Beiträge von Leser


    Andere wiederum lenken sich ab oder werden kalt wie Stein.



    Hallo,


    Nur eine Frage interessehalber.

    Wie bitte sehen deine Skills aus, um Triggern zu begegnen? Ich frage, weil Gewalt in Medien ein dauerpräsentes Thema ist. Gerade auch jetzt wieder wie der Krieg.


    2.Frage, wenn gestattet. Was hätte einfacher sein können, wie die Thersp. sagt?


    Ich lese seit einigen Tagen erneut nicht wenig über die Kriegskindergeneration, Opfer des 2. Weltkrieges und ihren traumatischen Erfahrungen, die fast nie therap. begleitet wurden, ihren "Macken" heute. Ich denke da an unsere Eltern oder Grosseltern, die eigentl. nie offen darüber sprachen.


    Was du erlebt hast über lange Zeit offenbar, gleicht jenen Erlebnissen der Kriegskinder oder auch von jenen der so genannten "Wolfskinder".


    Alles Gute dir weiterhin mit der Therap. und danke für eine eventuelle Antwort.

    Das Wetter ist heute eh bescheiden und daher musste ich mal wieder hier etwas hinzufügen, wenn es schon sonst niemand tut. :rolleyes:


    Aufgrund neuer hinzugekommener "Erkenntnisse" auch nur und die Fakten sprachen schon länger eine deutliche Sprache, denn wer solche Einrichtungen erlebte, wird manches wie auch Gewalt bestätigen können. Dennoch konnten durch Betroffene teils völlig unterschiedl. Erfahrungen auch in der Hinsicht gemacht werden. Es "traf" nicht jeden. D. h., obwohl Kinder gleichzeitig in Einrichtung X, Y, Gruppe Z waren, machten sie möglicherweise aus ihrer Perspektive betrachtet differentere Erfahrungen als ihresglichen, die mit ihnen dort waren. Ein Phänomen und trotzdem interessant zugleich, Beleg darüber, wie unterschiedlich Menschen Erlebnisse aufnehmen und diese verarbeiten können.


    Was mich lange drängte, war die Auflösung der Frage, wie es dazu hat kommen können, dass sich so viele ehemal. Heimkinder nicht wiederfinden/-fanden. Lag es vielleicht auch daran, dass Kinder unter ihreesgleichen nicht nur "nett" zueinander waren, sondern man sie sogar seitens des erziehenden Personals benutzte? :/


    In der Forschung wird von "Selbsterziehung" geschrieben, die Teil eines pädagogischen Konzeptes war, mit dem Ziel, aus ihnen "sozialistische Persönlichkeiten“ heranzubilden. Dazu gehörte Unterricht, der entsprechend angelegt war, der - s. o. - aus heutiger Sicht nicht nur Falsches zum Inhalt hatte. Dazu kann man stehen wie man will, denn wir haben alle unsere eigenen Perspektiven.


    Das DDR - Heimkinder Erziehungssystem basierte auf das Makarenko`sche Prinzip der Selbsterziehung, also Erziehung im Kollektiv, was bedeutete, dass Kinder Kindern helfen sollten, sich gegenseitig zu erziehen. Wie immer das geschah oder aussah. Es geschah meist zwar unter Aufsicht des Personals, das für sie verantwortlich war und trotzdem Erziehung teils auch abgab. Ich selbst erinnere mich an mind. zwei solcher bleibender Eindrücke, kann allerdings auch einiges vergessen haben.


    Ich wurde vor vielen jahren einmal gebeten, mehr über die Zeit damals zu berichten, weil das, was ich bereits schrieb, zwar als autentisch galt, nur hätte ich auch "dies" und "jenes" noch erwähnen sollen. Was bedeutete, dass ich mich entweder nicht erinnerte oder nicht habe wissen können, von was ich hätte noch schreiben sollen. Peter, ich habe eben doch nicht alles damals behalten, obwohl ich einfache Tagesnotizen anfertigte, die mir halfen, das Wenige nicht vergessen zu haben. :(


    Hier wurde gestern die Frage in den Raum geworfen, ob das Stockholm Syndrom bekannt wäre. Erst jetzt wurde mir klar, weshalb sie auftauchte, denn sie hat mit diesem Thread zu tun. Da bin ich mir sicher und muss trotzdem nichts von dem zurücknehmen, was hier bisher gepostet wurde.


    Diese Einrichtungen der DDR Erziehungshilfe - wie sie sich nannten - waren "nur" die Fortsetzung oder Alternative zu dem, von woher Kinder kamen. Das zeigte sich oft an dem, worüber in Heimkinderforen zu lesen war.


    Viele verbinden mit ihnen völlig unterschiedl. Erlebniswelten. Es gab die Einen, die diese Erziehungshilfen zurecht verurteilten, weil in ihnen teils sehr unfeines, inkompetentes Personal tätig war, jene die relativierten und wiederum andere, die sie als notwendig sahen, da sie sich für sie als Vorteil erwiesen, wenn die Verhältnisse zu Hause schrecklich waren, aus denen sie doch kamen. Das alles galt es zu berücksichtigen und trotzdem kann jeder Einzelne von uns recht behalten mit dem, wie er die Dinge betrachtet, denn Wahrheit ist universell. Es gibt nicht eine selig Machende. ;)


    Diese Erzieher_innen mochten gewesen sein, wie sie waren und obwohl ich als schwererziehbar hineinkam, weil die Bedingungen aus denen ich kam, auch nicht leicht waren, wie bei vielen von uns, machten sie "nur" ihren Job und ich stelle mir das heute vor, schwierige Kinder aus schwierigen Verhältnisse werden mir anvertraut und ich muss mit ihnen arbeiten. Wüßte ich, was richtig wäre? Nein. Ich wüßte so vieles und genau das wüßte ich nicht, nur dass man Liebe braucht, um mit Menschen zu arbeiten, sich auf sie einzustellen, um mit ihnen das Beste aus dem zu machen, was ihnen gut tut. Nur, Liebe, was ist das? Woher sollte welche kommen? Konnte man die kaufen?


    In dem Sinne verletze ich schon wieder meine neulich gut gemeinten Ratschläge durch Dritte, wie lass` alte Zeiten ruhen und tue etwas Sinnvolleres, denn auch Dein Leben ist endlich. Nutze es sinnvoller, als jene mit Texten zuzutexten, die sich doch nicht dafür interesieren, weil sie sie u. U. nicht verstehen und sich auch nicht der Mühe machten, die Zeiten und Beweggründe, weshalb jemand Ding wie diese postet, zu verstehen.


    Dir - an mich gerichtet - wird auch niemand nachtrauern, weil du Axel heißt oder was auch sonst getan hast. Es wird dir auch niemnd danken, weil sich niemand erinnern wird.


    Wie recht man damit hat, denn was ich die letzten Wochen noch einmal refelektieren musste nach dem Studium weiterer aufschlussreicher psycholog. Literatur - meine Selbstwahrnehmung, oder -überschätzung im Zusammenspiel mit Andereren war wohl eingetrübt, denn diese eine aufgelöste Frage in der endgültigen Beantwortung erklärt, wieso wir uns untereinander so schlecht verstehen und kaum finden (konnten).


    Sie beruht auch auf unserem früheren gegenseitigen Umgang in den Heimen untereinander. Wem z. Bsp. durch Seinesgleichen im Rahmen der unbeaufsichtigten Selbsterziehung Unrecht widerfahrten ist, gar Gewalt erfahren hat, wird jene kaum wiederfinden wollen.


    Was für eine Erkenntnis und was für eine einfache Antwort! Wieso kam man darauf nicht schon früher? Einsicht ist der Wille, es wissen zu wollen und kein Tag vergeht ohne Zugewinn. :)


    Danke für das Lesen und Entschuldigung für diesen Brief oder, wie man heute schreibt, Post. Es ist ja nicht ganz kurz...


    Grüße, Axel

    Wenn ich dem Hr. Härtel Glauben schenke, weil ich mit ihm eine Std. lang am Telefon sprach, dann werde ich mir schon einen Eindruck habe müchen dürfen über ihn und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass du ihn, er war Lehrer, in so schlechter Erinnerung haben kannst. Wäre er wirklich einer von denen der Sorte, über die du sicherlich zurecht klagst, hätte er niemals so eine Trilogie veröffentlicht, oder? Wer Dreck am Stecken hat, wird doch nicht noch einen Roman schreiben und sich damit öffentlich angreifbar machen.


    Selbstverständlch kenne auch ich es bzw. weiß was das ist - das Stockholm-Syndrom. Doch es bedeutet nicht, dass ich etwas beschönige und vielleicht verdrängt man auch etwas. Das kann alles sein und spricht auch nicht dafür, dass ich vielleicht darunter leiden würde. Das wäre sicherich auch etwas zu viel Ferndiagnose oder? ;)


    Nichts für Ungut und wenn dir danach ist, dann schreibe doch einmal über genau das, was dir auf dem Herzen liegt. Wenn du schon dabei bist, über Sadisten zu schreiben, *edit* usw. Das möchten sicherlich alle gern lesen, Danke und Grüße.


    *edit* Bitte möglichst keine Kraftausdrücke oder persönliche Beleidigungen verwenden! Siehe dazu auch § 3.1 der Nutzungsbestimmungen.


    *edit* Private Daten von Tätern bitte per PN (private Nachricht), E-Mail oder auf anderen privaten Wegen austauschen. Siehe dazu auch § 3.1.9 der Nutzungsbestimmungen. In dem Fall haben auch Täter ihre Rechte, was in gesetzlichen Bestimmungen so festgelegt ist und woran auch wir uns halten müssen.

    Danke fürs Löschen! Das war auch gut so, denn ich las den gelöschten Beitrag trotzdem. Wenn monkey38 schon so unpassenderweise über den Buchautoren herzieht, als wenn er persönlich mit ihm etwas zu kären hätte, ohne sich nicht einmal ansatzweise darüber zu beschäftigen, um wen es sich handelt, dann ist das absolut nicht in Ordnung, wie er sich ihm gegenüber äußerste.


    Was geht mich das Thema eigentlich an, jemand, der es "wagte", hier einmal etwas einzustellen, das all jenen vielleicht so gar von Nutzen sein könnte, die selbst in einem DDR Spezialkinderheim - wie ich es auch war - waren?!


    NIEMAND hat auch nur das geringste Recht, sich unflätig öffentlich über Personen zu äußern, die er selbst gar nicht kennt oder kannte, nicht einmal seine Beweggründe zu kennen, aus welchem Grunde jemand Bücher schreibt.


    Dass es überall auch Sadisten gegeben hat, steht außer Frage und dass jemand, der erlebt hat, was Leute dort erlebten, die in Lehnin und andernorts waren, sich so äußert, ist zwar verständlich, aber es gibt ihnen trotz alledem keiner das Recht, ihren persönl. Frust über die Zeiten von damals auf Kosten Anderer heute abzulassen.


    Das mag gut bei Gleichgesinnten ankommen und trotzdem ist es unpassend und deshalb ist es richtig, dass man Dinge so nicht stehen lassen kann, die Menschen in ihrer Ehre verletzen.


    Dieser Buchautor war Lehrer und mitnichten jemand, an dem man sein persönliches Mütchen kühlen kann. Es tut mir schrecklich leid, aber was geschrieben werden muss, muss geschrieben werden, ebenso wie etwas gesagt werden muss, wenn man etwas zu sagen hat. Es kommt IMMER auf die Form an.

    Da du es bist u offenbar ernsthaftes Interesse hast. es geht nicht darum, was ich denke, sondern, was ich weiß.


    Wechselburg ist zugleich ein Ort, in dem jeder, der sich dort aufhielt, über längere Zeit, gemeldet sein musste. In jeder Stadt war das so und ist es so sicherlich noch immer, von Ausnahmen abgesehen. Ist dort im Einw.-Meldeamt nichts, wendest du dich ans Sächs. Amt für Familie und Soziales in Chemnitz ist. Es gibt auch das Sächs. Staatsarchiv das meiner Meinung in Leipzig ansässig ist. Freundlich sind die Ämter übrigens alle gewesen. Immerhin.


    Wenn gar nichts mehr geht, gibt es das Bundesarchiv in Berlin. War sonst noch was? Dein freundliches Jugendamt, das sich Referat für Kinder und Jugendhilfe der DDR nannte, hilft dir auch. Meine Güte. Wie viele Referate ich hier schon selbst gehalten habe.


    Du interessierst dich wenigstens und stellst Fragen. Wenn man es nur wußte, was die Anderen tun.


    Na dann. Mehr kann ich nicht tun. Ein Freund riet mir neulich. Lass die Vergangenheit zurück, sonst verpasst du dein restliches Leben. Er hat Recht. Ich sollte u werde mich mehr daran halten. Die Zeit läuft sowieso davon. Nicht mal mehr die Wechselburg gibt es, hat aber eine interessante Geschichte, die Jahrhunderte zurückreicht und so etwas interessiert mich zumeist.


    Dass deine Mutter dir damals Kokolores erzählt hat, dürfte aber schon klar sein? Denn, wenn man schlecht in der Schule ist, kommt man nicht einfach in ein Sonderheim Kombinat. Das hat ganz andere Gründe, die mit dem Verhältnis und der Umgebung zu Hause zu tun hatten. Was ist das überhaupt für ein bescheuerter Name? Schon daran sieht man es, dass damals schon welche nicht ganz richtig tickten.


    Ich sollte ein Buch schreiben und mein Wissen verkaufen. Das bringt Geld ein. Hier helfe ich, ganz umsonst, und hab es nochmal gern getan.

    Als Zeitzeuge dieser Ära habe ich natürlich von dieser Straße gehört. HH kenn ich kaum, meist vom Durchfahren und an dieser Straße hätte ich nichts zu suchen. Wenn, dann hätte ich dort vielleicht etwas lernen können. Schließlich sollen in solchen Etablissements sogar Fachkräfte tätig sein. Mir fast noch Novizen hätten sie ganz sicher etwas beibringen können. Spez. Dienste inbegriffen, aber ich schrieb es ja, dass das gar nicht mehr Ding war. Ich war der Meinung, dass diese Menschen sich selbst erniedrigten und ausgebeutet werden, Andere, die dorthin gehen, ihre Bedürfnisse befriedigen und dafür Geld gaben. Das war mir also vom Kopf her gar nicht möglich, mich auf solche Deals einzulassen bzw. es so weit kommen lassen, doch wahrscheinlich geht es eh immer nur um Bedürfnisse, was mit dürfen zu tun hat. Wenn man also etwas darf, was nicht ausdrücklich verboten ist, ja, wieso nicht?


    Aber geh ich viel lieber auf die Zeilen des @HansiHerrmann ein, der schon sehr früh sein Glück gefunden hat. :thumbup: Davon hätte ich auch gern etwas abbekommen. Es sollte nicht sein, aber wie ich schon schrieb. Auch bei uns im Heim müssen zumindest die Älteren Jungs aus dem Nachbarhaus Bedürfnisse gehabt haben, weswegen sie sich sicherlich auch um eine Freundin bemüht hatten. Wie geschrieben. Eine einzige vielleicht, wenn ich an den Schulhof zückdenke, aber es war wohl nur ein Blick. Später erfuhr ich in einem Forum davon, dass gerade sie den Spitznamen einer Margarine Sorte gleich trug. Irgendwann war mir auch klar, was es nur mit der Margarine auf sich gehabt haben könnte.


    Wirklich, eigentlich gab es keine Mädchen, auf die ich abgefahren wäre. Auch in meiner Klasse wußte ich von iemandem, der eine Freundin hatte. Nur ein Einziger, der mir das vor vielen Jahren am Tele sagte. Er erzählte auch von dem tunnelartigen Gang, den ich damals nie erkundet hatte. Heute bereue ich das. Wer weiß, was es dort nicht alles zu sehen und erleben gab. Von dem Durchgang/Tunnel hatte ich einmal in einem anderen Zusamenhang etwas gar nicht Schönes erlebt und der das damals unmittelbar total verstört selbst erlebt hat, den würde ich gern später dazu gesprochen haben. Nur er weiß ganz genau, was es war, aber man sah es eh.


    Vom Traumgirl war also die Rede. Ich glaub, nur Träume können am Schönsten sein, aber das mag an meinem Naturell liegen. Ich war immer zu spät dran, doch meine Träume blieben. Sicher traf man so EInige, doch entweder waren sie schon vergeben oder es ergab sich einfach nicht, was dem entsprochen hätte haben können. Vielleicht wollte ich mehr träumen als mich monatelang bemühen? Das hatte ich als 18- jähriger in der Berufsschule und 19 Jähriger Schönling selbst alles schon versucht. So viel Arbeit mit den Weibern und so wenig Erfolg. Da konnte man schon Frustration schieben. Wer kann denn so viel Mißerfolg gehabt haben wie ich und weshalb ich? War ich verdammt?

    Ja. Was da wieder mich geritten haben mag, zu behaupten, wir wären damals zu jung für die Liebe gewesen, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich wußte ich zu lange eh nicht, was Liebe war oder diese hätte sein sollen und wenn ja, wie. Ich weiß es wohl auch heute nicht. Doch ich weiß darum, welche Ursachen das haben kann, nicht lieben zu können. Da ist bei mir auch schon vor der Heimzeit einuges geschehen, was ich jetzt mal darauf schieben muss. Jeder Mensch braucht Erklärungen, sonst wird er verrückt. So rational bin ich dann doch aber Liebe braucht keine Erklärungen. Man fühlt sie oder nicht. Liebe soll aber nicht nur das Sexuelle sein, heißt es. Ich war wohl damals zu sehr auf das aus, was unten geschieht.


    Da sitze ich hier draußen in einer Art Mittagspause, erfreute nich aber schon heute früh als ich deine wieder sehr genüsslich erheiternde Abhandlung über deine spannend witzige Liebesbeziehungen las und denke mir, wie armselig ich auf dem Gebiet damals dran war. Du hast ja einiges lesen dürfen und womöglich war ich zu sehr sexuell fixiert bzw. nach der Heimzeit verklemmt, obwohl eig. doch gar nichts klemmte. Die Mädchen hätten mich nur zu nehmen brauchen, wenn sie gewollt hätten. Im Heim verschmähten sie mich oder ich doof sah die Signale nicht. Nach dem Heim hatte ich auch kein Glück gekannt. In der Schule nicht und in der Berufsschule auch nicht. Auf einer Reise im Süden am Meer hat's dann mal geflutscht. Mit 20..


    Im Heim, das wissen Eilenburgerinnen, waren unsere Häuser mit engen Durchgängen zu den Keller bzw. Garderobe Räumen verbunden. Diese engen Tunnel sollen für Mädchen und Jungen als Verbindungsgänge für Kontakte gedient haben. Wenn man mich 12, 13 Jährigen in diese Tunnel der Liebe eingeführt hätte, wär ich weitergekommen. Jahre später erfuhr ich, was ein Tunnel der Liebe auch sein kann. Aber man muss ja nicht alles verraten und mein Päuschen muss jetzt enden.


    Leider reicht die Zeit auch nicht, auf deine netten Zeilen einzugehen, aber ich sehe, dass du dir wirklich Zeit nimmst, auf Menschen einzugehen. Das macht heute kaum noch ein Mensch.


    Ich nerve Andere. Das weiß ich, doch jene, die sich Zeit nehmen, es sind jene, die Zeit opfern und zeigen, dass ihnen an Menschen etwas liegt.


    Was ich auch toll finde, du wolltest für Sex nie bezahlen. Ich auch nicht, was mich abhält, es in solchen Etablissements zu versuchen. Ab 1990 ging das ja auch im Osten. Allerdings war ich zuvor so schräg drauf, zwecks Termin anzurufen. Ich ließ es sein. Das bischen Liebe, hätte Geld Kosten sollen?


    Bis bald wieder. Ich muss off

    Axel

    Ja. Du kannst das, was ich einfach nur mal witzig gemeint habe, gern auch sofort wieder löschen. Am besten auch diese Zeilen. :) Als Mod kannst du das jederzeit tun.

    Nachtrag. Nun sitzen schon 2 Mods dran an dem Thema. Löscht was nichts mit dem Thema zu tun hat. Es steht in eurer Macht. Ich werde auch nicht mehr witzig sein denn es ist ja ein Suchthread. Wer sucht, der findet immer was. ;)

    Ja. Das hoffen wir alle, sicherlich. ich bekomme seit einem Vierteljahr etwa auch regelmäßg Post, u. a. von einer Olga. Womöglich kommt sie aus Russland oder sogar der Ukraine. Da ich kein Ukrainisch beherrsche, melde ich mich besser nicht bei ihr. Immerhin schreiben diese Mädchen/Frauen oft auch mit Bildchen wie diese Olga auf Englisch. Vielleicht sollte ich es doch einmal probieren? Man weiß ja nie, ob man das Glück nicht irgendwie liegenläßt.


    Der Name Slomski klingt sehr osteuropäisch. Ich kenne beim ZDF jemanden mit dem Namen Slomka. Ob sie beide etwas miteinander zu tun haben? Der Werkhof und sie? hmm

    Hallo @HansiHerrmann Weißt du, das muss ich nachschieben, weil ich eig. nicht auf dein Post geantwortet hatte. Das mit der "Zielgruppe" - du hast es erfaßt, war schon in etwa so. Ich hoffte, an Ziele zu kommen, traf leider nur nicht gut genug sozusagen, zu meinem Unwohl, wenn du verstehst. Aber was solls. Ich litt ja nur 15 Jahre...


    Irgendwann mit Ende 20 ist das auch alles egal. "Weiber" waren mir eh zu blöd, wobei ich mind. einmal mit 20 eine ganz heiße Braut in der Straba traf, direkt vor mir stehend, sich an der Stange festhaltend, damit sie nicht beim ruckartigen Losfahren der Bahn umfiel. Es war schon erheiternd und ich musste schauen, dass man nicht zu sehr nach mir schaut, nur traute ich mich, mal wieder, nicht, sie anzusprechen, denn ich war schüchtern neben dem Verklemmtsein.


    Es kam wie es kam, gewissermaßen und Frauen mochten mich scheinbar eh nicht unbedingt, sonst hätten sie sich ja auch mal etwas mehr Mühe mit mir geben können. :S


    Hab ich nicht gepostet, dass ich eher der Einzelhänger war/bin und es nahm, wie es kam, oder so?


    Wenn ich daran zurückdenke, was es für merkwürdige Gerüchte und Geraune über das merkwürdige Liebesleben so Mancher Jungen von uns im Heim gab, dann würde ich das gern heute noch einnal hören wollen, sozusagen wie auf einem Tonband aufgezeichnet, aber ich glaub, so etwas hätte man besser nicht machen dürfen. ;)


    Apropos. Wir hatten eine junge Praktikantin als Erzieherin. So die so eine lederne Hotpants getragen hätte, hätte ich mich vielleicht doch schon als 13 Jähriger nach ihrem knackigen Po umgedreht, aber bei uns drehte es sich meist um etwas Anderes, denn wir waren wohl nicht nur zu jung für die Liebe.


    Ein Freund von mir aus der Zeit damals im Heim, er blieb ein Jahr länger als ich dort, bezeugte, dass er dort eine Freundin hatte. Er sagte es mir vor vielen Jahren am Telefon, doch sagte ich schon, dass die Mädchen mich damals überhaupt nicht interessierten? :/


    Was braucht man sie, wenn man zwei gesunde starke Hände hat, muss ich gedacht haben und andere vielleicht auch. Mir ist das jedenfalls in der Zeit im Heim nie aufgefallen, dass einer unserer Kameraden sich mit Mädchen abgab, bis auf die eine beschriebene in flagranti Szene auf dem Heimgelände, der ich beiwohnen durfte gewissermaßen auch als Lehre, wie man es richtig macht. Nur habe ich so schnell wie er es tat, doch nicht gelernt. :S


    Was war schon richtig oder falsch? Irgendwie fanden wir ja trotzdem und irgendwelche verschlungene Wege ins Glück, welche das auch immer sein sollten.


    Hab ich davon berichtet oder gehört das alles doch eher nicht ins Internet? Man stelle sich nur vor, es gäbe keine Geheimnisse auf dieser Welt.


    Ich habe noch, ein, zwei andere richtige Geheimnisse aus der Heimkinderzeit, aber wenn ich sie beschriebe, würden es manche für unwahr halten, darum lasse ich es besser. 1., liest es eh niemand, 2., schreibe ich nicht für Voyeure und 3., wäre es zumindest für mich triggernd.


    Für heute war es das hier, denn ich möchte jetzt am Abend noch meine müden Augen beim Radfahren etwas laben lassen. :)

    Das ist ja irre und das mit der Tapete und dem Beuteschema passte damals ja total. Der Kleister stimmte auch.


    Ich hatte mich die letzte Nacht mal wieder zugedröhnt, weil ich ein paar Sachen durchdenken habe müssen, bin vor 2 h kurz mal runter und habe mir beim mich Umschauen so gedacht, oh Gott, die Mädel haben alle mal wieder einen geilen Arsch, was mir im Heim nie auffiel, obwohl in meiner Klasse in der Schule Mädchen waren, keine 3 oder 4. Wir waren 16 Jungen. Wenn die mich also schon im Heim mit 11 bis 14 gar nicht wirklich interessiert haben, muss ich schwul gewesen sein, weswegen es sicher mein Freund darauf anlegte, mich rumzukriegen und er kriegte, was er wollte. ;)


    Wie schon gesagt, ich wußte nicht, ob ich auf Mädchen oder Jungen stand. Auf Jungen stand ich damals wirklich. Traute mich nur nicht, drüber zu reden. Woran lag das nur? Ich schaue fast täglich, jetzt im Mai schon wieder gleich beim Radfahren, auf den Hintern von Mädchen. Mir hat es niemand gesagt, dass ich wahrscheinlich bi bin. Wir hatten Mädchen im Heim in der Schulklasse die mich nicht interessierten.


    Hatte ich nicht in einem Forum schon mal geschrieben, dass uns gleichaltrige Mädchen etwa, die in unserer Klasse waren, im Heim aus dem Nachbarhaus 2, als wir Jungen unsere schmutzige Ernte Bekleidung schrubben mussten, total nackend wie wir unter der Dusche knieten, uns aus dem Fenstern zuschauten? Wir knieten und schrubbten die Wäsche mit Seife, und von draußen sahen uns die Mädchen zu. Jemand bemerkte es plötzlich, es war wie bei was auch immer erwischt werden, und irgendwie total Verrückt. Ich schrubbte sowieso täglich, auch ohne Wäsche zu waschen, wusste nur nicht, warum, beim runterholen. ;)

    jetzt bin ich mal wieder neugierig. Jetzt, nachdem ich drei Jahre hier bin, jetzt aber mit der Kür beginnen kann, denn mein Pflichtteil ist vorüber.


    Frage. Ich glaub nicht, dass Eltern darauf haben Einfluss nehmen können, in welche Einrichtung man kommt/kam. Wer in solche kommt/kam. Das entschieden immer Fachleute. Wie kommt man darauf dass Eltern den Ort bestimmen konnten? Das muss doch irgendwo schriftlich festgehalten worden sein.


    Richtig ist und das kennen viele auch, dass es Eltern gab, die ihre Kinder zumindest teilweise loswerden wollten. Es kann viele Gründe dafür gegeben haben.


    Ich habe übrigens geforscht und tatsächlich aus einer Einrichtung wie dieser ein Formular bekommen, auf dem meine Anmeldeten, die Dauer und selbst eine verschlüsselte Diagnose vermerkt wurde, im letzten Winter erhalten, obwohl es 50 Jahre zurückliegt. Man hätte mich ur Beobachtung dort reingesteckt und untersucht.


    Ich war sogar innerhalb der letzten Monate mehrfach in so einer komischen Einrichtung über die hier gepostet wird. In der Zeit hab ich auch das Dokument aus dem Archiv übermittelt bekommen. Ein paar unschöne Szenen hatten sich mir damals als ich acht Wochen dort war auch eingebrannt. Nach der Entlassung dauerte es ein paar Monate und schon war ich im Heim.


    Du kannst es über Einwohnermeldeämter versuchen und wie es aussieht, haben solche Einrichtungen wie beschriebene meist auch Archive, in denen man etwas finden kann. Je kürzer die Zeit zurückliegt, desto mehr Glück. Also, viel Glück dir!

    Du hast es geschafft, @HansiHerrmann mich mehr herauszufordern als alle Anderen es jemals zuvor vermochten. In diesen Heimkinderforen gab es nur minimal user, mit denen es intensiver wurde, tiefgründig, mit denen man auch Themen besprechen hat können, die ich so kaum erwartet hätte, dass das jemals geschehen könnte.


    Deine Weitsicht oder sagen wir schlichtweg, rationale und trotzdem unbeschwerte Blickwinkel zu vermitteln, wie man Leben leben soll, ohne sich zu belasten, hätte ich früher bedurft. Dann hätte es auch mit den Mädchen früher etwas besser werden können. ;)

    Vielleicht war ich auch nur zu ungeduldig mit ihnen, die mit mir und voller Erwartungen?


    Nein, das hat hier jedenfalls noch niemand geschafft. Du hast mich fast geschafft und dafür danke ich dir noch einmal. Ich dachte, ich wäre der einzige Vielschreiber. Du hast es getoppt. :thumbup:


    Dann hoffe ich mal, dass du Manfred doch noch findest. So wie ich das alles gelesen und mich sogar drüber habe ein wenig amüsieren können, was ihr beide angestellt habt, scheint das noch ein Punkt zu sein, der dir wichtig ist.


    Ich suchte in den Foren auch lange. Am Ende waren es 1 ehem. aus meiner Gruppe im Heim und 1 weiterer aus der Parallelgruppe, die um 1 Jahr älter war als meine Gruppe, mit der wir insges. 36 Jungen waren, Freude und Leid im Haus teilten sozusagen. Einen traf ich dann noch vor 11 Jahren, der es nicht geschafft hatte. Fertig gemacht hatten sie ihn. Ich sprach damals nur kurz mit ihm auf einer Veranstaltung in der Schulaula meines Heimes abgehalten und fühlte mich dabei nicht sonderlich wohl bzw. war froh, mehr Glück als er im Leben gehabt zu haben.


    Was ich noch immer nicht schaffte, deine letzte Mail vom 16.5. zu beantworten, aber du hast ja geschrieben, dass du geduldig sein kannst und man sich überflüssige Mails sparen kann.


    Vom Sparen und Verzichten ist heute überhaupt wieder viel die Rede. Das kannten wir aus den Heimen auch alles schon. Somit schließt sich ein Kreis. :)


    Vergib mir bitte. 2 x Editiert...

    Wir kennen uns alle nicht, woher auch, doch wenn euch die Zeit aus literarischer Sicht und dem Erleben von jemandem wirklich interessiert, der 15 Jahre lang in so einer Einrichtung wie Lehnin tätig war, der vor Jahren eine sogenannte Trilogie über das Leben eines fiktiven Heimzöglings namens Veit schrieb und sie veröffentlichte, der über Veits trostloses Leben, der in einem Spezialkinderheim und einem Jugendwerkhof sein junges Leben fristete, sehr authentisch berichtet, dann wäre das Thema etwas für euch.


    Ich möcht' mal in die Sonne spucken: Werkhof-Trilogie 2
    Ich möcht' mal in die Sonne spucken: Werkhof-Trilogie 2
    www.amazon.de


    Ich habe das Buch vor vielen Jahren gelesen und gleich darauf den Autoren kontaktiert, mich mit ihm eine Stunde lang über das Buch unterhalten und auch über meine Zeit in einem Spezialkinderheim.


    Dieser Herr Härtel war sichtlich am Telefon erfreut über meine Reaktion und über die Bestätigung dessen, wie man das, worüber er schrieb, zumindest teilweise auch erlebt hat und mir wurde von Bekannten, die ich vor langem in Foren traf, "vorgehalten", weshalb Ich zu vieles wegließe, worüber ich schrieb.


    Das Buch, solltet ihr es bestellen wollen, ihr werdet euch darinnen wiederfinden, es lohnt sich, ist kurzweilig und hat sogar Humor.


    Axel

    Ein kurzer und schmerzloser Umzug, Super! In diesen (womöglich bald) kalten Zeiten soll man nicht undankbar sein, wenn man auf Menschen trifft, mit denen es eine helle Freude ist und ich hatte die Hoffnung längst aufgegeben, jemanden treffen zu dürfen wie dich.


    Das ist wirklich kein Scherz, und es gibt nur ganz Wenige, die solch patente und eigentlich ganz simple Lebensweissichten pflegen wie du es es tust und sie hier und auf deinem Board kundtatest. :)


    Das ist mir in keinem ehemal. Heimkinderforum widerfahren und danke auch hier für die Blumen - das mit dem Wimmeln von Perfektionisten und Vollkommenen. Niemand ist es, das weißt du so gut wie ich aber es ist mir schlichtweg eine Ehre zugleich, jemanden mit einem Bild zu treffen, das mir zumindest aus eigenem Erleben nicht fremd war/ist. Das bedeutet, wir Außenseiter gehören eigentlich nirgends in eine Gemeinschaft hinein und müssen uns damit begnügen, im Schatten am Rande stehen zu dürfen, weil die Mitte durch die Masse besetzt ist und da ist sie wieder - diese Masse - heute schon wieder - die das vermeintlich Richtige zu tun glaubt, in dem sie auf den Zug aufspringt, den der Mainstream fährt. Ich las deine Geschichte mit dem Bus und du weißt also wie ich das auch verstanden habe. Masse kann erdrücken und das geschieht nur, wenn sich Menschen in ihr wohl zu fühlen scheinen, weil sie Sicherheit vermittelt. Nur bilden wir keine Fischschwärme um uns vor Haifisch- oder Walfraß schützen zu müssen. ;)


    Leider muss ich jetzt schon wieder off. Leider traf ich im Heim niemanden wie dich. Doch du warst immer schon schwierig, wie ich las und mir wurde das auch schon mehrfach sogar attesttiert. Es liegt doch nur daran, dass man mich nicht versteht oder nicht einmal den Versuch unternimmt, es zu tun.


    Dir einen schönen Tag und bis die Tage, wie man heute schreibt, was nicht heißt, dass das gute deutsche Sprache ist. ;)

    Bevor du, lieber @HansiHerrmann morgen umziehst und dann vermutlich lange nicht erreichbar sein wirst, möchte ich dich darüber in Kenntnis setzen, dass ich, um dich nicht länger belasten zu müssen mit Lesen unzähliger, überflüssiger Mails meinerseits doch aufklären, dass ich das mit den veröffentlichten Büchern so nicht gemeint hatte, wie es oben steht. Du batest darum, dass man deine Texte wörtlich lesen und nehmen solle, was ich - so gut es mein Geist zulässt - tue.


    Ein weiterer interessanter Gedanke der mit dem Input und bei fehlenden Reaktionen dadurch nicht seine eigenen Unvollkommenheiten verifizieren zu können. So ist es, wir sind ja trotzdem soziale Wesen und ohne jeglichen Kontakt könnte man auch Mönch in einem griechischen Kloster werden. Es soll Schweigeklöster geben. Ob ich das mal noch angehe? ;) Meine Frau würde sich auch freuen.


    Was das alles nun mit Heimerziehung zu tun hat? Wir wurden dort kollektiv auf Richtigkeit und Vollkommenheit trainiert? Wollten vielleicht der Beste sein, es werden, weil es erstrebenswert war? Für wen auch immer.


    Das mit den Perlen vor die Säue werfen ist eine sehr gute Formulierung. Apropos. Das Schnitzel das ich gerade aufgegessen habe hier im Lokal meiner Wahl war zwar keine Perle, im Heim gab es so etwas Feines gar nicht, aber es hat satt gemacht denn Geist und Seele benötigen Nahrung. Dein Geist und deine Mühen haben mich bereichert, auch wenn du schreibst, ich solle mir weitere Mühen ersparen. Manchen hilft Schreiben, als Therapie vielleicht?


    Schönen Umzug und lass mal wieder etwas von dir hören. Danke!


    Alles fast unkorrigiert von unterwegs geschrieben. Für Perfektionisten ein Unding aber ich war weder je perfekt, noch werde ich es je werden und denke, du hast mir sehr geholfen und mich ein wenig von meinem Thron geholt..


    Grüße

    Axel

    Ich bin gerade an meinem Reiseziel angekommen und habe deine wie immer sehr interessanten Ausführungen freudig zur Kenntnis und mit viel Zustimmung aufgenommen. Ich wollte, solche gescheiten Köpfe wie du wären mir früher schon begegnet. Ich hab das eigentl. immer so gehalten und versucht, das Wissenswerte vom Sinnlosen zu trennen. Mich gern an Älteren orientiert. Das wäre so eine Art Schüler-Lehrerverhältnis nach antikem Vorbild. Lol

    Du hast schon vielen Menschen geholfen und ohne Menschen wie dich gäbe es de facto weniger Wissen, das du einfach kostenlos sozusagen ohne Beratung gern weitergibst.


    Auf den Inhalt werde ich jetzt, weil ich übermüdet bin, nicht eingehen, mich jedoch erneut bedanken dafür, dass du mir deine Zeit geopfert hast. Das gibt es nicht oft, wenn überhaupt, zu selten.


    Auch das glaub ich dir aufs Wort, dass zu deiner Zeit noch in der Schule geprügelt wurde. Jetzt, wo du es schreibst, erinnere ich mich neben dem Schlüssel werfenden Sportlehrer auch an Lehrerinnen mit dem langen Lineal. Wenn denen was nicht passte, schlugen sie damit voller Wucht auf das Pult an dem man saß. Wer da dann die Finger noch draufhatte, hatte Pech. Ich bin etwas später in die Schule gekommen und habe die Prügelstrafe dort nicht erlebt. Ich hab das nur X Mal gelesen, dass die offiziell seit Ende der 40iger in der DDR abgeschafft wäre. Doch das nennt man Theorie. In den Heimen vergaßen sie es wohl...


    Was ich beherzigen werde, weniger auf meine Fehler zu achten, denn korrekt, wer sich für den Inhalt wirklich interessiert und den Menschen dahinter sieht, der schrieb, sollte so viel Toleranz besitzen und darüber hinwegsehen können, wohlwissend, dass längere Texte sowieso mehr Fehler aufweisen, als kurze.


    Weißt du. Das war mein Anspruch an mich selbst, weil ich immer viel mit Texten gearbeitet habe und das nicht nur im Deutschen. In Fremdsprachen ist es ganz besonders wichtig, möglichst präzise zu arbeiten, sonst kommt es zu den blödesten Mißverständnissen. Früher hab ich in der Hinsicht nicht wenig mit solchen Texten hantiert.


    Ich hatte auch noch lange die Hoffnung, zwei, drei Ehemalige wiederzufinden, einen fand ich ja, doch das ist lange her und wir laufen alle in unterschiedliche Richtungen, was auch völlig ok ist, denn unser Leben ist fliessend oder sollte es sein. Alles Andere wäre ja langweilig, wenn alle gleich wären. ;)


    Ich brauch das auch nicht, Serien. Bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen, solche, die im ÖR liefen, schaue ich kaum. Allerdings ist mir TV schon sehr wichtig, denn als Bildungsquelle darf man da schon Einiges mit nehmen. Ich würde um Einiges ärmer sein, wenn es keinen TV gäbe.


    Ich breche jetzt auch mal ab und verspreche, mich noch kürzer zu fassen, denn ich denke, wir verstehen uns auch so ziemlich gut. Gib mir noch etwas von deiner Lebensweisheit ab, doch das wäre zu billig, denn man sollte sich möglichst alles selbst erarbeiten und nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen. So brachte man es mir in der Lehre bei.


    Ich kann das gar nicht sagen, ob das auch auf ehem. Heimkinder zutrifft, nur hätte ich auch kein Recht, darüber zu urteilen. Wir sind alle Individuen und handeln eigentl. nur unserem Gewissen gegenüber, in Treu und Glauben, wie der Jurist sagt, ich, der keiner bin.


    Ich hätte noch so vieles zu posten als Antwort auf deine wertvollen informativen Ergüsse, aber das ist mir jetzt zu spät, denn ich muss in 7 h wieder aufstehen. Guten Morgen :)

    Ich sag's ja und könnte mich grün und blau schlagen vor Ärger. Man sollte seine Texte doch besser mit einem Schreibprogramm vorschreiben, um die blödesten Fehler wie "Tastatur", kaum erkennbar oben, sollte dort stehen, in die mir Kekskrümel bröselten, zu meiden. Man sollte auch nicht immer ad hoch unkorrigiert abschicken, obwohl man Zeit zur Korrektur hätte. Zu müde sein ist auch nicht gut. Meist schreib ich auch mit dem Smart und dann passiert es oft. Ein user warf mir früher meine Korrekturen öffentlich wie ein Lehrer vor der Klasse vor. Ich würde mich damit in ein besseres Licht stellen...


    Letzten Abend bin ich auf Seiten gelandet, die das Erziehungssystem der NS Zeit beinhalteten. Meine Güte, wenn da auch nur ein Fehler bei den Schülern in der Schule im Diktat oder ähnl. auftauchte, Dann hat es jedes mal was gesetzt, wenn man dann noch sitzen konnte. Das blieb uns an DDR Schulen erspart, weil Züchtigungen dort früh abgeschafft wurden.


    Wobei, wie hatten einen Sportlehrer in der Schule. Nicht den im Heim, sondern einen nach der Entlassung in meiner Normalschule. Der warf gern mit seinem Schlüsselbund. Irgendwann warf man den aus der Schule. Der trietzte jene, die partout nicht die Stange in der Sporthalle hochklettern konnten. Ein echter Fiesling.

    Ein Patentrezept gibt es da nämlich nicht.

    Richtig. Und wenn man sich ab und an mit solchen Themen beschäftigt, ich las heute Abend den Artikel bereits und denke, das Thema ist mittlerweile raus aus der "Schmuddelecke", denn in den 4 Jahren ist vieles geschehen, woran man Jahre zuvor nicht gedacht hätte, dass man darüber so vieles in so vielen Veröffentlichungen liest. Die letzte dieser Art ist eine wie diese hier mit faktenreichem Hintergrundwissen angereicherte, über das man durchaus verfügen sollte, denn wenn so viele Millionen in irgend einer Form betroffen sind, muss es ja Ursachen haben, denn nichts kommt von nichts und wir sind nicht allein.


    Viele von uns kennen die Ursachen und "Kolateralschäden" inzwischen. Manche schreiben, dass sie im HIER und JETZT leben und das ist richtig gut so, denn wenn man es nicht täte, würde man sich all das Wissen HEUTE über das, was einmal WAR, gar nicht aneignen können. Das erfordert nämlich Bereitschaft zur Wissensaufnahme. Man muss es nur wollen, um zu verstehen, wieso wir heute stehen oder sitzen, wo wir stehen oder zu sitzen glauben.


    Wenn die Psyche leidet
    Psychische Erkrankungen können jeden treffen
    www.spektrum.de