Da du es bist u offenbar ernsthaftes Interesse hast. es geht nicht darum, was ich denke, sondern, was ich weiß.
Wechselburg ist zugleich ein Ort, in dem jeder, der sich dort aufhielt, über längere Zeit, gemeldet sein musste. In jeder Stadt war das so und ist es so sicherlich noch immer, von Ausnahmen abgesehen. Ist dort im Einw.-Meldeamt nichts, wendest du dich ans Sächs. Amt für Familie und Soziales in Chemnitz ist. Es gibt auch das Sächs. Staatsarchiv das meiner Meinung in Leipzig ansässig ist. Freundlich sind die Ämter übrigens alle gewesen. Immerhin.
Wenn gar nichts mehr geht, gibt es das Bundesarchiv in Berlin. War sonst noch was? Dein freundliches Jugendamt, das sich Referat für Kinder und Jugendhilfe der DDR nannte, hilft dir auch. Meine Güte. Wie viele Referate ich hier schon selbst gehalten habe.
Du interessierst dich wenigstens und stellst Fragen. Wenn man es nur wußte, was die Anderen tun.
Na dann. Mehr kann ich nicht tun. Ein Freund riet mir neulich. Lass die Vergangenheit zurück, sonst verpasst du dein restliches Leben. Er hat Recht. Ich sollte u werde mich mehr daran halten. Die Zeit läuft sowieso davon. Nicht mal mehr die Wechselburg gibt es, hat aber eine interessante Geschichte, die Jahrhunderte zurückreicht und so etwas interessiert mich zumeist.
Dass deine Mutter dir damals Kokolores erzählt hat, dürfte aber schon klar sein? Denn, wenn man schlecht in der Schule ist, kommt man nicht einfach in ein Sonderheim Kombinat. Das hat ganz andere Gründe, die mit dem Verhältnis und der Umgebung zu Hause zu tun hatten. Was ist das überhaupt für ein bescheuerter Name? Schon daran sieht man es, dass damals schon welche nicht ganz richtig tickten.
Ich sollte ein Buch schreiben und mein Wissen verkaufen. Das bringt Geld ein. Hier helfe ich, ganz umsonst, und hab es nochmal gern getan.