Meine Suche nach den Heimakten / meine Akteneinsicht

    Es gibt 61 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von JW1HAL.

      naja, vor ca. 15 jahren habe ich das jugendamt auch mal kontaktiert, ich habe
      2 geburtsurkunden ( da war mir was unglahr, auch bezüglich meinem amerikanischem
      varter ).
      da sagte die dame mir auch das die unterlagen heim, geburtsurkunden ect. eine
      verjährungsfrist haben ( aber was ich wolte habe ich bekommen ). :)
      die haben da schon fast einen stadt akt draus gemacht. ?(

      jw1hal schrieb:

      Ich würde mir alles was möglich ist, kopieren lassen.
      ich würde erst fotos machen, und dann fragen ob sie dir es kopieren. :)

      gruss

      kutscher schrieb:

      ich würde erst fotos machen, und dann fragen ob sie dir es kopieren. :)

      Das kommt immer darauf an, wie es abläuft und wie viel das ist. Frag mal Bambi, es gibt Stellen, da sitzen die hinter dir und passen genau auf. Es gibt aber auch Stellen, da bekommste eben alles bereitwillig, wie es bei mir war.

      Mit der Verjährungsfrist ist auch so eine Sache. Es gibt fristen, die scheinbar überall etwas abweichen und auch unterschiedlich eingehalten werden. Manchmal hat es auch eben einfach mal gebrannt und alles ist weg. Manchmal haben sie es vielleicht auch nicht so genau genommen und es könnte noch alles da sein. Also Verjährungsfrist hin oder her, einfach alles versuchen um da was zu bekommen und gut ist. Sich mit Verjährungsfristen zu beschäftigen, bringt einem ja nun auch nicht wirklich weiter.

      jw1hal schrieb:

      es gibt Stellen, da sitzen die hinter dir und passen genau auf.
      aber genau das ist seltsam, warum nur. ?(

      bei mir ist sie runter ins archiv, wie sie es nahnte.
      und kam dann mit einem handgeschriebenen zettel hoch und gab ihn mir ( meine fragen waren beantwortet).
      damals war es mir egal, aber wenn ich jetzt so nachdenke haben sie schon einen
      stats akt gemacht,da frage ich mich jetzt warum.

      und ja, wenn es irgendwie geht, erst bilder dann fragen. :)

      gruss
      Hallo mich würde meine Akte auch sehr Interessieren da ich aber in den 70er in Berlin im Heim war wüßte ich jetzt gerne ob ich da eine Chans hätte dran zu kommen und vor allem wie ich das mache .Sorry wegen der eventuell dümmelichen frage aber bin nicht so recht schlau geworden aus dem ersten Beitrag :S

      LG Angy61
      Wege dafür gibt es Viele. Manche rufen überall an, manche übetragen das jemand anders und andere machen das schriftlich, damit man auch was in der Hand hat. Letzteres habe ich gemacht.

      Du solltest dir überlegen, wo deine Akten sein könnten. In Frage kommen Archive die mit deinem Heim und deinem damaligen Wohnort, den Wohnort deiner Eltern und dem zuständigen Jugendamt zu tun haben. Berücksichtigen muss man nun natürlich bei den neuen Bundesländern, dass es damals alles Bezirke waren und nun Bundesländer sind. Also wer ist da für was zuständig. Ich würde das einfach austesten und mir alle möglichen Post- und E-Mail-Adressen zusammensuchen. Zum einen von deinen Heimeinrichtung(en), dann von den damals und heute zuständigen Jugendämtern, dann die zuständigen Stadt- und Staatsarchive, auch jeweils für den letzten Wohnort, zur Heimentlassung. Verkehrt wäre aber auch nicht alle anderen Wohn- und Aufenthaltsorte von dir und deinen Eltern mit ein zu beziehen. Wenn du die Adressen zusammen hast, schreibst du einen Standartbrief, den du X-Mal kopierst oder ausdruckst. Den schickst du dann überall hin, lehnst dich dann zurück und wartest auf Antworten. Ich habe ja bereits geschrieben, wie ich das gemacht habe. Dass kannst du ja als Art Muster nehmen oder eben ähnlich verfahren.

      Ich persönlich würde mich anfangs immer freundlich und hilflos darstellen. Zu härteren Bandagen kann man bei Bedarf immer noch greifen.

      Du wirst dann die verschiedensten Antworten erhalten. Entweder sind sie nicht zuständig oder haben nix. Wenn sie nett sind, was natürlich auch immer auf deinen Brief ankommt, geben sie dir Tipps, wo du dich sonst noch hinwenden könntest. Da schreibst du einfach auch deinen Brief hin.

      Und so nimmt die Sache eigentlich von ganz alleine seinen Lauf. Wenn du mögliche Quellen hast, verlasse dich nicht nur auf eine, sondern zapfe alle an und nehme, was du bekommen hast.

      Das habe ich hier aber alles schon mehrmals und detailiert beschrieben. Bitte auch mal die Mühe machen, und alles sorgfältig lesen und nicht nur überfliegen. Denn genau darum hab ich´s ja auch geschrieben. Sonst hätte ich mir das auch sparen können, wenn ich hier alles noch 100 Mal schreiben und mich somit immer und immer wieder wiederholen soll. Das ist nicht böse gemeint, aber so etwas ärgert mich.
      Glaube mir, der Anfang ist nur schwer. Danach ist es ein Selbstläufer. Schreibe so viel wie möglich an und stelle dich einfach darauf ein, dass man absolut nichts findet, es aussichtslos ist und du leer ausgehst. Denn genau dann bekommst du keine Anfälle, wenn dieser Fall eintritt und freust dich um so mehr, wenn es dann doch was gibt. Richte dich auch darauf ein, dass sie dich im Kreis schicken, es eine Absage nach der anderen gibt, sie vielleicht auch gar nicht antworten oder dir gegenüber etwas patzig oder eben komisch abweisend sind. Es könnte ja sein, dass du nicht die Erste bist und man den Leuten, wie auch immer schon mal heftig auf die Füße getreten ist. Sei dir auch bewusst, dass in den Akten, sofern du welche bekommst, auch was drin stehen könnte, was dir nicht so gefällt. Wenn du alles als Kopie bekommst, ist es schön. Wenn du nur Einsicht haben, aber nichts kopieren darfst, entscheide für dich selbst, ob du eine vertraute Person mit nimmst, für den Fall, dass das Gelesene heftig ist.

      Ich wünsche dir viel Erfolg.
      Ich habe über die Fond-Anlaufstelle nun 11 Blatt Akten bekommen, welche ursprünglich vom Jugendamt Leipzig stammen und welche ich bereits für knapp 30 Euro kaufen musste. Dann habe ich noch 55 Blatt bekommen, welche ich auch schon mal vom Jugendamt Halle kostenlos erhalten habe, wie man in meinem ersten Beitrag lesen kann. Letztendlich sind diese insgesamt 66 Blatt Akten gegenüber den ca. 255 Blatt Gesamtakten, welche ich vom Stadtarchiv Halle erhalten habe, ein ganz geringer Teil.

      Somit ist wieder einmal bewiesen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, mehre Stellen anzuzapfen, selbst auf die Suche zu gehen und sich nicht allein damit zufrieden zu geben.

      PS: Ich habe gerade mitbekommen, dass einige Bilder, welche ich wo anders gehostet habe, nicht mehr angezeigt werden. Die werde ich in nächster Zeit mal updaten.
      Das will ich meinen, denn Versuch macht klug. Bei mir hat geholfen, das Staatsarchiv in Sachsen als auch das in der Stadt, in der die Jugendhilfe, d. h., ich damals auch ansässig war, anzuklingeln. Immerhin bekam ich vom Amt die dreiseitigen und rel. detailliert beschriebenen Heimeinweisungsunterlagen, allerdings auch erst dann, als ich eine Vollmacht meiner Mutter vorlegen konnte. Das ist mit Sicherheit in den einzelnen BL unterschiedlich. Die einen werden sich pedantisch an Fristen gehalten haben und andere vielleicht nicht, was dazu hat führen können, dass unsere Heimakten teilweise noch vorhanden sind.

      Bei mir sind das nach der Entlassung gut und gerne mehr als 40 Jahre und da durfte man schon in 2006 etwa davon ausgehen, dass bereits damals etwas durch die Schredder gegangen ist. Wie in einem anderen Thema bereits erwähnt, es soll eine 10 jährige Aufbewahrungspflicht bestanden haben. Auch ich hätte zu gern meine Heimkind-Akte gelesen, um wenigstens einmal meine Missetaten nachlesen zu können. Sicherlich war ich ein ganz böses Kind und meine Akte war es sicherlich auch, denn mit 10, 11 Jahren brauchte ich natürlich dringend strenge Umerziehungsmaßnahmen, egal was damit gemeint war. Ich werde doch nicht etwa umsonst in einem Heim für schwererziehbare Kinder gelandet sein. :rolleyes:

      LG Axel
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Ja. Genau so war das in etwa 2008 oder 2009. Sonst wäre ich nicht wenigstens an diese Unterlagen gekommen. Ich hab aber auch einen Kurzeintrag aus einem Heimkind Aufnahme Buch vom Landesarchiv Sachsen erhalten, in dem bestätigt wurde, dass ich dort eingewiesen wurde. Witzig ist fast schon dass ich sehr oft an den Wochenenden zumindest am Jugendamt oder wie das heute heisst, vorbeikomme. Dort sass ich als noch 10 Jähriger beim Referat für Jugendhilfe, der das beschlossen hatte, bevor ich dann mit 11 in das Spezialkinderheim musste.

      Erinnern tun mich auch Bahnhöfe und Zugverbindungen nicht so weit weg vom Heim. Ich wohn nur 60 km in der Woche jedenfalls von dort entfernt. Ist fast schon ein kleiner Trigger.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel
      Das ist schon richtig, doch als jmd. der gern Sachen auf den Grund geht, jmd. der seine Wurzeln kennen möchte, um zu verstehen, ist und war das obligatorisch, danach zu forschen. Andererseits hab ich akzeptieren lernen müssen, dass du nicht alles haben kannst, was du willst. Die Welt bricht deshalb trotzdem nicht zusammen. Ich kannte mal eine userin aus meinem Heim, die mir aus Teilen ihrer Akte vorlas. Das war zeithistorisch betrachtet schon interessant. Nun denn, ein Minimum dessen, was ich suchte, fand ich ja. Mehr gibts halt nicht.
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