Beiträge von Leser

    So ist es. Schlechte Aussichten, zumindest für jene, die nicht nachweisen konnten, dass sie aus polit. motivierten Begründungen in sogenannte DDR-Spezialkinderheime eingewiesen wurden. Ohnehin halte ich es für ein schwieriges Unterfangen, denn welches Kind hätte denn über entsprechende Unterlagen, und vom wem beurkundet, verfügen können? Ist das nicht schier unmöglich? Die Praxis war doch, dass letztendlich das zuständige Jugendamt darüber bestimmte, ob man "reif" für die Unterbringung in ein Heim war. Ich selbst habe Unterlagen darüber vorliegen, die mir seitens des JA ein ziemlich schlechtes Zeugnis darüber ausstellten, weswegen ich in eines dieser Heime kam. Wie aber soll man gegen solch schlechte Zeugnisse und mit welchen Begründungen dagegen vorgehen können? Ich war 11, nur, was sollte auch der polit. Grund gewesen sein, einen 11 Jährigen in so ein Heim zu stecken? Ich könnte mir nur einen vorstellen, wenn bspw. ein Elternteil in der DDR politisch mißliebig auffiel, es sich gegen den Staat stellte, mit entprechenden Sanktionen belegt wurde und folglich der Nachwuchs in ein Heim kam. Das wäre z. Bsp. eine polit. motivierte Begründung, weswegen ein Kind in ein Heim kommen konnte. Wenn die aber nicht vorliegt und obendrein noch ein Elternteil so "schlau" war, der Heimeinweisung des Nachwuchses zuzustimmen, dann hat man wirklich schlechte Aussichten auf Rehabilitierung, auch wenn man sie noch so gut begründen mag.

    So ist es in der Tat gekommen, schnell und schmerzlos. Meine Mutter unterschrieb damals und somit ist das Recht doch nicht mehr auf meiner Seite, obwohl der Antrag zwar rechtens, jedoch nicht als begründet genug dargelegt ist. Nun traf heute tatsächlich sehr schnell das Schreiben vom Gericht ein, dass bestätigen sollte, dass die Behauptung, die das Jugendamt damals aufgestellt haben soll, der Wahrheit entspräche, leider, der gewünschte Nachweis nicht erbracht werden kann. Im Gericht liegt nichts vor, obwohl es mit dem damalig. JA in Korrespondenz gestanden haben muss. Jetzt ziehe ich noch heute meinen vor einem Jahr gestellten Antrag zurück, d. h., ich bringe ihn gleich persönlich unfrankiert dort vorbei. Somit ist für mich das Thema Heim heute für ein und alle Mal beerdigt. Der Schlußstrich wird jetzt gezogen. Ab aufs Fahrrad und los gehts. :sleeping:

    Zufällig hab ich jetzt deinen und den verlinkten "Sueddeutsche" Artikel über die so genannten "Tripperburgen" gelesen. Tatsächlich hörte ich als Jugendlicher, in der DDR aufgewachsen, abfällig von so einem Begriff, konnte letztendlich aber nichts damit anfangen. Eigentlich unglaublich und zugleich aufzeigend, mit welch schlimmen schikanösen menschenverachtenden Massnahmen man damals noch so junge Menschen traktierte, die nicht in das System passten, die sich aber auch nicht einfach so fügen wollten.


    Weshalb man kaum etwas erfuhr? Nun, das wurde schon beantwortet.

    So sehe ich es auch. Was ich bei meinen jahrelangen Recherchen erfahren habe, auch durch teils zufällige Kontaktaufnahmen mit ehem. Erziehenden, - jedoch nicht durch jene, die mich dort erzogen - ist: mein Heim hatte eine hohe Erzieherfluktuation und galt auch sonst als sozialistische rot angehauchte Umerziehungsstätte. Es wird doch nicht an uns bösen Kindern gelegen haben, weswegen es diese Fluktuation gab? thinking


    Nun bin ich einmal gespannt, ob ich den gewünschten Nachweis, um den ich das Gericht gebeten habe, - den Brief hatte ich gestern im LG abgegeben - tatsächlich überstellt bekomme. Das Jugendamt soll eine best. Behauptung aufgestellt haben, mit der meine Heimeinweisung als notwendig begründet wurde. Das möchte ich jetzt schwarz auf weiß vorliegen haben.


    Leider, und das schrieb ich zuvor schon, erklärt ein/e Erziehungsberechtigte/r seine Zustimmung, sieht es wohl nicht gut aus. Darauf muss ich mich einzustellen wissen, denn bis jetzt wird der Antrag als unbegründet abgewiesen. Meine letzte Chance ist also der angeblich vorliegende Beleg aus dem Jugendamt. Allerdings hätte es mir, so es diesen Beleg überhaupt gibt, schon vor 10 Jahren schicken können, denn damals erhielt ich von dort den Beschluss zur Einweisung, leider unterschrieben durch meine mich erziehungsberechtigte Mutter, die auch überfordert war. Scheitere ich damit, habe ich Pech gehabt.

    Nun, endlich wieder wach, sich mit dem StrRehaG befassend, muss man schon feststellen, dass die Rechtsprechung diesem Paragrafen folgend eigentlich in "unserem Sinne" handelt, doch in meinem Falle steht es schwarz auf weiss, mein Antrag ist u. a. deshalb als bisher unbegründet mit nicht vorliegender Voraussetzung abgewiesen worden, weil meine Mutter - möglicherweise unter Druckausübung geschehen - im Jugendamt - ihre Zustimmung zu meiner Heimeinweisung gab. Ich selbst war damals, noch 10 jährig, dabei, als sie die "Anordnung zur Heimerziehung" im Jugendamt unterschrieb. Würde ich sie heute, so dement, wie sie inzwischen ist, damit konfrontieren, würde es ihren sicheren Tod bedeuten, denn ihre Mitschuld hat sie schon vor Jahren gestanden. Wenn sie es gewusst hätte, was es für mich bedeutete, in einem Spezialkinderheim - in einem Heim für "Schwererziehbare" - gewesen zu sein, hätte sie dem nie zugestimmt, wie sie schon vor 14 Jahren sagte, als ich ihr meine "Eilenburger Notizen" zu lesen gab. Selbstverständlich werde ich sie daraufhin nicht mehr erneut ansprechen. Sie würde sich die Treppe hinunterstürzen oder vor ein Auto laufen.


    Buschi


    Jeder Fall ist anders. Das Recht steht in meinem Fall zwar auf meiner Seite, doch wenn die Unterschrift zur Heimeinweisung seitens Erziehungsberechtigter vorliegt, sieht die Sache anders aus. Die schriftlich vorliegende Überantwortung meiner weiteren - staatlich angeordneten - Erziehung seitens meiner Mutter "spricht" sozusagen "den Staat frei". Er ist damit raus. Die Schuld liegt demzufolge bei meiner Mutter, die wohl gar nicht wusste, was sie tat, obwohl sie doch immer vom Gegenteil spricht.

    Ganz <3 -lichen Dank liebe Andere für die Wünsche! Der Brief bzw. das Anschreiben ist bereits ausgedruckt und wird schon morgen im LG eingereicht bzw. in den Briefkasten geworfen worden sein. Wenn es noch irgend etwas gibt, wozu ich auf dieser Welt bin - dann ist es Kämpfen. Auch wenn Scheitern einprogrammiert ist, ich werde nicht aufgehört haben, von dieser Erde zu gehen, nicht ohne es versucht zu haben. 8o


    Liebe Grüße

    der Leser, Schreiber, der Aktive, die nicht Aufgebende, noch nicht

    Tatsächlich, vorhin traf doch tatsächlich Post ein und das am Samstag. :hutab: den Zustellenden für ihre Mühe!


    Meine Bemühungen, im Sinne Paragraph 2 StrRehaG rehabilitiert zu werden, führten nach fast einem Jahr auch mühelos zum Nichterfolg. Die Voraussetzungen wären angeblich nicht erfüllt, denn in der Ablehnungsgsbegründung wurde dargelegt, dass meine Heimeinweisung mit Zustimmung meiner erziehungsberechtigten Mutter geschehen ist und somit der R-Antrag als unbegründet zurückgewiesen werden muss.


    Nun werde ich doch noch einmal meinem ehem. Jugendamt meine Aufwartung machen müssen, um es danach zu befragen, wo denn die angebl. medizin. begründete Befundaufnahme sei, die eine Einweisung in ein DDR Spezialkinderheim gerechtfertigt hätte. Zwischenzeitlich gibt mir die Oberstaatsanwaltschaft 2 Wochen Zeit, von meinem angeblich nicht begründbaren R-Antrag Abstand zu nehmen. So viel Zeit muss sein. Dieser Aussage werde ich nachgehen, dem Jugendamt oder wem auch immer läge ein Befund als Begründung vor.


    Muss man in diesem Land wirklich erst alle Hebel in Bewegung versetzen, um zu seinem Recht zu kommen oder lässt man sich am besten und einfach nur billig genug abspeisen? Wohlan. Let's go.

    dann darf ich dich daran erinnern, du kannst von einer gesellschaft nicht einfach so erwarten, dass sie sich über solche komplexen vorgänge ernsthaft noch gedanken macht. Bitte überfordere nicht teile der gesellschaft, die das auch kaum erlernt zu haben scheinen. Es gibt eine schlichte anforderungsgrenze und die latte (damit ist kein macchiato gemeint) muss offenbar von Jahr zu Jahr doch immer niedriger angelegt werden. Wir leben im twitter-zeitalter und da wird sich kurz gefasst. Das stand einmal an jeder telefonzelle, aber wer weiß schon noch, was eine telefonzelle ist?


    Ein 1 Minuten Beitrag entspricht einer halben DIN A4 Seite mit ca. 12 Zeilen. Bei 2 Min Beiträgen ist bei manchem schon Schluss, weil das Aufnahmevermögen bei manchem begrenzt ist. Deshalb wird auch kaum noch Zeitung gelesen, worüber sich befreundete bekannte schon ernsthaft sorgen machen.


    Selbstverständlich wird auch kaum jemand in 1/2 min erklären können, wie man sich löscht, wenn es doch so einfach sein kann, indem man einfach jemanden bittet, es für einen zu tun. Dazu und zu so vielen anderen Dingen auch ist nun sicher endgültig alles geklärt. Jetzt wird noch abschließend addiert, wieviele zeilen dieser Beitrag nr. 3.999 hat und dann ist aber auch einmal gut.

    Auch gut, dass Deutschland in der 60. Minute nun einmal mit 4:1 führt. :hutab:


    Viel Glück jenen, die nun endlich wissen, wie einfach man sich selbst löschen kann und anderen Arbeit erspart. pump

    Habe ich es richtig verstanden, dass du dich etwa löschen möchtest?? Wenn das so ist, was sollte ich dann hier noch als einzigster Berliner etwa, der dann auch noch zu mir hält?? hmm


    Ich hätte es dir aber auch schreiben können, wie man sich löscht. Das war einmal ein Sachgebiet, das ich ganz gut beherrscht habe. rofl

    Da fragt man sich ab und an schon einmal, wie es überhaupt so weit hat kommen können, dass nicht wenige von uns solche Wege gehen mussten, wie du ihn gerade, Willkommen erst einmal, beschrieben hast. Alles Gute dir bei dem, was du da noch vor dir hast!

    was die Bischöfin angeht: plötzlich war sie weg , ihr " Kampf" für uns Geschichte, und auch bei ihren weiterhin statffindenden öffentlichen Auftritten kein Wort mehr über dieses unsägliche und beschämende Versagen der BRD.

    Da wir wissen, um welche es geht, es gab eine Zeit, in der sie öfter in der Öfentlichkeit zugegen war, auch in TV-talkshows z. bsp. und ich meine, einen Grund für ihren plötzlichen "Abgang" bzw. Ruhestand, wie es dann geheißen hat, ausgemacht zu haben.


    Blättern wir zurück, sie war politisch aktiv und wurde rein zufällig einmal am Steuer erwischt mit einem kleineren Alkoholpegel. Ich gehe fast davon aus, dass ihr Neider oder wer sonst noch, eine Falle gestellt haben und sie um eine späte Stunde am Steuer erwischt werden sollte. Man weiß es nicht, es mag nach Verschwörungstherorie klingen, aber sie stand dann plötzlich negativ im Rampenlicht und konnte sich so gebrandtmarkt kaum noch für Andere weiterhin einsetzen, denn moralisch war es nun kaum noch zu vertreten, jemanden aus der Kirche, der sich so daneben benommen hatte, weiterhin im Amt zu bestätigen.


    Ich behaupte trotzdem, sie hat damals nicht wenig für jene getan, um die es hier gerade besonders geht, aber sie ist dennoch eine patente Frau. Neulich tauchte sie wieder einmal im Fernsehen auf. Ich hörte nur nicht genau hin, um was es dabei ging, wahrscheinlich machte ich etwas nebenher und es ist gerade sehr vieles, was man hört und liest.... :rolleyes:

    Wieso hat die Erzieherin so sehr gelogen, wenn sie den mißlungenen Abstieg den Blitzableiter hinunter mit wie, sie habe ihn nicht überlebt, bestätigt?


    Auch bei mir/uns im Heim gab es Blitzableiter, einer davon gleich neben unserem Fenster, aus dem sich in einer Mondnacht gleich zwei Jungen abseilten. Ich half ihnen sogar noch dabei, Bettlaken zusammenzuknoten, damit sie den Blitzableiter sicherer hinunterkamen.


    Mir einmal richtig auf die Schulter klopfe vor lauter Stolz, denn die Jungen haben es überlebt, auch ihre Strafe nach der Rückkehr. ^^

    Hi mariemay05 Hast du es schon einmal mit der Personensuche in Telefonbuch.de probiert? Da kann man manches finden. Ich habe es auch schon des Öfteren versucht, damit Leute wiederzufinden. Vielleicht versuchst du es ja einmal? Eigentlich ist das ganz einfach, denn mit den angegebenen Namen sollte es recht einfach sein und vielleicht hast du ja Glück damit! ;)

    Große Bedeutung schien die Bude - das Johannes Falk Haus nicht gehabt zu haben, denn dann gäbe es hier sicherlich mehr zu lesen. Ich habe auch gerade versucht, etwas dazu im Netz ausfindig zu machen, doch auch hier zeigt sich, da es scheinbar nichts gibt, es tatsächlich keine große Rolle gespielt haben kann.


    Was mch als Historiker sozusagen immer wieder interessiert/e, wieso Leute aus der Kirche, wie Diakonissenschwestern zum Beispiel, so dermaßen lieblos und artfremd mit Kindern umgehen konnten. Sie waren ihrem Herrn verpflichtet, einem Gott der Liebe, doch was taten sie? Sie verarbreichten vermutlich mehr Hiebe als Liebe.


    Wenn das auch dort so war, muss man sich wiederum nicht wundern, weswegen so viele ehemalige Betroffene nie wieder etwas aus dieser Zeit hören und lesen wollen. Nicht jede/r sucht schließlich in der Vergangenheit. Manche haben auch einfach nur Angst davor, etwas aufbrechen zu lassen, was sie bisher gut verdrängen konnten.

    Das ist aber ein interessantes Thema, was hier so im Archiv geschlummert hat. Ich möcht es es nicht unbedingt zum Leben erwecken, doch wenn es um die Frage geht, was es bedeutet - >

    schwererziehbar,ja oder nein
    um dies beantworten zu können muss man erstmal das wort erziehung zweifelsfrei definieren können

    dass ich mich dem voll und ganz anschließen möchte. Wäre ich früher in diesem Forum gelandet, hätte ich mich vermutlich als Betroffener rege an der Diskussion beteiligt. Nun ist es zu spät. wayne

    Es gäbe aber noch die Möglichkeit, über die schwedische Botschaft eine entsprechende Anfrage abzusetzen, denn zum Zeitpunkt des Aufbaus des Schlosses gehörte das Gebiet zu Schweden. Wäre das nicht mal etwas völlig Neues, sozusagen über Landesgrenzen hinweg nachzuforschen, wenn man hier nicht fündig wird? hmm

    kleiner Tipp an euch Moderator*innen, ich weiß, Gendern ist blöd, und vielleicht stellt ihr ein paar freiberufliche ehrenamtliche Detektive ein, die akribisch jedes noch nicht gelistete heimchen in allen deutschen landen aufspüren. rofl

    Habe mir "Stromzeit" einmal zusammen gesucht und zwei Rezensionen dazu. So eine ähnl. Gelegenheit hatte ich vor vllt. 12, 14 Jahren auch einmal. Ein ehemal. Lehrer, keine Details, ich hab das vor Jahren mal im Forum thematisiert, schrieb eine Trilogie bzw. ein Buch über das Heim/Jugendwerkhof, in dem er einst lehrte. Ich war zwar nicht selbst in dem Heim, aber er beschrieb alles so authentisch, als wenn man es selbst erlebt hätte, hautnah, was dem jungen Protagonisten im Heim und später im Werkhof widerfuhr. Nach dem Lesen nahm ich sofort Kontakt zu ihm auf und telefonierte mit dem Autoren eine ganze Stunde lang. Er war darüber sehr erfreut und fühlte sich geehrt. :)

    Hab ich doch schon aus Eigeninteresse gern gemacht, weil mich Geschichte schon immer seit meiner frühen Jugend interessiert. Besonders Heimgeschichte und Persönlichkeiten sowie Biografien. Mir gleich noch einmal den Wrangel genauer anschauend. ;)