Beiträge von Axel Li

    Absoluter Wahnsinn. Deine Akribie, deine Art von Aufarbeitung! :hutab:

    Ich habe mir mehrfach auch meine Beiträge in diesem Thread durchgelesen, um abzusichern, nichts falsch gemacht zu haben.

    Zum Beispiel auch das nicht - seitdem ich mich getraut habe, erstmal zaghaft über meinen 8-wöchigen Aufenthalt in oben erwähnter Kinderpsychiatrie zu posten, das war traumatisierend, knapp 3 Jahre vor meinem Heimaufenthalt und was mache ich seit 3, 4 Jahren? Oft fahre ich an der noch heute bestehenden Einrichtung vorbei und sogar durch, nur um das Einwirken zu lassen, so weh es auch tat. Je öfter ich es tat, vor 4 Wochen kam ich letztmalig dort vorbei, das Gelände liegt einfach auf meinen Radtourenbereichen und wie du, knipste ich Bilder mit dem Smart. schauerlich, es ist 59, bald 60 Jahre her, 8 harte Wochen, die Bilder schufen.

    Man schaffte es nicht, das Haus zu sanieren. Es sieht genau so aus wie man es vor110 Jahren etwa errichtete und ich es damals erlebte.

    Abenteuerlich, sich darauf eingelassen habend, auf dem Gelände fand das zweite, für mich erste Heimkindertreffen statt. Es war der 5. Mai des Jahres 2006. Ich war seit 6. Februar user des ersten Heimkinderforums und doch nicht erst seit Mai 2006, wie soeben in "Schuld" geschrieben. Es muss korrekt sein...

    Ich bitte dich! Keine Ursache. Ich tue es für mich und wenn es Anderen hilft, freut es mich. Im Mai vor 20 Jahren ging meine psycho-emotionale Reise los. Sie begann auch, mit Tränen. Sie kenne ich.

    ...Zu wissen das man nicht alleine ist und zu sehen das es trotzdem immer weiter geht wenn man nicht aufgibt. ....

    Das ist wahr, aber wenn ich schreibe, dass ich 2 x gar nicht so weit weg davon war und es doch nicht tat, weil ich trotz geograph. Trennung in der Woche nicht allein lebte, in Verantwortung stehe, damals auch meinem Sohn gegenüber, wäre es vielleicht anders gekommen, ich nicht hier. Ich hatte lange auch Depressionen, teils zu viel Alkohol konsumiert und in der Fremde Zeit, meine Probleme zu "verarbeiten". Es waren meine Nächte. Wie Nietzsche schrieb

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    Die Nacht ist gewählte Einsamkeit in Bezug auf sich selbst.

    Ich stand mehrfach vor dem Haus, in dem er die letzten Jahre verbrachte. In dem Bundesland arbeitete ich auch.

    Zitat

    Die Nacht ist die Zeit, in der der Lärm der Welt verschwindet

    Worte, die der römische Kaiser Marc Aurel nutzte, um zu beschreiben, wie produktiv man in ihnen sein kann. Ich war so produktiv, dass es meinem früh. Arbeitgeber auffiel. Es wurde spät und später bis es zu einer Abmahnung kam. 2010. Zuvor schon stieg der berufl. Druck durch Doppelbelastung bis ich quasi abstürzte. Eine unfreiwillige Einlieferung für nur 1 Tag. Ich sollte mir Hilfe suchen, ich fand sie nicht, weil ich keine Worte fand, darüber sprechen zu können.

    Mein ganzes Belohnungs- und Bestrafungssystem war total im Eimer. Ich konnte mich nur erfreuen, wenn mir etwas gelungen ist, etwas auf das man stolz sein konnte. Niemand lobte damals, machte Mut und eigentl. war es immer nur Kampf um das Durchhalten, es ging wohl jedem so. Für uns alle gilt

    Zitat

    All looks well as long the World keeps spinning

    Radioheads Feststellung ist universell. Ohne Musik hatte ich es eh nicht überstanden. Tom Yorks Lyrics sollten sicher bedeuten, funktioniert man nicht mehr, fragt vielleicht mal jemand und hilft vielleicht. Man muss bereit sein. Ich konnte nicht, weil ich schon jahrelang dabei war, mich auf meine harte Tour selbst zu "therapieren". Ich hätte nicht einmal gewollt, dass mich jemand repariert. Einer netten Kollegin fiel schon mal äußerlich auf, was aufgefallen sein muss.

    Ich fing mich etwas, Nächte blieben meine, um im Selbstmitleid und meinem Selbsthass, meinen Schmerz im Rotwein weitab der Heimat zu ertrinken und morgens ging die Sonne auf. Alle paar Wochen ergoss ich mich in meinen Zwängen.

    Das nicht aufgeben hatte vor allem mit den Spannungen zwischen Ups und Downs des Lebens zu tun. In diesen Zwischenwelten lebte ich und konnte mit niemandem reden. Weil, sie sind ebensowenig Experte wie man selbst keiner ist, obwohl ich mir viele Jahre vieles anstudiert habe. Nicht einmal mit Ehemaligen übrigens hätte man ernsthaft reden können, auch, weil sie keine Sprache fanden oder einfach nur vergessen wollten. Es würde erklären, weshalb nur Wenige ernsthaft arbeiten.

    Für dich, ich war vier Jahre in einem Borderline Forum und wurde von anderen Moderatoren gebeten, mich als Moderator und Mediator zu bewerben. Ich ließ es sein, weil jemand, der sich zu der Zeit verletzte, kann schlecht beraten...

    Das ist schon 10, 12 Jahre her und ich war regelrecht süchtig. Seit Corona ist das anders, aber Wein schmeckt trotzdem noch. 1 Bier oder 2 auch. Vor allem aber gilt

    Zitat

    In vino veritas

    Es wird dunkel. Der Himmel ist wie ein Traum, fast blutrot. Eine Unwetterwarnung wurde herausgegeben. Fahre ich heute noch erneut wie gestern mit dem Rad in die Nacht?

    Nein. Herzl. Willkommen nun auch von mir. Du bist nicht allein, aber man fühlte trotzdem immer, dass man es wäre. Eine Biografie kann schon früh im Leben neben der Spur begonnen haben. Ich las bereits von deiner PTBS. 1966, als ich mit acht Jahren schon 2 Jahre zu leiden hatte dank des sich Einquartierens des ersten Stiefvaters, einem tyrannischen Sadisten, in einer Kinderpsychiatrie landete, ich schrieb davon in "Wechselburg", die ich als furchtbar empfand, mitansehen wie Kinder zw. 6 bis 12 etwa in eine vergitterte Zelle mit dick ausgepolsterter Tür eingesperrt wurden, ich konnte nicht wissen, weshalb sie es taten, weshalb Kinder solche schmerzhafte Gehirnwasserentnahme über sich haben ergehen lassen müssen, so dass man das nie vergisst und fast alles abgespeichert vorliegt, nicht abgekapselt, nicht abgespalten, konserviert durch Verdrängung oder dissoziativer Distanz etwa, sie schafften es nicht, denn ich wurde entlassen. Die Diagnose wurde gestellt, ich habe sie mir vor 4 Jahren kommen lassen, Daten, Arzt-Unterschriften, Ankunft, Entlassung.

    Das alles ist knapp 3 Jahre vor meiner Einweisung ins Spezialkinderheim geschehen. Neue Zeiten, der Sadist war aus dem Haus und der zweite Stiefvater hatte auch keine Ahnung von Kindern, obwohl er schon aus erster Ehe zwei Kinder hatte. Ein drittes Kind war unterwegs. Er, geschieden, zog nun bei uns ein und der Stress ging weiter. Ich hielt die Spannungen nicht ewig aus und mein Kinderzimmer reichte nicht, um auszuweichen. Mit 9, 10 war ich oft und lange bis abends draußen, mit anderen Jungs. Man kann das nachlesen. Auf Polizeirevieren landet man nicht ohne Schuld. Kein Mensch, kein Therapeut, kein Freund sagte das Gegenteil. Der Zeitgeist war so. Es war einfach, keine Diskussion.

    Dass ich dir gleichzeitig Kraft und Hoffnung gebe, ehrt und erinnert mich an mir scheinbar schon einmal etwas vergleichbares Geglücktes.

    Das Haus, in dem ich im Heim war, man sieht es in der Galerie, beherbergte 36 Jungen in zwei Gruppen. Mit Zweien aus der Parallelgruppe, die sich gut an mich erinnern konnten, sie sahen nicht nur mein Paßbild hier im Forum, hatte ich schriftlich u. Telefonkontakt.

    Vor 20 Jahren schrieb ich mir die Seele aus dem Hals und rotzte 18 DIN A4 ins Forum. Ich beschrieb Erinnerungen der Zeit aus dem Heim. Krumi63 gab ich sie später zu lesen.

    Das Thema "Eilenburger Notizen" war meine Initialzündung. Ich fand, wie du das Forum, las aber angangs kaum, sondern unbeeinflusst durch Nicht-Gelesenes Anderer.

    Kommen wir zur Sache. Einer der Beiden hieß Peter, wohnte seinerzeit auch nicht weit weg von mir heute. Er, ebenso ergriffen wie jetzt du, am Telefon, "Axel, du hast mich bewegt. mIt deiner Niederschrift. Weshalb hast du über die schlimmen Sachen nicht direkt geschrieben?"

    Das, was ich geschrieben hatte, war dennoch so brisant, dass er meine "Eilenburger Notizen" kommendes Weihnachten seiner Mutter um die Ohren schlagen werde, wie sie uns geschlagen haben. Damit die endlich versteht und Erzähltes glaubt!!

    Ich sagte ihm oder schriebs ihm, dass man doch meist gar nicht dabei sein konnte, wenn jemand im Keller oder irgendwo es bekam. Ich bekam es nur zweimal und das Eine Mal war demütigend, weil es nicht nur ungerecht war, Jungen wegen sexueller Spiele nachts im Bett zu demütigen. Die Schläge waren es gar nicht. Blaue Flecken kannte ich aber eine Strafpredigt am Morgen zum Appell vor allen Anderen Jungen, wie wir kleine Ferkel, das vergisst du nicht, wenn das Gesicht glüht wie dein Po nach einer Abreibung.

    Du musst dich für gar nichts entschuldigen. Allenfalls ich, harte Kost zu beschreiben, aber ich ging mit mir nie schonungslos um, im Gegenteil, ich konfrontierte mich mit der Vergangenheit durch Reinszenierungen, dem Wiedererleben müssen, aber ich will das nicht wiederholen, was ich "warum ich im Heim war" brutal beschrieben habe.

    Ich sagte immer, es muss weh tun, um zu verstehen, aber das sagen nur Geschädigte, die es ohne Therapie angehen wollen. Normale Leute fassen sich an den Kopf, verstehen trotzdem nichts, aber haben immer Ratschläge wie Therapeuten. Jeder ist Experte und versteht es trotzdem nicht.

    Ich habe das jetzt auch wieder mit dem Handy gepostet und da ich zwanghaft darunter leide, perfekt sein zu müssen, werde ich zu korrigieren haben. :|

    Das Heim war eine bittere Lehre und wer sich von uns solcher flotten Sprüche erinnert, dass, wer nicht lieb ist, kommt ins Heim, hatte also schon mal mit einer Androhung zu tun. Jeder wusste also, was ihm blühte. Dabei hatte ich keine so richtige Ahnung. Je näher aber die Zeit heranrückte, und ich im Jugendamt - es ist 3 km weit weg, nächste Woche habe ich gegenüber einen Termin - davon erfuhr, dass ich in ein Spezialkinderheim kommen werde, würde mir mulmig. "Spezial". Was soll das sein? U. a. Verhaltensauffälligkeiten, Erziehungsprobleme wurden als Begründung fixiert. Wer machte Probleme? Wer hatte Schuld? Das waren alles Vorwürfe, und die Frage stellte sich nicht - man war schuldig im Sinne der Anklage. Niemand sagte, man sei unschuldig. Man glaubt eibfach dran.

    Wie kann also jemand nicht daran glauben wollen, zurecht in solche Heime gekommen zu sein, wenn sogar die Mutter den Einweisungsbeschluss in seinem Beisein unterschrieb?

    Und das ist noch gar nicht alles. Denn es ging auch um Geld. Gibt es unter uns Ehemaligen user, die sich daran erinnern können, ob auch sie bzw. Ihre Eltern Unterhaltsgeldzahlungen für Kost und Logie haben entrichten müssen?

    Auf dem Rechner habe ich wohl noch aus einem anderen, früheren Forum Einträge dazu gespeichert. Ich habe im Kopf gespeichert und hatte es vor vielen Jahren so gepostet, dass meine Mutter etwa 150,00 DDR-Mark zahlen sollte. Das Heim kassierte meine gesamte Halbwaisenrente, Geld, das uns erst kurz zur Verfügung stand, weil mein leiblicher Vater 1/2 Jahr zuvor verstarb, ich dann völlig durchdrehte, aggressiv wurde, und den Tod nicht verkraftete. Wer mag schon Beerdigungen und den Anblick von Leichenblässe?

    Das Geld war folglich wieder weg, was ca. 30 % ihres Einkomnens entsprach, ein Drittel des Einkommens. Axel kostete also Geld - war jemand billiger - ca. 5 Märker pro Tag. Für 5 Mark???

    Rechnet man zusammen, summiert sich für die unendlich langen Monde Einiges. Das Geld wäre zu Hause dringend notwendig gewesen.

    Nun also kassierte das spezielle Armenheim meine für mich bestimmte Halbwaisenrente. Folglich war ich Selbstzahler obwohl ich mit 11 bis knapp 14 über kein Einkommen verfügte.

    War das fair, arme Leute wie uns so zu schröpfen? Ich hatte doch gar keinen Platz im Heim gebucht und musste zahlen.

    Selbst Schuld, könnte man sagen, wärest du doch artig gewesen.

    Aber das Heim war wirklich arm. Man sah es uns Kindern an der Kleidung an. Jedoch, man möchte nicht ungerecht sein nach einer Entschädigung. Das Essen kostete natürlich auch etwas und dann erst das teure Personal. Kinder kosten und mussten teuer bezahlen...

    ... dem es vor zwei Tagen mehr oder weniger durch einen glücklichen Zufall gelang, ein s/w Gruppenbild übersandt zu bekommen, auf dem auch ich wieder zu sehen bin. Es ist ein kl. Schatz aus einer vergangenen Zeit, der eine Geschichte beinhaltet, die mich wieder fest an eine Begebenheit vor Ort erinnert - Keiner schlechten, ein kollektives Schaffen.

    Hätte ich nicht so intensiv in den Foren gearbeitet oder mich entschlossen, schon vor Jahren zu gehen, wäre mir nicht nur das nicht gelungen. Im Gegenteil. Ich denke, die letzten drei Jahre waren mit die produktivsten und intensivsten Jahre hier. Wie ein loderner Vulkan habe ich auf- und nahezu alles abgearbeitet, wohl weil ich eine Sprache für lange Unverarbeitetes fand. Vor den Heimforen fand ich keine.

    Mir ist oft gesagt worden, ich solle nicht so streng mit mir sein. Wenn man gewusst hätte, was meine Strenge bedeutete und oft angerichtet hatte.

    Ich hatte nie Therapie gemacht, hätte sie gebraucht, und kenne auch keinen persönlich, der eine machte, nur dass die Allermeisten aus ganz ähnl. Gründen mit ihren ganz pers. Vorgeschichten vor ihren Einweisungen auch zurecht haben kommen müssen.

    Ich hatte einen Mitschüler aus der Klasse in der Heimatschule, der auch nicht wie der oben erw. Kl. im Heim war, seine späteren Abstürze bis er mit Anfang 50 ein Wrack war, mit Abständen erlebt. Wieso schaffte er es nicht, und ich doch, irgendwie, schon? Es war so ähnlich mit ihm wie mit "Am Tag als Conni Kramer starb und alle Glocken klangen".

    Er kannte meine Geschichte über Dritte und war baff, was man ihm wohl so gesagt haben muss, man wusste ja Bescheid, als ich aus dem Heim zurück war. Alle wussten es, er, ein Schulkumpel, der es zu Hause auch nicht ganz leicht hatte. Sein Vater in der Partei und knallhart zu ihm, vollkommen auf Linie.

    Ab der Zeit meiner Ausbildung verloren wir uns und sahen uns erst 11 Jahre später wieder. Zu Dritt kramten wir 1990 in unserer gemeinsamen kurzen Vergangenheit, planten und hofften Neues. Ich machte eine neue Ausbildung, weil meine erlernte wertlos wurde. Sein Absturz begann schon früher. Er hat es nicht geschafft und manchmal denke ich, das Heim hatte mich hart und trotdem schwach gemacht. Ich hatte ein geringes Selbstwertgefühl, kein Selbstvertrauen, war später sexuell unsicher im Umgang mit dem anderen Geschlecht, und mir sagte niemand, dass jemand daran Schuld wäre, weil ich es doch selbst war. Das dauerte Jahre und ich bin doch nur rumgerannt. Damals hätte man daran arbeiten müssen, damit es oben korrigiert wird. Irgendwann arbeitete ich selbst, und mit der Härte, die sie mir beibrachten. Mein Aggressionspotential war nie weg. Es half mir jetzt.

    Für wirklich alles, was mir misslang, was ich falsch machte, in Bezug auf Menschen, richtete ich und bestrafte mich, weil ich es so gelernt hatte, wenn man Schuld hat, muss man es korrigieren. Mir sagte niemand, wie man das machte, ich machte einfach, was ich tun musste und sammelte Punkte wie Pilze im Wald. Ich wollte leiden, weil Schuld bestraft werden musste, perfektionierte mein Strafsystem in den Nuller Jahren, bis lange danach noch und das uns doch jeden Abend im Heim in Form von Punkten eingetrichtert wurde. Wenn ich geahnt hätte, was daraus später erwuchs. Mit Therapie wäre nicht viel geschehen.

    Es war meine Philosophie. Machst du etwas falsch, machst dich schuldig, mach es wieder gut und meine Art von Selbstdisziplin nahm mir niemand. Wer sonst wusste am besten, was das war oder ist? Wozu lernte man?

    Sie werden mich hassen, weil ich die Wahrheit sage, die in diesem Land und nicht nur hier, bitter ist.

    Ich bin kein Fan von Asien, aber ich achte und respektiere, was Menschen dort für richtig empfinden. In China hat man das Handy Problem also schon Jahre zuvor thematisiert, währendessen man hier im Dornröschenschlaf schlummerte. Weshalb? Weil Dornen stechen und verletzen, schlief man lange weiter. Nun beginnt langsam das denken und kritisiert wird der Handykonsum auch schon.

    Wer kritisiert? - die Unbequemen. Sie werden ignoriert oder gar angefeindet, weil man befürchtet, man würde Freiheit beschneiden wollen.

    Was für ein Unsinn und wenn man sagen würde, dass man das alles nicht den Kids anlasten dürfte, sondern dass es die Eltern sind, die Erziehung benötigten, weil sie es nicht vermögen, würden sie Einem das Fell über die Ohren ziehen, wenn sie nur dürften. Was ist geschehen, zu solchen Einschätzungen zu kommen?

    Man sieht es überall, immer mehr Kinder schauen nur noch ins Handy. In Malls, auf der Strasse, in Parks. Sie schauen kaum auf und wenn ja, scheinen sie gelangweilt und übersättigt zu sein, wie in "rich kids blues" besungen, weil sie gerade nicht ins Netz schauen können oder nicht dürfen.

    Gestern, ich war außerhalb im Grünen abends an einem See essen. Nur zwei Tische weiter, eine Mutti mit ihrem 14 bis max. 15 Jährigem Sohn. Natur pur, alles bestens. Sie warteten auf die Bestellung wie auch wir. Nur ich konnte das nebenbei gut verfolgen, obwohl wir drei miteinander viel sprachen.

    Die Mutti am Handy. Der Sohn machte nichts Anderes, den Blick gesenkt. Sie sprachen offenbar nicht und als dummerweise das Essen kam, sprach man, wohl mit vollem Mund.

    Das Essen beendet, der Junge hatte das Handy schon wieder in der Hand. Die Vögel zwitscherten, die Abendsonne spiegelte sich im See. Niemand sprach. Sah auf.

    Wir könnten uns doch auch unterhalten. Wir lassen es. Die Welt sie liegt in Kinderhänden. wayne

    Von Schülern wird er ihnen nicht entgegengebracht. fie

    Die Statistiken sind gar zu deutlich.

    Was das Thema Manipulation durch Smartphones angeht, in Fernost hat man also schon länger erkannt, dass etwas getan werden muss. Hierzulande mied man das Thema ewig aus Furcht vor Shitstorms, weil, kann ja nicht sein, dass man Kindern ihre Spielzeuge wegnimmt. Sie müssen doch für ihre Eltern erreichbar sein, die ihre Sprösslinge stets unter Kontrolle haben wollen. rofl

    Inzwischen ist sogar ein zwar kl. Teil der größeren Kids freiwillig bereit, auf die Nutzung der großartigsten Spielzeuge der Welt in Schulen zu verzichten, aber immerhin. :hutab:Ich könnte das gar nicht...rofl

    Sie sehen es also selbst ein, dass etwas getan werden muss in Sachen Handynutzung und Regulierung. Sind Kinder und Jugendliche sogar schon weiter als Erwachsene? :/

    Auch das, was knapp 2 Jahre zuvor erst geschah, als sie uns schnappten und wir von Polizisten auf ein Polizeirevier gebracht wurden, weil wir uns mit unseren 10 Jahren erdreisteten, ein paar Kleinigkeiten wie Schokolade im Warenhaus am Alexanderplatz zu stehlen. Was Kinder nur trieb. Ich fuhr zum ersten Mal in einem Auto mit. Wow. Was für ein Gaudi...

    Wenn man öfter daran vorbeifährt, zu oft auch an dem Revier, denkt man schon 'mal daran. Ich sehe noch immer von aussen den einst vergitterten Raum, in welchem wir kleine Diebe saßen, Stunden und bevor unsere Mütter uns abholten. Davon wussten wir aber nichts, dass sie es tun werden.

    Ich beschrieb es schon. Einer der Polizisten muss es genossen haben, uns einzuschüchtern, indem er uns aufforderte, schon einmal die Hosen herunterzuziehen, er käme gleich mit einem Gürtel zurück. Ich machte das auch, die kurze Lederhose herunterlassend, doch es kam anders. Mein Freund sagte, lass es, dass sie kein Recht hätten, uns zu verprügeln. Plötzlich tauchten unsere Mütter auf, doch ich war sicher, wenn sie uns verprügelt hätten, hätten wir es zurecht verdient. So viel Respekt hatte ich, wir beide waren unzweideitig Schuld daran, dass dem Kaufhaus nun etwas fehlte, das hämmerten sie uns so ein, denn dass Klauen falsch war, war klar, aber zu Hause war ich trotzdem fällig. Mein Stiefvater, der zweite, kannte sich auch aus.

    Mein Konto war schon voll, schließlich war ich drei Tage- und Nächte unauffindbar, und ich wusste, dass ich in ein Heim kommen werde. Schließlich war ich immer Schuld, auch für einen angeblich begangenen Diebstahl eines Mitschülers. Ich hätte Filzstifte im Umkleideraum der Sporthalle gestohlen haben sollen, so die Direktorin zu mir, was eine glatte Lüge war, aber es war egal. Wenigstens war ich dann nicht mehr in einem schlechten sozialen Umfeld, wie mir ein Papier aus dem Jugendamt verriet. So wird es gewesen sein. Wie sollte ich zweifeln.

    Manchmal frage ich mich, wie ist ihnen das früher "gelungen", uns Respekt einzuimpfen. Wie es aussieht, nicht als "Freund und Helfer", sondern mit derber Einschüchterung, Drohungen gar. Mit 10 Jährigen gelang es ihnen. Auf einem anderen Revier wurde ich ganz ähnlich eingeschüchtert. Auf den Bildern sehe ich doch so unschuldig aus.

    Alles war anders. Man diskutierte nicht lange. Aber ich würde auch nicht heute als 10 Jähriger erleben wollen, was sie heute erleben. Gut, dass es keine Handys gab. Es gab Abenteuer, nur würde niemand mit dem "Abenteuer" von Kl. tauschen wollen, wie ich es 2 Jahre später live mitansehen musste und geflüchtet bin, um mit den beiden anderen Freunden es nicht auch abzukriegen. Niemand von uns war Schuld und trotzdem blieb der "Verrat" an Kl. durch mein, unser Davonlaufen, Kl. seinem Schicksal überlassend. Mich verfolgte das lange und Freunde hatte ich seit dem nie mehr. Kl. war bald darauf im "Ausland" und ich war schon ein Jahr lang Heimkind ..

    Gehen wir einmal davon aus. Ich habe fünf Jahre in Leipzig-Mitte gelebt und in der Gegend in Gohlis gearbeitet. Das war fast schon Heimat für mich und ich denke, dort jeden Winkel bestens gekannt zu haben. Ist zwar schon länger her, doch wenn mich nicht alles täuscht, lebt dort mindestens einer der "Prinzen". Zwei von ihnen traf ich einmal in 1nem Bistro und wechselte ein paar Worte. Sie wüssten es, ob es im Poetenweg ein Heim gab. Ich meine, nein und habe aus Neugierde, eben weil das Wahlheimat war, einmal recherchiert und denke, öfter an dem eh. Heim vorbeigekommen zu sein. Vielleicht hilft es dir weiter. Es kann nur das sein, wie auf den Foto ersichtlich. So kenne ich das Gebäude noch.

    Häuser-Geschichten Ehemaliges Kinderheim - Waldstraßenviertel e.V.
    Von Katja Haß Die Stadt Leipzig baute 1939 den Zöllnerweg 6 als Kinderheim. Das schlichte, schiefergedeckte Gebäude liegt abseits hinter dem Mückenschlösschen…
    2015.waldstrassenviertel.de

    In L-Connewitz gab es soeben wieder Randale. Dort habe ich nur drei Jahre gelebt. Es reichte, wenn man das hier liest. Trotzdem war es dort schön und interessant.

    Ausschreitungen in Connewitz: Gruppe zündet Barrikaden an und wirft mit Steinen
    Rund um das Festival "Fête de la musique" in Connewitz ist die Situation am Sonntagabend eskaliert. | TAG24
    www.tag24.de

    Mei' schönes Leipzig. Was haben sie aus dir nur gemacht. dash

    Danke! Das weiß ich natürlich auch nicht erst seit heute und wer das in diesem Alter so erlebt hat, wie wir es bitter erlebten, das macht etwas mit der Psyche, zumal es damals als normal galt, Kinder zu schlagen, an ddr Schulen natürlich nicht mehr. Nur, was Kl. erduldet hatte und wir zu Dritt mitanschauten, das hinterlässt etwas fast schon Traumatisches. Bei mir war das so. Auch daraus entwickelte sich etwas, das mich später nie richtig losließ. Ein langer Weg begann.

    Natürlich wissen wir alle, dass diejenigen, die als Eltern fungierten, teilw. emotionale Wracks waren, unfähig, teils Tyrannen waren, denn wer um 1930 geboren wurde und später, Krieg, Flucht und vielleicht Vertreibung oder Bombenterror in den großen Städten erlebte und dazu im 3. Reich durch Nazi Schulen gegangen ist, die Prügelstrafe war Alltag, gibt all diese psych.-phys. Gewalt weiter. Man hat "Verständnis". Aber es änderte nichts daran, dass die Nachkriegsgeneration zu der ich auch gehöre, in den 60igern und 70igern zu leiden hatte. Es ging immer nur darum, wenn Dinge geschahen, dass man schuldig wäre.

    Die uns das schmerzhaft einbleuten, waren sich keiner Schuld bewusst. Als Kind nahm man das hin, weswegen ich auch zu lange davon ausging, zurecht im Heim gewesen zu sein. Der o. erw. Freund Kl. war in keinem. Er erlitt seine Martyrien zu Hause. Womit wir bei der These sind, wie BuFr es schon beschrieb, dass er Fälle kannte, denen es zu Hause schlechter als in manchen Heimen erging. Es ist immer alles in Relation zu betrachten.

    Was ist das denn für ein privilegiertes Kinderheim gewesen?? Gleich eine ganze Suppenauswahl. Damit verwöhnt man Kinder doch nur.

    Wir bekamen keine süße Begrüßung, sondern mussten stattdessen unsere eigene Bekleidung abgeben und bekamen sprichwörtlich uniformierte Anstaltskleidung für den Alltag. Ausgelatschte Schuhe z. Bsp. Ein Nagel drückte ewig. In meiner Galerie findet man so ein Bild von oder mit mir. Ich sehe darauf wie ein Kind aus einem englischen Armenhaus aus der Zeit von Charles Dickens aus. Klar. Es war ja auch kein normales Kinderheim, sondern ein spezielles.

    Von wegen süße Suppen zur Begrüßung. Ich kannte Kinder, die kriegten zur Begrüßung noch ganz was Anderes, wenn sie nicht spurten. Pfiff. Wo lebtest ihr denn bitte?? Ich hoffe, es ging euch mit den Suppen gut.^^

    Häufig ist es so im Leben, Fragen von Zweifeln darüber, ob etwas Geschehenes einfach so geschieht oder es nicht verschuldet ist und was es auslöst.

    Meinen Recherchen in Bezug auf das, was mit mir schon früh als Kind nicht in Ordnung gewesen sein kann, nur eben so nicht erkannt wurde, heute gibt es dafür Bezeichnungen mit Klassifikationsgraden. Wenn man bereit ist, das herausfinden zu wollen, dann geht es nicht mehr nur um "Wieso, weshalb, warum". Es öffnet dir dein Innerstes. Es ist, als wenn du ein Brennglas benutzt, um verstehen zu lernen, wie das Eine zum Anderen kam. Ansichten können sich dann auch ändern, wenn das Wissen darüber vorhanden ist.

    Aus der Psychologie ist bekannt, dass sich Kinder, die unter Stress aufwachsen und Probleme erleben, sich oft die Frage stellen, ob sie etwas falsch gemacht hätten. Heute weiß man das alles, Kinder geben sich meist die Schuld für alles Mögliche - die Frage nach dem, weshalb sich Eltern scheiden lassen ist die Populärste - stellen sie sich, ob es ihre Schuld ist. Bleiben sie bei einem Elternteil zurück, fehlt etwas Entscheidendes und es heißt, wieso fehlt X, Y? Wieso haben all die Anderen zwei Elternteile? Diese Fragen werden heute wie einst gestellt. Ob ich sie stellte, ich weiß es nicht, der Stress endete nicht, Defizite wuchsen und immer dann auch das mulmige Gefühl, was wird, wenn du das und das falsch machst.

    Ist es deine Schuld gewesen, was zu Hause gerade wieder los war, als sich ein erster Stiefvater einnistete? Wieso war er da, wenn er dir nicht gut tat, aber irgend eine Funktion erfüllen sollte, wenn er doch selbst zuvor schon gescheitert ist? Ich bekam keine Antworten und blieb mit dem Makel, dass etwas fehlte und fehlenden Antworten, zurück. Wenn man etwas tat, hatte das Konsequenzen, die Ursachen hatten und immer die Frage nach der Schuld.

    Das ist heute natürlich nicht mehr der Fall, denn wenn man das alles erst einmal im Selbststudium analysiert, nicht jetzt, sondern über längere Zeiträume, nebenbei, wie es gerade die Zeit erlaubt, relativiert sich Manches. Wissen ist mächtig. Es macht etwas mit Menschen.

    Damals, daran anknüpfend, was mit Kl. geschehen ist, stand diese quälende Frage, weswegen ich schrieb, wir waren Schuld, denn es war vermeidbar, wenn wir die Gefahr geahnt hätten, jedoch, wir suchten Abenteuer und bekamen sie. Das war/ist völlig normal, sie zu suchen. Wir taten nichts Böses, zerstörten nichts, erlebten es. Mich verfolgte das ewig, denn WIR vier hatten es in der Hand, nicht in die düsteren, nach Metall und allem Möglichen riechenden Keller hinunterzusteigen. Wir wollten eben da hinunter!

    "Mitgehangen, mitgefangen", heißt es und das ist der Kern des Ganzen. WIR hatten, natürlich, diese Riesenangst, dass uns das was Kl. geschah, ereilen könnte. Oft sah ich die Bilder in Träumen, dachte sogar daran, dass es besser gewesen wäre, wären wir nicht feige abgehauen, hätten Kl. nicht allein lassen dürfen, auch wenn wir dann gemeinsam mit ihm die Schläge hätten einstecken müssen. Vielleicht hätte man uns nicht geschlagen, weil wir nicht seine Söhne waren, sondern "nur" eben dieser Kl., mein bester Freund.

    Eine Angst vor etwas haben stammt aus der Zeit der Säbelzahntiger, weswegen wir schon immer instnktiv, vor was auch immer, flüchteten. Das ist völlig normal und dient dem Selbstschutz. Nicht alles ist normal.

    "Freunde halten zusammen, gehen durch dick und dünn". Fehlanzeige. Wir aber flüchteten und ich wollte, nicht sofort, sein Leid geteilt zu haben. Vielleicht müßte ich dann nicht all diese Zweifel gehabt haben, ob es richtig oder falsch war, dass wir ihn auf dem Hof allein ließen.

    Das ist zwar eine dieser alten Geschichten, jedoch im Zusammenhang mit dem zu betrachten, weswegen man nie Ruhe findet und pausenlos aktiv ist. Selbst, wenn man irgendwo im Grünen ist, wird gedacht, analysiert. Der Kopf will nicht anders.

    Die Welt ist schlecht. Wo ist all das Gute hin, wo ist es geblieben? Am Strand liegen, feine Sache, machte ich ganz selten, auf der Couch liegen, geht nicht, denn es sind immer wieder Trillionen Gedanken, die nicht weichen wollen. Wahrscheinlich ist das gut so, denn aufhören zu denken, wäre der sichere Tod und damit warte ich noch ein wenig. Fürs Umkehren ist es zu spät.

    Axel Li

    Wer Schutzbefohlene misshandelt, bedroht und einschüchtert, der ist ein Verbrecher. Offen und schonungslos über diese schwerwiegenden Verbrechen zu berichten, dazu haben offenbar nur sehr wenige den Mut. Strafrechtlich verfolgt wurde keiner dieser Verbrecher. Wie das eben so üblich ist, in diesem angeblichen Rechtsstaat.

    Das Fettgdruckte versteht sich von selbst und was es damit auf sich hat, dass nur sehr wenige den Mut haben, sich zu äußern, darf man ihnen nicht vorwerfen. Es gibt gar viele Gründe, weswegen sie es nicht tun oder nicht getan haben.

    Dass keiner - wie du schreibst - dieser Verbrecher, die Schutzbefohlene misshandelten, bedrohten und einschüchterten, strafrechtlich verfolgt wurden, hat genau damit zu tun, eben weil niemand von Euch den Mut hatte, den Klageweg zu beschreiten. Das ist jedoch der übliche Weg, in einem Rechtsstaat. Meine Frage an dich: Bist du diesen Weg gegangen? :/

    Weil nichts perfekt ist und es nicht auf alle Fragen Antworten geben kann? Wie in etwa idefix es 'mal schrieb??

    Das Leben wäre wohl perfekt und niemand wüsste, wie es ist, wenn alles perfekt wäre.

    Ich z. Bsp. wuchs ganz ohne Perfektion auf, kam jedoch dafür frühzeitig mit solchen immer wiederkehrenden Fragen nach der Schuld in Berührung. In nicht nur oft in "Warum ich im Heim war" beschrieb ich Vieles, was mich damit im weitesten Sinne verband oder ich fühlte, schuldig zu sein.

    Oben erwähnt. Irg.wie war es Schuld, meinem ehem. Heimkamerad nicht zugesagt zu haben, mit ihm noch einmal ins Heim gefahren zu sein. Wir waren Jahre in einer Gruppe und ich wusste trotzdem nicht viel von ihm. Viel blieb nicht hängen, ausser mit einem weiteren Mitschüler und ihm nachts einmal Mutprobenspiele unter Jungen gespielt zu haben. Oder eben die Szene oben angedeutet, wo ich mich abgewendet hatte und hätte irg.'was verhindern können. Was das genau war, ich ahnte es, aber ich war nicht da. Vielleicht hätte er diese Frage beantworten können, was sie mit ihm wirklich angestellt hatten. Zumal, es war genau der Keller, in dem der Eine und Andere seine "Abreibung" bekommen hatte. So eine Szene blieb immer abgespeichert. Ich schrieb darüber schon einmal, was und wie sie einem Mitschüler erspart blieb.

    Ein andermal, ich war schon ein Jahr in Eilenburg, jedoch einen Teil der Ferien durfte man nach Hause, auch so eine Frage, ein Erlebnis, wir waren zu viert, zu dritt und trieben uns dort, wo einer der Freunde wohnte, unweit von dort, wo wir alle wohnten, in den großen Kellerräumen unter einem Gewerbehof herum. Es war einer der schon einmal zuvor genutzten Abenteuerspielplätze, der gruseligste von allen.

    Hätten wir uns nicht alle entschieden, dort hinunterzugehen, um mit Taschenlampen das Gelände zu erkunden, es gehörte zu einer Fabrik, die sich oberirdisch befand, wäre nichts wirklich Erwähnenswerte geschehen. Einer nur hätte nein sagen können. Und? Wir wurden erwischt von einem Haushandwerker, sofort tauchte auch der sowieso gewalttätige Stiefvater von Kl. auf, der dort am Gelände auch wohnte, kletterten artig die Eisenleiter nach oben zum Hof und waren schockiert, als Kl. sofort eine gescheuert bekam und sein Stiefvater mit einer richtigen Peitsche, ja man glaubt es nicht, begann, ihn zu misshandeln. Es war, als wenn man selbst jeden Schlag spürte. Wir, um die 12, hatten eine Riesenangst, kletterten im Affentempo über die Garagen die Hofmauer hoch, sahen wie Kl. unten nur knapp bekleidet im Sommer verdroschen wurde. Die Schreie vergisst man nicht. Wir konnten nichts tun, sprangen die mehr als vier Meter hohe Mauer auf der anderen Seite hinunter und rannten wie um unser Leben. Eine Woche oder mehr sah ihn niemand. Was man dann noch immer sah, war schlimm genug.

    In der Zwischenzeit endeten meine Kurzferien, ich musste zurück ins Heim. Das brannte sich so ein, als wenn man die Auspeitschung am eigenen Leibe erlebt hätte. Kl. wäre das nicht geschehen, verprügelt wurden wir zu Hause alle schon, doch das war etwas völlig Anderes, als wenn man es allein kriegt und es niemand sieht. Zusehen müssen, wie ein Freund hat leiden müssen, dabei hilflos zuzusehen. Das macht den Unterschied. Wir waren Schuld oder ich empfand es so.

    Leider, ein Jahr später hätte ich ihn noch einmal fragen können, ich habe sogar noch ein Bild von ihm/uns und schwieg.

    Seine größere Schwester mochte Musik, die ich sofort mochte und von ihr kopieren durfte. Plötzlich reisten sie aus. Was immer dort drüben wurde. Es gab eine Geschichte vom Hörensagen

    Liebe Grüße

    Axel Li

    Ich komme gerade von draußen rein, auch vom Einkaufen, bin an den Supermarkt-Regalen entlanggetigert und sah sie - all die Tütensuppen, igitt, all die Süßspeisen, noch igittiger und kenne sie auch noch gut persönlich, aus der Schule, dann auch aus dem Heim.

    Ab und an wurde das gegessen. Ich kannte Kinder, die um süße Suppen einen Bogen machten wie der Teufel das Weihwasser mied.

    WAS aber nun wird mit diesen Kindern geschehen sein, die KEINE wie die von dir beschriebenen Suppen mochten? Ich wage nicht daran zu denken, was geschehen ist, aber in manchen Heimen soll man nicht zimperlich gewesen sein. "Bei uns wird gegessen, was die Kelle kleckt". :huh:

    Du, PinkElly hattest mit der sußen Suppe offenbar Glück. Andere Kinder nicht. Sie löffelten artig oder kriegten im schlimmsten Falle eines hinter die Löffel. Manche wurden gezungen, aufzuessen, ob es schmeckte oder nicht. Ich erbrach mich einmal und aßen sie nicht auf, sind unschöne Dinge geschehen. So in etwa las Einiges in Internetforen darüber, was passiert, wenn man kulinarisch aus der Reihe tanzen wollte. Das macht heute aber niemand mehr. :saint:

    Liebe Grüße

    Axel Li

    Für mich hat KI wie schon erwähnt, etwas Teuflisches, denn wenn - wie man das nicht nur hier gut erkennen konnte - bereits viele Menschen zu Schaden kommen und erst noch kommen werden, dann nimmt es nicht mehr zu kontrollierende Ausmaße an, an die wir uns zwar gewöhnen aber naturgegeben leider ebenso abstumpfen werden. Nur wer nicht selbst betroffen ist, wird keine Einwände geltend machen. Die sich daraus ableitenden ökonom. Folgen und Entwicklungen sind in Gänze noch gar nicht quantifizierbar. Man muss weiter denken als nur den eigenen Nutzen sehen.

    Zitat

    Axel, sei nicht immer so vorlaut! Schweig jetzt! Besserwisser wollen wir hier nicht haben. Sofort in die Ecke mit dir.

    golly

    Ach ich sehe schon. Es ist wie immer. Am Ende bin ich doch nur der Böse, der aus der Reihe tanzt und wenn er es nicht tut, zwingt er sich gerade nur, böse Spiele mitzuspielen. Ich muss mal wieder meine Signatur anpassen.

    Fritz-51 Mein erster PC wurde 1991 geboren und war bereits ein Vorläufer eines Pentium Computers mit 20 MHz Leistung und einer 100 MB Harddisk. Also Nix da mit Commodore oder so einem albernen Spielzeug. dash

    Ich habe nun wirklich viel mit dem Rechner seit 1991 gearbeitet, im Unternehmen sowieso, und bin trotzdem immer auch misstrauisch gewesen, vor allem, was zukünftig KI für den Arbeitsmarkt bedeuten wird, sorgen sich doch inzwischen völlig zurecht führende KI Entwickler darum, was KI gesellschaftspolitisch bedeutet und verändern wird. Politiker realisieren das noch gar nicht vollständig. Roboter vernichten Jobs, lassen nur wenige neue entstehen, die keine Steuern zahlen. Wettbewerbsfähig sind wir auch kaum noch. Volkswirtschaftlich wird das noch sehr interessant werden. Die Wirtschaft aber setzt auf KI und wir sind nur noch Getriebene.

    Die Weltpresse ist voll davon, denn diese akt techn. Revolution ist nichts im Verhältnis zur Industrialisierung um 19. Jahrhundert. Ohne KI wären nicht einmal Kriege mehr möglich. Was für ein böses Spiel und wir sind Teil davon.

    Hm. Willkommen. Ich versuche gerade nebenbei mit einem der vielen Gehirnareale zu entschlüsseln, was das mit der Suppe auf sich hat.

    Sollte das gar keine Begrüßung dafür sein, dass man nun im Heim war, sondern eine Art Metapher sein, dass man sich die Suppe, die man essen sollte, nur dafür steht, das man sie auslöffeln sollte, weil man sie sich doch zuvor selbst eingebrockt hatte? :/

    LG

    Lieber E-Bike Einkäufer, Du bist ja noch etwas jünger und von Haus aus ein Experimenteur. Da ist immer etwas Spielerisches dabei. Keine Frage. Meine Bank aber möchte mit mir ganz bestimmt nicht nur spielen. Sie hat ihre Gründe, danke auch liebe EU und EZB, weswegen sie die Kundschaft ins Homebanking treibt.

    Natürlich lasse ich die wichtigsten Posten seit Urzeiten im Dauerauftrag abbuchen und zahle das alles nicht etwa monatlich ein. Das wäre ja Irrsinn und sicherlich wird das auch Vorteile haben, wenn das dann alles hoffentlich auch zu Hause läuft. Trotzdem is' es Nötigung. Ich gehe dann jetzt bald unter Zwang ins Homebanking. Mit Zwängen kannte ich mich eh bestens aus.

    Zum Briefe schreiben mit KI. Echt jetzt. Ich habe deutsch nicht umsonst erlernt, damit ich jetzt darauf verzichte, meine Kenntnisse anzuwenden? Demnächst werde ich hier nur noch Beiträge posten, die mit Hilfe von ChatGPT erstellt wurden. Dann bin ich aber nicht mehr ich selbst, sondern Sklave der Technik. Was ich nicht wusste, dass man für ChatGPT auch noch zahlen muss. Ich warte jetzt auf den Brief der Bank und werde dann ganz faul, spare mir die Wege zur Bank, und hoffe, dass das auch alles so funktioniert, jedoch entscheide ich mich bewusst dafür, nicht das Smartphone einzusetzen. Mein Smartphone zwinge ich jedenfalls nicht, jede Mode mitzumachen. :saint: