Es steckt so viel Hoffnung auf bessere Zeiten drinnen, als dass man nicht den innigen Wunsch verspüren vermag, wir Menschen müssen erst wieder zurück, uns besinnen, damit es wieder besser wird.
Bei dir scheint es genau der Punkt zu sein, als du hilflos wie nie zuvor warst, verlassen, verloren in eben diesem riesigen Mikrokosmos..
In ihm sind wir alle gefangen, oft einsam und verloren.
Ich kenne diese dunklen Stunden noch sehr gut, wenn man Vergangenes rekapituliert, Bilanz zieht, kommen solche Gedanken. Sie helfen uns nicht, wir betäuben uns nur. Ich kenne all das.
Gerade deine Generation fühlt sich als eine total Vereinsamte trotz all der Technik und Möglichkeiten, sich untereinander zu finden und nicht zu verlieren. Es herrscht totale Öberflächlichkeit. Das kann kein Zufall sein.
Als ich fast noch in deinem Alter war, verlor ich meinen wirklich guten Job, fiel fast in ein Loch jedoch war ich nicht allein. Trotzdem ging es weiter und ich hatte viele Jahre Tiefen mit Depressionen und Zukunftsängsten, ständigen Zweifeln, mir, anderen nicht zu genügen. Ich kannte Selbsthass, aber wenn ich mich z. Bsp. nicht intensiv mit den damals neuen techn. Möglichkeiten beschäftigt hätte, wäre es mir nie gelungen, in Lohn und Brot zu kommen und es bis zum Ende des Berufslebens geschafft zu haben. Das hatte alles einen hohen Preis, aber ich lebe.
Tauschen mit mir hätte niemand wollen. Durchhaltewillen und Selbstdisziplin hielten mich irgendwie aufrecht.
Ich bin der Technik dankbar, sie ermöglichte meinen berufl. Neueinstieg, jedoch hasse ich sie, wenn sie vernichtet und radikal zerstört. Heute kann jeder job verschwinden und sofort ersetzt werden. Ohne Menschen. Das ist brutal.
Das kann und darf nicht des Menschen Wille sein - die totale Destruktion.
Dass die Sehnsucht nicht stirbt, dass erst etwas sterben muss, um Neues entstehen zu lassen, verstehe ich methaphorisch zwar, aber es sind doch nur Gedanken. Sie helfen einem rein gar nichts. Was also sollen sie bringen?
Welcher Song passt besser als der hier?