie mit "(davon 1 Blatt doppelt überliefert)" richtig verstehe, werden aus den 12 Blättern nur 11 Blätter, welche dann (11 x 0,25 €) 2,75 € betragen. Dazu kommt dann noch die Grundgebühr (2,50 €) und die wahrscheinliche Arbeitszeit von zwei Mal einer viertel Stunde (2 x 12 €) von 24 €. Ich persönlich komme da auf 29,25 €, also genau einen Euro weniger, als sie in ihrem Schreiben angaben. Selbst mit 12 oder 13 Blatt komme ich dann auf 29,50 € bzw. 29,75 €, welches auch nicht mit dem Gesamtbetrag in ihrem Schreiben übereinstimmt. Leider kann ich mir jetzt auch nicht erklären, wie nun die genaue Zusammenstellung der Gesamtkosten sein soll. Vielleicht könnten sie mir rein informativ dabei behilflich sein.

      Auf alle Fälle möchte ich gegen die Gesamtgebühr von 30,25 € Kopien meiner Akten auf dem Postweg erhalten!
      Ich gehe mal stark davon aus, dass ich den Betrag an ein bestimmtes Konto, unter der Angabe eines bestimmten Verwendungszwecks, überweisen soll und sie mir erst dann die gewünschten Unterlagen (an die Absenderadresse dieses Briefes) zu senden.
      Bitte teilen sie mir, wie ich ihnen bereits am 17.07.2010 schrieb, die weitere Vorgehensweise mit, dass ich schnellstmöglich an die von mir gewünschten Duplikate komme.


      Für ihr Antwortschreiben notiere ich mir den 11.08.2010.


      Mit freundlichen Grüßen

      JW1HAL
      [/hide]

      Gruß Jan



      Geschrieben am 31.07.2010, 16:34 Uhr

      Da ich nun auf Grund eines bereits in meinem Besitz befindlichen Beschlusses, neue Erkenntnisse habe, möchte ich einen neuen Versuch in Mecklenburg unternehmen. Vielleicht liegt da ja auch noch Papierkram herum. :)

      Also suchte ich nach Adressen, fand diese:
      Allgemeiner Sozialpädagogischer Dienst, Zum Amtsbrink 2, 17192 Waren, Telefon: 03991 / 78-2368,
      E-Mail: regine.schroeder@landkreis-mueritz.de, Internet: landkreis-mueritz.de

      Marion Schild, Zum Amtsbrink 2, 17192 Waren (Müritz), Telefon: 03991 782350, Fax: 03991 782321,
      E-Mail: schild@landkreis-mueritz.de


      und schrieb dann mal meinen etwas abgeänderten Brief

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      Jan XXXXX * XXXXX * XXXXX Halle (Saale) * Telefon: XXXXX * E-Mail: XXXXX

      Betreff: Akteneinsicht
      Halle, den 31.07.2010

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      da ich mein gesamtes Leben, speziell meine Heimaufenthalte, aufarbeiten möchte, bitte ich um Einsicht in sämtliche Akten, die meinen Fall betreffen. Angaben zu meiner Person und den mir bekannten Daten zu den Heimaufenthalten finden sie weiter unten.

      Falls meine Akten an eine andere Stelle weitergeleitet wurden, bitte ich sie mir alle Informationen zum einem zu den Akten selbst und zum anderen zum Verbleib der Akten zu geben, welche ihnen darüber bekannt sind, so dass ich mich mit Hilfe ihrer Angaben an die von ihnen benannte Stelle wenden kann.

      Da ich nun im Besitz eines Beschlusses vom Jugendhilfeausschuss des Rat des Kreises Waren bin und ich laut diesem Beschluss auch in Marihn als wohnhaft gemeldet war, möchte ich es nicht versäumen in Marihn, Waren, Penzlin, Neustrelitz oder Neubrandenburg nach meinen Akten zu fragen. Leider weiß ich nun nicht, wer damals und auch heute dafür zuständig war oder ist und bitte sie daher, um ihre Mithilfe, mir mitzuteilen, wo und ob in Mecklenburg noch Akten von mir sein könnten.

      Angaben zur Person:

      Name: Jan XXXXX
      Geburtsdatum: XXXXX.1971
      Geburtsort: XXXXX

      Eltern:
      Name des Vaters: XXXXX
      Geburtsdatum des Vaters: XXXXX

      Name der Mutter: XXXXX, geb. XXXXX, danach XXXXX und XXXXX
      Geburtsdatum der Mutter: XXXXX

      Großeltern:
      Name der Großmutter: XXXXX, geb. XXXXX
      Geburtsdatum der Großmutter: XXXXX

      Name des Großvaters: XXXXX
      Geburtsdatum des Großvaters: XXXXX


      Angaben zu den Heimaufenthalten:

      Wohnanschriften:
      vor dem Heimaufenthalt: XXXXX, 4020 Halle (Saale)
      XXXXX, 4020 Halle (Saale)
      nach dem Heimaufenthalt: XXXXX, 4020 Halle (Saale)

      Heimaufenthalte:
      bis 1973/1974 Dauerheim für Säuglinge und Kleinstkinder
      Oktober 1980 bis August 1981 (Krosigk)
      August 1981 bis Oktober 1984 (Eilenburg)

      Anschriften der Kinderheime:

      Kinderheim "Martha Brautsch", Am Turm 6, 06193 Krosigk
      Spezialkinderheim "Ernst Thälmann", Hallesche Straße 20, 04838 (7280) Eilenburg


      Für ihr Antwortschreiben notiere ich mir den 14.08.2010.


      Mit freundlichen Grüßen

      JW1HAL
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      an die beiden fett markierten Mail-Adressen.

      Mal gucken, was von dort kommt.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 31.07.2010, 19:02 Uhr

      Da die beiden Mailadressen bzw. der gesamte Adresspol @landkreis-mueritz.de eine Meckermail verursacht und ich vermute, dass sie ihr Ziel nicht erreichen, habe ich die Mail nochmal an postamt@waren-mueritz.de gesendet. Mal sehen, was da passiert.



      Geschrieben am 02.08.2010, 18:11 Uhr

      Nachdem ein Anruf mit der im Text genannten Rufnummer um 14:12 Uhr bei mir erfolglos war, erhielt ich um 14:30 Uhr vom Stadtarchiv Halle (Roland.Kuhne@halle.de) die folgende Mail.

      [hide]
      Sehr geehrter Herr XXXXX,

      wir können Sie gern im Rahmen unserer Sprechzeiten im Stadtarchiv zur Akteneinsicht begrüßen, auf Wunsch und nach Ihren terminlichen Möglichkeiten auch schon vor Öffnung des Lesesaals um 10 Uhr. Am besten Sie rufen mich unter der Rufnummer 221 3304 an und wir legen einen entsprechenden Zeitpunkt fest. Die Dokumente sind auf 16 mm - Film gespeichert, von denen man durch einen angeschlossenen Drucker sofort bei Durchsicht Kopien erstellen kann. Die Qualität der Filme ist nicht immer sehr gut, die Ausdrucke sind jedoch erfahrungsgemäß stets besser lesbar, und dann auch gleich nach Einsicht mitzunehmen. Zu den Kosten: Nach § 2 Punkt 3 der Gebührensatzung des Stadtarchivs wird für einen Benutzungstag eine pauschale Gebühr von 7,- Euro erhoben. Die Kopien vom Mikrofilm belaufen sich auf 30 Cent je Blatt A 4 (§ 2 Punkt 1.3 der Gebührensatzung) und sind im Lesesaal in bar zu entrichten. Bei der Einsichtnahme wir Sie in jedem Fall ein Kollege / Kollegin betreuen und das Filmgerät bedienen. Auf den Filmen sind oft auch kleine handschriftliche Zettel aufgenommen, deren Aussagekraft und Bedeutung für die Gegenwart nicht mehr wirklich hoch einzuschätzen ist. Auch gibt es hier und da Doppelungen von Dokumenten.
      In Erwartung Ihrer Rückmeldung

      Mit freundlichen Grüßen

      Roland Kuhne
      Stadtarchiv Halle
      [/hide]

      Ich rief auch eben die besagte Rufnummer zurück, bevor ich die Mail las. Da sagte mir der Mitarbeiter, dass ich morgen bis 16 Uhr nochmal anrufen solle, wenn der Mitarbeiter da ist, der meinen Fall bearbeitet. Also rufe ich da morgen nochmal an und werde dann im Anschluss persönlich dort erscheinen, um das Material einzusehen bzw. gegen Gebühr mitzunehmen.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 05.08.2010, 05:32 Uhr

      Hallo,

      da bin ich wieder.

      Vom postamt@waren-mueritz.de bekam ich folgende Antwort.
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      Heimakten


      Sehr geehrter Herr XXXXX,

      Kinderheime waren zu DDR-Zeiten, wie Sie selbst schreiben Angelegenheiten des "Rat des Kreises".

      Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Nachfrage an den Landkreis Müritz.

      Mit freundlichem Gruß
      im Auftrag



      gez. Henkel
      Amtsleiter Ordnungs- und Sozialamt
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      Also werde ich mir mal ein paar Tricks einfallen lassen, wie ich mich nochmal an die @landkreis-mueritz.de-Adressen wenden kann. Ansonsten geht´s über dem Postweg.


      Am 03.08.2010 habe ich nun den netten Herrn vom Stadtarchiv Halle angerufen und mich mit ihm um 13 Uhr verabredet, wo ich auch punkt 13 Uhr mit meiner Frau erschien. Wir setzten uns nun an die Maschine, womit man die Filme betrachten kann und es wurde eine Kopie nach der Anderen gemacht. Der gute Mann verstand sein Handwerk recht gut und war auch sehr freundlich. Um 14:30 Uhr hatte er plötzlich einen Termin, so dass er uns eine Kollegin zur Seite setzte, welche noch nie an der Maschine arbeitete und von dem danebenstehenden PC auch viel weniger verstand, wie der gute Mann. Sie sagte mir, dass sie auch in den nächsten Tagen das Stadtarchiv verlassen würde und wo anders eingesetzt werde oder hinginge. Da es nun zügig weitergehen sollte, erklärte ich ihr Dokument für Dokument jeden einzelnen Schritt an der Maschine, da ich ja bei ca. 45 Kopien bei dem guten Man zusah, wie er es machte. Dabei waren es gar nicht so viele Vorgänge. Es gab nur 2 Drehknöpfe, einen Hebel, einen Umschalter, 2 Knöpfe und eine Maustaste, die man zum Bildwechsel, Bilddrehen, Bildschärfen, Ausdruck heller und machen und Bilddrucken bedienen musste. Aber Technik ist ja nun nicht jedermanns Sache und der Drucker stand auch noch in einem anderen Raum, wo die gute Frau nun bei jedem Ausdruck rüber flietzen musste, um die Qualität zu überprüfen. Der gute Mann hatte da schon ganz andere Erfahrungen und ging nur bei Bedarf zum Drucker. Schließlich kam der gute Mann irgendwann wieder, so dass es auch wieder zügiger voran ging. Auf einmal war es 16 Uhr, so dass ich den guten Mann nun zum zweiten Mal nach dem Umfang bzw. der Stückzahl der noch zu kopierenden Dokumente befragte. Schließlich bat ich ihn direkt darum, mal nachzuschauen, wie viel es denn noch sei. Zum Verständnis: Es waren fünf Bilder auf 5 Filmen. Wir waren immer noch bei dem ersten Bild bei dem Dokument Nummer 59 angelangt, wo es oftmals auch 2 Seiten gab. Nun schauten wir im Schnelldurchlauf alle Dokumente durch und stellten fest, dass es noch bis zum Dokument 124 ging. Danach begannen Dokumente einer anderen Person. Das waren dann noch 65 Vorder- und 32 Rückseiten. Da es nun fast halb Fünf war, beschlossen wir den bereits kopierten Stapel mitzunehmen. Der gute Mann war damit einverstanden, den Rest alleine zu kopieren und versicherte mir, es diese Woche noch fertig zu stellen, obwohl ich ihm sagte, dass er sich ruhig Zeit lassen kann. Also zählten wir die bereits kopierten Blätter durch und gingen runter in den Lesesaal zum Bezahlen. Rein zufällig waren es genau 100 Blatt. Pro Blatt musste ich 0,30 Euro bezahlen, was dann genau 30 Euro wären. Nun kommt noch die Benutzungsgebühr von 7 Euro dazu. Also bezahlten wir erst einmal genau 37 Euro und gingen. Im Parkhaus dürfte ich auch nochmal 4,80 Euro berappen. :)

      Am nächsten Tag, den 04.08.2010, um 10:23 Uhr kam doch prompt der Anruf von dem Guten Mann, der die Dokumente fertig kopiert hatte. Da den Anruf meine Tochter entgegen nahm, rief ich den guten Mann zurück und holte anschließend die Kopien in einer kleinen Mappe, die es gratis mit dazu gab, ab. Es waren nun nochmal 137 Kopien für je 0,30 Euro, was dann 41,10 Euro ergab. Eine erneute Benutzungsgebühr von 7 Euro musste ich nicht bezahlen.

      Insgesamt waren es nun 237 Blätter für 78,10 Euro, wobei auch einige wenige Kopien doppelt sind und viele Kopien Umschläge, Postkarten oder auch nur handschriftliche Notizen enthalten. Des Weiteren waren auch noch 28 misslungene Ausdrucke dabei, wovon Einige vielleicht auch verwertbar sind, die ich allerdings nicht bezahlen musste, aber auf meinem Wunsch hin, mitnehmen durfte. Sie hätten die Blätter ja eh entsorgt. Ich wollte auch absichtlich ALLES kopiert haben, was über mich dort lagert.

      Nun wurde ich belehrt, dass aus diesen angegebenen 5 Bildern, 237 Dokumente werden können und knapp 80 Euro kosten. Das ist es mir aber Wert. Ich muss das haben. :)
      Ich dachte anfangs 5 Bilder sind 5 oder 10 kopierte Dokumente. Falsch gedacht. Der gute Mann hatte sich auch vorher Notizen dazu gemacht, welche aussagen, dass auf dem ersten Film, auf einem Bild ca. 20 Blätter sind, auf dem zweiten Film, auf einem Bild was Kurzes drauf ist, auf dem dritten Film, auf einem Bild was Umfangreiches drauf ist (das waren dann 197 Stück), auf dem vierten Film, auf einem Bild ein Blatt und auf dem fünften Film, auf einem Bild zwei Blätter sind. Es war auf jeden
      Fall eine interessante Erfahrung für mich.

      Jetzt stehen noch die 12 Blatt von Leipzig aus und mal sehen, wo ich noch was her bekomme und ob aus den 12 Blatt von Leipzig auch nur 12 Kopien werden. :)

      Da ich in einem anderem Thema schon ein paar selbst geschwärzte Dokumente (persönliche Angaben aller Beteiligten) veröffentlicht habe und auch den Rest veröffentlichen wollte, habe ich nun auf Grund der unerwartenden Menge der Kopien, ein großes Problem, was mich von meinem Vorhaben nicht unbedingt abbringen soll, allerdings nun sehr viel Zeit braucht. Ich lasse mir das nochmal durch den Kopf gehen, sortiere das mal in aller Ruhe, scanne das alles mal ein und suche mir dann eine Möglichkeit, wo ich die Menge an Bildern hochladen und hierher verlinken kann. Ich weiß ja nicht, ob so etwas überhaupt jemand interessiert. Mich würde es schon interessieren, von Anderen so was zu lesen, was die damals so alles befragt, geschrieben und archiviert haben.
      Übrigens war in den Akten absolut nichts geschwärzt, weil ich ja hin und wieder mal was las, dass viel geschwärzt wurde.
      Damit man sich mal vorstellen kann, was ich für 80 Euro so bekommen habe, hier mal 2 Bilder von den 265 Kopien.

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      Den roten Gummi gab´s übrigens auch gratis. :)

      Gruß Jan



      Geschrieben am 09.08.2010, 18:57 Uhr

      Die 12 Seiten von Leipzig fehlen ja auch noch. Und die vom Jugendamt, die mir sagte, sie hat Akten da und müsse mich schriftlich an sie wenden hat sich glaube auch noch nicht gemeldet. Da muss ich wohl nochmal anrufen oder hinschreiben.

      Dann warte ich noch auf die Leute von Waren/Müritz, wo das Versenden von E-Mails nicht funktionierte. Ich habe mich letztens noch mal hingesetzt und ein paar Testmails dahin geschrieben und die dann auch auf das Problem drauf aufmerksam gemacht, dass beim Versenden von GMX eine Meckermeldung gibt und die Mail nicht ankommt. Denn Web.de Freenet und meine eigene Domain, als Absender-E-Mail ergaben keine Fehler.

      Nun will ich auch mal irgendwann anfangen, alles ein zu scannen und zu ordnen. Dann auch sehr unleserliche Dokumente zu entziffern und als Textdatei nachzuschreiben, damit man nicht jedes Mal von Neuen da übelst rätseln muss, was das alles heißen soll.

      Und bei der Stasi will ich dann auch mal schauen, ob´s da was gibt. Mein Problem ist immer der Anfang. Aber dann, wenn der getan ist, geht´s los. Und das richtig. :)

      Gruß Jan



      Geschrieben am 14.08.2010, 19:58 Uhr

      Es gibt wieder Neuigkeiten.

      Am 12.08.2010 erhielt ich Post von Leipzig. Hier der Brief:

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      In dem großen Umschlag waren auch noch 11 Blatt Akten, für die ich die nun berichtigte Summe von 29,25 € überwiesen habe. Viele Dokumente hatte ich bereits, wobei mir ein oder auch mehrere Blätter neu vorkamen. Das kann ich aber erst genau wissen, wenn ich die alle sortiert habe.

      Am 13.08.2010 erhielt ich Post von Halle. Das ist genau die Stelle bei der ich ganz am Anfang anrief und die mir sagten, ich solle das schriftlich anfordern. Hier der Brief:

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      In diesem großen Umschlag waren 55 Blatt Akten, die ich alle bereits vom Stadtarchiv Halle erhalten habe. Leider waren das nur die 55 Dokumente von einem Bild und einem Film. Auf diesen 55 Kopien wurden im Nachhinein jedoch alle Amts-Personen geschwärzt! Allerdings sind diese 55 Kopien jedoch kostenlos! Ich kann nichts von irgendwelchen Kosten erkennen.

      Mein Fazit daraus ist, dass man sich nicht nur mit einer Stelle und ein paar Akten begnügen sollte, sondern alles abklappern und auch alles mitnehmen sollte, was man bekommen kann!

      Am 14.08.2010 erhielt ich nun auch folgende Post von Waren (Müritz).

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      Das habe ich übrigens nicht schief eingescannt (extra überprüft). Das ist schon auf dem Brief so schief. :)

      Nun habe ich 237+28+11+55=331 Blätter eingescannt und bin nun fleißig dabei, diese zu ordnen und schlechtere Duplikate zu entfernen. Es nimmt langsam Form an. Mal sehen, was noch kommt.

      Gruß Jan



      Geschrieben am 20.08.2010, 14:40 Uhr

      Mein Tipp noch, an alle die ihr Heimakten anfordern möchten:

      Ich begann zuerst in diversen Foren mit der Suche nach Worte wie "Heimakte" und habe mir erst einmal alles, was ich so dazu finden konnte durchgelesen und fleißig Adressen notiert und da dann hingeschrieben.
      Auf jeden Fall immer die Stadt, wo der Erziehungsberechtigte zu der Zeit gewohnt hat. Denn das war dann auch gleichzeitig die Anschrift oder Meldeadresse des Kindes. Das habe ich so in meinen Akten gelesen, dass ich wohnhaft in Waren (Müritz) bei der Adresse meines Vaters war, obwohl ich zu der Zeit im Heim in Eilenburg war. Dann käme noch die Stadt des Heimes in Frage. Also immer dort nach Stadtarchiv und Jugendamt schauen und dann vielleicht noch herausbekommen, ob es ein Hauptarchiv oder so gibt, wo die Akten vielleicht hingewandert sind. Wenn der Anfang erst mal gemacht ist, dann kommt der Rest von ganz alleine. Man bekommt weitere Adressen, wo man dann einfach auch mal hinschreibt.

      Bei mir waren die alle ganz freundlich, auch wenn mich Viele zu anderen Adressen verwiesen und einige auch im Kreis geschickt haben. Ich persönlich habe meine Anfragen auch ganz naiv und freundlich gestaltet, ohne mit Rechten oder Gesetzen zu drohen.

      Dann auch alles von überall her nehmen. Ich habe bei mir bemerkt, dass die mir was vorenthalten wollten, mir also nur ein Viertel gegeben und das auch noch geschwärzt haben. Nur gut dass ich die Quelle von denen, die sich die Akten kommen ließen schon vorher angezapft habe.


      Gruß Jan

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      Akten-Suche.

      Hallo Jan,

      Glückwunsch, zu Deinem Erfolg.

      Werde mir die Papiere mal in Ruhe durchsehen.

      Da habe ich aber noch viel Arbeit vor mir, wenn ich soweit kommen will wie Du.

      Ich bin schon froh, das ich erfahren habe, das ich noch 5 Geschwister und Eltern, Onkel, Tanten, Großeltern sowie Urgroßeltern hatte,
      aber kein Schwein hat sich um uns gekümmert. Als ich sie dann gefunden hatte lebte keiner mehr und all die Nachkommen,
      konnte ich erst mal aufklären, was mit unsere Linie geschehen ist.

      MfG.
      alrosch
      Hallo,

      ersteinmal danke, für den Glückwunsch. :)

      Ich denke mal, dass es bei dir etwas anders sein wird, da es ja zig Jahre vor meiner Zeit war.
      Trotzdem wünsche ich dir viel Erfolg dabei.

      Irgendwann werde ich auch mal meine Akten, vollständig oder teilweise ins Forum stellen, wo mir allerdings zur Zeit noch die Zeit und auch die Lust dazu fehlt. Es kommt auch noch erschwerend dazu, dass mein Vater, welcher in den Akten nicht nur im positiven Sinne zu lesen ist, nicht damit einverstanden ist und ich seine Entscheidung akzeptiere. Ich habe auch schon immer und heute noch ein sehr gutes Verhältnis zu ihm.

      Gruß Jan
      Servus,

      auch wenn der Fred hier schon eine Weile ruht, denke ich doch das ich hier mal ansetzen kann, um meine bisherigen Erfolge mitzuteilen.
      Jan, dein Beitrag hier hat mich dazu bewegt, meine doch recht grausigen Erlebnisse der Heimzeit zu verfolgen und genaueres herauszufinden.
      Ich habe mir daher alle Adressen die Halle und Umgebung betreffen dort herausgeschrieben und mich dort mit meinem Anliegen der Akteneinsicht hingewannt.
      Daher habe ich einen Brief ans Stadtarchiv Halle und einen an das Jugendamt in Halle geschickt

      Zu meinem erstaunen hatte ich schon nach knapp 2 Wochen Antwort im Briefkasten des Stadtarchives Halle, wo mir mitgeteilt wurde, das ich die Akten einsehen und mir auch Kopien anfertigen kann.
      2,5 Wochen nach meinem Schreiben ans Jugendamt Halle, traf ein ziemlich großer Umschlag bei mir ein und ich war sprachlos, als ich dort die vom Stadtarchiv angegebenen Unterlagen darin befanden.
      Da die Preise für eine Kopie auf 0,50 Cent pro Din A4 Blatt angestiegen sind, war ich froh die 211 Blätter nicht bezahhlen zu müssen, immerhin 105€ gespart.

      Ich habe dann 3 Tage damit verbracht, mich durch den ganzen Aktenstapel zu arbeiten und muss sagen das ich nach den 3 Tagen 2 Tage total fertig war.
      Es waren Unterlagen dabei wo ich noch gar nicht auf der Welt war und das Jugendamt meine Eltern schon bespitzeln ließ. Ich war und bin immernoch entsetzt darüber, was zu der Zeit abgegangen ist.
      Vieles kann man gar nicht richtig verarbeiten, es übertrifft bei weitem das, was man so zu hören bekommen hat.

      Anhand der Unterlagen konnte ich vieles was meine Großmutter Väterlicher seits mir damals eingetrichtert hat wiederlegen. Weiterhin stellte sich heraus, das meine Heimaufenthalte mittel der Rechtsbeuge waren und keineswegs gerechtfertig sind.
      Durch das Scheidungsurteil meiner Eltern wurde bestätigt, das die dort gemachten Angaben nicht der Wahrheit entsprachen und meine Großmutter (Väterlich) hinter der ganzen Sache steckte.
      Sie hatte Bekannte beim Jugendamt, 3 Stück um es genau zu nennen. Frau Radke, Frau Tschuscke und Frau Krüger.
      Diese haben ihr dabei geholfen das Sorgerecht für mich zu bekommen damit sie meiner Mutter eins auswischen kann. Alles in den Akten dokumentiert und aufgelistet und nicht nur das.
      Es fand sich auch ein Dokument an, in dem ein medizinisches Gutachten über mich erstellt wurde. Angehängt war der Tablettenplan mit Beruhiguns,- Schlaf,- und Nerventabletten die ich verabreicht bekommen sollte.
      Darunter welche wie "Faustan, Radedorm, Rudotel,..." die mir fast täglich verabreicht wurden.

      Ich bin immernoch am verarbeiten der ganzen Dinge. Man kann es gar nicht verstehen das der Staat so dreist und verlogen war. Man sieht wenn man sich die ganzen Seiten so durchliest, dass die eine Hand die andere gewaschen hat und von Gerechtigkeit keine Spur war.
      2 Kartons Raufaser (waren damals Gold wert) samt Malerzubehör und schon kam man auf dem Jugendamt weiter.

      Mittlerweile kaue ich imernoch an der ganzen Sache herum und habe mich entschlossen die Opferentschädigung zu beantragen. Weiterhin habe ich eine Klage beim Amtsgericht eingereicht, die die Richter und die damaligen Angestellten des Jugendamtes sowie der Staatsanwaltschaft zur Rechenschaft ziehen sollen. Immerhin wurde mir wegen deren Handeln die Komplette Kindheit gestohlen genau wie meine Mutter.

      Diese habe ich nun nach 31 Jahren wiedergefunden. Das Widersehen war unbeschreiblich, aber die verlorene Zeit gibt einem keiner wieder.

      Jedenfalls habe ich dank Jan´s Bericht hier schon recht viel auf die Reihe bekommen.

      Stan :)
      Hallo Stan75,

      es freut mich, dass ich dich dazu bewegen konnte deine Akten anzufordern, so dass du Licht ins Dunkel bringen und deine Kindheit aufarbeiten kannst.

      Es freut mich natürlich nicht, was du so alles lesen musstest, wie es dir nun ergangen ist und dass es dich sehr mitnimmt. Lass dir die Zeit, die du brauchst.

      Wie ich mitbekam, hat das Stadtarchiv deine Akten, jedoch hast du die Akten vom Jugendamt erhalten. Ich erhielt auch Akten vom Jugendamt, was allerdings nur ein ganz geringer Teil von dem war, was im Stadtarchiv lagert. Noch dazu hat bei mir das Jugendamt die Akten geschwärzt, bevor sie mir zugesandt wurden. Beim Stadtarchiv konnte ich mir vorher alles (!) ungeschwärzt kopieren lassen. Natürlich habe ich da kein Geld gespart, Jedoch habe ich alle (!) Akten, die da auf Mikrofilm lagern!

      Meine Frage an dich wäre, ob du auch schon beim Stadtarchiv warst und Einsicht in deine Akten genommen hast? Jetzt, wo du weißt, was du alles vom Jugendamt bekommen hast, könntest du ja im Stadtarchiv vergleichen, ob das wirklich alles ist! Es wäre ja schade, wenn dir doch noch wichtige Informationen fehlen.

      Ich freue mich jedenfalls, dass mein Beitrag zu etwas nütze war und hoffe nun, dass auch dein Beitrag dazu beiträgt, dass vielleicht der ein oder andere Unschlüssige seine Akten anfordert.

      Ich wünsche dir natürlich für den weiteren Verlauf alles gute und viel Erfolg.

      Gruß Jan
      Hallo Jan,

      Ich war noch nicht im Stadtarchiv da ich nicht mehr in Halle wohne. Aber ich fahre am Sonntag zu meiner Mutter nach Wörbzig und habe nächste woche am Mittwoch einen Termin da ich auch denke das es nicht alles ist was ich bekommen habe.
      Da werde ich mir dann die noch fehlenden Sachen kopieren lassen.

      Ich kann wirklich nur jedem empfehlen seine Akten anzufordern, man hat nichts zu verlieren sondern macht nur eine erfahrung mehr die man vielleicht schon vergessen hat.
      Ich habe dadurch meine Mutter wiedergefunden, was besseres konnte mir nicht passieren.

      Gruß Stan
      Hallo zusammen,

      bin gestern nach 12 Tagen Besuch in Halle wieder zu Hause eingetroffen. Es ist echt erstaunlich was sich nach 10 Jahren dort getan hat.
      Danke erstmal für dein Angebot Jan, hat aber alles bestens funktioniert. Die Abteilungsleiterin des Jugendamtes hat sich meinem Anliegen sogar persönlich angenommen und ist mit mir zum Stadtarchiv gegangen.
      Alle Unterlagen die im Stadtarchiv lagen habe ich nun und musste dank ihr nicht mal was bezahlen außer 14 Euro Besucherpauschale für mich und meine Mutter.

      Ich war auch an der Reilstraße 78, man siehts da aus. Total verwildert, überall Grafitti an den Wänden, absolut nicht wieder zu erkennen.
      Auch im Kirschbergweg 22 war ich gewesen, ist jetzt ein Privathaus eines Herrn Neumann. Er kam sogar raus weil wir zu 4. an seinem Grundstück standen und wollte wissen was hier los sei. Als ich Ihm kurz erklärte, wieso und was es damit auf sich hat, wollte er mich sogar herein bitten um mir das Anwesen jetzt anzusehen. Ich habe dann aber doch dankend abgelehnt und gesagt "...das 2 Jahre in diesem Haus genug Erinnerungen hinterlassen haben und ich diese eigentlich nicht wieder auffrischen wollte." .
      Ich hatte schon einen riesen Kloß im Hals als ich vor dem Haus stand, da nochmal reingehen wollte ich absolut nicht.
      Dennoch bin ich froh nochmal dort gewesen zu sein, vieles ist noch so wie es war, sogar die Straße ist noch immer in dem gleichen (miesen) Zustand. Die alten Beton-Ostlaternen stehen auch noch, eigentlich alles noch so als wäre es vor ein paar Wochen erst passiert.

      Jedenfalls habe ich in den paar Tagen viel erreicht und muss jetzt erst einmal abwarten was bei den ganzen Anträgen heraus kommt. Ich halte euch auf dem laufenden.

      Gruß Stan. :)
      Hallo Jan,

      mit großer Bewunderung hab ich Deine Bemühungen verfolgt.

      Ein dreiviertel Jahr, bevor ich ins Heim kam, wechselte ich innerhalb eines Neubaublocks zu einer Familie mit drei Töchtern. Ich schlief mitten in deren Kinderzimmer auf so ner Art Aufbettung. Es hat mich schon von Anbeginn selbst als Kind gewundert, wie man mich gerade zu dieser Familie gesteckt hat. Und welche Rolle sie überhaupt spielten. Außerdem ging alles von einem Tag auf den anderen. Sie haben sich nach meiner Einweisung nie wieder irgendwie gemeldet.

      Anfang Juni ist meine Mutter verstorben. Obwohl alle verbliebenen Verwandten das Erbe ausschlugen, aufgrund einer Insolvenz, erlaubte man uns, persönliche Dinge aus der Wohnung zu entfernen. Dabei kamen Briefe zum Vorschein, welche belegen, dass unsere Mutter schon lange, bevor ich sie zu meiner Jugendweihe 1978 erstmals wiedersah, mit dem Heim in Kontakt stand.

      Allerdings hab ich irgendwie keine Ambitionen mehr, diesen ganzen Ungereimtheiten auf den Grund zu gehen. Außerdem bin ich nicht so ausdauernd wie Du.

      LG Andreas
      Hallo Andreas,

      das liegt wohl an jedem selbst. Manche möchten gerne alles verstehen und wiederum andere möchten einfach ihre Ruhe haben und nicht mehr damit konfrontiert werden, weil es eben alles sehr schwierig und belastend war. Wenn du eben das nicht möchtest und leiber die Dinge ruhen lassen möchtest, ist das deine Entscheidung und wohl auch das Beste für dich, wenn es dir damit besser geht.

      Ich habe ja nun die Dinge in Angriff genommen, weil ich eben alles wissen und verstehen möchte. Und damit ich anderen, die das eben auch gerne möchten, aber nicht wissen, wie sie es anstellen oder eben den Anfang finden sollen, etwas Mt damit mache, habe ich eben alles mal detailiert hier aufgeschrieben.

      Gruß Jan

      jugendamtakte

      hallo
      da ich meine jugendakte nur vom gericht ein paar auszüge erhalten habe,die kopien noch nie gesehen habe.
      ist es ein guter tip mal in dresden auf der archivstraße hin zu schreiben,mal sehen was dann ein erwartet.
      schreibst du mir noch ,mal die genaue adresse????
      denn nach leipzig habe ich schon geschrieben den tip vom geschlossen werkhof.
      schönen abend noch schöni
      Hallo JW1HAL!


      Scheck lass nach.......da haste aber eine Lektüre zu lesen!!!
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit

      Bin noch neu hier

      Hallo ihr Lieben,

      bin noch neu hier, habe ein bisschen versucht mich mal durch das Thema zu lesen. ... Bisher aber nur in Ansätzen und quer.

      Ich bin nämlich selber auch schon seit einiger Zeit auf der verzweifelten Suche nach meinen Akten. Vor allem denen aus dem Säuglingsheim.

      Bisher fehlten mir auch immer die (richtigen) Ansätze.

      Dennoch habe auch ich schon das ein oder andere erreicht, ... immerhin habe ich herausgefunden, in welchem Säuglingsheim ich damals für zwei Jahre untergebracht war. Allein das herauszufinden, war schon eine echte Herausforderung.

      Wohin die Akten jedoch nach der Schließung hingekommen sind, das weiß ich nicht! Könnte mir aber vorstellen, dass der Tip mit dem Stadtarchiv gar nicht so schlecht ist. ...

      Ansonsten habe ich es geschafft mit Hilfe meines Ortsansässigen Jugendamtes und von Berlin, wo ich damals geboren wurde zumindest die Akten von meiner Adoption einzusehen und auch Kopien zu bekommen.

      Ich konnte erfahren, dass ich noch mindestens fünf Geschwister habe und es ist mir in den letzten zwei Jahren auch gelungen diese zu finden.

      Aber ... wie gesagt, die Heimakten liegen mir richtig schwer im Magen und ich suche nach wie vor verzweifelt die richtigen Ansätze zu finden um nach ihnen effektiv forschen zu können!!!!!!

      Liebe Grüße
      Kerstin
      Hallo Kerstin,

      ich würde einfach ein Standard-Brief mit einer kurzen einleitenden Erklärung, allen Eckdaten zu den Heimen, wichtige bekannte persönliche Daten, wie Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Daten der Eltern/Geschwister, alle bisherigen Wohnorte mit Datum usw., sowie eine hilflose Bitte dir zu helfen, schreiben und den dann an ALLE in Frage kommenden Stellen per E-Mail und Post schicken.
      In Frage kommende Stellen sind für mich die Einrichtungen selbst, deren Träger, Stadt- und Staatsarchive und Jugendämter der jeweiligen Orte und Zuständigkeiten dafür zur Zeit der Unterbringung und auch zur derzeitigen Zeit. Also ruhig 20-30 Briefe und Mails schreiben, abschicken, zurücklehnen und warten. Alles schön aufschreiben, damit man einen Überblick hat, wohin man sich schon gewendet hat und neuen Hinweisen nachgehen und auch diesen Brief da hin schreiben. Alles Weitere ergibt sich dann. Wenn man Teilerfolge hat, hingehen und nehmen, was man bekommen kann. Aber dann nicht Abbrechen, sondern auch den Rest, der noch kommt, mitnehmen! Es könnte ja sein, dass man im nachhinein noch mehr bekommt.

      So habe ich es gemacht und würde es immer wieder machen.

      Gruß jw1hal
      Danke erst mal für den Rat.

      Das mit den für alle in Frage kommenden Stellen ist etwas schwer ...

      Ich weiß zwar WO dieses Säuglingsheim war, und auch wie lange ich in diesem Heim war, nämlich zwei Jahre, aber bisher konnte ich trotz intensiver Bemühungen noch nicht herausfinden, WER der Träger damals war. Mal hieß es so ein "komischer" Orden von Schwestern ... die konnte ich sogar im Netz finden, hab da angerufen und auch ne mail geschrieben ... aber da war angeblich der zuständige Mensch nicht zu sprechen und Antwort auf mein mail habe ich auch nicht bekommen.

      Von anderer Seite hieß es dann das Heim hätte früher unter der Leitung der Caritas gestanden ... da habe ich dann natürlich auch hingeschrieben ... von dort bekam ich auch tatsächlich Antwort, aber ... neee, das Heim hätte doch unter einer anderen Trägerschaft gestanden. ... Und angeblich kümmert sich seit etwa ein Jahr irgend so eine Stelle, an die die gute Dame von der Caristas nein Anliegen weitergeleitet hatte, darum etwas herauszufinden ... hahaha ...

      nun gut zugegeben. Nach den ersten ein/ zwei Zwischenmeldungen, dieser Stelle dass sie sich kümmern und bemühen, habe ich ehrlich gesagt in den letzen Monaten nicht mehr weiter nachgehakt ... weil ich ehrlich gesagt viel zu sehr damit beschäftigt war zu verkraften und zu verarbeiten, dass ich innerhalb von 7 Monaten alle meine (bisher bekannten) 5 Geschwister gefunden habe und kennen lernen durfte.

      Da waren dann (für diese Zeit zumindest) die Akten nicht mehr gar so wichtig.

      Nun bin ich aber neulich beigegangen und habe auch noch die Unterlagen einer meiner Schwestern durchforstet, die ihrerseits damals nach Dänemark adoptiert wurde, aber zunächst auch zwei Jahre in einem Säuglingsheim in Berlin (in einem anderen, als ich selber) und danach für ein weiteres Jahr im Elisabethstift, auch in Berlin untergebracht worden war.

      Und ich hatte ihr versprochen, mal zu schaun, ob ich auch über die Heime etwas herausfinde in denen sie war.

      Und ... wenn man sich mit der Vergangenheit der einen Schwester beschäftigt, dann bekommt eben halt auch wieder seine eigene auf dem Silbertablett serviert. Fängt an zu grübeln ... ich jedenfalls ...

      und jetzt juckt es eben wieder in den Fingern ... Fragen, Fragen über Fragen ... und ich will Antworten!

      Es hilft also alles nichts, ich will und muss und ich werde am Ball bleiben!

      Liebe Grüße
      Kerstin
      Hallo

      bisher dachte ich nicht das man sich die Akten vom Jugendamt Einsicht in die Heimakten bekommen kann. Ich werde aber mal versuchen was ich raus bekomme. Da meine Mutter in Karl - Marx - Stadt gewohnt hatte werde ich es also in Chemnitz versuchen. Ich hoffe mal das ich nicht allzu oft hin und her geschickt werde da das Jugendamt die Vormundschaft für mich hatte. Nun mal schauen ob Lippersdorf, Zwickau und Karl - Marx - Stadt zum selben Jugendamt in Chemnitz gehören oder ob ich mich dann noch wo anders hin wenden muß.

      Pierre1976
      ich habe heute diese E-Mal bekommen

      Sehr geehrter Herr XXXX,

      angesichts der genannten Einrichtungen ergibt sich nachfolgende Möglichkeit zum Verbleib eventuell vorhandener Unterlagen:

      Ausgehend vom damaligen Wohnsitz, könnten Sie sich an den Rechtsnachfolger des Referates Jugendhilfe, also das heutige Jugendamt im Landkreis oder der Stadt wenden, um nach Ihrer Fallakte zu recherchieren. Dort müssten, soweit diese noch vorhanden ist, die entsprechenden Beschlüsse/Unterlagen zur Einweisung und die Aufenthaltsdauer in den jeweiligen Einrichtungen enthalten sein.

      Mit freundlichem Gruß

      Beatrice Unger
      Mitarbeiterin


      SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR SOZIALES UND VERBRAUCHERSCHUTZ
      SAXON STATE MINISTRY OF SOCIAL AFFAIRS AND CONSUMER PROTECTION
      Landesjugendamt
      Parkstraße 28 | 09120 Chemnitz
      Tel.: +49 371 24081-101 | Fax: +49 371 24081-198


      Aso muss ich nun in Esslingen oder Vaihingen Enz versuchen was heraus zu finden
      Immer alle in Frage kommenden Quellen anzapfen, auch wenn man denkt, da kommt eh nichts. Hinterher sollte man immer sagen können; "Ich habe wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft." Man würde sich ärgern, wenn man im Nachhinein von anderen hört, dass sie dort und dort noch was bekommen haben, was man auch hätte machen können, es aber nicht getan hat.