So sieht „Heimkinder-Entschädigung“ im Vaterland aus !

    Es gibt 88 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Steffi.

      So sieht „Heimkinder-Entschädigung“ im Vaterland aus !

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      So sieht „Heimkinder-Entschädigung“ im Vaterland aus
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      Fakt ist: DIES WURDE ENTSCHIEDEN UND BESTIMMT ( alles andere ist eine Lüge! )

      In der Bundesrepublik Deutschland wurde kürzlich entschieden: Ehemalige Heimkinder, die damals
      während ihrer 'HEIMERZIEHUNG' keine erzwungenen sexuellen Dienstleistungen erbracht haben, sondern in den damaligen Heimen "nur" auf physische und psychische Weise misshandelt wurden und "nur" gezwungen wurden, unentlohnte Zwangsarbeit zu leisten, haben keinen Anspruch auf Entschädigung und werden nicht entschädigt werden. Die Organisationen der Täter und Schädiger aus Staat und Kirchen haben in dieser Sache den maßgebenden Einfluß genommen und bekommen. Ihre Entscheidung ist endgültig und nicht anfechtbar.
      Was damalige
      erzwungene sexuelle Dienstleistungen betrifft: In den USA werden Kindsopfer sexualisierter Gewalt durchschnittlich mit Summen in Höhe von 5 Millionen Dollars entschädigt. In der Bundesrepublik Deutschland bestimmen KIRCHE und STAAT maximal 5 Tausend Euros zu zahlen – genau 0,1% dessen was ein Opfer in den USA an Entschädigung bekommt ( wenn wir einfach mal für diese Zwecke die verschiedenen Währungen als gleichwertig betrachten
      ).

      Das nennt sich 'Entschädigung Made in Germany'.

      Formuliert von dem in 1946 geborenen Ehemaligen Heimkind Martin Mitchell - Australien 2011.



      That is what "Heimkinder-Compensation" looks like in the Fatherland !

      Fact is: THIS WAS DECIDED AND DECREED ( everything else is a lie ! )

      In the Federal Republic of Germany it was recently decided and decreed: Former children and youth who whilst undergoing [ non-court imposed ] 'INSTITUTIONAL CORRECTIONAL PAEDAGOGY' were not compelled to perform "sexual services" but who were "simply" physically and psychologically abused and "simply" compelled to perform unpaid forced labour, have no right to claim damages and will not be compensated. The perpetrators, ie. those having committed the abuse and caused the damage are the only ones entitled to determine the outcome of all these matters of complaint. Their determination is final and not subject to review.
      In cases of institutionalised children and youth
      having been compelled to perform "sexual services" whilst undergoing such institutionalisation: In the US the average payout of compensation to victims of "child sexual abuse" is 5 Million Dollars. In the Federal Republic of Germany CHURCH and STATE themselves determine and decree that in all such cases of "child sexual abuse" compensation shall be limited to 5 Thousand Euros – exactly 0.1% of that what victims of all such "child sexual abuse" are being paid in compensation in the US ( if we simply, for this purpose, consider the various currencies to be of equal value ).

      That is called 'Compensation Made in Germany'.

      Formulated by the in 1946 born former institutionalised child/youth Martin Mitchell - Australia 2011.
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Martin MITCHELL schrieb:

      . Das nennt sich 'Entschädigung Made in Germany'.


      Und ?......
      Was hast du geglaubt ,...dass hier Amerikanische Verhältnisse angewandt werden ?

      Wir sind nun einmal in Deutschland und da sind nun auch einmal Entschädigungszahlungen egal welcher Art kleiner.........ne viel kleiner.
      Wichtig ist glaube ich das erst einmal gezahlt wird. Unrecht egal welcher Art ist mit keinem Geld wieder Rückgängig zu machen .... aber eine Entschädigungszahlung kann wenigstens dazu führen das ich mir "Hilfsmittel" zu legen kann um mein Leben etwas besser zu gestalten....daher sind 5000 wenig bis sehr wenig.... aber es ist immerhin ein kleiner "Gewinn" gegen das Unrecht was angetan wurde.
      Wie gesagt....wir sind in DEUTSCHLAND.......

      So sieht „Heimkinder-Entschädigung“ im Vaterland aus !

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      Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen DIES in DIESEN von mir begonnen THREAD einzustellen ( zweifellos passt es jedoch auch in den einen oder anderen Thread hier in diesem Forum ).


      Nachdem man die „Heimopfer West“ über den Tisch gezogen hat --- DAS DARAUS RESULTIERENDE TRUGBILD


      Auszug aus einem 9-seitigen Newsletter @ christian-ahrendt.de/files/5974/NL_FINAL.pdf
      [ Sommer 2011 - ( ein genaues Datum ist dort nicht angegeben ) – Seite 1 und 2 ]

      ausgehend von

      [ Jurist und Rechtsanwalt ] Christian Ahrendt, MdB [ Jg. 1963 ]
      Parlamentarischer Geschäftsführer
      der FDP-Bundestagsfraktion

      [ ● 1984-1990 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg
      ● Seit 1994 Partner der Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzlei Ahrendt & Partner ( aus
      christian-ahrendt.de/Lebenslauf/4231b997/index.html ) ]

      Platz der Republik 1
      11011 Berlin

      Tel.: 030 - 227 71486
      Fax: 030 - 227 76484
      christian.ahrendt[a]bundestag.de

      christian-ahrendt.de



      Meines Erachtens

      ALLES BEDEUTUNGSLOSES NICHT RECHTSVERBINDLICHES GEFASEL


      der

      FDP
      – Die Liberalen

      und ihres Koaltionspartners

      der

      CDU/CSU – Christlich Demokratische Union/Christlich Soziale Union


      VON „ENTSCHÄDIGUNG“ KANN HIER ÜBERHAUPT NICHT DIE REDE SEINWEDER FÜR „HEIMOPFER WEST“, NOCH FÜR „HEIMOPFER OST“

      Entschädigung Ehemaliger Heimkinder

      [ Das ausserparlamentarische Gremium ] Der Runde Tisch „Heimerziehung West“ hat das öffentlich bekannt gewordene Schicksal der ehemaligen Heimkinder in den alten Bundesländern aufgearbeitet, die als Kinder und Jugendliche in den 50er und 60er Jahren in westdeutschen Erziehungsheimen brutalen Erziehungsmethoden, Zwangsarbeit und sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren. Anlass dafür war die Entscheidung [ am 27.11.2008 / 04.12.2008 ] des Petitionsausschusses im Deutschen Bundestages, wonach das erlittene Unrecht und Leid der Kinder und Jugendlichen in verschiedenen Kinderheimen an einem Runden Tisch
      erörtert
      werden sollte, um dem Anliegen und der Bedeutung des Geschehenen gerecht zu werden. Insofern war es der politische Wille, dieses Unrecht aufzuarbeiten.

      Die Praxis in den DDR-Heimen wurde in diesem Gremium nicht beleuchtet. Den Missbrauchsopfern von Kinderheimen, Aufnahme- und Beobachtungsheimen, Spezialkinderheimen, Jugendwohnheimen, dem Kombinat der Sonderheime und den Jugendwerkhöfen der sozialistischen DDR muss jedoch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall auch endlich Gehör verschafft werden.

      In den letzten Wochen [ Juni 2011 / Juli 2011 ] haben Mitglieder des Deutschen Bundestages überfraktionell an einem gemeinsamen Antrag gearbeitet. Zwar sollte der Antrag zunächst nur die Ergebnisse aus dem Runden Tisch „Heimerziehung West“ zum Gegenstand haben, aber es bestand schnell Einigkeit darüber, dass auch das Unrecht in den DDR-Heimen im Antrag behandelt werden soll.

      Denn Leid und Unrecht erlitten auch Kinder und Jugendliche in den DDR Heimen. Die Kinder- und Jugendfürsorge in der DDR verfolgte immer auch das politische Ziel, eine Unterordnung der Kinder und Jugendlichen unter die sozialistische Diktatur zu erzwingen. Gründe für die Unterbringung in Heimen waren familiärer, fürsorglicher und politischer Art.

      Angesichts des erlittenen Unrechts in Erziehungseinrichtungen der DDR halte ich es für notwendig, Hilfsangebote für Opfer aus Heimen der DDR vorzusehen und diese an den Empfehlungen des Runden Tisches Heimerziehung zu orientieren. Im Rahmen solcher Hilfsangebote sollten Leistungen berücksichtigt werden, die nach den Rehabilitierungsgesetzen für die Heimunterbringung gewährt worden sind.

      Der Antrag wurde bereits am 7. Juni 2011 in den Bundestagsfraktionen beschlossen und am 9. Juni 2011 im Plenum behandelt. Überfraktionell bestand auch Einigkeit darüber, dass dieser Zeitplan notwendig ist, um ein Zeichen gegen das begangene Unrecht zu setzen. Die Realisierung des engen Zeitplans ist uns auch gelungen.

      Mit dem am 07. Juli 2011 im Deutschen Bundestag beschlossenen fraktionsübergreifenden Antrag haben wir nun die Weichen gestellt, für Opfer aus den ehemaligen DDR-Kinderheimen eine Entschädigungslösung zu schaffen. Dazu müssen wir die Vorgänge in der ehemaligen DDR noch weiter aufarbeiten.

      Es ist ein wichtiges Signal, dass wir erlittenes Unrecht an Kindern und Jugendlichen in West- als auch in Ostdeutschland gleichermaßen anerkennen und
      Hilfsangebote
      auch für Opfer aus DDR-Heimen bereitstellen.

      Die FDP-Bundestagfraktion wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Forderungen aus dem Antrag nun zügig umgesetzt werden.



      WO KEINE „ENSCHÄDIGUNG“ ZUR VERFÜGUNG GESTELLT WIRD, IST AUCH NICHTS ZU „VERTEILEN“ AN DIE OPFER.


      05.09.2011 - Zusammengestellt und dargestellt von dem in 1946 geborenen Ehemaligen Heimkind Martin Mitchell, der seit 23. März 1964 in Australien ansässig ist und dessen eigentliche tägliche Sprache Englisch ist.
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      So sieht „Heimkinder-Entschädigung“ im Vaterland aus !

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      Kritik/Vortrag von Anwalt PETER SCHRUTH re »Runder Tisch Heimerziehung« und bezüglich dessen am 13. Dezember 2010 vorgelegten »RTH-Abschlussbericht«

      einem »Runden Tisch Heimerziehung« an dem er, PETER SCHRUTH, selbst als stimmberechtigtes Mitglied teilgenommen hat und einem »RTH-Abschlussbericht« dem er, PETER SCHRUTH, selbst zugestimmt hat.

      Kritik/Vortrag vorgetragen von Anwalt PETER SCHRUTH am Dienstag, 1. Februar 2011, auf einer
      FACHTAGUNG organisiert seitens der DIAKONIE und dem BUNDESVERBAND EVANGELISCHE BEHINDERTENHILFE ( und veranstaltet in verschiedenen Einrichtungen der DIAKONIE/BEHINDERTENHILFE
      )

      Dreitägige
      FACHTAGUNG:

      Sonntag, 30. Januar 2011; Montag, 31. Januar 2011; Dienstag, 1. Februar 2011

      »
      Materialien zur Fachtagung „Gegen unsere Ohnmacht im Umgang mit Gewalt“
      [/sizm]
      «

      aufgeführt @
      beb-ev.de/content/artikel_774_15.html
      ( letzte Aktualisierung: 08.02.2011 )


      Kritik/Vortrag von Anwalt PETER SCHRUTH re »Runder Tisch Heimerziehung« und bezüglich dessen am 13. Dezember 2010 vorgelegten »RTH-Abschlussbericht«

      Kritik/Vortrag von Anwalt PETER SCHRUTH vom Dienstag, 1. Februar 2011

      ( Vortrag auf der Fachtagung „Gegen unsere Ohnmacht im Umgang mit Gewalt“ des Bundesverbandes evangelischer Behindertenhilfe in Kooperation mit der BAG der Berufsbildungswerke am 30.1. - 1.2.2011 in der Ev. Akademie Hofgeismar )

      THEMA des Vortrags:
      »Grenzen der Aufarbeitung zugefügten erzieherischen Unrechts – am Beispiel des Runden Tisches Heimerziehung«

      beb-ev.de/files/pdf/2011/dokus/gewalt/Vortrag_Prof.%20Schruth.pdf
      ( in dieser Version ausgelegt über insgesamt 16 Seiten )

      Später auch veröffentlicht in einem anderen Format ( über 6 Seiten ) in der »„ZKJ“ – „Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jungendhilfe“ – „
      Kindschaftsrecht und Jugendhilfe
      5 2011“« ( S. 165-170)


      Und jetzt will PETER SCHRUTH die „ehemaligen Heimkinder“ / die „damaligen Anstaltsinsassen“ / die „damaligen minderjährigen Arbeitssklaven“ / die „durch die Heimerziehung Geschädigten“ organisieren, um ihnen das heute vom »Runden Tisch Heimerziehung« zugestandene
      Taschengeld – ( im Anstaltjargon Dollenmoos genannt ) – die Abspeisungsprämie von ein paar Groschen und Pfennigen unter ein paar wenigen von ihnen zu verteilen: und das nennt sich „Umsetzungsprozess
      “.
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      Oberösterreich
      Zahl der misshandelten Heimkinder steigt weiter
      11. Jänner 2012 17:59

      Das Land Oberösterreich zahlt vorerst eine Million Euro Entschädigung

      Linz - Mit einer derart großen zweiten Welle hatte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) nicht gerechnet. 66 ehemalige Heimkinder meldeten sich von Mai bis Dezember 2011 bei der Opferschutzstelle des Landes und berichteten von Übergriffen ihrer damaligen Erzieher. Im Jahr zuvor, als nach Bekanntwerden der brutalen Erziehungsmethoden in oberösterreichischen Heimen die Opferschutzkommission eingerichtet wurde, hatten sich 88 frühere Zöglinge gemeldet. Die Fälle liegen meist Jahrzehnte zurück, weshalb Pühringer glaubt, dass es bei den Betroffenen einer gewissen Reaktionszeit bedurfte, bis sie sich an die Opferschutzstelle wandten.

      13.300 Kinder waren zwischen 1945 und 1995 in den drei oberösterreichischen Heimen untergebracht. 154 von ihnen haben in den vergangenen zwei Jahren bei der Opferschutzstelle Hilfe gesucht. Sie berichteten von sexueller, psychischer und physischer Gewalt in ihrem Heimalltag. 89 Betroffenen hat das Land inzwischen eine Entschädigung zuerkannt. Am Montag dieser Woche beschloss die Regierung die Ausbezahlung von etwas mehr als einer Millionen Euro, teilten Pühringer und Landesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit.

      Finanzielle Geste

      Mehr als 25.000 Euro Entschädigung erhält jedoch keines der Opfer. Eine "finanzielle Geste", für die die früheren Heimkinder jedoch dankbar seien, versicherte der Landeshauptmann. Warum nicht alle bei der Opferschutzstelle angezeigten Fälle eine Entschädigung erhalten? Einige Opfer hätten dies nicht gewollt, andere wiederum seien in ihrer Kindheit und Jugend in einer kirchlichen Einrichtung gepeinigt worden, führte er weiter aus. Diese Fälle habe das Land an die Klasnic-Kommission, die von der katholischen Kirche zur Aufarbeitung der Misshandlungsfälle eingesetzt wurde, weitergeleitet.

      Die Arbeit der oberösterreichischen Opferschutzkommission sei aber damit laut Pühringer noch nicht beendet. Solange sich noch Betroffene melden, werde sie nicht aufgelöst. Zudem wird die Geschichte des oberösterreichischen Jugendfürsorgewesens seit dem Zweiten Weltkrieg wissenschaftlich aufbereitet. Das Oberösterreichische Landesarchiv arbeitet mit Historikern der Uni Linz und Graz zusammen. Geplant sind auch Interviews mit Heimkindern. (ker, DER STANDARD Printausgabe, 12.1.2012)

      Quelle : der Standard.at
      Man oh man ich bin es echt leid geworden,jahrelang diesen kampf und was haben wir erreicht?Ich schwöre bei gott wenn ich die möglich hätte und das schreibe ich nicht einfach so,nein ich meine es ganz ernst.Ich würde jeden einzel hintern schreibtisch vorholen,ich möchte hier lieber nicht schreiben,was ich mit diesen leuten machen würde.Diese schweinebande die haben sich an uns bereichert,und heute wollen sie uns abspeisen mit nichts.wer sowas entschieden hat gehört in den knast,ich bin so ärgerlich über diesen ganzen verlauf ich könnte ko.................echt wahr :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:
      Diakonie will ehemaligen Heimkindern helfen
      Missbrauch Pfarrer Thomas Feld ist Ansprechpartner – Historisches Forschungsprojekt in diesem Jahr geplant
      Betroffene können mit Entschädigungen bis zu 10 000 Euro rechnen. Die Hilfe soll unbürokratisch vergeben werden.

      von Anna Zacharias

      Oldenburg - Es ist kein leichtes Thema, über das Pfarrer Thomas Feld sprechen will. Der Oldenburger Diakoniechef stellt sich als Ansprechpartner für ehemalige Heimkinder, die Missbrauch erfahren haben, zur Verfügung. Bundesregierung und Kirchen stellen in einem Entschädigungsfonds insgesamt 120 Millionen Euro bereit. Auch die Diakonie hat sich an der Finanzierung beteiligt.

      In der Zeit von 1949 bis 1975 lebten etwa 700 000 bis 800 000 Kinder und Jugendliche in Heimen in der Bundesrepublik. „Für uns ist das ein ganz wichtiges Thema“, sagt Feld. Er wisse um die tiefen seelischen Folgen, die Misshandlungen und sexueller Missbrauch haben kann. „Es ist oft besser, die Verletzungen zu verarbeiten, als sie zu vergessen“, sagt er.

      Wer Opfer der zum Teil brutalen Erziehungsmethoden der Nachkriegszeit geworden ist, kann sich auch bei Städten und Gemeinden im Oldenburger Land melden. (Stadt Oldenburg: Britta Ehlke, Tel. 0441/235 2331). „Der erste Gang zu einer Förderstelle ist schwer. Deswegen möchte ich mich als Vermittlungsstelle anbieten“, sagt der Pfarrer.

      Mit den Mitteln des Entschädigungsfonds sollen Therapien für die Opfer entwickelt und auch entgangene Rentenbeiträge für jene, die zur Arbeit gezwungen wurden, zur Verfügung gestellt werden.

      „Wer glaubhaft vermitteln kann, dass er betroffen war, kann voraussichtlich mit einer Entschädigung bis zu 10 000 Euro rechnen“, sagt Feld. Die Problematik einer solchen „Beweisführung“ ist ihm bewusst. „Die Detailfragen sind dabei noch nicht ganz geklärt, aber ich gehe davon aus, dass es keine kleinlichen Beurteilungen geben wird“, erklärt Feld. Wer überhaupt in einer solchen Institution gewesen sei, bleibe davon nicht unberührt.

      Noch im Laufe dieses Jahres will die Diakonie ein Forschungsprojekt über das Thema Heimpädagogik im Dritten Reich und der Nachkriegszeit im Oldenburger Land initiieren. „Dafür sind wir auf Zeitzeugen angewiesen, die wir bitten, sich bei uns zu melden“, sagt Feld.

      Betroffene und Zeitzeugen erreichen Pfarrer Thomas Feld in Oldenburg unter Tel. 0441/2 10 01 70.

      Quelle: NWZ Online

      Diakonie will ehemaligen Heimkindern helfen.

      Den Pfarrer Thomas Feld werde ich mal anrufen und auf den Zahn fühlen. Er möchte ja gerne die Zeit der NS- Zeit durchleuchten, so wie ich das verstanden habe und Er möchte mehr über diese Zeit erfahren? Meine Heimzeit war ja gerade in der NS-Zeit, von 1936 bis 1947. :( :P :D

      So sieht „Heimkinder-Entschädigung“ im Vaterland aus !

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      Bezüglich diesem Artikel vom 10.02.2012 in der NRW-ONLINE @
      nwzonline.de/Region/Artikel/2799006/Diakonie-will-ehemaligen-Heimkindern-helfen.html ( wiedergegeben in Beitrag 9 ( oben ) )

      »Diakonie will ehemaligen Heimkindern helfen«

      Diakoniechef“ hier – „Diakoniechef“ da

      Diakoniechef“ – „will Heimkindern helfen

      …dass ich nicht lache…


      Das Ganze ist einfach nur WERBUNG für dieHilfsfonds“ „Anlauf- und Beratungsstellen


      Das Mega-Geschäftunternehmen, die „Diakonie“,

      d.h. die „Diakonischen Werke der Evangelischen Kirche in Deutschland

      sprich: die „Evangelische Kirche in Deutschland“, die sich aus den

      verschiedenen „evangelisch-lutherischen Landeskirchen“ zusammensetzt

      und vom deutschen Steuerzahler aufrechterhalten wird und von der zuvor über Jahrzehnte hinweg ergatterten Beute aus Kinder-Zwangsarbeit lebt

      will niemanden wirklich „helfen“ – nur sich selbst.
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Sind die Verbrechen begangen gegen Heimkinder „verjährt“ ?

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      HEIMKINDER. – Es gibt eigentlich gar keine „Verjährung im Zivilrecht“, es sei denn ein Beklagter oder eine Beklagte stützt sich speziell darauf und macht Gebrauch von der „Einrede der Verjährung“.


      THEMA: Zur Frage der „Verjährung“ im Zivilrecht generell in Fällen wo Kinder und Jugendliche in Heimen ( kath., ev., staatlich und privat ) vom Aufsichtspersonal misshandelt und missbraucht worden sind und für ihre Arbeitskraft ausgebeutet worden sind --- d.h. schwer geschädigt worden sind.

      Dr. jur. Christian Sailer
      Rechtsanwalt
      Max-Braun-Straße 2
      97828 Marktheidenfeld-Altfeld
      Telefon: 09391/504-200
      Telefax: 09391/504-202
      e-mail: info@kanzlei-sailer.de
      *edit* kanzlei-sailer.de

      20. Februar 2012



      Herrn Bischof
      Dr. Stephan Ackermann
      Beauftragter der Bischofskonferenz
      für alle Fragen im Zusammenhang des
      sexuellen Missbrauchs Minderjähriger
      im kirchlichen Bereich
      Bistum Trier
      54203 Trier



      Schadenersatz für die Opfer
      hier: Verzicht auf Verjährungseinreden

      Sehr geehrter Herr Dr. Ackermann

      als ein Anwalt, der seit Jahren Opfer sexueller Gewalt durch katholische Priester in Deutschland und Österreich berät und vertritt, bin ich immer wieder damit konfrontiert, dass sich die Kirche gegenüber Schadenersatzansprüchen auf die Einrede der Verjährung beruft. Auf diese Weise entledigt sie sich der Hauptlast der Wiedergutmachung der verheerenden Schaden, die Kindern und Jugendlichen durch die Sexualverbrechen ihrer Priester zugefügt wurden.

      In der Öffentlichkeit besteht der Eindruck, der auch von kirchlicher Seite immer wieder bestärkt wird, dass Verjährungsfristen unüberwindliche Hindernisse darstellen, die nur der Gesetzgeber beseitigen könnte, und auch dies nur für die Zukunft. In diesem Sinne forderten auch Sie vor kurzem eine Verlängerung oder Aufhebung der Verjährungsfristen im Zivilrecht.

      In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um einen großen Irrtum und vielleicht auch eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit, denn Verjährungsfristen greifen nur, wenn und solange sich die Kirche darauf beruft. Würde sie dies nicht tun, könnten einschränkungslos alle Missbrauchsfälle, gleich wie lange sie zurückliegen, in Zivilprozessen aufgearbeitet werden und den Opfern durch angemessene Entschädigung ihr schweres Schicksal wenigstens teilweise erleichtert werden. Ich erlebe gegenwärtig zum Beispiel, dass einer heute 50-jährigen Frau, der als Kind und junges Mädchen von einem katholischen Priester jahrelang sexuelle Gewalt zugefügt wurde, Schadenersatz für den großten Teil ihrer Leidenszeit von vornerein deshalb vorenthalten bleibt, weil sich der Würzburger Bischof auf Verjährung beruft.

      Wie wollen Sie derartiges mit den wiederholten Beteuerungen Ihrer Kirche, Wiedergutmachung zu leisten, vereinbaren? Wäre es nicht ein Gebot des Anstandes und der Ehrlichkeit, auf die Verjährungseinrede grundsätzlich zu verzichten, um die restlose Aufklärung und Entschädigung aller Missbrauchsfälle möglich zu machen? Solange Ihre Kirche das nicht tut, muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie den Opfern klerikaler Kinderschädung eine angemessene Entschädigung bewusst verweigert, um sie stattdessen mit Almosen abzuspeisen.

      Als einer der Vertreter dieser Opfer fordere ich Sie als den Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz auf, auf Ihre Amtsbrüder und alle Verantwortlichen in kirchlichen Einrichtungen einzuwirken, ab sofort auf die Flucht in die Verjährungseinrede zu verzichten und endlich den Weg für eine angemessene Entschädigung der furchtbaren Qualen der Missbrauchsopfer freizugeben.
      Da es sich um eine Angelegenheit von überragender öffentlicher Bedeutung handelt, schreibe ich diesen Brief als offenen Brief an Sie und erwarte auch eine öffentliche Antwort. Der jüngste Hinweis Ihres Sprechers, dass Sie auf offene Briefe nicht antworten würden, kann im vorliegenden Fall nicht gelten.

      Mit freundlichen Grüßen

      Christian Sailer

      Dr. Sailer

      THEMA: Zur Frage der „Verjährung“ im Zivilrecht generell in Fällen wo Kinder und Jugendliche in Heimen ( kath., ev., staatlich und privat ) vom Aufsichtspersonal misshandelt und missbraucht worden sind und für ihre Arbeitskraft ausgebeutet worden sind --- d.h. schwer geschädigt worden sind.
      .


      *edit* Bitte keine aktiven externen Links! Bei externen Links bitte immer das "h t t p : / / w w w" entfernen und gegebenenfalls den Link auch als Link, mittels Farbe (blau) und Unterstreichen kenntlich machen!
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      Was ich eh lustig finde das es laut Beschluss ja eh keine Misshandlungen mehr nach ( denke Datumsende war 1967 ) gegeben hat ?????

      Was hab ich denn dann so gehabt ( Party für Bedürftige ) , ich könnte Klagen und meine Klage würde nur einen Mülleimer sehen da mir laut Datum eh nicht`s zustehen würde da es ja abgeschlossen wurde .

      Also warum Rufen wenn man nicht ( Misshandelt ) wurde .( IRONIE lässt grüssen )

      Da nach dem Datum keinerlei Misshandlungen mehr aufgetretten sind ( Verhöhn ) .
      Hartz IV: Entschädigungen für ehemalige Heimkinder zukünftig kein Einkommen?

      Nachricht zum Thema Hartz IV / ALG II vom 26.02.2012 um 18:51 Uhr

      Das Bundesfamilienministerium plant eine Besserstellung von ehemaligen Heimkindern. Dies geht zumindest aus einem Interview des “Westfalen-Blatts” mit Ministeriumssprecher Hanno Schäfer hervor.

      Hiernach wird darüber nachgedacht, Entschädigungen für ehemalige Heimkinder bei der Berechnung des ALG II oder sonstigen Transferleistungen nicht mehr als Einkommen bedarfsmindernd zu berücksichtigen.

      Konkret geht es um einen im Jahre 2011 gegründeten und mit 120 Millionen Euro gefüllten Entschädigungsfond, aus dem frühere Heimkinder für ihre Arbeit in Industrie und Landwirtschaft entschädigt werden sollen. Momentan wird eben jener nocht nicht angetastet, um womögliche Kürzungen für die Hilfebedürftigen auszuschließen.

      Schäfer machte gegenüber dem Westfalen-Blatt deutlich, dass das Geld den ehemaligen Heimkindern komplett bleiben solle. Daher bemühe man sich, zusammen mit den Kommunen die derzeitige Regelung zu ändern. Im Falle eines Scheiterns müsste jedoch ein neues Gesetz beschlossen werden.

      Quelle: Sozial Leistungen.info
      Hallo erst mal Alle,



      wenn das so beschlossen werden soll, das die HartzIV empfänger das Geld Was Sie mal bekommen würden behalten dürfen da fliest erst mal viel wasser den fluss noch herunter.

      Wenn das Gesetz mal in kraft kommt oder beschlossen werden soll vergeht erst mal noch einige Zeit, denn das sollte ja im Januar schon losgehehen und dann haben sie es jetzt auf mitte April geschoben.

      Ich habe auch ein Antrag gestellt und mir wurde gesagt das es sich voraussetztlich biss mitte sommer sich in ziehen kann und keiner weis genau wie bwz. das alles von statten gehen los.

      Die daoben haben soviel an Vorschläge das es sich von einen zum anderen hin zieht.

      Aber jetzt warten wir erst mal ab, was mitte April raus kommt.

      ciao Detlev ;)
      Hallo,
      ich bin auf der Suche nach ehemaligen Heimbewohner die mit mir im Heime waren,
      wie im Kinderheim Reseberg in den Jahren von 1960-1970 in Hameln, sowie vom Kinderheim Johannes Falkhaus von 1970-1976 in Hephata Schwalmstadt und wie Kinderheim Ulmenhof im Johannesstift in Berlin von 1976-1980 wer da noch Bilder hat könnt mir die Bitte mal
      borgen für eine kopieren.

      Ich Bedanke mich Detlev
      Hallo Detska !

      Wenn man Rehabilitiert wird und eine Entschädigungssumme laut den §§ 17 bis 19 StrRehaG erhält, so bleibt diese Leistung als Einkommen bei Sozialleistungen, deren Gewährung von anderen Einkommen abhängig ist, unberüchsichtigt.

      Dies ist nachzulesen , im StrRehaG § 16 Abs. 4 . Demzufolge ist es meines Erachtens nur eine Frage der Begründung der Entschädigungssumme und erfordert keine Gesetzeserneuerung.



      Mfg Towi
      "Wer den Teller nicht leer aß, wurde erbarmungslos bestraft"
      Nicole Glocke: "Erziehung hinter Gittern." Mitteldeutscher Verlag
      Von Henry Bernhard

      In zahlreichen Kinderheimen Deutschlands wurde gequält, geprügelt und missbraucht. Auch in der ehemaligen DDR wuchsen rund 300.000 Mädchen und Jungen in Heimen unter häufig schmerzhaften Bedingungen auf. In "Erziehung hinter Gittern" berichtet Nicole Glocke von bewegenden Schicksalen in jenen Jugendwerkhöfen.

      Der Anspruch des Sozialismus, eine neue, bessere Welt zu schaffen, erschöpfte sich nicht in totalitären gesellschaftlichen Entwürfen, sondern plante den "neuen Menschen" gleich mit dazu: Sauber, sportlich, "den Ideen des Sozialismus treu ergeben" sollte er sein. So fordert es das Jugendgesetz der DDR von 1974. Und wie so oft, wenn Menschen zu wissen vermeinen, was für andere richtig ist, und dazu die Macht haben, ihre Überzeugungen durchzusetzen, endete auch die Erziehung zum "neuen Menschen" in Unterdrückung und Gewalt. Die Berliner Autorin Nicole Glocke hat mit drei Ehemaligen gesprochen, die von den 60er-bis in die 80er-Jahre DDR-Spezialheime, -Jugendwerkhöfe und -Jugendgefängnisse durchlaufen haben. Es geht ihr dabei weniger um die strukturellen Bedingungen als darum, die konkreten Lebenswelten dieser Jugendlichen einfühlsam zu schildern.

      "Wer den Teller nicht leer aß, wurde erbarmungslos bestraft. Für den Jungen bedeutete dies eine besondere Qual, da er diverse Suppen nicht mochte. Eines Tages ekelte er sich derart vor dem stinkenden Grießbrei, dass er sich übergeben musste. Der wütende Erzieher zwang ihn, sein Erbrochenes zu sich zu nehmen. Eine alltägliche Szene, die für die achtjährigen Kinder nichts Ungewöhnliches darstellte."

      Die Art und Weise, wie Jugendliche in die Fänge der DDR-Erziehungshilfe gerieten, mutet mitunter kafkaesk an: Eine Unbotmäßigkeit, Widerspruch, Hyperaktivität oder instabile Familienverhältnisse konnten ausreichen, ein Kind für Jahre in die Mühlen der DDR-Sonderheim-Pädagogik geraten zu lassen - mit geringen Chancen für die Eltern, ihre Kinder wieder zu "befreien". Kinder und Jugendliche, die psychologischer Hilfe bedurft hätten, wurden mit militärischen Methoden gedrillt, ihr Wille gebrochen. Nicole Glocke beschreibt überforderte, schlecht ausgebildete Erzieher und eine entsolidarisierte Häftlingsgesellschaft, in der jeder sich selbst der nächste und Stärke die einzige Chance war, psychisch zu überleben.
      "Obwohl sich die Jugendlichen nach den sportlichen Exzessen am Limit befanden - immerhin hatten sie dann 550 Liegestütze, 550 Kniebeugen und 550 Strecksprünge in den Knochen -, traute sich keiner, seine Müdigkeit zu zeigen, da dies als Vorwand für neuerliche Repressalien genutzt worden wäre. Außerdem hätte der Jugendliche, der schlappgemacht hatte, in der nächsten Nacht mit der Prügel seiner Kameraden rechnen müssen."

      Das berüchtigtste unter den DDR-Sonderheimen, die direkt der Volksbildungsministerin Margot Honecker unterstanden, war der geschlossene Jugendwerkhof Torgau. Hierher kamen die, mit denen man in anderen Heimen und Jugendwerkhöfen nicht klarkam. In Torgau wurden junge Menschen systematisch gebrochen, durch Dauersport als Gewaltmittel, Arrest für die geringsten Vergehen wie Sprechen beim Essen, mitunter auch durch Schläge und permanente Demütigungen. Das Netz der Jugendhilfe zeigte sich gerade im geschlossenen Jugendwerkhof Torgau nicht als Auffangnetz für verhaltensauffällige oder kriminelle Jugendliche, sondern als Falle. Die Insassen waren nicht nur von der Straße weg, sondern auch aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Aber auch in anderen Heimen wurden Kinder und Jugendliche ausgebeutet, dem selbstständigen Handeln entfremdet, manchmal zwangsmedikamentiert und um ihre berufliche Zukunft gebracht, ganz zu schweigen von den seelischen Schäden.

      Besonders bewegend liest sich in Glockes Buch die Geschichte eines Jungen, der, einmal als verhaltensauffällig diagnostiziert, von den ersten 19 Jahren seines Lebens zwölf in Heimen, Jugendwerkhöfen und Gefängnissen verbrachte - obwohl er Eltern hatte. Noch Jahrzehnte später fällt es ihm schwer, zu vertrauen, zu lieben, Beziehungen aufzubauen. Umso beeindruckender ist, wie der Erwachsene nach 1989 mitunter ohne Rechtsbeistand vor bundesdeutsche Gerichte zog, um Rehabilitierung, Rentenanwartschaften, Entschädigung zu erkämpfen. Erschreckend ist dabei, wie ignorant bundesdeutsche Gerichte mit dem Leid der ehemaligen Heimkinder umgehen. Mitunter zitieren sie in ihren ablehnenden Urteilen wortwörtlich die Begründungen der DDR-Jugendhilfe für eine Heimeinweisung, ohne diese zu hinterfragen. Doch am Ende gab dem heute 55-Jährigen das Bundesverfassungsgericht Recht:

      "Nach diesem Urteil können alle Kinder und Jugendliche aus der DDR, die durch Maßnahmen der Jugendhilfe in geschlossene Einrichtungen verbracht worden sind, auf Antrag rehabilitiert werden, wobei es nicht mehr ausschlaggebend ist, ob es sich um eine politische Verfolgung handelt oder nicht. Es geht vielmehr darum, dass diesen Kindern grundsätzlich Unrecht widerfahren ist und die Maßnahmen als Willkürakte gegen Kinder zu werten sind."

      Mitunter fehlt der Autorin das Augenmaß, um wirtschaftliche oder gesellschaftliche Zusammenhänge der Vergangenheit richtig zu deuten, so war mancher Mangel der Zeit, nicht der Politik geschuldet. Manchmal überschreitet sie die Grenze zum Kitsch. Dies wäre nicht passiert, hätte sie alle drei und nicht nur einen ihrer Protagonisten selbst sprechen lassen, in der Ich-Form. Sie hat sich aber leider für den Mittelweg entschieden, der hier gar nicht golden glänzt. Nicole Glocke übernimmt die Erinnerung der heute 40-/50-Jährigen unreflektiert als historische Wahrheit, auch deren Selbstgerechtigkeit überhöht mitunter das Böse. Manche Passagen gleichen Verschwörungstheorien, andere geraten zum Klischee. Immer wieder schreibt sie Kindern Gedanken zu, die man ihnen nicht zutraut. Gut gemeint, aber leider dadurch oftmals unglaubwürdig. Dennoch ist ein wichtiges Buch entstanden, denn die Aufklärung über die DDR-Sonderheime und Jugendwerkhöfe steht immer noch am Anfang.

      Nicole Glocke: "Erziehung hinter Gittern. Schicksale in Heimen und Jugendwerkhöfen der DDR". Mitteldeutscher Verlag, 336 Seiten, 16,90 Euro. ISBN: 978-3-89812-782-0

      Quelle: Deutschlandfunk