Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! )

    Es gibt 154 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Martin MITCHELL.

      geld soll helfen?

      ich war seit mein 2ten lebendsjahr im heim bin seelisch wie körperlich misshandelt worden.

      habe die typische heimkindlaufbahn hinter mir mit drogen, knast, demütigungen, und vorurteilen.

      inzwischen habe ich selbst familie. eine medizien die besser ist als jede tablette!!

      meine vergangenheit holt mich immer wieder mal ein und vergessen kann ich nie.

      eine entschädigung währe mein erzeuger nachträglich wegen kindesmisshandlung einzusperren oder auch die erzieher zu bestrafen die mich misshandelt haben ( sofern sie noch leben ) ich bin 50ig da gibt es nicht mehr viele.

      Aber Geld?? was bringt mir das ?? nichts!! die vergangenheit bleibt

      frauen die sexuell misshandelt wurden und daraus resultierte kinder haben den soll mann unter die arme greifen.

      ihr solltet auch nicht vergessen: irgend wann ist man für das was man tut selbst verantwortlich, und nicht die vergangenheit. sicherlich ist sie der teil der uns prägt und verändert hat. aber eine lösung wird es nie geben die wunde zu heilen.

      Öffentliche Sitzung für ehemalige Heimkinder

      Die Sitzung ist am 12 Juni von 11 Uhr bis 17 Uhr im Bayrischen Landtag. Sie ist öffentlich . Mitdabei sind die Landtagspresidentin, Das Fernsehen, die Presse und die Kirchen sind auch vertreten. Es werden auch 2-3 Stunden die ehemaligen Heimkinder angehört. Man soll erzählen wie es ihnen dort so ergangen ist. Dies wäre eine möglichkeit die Wahrheit über den Tempelhof und andere Heime öffentlich zu machen.

      Dort soll auch das Tema Verzichtserklärung zur Sprache kommen. So wie es aussieht, soll sie für die Zukunft wegfallen,sagt meine Anlaufstelle.



      Als Ehemaliges Heimkind, ist es zur Zeit unter den gegebenen Umständen

      eine schwere seelische Belastung, wenn man einen Antrag auf Leistungen aus dem Fonds

      stellen möchte. Die Erlebnisse, die man versucht hatte innerlich zu vergraben,

      werden aufgrund der Langen, und erschwerten Antragstellung mit jedem Gespräch oder Telefonat wieder aufs Neue zur Qual.

      Hier ist zunächst das nicht vorhanden Konzept zur Umsetzung der Maßgaben

      des Runden Tisches.

      Weiter sind zu bemängeln:

      Antragstellung

      Das Elektronische Antragssystem zur Aufnahme der Anträge steht immer noch

      nicht zur Verfügung.

      Die Überarbeitung / Abschaffung der Verzichtserklärung steht noch aus.



      Es ist doch erstaunlich, dass von seitens der Zuständigen Stellen innerhalb von 2 Jahren,

      immer noch kein Vernünftiges Verfahren zur Umsetzung Zustande gebracht wurde.
      Warum Ruht der Antrag auf Leistungen des Fonds, wenn man einen Antrag aufOpferentschädigungsgesetz OEG gestellt hat. ?
      Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun

      Warum Geht der Zeitraum nur bis 1975, wo doch jeder weis, dass auch noch danach

      Die Erniedrigungen, der Missbrauch und Zwangsarbeit gang und gebe waren.
      Entschädigungsleistungen
      Wenn man überlegt, dass für Opfer von NS-Verbrechen bis Dato ca. 43 Milliarden Euro

      Bezahlt wurden und immer noch weiter bezahlt wird, oder für Marode Privat-Banken, da werden innerhalb 1 Woche mal so eben 430 Millionen aus dem Ärmel geschüttelt werden, so ist die am Runden Tisch ausgearbeitete Gesamt zur Verfügung stehende Summe von 120 Millionen Euro gerade zu Lächerlich, die dann auch noch gesplittet wird.

      100 Millionen für Sachleistungen die man im Regelfall ohnehin von den Krankenkassen bekommt.

      und 20 Millionen als Entschädigung gedacht sind

      Das ist geradezu lächerlich was für zum Teil 16-18 Jahre lange Misshandlung, Missbrauch und wenn daraus auch noch entstehenden Schwangerschaften, die dann vertuscht wurden, unentgeltlicher Kinderarbeit, und in der Folge der Möglichkeit einer versagten Berufsausbildung, die dann zwangsläufig zu einer stetig vorhanden Lebensqualität am Existenzminimum führt.

      Verzichtserklärung
      Die bis dto. existierende Verzichtserklärung nimmt den Opfern jegliches Recht auf Leistung aus dem Opferentschädigungsgesetz OEG, oder sollten Nachbesserungen eintreten, so ist eine Rechtskonformität unter diesen Voraussetzungen nicht gegeben. In Anlehnung an die Befürwortung durch Mitglieder des Bündnis 90 / Die Grünen
      und deren Forderungen übereinstimmend mit den Forderung von einer einmaligen Entschädigungszahlung in Höhe von 54000 Euro und einer Lebenslangen monatlichen, Unpfändbaren, nicht anrechenbaren und nicht zu Versteuernden Zusatzrente in Höhe von 300 Euro der mittlerweile Existierenden Verbände, z.B. VEH ( Verein ehemaliger Heimkinder ) wäre es nur gerecht für all die Qualen, die in Staatlichen und Karitativen Kinderheimen erlitten wurden.

      Fazit:

      Sicherlich kann das, dass geschehene mit Entschädigungszahlungen oder Leistungen nicht ungeschehen machen, aber man sollte diese Menschen nicht noch mit Füßen Treten, denn durch das aufwachsen in Kinderheimen, ist man ohnehin schon als „Mensch 3. Klasse“ abgestempelt, stattdessen muss Ihnen in angemessener Weise die Hilfe und Unterstützung und sei es nur in Finanzieller Art und Weise zukommen lassen.



      Denn das was in Deutschland als Entschädigung für das Erlittenen angeboten wird,

      ist geradezu lächerlich, und zeigt ein ärmliches Zeugnis der Regierung gegenüber den anderen Ländern der Europäischen Gemeinschaft wie in diesem Land mit Opfern umgegangen wird.

      Und zum Abschluss noch ein kurzes Wort zu den Vertretern der staatlichen, Kirchlichen und karitativen Einrichtungen.

      Wir wollen im Rahmen dieser Anhörung keine Lobenden Worte über Ihre geleisteten Arbeiten im Rahmen der Kinderbetreuung oder Erziehung oder über die Eingebrachten Mittel zur Entschädigung ( die geradezu lächerlich sind ) hören, sondern eine Öffentliche Entschuldigung, unter Benennung aller Einrichtungen,

      in denen im Namen der staatlichen, kirchlichen und Karitativen Fürsorge, Kinder Geschlagen, Missbraucht, und als Arbeitssklaven verkauft gehalten wurden.

      Gruß Engelchen520

      Engelchen520 schrieb:

      Und zum Abschluss noch ein kurzes Wort zu den Vertretern der staatlichen, Kirchlichen und karitativen Einrichtungen.

      Wir wollen im Rahmen dieser Anhörung keine Lobenden Worte über Ihre geleisteten Arbeiten im Rahmen der Kinderbetreuung oder Erziehung oder über die Eingebrachten Mittel zur Entschädigung ( die geradezu lächerlich sind ) hören, sondern eine Öffentliche Entschuldigung, unter Benennung aller Einrichtungen,

      in denen im Namen der staatlichen, kirchlichen und Karitativen Fürsorge, Kinder Geschlagen, Missbraucht, und als Arbeitssklaven verkauft gehalten wurden.

      Eine Öffentliche Entschuldigung mit Nennung aller Einrichtungen.......die würde Stunden...Tage dauern!!!!!!!!!
      Ja, ich wäre auch für eine ehrliche öffentliche Entschuldigung......
      Aus meinem Rentenbescheid ist herauszulesen das ab meinem 15. Lebensjahr Beiträge einbezahlt wurden,
      ich hatte aber ab meinem 13. Lebensjahr nach der Schule immer bei einem Bauer ohne Lohn im Heim arbeiten müssen,
      die Rentenkasse sagte mir das das nicht angerechnet wird da ich mit 13 Jahren noch im schulpflichtigen Alter war.
      Das hat mich echt geärgert.

      Arbeitsentgeld

      Hallo rehlein7 !

      Man bekommt nur die Arbeit vom 14. bis zum 18. Lebensjahr die Arbeit nachbezahlt. Inkl. der einzahlungen in die Rentenkasse. Was vorher war bekommt man nicht. Da wir zu diesem Alter noch Schulpflichtig waren.

      Gruß Engelchen520
      Engelchen mir wurde gesagt dass erst ab dem 15. Lebensjahr Rentenbeiträge bezahlt werden müssen und dann angerechnet werden,
      da man bis zum 15. Lebensjahr schulpflichtig ist.
      Na ja, ab 13 J. Schule und ackern müssen z.b auf dem Feld, wie ein Erwachsener und das für nichts, wenn wunderts wenn da
      schon im Teenageralter der Rücken kaputt ist.

      Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! )

      .
      Laienhafte und juristisch unwissende „Arbeitskreise“ auf Opferseite, die den TÄTERN in die Hände spielen ( und es garnicht mal merken ).


      Die Täter KIRCHEN und STAAT ( BUND unf LÄNDER ) haben unter sich einen untergesetzlichen sowohl wie aussergesetzlichen 'legalen privaten Vertrag' geschlossen die Heimopfer-WEST um eine „angemessene Entschädigung“ zu bringen, und, nur wegen dem im Grundgesetz festgeschriebenen „Gleichheitsprinzip“, VERSUCHEN SIE NUN IHR ALLES die Heimopfer-OST davon zu überzeugen das gleiche Angebot – diesen Betrug um eine „angemessene Entschädigung“ – anzunehmen. Damit es später niemand, aus West oder Ost, verfassungrechtlich anfechten kann. SIE wollen, dass die Heimopfer-WEST sowohl wie die Herimopfer-OST sich selbst, freiwillig, in Gefangenschaft begeben und in Ketten legen von denen sie sich nimmer mehr befreien können. Punkt.

      Und genau das wird geschehen in der Bundesrepublik Deutschland – in ungefähr 30 Tagen – wenn ihr nicht wachsam bleibt. Punkt.

      .
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      es fehlt wieder der bedankenbutton, aber ich bedanke mich auf diese weise für deine warnung martini. :thankyou: :thankyou: :thankyou:

      KEINE SCHMUTZIGEN "SCHWEIGEGELDER"!!!! :nono: GERECHTE ENTSCHÄDIGUNG SIEHT ANDERS AUS!!!!
      :herz: "Einen Menschen lieben,heißt einzuwilligen,mit ihm alt zu werden." :herz:

      Albert Camus(1913-1960) frz.Erzähler und Dramatiker

      Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! ) ---- d.h. im OSTEN am 1. Juli 2012 beginnen !.

      .
      Mehr komplette Erklärung wie man mit den Betroffenen in WEST UND OST umgehen will ( Nimm Dir die Zeit ALL DIES genau von Anfang bis Ende durchzulesen ).


      Was Ehemalige Heimkinder befürchtet hatten bestätigt sich als Fakt !


      ( Bezüglich der Information, die nicht an die Öffentlichkeit dringen sollte. )


      Martin Mitchell = »martini« – Netzfund vom Do. 31.05.2012, um 15:25 Uhr:

      Der Deutsche Landkreistag informiert re denHilfsfonds-Leistungenfür ehemalige Heimkinder WEST UND OST.OB „ANGERECHNET“ WIRD ODER „NICHT ANGERECHNET“ WIRD, MUß IN JEDEM EINZELFALL GESONDERT ENTSCHIEDEN WERDEN.
      Das ist was diese Bekanntgebung in RUNDSCHREIBEN - NR.: 0289/12 vom 21.05.2012 des Landkreistages Nordrhein-Westfalen aussagt – nichts anderes.


      … noch einmal das Ganze in "plain text" …


      LANDKREISTAG
      NORDRHEIN-WESTFALEN

      Kavallierstraße 8
      40213 Düsseldorf
      Zentrale: 0211.300491.0
      Direkt: 0211.300491.220
      Telefax: 0211.300491.5220
      E-Mail:
      Limbach@lkt-nrw.de

      Datum: 21.05.2012

      Aktenz.: 51.27.10 0 Li/Ho


      RUNDSCHREIBEN - NR.: 0289/12


      An die
      Mitglieder des
      Landkreistages Nordrhein-Westfalen

      Leistungen aus dem Fonds Heimerziehung / Vollzug der Ergebnisse des Runden Tischs Heimerziehung in den 1950er/60er Jahren
      Bezug: LKT – RS Nr. 0476/11 vom 29.06.2011


      Zusammenfassung:


      Der Lenkungsausschuss des Fonds „Heimerziehung West“ hat festgestellt, dass die aus dem Fondsteil „Rentenersatzfonds“ ausgezahlte entschädigungsähnliche Leistung gemäß SGB XII bzw. SGB II nicht als Einkommen in Betracht zu ziehen und nicht mit Sozial- oder vergleichbaren Leistungen gegenzurechnen ist. Entsprechend ist mit Leistungen aus dem Fonds für die Heimerziehung in der ehemaligen DDR zu verfahren.


      Sehr geehrte Damen und Herren,

      der Deutsche Landkreistag (DLT) informiert uns über den Vollzug der Leistungen für ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner von Erziehungsheimen wie folgt:

      „Zum Jahresbeginn 2012 ist der Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ eingerichtet worden. In den Fonds haben Bund, Länder und die beiden christlichen Kirchen eingezahlt. In manchen Ländern ist eine kommunale Beteiligung an den Fondsmitteln erfolgt. Parallel hierzu ist im Hinblick auf erlittenes Unrecht in der ehemaligen DDR ein Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ eingerichtet worden, der sich aus Mitteln des Bundes und der neuen Bundesländer speist.

      Seit einigen Wochen ist intensiv die Frage der Anrechnung auf andere Sozialleistungen diskutiert worden, die sich letztlich auf beide eingerichteten Fonds bezieht. Der Lenkungsausschuss für den Fonds „Heimerziehung West“ hat nunmehr festgestellt, dass die aus dem Fondsteil „Rentenersatzfonds“ des Fonds „Heimerziehung West“ ausgezahlten entschädigungsähnlichen Leistungen an Betroffene freiwillig erfolge und dafür weder eine rechtliche noch sittliche Verpflichtung der Errichter bestehe. Damit seien diese Leistungen gemäß § 84 Abs. 2 SGB XII sowie § 11a Abs. 5 SGB II nicht als Einkommen in Betracht zu ziehen und nicht mit Sozial- oder vergleichbaren Leistungen gegenzurechnen.

      Allerdings ist weitere Voraussetzung, dass die Berücksichtigung für die Leistungsberechtigten eine besondere Härte bedeuten würde (SGB XII) bzw. grob unbillig wäre oder die Lage der Leistungsberechtigten nicht so günstig beeinflussen würde, dass weitere Leistungen nicht gerechtfertigt wären (SGB II). Nach Auffassung von BMAS und BMFSFJ ist dies bei Auszahlungen aus diesem Fonds aufgrund der Gesamtumstände der Fall. Allerdings ist die Vorschrift im SGB XII als Soll-Vorschrift ausgestaltet. Es bedarf daher einer Prüfung im Einzelfall.

      Die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) wird sich im Rahmen ihrer Sitzung am 31.05. und 01.06.2012 in Hannover ebenfalls mit der Thematik befassen. Der JFMK liegt der folgende Vorschlag zum Beschluss vor:

      „Die Jugend- und Familienministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder unterstreichen die Empfehlungen des Runden Tischs Heimerziehung, dass die Leistungen aus den Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975“ sowie „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ den Betroffenen anrechnungsfrei auf andere Sozialleistungen gewährt werden. Sie unterstützen ein entsprechendes Verwaltungshandeln bei den Kommunen.“

      Der Deutsche Landkreistag hatte bei den Gesprächen mit den Bundesressorts darauf Wert gelegt, dass es für die Nichtanrechnung einer klaren Grundlage bedürfe. Zudem sollte sichergestellt sein, dass kein „Präzedenzfall“ für andere Gruppen geschaffen wird.

      Das entsprechende Schreiben des zuständigen Abteilungsleiters im BMFSFJ ist mit der Bitte um Kenntnisnahme beigefügt.“

      Mit freundlichen Grüßen

      In Vertretung

      Reiner Limbach

      Reiner Limbach

      Anlage (nur in elektronischer Form unter http://www.lkt-nrw.de/ abrufbar).


      Ich werde DIES jetzt auch überall anderswo GENAU SO ins Internet stellen - an vielen, vielen Stellen.




      Und hier ist DAS ORIGINAL dieses RUNDSCHREIBENS - NR.: 0289/12 vom 21.05.2012 als IMAGE gespeichert: https://fi-ehk.de/forum/board/index.php?page=Attachment&attachmentID=279&h=e46e355d3a1ebf4c1754b9c85067dc68d6662efc ( es besteht aber keine Garantie, dass dieses IMAGE dort bestehen bleibt )


      Heidi Dettinger = »HeidiD« – Netzfund vom Do. 31.05.2012, um 01:35 Uhr:

      Es gibt noch einen weiteren Punkt, der bei diesem ganzen Antwort-Wust immer fein säuberlich außen vor bleibt:

      Eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Kommunen ist schlicht pleite. Was heißt das und was bedeutet das für uns?

      Zunächst einmal bedeutet das, dass die Kommune durch die Kommunalaufsicht in Ihren Entscheidungen beschnitten wird. Und es heißt, dass die Kommune nicht auf Mehreinnahmen verzichten DARF! Und Mehreinnahmen heißen in diesen Fällen auch, dass die Kommune Einnahmen auf Transferleistungen anrechnen MUSS!

      Will sagen: Selbst wenn eine Kommune "guten Willens" ist, darf sie die Anrechnung nicht einfach außer Acht lassen.

      Für dieses Problem gibt es bislang noch keinerlei Lösung! Die Leistungen aus dem Rentenersatzfonds sind KEINE Schenkungen! Die Leistungen aus dem Rentenersatzfonds sind allerdings auch KEINE Schadensersatzleistungen! Sie sind aber auch keine Pflichtleistungen! Sie sind so eine Art hybrider Dingenskirchenleistung... Und wem das alles doch reichlich schwammig und gar albern vorkommt, dem kann man nur Recht geben.

      Aber:
      Nichts genaues weiß niemand nicht! Es wird weiter gerätselt, wie das zu handhaben sei, alles ist noch unklar...

      Bislang scheint nur eines klar:
      Wer zwischen 1949 und 1975 als über 14-jährige/r im Heim gearbeitet hat, dies nachweisen kann, keine Transferleistungen bekommt, keine OEG-Klage laufen hat, keine sonstige Klage, sich mit einer relativ geringen Summe zufrieden geben möchte, keine Scheu davor hat, eine Verzichtserklärung (dank Terheide und Münter nun ja auch verfassungsgerichtlicherseit als "unbedenklich" bestätigt!), kein Hartz IV oder Grundsicherung bekommt – mit anderen Worten: Wer keine Kinderarbeit geleistet hat, nicht körperlich, geistig, psychisch behindert ist, nicht besonders nach 1975 arbeitete, nicht auf mehr als 10.000 Euro Wert legt und außerdem sicher sein kann, dass es ihm nicht anders wieder aus der Tasche gezogen wird –

      Nunja, auf wen all das zutrifft, der/die soll Geld beantragen, wird es sicherlich relativ schnell bekommen, soll sich (so er/sie es denn kann) auch darüber freuen und jeden Cent genießen! Aber alle anderen sollen sich verdammt Gedanken machen, bevor sie irgendetwas unterschreiben.


      Fred Friebel = »zuma
      « – Netzfund vom Do. 31.05.2012, um 14:21 Uhr:

      Allerdings ist weitere Voraussetzung, dass die Berücksichtigung für die Leistungsberechtigten eine besondere Härte bedeuten würde (SGB XII) bzw. grob unbillig wäre oder die Lage der Leistungsberechtigten nicht so günstig beeinflussen würde, dass weitere Leistungen nicht gerechtfertigt wären (SGB II). Nach Auffassung von BMAS und BMFSFJ ist dies bei Auszahlungen aus diesem Fonds aufgrund der Gesamtumstände der Fall. Allerdings ist die Vorschrift im SGB XII als Soll-Vorschrift ausgestaltet. Es bedarf daher einer Prüfung im Einzelfall

      Ich hatte ehrlich gehofft, dass meine Befürchtungen nicht eintreten, leider werden sie durch o.g. bestätigt:

      Sozialämter, die Arge usw. sollen also NICHT pauschal NICHT anrechnen, sondern jeden Fall gesondert prüfen....was für ein Irrsinn !!!!!

      Besonders schlimm finde ich das von mir oben unterstrichene: Danach sollen die Sozialleistungen eingestellt oder gekürzt werden, wenn die Fondsleistungen höher als diese sind, was ja fast immer der Fall sein wird.

      Ich hatte ernsthaft bis jetzt damit gerechnet, dass man die fehlende Verwaltungsvorschrift noch nachholen werde, ich denke inzwischen, das hatte man nie vor.

      UND DAS GLEICHE – GENAU DAS GLEICHE – WIRD AUCH AUF DEN „HILFSFONDS HEIMERZIEHUNG-OST“ UND ALLE SEINE ANTRAGSTELLER UND ANTRAGSTELLERINNEN DARAUS ZUTREFFEN.
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! ) ---- d.h. im OSTEN am 1. Juli 2012 beginnen !

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      Es schwirren [ seit dem 01.06.2012 ] folgende gleichlautende, nichtssagende PRESSEMITTEILUNGEN VON POLITIKERN im Internet herum:
      LEISTUNGEN FÜR EHEMALIGE HEIMKINDER SOLLEN ANRECHNUNGSFREI BLEIBEN.


      Die jeweiligen sich zuständig sehenden Landesminister ( plural ! ) und Landesministerinnen ( plural ! ) können nichtkonkretwerden und können nichtskonkretesmitteilen und können nichtskonkretesbekannt geben, weil sie weder diesbetreffende Anweisungen geben können noch voraussehen oder voraussagen können wie es im Einzelfall von den vielen verschiedenen Kommunalbehörden ( Kommunalbehörden, die an das Gesetz gebunden sind ! ) gehandhabt werden wird oder wie es im Endeffekt für individuelle Antragsteller und Antragstellerinnen, die sich zu den Anlaufstellen begeben, ausgehen wird – ob dieLeistungen aus dem Hilfsfonds Heimerziehungauf andere Sozialleistungenangerechnetwerden odernicht angerechnetwerden.

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Angi90 schrieb:

      Ich frag mich nur, ob das Leid was jeder von uns durch hat, überhaupt bezahlbar ist? Jeder trägt schwer an den Erinnerungen!

      Die Vergangenheit ist wie eine Brandwunde die nach abheilen Narben hinterlässt und die Narben tragen wir ein Leben lang!!!

      Wie soll Geld alles heilen können? Aus jeden Beitrag konnte ich Details aus der Vergangenheit lesen. Bisher konnte keiner

      sagen, das jetzt alles gut ist. Die Vergangenheit holt ein doch immer wieder ein. Es kommt auch immer auf die Situation an die

      gerade herrscht. Geheilt ist man nie.

      Grüße Angi

      ... das hast Du treffend formuliert.
      Im Grunde muss man sich jetzt nackig ausziehen. Beweise vorlegen ect. und letztlich - wenn man sich vor vielen Fremden offenbart und sein innerstes nach aussen nach gekehrt hat, geht man im schlimmsten Fall leer aus.

      Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ob man diesen Schritt geht oder nicht.
      Ob ich es tun werde ist fraglich, denn die Mittel aus dem Fonds geben mir meine unbeschwerte Kindheit nicht wieder, macht die Jugendzeit nicht besser . Das Erlebte hat uns geprägt - Schweigegeld lässt die Erinnerung daran nicht besser werden.

      Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! ) ---- d.h. im OSTEN am 1. Juli 2012 beginnen !

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      FONDSUMSETZUNG ( hauptsächlich bezüglich dem „Hilfsfonds für Heimopfer-OST“ – aber auch im Vergleich zu dem „Hilfsfonds für Heimopfer-WEST“ )

      Ich bitte um Eure Aufmerksamkeit !

      Für alle ein meinerseitiger Hinweis:

      Plenarprotokoll 17/183 Deutscher Bundestag
      Stenografischer Bericht der 183. Sitzung
      Berlin, Mittwoch, den 13. Juni 2012 ( Beginn 13:00 Uhr )

      @
      http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17183.pdf ( download 1.55 MB )

      FRAGEN von Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen im Plenarsaal des Deutschen Bundestags

      an DR. HERMANN KUES [ CDU ], Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

      zum Thema »
      Vereinbarung über die Errichtung, Finanzierung und Verwaltung des Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“
      «

      UND seine ANTWORTEN

      Plenarprotokoll 17/183Seite 21789 - 21795

      ALLES IM GENAUEN WORTLAUT wie gesprochen von den jeweiligen Bundestagsabgeordneten selbst.

      ungefiltert von den Medien !

      und vorerst erst einmal nicht interpretiert von verschiedenen Betroffenen mit unterschiedlichen Meinungen !

      .
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! ) ---- d.h. im OSTEN am 1. Juli 2012 beginnen !

      .
      PRESSEERKLÄRUNG von Rechtsanwalt Dr. Thomas Gertner aus Koblenz [ Siehe @
      http://www.drgertner.de/profil.php ] vom Dienstag, 19. Juni 2012, um 12:26 Uhr.

      "GUTE NACHRICHT FÜR DDR-HEIMOPFER ! --- »Rehabilitierung der Frau Claudia May vor dem Thüringer OLG«"

      in einem anderen Diskussionsforum ( und Weiterverbreitung is ausdrücklich gewollt ).



      Bemüht Euch um eineOPFERRENTEanstatt umAlmosen aus dem Hilfsfondszu betteln !!!


      PRESSEERKLÄRUNG

      Nach einer ausführlichen Anhörung der Frau Claudia May und des mit dieser nicht verwandten oder verschwägerten Sachverständigen Manfred May vom 31.05.2012 hat das Thüringer Oberlandesgericht am 12.06.2012 erkannt, dass Frau Claudia May zu Unrecht durch ihre Unterbringung in einem Heim in Erfurt eine Freiheitsentziehung erlitten hat. Die seinerzeit erfolgte Einweisung in das Heim durch Verfügung des Referats Jugendhilfe der Stadt Erfurt wurde für rechtsstaatswidrig erklärt und aufgehoben (Az. des Thüringer OLG: 1 Ws Reha 52/11).

      In der ersten Instanz ist Frau May die beantragte strafrechtliche Rehabilitierung noch mit der Begründung versagt worden,
      ihre Unterbringung im Kinderheim sei nicht unter haftähnlichen Bedingungen erfolgt.

      Mit einer solchen Begründung sind bereits viele Anträge auf strafrechtliche Rehabilitierung wegen der zur Zeiten der DDR erlittenen Heimunterbringung zurückgewiesen worden. Vielen dieser Betroffenen ist jedoch entgangen, dass es nach der jetzigen Rechtslage nicht mehr darauf ankommt, ob die Unterbringung im Kinderheim unter haftähnlichen Bedingungen erfolgt ist. Diese Voraussetzung einer Rehabilitierung ist für die Anordnung der Unterbringung in einem Heim für Kinder oder Jugendliche mit der Änderung des § 2 Abs.1 Satz 2 StrRehaG durch Gesetz vom 02.12.2010 entfallen. Unter diesen Umständen sollten sich die durch solche negativen Entscheidungen Betroffenen überlegen, im Hinblick auf die geänderte Gesetzeslage den Antrag neu zu stellen. Da die Frist hierfür noch nicht abgelaufen ist, ist eine erneute Antragstellung möglich.

      Es kommt bei Heimunterbringungen also nur mehr darauf an, ob diese der politischen Verfolgung oder sonst sachfremden Zwecken gedient hat. Nun ist es in den seltensten Fällen so gewesen, dass sich die Heimunterbringung unmittelbar gegen die betroffenen Kinder gerichtet hat. Vielmehr ist es im Regelfalle so, dass mit der Heimunterbringung Familien gemaßregelt oder im Sinne des Sozialismus „diszipliniert“ werden sollten. Der hier entschiedene Fall dürfte exemplarisch sein für viele, wenn nicht fast alle Heimunterbringungen. Im Falle der Frau May verhielt es sich so, dass ursächlich für ihre Heimunterbringung eine politische Verfolgung ihres zu den Gründungsmitgliedern der CDU in der sowjetischen Besatzungszone gehörenden Vaters Hermann May gewesen ist. Dieser hat seinem Schwiegervater, dem Großvater der Frau May, bei seiner Flucht nach Westdeutschland im Jahre 1948 geholfen.

      Der Großvater der Frau May ist zusammen mit seiner Ehefrau aus seiner Heimatstadt geflohen, weil er befürchten musste, wegen seiner Fachkenntnisse als Oberingenieur im Flugzeugbau in die UdSSR deportiert zu werden. Da nun die Behörden mutmaßten, dass die Eltern der Frau May zusammen mit dieser ebenfalls nach Westdeutschland fliehen könnten, wurde Frau May im Säuglingsalter gewissermaßen als „Faustpfand“ in einem Heim untergebracht.

      Aus den vom Gericht eingesehenen Akten des Ministeriums für Staatssicherheit über den Vater der Frau May und die sein Strafverfahren betreffenden Akten der Strafverfolgungsbehörden ergab sich, dass dieser schon lange vor seiner Verurteilung im Jahre 1961 in das Visier der Staatssicherheit und anderer staatlicher Behörden geraten war.

      Nach der Flucht des Großvaters der Frau May wurden die Eltern aus ihrer Wohnung in Erfurt verwiesen. Der Vater der Frau May erhielt nicht einmal eine Zuzugsgenehmigung für Erfurt und musste daher seinen Wohnsitz vorübergehend in Eisenach nehmen. Diesen Umstand nahmen nun die Behörden der Stadt Erfurt zum Anlass, das gesamte Mobiliar der Wohnung zu beschlagnahmen, um dieses anderen Personen, die in Wohnungen eingewiesen werden sollten, zur Verfügung zu stellen. Die Mutter der Frau May erhielt als Wohnung ein 7 qm „großes“ Zimmer, ohne Wasch- und Kochgelegenheiten zugewiesen. Diese auf solche Weise herbeigeführten unmenschlichen Wohnbedingungen nahm nun das Jugendamt der Stadt Erfurt zum Anlass, Frau Claudia May in das Kinderheim einzuweisen mit der Begründung, dies sei dem Kindeswohl im Hinblick auf die wohnlichen Verhältnisse der zudem berufstätigen Mutter förderlich. Auf den ersten Blick hatte es also den Anschein, dass sich das Referat Jugendhilfe allein von Überlegungen des Kindeswohls leiten ließ.

      Wie perfide die Jugendfürsorge jedoch durch das damalige Regime instrumentalisiert worden ist, ergab sich sehr eindrucksvoll aus einem mündlich erstatteten Gutachten des Vertreters der Thüringer Anlaufstelle für ehemalige DDR-Heimkinder, Manfred May. Dieser führte aus, die Jugendhilfe der ehemaligen DDR, deren Akten in aller Regel sehr verschleiernd gewesen seien, sei in der durch das stalinistische System der Sowjetunion geprägten unmittelbaren Nachkriegszeit in Ostdeutschland in ihrem Wirken der Staatssicherheit vergleichbar gewesen und habe nach deren Gründung im Jahre 1950 auch eng mit dieser zusammengearbeitet. Der Sachverständige sprach in diesem Zusammenhang von einer engen Verzahnung zwischen den Behörden der Jugendhilfe und dem Ministerium für Staatssicherheit. Viele Beamte der Jugendhilfe seien IM gewesen und hätten dem MfS umfassend über alle Einzelfälle Rapport erstattet. Auf diese Weise seien die geheimdienstliche und sozialpolitische Tätigkeit durchmischt worden. Im Jargon der Staatssicherheit sei dies als „politisch-operative Zusammenarbeit“ bezeichnet worden. Insbesondere in den Fällen, in denen die Eltern nicht verhaftet worden seien, weil sich vorläufig nicht genügendes Belastungsmaterial gegen sie hatte finden lassen, seien diese an ihrer „schwächsten Stelle“, und zwar ihren Kindern, getroffen worden. Wesentlich ist noch, dass die Berufstätigkeit einer Mutter damals kein Grund für eine Heimeinweisung von Kindern gewesen sei. Vielmehr hatte es schon im Jahre 1950 Möglichkeiten gegeben, in einem solchen Fall eine Familie auf andere Weise unterstützen zu können. Insbesondere sei die Formulierung „Mutter berufstätig“ in der Heimakte der Frau Claudia May verräterisch. Zwar sei die DDR generell mehr an der Arbeitskraft der Mutter als am Kindeswohl interessiert gewesen, was teilweise dazu geführt habe, das selbst alleinerziehenden Müttern die Arbeitszeiten erhöht und in der Folge die Kinder weggenommen wurden. Es wurden aber längst nicht allen berufstätigen Müttern die Kinder entzogen, sondern diese wurden in Krippen untergebracht. Im Falle der Frau May schätzte der Sachverständige anhand der Aktenlage ein, dass der Entzug der Wohnung und der anschließende Verbleib der Familie in unzureichenden Wohnverhältnissen auch nach der Geburt der Frau May mit einer im Vordergrund stehenden politischen Verfolgung ihres Großvaters und ihres Vaters zusammenhingen.

      Auf Grund dieser sehr sorgfältigen Aufklärung des Sachverhaltes durch das Thüringer Oberlandesgericht, dessen Entscheidung rechtskräftig ist, verfügen nach unserer Einschätzung Heimkinder jetzt über wesentlich bessere Argumente für ihre Rehabilitierung nach Maßgabe des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes [ StrRehaG ].

      Dr. Thomas Gertner

      Rechtsanwalt

      Tel.-Nr. 02603/94110; Fax: 02603 941118

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!