Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: Unterstützung für Opfer der Heimerziehung – Angemessene Entschädigung für ehemalige Heimkinder umsetzen.

    Es gibt 74 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von gerry.

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      Betreffend der Anhörung im Bundestagsgebäude im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Montag, 27. Juni 2011 bezüglich dem Thema Heimopfer West UND Heimopfer Ost.


      Zur Verfügung stehen mir jetzt im genauen und vollständigen Wortlaut ( schon seit dem 22.06.2011 in meinem Besitz – per Email erhalten ) folgende WICHTIGE DOKUMENTE:


      Zur Vorlage dem

      Deutscher Bundestag
      Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
      zum Thema Heimerziehung
      am Montag, 27. Juni 2011


      ERSTENS

      ( PDF 273 KB ) 12-seitige Sellungnahme von Dr. Friederike Wapler, Juristische Fakultät - Lehrstuhl für Rechts- und Sozialphilosophie (Prof. Dr. Dr. Dietmar von der Pfordten), Georg-August-Universität Göttingen vom 22.06.2011, Ausschussdrucksache 17(13)108g – zum Thema „Heimerziehung“ – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011.

      ZWEITENS

      ( PDF 1.49 MB ) 10-seitige Schriftliche Kurzstellungnahme von Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), Berlin, vom 21.06.2011, Ausschussdrucksache 17(13)108a – zum Thema „Heimerziehung“ – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011.

      DRITTENS

      ( PDF 155 KB ) 7-seitige Erklärung und Stellungnahme von Ralf Weber, Vorsitzender des Opferbeirates der Gedenkstätte GJWH Torgau, vom 21.06.2011, Ausschussdrucksache 17(13)108b – zum Thema „Heimerziehung“ – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011 [ der in seiner Stellungnahme, u.a., die Meinung vertritt, DIE LINKE „wende“ sich mit ihrem Antrag im Bundestag – BT Drs. 17/6093 vom 08.06.201 – „mit keinem Wort an die Opfer der Heimerziehung Ost“ ]

      VIERTENS

      ( PDF 331 KB ) 3-seitige Stellungnahme von Prof. Dr. Christian Schrapper, Institut für Pädagogik, UNIVERSTÄT KOBLENZ-LANDAU, vom 21.06.2011, Ausschussdrucksache 17(13)108c – zum Thema „Heimerziehung“ – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011.

      FÜNFTENS

      ( PDF 415 KB ) 7-seitige Stellungnahme von Prof. Dr. Manfred Kappeler, Erziehungswissenschaftler, Sozialpädagoge, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und emeritierter Professor für Sozialpädagogik an der TU Berlin (1989-2005), vom [20.] Juni 2011, Ausschussdrucksache 17(13)108d – zum Thema „Heimerziehung“ – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011. [ Zu Professor Kappelers Biografie siehe Wikipedia @ de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Kappeler ]

      SECHSTENS

      ( PDF 212 KB ) 4-seitige Stellungnahme von Prof. Dr. Peter Schruth, Hochschule Magdeburg
      ‐Stendal, Fachbereich Sozial‐ und Gesundheitswesen, vom 20.06.2011, Ausschussdrucksache 17(13)108e – zum Thema „Heimerziehung“ – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011.

      SIEBENTENS

      ( PDF 184 KB ) 11-seitiges gemeinsames Statement katholischer und evangelischer Theologen: Prof. Wilhelm Damberg / Prof. Traugott Jähnichen / Dr. Bernhard Frings / Dr. Uwe Kaminsky, der Ruhr-Universität Bochum, Ausschussdrucksache 17(13)108f – zum Thema „Heimerziehung“, von ihnen betitelt: »Heim und Kirche – Ergebnisse des Forschungsprojektes über die konfessionelle Heimerziehung in der frühen Bundesrepublik Deutschland (1949-1972)« – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011.


      ALL DIESE DOKUMENTE, wie ich gerade festgestellt habe, stehen auch schon ONLINE und sind, individuell von hier aus aufrufbar:

      Auf der Webseite – Deutscher Bundestag

      Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Stellungnahmen

      Dokumente

      @ bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/


      Ich nehme an, dass ALL DIESE WICHTIGEN DOKUMENTE auch umgehend, zum Beispiel, auch auf der Vereinswebseite des „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ ( „VEH e.V.“ ) einsichtbar sein werden.



      Wer meine Beiträge lesen möchte ist willkommen sie zu lesen; und wer sie nicht lesen will wird nicht dazu gezwungen. Wenn sie nur einer Person helfen haben sie ihren Zweck erfüllt.

      Im Englischen würden wir sagen: "You can lead a horse to water, but you cannot make it drink."

      Jede Person wird für sich selbst entscheiden ob es für ihn / sie hilfreich ist oder nicht.
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      Bundestagsanhörung der HEIMKINDERSACHE im Familienausschuss am 27.06.2011

      Auf der von mir angegebene BUNDESTAGs-Webseite werden die Stellungnahmen der geladenen Sachverständigen wie folgt aufgeführt:

      [ Günter Saathoff ]
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_a.pdf

      [ Ralf Weber ]
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_b.pdf

      [ Prof. Dr. Christian Schrapper ]
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_c.pdf

      [ Prof. Dr. Manfred Kappeler ]
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_d.pdf

      [ Prof. Dr. Peter Schruth ]
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_e.pdf

      [ Dr. Uwe Kaminsky ]
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_f.pdf[

      [ Dr. Friederike Wapler ]
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_g.pdf]

      [ Gabriele Beyler ]
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_h.pdf

      [ Dr. Hans-Siegfried Wiegand ]
      [ Die Stellungnahme von Dr. Hans-Siegfried Wiegand bleibt bisher noch aus ] [
      Dr. Hans-Siegfried Wiegand ist Derjenige, der sich ohne Mandat alsHeimkinder-Vertreter“, am »RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG« selbst, am 10.12.2010, und nochmals öffentlich in einer Pressekonferenz am 13.12.201, dazu bereit erklärt hat einer ABSPEISUNG ALLER EHEMALIGEN HEIMKINDER zuzustimmen. ]

      [ Stand: Freitag, 24. Juni 2011, um 02:00 Uhr ( Mitteleuropäische Sommerzeit ) ]


      Bei manchen von Euch kann es vorkommen, dass das eine oder andere PDF-Dokument sehr langsam ladet. Also warten --- d.h. bitte Geduld haben.

      Oder Ihr könnt es auch mit einem anderen BROWSER versuchen: OPRA oder GOOGLE-CHROME oder SAFARI.


      Leute die planen am Montag, 27. Juni 2011 in Berlin dabei zu sein, werden gebeten sich schon um 12:00 Uhr am Haupteingang des Reichtagsgebäudes einzufinden; und bitte auch nicht vergessen Euren Personalausweis mitzubringen.


      Dem Internetauftritt DEUTSCHER BUNDESTAG @ bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/34796095_kw24_pa_familie/index.html entnommen:

      Interessierte Besucher können sich beim Sekretariat des Ausschusses ( Telefon: 030/227-37112, Fax: 030/227-36805, E-Mail: familienausschuss@bundestag.de ) unter Angabe des Vor- und Zunamens sowie des Geburtsdatums und der Personalausweis- oder Reisepassnummer anmelden. Zur Sitzung muss das Personaldokument mitgebracht werden. (ah)
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      ♦♦♦ Alles Wichtige re Anhörung der HEIMKINDERSACHE noch einmal zusammengefasst. ♦♦♦

      .
      Weiter und in Bezug auf meine vorhergehenden
      Beiträge zu diesem Thema.


      Der evangelische Pfarrer Dierk Schäfer (im Ruhestand), schreibt am Freitag Nachmittag 24.06.2011 in Dierk Schaefers Blog unter der Überschrift »Öffentliche Anhörung am 27. Juni 2011 – Heimerziehung«

      @
      dierkschaefer.wordpress.com/2011/06/24/offentliche-anhorung-am-27-juni-2011-heimerziehung/

      Martin Mitchell/Australien hat die Links gepostet [ d.h. überall im Internet bekannt gegeben und weitestgehend per Rundmail verschickt ].

      Ich habe alle Stellungnahmen [ der „Sachverständigen“ ] gelesen. Sie gehen sämtlich und deutlich über die Ergebnisse des Runden Tisches hinaus, und ich bin gespannt, wie der Bundestag damit umgehen wird.
      ( DORT, in einem Leserkommentar, von Helmut Jacob, ist auch die Rede davon, „welcher Sender“, „das“ „übertragen“ „wird! ---- wie gefragt wird von »Nobbi« in einem anderen Heimkinder-Forum )



      Ich, der Australier Martin MITCHELL, weise dementsprechend auch selbst noch einmal hier auf die offiziellen LINKS hin, die jetzt auch weitere UPDATES beinhalten.

      DEUTSCHER BUNDESTAG @
      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/index.html

      DEUTSCHER BUNDESTAG @ bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/index.html

      DEUTSCHER BUNDESTAG @ bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/Stellungnahmen/a13_108_i.pdf

      Die leztere Link bezieht sich auf

      NEUNTENS [ UPDATE vom 24.06.2011 ]

      ( 441.86 KB ) ( insgesamt 7 DIN A4 Seiten ) 3-seitige Stellungnahme - vom 24.06.2011 - von Dr. Hans-Siegfried Wiegand (der von der Schirmherrin am RTH, Dr. Antje Vollmer, eingesetzteHeimkinder-Vertreter“ – hier für sich selbst und für Eleonore Fleth und Sonja Djurovic, ebenso von der Schirmherrin eingesetzteHeimkinder-Vertreterinnen“, redend), mit 3-seitiger Anlage seinerseits der am RTH von der großen Mehrheit (d.h. von den „Anspruchsgegnern“ am RTH) abgelehnten HEIMKINDER-FORDERUNGEN, Ausschussdrucksache 17(13)108i – zum Thema „Heimerziehung“ – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011.

      ZEHNTENS [
      UPDATE vom 24.06.2011dieses Dokument fehlt weiterhin ]

      Die einzige Stellungnahme, die jetzt noch fehlt, ist die von Norbert Struck, Der Paritätische Gesamtverband e. V., Ausschussdrucksache 17(13)108j – zum Thema „Heimerziehung“ – zu den Anträgen BT-Drs. 17/6143 vom 08.06.2011 und BT-Drs. 17/6093 vom 08.06.2011


      Der „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ ( „VEH e.V.“ ) selbst, zusätzlich zu der BEKANNTGEBUNG auf der Vereinswebseite @
      veh-ev.info/ veröffentlicht seine eigene diesbetreffende Pressemitteilung, unter der Überschrift »Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Öffentliche Anhörung am 27.12.2011 zum Thema Heimerziehung«, an vielen verschiedenen Stellen im Internet, u.a. auch

      @
      readers-edition.de/2011/06/24/ausschuss-fuer-familie-senioren-frauen-und-jugend-oeffentliche-anhoerung-am-27122011-zum-thema-heimerziehung/
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Öffentliche Anhörung am 27. Juni 2011 - Heimerziehung

      .
      Wie viele der Heimopfer West UND wie viele der Heimopfer Ost haben sich denn nun wirklich
      angemeldet um von ihrem Recht dabei zu sein Gebrauch gemacht ?

      Wie viele von ihnen werden denn nun auch wirklich zu dieser öffentlichen Anhörung im Bundestag am Montag, 27. Juni 2011 kommen ?

      Vergesst nicht --- ihr müßt schon um 12:00 Uhr anwesend sein und Euren Personalausweis mitbringen !
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      Hallo Martini und alle Regenbogenstädtler :)

      Da ich morgen nicht in Berlin sein kann,habe ich heute eine E-mail an die MdB Sybille Laurischk geschrieben und den Inhalt möchte ich Euch nicht vorenthalten.


      An den
      Ausschuss für Familie,Senioren,Frauen und Kinder
      MdB Sybille Laurischk

      Sehr geehrte Frau Laurischk


      Da ich leider aus krankhaften Gründen morgen zur Anhörung nicht in Berlin sein kann,denn noch immer bin ich nicht in der Lage auf Grund von Angstzuständen mit der Bahn zu fahren,möchte ich meinen Standpunkt zu der Frage wie man ehem.Heimkinder entschädigen kann,die von den Betreuern misshandelt wurden aus meiner Sicht darlegen.
      Erstmal darf es nicht sein,das es nur Entschädigungen für politische Hintergründe gibt.In diese Kategorie fiel ich,denn ich wurde im Dezember 2010 vom Landgericht Magdeburg strafrechtlich für die Dauer vom 17.10.1969-01.07.1972 im Spezialkinderheim Ernst-Schneller in Eilenburg rehabilitiert.
      Für mich spielt es absolut keine Rolle warum ein Kind in ein Heim mußte,aber wie dann mit uns umgegangen wurde ja zum Teil öffentlich gemacht.Von 2 ehem.Heimkindern aus Eilenburg weiß ich das diese u.a.sexuell mißbraucht wurden sind und bei einem wurde der Rehabilitierugsantrag in zweiter Distanz abgelehnt,bei dem anderen läuft der Antrag noch.
      Ich selber habe an die Kinderheimhölle kaum Erinnerungen,obwohl ich schon 12 Jahre alt war,als ich dort zwangsweise eingewiesen wurde.
      Das ist nur ein Heim unter tausenden gewesen und sollte ein Beispiel sein.
      Viele ehem.Heimkinder aus ganz Deutschland haben heute noch Folgeschäden und sind vielfach traumatisiert.Unsere Menschenrechte wurden mit Füßen getreten.Daher fordere ich das endlich alle ehem.Heimkinder entschädigt werden oder wartet man darauf das sich alles biologisch klärt,denn sehr viele sind kurz oder schon im Rentenalter.
      Dem Vorschlag von Herrn Prof.Dr.Manfred Kappler mit der monatl.Rente von 300 Euro oder eine Einmalzahlung von 54000 Euro kann ich nur begrüßen.


      Mit freundl.Gruß


      Ob es was bringt keine Ahnung.

      Liebe Grüße Micky

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      »Bundestagfachausschußsitzung 27.6.2011« --- EINE ANALYSE @ top-medien-berlin.de/content/view/1049/1/
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      Hallo Micky.. Dein Schreiben ist aussage kräftig formuliert.weiß Du ich bin heute 64 Jahre alt versuche 52 Jahre meine Vergangenheit aufzu arbeiten .. Bis heute habe ich es nicht geschafft. Um mit mir und meiner Vergangenheit endlich ins reine zu kommen habe ich mir eine Webseite anfertigen lassen.. Ich gehe damit an die öffentlichkeit und hoffe nur das ganz viele Menschen meine Webseite lesen den so war mein Leben mein Problem war nicht die Heimerziehung mein Problem war das Jugendamt und mein Stiefvater l.g. Irmchen
      Hallo Irmchen,auf Deiner Webseite war ich schon und habe gelesen,was Du durch gemacht hast und später keine eigenen Kinder bekommen konntest durch Deinen Stiefvater.Ich wünsche Dir ganz viel Kraft das Du irgentwann Deine Vergangenheit aufarbeiten kannst.Liebe Grüße Micky
      Hallo liebes Irmchen!
      Ich bin erst heute auf Dich aufmerksam geworden.Da ich zu Micky eine besondere Freundschaft aufgebaut habe und diese auch nicht mehr missen möchte schreibe ich Dir diese Zeilen.
      Da ich weiß das Du nun auch schon weit über Deine zweite Lebenshälfe bist und bis heute noch keinen Frieden,was Deine wirklich schreckliche Vergangenheit betrifft gefunden hast,möchte
      ich Dir einen Rat geben,der vieleicht Dein jetziges Leben einwenig ertäglichen macht.Du bist in einem Alter wo man nicht mehr so viele Wünschse und Träume hat.Nachdem ich auch auf
      Deiner Web-Seite eine wirklich traurige Kindheit von Dir selbst geschrieben,gelesen habe,versuch jeden Tag als Geschenk für den nächsten Tag zu sehen und Du wirst sehen,das man dann
      auch viel leichter den Alltag meistert und die Vergangenheit allmällich nicht mehr so wichtig erscheint.Ich bin zwar erst 58 Jahre,aber die haben mich auch geprägt.Die Vergangenheit holt
      einem irgendwann mal ein,aber man muß vesuchen diese nicht immer als Ballast bis zum Ende mit sich rum zu tragen.Du hast geschrieben,das Du einen lieben Freund an Deiner Seite hast,
      einen kleinen Hund(Mops)Ich hatte auch einen kleinen Hund,der mich 14 Jahre begleitet hat.Man kann durch einen solchen kleinen Kerl wirklich von der Vergangenheit abgelenkt werden.
      Bei mir ist es so gewesen.Kuck mal,Du schreibst ja selbst,das Du einen Partner hast den Du in allen Belangen des Lebens vertraust.Was gibt es denn schöneres als solche Zweisamkeit bis
      zum Lebensende.Da sollte man doch versuchen die Vergangenheit nicht mehr so wichtig zu nehmen.Man geht sonst kaputt,wenn man das jeden Tag wieder hoch holt.
      So liebes Irmchen,ich hoffe ich konnte Dir ein bischen Sonnenschein in Dein Herzbringen
      Bis bald einmal wieder Dein Teddy 07.
      :applaus: :ninja: :nummer1: :onioncannotbetrue: :onionangle1: Hallo Teddy07. Habe vielen Dank für deine Zeilen. ich weiß das Du recht hast, und ich habe es auch schon manchmal versucht , und dann hatte ich Tage wo es mir super gut ging und dann falle ich wieder in ein Tiefes Loch und meine guten Vorsätze sind dann immer im Eimer l.g. aus Berlin Irmchen

      Wenn Du am Boden liegst, dann steh auf!!!

      Hallo Irmchen, :onionhi:

      in ein tiefes Loch fallen, gebrochen sein, das wollten die Verbrecher erreichen. Lass es nicht zu, dass die es schaffen! :nono: :nono:

      Dann hätten die ja gewonnen und das darf nicht sein.

      Also, raff Dich auf, geniesse jeden Tag mit den zwei süssen Paula und Paul und mit Deinem Mann. Kopf hoch, Du bist nicht alleine. Ich weiss, es klingt einfacher, als es ist, aber Du schaffst das!!! Versuch die negativen Erinnerungen in die Versenkung zu befördern. Erfreu Dich an den schönen Dingen des Lebens. Geniesse jeden Augenblick. Ich wünsch Dir die nötige Kraft dafür. :winki:

      Liebe Grüsse von zicke :girl:
      :herz: "Einen Menschen lieben,heißt einzuwilligen,mit ihm alt zu werden." :herz:

      Albert Camus(1913-1960) frz.Erzähler und Dramatiker
      Hallo Ihr Lieben,anbei eine Zusammenfassung von der Anhörung gestern im Bundestag.



      Tatsächliche Entschädigung für Heimkinder bleibt schwierig
      Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Anhörung) - 27.06.2011
      Berlin: (hib/SKE) Sachverständige haben das Bemühen des Bundestages um eine Entschädigung misshandelter Heimkinder in den 1940er bis 1970er Jahren gewürdigt. In der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Montag Nachmittag benannten sie aber wesentliche Punkte, die sie weiter für klärungsbedürftig halten. Grundlage waren ein Antrag der Fraktionen von Union, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen (17/6143) und ein Antrag der Fraktion Die Linke (17/6093). Beide Anträge greifen Ergebnisse des vom Bundestag eingerichteten Runden Tisches ”Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren auf“. Der Tisch hatte sich mit der Misshandlung von Kindern und Jugendlichen in westdeutschen Heimen beschäftigt.

      Christian Schrapper, Professor am Institut für Pädagogik der Universität Koblenz-Landau, sagte, es gelte ”Wissen zu erzeugen“, sowohl Betroffenen als auch Verantwortlichen ”eine Stimme zu geben“ und ”öffentliche Orte der Erinnerung“ zu schaffen. ”Ich halte nichts von einer bundesweiten Gedenkstätte“, sagte Schrapper. Die Handlungsweisen in den Kinder- und Jugendheimen seien regional unterschiedlich gewesen. Es sei daher sinnvoller, regionale Gedenkstätten zu schaffen.

      Dr. Friederike Wapler, Rechtswissenschaftlerin der Universität Göttingen, benannte die Problematik der finanziellen Entschädigung. Der Runde Tisch hatte finanzielle Hilfen für die Betroffenen empfohlen. Eine pauschalisierte Entschädigung für alle Heimkinder, wie sie die Linksfraktion empfehle, werfe das Problem auf, dass alle Heime auf die gleiche Stufe gestellt würden. Bei einer individuellen Entschädigung, bei der jeder einzelne sein Leid nachweisen müsse, würden wiederum viele vor das Problem der Verjährung gestellt. Eine sogenannte Folgenlösung, wie sie der Runde Tisch nahelege, konzentriere sich auf Schäden der Opfer, die heute noch nachzuweisen seien. Dieses Vorgehen habe den Vorteil, dass Opfer ihr individuelles Leid nicht bis ins Detail nachweisen müssten. Wapler kritisierte aber eine aus ihrer Sicht mangelnde Abstimmung mit dem Runden Tisch ”Sexueller Missbrauch“. Die Gleichbehandlung beider Opfergruppen im Hinblick auf materielle Anerkennung müsse gewährleistet werden. Es sei außerdem empfehlenswert, die Zahl der Jahre, in denen Kinder misshandelt worden seien, nicht künstlich zu begrenzen. Zwar habe es in den 1970er Jahren einen Umbruch in der Erziehung der Heimkinder gegeben. Eine Misshandlung sei aber auch in den 1980er Jahren möglich gewesen und müsse ebenfalls entschädigt werden.

      Dr. Hans-Siegfried Wiegand lobte insbesondere den Antrag der Linksfraktion, der eine pauschale Entschädigung der Opfer vorsieht. ”Ich möchte davon ausgehen, dass dies kein politisches Strohfeuer ist“, sagte er mahnend. ”Es wäre verantwortungslos, bei uns Hoffnungen zu wecken, die unerfüllbar sind.“

      Ralf Weber, Vertreter des Opferbeirates des Geschlossenen Jugendwerkshofes Torgau in der ehemaligen DDR, lobte das Ansinnen des Bundestages, auch Heimkinder aus der DDR zu entschädigen. Er empfahl den Abgeordneten, den Kreis der Betroffenen bis 1990 auszudehnen. In der DDR sei das Unrecht nicht in den 70er Jahren zu Ende gewesen. Weber bezeichnete eine monatliche Rente von 150 Euro als Grundleistung für angemessen. In Torgau seien die Kinder und Jugendlichen noch schlimmer drangsaliert worden als in anderen Heimen. Nach seiner Ankunft habe er, wie alle anderen auch, stundenlang nackt auf dem Flur stehen müssen. Der Direktor habe ihn zu einem sechsstündigen Strafsport-Programm gezwungen, nach dessen Ende seine Kleidung komplett blutverschmiert gewesen sei. Mädchen, die ihre Periode hatten, seien gezwungen gewesen, sich vor den Augen der männlichen Erzieher Tampons einzuführen. ”Es hat mein Leben über 20 Jahre beeinflusst, ich kenne Leute, die haben sich bis heute nicht erholt“, so Weber.

      Norbert Struck vom Paritätischen Gesamtverband sagte, der Verband arbeite daran, aus den Erfahrungen der Vergangenheit zu lernen und Strukturen zu schaffen, die den Missbrauch künftig schwerer machen. ”Eine zentrale Erfahrung der Opfer ist die Ohnmachtserfahrung“, sagte Struck. Wichtig sei das ”Herstellen von Öffentlichkeit“ und Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche zu finden, die den Betroffenen zur Seite stünden. Auch gelte es, den Grundsatz, Kinder seien gewaltfrei zu erziehen, und seine Konsequenzen noch stärker zu beachten und dafür Umgangsformen zu entwickeln.

      Quelle:Deutscher Bundestag

      Liebe Grüße Micky

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      Vorgänge bei der Anhörung am 27.06.2011 im Bundestagsausschuss in Berlin.

      Interview nach der Anhörung vom 27.6.2011 von Peter Henselder.

      Peter Henselder interviewt Johannes Stücker-Brüning, Deutsche Bischofskonferenz, Berteich Kirche und Gesellschaft

      youtube.com/watch?v=MRVsS5QVyTM
      MRVsS5QVyTM

      Weiteres Interview nach der Anhörung vom 27.6.2011 von Peter Henselder.

      Peter Henselder interviewt Antje Vollmer


      www.youtube.com/watch?v=iIgqt9x0jZE
      iIgqt9x0jZE

      Kurzbericht von Peter Henselder:

      Peter Henselnder 28.6.2011 ca 9.00 Uhr

      Hallo Zusammen. Zu dem Verbot der Bild und Fernsehaufnahmen sei gesagt: Es haben sich vier Heimkinder schriftlich bei der Familienausschußsitzung beschwert, das sie in dieser Sitzung nicht gefilmt werden wollen. Diese Vier waren auch dann vor Ort. Was mich nur wundert, das sie im letzten Jahr in mehreren Fernsehaufnahmen zu sehen waren, dass sie sich selbst dort präsentierten. Die vier haben damit bewußt verhindert, das wir u.a. dort die Sitzung aufnehmen konnten. Wir haben diese Information gestern noch erhalten, nachdem unser Fotograf angwiesen wurde nicht zu fotografieren. Was die vier ehemaligen Heimkinder damit bezwecken wollten überlasse ich jeden einzelnen hier im Forum. Alle vier waren im letzten Jahr in verschiedenen Fernsehbeiträgen zu sehen. Sie haben sich selbst dorthin gebracht und jetzt wollen sie nicht mehr das sie gefilmt oder fotografiert werden. Außerden haben zwei ehemalige Heimkinder sich so im reichstag benommen, das die Ordner die Polizei gerufen hatten. Diese mußte dann während der Sitzung sogar bleiben, was unüblich ist. Einer der beiden stand kurz davor aus dem Reichstag durch die Polizei entfernt zu werden. Wir haben dies mit unserem Ton festgehalten.


      Kommentar von mir:

      Wolfgand Focke und Michael-Peter Schiltsky und zwei andere ehemalige Heimkinder waren diejenigen, die diesmal NICHT FOTOGRAFIERT werden wollten und dadurch das Filmen der gesamten Anhörung verhindert haben.
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      Hier ein längerer Bericht von Peter Henselder, TV-Journalist von TOP TV BERLIN, Derjenige aus Berlin, der uns schon zuvor kurz darüber berichtet hatte – ( siehe
      Beitrag 34 ) – was sich da am Montag 27.06.2011 im Reichstag abspielte

      Längerer Bericht @ top-medien-berlin.de/content/view/1051/1/

      Sachverständige zur Heimerziehung

      Geschrieben von »
      pethens« [ = Peter Henselder ]

      Mittwoch, 29. Juni 2011

      Am 27. Juni 2011 fand eine Anhörung von Sachverständigen zum Thema "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren" durch den Bundestagsausschuss für "Familie, Senioren, Frauen und Jugend" statt. Als Sachverständigen waren geladen: Gabriele Beyler (Jugendwerkhof Torgau), Dr. Uwe Kaminsky, (Evangelisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Manfred Kappeler (Professor für Erziehungswissenschaften und Sozialpädagogik), Günter Saathoff (Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“), Prof. Dr. Christian Schrapper (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Peter Schruth (Hochschule Magdeburg-Stendal), Norbert Struck (Paritätischer Gesamtverband), Dr. Friederike Wapler (Universität Göttingen, Lehrstuhl für Rechts- und Sozialphilosophie), Ralf Weber (Opferbeirat GJWH Torgau) und Dr. Hans-Siegfried Wiegand (Vertreter der Heimkinder am Runden Tisch). Sie hatten bereits schriftliche Stellungnahmen eingereicht, die inzwischen auch veröffentlicht sind.

      Thema der Befragung war vor allem die Herausarbeitung von Aspekten und Kriterien, die im Rahmen eines Entschädigungsmodell berücksichtigt werden sollten. Grundlage waren die Anträge der Bundestagsfraktionen vom 9. Juni 2011 und der Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren vom 13. Dezember 2010. Damit ist nicht nur der Rahmen der Befragung, sondern auch der Rahmen der Entschädigung abgesteckt. Doch es zeigte sich, daß der vorgegebene finanzielle Rahmen zumindest nicht so fest geschlossen ist, wie es oft den Anschein hatte. Unter dem Aspekt der Gleichbehandlung wurden auch Fälle angesprochen, die vor den 50er Jahren, aber auch nach den 60er Jahren lagen. Dazu kam die Öffnung des Runden Tisches Heimerziehung für DDR-Heime. Wie es aussieht, könnten auch die Behindertenheime ebenfalls berücksichtigt werden.

      Frau Vollmer begrüßte die Befragung und ging mit einigen Sätze auf die Entstehung, Aufgabe und Leistung des Runden Tisches Heimerziehung ein. Dabei schob sie gelegentlich auch Vergleiche mit dem Runden Tisch sexueller Missbrauch ein, dessen Ergebnisse, obgleich dieser noch nicht beendet ist, sie eher skeptisch sieht. Runde Tische sollten nicht die Regel werden. In diesem Punkte konnte sie gewiss mit Zustimmung rechnen.

      Die Stellungnahmen der Sachverständigten bewegten sich meist im Rahmen ihrer schriftlichen Vorlagen. Norbert Struck, der aus persönlichen Gründen noch keine schriftliche Ausarbeitung vorgelegt hatte, nutzte den Anlaß, ein paar Worte zum Runden Tisch "Heimerziehung" zu sagen. Er glaubte, daß der Runde Tisch Heimerziehung mit der historischen Aufarbeitung und dem Finden eines Entschädigungsmodus strukturell überfordert gewesen sei, daß in Zukunft für ungelöste Fragen es wohl besser wäre, die Fragen der historischen Aufarbeitung und der Entschädigung zu trennen. Die Forderungen der ehemaligen Heimkinder am Runden Tisch hielt er für legitim und gut begründet, es solle aber nun darum gehen, die Intentionen, die hinter diesen Forderungen stehen, in das laufende Verfahren einzubringen. Zentral war ihm die Forderung, daß die ehemaligen Heimkinder an den Strukturen der zügigen Umsetzung beteiligt werden sollen. Wichtig seien auch die Kriterien, nach denen entschädigt werden soll, d.h. die ehemaligen Heimkinder sollen einen Katalog abarbeiten, der die gravierende Punkte des Heimaufenthaltes und dessen Folgen aufschlüsselt.

      Eindrucksvoll war die Schilderung von Ralf Weber zum Alltag im Jugendwerkshof Torgau, die deutlich macht, daß innerhalb der Aufarbeitung der Heimgeschichte in der ehemaligen DDR Punkte zu berücksichtigen sind, die in Deutschland West kaum ins Gewicht fallen. Gabriele Beyler beschreibt die Bemühungen um die Aufarbeitung der Heimgeschichte der DDR am Beispiel von Torgau. Seit 1996 gibt es die Gedenkstätte Torgau, die bundesweit Heimkindern gewidmet ist. Mit Unterstützung der Europäischen Union und von Bundesstellen etc. konnten im Laufe der Zeit Ausstellungen durchgeführt werden. Hier griff die Möglichkeit der Projektförderung im Rahmen der Aufarbeitung des DDR-Unrechts. Doch werden auch Aspekte der Aufarbeitung der Heimerziehung in der Bundesrepublik und in Europa mit einbezogen.

      Prof. Schrapper plädierte für regionale Anlaufstellen und auch für regionale Gedenkstätten. (Im Zusammenhang mit der Euthanasie sind solche Gedenktorte, meist in den in psychiatrischen Einrichtungen geschaffen worden, nur fragt sich, ob mit solchen Gedenkstätten das geschehene Unrecht im allgemeinen Bewusstsein wachgehalten werden kann, oder doch zumindest an einem exponierten Ort, eine überregionale Gedenkstätte geschaffen werden sollte.)

      Eindrucksvoll war auch die Stellungnahme von Prof. Kappeler zu den Säuglingsheimen und das Problem des Hospitalismus und wie dieses in der Geschichte der Bundesrepublik immer wieder ignoriert wurde, obwohl die Schädigungen der Säuglinge durch die Massenpflege längst bekannt waren.

      Fragen der Eingruppierung der Betroffenen bzw. der Heime in verschiedene Kategorien wurden angesprochen und ein Anspruch auf Entschädigung für den Fall in Aussicht gestellt, daß die Zugehörigkeit zu einer dieser Gruppen glaubhaft gemacht werden könne. Der stringente Nachweis einer persönlichen Schädigung solle nicht erforderlich sein. Die strenge Bindung der Entschädigung an die Folgen, wie sie der Runde Tisch Heimerziehung favorisiert hatte, dürfte damit vom Tisch sein. Zur besseren Erreichbarkeit der in Aussicht genommenen Hilfen sollten regionale Anlaufstellen eingerichtet werden, die zur Sicherung der Gleichbehandlung durch eine Zentrale koordiniert werden sollen.

      Stärker als der Runde Tisch Heimerziehung, der sich vorwiegend der Aufarbeitung verpflichtet wußte, traten in einigen Fragen auch Aspekte der zukünftigen Prävention hervor. Wie sei es zu verhindern, daß Kinder in eine Lage kämen, in der sie sich ohnmächtig und hilflos fühlen und keinen Ansprechpartner finden, der sich ihres Anliegens annähme. "Kinder und Jugendliche stärken" war ein Punkt des Runden Tisches sexueller Missbrauch, in dem auch immer wieder das neue Bundeskinderschutzgesetz zur Sprache kam. Beim Runden Tisch Heimerziehung spielte dieses Gesetzesvorhaben keine Rolle, womit sich auch hier der "Blick zurück" vor den Aspekten der zukünftigen Prävention durchsetzte. Sollte dies nun korrigiert werden, so wäre das nur zu begrüssen.

      Weniger intensiv war hingegen die Frage nach der Verantwortung. Sie schwang zwar in manchen Stellungnahmen mit, doch so eindeutig, wie diese in Bezug auf die DDR-Heime ausgesprochen wurde, fehlte sie in Bezug auf die Heime in Deutschland West. Man wird abwarten müssen, was der Ausschuss aus den Vorschlägen und Anregungen der Sachverständigen machen wird.


      Hier einige Interview aus der Familienausschußsitzung vom 27.6.2011:

      Interview mit der Vorsitzende des Runden Tisch Heimerziehung, Antje Vollmer auf der Ausschußsitzung (ehemaligen Heimkinder) im Reichstag am 27.6.2011


      youtube.com/watch?v=sTjLe2S3ZaI
      sTjLe2S3ZaI

      Interview mit Katja Dörner, MdB, Bündnis90/Die Grünen auf der Ausschußsitzung (ehemaligen Heimkinder) im Reichstag am 27.6.2011

      youtube.com/watch?v=Q_3pzHj-Q94
      Q_3pzHj-Q94

      Interview mit Heidrun Dittrich, MdB, Die LINKE auf der Ausschußsitzung (ehemaligen Heimkinder) im Reichstag am 27.6.2011

      youtube.com/watch?v=QF6iEEXKWPs
      QF6iEEXKWPs

      Ein vollständiges Sitzungsprotokoll dieser Anhörung ( von offizieller Stelle ! ) wird erst in ungefähr „2 Wochen nach der Anhörung“ zur Verfügung stehen.
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      Generelle Bekanntgebung nach der Anhörung am 27.06.2011 im Bundestagsausschuss in Berlin - ausgehend von dem Büro der Ausschusses selbst


      Mail vom Familienausschuss an einen Betroffenen – Ehemaliges Heimkind – , dass er selbst nach Erhalten sofort ONLINE gesstellt hat.

      [ Freitag, 1. Juli 2011 ]

      Sehr geehrter Herr [ ... ],

      der Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages beschäftigt sich zur Zeit sehr intensiv mit dem Schicksal ehemaliger Heimkinder. Die Ausschussmitglieder sind - auch nach der hierzu durchgeführten Anhörung - sehr erschüttert über die Erlebnisberichte Betroffener.

      Gleichwohl muss ich darauf hinweisen, dass gegenwärtig noch nach Lösungen gesucht wird, wie man Opfern von Unrecht und Misshandlungen in der Heimerziehung wirksam helfen kann. Dieser Prozess wird sich noch eine Weile hinziehen und ich kann Ihnen heute noch nicht sagen, welche Möglichkeiten dann schließlich für die ehemaligen Heimkinder bestehen werden.

      Wenn auch Sie und Ihre Familie unter der Heimerziehung leiden mussten, bedauere ich das sehr. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass zunächst das weitere Verfahren abgewartet werden muss. Erst wenn die Regelungen für die ehemaligen Heimkinder feststehen, können eventuelle Anträge gestellt werden. Es steht heute noch nicht einmal fest, welche Stelle dann zu deren Entgegennahme und Bearbeitung zuständig sein wird. Ich kann Sie deshalb erst einmal nur um Geduld bitten und darum, die weitere Entwicklung zu verfolgen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Monika Jantsch

      -----------------------------------
      Deutscher Bundestag
      Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
      - Leiterin des Sekretariats -
      Platz der Republik 1
      11011 Berlin

      Telefon: +49 (0)30 227-37474
      Telefax: +49 (0)30 227-36805

      familienausschuss[@]bundestag.de
      bundestag.de
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      „'Entschädigung' für Heimkinder einfach gestalten und zügig auf den Weg bringen“

      Manfred Kolbe, MdB
      CDU-Politiker berichtet auf seiner Webseite

      @ manfred-kolbe.de/index.php?ka=1&ska=1&idn=100

      „Wenn du nicht spurst, kommst du nach Torgau!“

      Gabriele Beyler und Ralf Weber von der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof als Sachverständige im Deutschen Bundestag

      Am vergangenen [b]Montag, den 27. Juni 2011 fand eine Anhörung zum Thema „Heimkinder“ des Ausschusses für Familie, Soziales, Frauen und Jugend statt. Als Grundlage diente dabei der gemeinsame Antrag von CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis90/Die Grüne mit dem Titel „Opfern von Unrecht und Misshandlungen in der Heimerziehung wirksam helfen“ (BT-Drs. 17/6143), der eine gesamtdeutsche Aufarbeitung und Entschädigung der Opfer der Systeme der Heimerziehung in der DDR von 1949 bis 1989 sowie in der Bundesrepublik von 1949 bis 1975 fordert. Die Fraktion „Die Linke“ möchte mit einem eigenen Antrag „Unterstützung für Opfer der Heimerziehung – Angemessene Entschädigung für ehemalige Heimkinder umsetzen (BT-Drs. 17/6093) nur eine west-deutsche Aufarbeitung der Heimerziehung forcieren. Die erste Lesung der Anträge erfolgte im Plenum des Deutschen Bundestages bereits am 09. Juni 2011 (BT-Plenarprotokoll 17/114, ab S. 13053), an der bereits auch zahlreiche ehemalige DDR-Heimkinder und Vertreter der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau teilnahmen.[/b]
      Berlin - Bei der nun stattgefundenen Anhörung benannte die Unionsfraktion mit dem Vorsitzenden der Opferbeirates der Gedenkstätte „Geschlossener Jugendwerkhof Torgau“ Ralf Weber und der Vorsitzenden der gleichen Einrichtung Gabriele Beyler, zwei Sachverständige für die Heimerziehung in der DDR. Im Vorfeld konnten Stellungnahmen abgegeben werden (siehe bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/anhoerungen/Heimerziehung/index.html). Nach den jeweiligen Eingangsstatements der insgesamt zehn Sachverständigen konnten die Abgeordneten zwei Stunden Fragen an die Experten stellen, wovon bis zum Schluss rege Gebrauch gemacht wurde.

      Insbesondere die sehr persönlichen Ausführungen von Ralf Weberüber seine Erlebnisse im System der Heimerziehung ging den Abgeordneten sichtlich nahe. Weber stellte dabei den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau als zentrales Züchtigungsinstrument der Heimerziehung in der DDR dar. „Jeder Jugendliche kam aus einem der 472 DDR-Heime oder 32 Jugendwerhöfen nach Torgau und ging danach wieder in ein Heim. Nach Torgau wollte niemand, es war schlimmer als Knast. Unsere Persönlichkeit sollte dort gebrochen werden, was vorher nicht gelang.“ so Weber auf die Frage - nach persönlichen Erlebnissen in Torgau - des Bundestagsabgeordneten Manfred Kolbe (CDU), der als Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion für Heimkinder-Ost ebenfalls der Anhörung beiwohnte.

      Die ausführlichen Schilderungen und Anregungen der Experten werden nun in die weitere Antragsberatung der Abgeordneten einfließen.
      Die abschließende Beratung der Anträge ist für die kommende Sitzungswoche (07./08. Juli 2011) vorgesehen. Nach der Sommerpause soll es dann entsprechende Gesetzesvorschläge zur Einsetzung von Entschädigungsleistungen geben.

      „Für die aufgebrachte Kraft und die klaren Worten danke ich Herrn Weber und Frau Beyler ausdrücklich. Es war wichtig, das teilweise menschenverachtende System der DDR-Heimerziehung darzustellen und klar und deutlich aufzuzeigen, dass es Missbrauch und Gewalt auch vielerorts in der DDR gab, wobei hier nicht einmal die theoretische Möglichkeit bestand, sich an unabhängige Stellen zuwenden.“ so Manfred Kolbe abschließend.

      Das Protokoll der Anhörung wird in den nächsten Tagen unter bundestag.de/ öffentlich zur Verfügung gestellt.


      Und siehe auch was die Bundestagsabgeordnete Katja Dorner, KINDER- UND FAMILIENPOLITISCHE SPRECHERIN, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf ihrer Webseite zu diesem ganzen Thema zu sagen hat

      @
      katja-doerner.de/2011/06/30/entschadigung-fur-heimkinder-einfach-gestalten-und-zugig-auf-den-weg-bringen/
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      ♦♦♦ HEIMKINDER. - Weitere Anhörung im Bundesfamilienausschuss in Berlin. ♦♦♦

      Unsere Mitstreiterin Erika Tkocz macht in einem neuen speziell dafür von ihr eröffneten Thread im Freie Initiative Ehemaliger Heimkinder - Forum ( in der RUBRIK: »Bekanntmachungen: News, Links and more !« ) @ fi-ehk.de/forum/board/index.php?page=Thread&threadID=83 am Montag, 4. Juli 2011, um 23:28 Uhr uns alle darauf aufmerksam:


      Ausschuss zu dem Thema: ehemalige Heimkinder

      Mitteilung

      Die 45. Sitzung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend findet statt am:

      Mittwoch, dem 06.07.2011,
      11:00 Uhr Sitzungssaal: Saal 2.200, Sitzungsort: Paul-Löbe-Haus
      [ in Berlin, in dem sehr modernen Gebäude an der Konrad Adenauer Straße in der Nähe des Reichstagsgebäudes ]


      bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a13/tagesordnungen/a13_45_TO.pdf ( ein sechs Seiten umfassendes PDF-Dokument ).

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Formeller und offizieller Antrag der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag: UNTERSTÜTZUNG FÜR OPFER DER HEIMERZIEHUNG – ANGEMESSENE ENTSCHÄDIGUNG FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER UMSETZEN.

      .
      Heute - 06.07.2011 - auch an einigen anderen Stellen so von mir ins Netz gestellt:

      Ich habe jetzt, seit Nachmittag, Dienstag, 5. Juli 2011, in meinem Besitz ein 47-seitiges
      PDF-Dokument – im genauen Wortlaut – bezüglich der Bundesfamilienausschuss-Anhörung vom 27. Juni 2011, das sich wie folgt betitelt

      ( vielleicht weiß ja jemand ob sich dieses Dokument auch irgendwo online befindet, und, falls dem so ist, wo dies zu finden wäre. )



      Deutscher Bundestag
      17. Wahlperiode
      Protokoll Nr. 17/42

      Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
      Wortprotokoll*
      42. Sitzung

      Berlin, den 27.06.2011, 13:00 Uhr
      Sitzungsort: Reichstagsgebäude
      Sitzungssaal: 3 S 001
      Vorsitz: Sibylle Laurischk, MdB
      [/size ]

      Öffentliche Anhörung

      zu dem
      Antrag der Abgeordneten Dorothee Bär, Markus Grübel, Elisabeth Winkelmeier-Becker,
      weiterer Abgeordneter und der Fraktion der CDU/CSU
      sowie der Abgeordneten Marlene Rupprecht (Tuchenbach), Petra Crone, Christel Humme,
      weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD
      sowie der Abgeordneten Sibylle Laurischk, Christian Ahrendt, Stephan Thomae,
      weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP
      sowie der Abgeordneten Katja Dörner, Josef Philip Winkler, Volker Beck (Köln),
      weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

      Opfern von Unrecht und Misshandlungen in der Heimerziehung wirksam helfen
      BT-Drucksache 17/6143

      Antrag der Abgeordneten Heidrun Dittrich, Diana Golze, Matthias W. Birkwald,
      weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.

      Unterstützung für Opfer der Heimerziehung - Angemessene Entschädigung für ehemalige Heimkinder umsetzen [ d.h. für Heimopfer West UND für Heimopfer Ost gleichwertig umsetzen ! ]

      BT-Drucksache 17/6093


      * [b]redaktionell überarbeitete Tonbandabschrift
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!