Beiträge von Leser

    Ich betätige mich gern wieder einmal als Hobbyhistoriker und hinterfrage vor allem immer dann gern etwas, wenn ich mehrfach durch die Gegend komme, was auch hier öfter der Fall war. Also, so steht es schon mal geschrieben:


    Zitat

    Das Gut befand sich ab 1929 im Besitz der Familie von Kameke. Während der DDR-Zeit befand sich im Herrenhaus ein Kinderheim.


    https://gutshaeuser.de/de/guts…haus_schloss_wrangelsburg


    Man darf niemals erwarten, dass etwas geschieht, was man nicht selbst anregt. Niemals kann man davon ausgehen, dass etwas vollständig ist, nur weil einem etwas auffällt, was vermeintlich fehlt.


    Wer das Gut haben wollte, hatte die Möglichkeit, es zu kaufen. Nun ist es zu spät. :(


    https://www.ostsee-zeitung.de/…fuer-Schloss-Wrangelsburg


    Ich habe mich immer schon sehr gewundert, weshalb Kinder in hochherrschaftlichen Häusern logieren durften und meiner Wenigkeit das so gar nicht vergönnt war. Unsere Heim-Häuser waren dagagen bescheiden und so war auch unser Leben im Heim, bescheiden schön.


    Mein Heim ist gelistet, das erspart schon einmal die Suche. ^^

    Verstehe und wenn das so ist, dürfte dich der kleine Film möglicherweise interessieren, auch wenn in ihm das Wort Jugendwerkhof nicht ein einziges Mal auftaucht. Da fragt sich der an Geschichte Interessierte, wieso die Macher des Filmes so geschichtsverklärend handelten oder war es einfach nur Absicht, aus der Burg eine Erlebnistätte mit einem Hauch Ritterromantik zu produzieren? ?(


    Burgen übten auf viele von uns eine Faszination aus. Zumindest war das bei mir der Fall, schon von Jugend an, etwa ab dem Alter, in dem die Kinder im Film zu sehen sind und nicht wissen können, was Jugendwerkhöfe waren. Nun muss man der Fairness halber schreiben, wie aber soll man den Kleinen das auch auf eine Weise mitteilen, so dass sie es verstehen können? :/


    Hallo Heiner,


    Legebruch nahe Eden in Brandenburg, dort, wo du wohnst, kenne ich gut. Meine Großeltern wohnten unweit dort und zwar am Rande von Germendorf bei Oranienburg. Ich verbrachte als Kind vor allem mehrere Sommerferien dort und habe nur schöne Erinnerungen. Auch die letzten Jahre waren wir immer mal wieder in der Ecke, um Pilze zu sammeln und die Natur zu genießen.


    Das, was eingangs beschrieben wurde, durch dich auch, kannte auch ich natürlich. Das lief überall nach dem gleichen Muster ab. Durch Disziplin bis zum Drill versuchten sie, uns zu kleinen sozialistischen Untertanen zu erziehen, was, Zitat: "in den meisten Fällen misslang". Ich haßte das wie die Pest, Betten machen, was bedeutete, auf Kante falten etc., strammstehen und das bescheuerte vormilitärische "Antreten und Stillgestanden!". Auf einem Kasernenhof kann es nicht anders gewesen sein und wie ich es vor vielen Jahren in meinen Memoiren beschrieben hatte, erinnerte mich mein Spezialkinderheim an eine kleine Kadettenanstalt.

    Eschwege ist schön. Bin ich einmal, aus Fulda via Kassel mit ONS nach Eisenach/Thüringen Abfahrt zur AB Ri. Dresden/Sachsen, durchgefahren. Mitten auf der Landesgrenze von Hessen nach Thüringen auf der Bundesstraße machte ich Halt, kehrte in einer alten Ritterburg in Sichtweite der Wartburg/Thür. ein, und konnte mich zwischen Ost und West einfach gar nicht entscheiden. Hessen hatte ich aus ungenannten Gründen einen Besuch abstatten müssen, aber Urlaub in Hessen kann man sich dann auch einmal vorstellen. Das hat etwas so Nostalgisches, die gute alte Zeit. Na so etwas aber auch. :whistling:

    Ich kann mich sogar schwach erinnern, dass wir in einem Ferienlager waren, wo auch West-Kinder waren! Also es war ja in der DDR-Zeit. Wie das nun möglich war, dass BRD- und DDR-Kinder ein einem Ferien- oder Pionierlager waren, weiß ich auch nicht. Kennt jemand so etwas?

    Klar, kann ich dir sagen, dass es so etwas gab. Erst gestern waren wir erneut in der Naehe, in der es die Pionierrepublik der DDR gab, in der meines Wissens Kinder aus aller Herren befreundeter Laender im Sommer zu Besuch waren. Sie kamen aus befreundeten Laendern wie z. Bsp. der Sowjetunion, Bulgarien, also Ländern aus dem Ostblock und natuerlich Laendern aus dem nicht kapitalistischen Ausland oder Laendern der sogenannten Dritten Welt. Bspw. kamen sie aus Angola, dem suedlichen Afrika, Vietnam, Nikaragua oder Kuba. Ich kann mich gut erinnern, als wir ehemalige Heimkinder aus unserem Sommerlager am Seddinsee, siehe oben wie es Micky beschrieb, einmal fuer einige Stunden zu Besuch in eben dieser Pionierrepublik an einem schoenen See waren, begegneten wir Kindern aus so vielen Laendern, die alle moegliche Sprachen sprachen, von denen wir nicht einmal wuszten, was es fuer Sprachen waren. Spaeter lernte ich aus purer Langeweile einige dieser Sprachen und was nuetzte das? Dabei hiesz es doch immer so schoen, man lernt fuer das Leben. :whistling:


    Das Sommerlager am Seddinsee, in dem ich einmal fuer ein oder zwei Wochen war, als ich im Heim war, war an sich und trotz aller Sparsamkeit, wie es auch nicht anders hätte sein koennen, ok und wir Kinder hatten unsere Freude, wie es bei Elf bis 14 Jaehrigen Jungen nicht anders hätte sein sollen. Natur pur und was gab es noch? Das, was alle Kinder in dem Alter einmal erleben sollten - Nachtwanderungen, zum Beispiel. :Dracula:

    Grihei. Meine Oma war auch praktisch veranlagt und war auch immer sehr stark zwecks Austauschs interessiert, sie wusste aber nicht, wie man das im Internet anstellt, deshalb helfe ich ihr posthum gern. :)

    Sie heißt Luise, wurde 1910 geboren, siedelte nach dem 1. Weltkrieg aus Schlesien kommend über Brandenburg in den Großraum Hannover, heiratete dort und gebar zwei Kinder. Neulich bat sie mich jedoch, einen Versuch anzustellen, ihre Halbschwester Martha, Kusine Adelheid, Tante Berta und ihren Onkel Eduard zu suchen. Der Onkel wurde ausgebombt und kam in den Nachkriegsjahren in ein Heim bei Hannover. Kennt ihn vielleicht jemand?

    Das, grihei kann ich nur bestätigen, denn, wenn man hier jemanden sucht, muss man in vorleistung gehen, also wenigstens schreiben, wer und mit welchem Namen versehen, was genau sucht. Alle, die sich registrieren, geben und müssen mindestens diese infomationen preisgeben, sonst wird das nichts.


    Mich fand man auf einer anderen plattform damals auch nur, weil jeder lesen konnte, von wann bis wann ich in welcher einrichtung war. Das beste dazu, man konkretisiert das noch in einem aussagefähigen beitrag, z. Bsp., meine liebe Schwiegermutter Müller, Meier, Lehmann arbeitete dort von dann bis dann, sucht dies und das. In der Hoffnung, dass du Erfolg mit den hinweisen von uns hast, wünsche auch ich dir viel glück, beim warten.


    Ich musste damals nur 2, 3 Wochen warten. Vllt. auch 4 oder 5 doch dann meldete sich der Erste Ehemalige aus meinem Heimhaus. Und wenig später noch 2 andere.


    LG nach Hannover.


    PS: Ich war einmal 2 Tage auf einer sehr bekannten Computermesse dort und hab mir auch ein wenig die Stadt angeschaut. In der Lister Meile hab ich 2 x genächtigt. Kennt deine schwiegermutter bestimmt. :)

    Die Frage, wer zu dieser Zeit - in meinem Heim - war, stellte ich auch oft, doch die halbwege einzige "Verbindung", die mich mit der Gegend verbindet, ist die mehrmalige Durchreise von der Autobahn A9, Abzwg. Hermsdorfer Kreuz nach Dresden, Ri Gera kommend über Greiz Ri Zwickau. So viel mehr ist da nicht, außer, dass es sich um eine schöne Landschaft handelt und, glaub es mir, so viele werden oder können sich nach so vielen Jahren nicht mehr melden. Wir sind einfach zu unwichtig, als dass sich noch jemand melden würde. =O

    Hallo Fledi,


    vielen Dank für deine Zeilen! Sicher hast du Recht schon in Anbetracht dessen, was sie sich alles genehmigen und trotzdem bleibt das Gefühl, weswegen ausgerechnet man selbst in Frage kommen sollte, das zu bekommen, so man überhaupt Erfolg hätte mit dem Antrag.


    Rehabilitierung für ein paar Jahre, in einem DDR-Spezialkinderheim gewesen zu sein, in einem, in dem Erzieherinnen und Erzieher nicht wußten, was sie dort taten oder tun sollten??, die vielleicht im Glauben gewesen sein mögen, das Rechte zu tun und doch hilflos waren?


    Heute, das ist alles so logisch und nach all dem Studium hunderter Veröffentlichungen klar, war es Unrecht, uns in solche Einrichtungen zu bringen, bringen zu lassen.


    Auch bei mir ist das nun schon ewig her, trotzdem Erinnerungen hier und dort, verblassen, nur, kann man ein paar Jahre Kinderleben entschädigen?


    Müßte man nicht jene für ihre Unfähigkeit anklagen, die dafür sorgten, dass wir in solchen Einrichtungen waren?


    Wenn ich das heute, nach nun annähernd XX Jahren betrachte, müßig, darüber zu sinnieren, denn, ist in spätestens 20 Jahren auch mein Leben zu Ende gelebt. Die Frage, wie ihr, immer älter werdend, wozu? Für mich/uns/der Nachwelt? Schicksal?


    Wie immer sie sich entscheiden werden, ganz sicher wie bei so vielen Anderen auch, es kommt, wie es kommen mag. Justitia ante portas. :thumbup:

    Wann Du erstmalig mit Axel Kontakt hattest ist mir eigentlich egal.
    Richtig ist, daß er lange nach Dir in E. war, er sich schon allein deswegen nicht recht mit Dir
    austauschen konnte.

    Das ist völlig korrekt, Ecke. Absolut der Wahrheit und nichts als der Wahrheit entsprechend. :thumbup: Das ist ja hier ein Thread mit Seltenheitswert, seltenen zusammengetragenen Erinnerungen und Fotos. Wahrlich, ein echtes Schatzkästchen, was man hier alles so bestaunen kann wie fremde und sogar eigene Fotos anzutreffen.


    Ich lese von einer Heidi, die ich 2008 etwa persönlich einmalig auf einem einmalig schönen Treffen habe kennenlernen dürfen. Hier schrieb Heike, die sogar in meiner Schulklasse damals gesessen haben muss und wenn ich mich mit 11, 12, 13 doch nur für Mädchen interessiert hätte, dann wäre ja vielleicht sogar noch eine heimliche Heimjugendfreundschaft entstanden. So bleiben uns nur Erinnerungen an eine ferne Zeitepoche. Ihr helft, nichts zu vergessen. ^^

    Das noch einmal aufgreifen muß.

    Dann habe ich mit meinem im letzten Jahr eingereichten Antrag womöglich sogar Glück, wenn er denn positiv beschieden wird und werde entschädigt, wobei, da bin ich nun wieder bei dem schlechten Gewissen, womit hätte ich es verdient und was machte man mit all dem Geld, das man ja eh bald nicht mehr ausgeben kann? Was gäbe es mir zurück? Schon mehrmals schrieb ich es in anderen Foren, jemand wie ich, der doch bisher völlig unbeschadet durch dieses Leben gekommen ist, wieso sollte ich nun rehabilitiert werden? Juristisch betrachtet sehe ich mich im Recht, aber Recht haben und Recht bekommen waren schon immer Kontrahenten.

    So unterschiedlich - und <3 Willkommen erst einmal, - Ramona21 hat jede/r Einzelne von uns seine Erinnerungen an seine Einrichtung im Gedächtnis abgespeichert. Danke für deine Erinnerungen.


    Du, spartaner01 wirst wohl deinen User Namen nicht ganz umsonst gewählt haben...


    ich bin nach 10 jahren aufenthalt dort abgehauen zum glück

    Was ist danach passiert?


    Spartanisch ging es auch in meinem Heim zu, wie ganz bestimmt auch zu der Zeit damals in ganz vielen Einrichtungen. Wichtig ist, dass man diese Zeiten nicht ganz vergisst, denn mit ihnen wissen wir, von woher wir kommen und das sollte man immer wissen, denn sie sind Teil unserer Wurzeln, die uns geprägt haben neben den vielen anderen Prägungen und Prüfungen unseres Lebens.

    Wobei ich Suchender doch gern die Frage beantwortet hätte, was" Ossi" damit in diesem Thema zu tun haben sollte, dass sein Leben im Wessi Land nicht so liefe, wie er es sich vorstellte. Woher möchtest du das denn bitte wissen und möglicherweise werden hier gerade zwei oder gar mehrere Themen miteinander vermischt.

    Die einzige Schnittmenge, die ich hier sah, weswegen ich hier schrieb, es ging um Schokolade jedoch nicht darum, welche Einstellungen in östlichen Bundesländern Mehrheiten finden. So wir dabei sind, mich würde interessieren, über welche Mehrheiten du sprichst und vielleicht sollte man sich nicht voneinander entfernen, sondern versuchen, Gräben nicht tiefer werden zu lassen? hmm

    Grüße und Willkommen!

    Axel

    Im Unglaublichen steckt leider nicht selten genau die Wahrheit, die man micht hören mag, nur muss man sich für sie bereit machen können, denn wie können Jugendliche glauben, worüber du und andere geschrieben habt? Es gibt Dinge, die man selbst erlebt haben muss, um zu wissen, was wahr ist und jenen, die das nur aus Erzählungen Anderer kennen, darf und kann man womöglich nicht einmal einen Vorwurf machen. Ich glaube dir zum Beispiel, 1966peter denn das ist längst schon oft auch publiziert worden, nur kommt in Schulen und der Gesellschaft wohl auch nicht allzu oft an, worüber hier geschrieben wurde. Wenn zum Beispiel nicht Lehrer_innen ihren Klassen Besuche in dem inzwischen bekannten ehemaligen geschlossenen Jugendwerkhof der früheren DDR in Torgau an der Elbe/Sachsen ermöglicht hätten, wüßten von der Thematik noch viel mehr Leute nichts.

    sollte mich doch auch sehr wundern, dass sich niemand daran erinnert doch die leute vom MDR haben vor einiger Zeit schon mehrfach in verschied. Beiträgen über die Sachsenburg berichtet, weswegen man fast die Begründung bekommen könnte, weswegen sich schon früher viele nicht gern erinnern wollten.... lies es dir mal durch, denn es ist irgendwie auch unsere deutsche geschichte....


    https://www.mdr.de/zeitreise/sachsenburg-100.html

    Ich heiße auch Axel, bin zwar jünger und war nicht dort aber bei Schokolade werde ich hellhörig, denn sie war schon immer sehr nahrhaft, vor allem, wenn es keine gab und man so gerne welche gehabt hätte. Ich wüßte auch gar nicht, ob es in meinem Heim eine Speisekammer gab, in der es jemanden gab, der Schokolade hortete. Jugendwohnheime hatten offenbar mehr Privilegien als andere. X/


    Mit der Wirtschaftsleiterin habe ich mich gut verstanden, auch wenn ich sie beklaut habe (50g Schokoladetafeln aus der Speisekammer. Eigentlich müsste sie es gemerkt haben, wollte wohl nichts sagen.

    Hoffentlich war es wenigstens Westschokolade. Bei uns im Osten gab es sie nicht und später auch nur im Intershop, vorausgesetzt, man besaß Westgeld.


    Schade, das ist auch so ein Thread, der mehr Aufmerksamkeit verdient, doch es ist, wie es ist. Am Ende zählt doch nur, wer was und wie etwas mit seinem Leben machte. Ich wünsche auch allen ein glückliches Leben, wie immer das jede/r für sich definiert. Momentan ist glückliches Leben leider doch etwas sehr betrübt.

    Wir wissen nicht, was dabei herausgekommen ist aber wir können immer wieder davon lesen, dass es schwarze Schafe gibt und solche, die aus welchen Gründen auch immer Dinge tun, die sich nicht gehören und gelegentlich täuscht auch schon mal jemand etwas vor und andere lassen sich täuschen. Hier nun das Neueste aus einem kleinen Ort der sachsen-anhaltischen Provinz von



    Wieso diese Frau das machte, liest man leider nicht, aber wowöglich hat sie nur Langeweile und schaut einfach mal so aus Jux und Dollerei vorbei. hmm

    R.H.M. Hallo, ich habe als Außenstehender alles gelesen, was du hier eingestellt hast und freue mich für dich, dass auch du Erfolg beim Suchen eines Ehemaligen hattest. Ansonsten ist es schade, dass du in diesem Thema so wenig Resonanz von anderen Ehemaligen aus deinem Heim hast.

    Danke jedoch für deine interessanten Beschreibungen darüber, wie du den Alltag im Heim erlebt hast. So manches kommt auch mir sehr bekannt vor.

    Donnerwetter. Einen Tisch so auf den Kopf zu stellen. :hutab: Ein schönes Thema, was man alles so verbrochen habe. Dann erst einmal EMOJI81, herzlich willkommen und schoen zu lesen, dass du uns an den "Verbrechen" hast teilhaben lassen. Da freut man sich schon mal auf die nächsten Erzählungen derer aus Weißwasser, was sie alles so verbrochen haben. Dazu müssten sich leider nur mal welche melden, wenn sie nicht gerade anderweitig beschäftigt sind. Es müsste bitte nicht gleich so farbig gepostet werden, denn schwarz auf weiß ist völlig ausreichend. :)