Beiträge von anho1971

    Halli Hallo,

    dies wird mein letzter Beitrag sein, da ich mit allem im positiven Sinne, abgeschlossen und alles erreicht habe was ich wollte. Für viele ist es nicht leicht, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, das kann ich gut nachvollziehen und wünsche Euch das allerbeste, das auch Ihr eventuell an den Punkt kommt, wo ihr das Ganze im positiven Sinne hinter Euch lassen könnt.

    Ich habe durchaus Glück, gute Freunde zu haben und eine wirklich gute Psychologin, die mir zugehört hat.

    Vor ca. 2 Jahren war dann endlich der Punkt gekommen, an dem ich meine Akten dem Feuer 🔥 preis gegeben habe, auch dies war nochmal eine Art Befreiungsschlag.

    Ich bin mit meinem Leben im reinen und möchte die Jahre oder auch Jahrzehnte, die ich noch habe, genießen, ohne irgendwelche schlimmen/schlechten Erinnerungen.

    In diesem Sinne verabschiede ich mich nun und wünsche allen, die noch auf der Suche nach dem Warum? sind ,viel Glück und Erfolg.

    Hallo Frank, wir müssten uns auch kennen, ich war damals in der Gruppe 1 "Hans Beimler". Erzieher waren bei mir Herr Weiche und Herr Rudloff, beide sadistisch veranlagt und Rudloff Alkoholiker. Ich war von 1986- Februar 1988 da.

    War in der Gruppe 2 nicht Frau Meister Erzieherin und Herr Bock?

    Ich habe meine Zeit sehr gut verarbeiten können dank vieler guter Freunde und eine echt super Psychologin. Hab auch alles durchgekommen ( Abfindung und Opferrente) .

    Letztlich habe, nachdem ich mich von all dem habe befreien können meine Akten dem Feuer 🔥 preisgegeben, was nochmal zusätzlich eine Art Befreiung für mich war.

    Dann erst mal noch ein schönes Wochenende.

    Ich bin zur Zeit auf Kur in Passau, 3 Wochen sind schon rum, 2 habe ich noch vor mir.

    Mein Arbeitgeber unterstützt mich auch sehr gut.

    10 Jahre noch , dann geht's hoffentlich in den wohlverdienten Ruhestand.

    Hi Kathleen, vielleicht kennst Du ja noch den ein oder anderen Namen.

    Ich hau mal ein paar raus

    Walter Goldammer stellv Heimleiter

    Karsten Grunwald Erzieher

    Detlef Dressler Erzieher

    Manfred Lemke Erzieher

    Hans Laartz Erzieher

    Barbara Müller Erzieherin

    ....nun noch ein paar Namen von ehemaligen Heimkindern...

    Manuela Kania

    Simone Wölk

    Torsten Tauber

    Helena Holz

    Simone Rieck

    Petra Möller

    Andrea Domscheidt

    Liane Schmidt

    ...mehr fallen mir gerade nicht ein.

    Ich war von 1980 -August 1986 da

    Hallo Zusammen,

    ich bin relativ neu hier, kann aber bei so ziemlich allen Themen mit reden, da ich erst in verschiedenen Kinderheimen und zu guter letzt auch noch im JWH war.
    Persönlich kann ich zu diesem Thema nur so viel sagen, wer etwas aus seinem Leben machen möchte und diesen ganzen Schund hinter sich lassen wollte, hatte dies zum größten Teil selbst in der Hand. Wichtig sind dabei aber auch Freunde, Bekannte und Verwandte die hinter einem stehen.
    Das Leben im JWH war kein Zucker schlecken, die, die es betrifft, wissen wovon ich rede.
    Im Kinderheim, zumindest da wo ich war, war es Gang und Gebe, das die Entlassenen unterstützt wurden, sei es bei der Lehrstellensuche, Wohnungssuche nach der Lehre und vorallem beim Kauf der ersten Wohnungseinrichtung. Das war im JWH nicht der Fall! Nach dem Aufenthalt im JWH bekam man eine Stelle zugewiesen, egal ob es einem passte oder nicht. Ich habe diese Stelle dankend angenommen, da ich von da an mein Leben fast selbst bestimmen konnte. Auch habe ich die Chance genutzt meinen Abschluss der zehnten Klasse nachzuholen und meinen Facharbeiter gemacht. Wie schon erwähnt hatte ich gute Freunde um mich herum, die mir Rückhalt gegeben haben, dafür bin ich sehr dankbar. Mit meiner Mutter allerdings habe ich ab dem Zeitpunkt meiner Entlassung gebrochen, für`s erste. Sie war es, weswegen ich ins Kinderheim kam und der Rattenschwanz wurde immer länger. Ich habe mir so oft gewünscht adoptiert zu werden und hechelte nach Aufmerksamkeit und Liebe, vergebens. Jahre später meldete sich meine Mutter bei mir, warum weiß ich nicht, doch wie sich später heraus stellte wegen Geld.
    Mein Sparbuch hatte sie ja zu DDR Zeiten, da ich noch keine achtzehn Jahre war komplett geplündert(6000 Ostmark).Ich dachte mir aber, okay vielleicht möchte sie ja auch über das Geschehene reden, falsch gedacht, kein Wort der Reue, keine Entschuldigung nichts. Sie ließ es zu, das mein Stiefvater mich mißbrauchte als ich sechs Jahre alt war, sie ließ es zu, das 10 von 13 Kindern ins Heim kamen und adoptiert wurden( was wohl auch besser war), nur ich nicht. Auf die Frage nach dem Warum?, antwortete sie nur lapidar, ich sei ihr Erstgeborener und da könne sie schlecht die Einwilligung zur adoption geben. Hat das was mit Liebe zu tun? Ein ganz klares NEIN! Nun ja, lange Rede kurzer sinn, nach mehreren Jahren beim Psychologen habe ich für mich entschieden und auch auf Grund meiner Heimakten, die sich lesen wie ein Buch, den Kontakt zu meiner Mutter zu beenden. Man weiß nie wann und wie der richtige Zeitpunkt ist zu so einem Handeln, für mich war er jetzt, mit 49 Jahren. Meine Mutter hat alles um mich herum was Familie betrifft zerstört ohne Rücksicht auf Verluste. Sie hat in ihrem Leben nie gearbeitet, beschwert sich aber über dies und das, vorallem darüber das sie zu wenig Rente bekommt. Ist schon irre oder? Ich bin froh nicht Teil ihres Lebens zu sein und fernab von ihr mit meiner Familie glücklich zu leben. Fazit: " Besinnt man sich auf das Wesentliche und hat ein wenig Glück, was wahre Freunde betrifft, so kann das Leben schöner nicht sein. Dafür bin ich allezeit dankbar"!

    Nicht jedes Heim mag gut gewesen sein, es gab gravierende Unterschiede. Ich zum Beispiel war im Kinderheim Wesenberg am Weißen See. Es war für mich zu diesem Zeitpunkt der schönste Ort auf Erden, denn mein zu Hause war alles andere als schön. In diesem Kinderheim fand ich Geborgenheit, Zuspruch, Freunde und eine familiäre Atmosphäre. Das ich später einmal im Jugendwerkhof landen würde, daran hat das Kinderheim keine Schuld, das lag einzig und alleine an der Schule auf die ich zu dieser Zeit ging. Man möchte Freunde aus dieser Zeit wieder finden, zu denen man wirklich einen guten Draht hatte. Wir veranstalten so ziemlich jedes Jahr mal ein kleineres, mal ein größeres Treffen und es ist schön zu sehen, das doch aus fast allen was geworden ist, die in diesem Heim waren. Man kann seine Vergangenheit nicht so einfach vergessen, verleugnen oder abstreiten, es sei denn, man hat selbst im Heim schlimmes erlebt und das gab es ja nachgewiesenermaßen. Von meiner Zeit im JWH möchte ich da nicht sprechen, denn das waren Einrichtungen zur Umerziehung, zur Selbsterziehung und zum Teil auch Folter, Angst und leider manchmal auch Suizid(Torgau JWH). Wann und wie der richtige Zeitpunkt ist über solche Dinge offen zu reden, entscheidt jeder für sich selbst, zuweilen auch mit Hilfe eines Psychologen. Nun ja, ich glaube ich schweife hier etwas vom Thema ab, sorry. Ich persönlich finde diese Treffen immer wieder gut, es ist auch ein wenig Balsam für die Seele. In diesem Sinne MFG

    Hallo an Monika Proske,
    ich kenne Dich noch, auch Deinen Bruder Torsten und Deine Schwester Kerstin.
    Ich war von 1980-1986 im KH Wesenberg.
    Du müsstest auch noch Joachim Lange und Petra Lange kennen oder Iris Jesuita und Ines Meter, Rainer Pribbernow, Maik Berkholz....
    Ich könnte Dir noch viele Namen aus der Zeit schreiben die ich noch kenne.
    Melde Dich doch einfach mal.
    Liebe Grüße Andreas

    Hallo Simmi13 oder besser Simone,

    ich weiß nicht ob Du mich noch kennst, aber ich glaube ich kenne Dich. Mein Name ist Andreas *edit* und ich war von 1986-1988 in Gerswalde, Gruppe Hans Beimler, habe auch schlosser gelernt. Wenn Du Lust hast kannst Du mich gerne mal kontaktieren,würde mich sehr freuen.


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