Beiträge von Axel Li

    Danke noch mal schriftlich für deine Offenheit! Somit erklärt sich, dass du tatsächlich noch suchst, um quälende Fragen beantworten zu bekommen. Dir ist aufgefallen, dass sich in so vielen versch. Heimthemen so viele nur noch "Gäste" aufhalten? Weshalb ist das so? Ich habe es mehrfach geschrieben. Täter wollen nicht als Mittäter ausfindig gemacht werden, auch wenn es vermeintliche Kameraden waren, weswegen sie sich nirgendwo registrieren werden.

    Was mir schon wieder auffällt, ob Beiträge zu lang oder auch auch nur kurz sind, dafür muss sich niemand rechtfertigen und was den Kameraden anbetrifft, dem du hättest helfen müssen, auch diese Fragen kennt man hier bestimmt, es sind die nach vermeintlicher Schuld. Du bist auf gar keinen Fall schuld! Schuldig sind die, die für die Bedingungen gesorgt haben, die all das zugelassen haben in vollstem Wissen und ohne Gewissen. Das sind die wahren Verbrecher, die euch das angetan haben.

    Verdränge den Gedanken nach Schuld! Tue dir bitte den Gefallen, ansonsten wirst du nie etwas euch nur halbwegs aufarbeiten können, denn das ist es doch, was man zumindest hier beginnen kann. Es ist keine professionelle Hilfe, nur Hilfe zur Selbsthilfe.

    Grüße nach P aus B

    Axel Li

    Nach nochmaligem Lesen dieses Threads ist mir erst jetzt so richtig aufgefallen, welchen Stellenwert wirklich hat, was du der werten Leserschaft zusammengetragen hast. :thumbup: Das Thema ist eines der wenigen echten wertvollen Zeitdokumente, die bisher in Heimkinderforen mit einer Akribie zusammengetragen wurden, die sich mehr als sehen lassen kann. Mich erinnert es an den eh. User Martin MITCHELL der ebenfalls mit einer Emsigkeit an seine Werke gegangen ist, die Geschichte geschrieben haben.

    Auch wenn jemand selbst nicht in diesen Heimen war, der Thread ist eine Schatzkiste.

    [.......] Eine der Mitarbeiterinnen sagte noch zu mir: Familie kann anstrengend sein, wenn man alles weiß.

    Woher sie das wohl weiss. Man weiß dass Weihnachten in Familie anstrengend sein soll, aber das ist ja nun auch überstanden.

    Ich schrieb es schon mal. Ich war einmal auf der Durchreise, einem Zwischenstopp vor einem der "Pestalozzi Heime" in Sachsen zu Besuch. Unser Bus sammelte dort weitere Heimkinder ein, mit denen wir gemeinsam auf einer Bezirksspartakiade um Gold, Silber und Bronze kämpften. Frau Pestalozzi war nicht dabei. ...

    LG an die Küste

    Weshalb sollte er es anders als früher schon immer wieder auch Andere vor ihm machten machen? Die Karawane zieht weiter, wenn man nicht mehr weiterkommt oder denkt, man fühle sich nicht mehr wohl. Das hängt immer auch von Reflexion ab und natürlich kann und darf man flüchten, nur nimmt man Unbearbeitetes, egal wohin man geht, immer mit. Dieses Sozialverhalten ist gängige Praxis. Komme ich an einer Stelle nicht mehr weiter, suche ich weiter und ggf. ziehe ich um. Ich sage nicht, dass man Reisende gehen lassen sollte, aber das Glück liegt manchmal näher als man denkt. Als Suchender, der auch ich bin, muss ich mir aber irgendwann im Klaren darüber sein, dass man irgendwann irgendwo ankommen muss.

    Die Frage, was will man eigentlich andernorts wirklich? Probleme weiter tragen oder von jenen, die man sucht, Antworten bekommen? Was sollten es für welche sein? Möchte man sich über Vergangenes austauschen, Erinnerungen abgleichen oder was genau will man?

    Für mich liest sich das, was Joerg1968 schreibt, wie eine versteckte Drohung. Ich bekomme keine Liebe. Dann gehe ich eben.

    Es ist leider auch hier wieder die Frage zu stellen, wem das alles, so man selbst bisher nichts hat aufarbeiten können, mehr von Nutzen ist, wenn man darüber erzählt. Nützt es dir oder den Enkeln etwas wirklich und aus welcher Perspektive erzählt man WAS und auch WIE? Das halte ich für äußerst wichtig, sich die Frage vom eigentlichen Nutzen zu stellen. Entlastet es dich? Belastet man Andere nicht damit?

    Danke, auch für das Angebot. Chatten würde auch nur wirklich Sinn mit jenen machen, die du suchst, die gleiches erlebt haben, sonst reden wir über zu unterschiedlichste Dinge. Es liest sich schon traurig genug, so wie ihr behandelt worden zu sein. Wobei das ja nur der Anfang war. Würdest du das den Enkeln wirklich alles so erzählen wollen?

    Du würdest viele Fragen hören, wieso und was war das überhaupt für eine Mutter? Fragen, ob man einfach so jemanden hat abgeben können ohne einen Heimeinweisungsbeschluss z. Bsp.

    Der "neue Kerl" war eher häufig daran beteiligt. Erinnert mich an "Freistatt" und auch etwas an mich selbst. So krass nicht, aber ungelegen kam es wohl auch nicht.

    Für mich käme das nicht in Frage, aus "alter Zeit" berichten wollen, es sei denn, man spräche mit Leuten, denen genau das Gleiche widerfahren ist. Tut mir leid.

    LG

    Hallo Achim,

    Ich ergänze, kann ich verstehen, dass man es ihnen erzählen würde wollen. Jedoch ist zu beachten, dass man vorsichtig damit sein sollte, ihnen alles zu erzählen. Heim ist nicht gleich Heim. Es sei denn, du hast nur schöne Erinnerungen.

    Bedenke bitte auch das Alter der Enkel. Ich hab nur einen Sohn, dem ich nur einmal vor Jahren kurz etwas angedeutet hatte, was ihn veranlasst hatte, einen Rückschluss auf das Eine oder Andere zu ziehen.

    Nie aber würde ich irgendetwas erzählen, was vielleicht sogar unterschwellig belastend sein könnte. Ich weiß auch nicht, ob man immer alles sagen muss. Trotzdem viel Erfolg nochmals.

    LG

    Das ist interessant, dass jemand zwecks Rehabilitierung jemanden als Zeugen sucht. So eine Bitte oder gar Forderung wurde an mich nicht herangetragen. Die Gesetzeslage ist doch auch ohne deutlich. Kinder/Jugendliche die in Spezialkinderheimen untergebracht waren, werden pauschal entschädigt. Lediglich der Nachweis, dass man dort untergebracht war, ist zu erbringen. Wer bitte hat denn nun den Wunsch/die Bitte geäußert, einen Zeugen beizubringen? Das würde wenigstens mich interessieren, der immer gern schon vieles hat wissen möchten. Gelingt es dir nicht, einen zu finden, würdest du nicht rehabilitiert werden können. So lese ich deine Suchanfrage. Danke und mfg

    Axel Li

    Guten Morgen, ich denke, meine Frage danach, woher man vieles wissen kann, den 50iger Jahre Film wie einzelne Bilder betrachtend, er ist fast schon selbst erklärend. Manchmal erklären Filme so Manches. Es liegt so klar auf der Hand und wenn ich zum Titel noch etwas sagen darf, er beinhaltet das Wort Chancen, also die Möglichkeit, etwas in Angriff zu nehmen, nur kommt es eben auch etwas darauf an, wieviel Energieeinsatz möchte man persönl. betreiben, um ans Ziel zu kommen.

    Im Grunde genommen stehen seit 2019 spätestens die Türen weit offen, denn selten wurde per Gesetz so deutlich definiert, wer zurecht und weshalb zu entschädigen ist.

    Die "Chance", etwas zu ergreifen ist folglich der "Schlüssel". Man muss ihn nutzen, auch wenn der Anfang schwierig ist. Man kann und darf auch nie erwarten, dass etwas immer glatt läuft. So ist Leben fast generell nicht. Das wissen wir selbst am besten. Der Film deutet es an. Die meisten Menschen erleben es so und natürlich muss man an einer Sache auch dranbleiben, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

    Ich habe es schon einmal erwähnt, auch bei mir war erst ein zweiter Anlauf erfolgversprechend nachdem man mich noch einmal anstubste.

    Zum Erfolg. Umso mehr freue ich mich über die kurz vor Weihnachten erfolgte Rehabilitierung des uns wohl alle bekannten users R.H.M. für seinen furchtbaren Aufenthalt in der "Wechselburg". Herzl. Glückwunsch!

    LG

    Wenn jemand Antworten auf Fragen gibt, mag es wie Schlaubergerei klingen, weswegen ich es ohne besondere Fähigkeiten versuche zu erklären.

    Willkommen, auch wenn es tief in der Nacht ist. Ich glaube, in dem Alter wird sich kaum jemand an etwas erinnern können, weswegen man einfach nichts über die Zeit weiß. Da es Anderen kaum anders ergehen dürfte, dürften sich die Chancen bedeutend verringern. Trotzdem viel Erfolg beim Versuch. Jeder fängt einmal an.

    LG

    Wie sehr du immer wieder recht hast. 8) Woher weißt du all das bitte? Wie lange bist du schon durch dieses Leben gegangen, eines voller Wissen und Weisheiten. Kann man all dies noch erwerben, bevor es zu spät ist oder spart man sich das alles am besten, weil es doch anstrengend ist, zu Wissen und Weisheiten zu gelangen.

    Was ich im Laufe meines bescheidenen Daseis bisher so mitbekommen habe ist, viele Leute sind Trittbrettfahrer, so scheint es, scheinen darauf zu warten, dass ihnen der Weg ohne viel selbst beitragen zu müssen, geebnet wird.

    Das liest sich, gerade heute, am Vorabend vom Hlg. Abend, etwas hart, aber etwas Wahrheit muss schon sein.

    Wahr ist, dass man eigene Wege beschreiten muss, Wege, die Krümmungen aufweisen können, Kurven, aus denen man geschleudert werden kann und hoffentlich wieder zurück auf seine Bahn gerät.

    Es gibt keine anderen, schon gar keinen geraden Weg, denn gerade Wege sind kurz. Folglich lernt men weniger als auf längeren Wegen. Es dürfen auch Umwege sein. :rolleyes:

    Am Ende sprudelt dann die Kasse und alles ist gut..

    Sehr schön, haben wir das auch geklärt. Damals wars und was ist heute aus der Bude geworden? Interessiert sich dafür überhaupt jemand? Falls ja. Man sollte sich beeilen, denn, wie ein Berliner Stadplaner dazu sagt

    Zitat

    Siegfried Pieper

    Auf dem Areal des ehemaligen Kinderheims hat David Ng, ein Investor aus Hongkong und Großbritannien, dort schon einen Großteil der Gebäude saniert.

    Was es damit auf sich hat, könnte, muss es aber nicht, für euch ehemalige Einwohner_innen, von höchstem Interesse sein. Vorbeugend wird gegendert.:rolleyes:

    Mich interessierte die Gegend um Wesenberg zwischen Mirow und Strelitz gelegen insofern, dass ich öfter dort durchgefahren bin und auch von der Wasserseite die Region etwas kenne. Ich war nicht fast überall, aber hier war ich auch schon. :S Was ist dort also heute los? Wir wollen ja bitte nicht in der Vergangenheit leben. :evil:

    Wald am Kinderheim wird Mekka für Künstler
    Am Weißen See bei Wesenberg könnten Bildhauer aus aller Welt bald Hammer und Meißel schwingen. Das Besondere: Besucher des geplanten Skulpturenparks bekämen…
    www.nordkurier.de

    Das ist absolut korrekt, dass wir eine Randgruppe darstellen aber vergiß bitte nicht, dass es in der Vergangenheit immer Minderheiten waren, die mit kleinen Schritten begonnen haben, die Welt zu ändern. Das dauerte alles immer schon etwas. Für Viele von uns hat das Warten auch zu lange gedauert.

    Du sprichst von Betroffenen, von Leuten, denen verboten wurde, eine eigene Meinung zu bekunden. Fing das nicht schon früh in der Schule an und setzte sich über die Ausbildung bis hin in den Beruf fort? Über Studiengänge, die man gar nicht erst hat antreten dürfen, weil man aus dem falschen Elternhaus kam oder nicht angepaßt genug war, ganz zu schweigen.

    Manchmal habe auch ich den Mund aufgemacht, doch meine Klappe war dann doch nicht groß genug. Auch heute müßte sie viel lauter werden, damit man hört, was sie nicht hören wollen, wenn sie denn nur verstünden. :rolleyes:

    Dieses Thema hier darf gar nicht leise genug sein, denn die Welt ist längst aus den Fugen geraten und die Ukraine kann die EU auseinanderreißen, wenn hier nicht besonnen genug gehandelt wird. Leider sieht es auch nicht danach aus, dass es noch Politiker gibt, die tun, was getan werden müßte, wenn denn der Zug nicht längst abgefahren ist. Wo bleiben sie nun, jene Leute, die das Ruder herumreißen und nicht diesen furchtbaren Weg gehen, der ins Nirwana führen wird? Wir legen uns mit Leuten an, die wissen, was sie tun. Haben wir Leute, die wissen, was sie tun? :/

    Wenigstens gibt es sie doch noch, Leute, die genau den Sachverstand besitzen, den man bei ihnen dort oben in der EU Elite, mit der Lupe suchen muss. Leider.

    Deutscher Ex-UN-Diplomat zur Ukraine: „Das Vorgehen von Kanzler Merz wirkt geradezu grotesk“
    Michael von der Schulenburg hat Kriege geschlichtet. Heute warnt er vor Europas Ukraine-Strategie. Die Berliner Verhandlungen, meint er, ignorierten Realitäten…
    www.berliner-zeitung.de

    Ich würde nicht ehrlich sein, wenn ich dich nicht um dein Geschichtswissen und deine geographischen Kenntnisse beneiden würde.....Und für das, was du von der Welt schon alles gesehen hat.... :thumbup: :thumbup:

    Ganz so wenig war es nicht, aber der Mensch strebt doch immer nach Vollkommenerem. ;)

    Herzlichen Dank noch einmal und wenn ich das noch sagen darf, hat das alles sogar etwas mit dem Leben vor dem Spezialkinderheim und so ziemlich damit zu tun, in ein solches gekommen zu sein. Unfreiwillig ging ich durch diese harte Schule für die ich finanziell entschädigt wurde. Die Umstände tun auch nichts mehr zur Sache, ich habe sie diesem Forum in früherer Zeit anvertraut, doch müsste man es als Ironie der Geschichte bezeichnen, eben dadurch mit Sachen wie du sie beschreibst, in Berührung gekommen zu sein, die für Kinder zu früh sein könnten. Ich las Bücher als Kind vor dem Heim, kaum eines kennt sie heute noch, las vom "100 jährigen Krieg" oder auch nur vom "30 jährigen Krieg", Dickens, London, Gerstecker, las die "Digedags" und Geografie plus Alles Darüberhinausgehende, hat eben doch miteinander zu tun. Darum kann und darf man nichts trennen, was zusamnengehört und zusammenwachsen ist, denn genau so ist es, weswegen wir etwas wirklich zu sagen haben. Das Leben hat es uns aufgetragen, nicht zu schweigen, denn

    wir haben immer etwas zu vermitteln,... [.....] wir sind der Kitt

    Kitt sollte zusammenhalten. Nicht überall jedoch ist es der Fall. Weshalb aber ist das nicht immer der Fall? Zweifel bleiben immer und was wäre Leben ohne sie?

    Nach dem Aufenthalt ging das Leben weiter und stehengeblieben sein sollte niemand. Ecken und Kanten standen im Wege. Ich habe sie geschliffen und wenn nicht immer die Neugierde, Hunger und Durst wären. Wer wäre ich.

    Axel Li

    Wenn das jemand absolut nicht ist, dann bist du es. Reicht dir das nicht? :/

    Wobei. Es scheint Teil unserer uns jahrelang quälenden mentalen Auseinandersetzung mit uns selbst gewesen zu sein. Man muss etwas tiefer in die Psyche einsteigen, aber ich weiß natürlich, wenn ich jetzt anfinge, über solche ernsten Dinge zu posten, würde das soweit führen, dass eine Verschiebung des Beitrages wohin auch immer geschähe. Sie wäre unausweichlich.

    Selbstverständlich hatte auch schon immer alles, was das anbetrifft, mit gesellschaftl. Stigmata zu tun. D. h., allein aus diesem factum heraus wurde peinlichst vermieden, Themen wie diese aufzugreifen. Wenn überhaupt, viel zu spät. Wir nennen es unter uns Verdrängungsmechanismus, Abspaltungen, um der unausweichlichen harten Wahrheit aus dem Wege zu gehen.

    Wir reden heute über die zurecht zu zahlenden Entschädigungen, die für viele sogar existenzsichernd sind aufgrund div. nicht weiter zu erläuternder Ursachen. Es müssen keine alten Wunden aufgerissen werden, wobei es keine echte Heilung geben kann, so man sich dem nicht stellt. Es tut weh, doch es geht gar nicht anders.

    Was ich aber, an dich gerichtet, am Ende meiner Ausführungen in diesem Forum zu sagen hätte, wenn man das so schreiben darf, nebenbei meine Heimkinder-Akte hervorgekramt und Daten vergleichend feststelle, was ich bereits schrieb.

    Der Ungeduldigen sei gesagt, dass dem Schreiber dieser Zeilen tatsächlich drei und ein halb Monate ab der Bestätigung über die Durchführung der StrRehaG bis zum Bescheid über die Gewährung der besond. Zuwendung für Haftopfer gemäß Paragr. 17 a d. StrRehaG vergingen. Eine ausführliche Begründung wurde dem Bescheid beigelegt. Inhalte mit Nennung der Paragrafen erspare ich euch.

    Bitte also noch etwas Geduld und nicht immer gleich in Panik verfallen. Ich befürchte, sie ist doch vorhanden...

    Wir wissen es alle, dass deutsche Mühlen langsam mahlen und zur Historie für den Geschichtsfreund noch eine Anmerkung dazu. Wie du bald gesehen haben wirst, gibt es in NL sehr viele Mühlen, deren Ursprünge auf die einstige Fremdherrschaft Spaniens zurückzuführen sind. Ob das alles zu weit vom Thema abgewichen ist, ich bin völlig unsicher, denke jedoch, dass man das auch hier wie der franz. Schriftsteller schrieb, betrachten sollte.

    Zitat

    Jean Paul Sartre

    Alles hängt von Allem ab.


    8o

    Ich muss gesegnet sein, von Dingen zu wissen, von denen andere nicht immer wissen und verflucht sein, in diesem Leben nicht alles wissen zu können, was ich doch gern alles noch gewusst hätte.

    Doch nun muss ich erst einmal schauen, was sich heute hinter dem nur gedanklich vorhandenen Weihnachtskalendertürchen verbirgt...

    Auch Weihnachten hat mit Entschädigung zu tun, aber belassen wir es hiermit und setzen unsere Hoffnung darauf, dass das Warten bald ein Ende hat.

    Liebe Grüße

    Axel Li

    Liebe Ginopilo,

    Sei unbesorgt, wie du siehst, hast du die richtigen Türchen bereits geöffnet.

    Es ist alles auf dem richtigen Weg und wird nun keine drei Monate mehr gedauert haben. Vom Futur 2, nicht mehr sehr gebräuchlich, abgesehen, musst du in Zukunft etwas ruhiger werden, dann klappt es auch weiterhin.

    Wetten dass es keine 3 mehr dauert? Ich hoffe, es sind weniger und viel Glück. :!: :!: :!:

    [......]Aber eben das Gleichgewicht sollte da sein. [......]

    Das ist genau das Problem. Es gibt keines, wofür nicht ich verantwortlich bin, aber wir meinen ja das polit. Gleichgewicht. Inhaltlich haben wir uns nun mehrfach zu diesem vermaledeiten Thema verständigt, aber wenn hier nicht gehandelt wird und die EU so weitermacht wie bisher, unsere Führungskräfte, nun ja, kann es geschehen, dass morgen Dinge geschehen und wir uns dann nicht mehr verständigen können.

    Wir reden über Krieg und Frieden. Den wollen wir alle und tun etwas. Nicht alle. Über so etwas wie Gleichgewicht im Forum geht es dann erst recht nicht mehr.

    Reden und Schreiben kann existenziell sein und deshalb werden sogar noch Briefe geschrieben. Auch hier nur der screenshot zur Einleitung des längeren Briefes des Universitätsprofessors und Ökonomen Jeffrey D. Sachs an den Bundeskanzler gerichtet. Na der traut sich etwas, Briefe schreiben. :hutab:

    Wenn es das ist, was du meinst und ich denke, dann sind wir schon wieder fast dort, von woher wir einst kamen. Beim Thema Angst, also hat es mit mangelndem Mut und Selbstvertrauen zu tun.

    Leider führt das wiederum dazu, dass jenen, die scheinbar über zu viel Mut und Selbstvertrauen verfügen, suggeriert und vorgeworfen wird, sie würden den Rahmen sprengen.

    Hier ist jeder gleichberechtigt und hat die Möglichkeit, in entsprechenden Rubriken versteht sich, Themen, die ihm am Herzen liegen, zu erstellen. Wenn sie es nicht tun, hat es keinen Sinn, darüber Spekulationen anstellen zu wollen, ob jene Schuld daran trügen, die sich trauen, weshalb sich user beim Schreiben zurückhalten.

    Für mich mutet es eher an, als wenn die Sorge besteht, dass durch Gewichtsverlagerungen nicht jeder so mitgenommen wird, wie man sich das wünscht.

    Es hat mir zufolge schon etwas mit Gruppenverhalten zu tun. Die, die den Rahmen verlassen, sollen bitte auch an jene denken, die im Rahmen bleiben wollen oder müssen, vielleicht nicht anders können, als wie anerzogen in ihm zu bleiben.

    Das ist ein wenig wie dem Sozialismus nachtrauern, wenn wir uns alle an die Hand nehmen und aufeinander aufpassen, dass keiner zu kurz kommt. Jeder hat es selbst in der Hand, hier mitzugestalten, sich zu emanzipieren durch die Möglichkeit der Teilhabe.

    Ihr seht, es hat alles doch miteinander zu tun. ;)

    Danke für das zweite Highlight mit dem Video heute nach meinem zuvor gelesenem und o. erwähnten Artikel von Jeffrey Sachs, der im übrigen auch hervorragend die Ukraine Frage und wie es wirklich bis zum Kriegsausbruch kam, messerscharf aufzeigt. Endlich einmal präzise und ungeschönt. :thumbup:

    So etwas sollte im Öffentl. Rechtl. Rundfunk gesendet werden. Aus vielerlei Gründen wie jahrzehntelanger bedingungsloser Loyalität gegenüber den USA geschah das nicht, denn dann müßte man schließlich zugeben, wer Verursacher ist. Wer wird sich schon selbst anklagen? :rolleyes:

    Sehr aufschlussreich erklärt der Professor seinem Publikum die verschiedenen Zyklen des Niedergangs von Demokratien westl. Prägung. Deutschland liefert passenderweise seit vielen Jahren die besten Beispiele und völlig gratis, wie man sich freiwillig in den wirtschaftl. Abstieg hineinmanövriert.

    Gerade der Teil, der im ökonomisch-gesellschaftl. Niedergang ziemlich zwangsläufig auf bewaffnete Konflikte hinausläuft bis hin zu einem Krieg, wird anschaulich dargestellt. Das haben wir mMn früher auch so gelernt, dass der ökonom. Zerfall und Dekadenz Kriege begünstigt und eigentlich auch nur, weil mit moralischer Überheblichkeit und Ignoranz gegenüber den Interessen Anderer kein Blumentopf zu gewinnen ist. Frieden kann so nicht entstehen.

    Das sind natürlich nur kurze Splitter, die er abliefert, aber alles gut auf den Punkt gebracht. Immerhin innerhalb der Dauer einer Schulstunde. Herrn Ganteför gilt mein ganzer Respekt. :hutab:

    Und welch treffenden Satz las ich dort auch noch?

    Zitat

    Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.

    Danke! Ihr habt es fast geschafft. fie

    Anmerkung. Dieser Krieg hat Ursachen mit verheerenden Auswirkungen, die uns alle belasten. Die Einen ignorieren, weil das für ihr Seelenheil besser ist. Andere analysieren, sezieren, weil sie VERSTEHEN wollen, was man mit uns Menschen macht.

    Wenn wir nicht irgendwie verrückt werden wollen, apathisch oder Pazifist, muss man etwas tun. Ich kämpfe, die Wahrheit zu finden und meine, sie seit Anbeginn längst gefunden zu haben. Nur werden wir um sie betrogen. Heute wurde ich erneut bestätigt. Wer sie aber nicht hören möchte, weil man ihm etwas Anderes eingeimpft hat, muss es zu Konflikten führen. Krieg läßt keinen kalt.