Zu Christine Bergmann und ihrem 300-Seiten Schlussbericht »Runder Tisch sexueller Kindesmissbrauch« vom 24.05.2011 ( was die Medien nicht berichten ! )

    Es gibt 14 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von micky.

      Zu Christine Bergmann und ihrem 300-Seiten Schlussbericht »Runder Tisch sexueller Kindesmissbrauch« vom 24.05.2011 ( was die Medien nicht berichten ! )

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      ♦♦♦ HEIMOPFER und MISSBRAUCHSOPFER angemessen entschädigen ? ♦♦♦


      Zu Christine Bergmann und ihrem 300-Seiten Schlussbericht »Runder Tisch sexueller Kindesmissbrauch« vom 24.05.2011 ( was die Medien nicht berichten ! )

      Der evangelische Pfarrer im Ruhestand
      , Dierk Schäfer, in seinem Blog Dierk Schaefers Blog, am 25.05.2011, berichtet unter der Überschrift "»Überall, wo wir hinguckten, haben wir drei neue Baustellen entdeckt«" ( ZITAT: Bergmann ) @ dierkschaefer.wordpress.com/2011/05/25/%c2%bbuberall-wo-wir-hinguckten-haben-wir-drei-neue-baustellen-entdeckt%c2%ab/

      in Bezug auf den Medienbericht in DIE WELT / WELT-ONLINE, ebenso vom 25.05.2011, mit der Überschrift

      »Schmerzensgeld für alle«

      mit dem Untertitel

      »Missbrauchs-Beauftragte verlangt finanzielle Hilfen für die Opfer sexueller Gewalt«

      ( ein Medienbericht, der sich in den gleichgeschalteten deutschen Medien überall gleichwohl wiederspiegelt )

      und
      fragt

      Stimmt das? Schmerzensgeld für alle?

      Behinderten-Sprecher Helmut Jacob an gleicher Stelle, in Dierk Schaefers Blog, am 26.05.2011 um 23:12 Uhr ( @ dierkschaefer.wordpress.com/2011/05/25/%c2%bbuberall-wo-wir-hinguckten-haben-wir-drei-neue-baustellen-entdeckt%c2%ab/#comment-1449 )

      antwortet dann, als Einziger, diese wichtigen Fragen, die uns alle beschäftigen:

      Vorsicht Falle!

      In: „Empfehlungen der Unabhängigen Beauftragten für immaterielle und materielle Hilfen für von sexuellem Missbrauch Betroffene
      (Stand: 24.05.2011)“

      steht auf Seite 3:

      „Genugtuung und Anerkennung liegt in der Zuständigkeit der jeweiligen Institution, in der der Missbrauch stattgefunden hat, jedoch unter Einhaltung verbindlicher Standards:
      ● Verpflichtung, dass auf Wunsch von Betroffenen einmalig eine angemessene Anerkennungssumme gezahlt wird, Orientierung an gerichtlich erzielbarem Schmerzensgeld zum Zeitpunkt des Missbrauchs …“

      Die Formulierung „Orientierung an gerichtlich erzielbarem Schmerzensgeld zum Zeitpunkt des Missbrauchs“ findet sich in dem 300-Seiten Schlussbericht nicht.

      Was sagt uns diese Formulierung? Vor fünfizig Jahren kostete ein Brötchen in Eurowährung umgerechnet 1 Cent. Wird sich an der Schmerzensgeldtabelle ZUM ZEITPUNKT DES MISSBRAUCHS orientiert, werden die Summen, die im Internet herumschwirren (
      in besonderen Fällen von Gewalt über 50.000 Euro) auf keinen Fall erreicht. Milchmännchen-Rechnung: 50.000 geteilt durch 25 (25 Cent kostet heute ein Brötchen) ist 2.000 Euro. Und damit wird Frau Vollmer zu einer Wohltäterin für die Opfer. Aus ihrer Kasse sollen 4.000 Euro gezahlt werden.


      ♦♦♦ HEIMOPFER und MISSBRAUCHSOPFER angemessen entschädigen ? ♦♦♦

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      Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.( MM )
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      Wie wäre es mit einer "Klagemauer", in der jeder Name eingemeißelt wird all derer,
      der mit Sicherheit niemals auch nur mit einem Cent entschädigt wird für die
      Grausamkeiten der Verantwortlichen in staatlichen u n d kirchlichen Einrichtungen
      jemals körperlich misshandelt, in Knechtschaft gehalten und /oder sexuell missbraucht
      wurden?

      Diese Baustelle allein würde 1500 km lang (etwa von der Mitte Deutschlands nach Rom;
      dazu noch eine weitere von der Mitte Deutschlands nach Berlin),
      weil dort ALLE, wirklich ALLE Namen eingemeißelt werden müssten. Niemals wird auch nur
      ein Einziges geschundenes Kind hier in Deutschland entschädigt werden.

      Wie will denn auch nur einer von den Kindern einen hieb- und stichfesten Beweis
      vorlegen können:

      Die blauen Flecken, die Striemen, die zerschundenen Kinderhände sind längst verheilt
      und der Zwang, sexuelle Handlungen erdulden oder gar ausführen zu müssen hat
      seine Spuren längst verloren und ne Unmenge dieser nichts würdigen Täter (Menschen?)
      "ruhen in Frieden". Jedenfalls die, als die "Hoch-Zeit" dieser Verbrechensserien
      stattgefunden hat in den Nachkriegsjahren.

      Ich denke aber auch an die, die in der jüngeren Geschichte gleiches erleben und erleiden
      mussten.

      Und wer an die sogen.Entschuldigungen glaubt, die sich irgendwelche Institutionen
      von den Lippen abgezwungen haben, sollte sich die Augen mal auswaschen gehen.
      Denn echt ist nichts daran, solange diesen Lippenbekenntnissen nicht auch nur die
      geringsten Taten folgen.

      Das Ergebnis des "Runden Tisches Heimkinder" ist nach neueestem Stand nur Hohn
      und Spott und nicht denb cent wert, den es dieser "Tisch" gekostet hat, über den man
      diese Kinder nun schon wieder drüber gezogen hat.



      sazeni schrieb:

      Peter wie wäre es mit einen Aufmarsch im September in Berlin.!?


      Hallo Yvonne,

      Jede Aktion kann ich nur begrüßen, nur ist es mir aus gesundheitlichen u n d
      finanziellen Gründen nicht gestattet, an so weit entfernten Aktionen teil-
      zu nehmen.

      Ich wohne ja nun am untersten Ende der Republik und nach Berlin sind es 720 km
      Strassen-Km.

      Ich sag es offen und ehrlich: bin froh, wenn ich am Treffen teilnehmen kann;
      mehr ist leider nicht drin.

      LG Peter



      Hallo !
      Nun bin auch über den Abschlußbericht des Runden Tisches und den dazu von der Beauftragten der Bundesregierung Frau Bergmann über den 300 Seitigen Bericht schockiiert.Ihre zu
      Anfang gemachten Erklärungen bei der Amtsübernahme hörten sich noch ganz anders an,wie jetzt in Ihren 300 Seitigem Bericht.Es war und ist bis zum heutigen Zeitpunkt nie Angedacht
      gewesen wirklich politische Aufarbeitung geschweige eine angemessene Endschädigung für ehemalige Heimkinder aus Ost und West umzusetzen.Es hat sich wieder einmal gezeigt,das
      wir nur als billiges Werkzeug für die da Oben benutzt worden sind.Um Ihre Ziele umzusetzen ist denen jedes Mitttel recht.Es bewahrheitet sich der Spruch"Wessen Brot ich eß, u.s.w."
      Ich möchte die DDR auch nicht mehr zurück haben,aber die BRD übertrifft alle in den Dreck gezogenen Dikaturen unserer Zeitepoche um ein vielfaches.Es sind nicht mehr die vom Volk
      gewählten Verteter,die,die Interessen Aller umsetzen sollen.Bei jeder Vereidigung hört man den Satz"So wahr mir Gott helfe."Ich frage mich im Ernst,in welcher Zeit wir heute leben.Wenn die BRD bis heute noch auf der suche nach dem christlichen Abendland ist,dann kann sie sich ja einen zweiten Staat in Rom im Vatikan neben dem Vertreter Gottes auf Erden schaffen.Für wie Dumm wollen uns diese Leute halten.So etwas zeigt nur,das Sie bis heute aus der Vergangenheit nichts gelernt haben.Es ist wirklich ein Armutszeugnis,was Sie sich selber ausgestellt haben.Armes Deutschland.Ich möchte mit den Worten schließen."Ich habe fertig."
      Euer Teddy 07.
      Hallo Peter,

      geht mir ja nicht anders.
      Okay, ich bin noch so gesundheitlich auf der Höhe, aber finanziell, geht es bei mir auch nicht.
      Wir können ja bei der Planung helfen, ist ja genug dabei zu beachten, vielleicht kommen ganz viele zusammen.
      Kann nur sagen: Auf nach Berlin, zeigen wir Ehemalige uns!!!

      lg.Yvonne

      Zu Christine Bergmann und ihrem 300-Seiten Schlussbericht »Runder Tisch sexueller Kindesmissbrauch« vom 24.05.2011 ( was die Medien nicht berichten ! )

      .
      In Bezug auf meinen eigenen themenstartenden Beitrag, Beitrag 1 ( oben ) vom Fr. 27.05.2011, um 05:55 Uhr.

      Hier also haben die Medien das her:
      55.000 Euro
      ( und dann noch dazu einfach nur so daher gesagt ! )

      Siehe @
      youtube.com/user/akradio1#p/a/u/0/crUKrQ9a2LU
      crUKrQ9a2LU

      Und siehe DAZU auch in Dierk Schaefers Blog: »Die Bordellisierung mißbrauchter Kinder« @ dierkschaefer.wordpress.com/2011/05/27/die-bordellisierung-misbrauchter-kinder/
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      Hallo Peter,

      welcher Link funktioniert nicht?
      Hinweis:

      Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

      Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.
      Peter das heißt, hier stehen von User Martini zu viele links drin. Finde ich persönlich unsinn, aber manche fühlen sich davon wohl noch immer gestört, obwohl sie es doch gewöhnt sein müssten, bei mehr als fünf Jahre Heimforenleben.

      Ich sehe nur drei Links und die müssten gehen, wenn sie in die eigene Browserzeile eingegeben werden. Youtube klappt und wordexpress klappt auch.
      Hallo Ihr Lieben,hatte folgendes als E-maile heute bekommen.


      Familie„Durchbruch“ beim Entschädigungsfonds für Heimkinder
      Freitag, 27.05.2011, 17:08
      Familie - „Durchbruch“ beim Entschädigungsfonds für Heimkinder
      dpa Misshandelte ehemalige Heimkinder aus Ostdeutschland sollen die gleiche Entschädigung erhalten wie westdeutsche Heimkinder. (Symbolbild)
      Misshandelte ehemalige Heimkinder aus Ostdeutschland sollen nach dem Willen der Familienminister „möglichst umgehend“ die gleiche Entschädigung erhalten wie westdeutsche Heimkinder. Dafür sprachen sich die Jugend- und Familienminister der Länder am Freitag bei einer Konferenz in Essen aus.
      Außerdem sollen die Länder zügig die Voraussetzungen schaffen, um sich an dem vorgesehenen Opferhilfsfonds zu beteiligen. An dem 120 Millionen Euro umfassenden Fonds für Heimkinder, die die in den 50er und 60er Jahren in den Einrichtungen misshandelt wurden, wollen sich Bund und Kirchen ebenfalls mit je einem Drittel beteiligen. Die Vorsitzende der Konferenz, Nordrhein-Westfalens Familienministerin Ute Schäfer (SPD), bezeichnete den Beschluss als „Durchbruch“.

      Die Minister berieten auch über einen besseren Schutz gegen sexuellen Missbrauch, die Finanzierung von Schwangerschaftsverhütung für Hartz-IV-Empfängerinnen und Betreuungsplätze für unter Dreijährige. Die Finanzierung von Krippenplätzen für Kleinkinder ist aus Sicht der Konferenz noch ungelöst.

      Länder und Kommunen benötigten einen höheren Anteil an den staatlichen Einnahmen, um ihre Verpflichtungen erfüllen zu können, unterstrich Schäfer. An dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab 2013 dürfe nicht gerüttelt werden. Bislang ist vereinbart, dass Bund, Länder und Kommunen die Kosten von zwölf Milliarden Euro zu je einem Drittel tragen sollen.
      Zur Bekämpfung sexuellen Kindesmissbrauchs fordern die Minister, dass Einrichtungen und Träger, gegen deren Mitarbeiter wegen solcher Delikte ermittelt wird, zukünftig unmittelbar informiert werden. Keine Einigung erzielte die Konferenz in der Frage, ob Hartz-IV-Empfängerinnen, die älter als 20 Jahre sind, die Kosten für die Schwangerschaftsverhütung erstattet bekommen sollen. Bislang müssen die Frauen Kosten für Verhütungsmittel nach ihrem 20. Geburtstag selbst übernehmen.
      dpa



      Quelle:Online Focus

      Liebe Grüße Micky

      Zu Christine Bergmann und ihrem 300-Seiten Schlussbericht »Runder Tisch sexueller Kindesmissbrauch« vom 24.05.2011 ( was die Medien nicht berichten ! )

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      ♦♦♦ Michael Witti und sein wie immer wertvoller Rat als Freund und Begleiter. ♦♦♦


      My bilingual legal eagle friend und Ratgeber Michael Witti, der diese Angelegenheiten auch weiterhin eng mitverfolgt schrieb mir gerade aus München ( bzw. seine Schreiben endeckt heute morgen, 29.05.2011, bei mir hier in Australien ):


      ERSTENS ( am 28.05.2011, um 13:38 Uhr ):

      Martin,

      meine Runden Tische – Überlingen (Flugunfall - meine Mandanten) und Kaprun (Tunnelbrand) konnten immer für die Opfer sich weit jenseits der Schmerzensgeldtabellen und Rechtssprechung zu Schmerzensgeld und Entschädigung einigen.

      Schön für mich, schade für Euch, dass es hier [ für die HEIMOPFER und MISSBRAUCHSOPFER ] anders ist. Aber man hätte eben mit erfahrenen Helfern arbeiten müssen und nicht mit einer Gruppe die selbst zugibt Statisten zu sein [ Dr. Hans Siegfried Wiegand und seine Verbündeten ].

      Profiarbeit der Gegenseite, nicht mehr und nicht weniger.

      LG

      Michael



      ZWEITENS ( am 28.05.2011, um 14:24 Uhr ):

      Martin,

      lass mich noch ergänzen. Frau Bergmann schlägt immerhin vor die Rechtssprechung zum Schmerzensgeld in Ansatz zu bringen und drückt die Verjährungsfrage weg. Das ist engagiert und seriös, zumal man von ihr als ehemalige Ministerin nicht erwarten kann, dass sie die Verursacher zur Rechtsfortentwicklung drängt. Das ist Aufgabe der Opfervertreter und deren Berater. Bergmann erschien mir mutig und engagiert und wischt Widerstände zB der Kirchen damit weg, dass Sie auf ihren Auftrag vom Kabinett verweist und nun die Umsetzung verlangt. Die 5000 EUR der Jesuitenorden hat sie pulverisiert. Aber mehr ist nicht zu erwarten, schon gar nicht ein Ausscheren aus der Rechtssprechung aus eigenem Antrieb. Als Ministerin ad ist sie der Staatsraison unterworfen. Opfer und Opfervertreter müssen da gegensteuern und Du warst am RTH bis Dritte aus eigenen Reihen Dich ausgrenzten. Dort liegt das Übel, nicht an der soliden Arbeit der Gegenseite.

      Immerhin können Sie diesmal die Zahlen nur mit dem Argument relativieren, dass kein Geld das Leid ersetzen kann. Letzteres ist in weiten Teilen blanker Unsinn. Eine angemessene Entschädigung ersetzt sehr wohl das Leid und entspricht unserer Rechtsordnung (z.B. OEG). Wäre ich dabei, würde man nicht müde werden zu sagen, dass weitere Forderungen nur wegen Honorar erfolgen würden. Dieser Mechanismus fehlt für die Öffentlichkeit diesmal und macht es sichtlich schwerer die dürftigen Zahlen zu rechtfertigen.

      Martin, finde Dich damit ab, dass die Politik ohne Gegenwind macht was sie will und nehme als Beispiel den Atomausstieg. Noch letztes Jahr hat die CSU – ohne Änderung der Ekenntnislage zur Gefahr der Atomkraftwerke – auf gerade diese Energie gesetzt. Joschka Fischer – die Grünen – hat man als Sektenangehörigen bezeichnet, wenn er den Ausstieg forderte und jetzt hat man neue Erkenntnisse und will raus. So geht ein Staatswesen kaputt und da wunderts nicht, dass Euer Anliegen aus den 50ziger, 60iger Jahren Spielball ist, wenn es alleine in Hand der Politiker ist. Sogar das Ghettogesetz für NS Opfer haben die Politiker der Grünen und SPD versaut. Und diese Opfergruppe ist besonders geschützt.

      Was kannst du dann als Opfer ohne Lobby und erfahrene Vertretung erwarten ?

      Dagegen ist Bergman mit ihrer Arbeit noch gut.

      LG

      Michael



      PS. Ein „legal eagle“ ist ein hochkaratiger Anwalt; und „bilingual“ nennt man jemanden der zweier Sprachen mächtig ist.
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Martin MITCHELL schrieb:

      .
      In Bezug auf meinen eigenen themenstartenden Beitrag, Beitrag 1 ( oben ) vom Fr. 27.05.2011, um 05:55 Uhr.

      Martin MITCHELL schrieb:

      Hier also haben die Medien das her: „55.000 Euro“
      ( und dann noch dazu einfach nur so daher gesagt ! )

      Martin MITCHELL schrieb:

      Siehe @ youtube.com/user/akradio1#p/a/u/0/crUKrQ9a2LU

      Martin MITCHELL schrieb:

      Und siehe DAZU auch in Dierk Schaefers Blog: »Die Bordellisierung mißbrauchter Kinder« @ dierkschaefer.wordpress.com/2011/05/27/die-bordellisierung-misbrauchter-kinder/

      Guten Tag zusammen,

      da ich seit Dez. 2009 die Runden Tische medienmäßig begleite, möchte ich jetzt hier den gesamten Pressresseablauf "Abschlußbericht sexuellen Missbrauch"(24.5.2011) von unserem Medium "Top-TV" und akradio1 (youtube) hier reinsetzen. Es wurde schon sehr viel über den Abschlußbericht Runder Tisch sexuellen Missbrauch geschrieben. Leider sehen einige Heimkinder immer noch nicht , welchen Vorteil dieser Runde Tisch uns bringen kann. Frau Volmmer hatte an dem RT-sexuellen Missbrauch versucht, das hier die gleiche Entschädigung genommen werden sollen, wie bei den Heimkinder. Sie wußte genau, dass es bei den Abwicklungen der Entschädigung von Heimkinder ansonsten Probleme geben wird. Frau Dr. Bergmann ist darauf nicht eingegangen. Es liegt zwar ein Abschlußbericht vor, doch tagt der Runde Tisch sexueller Missbrauch noch bis Ende des Jahres.
      Hier die Pressekonferenz sexueller Missbruch:

      Teil 1:

      http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/xgqtz3w-01-Abschlussbericht-RT-sexuellen-Missbrauch

      Teil 2:

      http://de.sevenload.com/sendungen/Top-TV-im-OKB/folgen/oadFE6G-02-Abschlussbericht-RT-sexuellen-Missbrauch

      Die Frage zu der Schmerzensgeldregelung ist auf unser youtubkonto zu finden. Hier ist nicht die Auskunft von 55.000 Euro die Rede:


      Es gibt von uns eine Ausarbeitung vom Runden Tisch sexueller Missbrauch, der alles beleuchtet was in den drei Ministerien bisher erarbeitet wurde. Hier sind diese Ausarbeitungen zu finden: top-medien-berlin.de/content/blogcategory/49/59/

      Für alle weiteren Aussagen finden man weiter Beiträge auf der Webseite: top-medien-berlin.de unter Kinder@Heime D

      Als kleiner Nachtrag sei erwähnt, ich bin selbst ehemaliges Heimkind, was nach der Geburt durch das Jugendamt im Heim gesteckt wurde und erst mit erreichen der Volljährigkeit entlassen wurde. Meine Schwester und ich wurden jahrelang durch den dortigen Pfarrer sexuell missbraucht.
      Sexueller Missbrauch soll nicht mehr verjähren
      Nach einem Urteil des Landgerichts Osnabrück können Traumatisierte auf Schadenersatz hoffen – selbst wenn der Fall lange zurückliegt.
      In einem bundesweit einmaligen Urteil hat das Landgericht Osnabrück einem Betroffenen Schmerzensgeld in Höhe von 7.500 Euro zugesprochen, obwohl der sexuelle Missbrauch bereits 19 Jahre zurücklag
      Ein Gerichtsurteil gibt Opfern von sexuellem Missbrauch neue Hoffnung auf Schadenersatz. Scheiterten Klagen gegen die Täter bislang meist daran, dass die weit zurückliegenden Taten zivilrechtlich verjährt waren, so urteilte nun das Landgericht Osnabrück, dass die Verjährungsfrist von drei Jahren erst beginnt, wenn das Opfer die Verdrängung der Taten überwindet und sich daran erinnert. Damit könnten traumatisierte Opfer die Chance erhalten, für Missbrauch in ihrer Kindheit finanziell entschädigt zu werden.
      In dem Osnabrücker Urteil vom 29. Dezember 2010, das jetzt zugestellt wurde und "Welt Online" vorliegt, geht es um einen 1976 geborenen Mann, der zwischen 1985 und 1990 mehrfach von einem Nachbarn seiner Großeltern sexuell missbraucht wurde. Damals offenbarte sich das Kind seiner Großmutter, fand bei ihr aber kein Gehör. Wegen dieser Abweisung und der Schwere der Taten sei bei dem Opfer eine posttraumatische Belastungsstörung entstanden, befand ein vom Gericht bestellter Gutachter: Das Opfer habe „konsequent die erlebte Traumatisierung verdrängt“.

      Opfer muss von Tat Kenntnis haben

      Erst als 2005 die Schwester des Opfers das Thema ansprach, brach bei dem Mann die Verdrängung auf. In der Folge verklagte er den Täter, der den Missbrauch vor Gericht im Grundsatz auch nicht bestritt, sich aber auf die Verjährung berief. Dagegen argumentierte das Gericht, dass die Verjährungsfrist erst beginne, wenn das Opfer von der Tat eine Kenntnis habe, die rechtliche Schritte überhaupt ermögliche. Diese Kenntnis sei beim Opfer erst nach dem Ende der Verdrängung entstanden. Somit habe die Verjährungsfrist Ende 2005 begonnen, und weil bis 2008 Klage eingereicht wurde, seien die Taten nicht verjährt. Der Täter wurde zur Zahlung von 7500 Euro plus Zinsen verurteilt.

      Dieses Urteil, zu dem laut einem Gerichtssprecher eine Berufung erwartet wird, könnte der Diskussion über die Entschädigung von Missbrauchsopfern eine neue Wendung geben. Bisher konzentrierte sich die Debatte auf gesetzliche Regelungen, nach denen die mit dem 21. Geburtstag des Opfers beginnende Verjährungsfrist von drei auf 30 Jahre erhöht werden soll. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) lässt dazu derzeit ein Gesetz erarbeiten, die SPD hat bereits einen eigenen Entwurf eingebracht. Doch nach dem Osnabrücker Urteil müssten traumatisierte Opfer jene Fristverlängerung nicht in jedem Fall abwarten.

      Urteil einzige Option auf Entschädigung

      „Die Entscheidung kann Hoffnung für viele Hundert, vielleicht Tausende Menschen sein“, sagte der Anwalt des Osnabrücker Klägers, der Meppener Jura-Professor Bernhard Weiner, der an der niedersächsischen Polizeiakademie Opfer- und Verletztenrecht lehrt. Bestätigt wird Weiner vom Opferverband „Gegen Missbrauch“. Dessen Vorsitzender Ingo Fock sagte "Welt Online“, dass „80 Prozent unserer Mitglieder das Erlittene oft jahrelang verdrängt und sich erst nach einem äußeren Anstoß wie der Missbrauchsdebatte im vergangenen Jahr bewusst gemacht haben“. Daher könne der in Osnabrück gewiesene Weg für ältere Opfer „die einzige Option sein, Entschädigungen zu erhalten“.

      ennoch hält es Fock für unerlässlich, dass die Verjährungsfrist „auf 30 Jahre erhöht oder ganz aufgehoben wird“. Eine Entschädigung für Fälle aus der Kindheit dürfe nicht allein an den Nachweis gebunden werden, dass die Taten komplett verdrängt wurden. Auf gutachterliche Prozeduren will es auch die SPD nicht ankommen lassen. Deren Rechtspolitikerin Christine Lambrecht sagte der „Welt“: „Den Menschen, die so etwas erlitten haben, sind wir es schuldig, die Verjährungsfristen rückwirkend auf 30 Jahre heraufzusetzen.“

      Quelle: Welt Online