Beiträge von Axel Li

    Da du es bist u offenbar ernsthaftes Interesse hast. es geht nicht darum, was ich denke, sondern, was ich weiß.

    Wechselburg ist zugleich ein Ort, in dem jeder, der sich dort aufhielt, über längere Zeit, gemeldet sein musste. In jeder Stadt war das so und ist es so sicherlich noch immer, von Ausnahmen abgesehen. Ist dort im Einw.-Meldeamt nichts, wendest du dich ans Sächs. Amt für Familie und Soziales in Chemnitz ist. Es gibt auch das Sächs. Staatsarchiv das meiner Meinung in Leipzig ansässig ist. Freundlich sind die Ämter übrigens alle gewesen. Immerhin.

    Wenn gar nichts mehr geht, gibt es das Bundesarchiv in Berlin. War sonst noch was? Dein freundliches Jugendamt, das sich Referat für Kinder und Jugendhilfe der DDR nannte, hilft dir auch. Meine Güte. Wie viele Referate ich hier schon selbst gehalten habe.

    Du interessierst dich wenigstens und stellst Fragen. Wenn man es nur wußte, was die Anderen tun.

    Na dann. Mehr kann ich nicht tun. Ein Freund riet mir neulich. Lass die Vergangenheit zurück, sonst verpasst du dein restliches Leben. Er hat Recht. Ich sollte u werde mich mehr daran halten. Die Zeit läuft sowieso davon. Nicht mal mehr die Wechselburg gibt es, hat aber eine interessante Geschichte, die Jahrhunderte zurückreicht und so etwas interessiert mich zumeist.

    Dass deine Mutter dir damals Kokolores erzählt hat, dürfte aber schon klar sein? Denn, wenn man schlecht in der Schule ist, kommt man nicht einfach in ein Sonderheim Kombinat. Das hat ganz andere Gründe, die mit dem Verhältnis und der Umgebung zu Hause zu tun hatten. Was ist das überhaupt für ein bescheuerter Name? Schon daran sieht man es, dass damals schon welche nicht ganz richtig tickten.

    Ich sollte ein Buch schreiben und mein Wissen verkaufen. Das bringt Geld ein. Hier helfe ich, ganz umsonst, und hab es nochmal gern getan.

    Als Zeitzeuge dieser Ära habe ich natürlich von dieser Straße gehört. HH kenn ich kaum, meist vom Durchfahren und an dieser Straße hätte ich nichts zu suchen. Wenn, dann hätte ich dort vielleicht etwas lernen können. Schließlich sollen in solchen Etablissements sogar Fachkräfte tätig sein. Mir fast noch Novizen hätten sie ganz sicher etwas beibringen können. Spez. Dienste inbegriffen, aber ich schrieb es ja, dass das gar nicht mehr Ding war. Ich war der Meinung, dass diese Menschen sich selbst erniedrigten und ausgebeutet werden, Andere, die dorthin gehen, ihre Bedürfnisse befriedigen und dafür Geld gaben. Das war mir also vom Kopf her gar nicht möglich, mich auf solche Deals einzulassen bzw. es so weit kommen lassen, doch wahrscheinlich geht es eh immer nur um Bedürfnisse, was mit dürfen zu tun hat. Wenn man also etwas darf, was nicht ausdrücklich verboten ist, ja, wieso nicht?

    Aber geh ich viel lieber auf die Zeilen des @HansiHerrmann ein, der schon sehr früh sein Glück gefunden hat. :thumbup: Davon hätte ich auch gern etwas abbekommen. Es sollte nicht sein, aber wie ich schon schrieb. Auch bei uns im Heim müssen zumindest die Älteren Jungs aus dem Nachbarhaus Bedürfnisse gehabt haben, weswegen sie sich sicherlich auch um eine Freundin bemüht hatten. Wie geschrieben. Eine einzige vielleicht, wenn ich an den Schulhof zückdenke, aber es war wohl nur ein Blick. Später erfuhr ich in einem Forum davon, dass gerade sie den Spitznamen einer Margarine Sorte gleich trug. Irgendwann war mir auch klar, was es nur mit der Margarine auf sich gehabt haben könnte.

    Wirklich, eigentlich gab es keine Mädchen, auf die ich abgefahren wäre. Auch in meiner Klasse wußte ich von iemandem, der eine Freundin hatte. Nur ein Einziger, der mir das vor vielen Jahren am Tele sagte. Er erzählte auch von dem tunnelartigen Gang, den ich damals nie erkundet hatte. Heute bereue ich das. Wer weiß, was es dort nicht alles zu sehen und erleben gab. Von dem Durchgang/Tunnel hatte ich einmal in einem anderen Zusamenhang etwas gar nicht Schönes erlebt und der das damals unmittelbar total verstört selbst erlebt hat, den würde ich gern später dazu gesprochen haben. Nur er weiß ganz genau, was es war, aber man sah es eh.

    Vom Traumgirl war also die Rede. Ich glaub, nur Träume können am Schönsten sein, aber das mag an meinem Naturell liegen. Ich war immer zu spät dran, doch meine Träume blieben. Sicher traf man so EInige, doch entweder waren sie schon vergeben oder es ergab sich einfach nicht, was dem entsprochen hätte haben können. Vielleicht wollte ich mehr träumen als mich monatelang bemühen? Das hatte ich als 18- jähriger in der Berufsschule und 19 Jähriger Schönling selbst alles schon versucht. So viel Arbeit mit den Weibern und so wenig Erfolg. Da konnte man schon Frustration schieben. Wer kann denn so viel Mißerfolg gehabt haben wie ich und weshalb ich? War ich verdammt?

    Ja. Was da wieder mich geritten haben mag, zu behaupten, wir wären damals zu jung für die Liebe gewesen, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich wußte ich zu lange eh nicht, was Liebe war oder diese hätte sein sollen und wenn ja, wie. Ich weiß es wohl auch heute nicht. Doch ich weiß darum, welche Ursachen das haben kann, nicht lieben zu können. Da ist bei mir auch schon vor der Heimzeit einuges geschehen, was ich jetzt mal darauf schieben muss. Jeder Mensch braucht Erklärungen, sonst wird er verrückt. So rational bin ich dann doch aber Liebe braucht keine Erklärungen. Man fühlt sie oder nicht. Liebe soll aber nicht nur das Sexuelle sein, heißt es. Ich war wohl damals zu sehr auf das aus, was unten geschieht.

    Da sitze ich hier draußen in einer Art Mittagspause, erfreute nich aber schon heute früh als ich deine wieder sehr genüsslich erheiternde Abhandlung über deine spannend witzige Liebesbeziehungen las und denke mir, wie armselig ich auf dem Gebiet damals dran war. Du hast ja einiges lesen dürfen und womöglich war ich zu sehr sexuell fixiert bzw. nach der Heimzeit verklemmt, obwohl eig. doch gar nichts klemmte. Die Mädchen hätten mich nur zu nehmen brauchen, wenn sie gewollt hätten. Im Heim verschmähten sie mich oder ich doof sah die Signale nicht. Nach dem Heim hatte ich auch kein Glück gekannt. In der Schule nicht und in der Berufsschule auch nicht. Auf einer Reise im Süden am Meer hat's dann mal geflutscht. Mit 20..

    Im Heim, das wissen Eilenburgerinnen, waren unsere Häuser mit engen Durchgängen zu den Keller bzw. Garderobe Räumen verbunden. Diese engen Tunnel sollen für Mädchen und Jungen als Verbindungsgänge für Kontakte gedient haben. Wenn man mich 12, 13 Jährigen in diese Tunnel der Liebe eingeführt hätte, wär ich weitergekommen. Jahre später erfuhr ich, was ein Tunnel der Liebe auch sein kann. Aber man muss ja nicht alles verraten und mein Päuschen muss jetzt enden.

    Leider reicht die Zeit auch nicht, auf deine netten Zeilen einzugehen, aber ich sehe, dass du dir wirklich Zeit nimmst, auf Menschen einzugehen. Das macht heute kaum noch ein Mensch.

    Ich nerve Andere. Das weiß ich, doch jene, die sich Zeit nehmen, es sind jene, die Zeit opfern und zeigen, dass ihnen an Menschen etwas liegt.

    Was ich auch toll finde, du wolltest für Sex nie bezahlen. Ich auch nicht, was mich abhält, es in solchen Etablissements zu versuchen. Ab 1990 ging das ja auch im Osten. Allerdings war ich zuvor so schräg drauf, zwecks Termin anzurufen. Ich ließ es sein. Das bischen Liebe, hätte Geld Kosten sollen?

    Bis bald wieder. Ich muss off

    Axel

    Ja. Du kannst das, was ich einfach nur mal witzig gemeint habe, gern auch sofort wieder löschen. Am besten auch diese Zeilen. :) Als Mod kannst du das jederzeit tun.

    Nachtrag. Nun sitzen schon 2 Mods dran an dem Thema. Löscht was nichts mit dem Thema zu tun hat. Es steht in eurer Macht. Ich werde auch nicht mehr witzig sein denn es ist ja ein Suchthread. Wer sucht, der findet immer was. ;)

    Ja. Das hoffen wir alle, sicherlich. ich bekomme seit einem Vierteljahr etwa auch regelmäßg Post, u. a. von einer Olga. Womöglich kommt sie aus Russland oder sogar der Ukraine. Da ich kein Ukrainisch beherrsche, melde ich mich besser nicht bei ihr. Immerhin schreiben diese Mädchen/Frauen oft auch mit Bildchen wie diese Olga auf Englisch. Vielleicht sollte ich es doch einmal probieren? Man weiß ja nie, ob man das Glück nicht irgendwie liegenläßt.

    Der Name Slomski klingt sehr osteuropäisch. Ich kenne beim ZDF jemanden mit dem Namen Slomka. Ob sie beide etwas miteinander zu tun haben? Der Werkhof und sie? hmm

    Hallo @HansiHerrmann Weißt du, das muss ich nachschieben, weil ich eig. nicht auf dein Post geantwortet hatte. Das mit der "Zielgruppe" - du hast es erfaßt, war schon in etwa so. Ich hoffte, an Ziele zu kommen, traf leider nur nicht gut genug sozusagen, zu meinem Unwohl, wenn du verstehst. Aber was solls. Ich litt ja nur 15 Jahre...

    Irgendwann mit Ende 20 ist das auch alles egal. "Weiber" waren mir eh zu blöd, wobei ich mind. einmal mit 20 eine ganz heiße Braut in der Straba traf, direkt vor mir stehend, sich an der Stange festhaltend, damit sie nicht beim ruckartigen Losfahren der Bahn umfiel. Es war schon erheiternd und ich musste schauen, dass man nicht zu sehr nach mir schaut, nur traute ich mich, mal wieder, nicht, sie anzusprechen, denn ich war schüchtern neben dem Verklemmtsein.

    Es kam wie es kam, gewissermaßen und Frauen mochten mich scheinbar eh nicht unbedingt, sonst hätten sie sich ja auch mal etwas mehr Mühe mit mir geben können. :S

    Hab ich nicht gepostet, dass ich eher der Einzelhänger war/bin und es nahm, wie es kam, oder so?

    Wenn ich daran zurückdenke, was es für merkwürdige Gerüchte und Geraune über das merkwürdige Liebesleben so Mancher Jungen von uns im Heim gab, dann würde ich das gern heute noch einnal hören wollen, sozusagen wie auf einem Tonband aufgezeichnet, aber ich glaub, so etwas hätte man besser nicht machen dürfen. ;)

    Apropos. Wir hatten eine junge Praktikantin als Erzieherin. So die so eine lederne Hotpants getragen hätte, hätte ich mich vielleicht doch schon als 13 Jähriger nach ihrem knackigen Po umgedreht, aber bei uns drehte es sich meist um etwas Anderes, denn wir waren wohl nicht nur zu jung für die Liebe.

    Ein Freund von mir aus der Zeit damals im Heim, er blieb ein Jahr länger als ich dort, bezeugte, dass er dort eine Freundin hatte. Er sagte es mir vor vielen Jahren am Telefon, doch sagte ich schon, dass die Mädchen mich damals überhaupt nicht interessierten? :/

    Was braucht man sie, wenn man zwei gesunde starke Hände hat, muss ich gedacht haben und andere vielleicht auch. Mir ist das jedenfalls in der Zeit im Heim nie aufgefallen, dass einer unserer Kameraden sich mit Mädchen abgab, bis auf die eine beschriebene in flagranti Szene auf dem Heimgelände, der ich beiwohnen durfte gewissermaßen auch als Lehre, wie man es richtig macht. Nur habe ich so schnell wie er es tat, doch nicht gelernt. :S

    Was war schon richtig oder falsch? Irgendwie fanden wir ja trotzdem und irgendwelche verschlungene Wege ins Glück, welche das auch immer sein sollten.

    Hab ich davon berichtet oder gehört das alles doch eher nicht ins Internet? Man stelle sich nur vor, es gäbe keine Geheimnisse auf dieser Welt.

    Ich habe noch, ein, zwei andere richtige Geheimnisse aus der Heimkinderzeit, aber wenn ich sie beschriebe, würden es manche für unwahr halten, darum lasse ich es besser. 1., liest es eh niemand, 2., schreibe ich nicht für Voyeure und 3., wäre es zumindest für mich triggernd.

    Für heute war es das hier, denn ich möchte jetzt am Abend noch meine müden Augen beim Radfahren etwas laben lassen. :)

    Das ist ja irre und das mit der Tapete und dem Beuteschema passte damals ja total. Der Kleister stimmte auch.

    Ich hatte mich die letzte Nacht mal wieder zugedröhnt, weil ich ein paar Sachen durchdenken habe müssen, bin vor 2 h kurz mal runter und habe mir beim mich Umschauen so gedacht, oh Gott, die Mädel haben alle mal wieder einen geilen Arsch, was mir im Heim nie auffiel, obwohl in meiner Klasse in der Schule Mädchen waren, keine 3 oder 4. Wir waren 16 Jungen. Wenn die mich also schon im Heim mit 11 bis 14 gar nicht wirklich interessiert haben, muss ich schwul gewesen sein, weswegen es sicher mein Freund darauf anlegte, mich rumzukriegen und er kriegte, was er wollte. ;)

    Wie schon gesagt, ich wußte nicht, ob ich auf Mädchen oder Jungen stand. Auf Jungen stand ich damals wirklich. Traute mich nur nicht, drüber zu reden. Woran lag das nur? Ich schaue fast täglich, jetzt im Mai schon wieder gleich beim Radfahren, auf den Hintern von Mädchen. Mir hat es niemand gesagt, dass ich wahrscheinlich bi bin. Wir hatten Mädchen im Heim in der Schulklasse die mich nicht interessierten.

    Hatte ich nicht in einem Forum schon mal geschrieben, dass uns gleichaltrige Mädchen etwa, die in unserer Klasse waren, im Heim aus dem Nachbarhaus 2, als wir Jungen unsere schmutzige Ernte Bekleidung schrubben mussten, total nackend wie wir unter der Dusche knieten, uns aus dem Fenstern zuschauten? Wir knieten und schrubbten die Wäsche mit Seife, und von draußen sahen uns die Mädchen zu. Jemand bemerkte es plötzlich, es war wie bei was auch immer erwischt werden, und irgendwie total Verrückt. Ich schrubbte sowieso täglich, auch ohne Wäsche zu waschen, wusste nur nicht, warum, beim runterholen. ;)

    jetzt bin ich mal wieder neugierig. Jetzt, nachdem ich drei Jahre hier bin, jetzt aber mit der Kür beginnen kann, denn mein Pflichtteil ist vorüber.

    Frage. Ich glaub nicht, dass Eltern darauf haben Einfluss nehmen können, in welche Einrichtung man kommt/kam. Wer in solche kommt/kam. Das entschieden immer Fachleute. Wie kommt man darauf dass Eltern den Ort bestimmen konnten? Das muss doch irgendwo schriftlich festgehalten worden sein.

    Richtig ist und das kennen viele auch, dass es Eltern gab, die ihre Kinder zumindest teilweise loswerden wollten. Es kann viele Gründe dafür gegeben haben.

    Ich habe übrigens geforscht und tatsächlich aus einer Einrichtung wie dieser ein Formular bekommen, auf dem meine Anmeldeten, die Dauer und selbst eine verschlüsselte Diagnose vermerkt wurde, im letzten Winter erhalten, obwohl es 50 Jahre zurückliegt. Man hätte mich ur Beobachtung dort reingesteckt und untersucht.

    Ich war sogar innerhalb der letzten Monate mehrfach in so einer komischen Einrichtung über die hier gepostet wird. In der Zeit hab ich auch das Dokument aus dem Archiv übermittelt bekommen. Ein paar unschöne Szenen hatten sich mir damals als ich acht Wochen dort war auch eingebrannt. Nach der Entlassung dauerte es ein paar Monate und schon war ich im Heim.

    Du kannst es über Einwohnermeldeämter versuchen und wie es aussieht, haben solche Einrichtungen wie beschriebene meist auch Archive, in denen man etwas finden kann. Je kürzer die Zeit zurückliegt, desto mehr Glück. Also, viel Glück dir!

    Du hast es geschafft, @HansiHerrmann mich mehr herauszufordern als alle Anderen es jemals zuvor vermochten. In diesen Heimkinderforen gab es nur minimal user, mit denen es intensiver wurde, tiefgründig, mit denen man auch Themen besprechen hat können, die ich so kaum erwartet hätte, dass das jemals geschehen könnte.

    Deine Weitsicht oder sagen wir schlichtweg, rationale und trotzdem unbeschwerte Blickwinkel zu vermitteln, wie man Leben leben soll, ohne sich zu belasten, hätte ich früher bedurft. Dann hätte es auch mit den Mädchen früher etwas besser werden können. ;)

    Vielleicht war ich auch nur zu ungeduldig mit ihnen, die mit mir und voller Erwartungen?

    Nein, das hat hier jedenfalls noch niemand geschafft. Du hast mich fast geschafft und dafür danke ich dir noch einmal. Ich dachte, ich wäre der einzige Vielschreiber. Du hast es getoppt. :thumbup:

    Dann hoffe ich mal, dass du Manfred doch noch findest. So wie ich das alles gelesen und mich sogar drüber habe ein wenig amüsieren können, was ihr beide angestellt habt, scheint das noch ein Punkt zu sein, der dir wichtig ist.

    Ich suchte in den Foren auch lange. Am Ende waren es 1 ehem. aus meiner Gruppe im Heim und 1 weiterer aus der Parallelgruppe, die um 1 Jahr älter war als meine Gruppe, mit der wir insges. 36 Jungen waren, Freude und Leid im Haus teilten sozusagen. Einen traf ich dann noch vor 11 Jahren, der es nicht geschafft hatte. Fertig gemacht hatten sie ihn. Ich sprach damals nur kurz mit ihm auf einer Veranstaltung in der Schulaula meines Heimes abgehalten und fühlte mich dabei nicht sonderlich wohl bzw. war froh, mehr Glück als er im Leben gehabt zu haben.

    Was ich noch immer nicht schaffte, deine letzte Mail vom 16.5. zu beantworten, aber du hast ja geschrieben, dass du geduldig sein kannst und man sich überflüssige Mails sparen kann.

    Vom Sparen und Verzichten ist heute überhaupt wieder viel die Rede. Das kannten wir aus den Heimen auch alles schon. Somit schließt sich ein Kreis. :)

    Vergib mir bitte. 2 x Editiert...

    Wir kennen uns alle nicht, woher auch, doch wenn euch die Zeit aus literarischer Sicht und dem Erleben von jemandem wirklich interessiert, der 15 Jahre lang in so einer Einrichtung wie Lehnin tätig war, der vor Jahren eine sogenannte Trilogie über das Leben eines fiktiven Heimzöglings namens Veit schrieb und sie veröffentlichte, der über Veits trostloses Leben, der in einem Spezialkinderheim und einem Jugendwerkhof sein junges Leben fristete, sehr authentisch berichtet, dann wäre das Thema etwas für euch.

    Ich möcht' mal in die Sonne spucken: Werkhof-Trilogie 2
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    Ich habe das Buch vor vielen Jahren gelesen und gleich darauf den Autoren kontaktiert, mich mit ihm eine Stunde lang über das Buch unterhalten und auch über meine Zeit in einem Spezialkinderheim.

    Dieser Herr Härtel war sichtlich am Telefon erfreut über meine Reaktion und über die Bestätigung dessen, wie man das, worüber er schrieb, zumindest teilweise auch erlebt hat und mir wurde von Bekannten, die ich vor langem in Foren traf, "vorgehalten", weshalb Ich zu vieles wegließe, worüber ich schrieb.

    Das Buch, solltet ihr es bestellen wollen, ihr werdet euch darinnen wiederfinden, es lohnt sich, ist kurzweilig und hat sogar Humor.

    Axel

    Ein kurzer und schmerzloser Umzug, Super! In diesen (womöglich bald) kalten Zeiten soll man nicht undankbar sein, wenn man auf Menschen trifft, mit denen es eine helle Freude ist und ich hatte die Hoffnung längst aufgegeben, jemanden treffen zu dürfen wie dich.

    Das ist wirklich kein Scherz, und es gibt nur ganz Wenige, die solch patente und eigentlich ganz simple Lebensweissichten pflegen wie du es es tust und sie hier und auf deinem Board kundtatest. :)

    Das ist mir in keinem ehemal. Heimkinderforum widerfahren und danke auch hier für die Blumen - das mit dem Wimmeln von Perfektionisten und Vollkommenen. Niemand ist es, das weißt du so gut wie ich aber es ist mir schlichtweg eine Ehre zugleich, jemanden mit einem Bild zu treffen, das mir zumindest aus eigenem Erleben nicht fremd war/ist. Das bedeutet, wir Außenseiter gehören eigentlich nirgends in eine Gemeinschaft hinein und müssen uns damit begnügen, im Schatten am Rande stehen zu dürfen, weil die Mitte durch die Masse besetzt ist und da ist sie wieder - diese Masse - heute schon wieder - die das vermeintlich Richtige zu tun glaubt, in dem sie auf den Zug aufspringt, den der Mainstream fährt. Ich las deine Geschichte mit dem Bus und du weißt also wie ich das auch verstanden habe. Masse kann erdrücken und das geschieht nur, wenn sich Menschen in ihr wohl zu fühlen scheinen, weil sie Sicherheit vermittelt. Nur bilden wir keine Fischschwärme um uns vor Haifisch- oder Walfraß schützen zu müssen. ;)

    Leider muss ich jetzt schon wieder off. Leider traf ich im Heim niemanden wie dich. Doch du warst immer schon schwierig, wie ich las und mir wurde das auch schon mehrfach sogar attesttiert. Es liegt doch nur daran, dass man mich nicht versteht oder nicht einmal den Versuch unternimmt, es zu tun.

    Dir einen schönen Tag und bis die Tage, wie man heute schreibt, was nicht heißt, dass das gute deutsche Sprache ist. ;)

    Bevor du, lieber @HansiHerrmann morgen umziehst und dann vermutlich lange nicht erreichbar sein wirst, möchte ich dich darüber in Kenntnis setzen, dass ich, um dich nicht länger belasten zu müssen mit Lesen unzähliger, überflüssiger Mails meinerseits doch aufklären, dass ich das mit den veröffentlichten Büchern so nicht gemeint hatte, wie es oben steht. Du batest darum, dass man deine Texte wörtlich lesen und nehmen solle, was ich - so gut es mein Geist zulässt - tue.

    Ein weiterer interessanter Gedanke der mit dem Input und bei fehlenden Reaktionen dadurch nicht seine eigenen Unvollkommenheiten verifizieren zu können. So ist es, wir sind ja trotzdem soziale Wesen und ohne jeglichen Kontakt könnte man auch Mönch in einem griechischen Kloster werden. Es soll Schweigeklöster geben. Ob ich das mal noch angehe? ;) Meine Frau würde sich auch freuen.

    Was das alles nun mit Heimerziehung zu tun hat? Wir wurden dort kollektiv auf Richtigkeit und Vollkommenheit trainiert? Wollten vielleicht der Beste sein, es werden, weil es erstrebenswert war? Für wen auch immer.

    Das mit den Perlen vor die Säue werfen ist eine sehr gute Formulierung. Apropos. Das Schnitzel das ich gerade aufgegessen habe hier im Lokal meiner Wahl war zwar keine Perle, im Heim gab es so etwas Feines gar nicht, aber es hat satt gemacht denn Geist und Seele benötigen Nahrung. Dein Geist und deine Mühen haben mich bereichert, auch wenn du schreibst, ich solle mir weitere Mühen ersparen. Manchen hilft Schreiben, als Therapie vielleicht?

    Schönen Umzug und lass mal wieder etwas von dir hören. Danke!

    Alles fast unkorrigiert von unterwegs geschrieben. Für Perfektionisten ein Unding aber ich war weder je perfekt, noch werde ich es je werden und denke, du hast mir sehr geholfen und mich ein wenig von meinem Thron geholt..

    Grüße

    Axel

    Ich bin gerade an meinem Reiseziel angekommen und habe deine wie immer sehr interessanten Ausführungen freudig zur Kenntnis und mit viel Zustimmung aufgenommen. Ich wollte, solche gescheiten Köpfe wie du wären mir früher schon begegnet. Ich hab das eigentl. immer so gehalten und versucht, das Wissenswerte vom Sinnlosen zu trennen. Mich gern an Älteren orientiert. Das wäre so eine Art Schüler-Lehrerverhältnis nach antikem Vorbild. Lol

    Du hast schon vielen Menschen geholfen und ohne Menschen wie dich gäbe es de facto weniger Wissen, das du einfach kostenlos sozusagen ohne Beratung gern weitergibst.

    Auf den Inhalt werde ich jetzt, weil ich übermüdet bin, nicht eingehen, mich jedoch erneut bedanken dafür, dass du mir deine Zeit geopfert hast. Das gibt es nicht oft, wenn überhaupt, zu selten.

    Auch das glaub ich dir aufs Wort, dass zu deiner Zeit noch in der Schule geprügelt wurde. Jetzt, wo du es schreibst, erinnere ich mich neben dem Schlüssel werfenden Sportlehrer auch an Lehrerinnen mit dem langen Lineal. Wenn denen was nicht passte, schlugen sie damit voller Wucht auf das Pult an dem man saß. Wer da dann die Finger noch draufhatte, hatte Pech. Ich bin etwas später in die Schule gekommen und habe die Prügelstrafe dort nicht erlebt. Ich hab das nur X Mal gelesen, dass die offiziell seit Ende der 40iger in der DDR abgeschafft wäre. Doch das nennt man Theorie. In den Heimen vergaßen sie es wohl...

    Was ich beherzigen werde, weniger auf meine Fehler zu achten, denn korrekt, wer sich für den Inhalt wirklich interessiert und den Menschen dahinter sieht, der schrieb, sollte so viel Toleranz besitzen und darüber hinwegsehen können, wohlwissend, dass längere Texte sowieso mehr Fehler aufweisen, als kurze.

    Weißt du. Das war mein Anspruch an mich selbst, weil ich immer viel mit Texten gearbeitet habe und das nicht nur im Deutschen. In Fremdsprachen ist es ganz besonders wichtig, möglichst präzise zu arbeiten, sonst kommt es zu den blödesten Mißverständnissen. Früher hab ich in der Hinsicht nicht wenig mit solchen Texten hantiert.

    Ich hatte auch noch lange die Hoffnung, zwei, drei Ehemalige wiederzufinden, einen fand ich ja, doch das ist lange her und wir laufen alle in unterschiedliche Richtungen, was auch völlig ok ist, denn unser Leben ist fliessend oder sollte es sein. Alles Andere wäre ja langweilig, wenn alle gleich wären. ;)

    Ich brauch das auch nicht, Serien. Bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen, solche, die im ÖR liefen, schaue ich kaum. Allerdings ist mir TV schon sehr wichtig, denn als Bildungsquelle darf man da schon Einiges mit nehmen. Ich würde um Einiges ärmer sein, wenn es keinen TV gäbe.

    Ich breche jetzt auch mal ab und verspreche, mich noch kürzer zu fassen, denn ich denke, wir verstehen uns auch so ziemlich gut. Gib mir noch etwas von deiner Lebensweisheit ab, doch das wäre zu billig, denn man sollte sich möglichst alles selbst erarbeiten und nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen. So brachte man es mir in der Lehre bei.

    Ich kann das gar nicht sagen, ob das auch auf ehem. Heimkinder zutrifft, nur hätte ich auch kein Recht, darüber zu urteilen. Wir sind alle Individuen und handeln eigentl. nur unserem Gewissen gegenüber, in Treu und Glauben, wie der Jurist sagt, ich, der keiner bin.

    Ich hätte noch so vieles zu posten als Antwort auf deine wertvollen informativen Ergüsse, aber das ist mir jetzt zu spät, denn ich muss in 7 h wieder aufstehen. Guten Morgen :)

    Ich sag's ja und könnte mich grün und blau schlagen vor Ärger. Man sollte seine Texte doch besser mit einem Schreibprogramm vorschreiben, um die blödesten Fehler wie "Tastatur", kaum erkennbar oben, sollte dort stehen, in die mir Kekskrümel bröselten, zu meiden. Man sollte auch nicht immer ad hoch unkorrigiert abschicken, obwohl man Zeit zur Korrektur hätte. Zu müde sein ist auch nicht gut. Meist schreib ich auch mit dem Smart und dann passiert es oft. Ein user warf mir früher meine Korrekturen öffentlich wie ein Lehrer vor der Klasse vor. Ich würde mich damit in ein besseres Licht stellen...

    Letzten Abend bin ich auf Seiten gelandet, die das Erziehungssystem der NS Zeit beinhalteten. Meine Güte, wenn da auch nur ein Fehler bei den Schülern in der Schule im Diktat oder ähnl. auftauchte, Dann hat es jedes mal was gesetzt, wenn man dann noch sitzen konnte. Das blieb uns an DDR Schulen erspart, weil Züchtigungen dort früh abgeschafft wurden.

    Wobei, wie hatten einen Sportlehrer in der Schule. Nicht den im Heim, sondern einen nach der Entlassung in meiner Normalschule. Der warf gern mit seinem Schlüsselbund. Irgendwann warf man den aus der Schule. Der trietzte jene, die partout nicht die Stange in der Sporthalle hochklettern konnten. Ein echter Fiesling.

    Ein Patentrezept gibt es da nämlich nicht.

    Richtig. Und wenn man sich ab und an mit solchen Themen beschäftigt, ich las heute Abend den Artikel bereits und denke, das Thema ist mittlerweile raus aus der "Schmuddelecke", denn in den 4 Jahren ist vieles geschehen, woran man Jahre zuvor nicht gedacht hätte, dass man darüber so vieles in so vielen Veröffentlichungen liest. Die letzte dieser Art ist eine wie diese hier mit faktenreichem Hintergrundwissen angereicherte, über das man durchaus verfügen sollte, denn wenn so viele Millionen in irgend einer Form betroffen sind, muss es ja Ursachen haben, denn nichts kommt von nichts und wir sind nicht allein.

    Viele von uns kennen die Ursachen und "Kolateralschäden" inzwischen. Manche schreiben, dass sie im HIER und JETZT leben und das ist richtig gut so, denn wenn man es nicht täte, würde man sich all das Wissen HEUTE über das, was einmal WAR, gar nicht aneignen können. Das erfordert nämlich Bereitschaft zur Wissensaufnahme. Man muss es nur wollen, um zu verstehen, wieso wir heute stehen oder sitzen, wo wir stehen oder zu sitzen glauben.

    Wenn die Psyche leidet
    Psychische Erkrankungen können jeden treffen
    www.spektrum.de

    der jetzt wieder so einen vermeidbaren Fehler in einem seiner letzten Texte bemerken hat müssen. Stellvertretend für einen schreibt der fleißige Axel zwei posts weiter oben, dass Monk aufgrund seiner psychologischen Fähigkeiten <an"eggt">, was nun wirklich Blödsinn ist, denn "egg" ist englisch und bedeutet bekanntlich "Ei". Da hat sich jemand mal wieder ein Ei gelegt. Ich korrigiere mich auch immer wieder selbst ganz gern, weil ich das nicht mag, denn mein Ansporn war es immer, mir selbst ein Vorbild zu sein. Ich weiß nicht, woher diese Macke kommt, aber etwas bleibt ja immer. :rolleyes: Schon als Kind wurde ich korrigiert, weswegen ich das heute viel lieber selbst tue. :)

    @HansiHerrmann Vergib mir, ich hatte bereits eine ganze Reihe an Stichpunkten deines etwas längeren Textes in Schriftform vom Samstag zuvor zusammengetragen, um sie dann doch wieder zu verwerfen. Meine mentale Speicherkapazität ist jetzt einfach doch etwas zu erschöpft. Vielleicht ist das auch ganz gut so, denn wer würde all das schon noch lesen wollen? Die Zeit der Bücher ist vorbei, wobei, ich las, du hättest mehrere veröffentlicht und wenn ich zurückdenke, hatte auch ich bereits vor, eines zu schreiben, nur, wer liest, wenn es Netflix und Co. gibt? Deren Aktien sollen zwar gerade am Fallen sein, was Hoffnung aufkeimen läßt, doch natürlich ist Netflix, wie mir gesagt wurde, sicher interessanter.

    Interessant scheint aus historischem Interesse zu sein, wo das Heim, in welchem Du warst, lag. Im Brandenburger Süden, in der Niederlausitz, wie es scheint. Noch am Spreewaldrand also, oder so. Schön dort. Dort sagen sich Fuchs und Hase sicher Gute Nacht und was ich auch las, dass in diesem Heim nur etwa gleichzeitig 40 Kinder lebten? Ist das richtig? Das wären nun wirklich sehr wenige, was erklärt, weswegen sich hier gar niemand mehr meldet. Du kannst doch nicht der Einzige gewesen sein.

    Ich scheine auch der letzte Mohikaner aus meinem Heim zu sein, der schreibt. Wir können froh sein, dass wir das alles auch im Heim so gut erlernt haben. Das ist jetzt kein Scherz, denn unsere Lehrer_innen haben sich wirklich Mühe mit uns gegeben. Am besten war mein/unser Russisch Lehrer und Deutsch lernte man auch.

    Das Thema hier hat sich also auch erschöpft. Es sei denn, jemand meldet sich oder sucht wenigstens, was auch immer. Ich "habe fertig", wenn das deutsch sein sollte. :sleeping:

    Bevor die Korrekturzeit abläuft. Das mit der Aktivität, wie sie dir einmal früher attestiert wurde, wenn ich das richtig gelesen und verstande habe, scheint auch mir ein wenig innezuwohnen. Überall, wo ich war und schrieb kann der Eindruck entstanden sein. Vielleicht ist das aber auch ein falscher Denkansatz, nur weil ich mehr als Andere poste, so könnte der Eindruck auch entstehen. Natürlich gibt es X andere Gründe, weshalb kaum jemand schreibt. Der Schlechteste wäre, weswegen nicht gepostet wird, dass man jemanden kollektiv ignorieren möchte. :whistling:

    Nach dem Malheur, das ich durchaus verstehe kann, nein - nicht das mit dem Kaffee auf der Tastatur - das wäre ja sträflich - sondern vor langer Zeit ist mir auch etwas Ähnl. passiert und seit dem sichere ich besser. Man lernte/e ja nur dazu.

    Was mich wirklich wundert, wieso es nur so ganz wenige ehemal. Heimkinder_innen wie du und ich es vermögen, sie mit solch langen Abhandlungen Menschen zu interessieren. ;)

    Wir sind schon wirklich einzigartig, doch wieso nur sind so viele andere usere so verschwiegen? Das ist doch alles einmal wichtig, zu wissen, was uns zu dem gemacht hat, der wir sind.

    Ich hatte Jahrzehnte keinen Bezug zu dem Thema Heim oder habe das verdrängt, auch die Zeit, die ja sozusagen die Basis dafür war, in eines gekommen zu sein. Erst 2006 habe ich überhaupt zu diesem Thema zurückgefunden, das mich zugleich brennend interessierte, weswegen ich mir oft die Finger verbrannte und das in den Foren auch zu sprüren bekam, denn oft genug gab es genug Auseinandersetzungen mit ehem. Heimkindern. Heute ist das anders. Sie sind ganz ruhig geworden, womöglich, weil das für viele keine Thema mehr ist oder ich sie an die Wand gequatscht habe? Dafür hatte ich mich bereits entschuldigt, denn wer kann schon aus seiner Haut heraus? Man ist ja auch nur Mensch.

    Ich möchte dich, lieber Freund, auch nicht länger strapazieren, denn ich sehe, du hast genug mit dir selbst zu tun. Bringe bitte jetzt erst einmal Deine Technik in Ordnung. Das ist wichtig. Bei mir ist auch schon mal etwas in der Tastrur gelandet - Keksekrümel. :) Mit dem Kaffee habe ich es noch nicht geschafft, aber was nicht ist, kann ja noch einmal werden und ich bitte dich, jetzt nicht extra dafür noch Nerven zu opfern, auf mein zuvor Gepostetes als auch auf dieses, Bezug nehmen zu müssen.

    Ab morgen komme ich übrigens wieder in der Nähe meines ehamligen Heimes vorbei. Schon daher denkt man sich, wenn man sich die Namen der Städte auf Autobahnen anschaut oder auch die der Städte, in denen man im Heim war, sie auf Bahnhöfen liest, ist das immer etwas schwierig mit dem Vergessen, wobei, ich habe ja gepostet, dass ich keinem der Angestellten im Heim die Schuld dafür geben möchte/kann, was sie mit uns machten. Wäre man nicht so aktiv aggressiv und ungezogen gewesen, hätten sie es mit mir viel leichter gehabt.

    Bitte, lass`dir Zeit und mache das, was dir am Produktivsten erscheint, am besten das Thema beerdigen. Wir werden hier beide, womöglich, eh nicht gelesen, weil du und ich auch so etwas wie "Systemsprenger" sind, also unsere Umwelt überfordern. Das möchte ich nicht und eas wäre auch völlig unbeabsichtigt. ;)

    Abendgrüße, Axel

    Danke @HansiHerrmann . Es war ganz ok, wie immer. Aber man darf nicht undankbar sein. Das Wetter war superb und im Frieden leben wir auch noch.

    Zunächst. Bei dir steht "Anfänger". Ich denke, bei dir sollte Profi oder gar Experte in Sachen Lebenserfahrungen stehen und im Forum schreibst du mit noch rel. wenigen Beiträgen wie ein alter Hase. :)

    Natürlich stimmt es, was du schreibst, dass sich die Grundmuster der Heimeinricht. prinzip. ähnelten und richtig ist auch, dass unser Gehirn mit unseren Erinnerungen variabel und fließend umgeht, je nach dem, welchen Input es bekommt und der findet täglich durch die Aufnahme neuer oder -gewonnener Erkenntnisse statt. Gut so!

    Ich erinnere mich nicht an die Prügelstrafe, die du erwähnt hast, an meinen Schulen, du meintest damit sicherlich nur westdeutsche bis um 1970 oder später noch, doch in Heimen blieb das unbestritten lange Zeit. Zu sehr hatten zu unserer Zeit alte Kader, wenn nicht sogar noch aus der Nazi Zeit, es gar nicht anders gekannt, dass sie vielleicht sogar gut sei und schon keine Schäden hinterlassen würde.

    Du hast es erwähnt, dass traumata dem Sinne nach verblassen können und es auch sollten, weswegen es auch Veränderungen bedarf, nur können Veränderungen, vor allem auch erzwungene - und ich glaube, nicht wenige ehem. Heimkinder kennen sie - davor sorgen. Dein Vergleich mit deinem 40 jähr. Wohnort in dem chaot. Ghetto Bezirk passt ganz gut. Man kann sich daran natürlich auch an etwas gewöhnen, s. "Festival der Kulturen". Jedes Jahr etwas Neues und schön bunt. Depressionen können bei so viel Ablenkung kaum aufkommen, s. Dein Video 2015 aufgenommen. :thumbup:

    Ich hab gelesen, wie oft du in der Kindheit u. Jugend den Wohnort hast wechseln müssen, und das erklärt sogar deine lange Liebe zu diesem Kiez.

    Du stelltest die Frage auf, ob mir Monk bekannt vorkäme. Ja. Jahrzehnte ist es her und vor kaum 2 Jahren wurde die Serie im Nachtprogramm wiederholt. Ein paar Teile sah ich erneut. Der Typ hat etwas Außergewöhnliches, wird geliebt und gebraucht, aufgrund seiner psychologischen Fähigkeiten und eggt zugleich an, der symphatische Außenseiter, was er sicher gar nicht beabsichtigte. Ich hätte gern gewußt, wie Monk Monk wurde, weil, das wäre interessant zu wissen. Vielleicht war er als Kind auffällig oder sogar in einem Heim? Wir wissen es nicht, aber vielleicht erscheint ja noch eine Biografie von ihm?

    Ich wollte, viel mehr auf dein letztes Post Bezug nehmen zu können, aber das überfordert mich, wofür ich mich entschuldigen möchte. Ich teile sehr vieles, was du so wunderbareweise beschrieben hast und entschuldigen, weswegen du dir ein paar Tage Zeit gelassen hast, musst du dich schon mal gar nicht. Danke für alles bis hierher.

    Ich wünsche dir und euch eine schöne abwechselungsreiche Woche und ständig neue Erkenntnisse, die uns voranbringen und Abwechselung verschaffen, denn ohne Input bleiben wir stehen. Mal sehen, was es heute noch Neues gibt. Hoffentlich Positives!

    Grüße Axel

    Anmerken möchte ich auch das: was bitte konnten Sie dafür, dass wir Kinder damals in Ihre Einrichtungen gekommen sind? Bei mir war das so, dass ich nur im äußersten Notfall dort hineinkommren hätte sollen, denn Unterlagen vor dem Heim gaben es nicht her. Ich wurde aufgrund von Erziehungsproblemen daheim eingewiesen. Die Ursachen sind bekannt und x Mal beschrieben. Für meine/unsere Probleme konnten Sie nichts, sondern Sie sollten mit uns aus oft schwierigen Verhältnissen klarkommen und uns umerziehen.

    Ein Freund von mir schrieb mir das vor Jahren. Da waren Jungs, die total schwererziehbar waren mit denen man nun klarkommen sollte, dabei wird aus heutiger Sicht deutlich, dass wir individuellerer Betreuung bedurft hätten. Die gab es aber nicht, denn das System sah vor, aus uns bessere Menschen im Kollektiv machen zu wollen. Dafür konnten sicher auch manche Erzieher nicht viel. Sie waren Teil des Systems, was nicht heißt, dass nicht manches auch besser gemacht hätte werden können. Es war gesellschaftlicher Konsens, dass man im Kollektiv erzogen wurde, wenn man nicht parierte, dann ging es ins Heim.

    Auch ich galt als schwererziehbar, und weil man glaubte, dass es so war, steckten sie mich auch in dieses Erziehungsheim, das wie eine kleine Kaserne mit einer Art Drill geführt wurde. Ganz früher hätte man noch gesagt!, wir brauchten Zucht und Ordnung. Zucht war nicht gut und alles in Ordnung war auch nicht. Dafür konnten die betroffenen Kinder nichts und Erzieher machten, was ihre Erziehungspläne vorsahen.

    Ich glaubte selbst daran, als 11 Jähriger und noch viele Jahre nach der Entlassung, dass ich zur Strafe im Heim war, wie also hätte ich es wagen können, vor zwei Jahren einen Rehabilitierunsantrag stellen zu können? Ganz schön frech.

    Doch wenn ich daran denke, dass die ehemal. Frau von Honecker Bildungsministerin war, und sie für die Installation von Jugendwerkhöfen - insbes. Torgau -verantwortlich war, dann weiß ich, dass ich ihr nicht verzeihen würde können.

    Bei den meisten Erziehern, die oft nur ihren job machten, vielleicht sogar mit Idealismus, ist das anders. Sie waren Kinder ihrer Zeit und konnten nichts dafür. Ich manchmal auch nicht, weswegen ich diesen elektron. Brief schrieb um mich bei den mich Erziehenden zu entschuldigen, obwohl ich vor 15 Jahren in einem ähnlichen Forum schrieb, dass ich mit einer Erzieherin noch ein Hühnchen zu rupfen gehabt hätte. Sie ist seit Jahrzehnten nicht mehr am Leben, hat wohl die polit. Wende 1989 nicht verkraftet. Bei ihr muss ich mich nicht entschuldigen und wieder einmal bin ich - wie mit anderem im Leben auch - zu spät dran.

    Grüße, Leser

    @HansiHerrmann du hattest neulich die Frage gestellt, weshalb ich Geld heranschaffen muss. Du würdest es verdienen, in dem du es auf dein Konto überwiesen bekommst. So ist das normalerweise, auch bei mir, nur dauert es ein Paar Wochen, wie bei den meisten Menschen. Entscheidend ist, ob einem das, wofür man arbeitet und Geld dafür bekommt, sinnerfüllend ist.

    Nun ist mir natürlich auch klar, wie man mit Internetseiten Geld verdient. Entscheidend ist auch hier, ob einem das etwas bringt, Spaß macht und nützlich ist. Deine Seite scheint für so Viele berechtigterweise nützlich zu sein. Ich las schon Einiges. :hutab:

    Wir ehem. Heimkinder wurden erzogen, um ins "normale" Leben entlassen zu werden, unsere Schul- u. Berufsausbildung zu absolvieren und dabei noch individuelle Freiheiten - so gut das eben ging - zu leben. Nicht alles war schlecht. Man brauchte nur Ablenkung, wenn man es wollte und ich war aktiv, und wollte etwas erleben. Bildung war mein Schlüssel, doch ich lernte eher nur, was ich wollte und trotzdem hab ich etwas aus dem gemacht, wenngleich das Glück auch unvollkommen blieb.

    Ich meine allerdings gelesen zu haben, dass wir beide, trotz der anfänglichen Überschneidungen beim Schreiben und im Stil, die uns einen, einen Unterschied bei der Art der Heimunterbrongung ausgemacht haben. Vielleicht liegen hier ja die Unterschiede, wieso manches ist, wie es ist? Es ist heute aber auch unwesentlich. Das Leben geht ja weiter, ob man nun schwer erziehbar oder nicht war. Bis hierhin hat man es trotzdem irgendwie geschafft. ;)