Akteneinsicht - Jugendamtakte - Heimakte - Archiv - Jugendamt ...

    Es gibt 246 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von MeeneKleene.

      Einsicht in Akte

      Danke Sazeni, ich traue mich allein gar nicht die Akte zu öffnen.
      Reinhard, mein Mann kommt mit.
      Er unterstützt mich in allem. Mit Ihm habe ich das große Glück gefunden.

      Im übrigen bin ich dabei, und das seit 1Jahr, meine Erinnerungen alle auf zu schreiben.
      Ich möchte dann ein Buch dazu herausgeben.
      Ich finde wir sollten unsere Biografin der Öffentlichkeit zu kommen zu lassen. Wir Heimkinder haben ein völlig andere Kindheit erlebt,
      als jedes andere Kind, welches in einer normalen Familie aufgewachsen ist.
      Wir mussten es später erst lernen, was "Liebe" ist, was Sie eigentlich bedeutet. Gerade für ein heranwachsendes Kind ist Sie so wichtig.
      Richtig bewusst wurde mir das erst, als ich selbst mein eigenes Kind bekam.
      Manchmal habe ich immer noch Angst, wenn etwas mit meiner eigenen Familie geschieht. Dann wäre ich wieder Mutterseelen allein auf dieser Welt.
      Insgeheim hat man solche Gedanken. Aber das sind psychische Anhängsel , die mit unserer eigenen Geschichte zu tun haben.
      Das wird vielen anderen ehemaligen Heimkindern genauso gehen.
      Nun bin ich erst einmal gespannt und doch auch etwas unruhig. Aber zusammen schaffen wir das.

      Vielen Dank nochmal, Sazenia
      PS: :rolleyes: :rolleyes: :S
      Ich berichte Euch weiter, wie meine Geschichte war und was ich bei meinen Recherchieren erlebe.
      Diese Erfahrungen müssen wir einfach weitergeben, weil andre wissen wollen und müssen-- ich glaube jeder ist froh, wenn er von anderen erfährt
      was und wie er seine Kindheit erlebt hat.
      Hallo Cornelia,das Du Dich nicht recht traust die Akte zu öffnen,kann ich nachvollziehen,denn ich hatte meine Jugendamtakte vor etwa 2 Jahren beim Jugendamt nur überflogen und nun habe ich diese als Kopie seit Januar 2011 zu Hause liegen und immer noch nicht gelesen.Es sind fast 60 Seiten.Im übrigen habe ich diese der Gedenkstätte geschlossener Jugendwerkhof Torgau und dem Bürgerbüro e.V.Berlin zur Verfügung gestellt.Nächste Woche schicke ich diese noch Herrn May des Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zu.

      Diese Erfahrungen müssen wir einfach weitergeben, weil andre wissen wollen und müssen-- ich glaube jeder ist froh, wenn er von anderen erfährt
      was und wie er seine Kindheit erlebt hat.

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      kinder-heim.de


      Sehe ich genau so,deshalb bin ich gerade dabei eine Heimkinderausstellung ins Leben zu rufen mit Unterstützung einer Landtagsabgeortneten.Das Leid was man uns ehem.Heimkindern angetan hat darf nicht in Vergessenheit geraten.

      Liebe Grüße Micky
      Hallo ihr lieben Mitglieder,

      habe gestern den 28.4. einen Brief von meinem Anwalt bekommen.
      Leider ist von meiner Heimakte nichts mehr zu finden. Ich bin schon
      ein bisschen traurig darüber. Aber da kann man wohl nichts weiter machen.
      Ich wollte euch einfach nur davon in Kenntnis setzen.


      Liebe Grüße Lilie
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit

      Heimakten, Jugendamt.

      Hallo, Ihr lieben alle,

      auch ich bin auf der Suche nach meinen Heimakten, nur habe ich da ein Problem:
      "Wo soll ich anfangen"?
      Die Organisation - T4 - war kein Jugendamt?
      Es war 1936, im Jahr der Olympiade in Deutschland und die Nazis an der Macht.

      Meine Eltern wohnten 1936, in einem kleinen Dorf bei Merseburg, als die Organisation - T4 - mit schwarzen Limosinen
      vor unserem Haus hielt und meine 5 Geschwister und mich einluden und jeden in eine andere Einrichtung verbrachten,
      denn wir Geschwister haben uns nicht wieder gesehen.
      Ich selbst war damals 2 Jahre alt und der Älteste 15 J.

      MfG.
      alrosch
      Hallo Alrosch,

      vielleicht versuchst du uns mal zu erklären, was T4 bedeutet.
      Bitte, denn es ist bestimmt noch für andere User wichtig! Falls du dich noch nicht ans Stadtarchiv Merseburg gewandt hast, wäre dies bestimmt der erste Schritt.
      Ich weiß, hört sich so dahin geschrieben an, doch ich würde da anfangen wo alles begann.
      Irgendwelche Papiere muß es ja noch geben, auch wenn es sehr schwer sein wird.
      Wann endete deine Heimzeit, bist du adoptiert?
      Alrosch, ich könnte dir noch ganz viele Fragen stellen, doch erst einmal sollte dies genügen.

      lg.Yvonne

      Heimakten, Jugendamt.

      Hallo, Ivonne,

      ich werde versuchen die Organisation - T4 - zu erklären.

      Zur Nazizeit war es üblich, das jede Gruppe, Stab oder Organisation eine Abkürzung als Kürzel hatte.
      Die Organisation - T4 - hatte in Berlin auf der Tiergart-Strasse Nr. 4 , ihren Sitz (Abkürzung = T4)
      Ob dort heute noch Betrieb herrscht, das entzieht sich meiner Kenntniss.
      Vielleicht fahr ich da mal hin und schau mir die Gegend an?

      MfG.
      alrosch
      Lieber alrosch,

      da du ja schon ein stolzes Alter hast, ist es erfahrungsgemäß, wie bei vielen früheren Heimkindern etwas schwieriger an die Akten zu kommen, was aber nicht heißen muss, dass es unmöglich ist.

      Ich schließe mich erst einmal Sazeni´s Ausführungen an, dich etwas zu präzesieren und kann dir allgemein nur folgenden persönlichen Tipp geben, da ich mir ja auch schon meine Heimakten besorgt habe.

      Setze dich am besten schriftlich mit allen zuständigen Jugendämtern und Stadtarchiven oder sonstigen Institutionen, welche für deine jeweilige Meldeadresse vor, während und nach deiner Heimzeit für dich zuständig waren, in Verbindung. Suche dir einfach im Netz die ganzen Ämter-Adresse heraus und schreibe denen einen Standart-Brief, in dem du denen dein Anliegen freundlich und vielleicht auch etwas hilflos erklärst, wenn möglich auch alle wichtigen Angaben hinzufügst, die dir noch so einfallen und eben um Hilfe bittest. So bin ich bei meiner Suche verfahren und habe eigentlich von jedem Adressant eine Auskunft bekommen.

      Ansonsten können dir hier vielleicht auch einige User eine Hilfestellung oder Tipps geben, wenn du noch einige genauere Angaben zu deinen Aufenthalten machen könntest.

      Ich wünsche dir auf jeden fall viel Erfolg bei deiner Suche.

      Gruß Jan
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

      Jugendamtsakte....

      Hallo alrosch und User !
      Ich bin mal der Frage nachgegangen.Unter dem Suchbegriff bei Googel-Kinder und Fürsorgeheime Deutschland 1936 /Abt.T4 -wird unter dem Link-Fachbereichsarbeit -wird dieser Begriff aus-
      führlich beschrieben.Habt dafür verständnis,das ich dies hier nicht ausführlich wiedergeben möchte,weil es für die Hinterbliebenen schwer zu verarbeiten ist.Lest es für selber durch und
      endscheidet ob man da noch viele Worte zu schreiben braucht.Ich bin sehr darüber erschrocken.Es ist jedenfalls keine Abt.von Jugendämtern gewesen.Vielmehr möchte ich dazu nicht
      schreiben.
      Gruß Teddy 07.
      PS.Ich bin der Hoffnung das es zu Deiner anfrage auf der Suche nach Deiner Heimakte noch Unterlagen gibt,da gerade diese Zeit von 1933-1945 Wissenschaftlich aufgearbeitet wurde und
      die Dokumente in irgendeinem Archiv lagern.Ich hoffe,das ich bischen zur Aufklärung beitragen konnte.
      Hallo Teddy,

      wenn es ein Archiv dafür gibt, dann setze doch ein Link wenigstens ein.
      Wie die Angehörigen damit umgehen, sollten wir denen überlassen, die sich damit auseinandersetzen müssen/können.
      Wegen wem sollen wir bitte schweigen.!?
      Also weshalb sollen ausgerechnet wir ehemaligen Heimkinder und deren Angehörige schweigen.!?
      Wer schweigt macht sich mitschuldig, wie oft liest man diesen Satz, wenn es um Geschichte und ihre Verbrechen an die Menschen geht.

      lg.Yvonne

      Jugendamtsakte......

      Hallo liebe sazeni !
      Im grunde genommen,stimme ich Dir auch zu mit Deiner feststellung.Aber gerade die Anfrage von alrosch zu seiner Heimakte und der dazu gemachten Angaben haben mich schockiert.
      Unter der Bezeichnung T 4 kann man sich als Außenstehender nicht viel vorstellen.Deshalb habe ich auch nur den Hinweis gegeben bei Googel den Suchbegriff einzugeben und den da-
      zu gehörenden Link anzuklicken.Es ist mir wirklich noch nicht passiert,wie ich mich in dieser Sitiation verhalten soll.Ich wollte nur damit Rücksicht auf den User alrosch nehmen und hab
      es Euch überlassen dies für Euch ganz alleine zu endscheiden.Ich habe Seinen Beitrag dazu gelesen und seine Begründung zu diesen Umständen von 1936.sazeni,bitte habe dafür Ver-
      ständnis,da ich nicht weis,wie ich mit dieser Sache angemessen umgehen sollte.Ich habe ins diesen speziellen Fall wirklich eine Blokade in mir.Es ist wirlich an Beiträgen,die ich bisher in
      den Foren gelesen habezu dieser Anfrage eine Grenze bei mir erreicht,wo ich mein Herz sprechen lassen muß.Es kann jeder unter den angegebenen Begriff bei Googel nachlesen und
      selbst endscheiden,ob Er/Sie sich auch so endschieden hätte,wie.Ich kann es einfach nicht,aus Respeckt gegenüber diesem User.Wenn Er damit kein Problem hat,dann bin ich bereit mehr
      Angaben dazu zu geben.Es muß von Ihm kommen,ob Er das auch möchte.Ich weis,das man,wenn man soetwas schreibt den anderen Seelisch verletzen kann,zumal wenn man den Zusammen-
      hang dazu nicht einordnen kann.Es wäre mir auch lieber wenn man Unbefangen über ein Tema schreiben könnte,aber hier bin ich mir unsicher.Bitte verzeih mir.
      Teddy 07.

      Danke Teddy 07

      Hallo Teddy,

      hab diesen Begriff eingegeben. Und ich danke Dir, dass Du solche Rücksicht nimmst auf alrosch. Man kann sich sicher nicht vorstellen, wie es in einem Menschen innerlich aussieht, der solche Dinge erleben musste, bzw. seine Angehörigen. Soll sich der User, welcher Interesse daran hat, diese Info rauslesen. Ich tat es und es erschüttert mich zutiefst!

      Du hast für meine Begriffe völlig richtig gehandelt, dafür nochmals Danke!!

      Schwere Kost zu solch später Stunde. Wünsche Dir und Euch allen trotzdem eine Gute Nacht.

      L G zicke
      :herz: "Einen Menschen lieben,heißt einzuwilligen,mit ihm alt zu werden." :herz:

      Albert Camus(1913-1960) frz.Erzähler und Dramatiker
      Liebe sazeni !
      Hier möchte ich Dir leider Wiedersprechen.Es gibt zwei Arten von Menschen.Der eine hat damit keine Probleme und wiederum ein anderer hat eine sehr emfindliche Seele.Dieses muß man
      genau abwägen,bevor man doch die Seele eines anderen Veletzt.Soetwas kann unbewußt,ohne das man es will schnell passieren.Ich weis genau wie schnell man einen Verletzen kann,also
      gehe ich für mich den ehrlicheren Weg und damit kann man keinem Wehtun.Nichts für ungut,liebe sazeni,aber das mußte ich noch zu später Stunde schreiben.
      Lieben Gruß Teddy 07.
      Manchmal macht man sich zu viel und manchmal auch zu wenig Gedanken darüber, was andere Menschen empfinden könnten. Es ist schon nicht verkehrt und auch rücksichtsvoll von Teddy. Aber alrosch hat es ja bereits angesprochen, ist auf der Suche nach seinen Akten, möchte sich somit mit dem Thema auseinander setzen und rechnet somit sicherlich auch damit, dass es zum Thema wird, obwohl hier das Hauptaugenmerk wohl auf die Beschaffung der Akten gehen sollte.

      Vielleicht gibt es ja hier schon den einen oder anderen User, der in einer ähnlichen Situation wie alrosch war und vielleicht auch von seinen Erfahrungen zur Aktenbeschaffung berichten kann.

      Da müsste man sich wohl mal kundig machen, wo die Akten von dieser Instution generell hingewandert sind. Ich könnte mir schon vorstellen, dass man da mal beim Stadtarchiv und Jugendamt nachfragen könnte.

      Vielleicht gibt es ja auch im Netz bereits ein paar Erfahrungsberichte, so dass man da Anhaltspunkte bekommen kann.

      Gruß Jan
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

      Teddy ich habe mit einem Behinderten Menschen jahrzehnte lang zusammengelebt und auch er war für das offene Gespräch.
      Frage nicht, wie oft uns Leute entgegentraten und diesen verbrecherischen Spruch entgegenbrachten, sogar die eigene Mutter nannte ihn verachtend Kr.....
      Er war Jahrgang 1931.

      Heimakten, Jugendamt.

      Hallo Alle,

      möchte mich noch einmal zur Situation äussern.
      Seid ca. 16 Jahre beschäftige ich mich mit der Familienforschung, bin auch in verschiedene Forschungsvereine Mitglied. (WGfF. AMF, Compgen)
      Habe meine Erinnerungen auch in dieser Zeit zu Papier gebracht, da ich aber keinen Anfang gefunden habe, gab ich diese Zeilen an einem
      Vereinsabend zum Besten. Meine Geschichte wurde Publik und der MDR in Leipzig wurde darauf aufmerksam.
      Im Jahr 2008 hat der MDR mit mir zusammen, die Familienmitglieder erforscht, es entstand auch ein Film darüber: "Spur der Ahnen. Im Visier der Nazis".
      Dieser Film wurde am 19.11.2008 im MDR ausgestrahlt.
      Danach war ich erst mal geschockt und konnte mich zu nichts mehr äussern und meine Heimakten, fehlten immer noch.
      So das war es für Heute, Eure Anteilnahme geht runter wie Honig, Danke.

      MfG.
      alrosch