Beiträge von Leser

    Natürlich weiß ich, dass Wolle2 nicht mehr hier ist, aber vielleicht liest er ja von extern mit? Schließlich kann man die ersten drei Beiträge von Heimthemen mitlesen.


    War der Film überhaupt zu sehen? Er existiert ja nicht bzw. kann nicht aufgerufen werden, weswegen womöglich auch niemand geantwortet hat. Als Themenersteller, der Wolle2 ja war, wäre es gut gewesen, wenn er selbst etwas dazu geschrieben hätte. Das wäre sicherlich nicht zu viel verlangt gewesen.


    Tatsächlich gibt es einen Film, den die Caritas, die das Heim 1992 übernommen hatte, bzw. die Archivarin als CDR aufbereitet hatte. Ich hatte diese 2008 etwa erworben. Ausser interessanter teils witziger Bildsequenzen aus einer fernen Zeit und teil sehr beschönigender Kommentierungen des Bildmaterials lohnt es sich nicht wirklich, denn er transportierte die gängige rote Ideologie der 50iger bis 60iger Jahre der DDR. Mit dieser Ideologie wurden wir damals im Heim auch traktiert. Vielleicht bestand der Wolle2 Film, der hier nicht mehr abrufbar ist, aus dem von mir beschriebenem Material? Man weiß es nicht, wie man so vieles nicht mehr erfahren wird.


    Eine meine roten Erzieherinnen ist tot. Sie hat es geschafft. Der Gatte, selbst Erzieher, soll in den Neunzigern ziemlich stark angetrunken andernorts gesichtet worden sein. Ein Gespräch war kaum möglich. Davon hätte ich gern Filmmaterial. :oops:

    Oh lieber Wolle2,


    hier muss ich als Ehemaliger aus dem SKH E.-S. Eilenburg wohl etwas verpaßt haben. Sehr sehr schade, dass man das nicht sehen kann. Ich war auch einige Jahre lang ernsthaft auf der Suche nach Ehemaligen aus meinem Haus, aus der gleichen Gruppe, was mir auch gelungen ist, wenngleich auch begrenzt, aber man soll nicht zu viel erhoffen, wenn das Wenige schon zufrieden stellen kann.


    Zu gern wüßte ich, was das nicht mehr zu sehende Filmchen zum Inhalt hatte. Gern hätte ich dir geschrieben, was ich davon hielte. Nun ist auch das nicht mehr möglich.


    Ich glaube, ich habe dir damals eine Reihe an Fotos aus unserem Heim zukommen lassen, die du im Forum freundlicherweise eingestellt hattest. Ich war viele Jahre nach der Entlassung mehrfach noch einmal dort und hätte es bereits 2006, 2008 oder 2011 - seitdem war ich nun nicht mehr dort - die Möglichkeit gegeben, mit dem Smartphone bewegte Bilder aufzunehmen, ich schwöre, ich hätte selbst ein bewegendes Filmchen gedreht.


    Gestern holte ich meinen neuen Personalausweis aus dem Bürgeramt ab und zufällig befindet sich noch heute das Jugendamt im gleichen Gebäude. Ich stieg die Treppen hoch und stand vor den gleichen Türen, die ich vor der Einweisung ins Heim durchqueren mußte, weil dort darüber "gerichtet" wurde, dass ich in wenigen Wochen schon in ein Spezialkinderheim kommen werde, wo man mir die Flötentöne beibringen würde, oder so. Ehrlich, ich hatte ganz schön Angst als noch 10 Jähriger, dass es nun bald soweit sei, weil ich nicht wissen konnte, was sie mit dir dort anstellen werden. Natürlich ahnte man schon etwas. Das Erste, was sie dort anstellten, war die Aufnahme eines Fotos, das hier im Forum festgetackert ist. Nun, endlich, Jahrzehnte später, habe ich ein neues, ein digitales Passfoto für den neuen Personalausweis eingereicht, das jetzt meinen Ausweis ziert. :D

    Insgesamt ist das für all die Betroffenen natürlich sehr schade und schon auch verständlich, denn alles hat schliesslich seine Zeit, wobei hier auch wieder die oft und vielzitierte "biologische Lösung" ein Thema ist.


    Ferner jedoch spielten Zweckbündnisse eine Rolle verbunden mit Hoffnungen, die sich für viele so nicht mehr erfüllten, was mehrere Gründe haben dürfte. Dennoch gab es ja genügend Leute, die viel Engagement und Zeit investierten. Auch sie dürften wiederum enttäuscht worden sein. Zöge jemand eine Bilanz, du hast das schon gut zusammengefasst, sie fiele mau aus.

    Hier schien gerade noch der letzte Sonnenstrahl und wie es scheint, scheint das Thema tot zu sein, was mit dem Themenerstellenden ist, ist leider auch unklar. Offenbar hängen Aktivitäten einzelner Personen doch immer auch mit denen Anderer zusammen. Frei nach dem Motto: "wenn es doch niemanden interessiert, wozu sich dann noch Mühe geben?" Ich persönlich kann solche Sichtweisen gut verstehen, denn nur gemeinsam ist man stark. Schwach ist man, wenn man keinerlei Unterstützung jener erfährt, für die man sich vermutlich jahrelang den Hintern aufgerissen hat. ?(

    Allerdings könnte man sich ja auch mal über unsere lieben Lehrer und Lehrerinnen unterhalten - vorausgesetzt, es hätte jemand Interesse oder meldet sich dazu wieder an. :)

    Wesley. Mach dir doch keine Sorgen. Es liest doch sowieso niemand der ehemaligen Weißwasserianerinnen. Ich finde es schade, denn aus dem Thema ließe sich schon noch etwas machen. Ich könnte das Thema kopieren, in den Eilenburg Thread, dort liest auch kein Mensch, weil kaum einer da ist, nicht liest und schon gar nicht postet. Sozusagen Interesse gleich Null.

    Ich will mich nicht einmischen, aber eigentlich ist das ein schönes Thema - Lehrer und so wie du, Soren, das schreibst, scheinen Emotionen im Spiel zu sein. Auch sie gehören dazu. Leider auch, dass man nichts mehr von denen hören wird, von denen man es sich so sehr erhofft. Sei darauf gefaßt.

    Was Tränen angeht, kann es viele Ursachen haben. Ich zum Beispiel erinnere mich an Lehrer*innen, die allesamt angenehm waren, nur an einen nicht sonderlich gern, er drohte mir einmal, aber Halt! - Das gehört hier nicht hinein, womit, zumal, wie ich las, soll auch er schon die Erde verlassen haben. Do Svidanya, Gospodin Schulz. Ihm weine ich keine Träne nach. :oops:

    Mit ist das hier neulich schon aufgefallen, denn wie konnte man so eine Einrichtung JUNGBORN bezeichnen? "Born" muss dem mittelhochdeutschem entstammen, bezeichnet wohl so etwas wie den Brunnen. Insofern erklärt sich der Begriff von allein, doch im Zusammenhang mit dem von den Nazis eingeführten Begriff 'Lebensborn", der für irgendwelche arischen Maßnahmen diente, natürlich kennen wir sie, schon bemerkenswert, wie lange so ein Internat diesen Namen hat tragen können. thinking

    Jahre nun wird dieser Thread nicht mehr beschrieben. Ich habe mir jetzt den größten Teil durchgelesen und denke schon, er ist eine Schatzkiste, zumal dieser Pantau und andere in etwa die Zeit beschrieben, in der auch ich im Internat war. So wurde mir die Einrichtung beschrieben, in die sie mich zwei ein halb Jahre lang hineinstecken. Weshalb schreibe ich hier? Zum Beispiel weil ich mich in den Jungen hineinversetzen könnte, der mit dem Kassettenrekorder "Heart of Gold" von Neil Young rauf und runter spielte oder an die Musik von Slade, T.Rex u.a. erinnerte. Ihr durftet ja wenigstens Musik hören. Bei uns war das verboten.


    Ihr schreibt viel von einem *Onkel Willy* der vielen von euch nicht gut in Erinnerung blieb und offenbar auch in dem Facebook Blog Erwähnung findet. :hutab:


    Habt ihr den Willy denn verklagen können? So weit bin ich beim Lesen noch nicht. Das wäre Ja mal etwas Neues, wenn Internatszöglinge ihre Erzieher verklagen. Wenn das geschieht, gebt es bitte hier bekannt. Danke und

    Grüße, Leser

    ,musste ich oft am Wochenende ,die Gruppe leiten

    Darf ich dir dazu noch etwas schreiben? Die Gruppe leiten - das gab es auch bei uns, denn es war so üblich, dass jeder Zögling der Gruppe im Wechsel mit Anderen eine ganze Woche lang damit beauftragt wurde, sozusagen auch für alles verantwortlich war, was die Gruppe machte. Er hatte sie zu führen, für Ruhe, Ordnung zu sorgen und sollte Fehlverhalten von uns Erziehenden "melden". Sanktionieren durfte der mit der Leitung Beauftragte nicht, zumindest erinnere ich mich nicht (mehr) daran. Auch ich musste einmal eine Woche lang die Gruppe leiten, doch widerstrebte es mir sehr.


    Da ich gerade einmal wieder bei einem Heimthema bin - HEUTE war der Tag, also der 28. August vor einiger Zeit schon - als ich ins Heim kam und den ersten Nachmittag/Abend dort erlebte. Diesen 28. August habe ich bisher nur selten vergessen. Ich glaube, im letzten Jahr war das schon einmal so. Man sieht also, wie unwichtig Vergangenheit einmal werden kann. :rolleyes:

    Die Conny - weiter oben - meine ich, einmal auf einem Treffen in Fraureuth kennengelernt zu haben. Das dürfte das Jahr 2008 gewesen sein. Sollte ich mich irren, bitte melden. :)


    Ursula Manches liest sich vielleicht auch schlimmer, als es aussieht, aber versprechen kann ich Dir Eines, wie es ein Ehemaliger mit Namen Andreas aus meinem Heim, der zur selben Zeit mit mir drinnen war, allerdings in einem Nachbarhaus, ein oder zwei Jahre älter als ich ist, in einem anderen Forum postete. Zitat


    Zitat

    Das, was uns nicht umbringt, macht/e uns hart


    Und, irgendwie haben wir es trotzdem geschafft. Manche besser. Andere schlechter. Es ist wie im Leben. Wir sind alle unterschiedlich, verarbeiten unterschiedlich, nehmen unterschiedlich auf und wahr usw. usf., denn wir sind Individuen mit einer eigenen Persönlichkeit, wobei mir gerade einfällt, dass sie aus uns alle ganz bestimmte Menschen machen wollten - wertvolle Mitglieder einer sozialistisch-kommunistisch geprägten Gesellschaftsordnung, oder so etwas in der Art, weswegen wir ja auch alle "Junge Pioniere" sein sollten. Da hieß es immer: "Seid bereit. Immer bereit". Ich kann jetzt gar nicht sagen, ob ihnen das bei jemandem geglückt ist. 8o

    Ich habe mal Leute bei einem Treffen kennengelernt, die in W. waren, sich aber nie direkt zu dem äußerten, wie sie den JWH W. erlebten. Ziemlich verschlossen wirkte jemand sogar, was bed. dass nicht alles nur als gut empfunden wurde, was sie dort früher erlebten. Darum wär es immer ganz gut, wenn man das erfahren würde. Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass das Hinfahren an jenen Ort sowie Schreiben und sogar Zusammentreffen mit Anderen hilfreich sein kann, aufzuarbeiten. In dem Sinne wünsch ich dir Manu, morgen viel Erfolg!

    Das wünschen wir dir sicherlich alle. Willkommen Claudia und grenzenloses Glück bei deiner hoffentlich gar nicht langen Suche. Bei manchen gehts schnell, bei Anderen dauerts ewig.


    Noch nie gehört - Schutzengelhaus. Hoffentlich wurden Kinder dort auch wirklich geschützt. Man weiss es als Laie und Aussenseiter nicht..

    Meinen ganz großen Respekt dir gegenüber. Jemand, der 18 Jahre in einem Heim als Erzieherin tätig ist, in dem er zuvor selbst war. Das zeigt schon eine gewisse Verbundenheit, auch wenn du schreibst, dass es keine bewusste Entscheidung war, muss es triftige Gründe gegeben haben, die ich dir aber nicht entlocken möchte.


    Bevor ich los muss, nur das noch. In der Tat, ich bin durch genau diese Kurve gefahren, weil man auch vor Pouch scharf nach links abbiegen musste und über den Umweg ging es dann nach Muldenstein, nicht schnell und leider habe ich das Heim dann doch übersehen, aber wie geschrieben. Es ist dort eine schöne grüne Landschaft (geworden), die, vor der Wende bis 1990 ganz gewiss ziemlich viel Grau trug, aber, auch das ist ein anderes Thema. Bis dann und wann und mal sehen, ob sich hier noch jemand von dort meldet. Wäre ja zu schön. Also, liebe Muldensteiner:innen - meldet euch doch mal bitte! :)

    Was soll man darauf antworten, wenn es hier nur noch Gäste gibt? Was also brächten Antworten? Gerhardt - so hieß doch zufällig mein zweiter Stiefvater war wohl auch nicht geeignet, für Verhältnisse zu sorgen, die eine spätere oder sogar daraus resultierende Einweisung verhindert hätten. Ihn selbst ging das ja alles gar nichts an, denn die Last trug nicht er, aber sei es drum. Es geht ja um das Allgemeine - um Schwererziehbarkeit, die immer von irgendwoher gekommen sein muss. search


    Ein Ehemaliger Junge aus meinem Heim, mit dem ich vor vielen Jahren telef. Kontakt unterhielt, brachte es einmal auf den Punkt. In unseren Gruppen ware "Alle" vertreten, Kinder, die dort nicht hineingehörten, weil sie nicht schwer erziehbar waren, was auch immer das ist - er beklagte, dass man ihn dort hinein gesteckt hatte, weil er in anderen Heimen als Vollwaise nicht klar kam, von dort oft davonlief, weil man ihn dort schlug, kam er in das Heim, in dem auch ich war. Er sagte, in "unserem" Heim waren Kinder deren Eltern geschieden waren, aus zerrütteten Elternhäusern kamen. Es gab kleine Rowdies, Kinder, die verhaltensauffällig waren usw. usf. Die ganze Palette.


    Da muss doch schon zuvor gewaltig vor der Einweisung jener Kinder in den Behörden, Jugendämtern etwas schief gelaufen sein, wenn man nun alle unterschiedlichsten Charaktäre mit unterschiedlichsten Verhaltensweisen, Herkünften zusammenpferchte.


    Ich selbst habe das, als wir beide damals dort waren, so erlebt. Jeder hatte andere Probleme gleich welcher Art auch immer. Auch ich hätte laut Heimunterlagen nicht in ein Spezialkinderheim gehört, sondern wäre aufgrund mangelnder Kapazitäten anderer geeigneter Heimunterbringungen dort hingekommen. Das Heim wurde umgangssprachlich als Heim für Schwererziehbare geführt. So sagte es mir mein ehem. Mitzögling und-schüler. Kann man also sagen, wenn man in so einem Heim für Schwererziehbare war, dass man dann immer schwer erziehbar bleibt, weil man sich nicht einfach mal so etwas gefallen läßt? hmm


    Auf jeden Fall ist es ein spannendes Feld für Soziolog:innen und Forschende, Historiker:innen und an Wissen Interessierte. Ihnen ein herzliches Willkommen!


    Für das neumodische Gendern möchte ich mich entschuldigen. :)

    Was mich natürlich doch noch interessieren würde, wurden eigentlich andere Ehemalige von mir aus meiner Gruppe im Heim rehabilitiert? Auch die Frage dürfte nie beantwortet werden, denn das setzte ja voraus, dass man sie zuvor gefunden hat.


    Wer war es nicht gleich noch, der einmal sagte oder es schrieb, dass es nicht auf alle Fragen Antworten gibt oder geben kann? Für Suchende ist das zwar trotzdem nicht unbedingt zufriedenstellend, aber was bedeutet schon zufrieden sein? hmm

    Radfahren. Klar. Das sollte man machen, so lange es geht. Letzten Freitag, weil auf der Autobahn um die A9 seit Wochen viel gebaut wird, bin ich erneut Umwege gefahren. Von der B100 über Bitterfeld, entlang der Goitzsche, also dem gefluteten Tagebau Ri. Pouch, gerade Durchfährt gesperrt, über Gräfenhainichen und Muldenstein nach Wittenberg an die Elbe gefahren. Von dort gings dann zur Autobahnauffahrt nach Norden. Schöne ruhige Gegend ist das dort. Ein Heim sah ich in Mundenstein nicht. Es war nicht mal ein Mensch Abends halb 7 unterwegs. Viel kann also im Heim damals auch nicht los gewesen sein, wenn sich hier niemand weiter meldet. :)

    Hallo Harry,


    keine Ursache und gern geschehen! Neue user machen oft den "Fehler" auf posting ehemaliger user zu entworten und wundern sich dann womöglich, wenn diese nicht antworten (können), weil sie ja nicht mehr als user registriert sind. Das ist auch hier wieder geschehen. Damit die entsprechenden user dann Bescheid wissen, ist es immer hilfreich, wenn sie jemand über ihren "Fehler" aufklärt. Das ist nicht etwa böser Wille, sondern einfach nur eine aufklärende Richtigstellung.

    Alles gut und schön, dass wenigstens du noch über so reichhaltige schöne Erinnerungen verfügst! Dann hoffe nur, dass du bald in Rente gehen kannst, damit du dir noch einmal Kastell Windsor anschauen kannst! So schön, wie das gleichnamige Schloss in England wird es doch bestimmt nicht (gewesen) sein? Wie ich gerade feststelle, ist das Kastell Windsor in Ostbayern ansässig und heute ein Jugendgruppenhaus.


    Kastell Windsor | Bayerischer Wald
    JugendgruppenhausKastell Windsor 193191 RettenbachTel. +49 (0)9484 / 9516-29Fax +49 (0)9484 / 9516-30info@kastellwindsor.dewww.kastellwindsor.de
    www.bayerischer-wald.de