Beiträge von Axel Li

    Willkommen zurück Annette,

    Aha. Nordufer, nahe der Amrummer Straße also unweit der Charité. Wusste ich's doch, grad in den Stadtplan blicke. Kenn ich gut und bin da schon mehrfach im letzten Jahr mit dem Rad entlang. Keine so schöne Gegend mehr heute.

    Dass Bilder etwas auslösen, versteh ich gut und hoffe, dass du Ehemalige findest.

    LG

    Wiederum ist es schon wieder lustig, es live erleben zu dürfen, dass nach nunmehr 17 Jahren sich nicht auch nur ein Einziger von euch hat blicken lassen.

    Die kl. Stadt hat mehrere KH, ich hatte Gründe, sie zu besuchen, wo sind denn bitte die ex. JWH-ler?

    Vor nur wenigen Jahren war ich öfter zugegen. Die Kleinstadt hat einen hübschen Zoo. Mehr gibt es nicht. Sie hat jedoch einen Bahnhof.

    Als freiberuflich, selbsternannter Historiker und Kenner der Region zugleich weise ich darauf hin, dass es sich hier um einen Irrtum handeln dürfte. In Erfurt gibt es weder die Oder - den Fluss - noch eine nach ihm benannte Straße. Dafür jedoch gibt es eine Oderberger Strasse 8 im Ort Eberswalde mit der Postletzahl 16225, 50 km N/O v. Berlin gelegen. Wenn es dort einen Jugendwerkhof gab, dann befindet sich dort heute offenbar eine Martin Gropius Krankenhaus GmbH.

    Thomas2102

    DAS habt ihr wirklich erlebt, was diese Frau mit dir/euch gemacht hatte? DAS kannte ich so nicht aus meinem Heim, aber ich erinnere mich, und postete das schon einmal vor einiger Zeit.

    Der Sozialismus wollte alles wissen, wie und wo sich was befinden könnte. Ich bin zu der Zeit, über die ihr euch hier austauscht, auf dem Flughafen Schönefeld vor der Abreise nach Budapest mit einer Bekannten gefilzt worden wie nie. Ich war 24. Was immer sie im Verdacht hatten und suchten. Ich sollte in eine Kabine gehen, mich entkleiden. Dann kam eine Beamtin herein, legte Gummihandschuhe auf den Tisch und sagte, ich solle alles ausziehen. Ich fragte, was das solle. "Stellen sie mal hier keine Fragen, sonst bleiben Sie hier". Ich hatte noch den Slip an und wusste was nun kommt, hörte plötzl. die Durchsage, dass Passagiere sich bitte ungehend zum Gate X begeben sollten. "Ich muss los" sagte ich. Der Slip blieb an, die Untersuchung blieb mir erspart und das Miststück verließ die Kabine. Seit dem mind. habe ich noch mehr Probleme mit Frauen...

    Im Wesentlichen hat er alles richtig gemacht, doch in einer Sache sehe ich es problematisch, zumindest in dem Alter mit 13 Jahren...

    Aufarbeitung ist immer schwer, und reißt auch viele Narben auf. Teile dich mit. Ich finde es schön, dass deine Tochter über alles Bescheid weiß, ist es doch auch eine Stütze.

    Ich verstehe nicht, für wen es eine Stütze sein soll, das sind doch belastende Dinge, denn Kinder sind keine Therapeuten. Man kann ihnen doch nicht etwa sagen


    Zitat

    Matthias3010

    ...um endlich diesen abgrundtiefen Hass und diese für mich oft nicht erklärliche und schwer zu kontrollierende Aggression los zu werden.


    Was sollte ein Kind damit anfangen, so es davon erführe? Ich kann ihn aber gut verstehen, denn das kannte ich alles auch - die Wut, später immer wieder Autoagressionen, Selbsthass, Minderwertigkeitsgefühle, Hang zum Perfektionismus, Kontrolle behalten wollen.

    Wem bitte hätte man davon erzählen können? Das ging nicht mal, als ich nicht mehr allein lebte, sondern ansatzweise erst dann, als ich vor 20 Jahren begann, die Heimzeit aufzuarbeiten, doch kann ich sie allein nicht dafür verantwortlich machen. Lange Rede, mein Sohn hat erst davon gehört, dass ich im Heim war, als er mit 24 ausgezogen ist, glaubt jedoch, eine meiner "negativen Folgen" geerbt zu haben, von einer, von der er glaubt, seine längere Beziehung wäre u. A. daran kaputt gegangen. Das tut weh, ist aber nicht als Vorwurf zu verstehen.


    Die Idee, Zeitzeugen für eingangs beschriebene Bitte zu suchen ist großartig, doch hat sich das juristisch längst erledigt, was Rehabilitierung anbelangt.

    LG

    Das ist alles wahr, wenn man sich durch die Tiefen wühlt, findet man es immer wieder, in der Geschichte. Ich denke an den Stalinismus und an die Zeit der Nazis, kann zwar nicht mitreden, zumal mich mit Moor nichts verbindet, aber es gab, was Freistatt anbetraf, ein paar Punkte, die an ein paar Momente erinnern. Schwer erziehbar war auch ich, sonst wäre ich nie in ein entsprechendes Heim gekommen. Was muss alles vorgefallen sein, dass man in die Gunst kam, ein entsprechendes Heim besuchen zu dürfen? :/

    Ich habe mir noch einmal den FREISTATT Trailer angehört und hörte u. a. das Lied: "Wir sind die Moorsoldaten". Es ist makaber, in der Zeit, als Wolgang Rosenkötter, der Protagonist und Erzähler von FREISTATT, der selbst dort war, ohne den der Film nicht möglich wäre, spielte, war ich noch nicht einmal in der Schule, aber irgendwie hörten wir davon im Schulunterricht. Kann mir bitte jemand auf die Sprünge helfen, in welchem Zusammenhang das geschehen ist? golly

    Den hast du zwar nicht gesehen, den Sankt Lorenz Strom, doch du sahst die weltberühmten Niagara Fälle an der Grenze der USA zu Kanada. Ich sah sie letzte Woche in der 2teilig. NDR Naturwunder Doku. Unbeschreiblich schöne Bilder.

    Reisen hat immer auch mit der Suche zu tun, nach dem was auch immer, einem Fort- und Ankommen wollen, einer Flucht und dem Drang, Neues zu entdecken.

    Inwieweit das bei uns ehem. Heìmkindern ausgeprägt war, so weit bin ich noch nicht mit der Forschung, aber ich weiß, seitdem ich denken kann, ich wollte immer irgendwohin und je weiter weg, desto besser. :)

    Eine der wichtigen Fragen, die ich gern jenen gestellt hätte, so ich sie gefunden hätte, war die, wie sie den/unseren Heimaufenthalt empfanden. Drei fand ich und telefonierte sogar vor vielen Jahren mit ihnen einmal. Mit einem mehrfach, doch es kam zu keinem Wiedersehen-Treffen.

    Ein weiterer Junge, ich beschrieb es entweder im ginopilo Thema Gesche Str. oder Weisswasser, es ist vllt. 15 J. her, was ich fühlte, als ich einen ehem. Heimkameraden aus meiner Gruppe, der sogar eine Zeitlang im gleichen 3-Bett Raum schlief wie ich, hier in meiner Stadt, aus der wir Beide kamen, antraf.

    Ich konnte ihn nicht ansprechen, denn er war nicht allein unterwegs, hier, an einem nahen Bahnhof. Er war ziemlich angetrunken, deutlich anzusehen wie sein Kumpel auch. Ich musste unbedingt zum Zug und schon deswegen blieb keine Zeit der Kontaktaufnahme.

    Es ist der Junge, der mich exakt nach nur einem Jahr der Entlassung in meiner elterl. Wohnung aufsuchte und fragte, ob ich nicht mit ihm noch einmal nach Eilenburg fahren würde wollen, innerhalb weniger Tage. Ich war gerade erst 15, verneinte und vertagte meine Zusage auf evtl. später. Ich hatte weder Zeit noch das Geld, denn wir hätten ja irgendwo schlafen müssen usw. Es ging mir einfach zu schnell mit der Entscheidung. Zwei Jahre etwa später, er ließ sich nicht mehr blicken, ging ich zu ihm, unweit von hier, wollte ihm vorschlagen, dass ich jetzt Zeit und Geld hätte, nach Eilenburg, also in unser eh. Spezialkinderheim zu fahren. Er war nicht zu Hause, doch einer seiner älteren Brüder öffnete, die ich bat, dass Michael sich bitte bei mir melden möchte. Er kam nicht und das Thema versackte sprichwörtlich. Mein Leben nahm seinen Lauf, mit Höhen und Tiefen, doch natürlich stellen sich Fragen, auch die was aus ihm wohl geworden ist oder eben auch nicht.

    Einmal erlebte ich es in der Garderobe, er muss irgend etwas angestellt haben, er sollte sich ausziehen, weigerte sich und wir sollten ihn gewaltsam ausziehen, ich machte aber nicht dabei mit; hielten ihn fest, zerrten ihn auf den langen Holztisch, er wehrte sich und ich griff nicht ein, wendete mich ab und verließ den Garderobenkeller. Was dann geschah, ich weiß es nicht, doch etwas sagte mir später, dass ich hätte bleiben sollen. Hätte ich eine Antwort, weil ich mich aus Feigheit abwendete, bekommen? Weshalb bleiben so viele Fragen unbeantwortet?

    Keine Ahnung und willkommen, ich weiß nur, dass zu deiner Zeit mein zweiter Stiefvater öfter, u. a. nahe Barth und in Fuhlendorf, als Elektriker auf Montage Ferienlager an der Ostsee mit aufgebaut hatte. Auch in der Nähe des Flughafens von Barth. Die Stadt selbst kenne ich nicht, aber es soll drei Heime in Barth gegeben haben. Du könntest hier einmal nachforschen, welches dein Heim war. 💁

    DRK Kinder & Jugenddienst Barth | April 2026 aktualisiert
    Sozialberatung, Wohnheim & Kinderheim | ✉ Adresse | ☎ Telefonnummer | ✅ Angebot anfordern | ➤ Reifergang 30 - 18356 Barth
    www.11880.com

    Ja, schon. Auch an dich noch einmal die Frage, wem bringt das etwas, sich darüber auszutauschen? Man selbst dürfte sich wohl kaum an Erlebtes erinnern können, was in der Logik der Sache liegt, davon ausgehend, dass grundsätzlich Erinnerungsvermögen erst i. d. R. ab dem 4. Lebensjahr möglich ist.

    Und wenn schon. Die Überschrift des Themas geht viel tiefer in die Geschichte. 1959, war es das Jahr, als der Jugendwerkhof "Neues Leben" gegründet wurde oder war das nur ein Schreibfehler und gemeint war vielleicht 1985 ?

    Bei "Neues Leben" denke ich immer wieder an Anton Semjonowitsch Makarenko. Er schrieb den Roman "Der Weg ins Leben" nachdem er ein Heim für problemat. Schwierige Kinder und Jugendliche in der Sowjetunion gründete. In dem Roman beschreibt er was er in dem Heim erlebt. Wer nur auf die Idee kam, einen Jugendwerkhof nach ihm zu benennen? Der wollte sicher das Richtige für die dort Eingewiesenen. Am Ende war es dann doch die falsche Methodik von Erziehung. Das Schizophrene - Makarenko lebte, bevor es Jugendwerkhöfe in der DDR gab. Um Erlaubnis gefragt haben kann ihn niemand, seinen Namen zu verwenden.

    Mein Post oben sollte auch nur eine kleine Erinnerungsstütze für Nachzügler sein. Von ihnen scheint es noch einige zu geben, wie wir schon mehrfach haben lesen dürfen. :S

    Hallo TKL Ich darf dich darauf hinweisen, dass in diesem Thread nur Beiträge ehem. User, so genannte "Gäste" zu lesen sind, Personen, die hier nicht mehr im Forum registriert sind und folglich weder lesen noch Fragen beantworten können. Das mag tragisch sein, jedoch ist es nicht zu ändern. Dennoch viel Erfolg mit deiner Suche.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ein Zaungast

    Ich darf dich doch darauf hinweisen, dass in diesem Thread nur noch Beiträge ehem. User, so genannte "Gäste" zu lesen sind, Personen, die hier nicht mehr im Forum registriert sind und folglich weder lesen noch Fragen beantworten können. Das mag tragisch sein, jedoch ist es nicht zu ändern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ein Zaungast

    Hallo Andre,

    "Schwester Edith und später Schwester Helma.'.

    'Schwester Elfriede und ...Claudine'.


    Da sage einer, dass Männer schlimm waren, wenn man hier gleich vier weibliche Namen zu lesen bekommt. Frauen haben sich wohl seinerzeit bei der Erziehung Schutzbefohlener nicht gerade sehr mit Ruhm bekleckert. Von Sadismus ist vielfach zu lesen, mit dem Schwestern ihre Dienste verrichteten. Gut, keine Schwester gehabt zu haben. Ich würde sie womöglich hassen.

    Heutzutage überbieten sie sich - unsere lieben Frauen geradezu bei der medialen Erziehung Aller. Sie hatten früher Macht über euch und sind auch heute mächtig am Machen. Sie richten sogar Schaden an.

    Zu gern hätte ich seitens der eh. namentlich Unerwähnten Erzieherinnen heute noch einmal eine ehrliche Verhaltensbenotung - wie wir sie als Heimzöglinge abends vor dem Zubettgehen bekamen. Ich habe mich seinerzeit immer sehr über die abendlichen Punktevergaben gefreut und würde mich selbstverständlich für eine wahrheitsgetreue Benotung von ihnen im Voraus bedanken. :saint:

    Das habe ich auch nicht behauptet, dass es all das dort nicht gab. Wer wäre ich denn?

    Halten wir fest. Wir werden Traumata unser Leben wohl nicht mehr richtig los. Scheinbar ganz egal, wo wir lebten.

    Dann werde ich- unabhängig einmal davon - meinen ehem. namentlich nicht genannten ErzieherInnen meinen herzlichen Dank dafür aussprechen, von ihnen erzogen worden zu sein. Hätten sie mich nicht erzogen, wer weiß, was für ein freches Früchtchen aus mir hätte noch werden können.

    LG