Ich selbst kann mir kaum recht vorstellen, dass Yvi eine Vorstellung davon hat, wie es ist, was viele von uns erleben mussten und genau das ging mir durch den Kopf, wenn in der Familie doch offen über alles gesprochen wird, dann wird doch der Vater in der Lage sein, die Dinge in die Hand zu nehmen. Das ist in etwa so als wenn mir mein Sohn anböte, sich hier anzumelden, weil ich es selbst nicht
tue. Was genau soll denn der Hinderungsgrund sein?
So sein Wunsch, ein Klassentreffen zu initiieren, in Erfüllung gehen soll, geht man dann auch offener dort um, wo man etwas erreichen möchte. Genau das schafft nämlich Vertrauen, das man selbst aufbauen muss, man muss es Menschen selbst erklären, sich vorstellen.
Du hast dich zwar, Yvi, angeboten, aber er ist ganz bestimmt selbstständig genug. Sei mal bitte so ehrlich dir selbst gegenüber, zu überlegen, wie das bei uns ankommt. So ihr so offen seid, wirst du es ihm jetzt sicherlich erklären, welche Fragen sich hier bei uns stellen könnten bezüglich Vertrauens. Also, wer etwas von Menschen will, geht zu ihnen.
Mein Sohn weiß es beiläufig vor Jahren einmal kurz angesprochen bei irgend einer Gelegenheit geschehen, dass ich einmal im Heim war, doch habe ich ihm nie auch nur irgendwelche Details darüber erzählt. Wieso denn? Und es hat nichts mit mangelnder Offenheit zu tun, doch nun wäre es nett, wenn sich dein Vater öffnet, und sich nicht länger durch dich "vertreten lässt" und sich hier anmeldet. Wer nichts zu verbergen hat, geht diesen Schritt selbst. Danke für das Verständnis. Dein Vater wird das sicherlich verstehen.