Beiträge von Jahny

    Hallo Axel Li.

    Einige Zeit wird es wohl noch dauern. Das Ganze soll mit ein paar Bilderchen untermalt werden. Diese muss ich noch einfügen. Einige muss ich auch erst noch erstellen. Bis zur Einweisung in das 1. Heim bin ich ja schon fertig. Man könnte sagen, vom Text her, fast die Hälfte. Es sollen da sogar noch einiger Schriftverkehr vom "Referat Jugendhilfe" mit rein. Da muss ich erst noch Namen schwärzen, denn "Klarnamen" sind ja laut Nutzungsbedinungen nicht statthaft.

    Liebe Grüße, Jahny

    Hallo Axel Li und ein Hallo an allen "Kinder-Heim.de"- Usern.

    Der Staub, der auf den Kindheitserinnerungen liegt, den muss man einfach mal wegpusten. Darunter liegt die Kindheit. Wir waren lebensfroh und freuten uns auf den nächsten Tag; auf das, was wir für wichtig hielten. Wir hatten Aufgaben die nicht immer in unserer gewollten Tagesgestalltung passten; aber nach diesen Aufgaben war das "Kindsein" ungebremst. In Heimen stand dafür nur sehr wenig Zeit zur Verfügung. Es gab auch Kinder die durch die Eltern, den Erziehungsberechtigten oder durch staatlich eingesetzte Pädagogen, als Gegenstand, bestenfalls als ein Stück Vieh, angesehen wurden. Das liest man hier in diesem Forum sehr oft. Auffällig sind dabei kirchliche Einrichtungen der damaligen BRD (also der BRD vor dem 03.10.1990) und den JWH's (Jugendwerkhof) der DDR. Trotz dieser negativen Erfahrung gibt es Erinnerungen von positiver Bedeutung. Beispielaweise den Kumpel oder die Kumpeline, die immer für einen da waren, die einem bloß durch die Anwesenheit aufbauten, obwohl es ihnen nicht anders erging. Freundschaften entstanden, Gemeinsamkeiten schweißten einen zusammen, man wollte durch "Dick und Dünn" gehen. Viele Freundschaften lösten sich durch das "weitere Leben" wieder auf, einige wenige halten bis heute. Das Alles ist in unseren Köpfen. Der Staub muss nur weg.

    In meiner Kindheit hatte ich, ich müsste sagen: wir, viel Spielzeug. Das Spielzeug gehörte aber nicht dem einen oder dem anderen; es gehörte uns allen Vier. Wünsche an Spielzeug haben wir auch gestellt, und der eine oder andere Wunsch wurde auch erfüllt. Beim Spielen gab's auch mal Sreit, Streit der das Spiel betraf. Eine falsch gesetzte Figur, Mogelei beim Karten- oder Würfelspiel oder bei der Gestalltung beim Bau einer Burg aus Bauklötzer. Was wir als Steit in der Kindheit sahen, war nur eine Unstimmigkeit aus heutiger Sicht. Gestritten haben wir uns in der Kindheit wohl nie, oder meine Erinnerung hat das Ausgeblendet.

    Bei Haushalten, in dem die Etern auseinander gingen, war die Situation erdenklich schwieriger. Meinen Vati verlohr ich, als ich etwa 5,5 Jahre alt war, durch einen Verkehrsunfall. Dann trat nach einiger Zeit ein Neuer in die Familie. Ich konnte nie Vati zu ihm sagen; es war mein Papi. Er hat uns großgezogen, hat uns ein weiteres schönes zu Hause geboten und hat sich um unser Wohl gekümmert. Er und Mutti haben versucht unsere Interessen zu fördern und haben uns einen gewissen Wohlstand erzeugt. Gemessen an den Schulkameraden war der Wohlstand eher bescheiden. Aber wir hatten alles was wir brauchten. Mit den Eltern haben wir nicht zusammen gespielt. Obwohl: (unter der Staubschicht regt sich was) Bei Familienabenden haben meine Urgroßeltern, meine Großeltern, meine Eltern und wir 3 Jungs zusammen Rommé gespielt. Stundenlang und sogar sehr gerne. Das kam so 4 bis 5 mal im Jahr vor. Wir nutzen dann zwei Romméblätter, eines hätte nicht gereicht. Sehr viele "Scheidungskinder" hatten nicht das Glück. Viele der Geschiedenen blieben allein oder der neue Partner war nicht bereit in "fremde" Kinder zu investieren; weder mit Geld noch mit Taten. Eigendlich eine traurige Angelegenheit. Wenn nur eine Person den finanziellen Haushalt bewältigen muss, bleibt weder Zeit für's Kind noch Geld für etwas mehr als den "Grundbedarf".

    Ich scheibe zur Zeit an einem Blog-Artikel den ich hier auch veröffendlichen werde. Er soll meine Kindheit, von der Geburt bis zur Entlassung ins Elternhaus (1965 bis 1978), handeln. Vieleicht hilft der dir bei deiner "Einordnung" meiner Person. Er ist noch nicht ganz fertig. Aber ich werde mich beeilen.

    Liebe Grüße, Jahny

    Hallo, an alle.

    Axel Li hat mich animiert, wieder ein mal in meiner Spielzeugkiste wühlen zu gehen. Hier sind noch einige meiner Spiele.

    Das Anlegespiel "Domino", das Lehrspielzeug "Zaubern müßte man können", das Lehrkartenspiel "Zahlenspielerei", das Aktionsspiel "Футбол", das Animationsspiel "Stempelspiel", das Kreativspiel "Mosaic", das Erfassungsspiel "Кубик Рубика" und das Kleinstkinderspiel "Mensch ärgere dich nicht".

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    Liebe Grüße, Jahny

    Hi Axel Li.

    Du hast es geschafft. Ich bin auf dem Boden in die Mansarde gegangen und haben mein altes Spielzeug mal wieder rausgewühlt.

    Märchen hatte ich schon immer gern gesehen und gelesen. Heute noch. Als ich dann schon einigermaßen gut lesen konnte, ich war so um die 4 bis 4,5 Jahre alt, bekamen ich einen Diaprojektor und jede Menge Dia- Märchen. Natürlich auch "Aladin und die Wunderlampe". Diese Diareihe ist auch vollständig erhalten.

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    (Die restlichen Dia's habe ich mir gesparrt, einzuscannen.)

    Wie eine Kindheit mit Stiefeltern, mit nur einem Elternteil oder mit beiden Elternteilen verlaufen wäre, das kann doch niemand sagen. Wäre es besser, wäre es schlechter? ... Ja, nein, vielleicht! ... Ich denke, bei der Erinnerungen an die Kindheit haben die positiven Erlebnisse die Überhand. Vergleiche mit anderen Personen erwecken nur Wünsche, wie man es lieber gehabt hätte. Aber war alles wirklich so schlecht? Als Kind hat man sich doch mit den Gegebenheiten arangier und nach diesen Möglichkeiten seinen "Spaß" erlebt. Und diese Erinnerungen prägen doch das erlebte Kindheitsbild. Wenn einem die Eltern, oder andere Personen, nach den heutigen Überlegungen gefördert hätten, hätte man das mitunter auch als eine Pflichterledigung ansehen können. Ob so eine "Förderungspflicht" nun wiederum "Spaß" gemacht hätte? Man weiß es nicht. Der eigene organisierte "Spaß" war doch viel dauerhafter, denke ich.

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    Die beiden Bilder zeigen unser Kinderzimmer. Eigentlich war es nur ein Schlafzimmer für uns Kinder in dem wir auch Hausaufgaben gemacht haben. Gespielt haben wir vorwiegent draußen in der Natur.

    (Bild 1) An der rechten Wand stand so eine Art Nachttisch, ein Kleiderschrank und ein Dreifachstockbett, das mein Vati selbst gebaut hat. Unten schlief ich, mein Bruder in der Mitte und oben mein großer Bruder. Rechts stand das Kinderbett meiner Schwester und ein Tisch. (Bild 2) Währe dieser Tisch nur einige Zentimeter größer, hätte man mit der Tür schon Schwierigkeiten bekommen. Der Stuhl, der stand schon auf dem Korridor. Den holten wir rein, bauchten wir ihn.

    Auch wir hätten uns ein größeres Kinderzimmer gewünscht. Eine Eisenbahn war auch der Traum von uns drei Jungs. Einer meiner Kumpels hatte eine. Dort war ich dann und spielte mit ihm damit. Er hatte jedoch kein eigenes Zimmer und war doch schon über 12 Jahre alt. Er schlief im Schlafzimmer seiner Eltern. Unter dem Ehebett zog er eine Platte heraus, steckte den Trafo ein und wir schauten zu, wie sie eine Runde nach der anderen drehte.

    Wir hatten den Wunsch nach einer Eisenbahn, er den Wunsch nach einem eigenen Zimmer. Wären die Wünsche für beide Seiten erfüllt worden, hätten wir wieder einen neuen Wunsch, garantiert. Das in der Kindheit erlebte und das in der Kindheit Erwünschte, das wirf immer wieder die Frage auf: "War meine Kindheit nun gut, oder war sie schlecht?". Zumindest war sie ausreichend, denn wir sind nun erwachsen, stehen voll im Leben, kämpfen mit Probleme und meißtern irgendwie den Alltag.

    Liebe Grüße, Jahny

    Hallo Axel Li, hallo Krumi63.

    Seht ihr, ein paar Stichworte und die hintersten Schubladen unseres Gehirn werden wieder geöffnet.

    Das man sich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnert, liegt daran, dass alles nur so irgendwie in die Schubladen abgelegt wurde. Stellt Euch vor, in eurem Kopf stehen viele Schänke mit Schubladen. Ein Schrank ist davon der "Spielschrank" der wiederum etliche Schubfächer hat. In einem Schubfach legt ihr ein Spielerlebnis ab. Das nächste Erlebnis des gleichen Spiels legt ihr wieder in dieses Fach ab, das nächste gleiche wieder in diesem. Die Schublade wird gefüllt. Das ist die Übung oder das Training einer Sache. Ein Thema, eine Schublade; die Erinnerung fällt dann leicht.

    Vielseitiges Spielen, also in kurzer Aufeinanderfolge immer wieder anders geartete Spiele, werden in eine andere Schublade abgelegt. Nur werden diese Erlebnisse durcheinander in EINE Schublade gelegt. Es entsteht ein Durcheinander von vielen "Notizzetteln" . Welcher "Notizzettel" dann zu welchem Spiel gehört ist dann nicht mehr gewiss. Erinnerungen sind dann zwar da, können aber nicht verwertet werden. Der Satz: "Das hab' ich irgendwie anders in Erinnerung", oder "Das weiß ich nicht mehr so genau", wird dann oft zitiert; weil sich das Gehirn so einiges aus diesen "Notizzetteln" zurecht baut. (Fantasie in der Erinnerung)

    Vielseitiges Spielen ist jedoch erforderlich. Vielseitige Spiele erwecken das Interesse an "Weiterzumachen" mit einigen für sich erkannten Spielen. Die Ablage dieser Erlebnisse (also das Wissen, das Erlernte) erfolgt dann zielgerichtet in eigens dafür erschaffenen Schubladen. Je mehr "sortierte Schubladen" unser "Spielschrank" hat, desto genauer sind die Erinnerungen und der Zugriff darauf.

    Im Jugendalter wird dann ein neuer "Schrank" aufgestellt, die "Lehre". Im Laufe der Lehre werden dann Verbindungen zum "Lehrschrank" und zum "Spielschrank" hergestellt. Ist der "Spielschrank" "aufgeräumt", kann man auf Erfahrungen des Spielens zurückgreifen. Beispielsweise das "Schubfach Malen nach Zahlen". Malen nach Zahlen ist ein sogenanntes "Montagespiel". Die Form des Ergebnisses ist ja schon vorgeschrieben. Eine kreative Gestalltung bleibt dann nur noch bei den ausmalen der entstandenen Flächen üblig. Ein Monet dadurch zu werden ist ja wohl unmöglich, es sei denn, man verlässt das "Malen nach Zahlen" und entwirft aus den vorhergehenden Wissen eigene Bilder. Bleibt man beim "Malen nach Zahlen" wird das Erlernen eines Montageberuf dadurch gefördert.

    Natürlich reicht die Spielerfahrung des Kindesalter nicht aus, um ein Elektro- Meister, ein Konstrukteur oder eines Monteur zu werden. Aber das gesammelte Wissen hilft in der Berufsausbildung und hilft bei der Herangehensweise. Je mehr Erfahrungen man im Kindesalter beim Spielen gemacht hat, desto einfacher wird die Herangehensweise in einem Beruf sein.

    Später Wird dann noch ein Schrank aufgestellt. Der Schrank "Berufserfahrung". Dieser ist ein Schrank der dann den "Spielschrank" und den "Lehrschrank" zum "Berufserfahrungsschrank" macht. Je mehr dieser geordnet gefüllt wird, je mehr tritt der "Spielschrank" und der "Lehrschrank" zurück.

    Liebe Grüße, Jahny

    Hallo Axel Li.

    Kommen wir zum Spielen zurück. Das Spielen, und insbesondere die Spielweise, ist das "Arbeiten" als Kind (Fachkunde Pädagogik). Aus dem Spielverhalten entwickelt sich die spätere berufliche Entwicklung.

    Kinder, die mit Konstruktionspielzeug spielen landen auch meißtens in einem konstruktiven Beruf; so wie Maurer, Maschinenbauer oder Konstrukteur. Die Steck- Baukästen einfachster Art (PeBe), Holz- Bauklötzer die neben den Grundkörpern auch noch die platonischen Körper mit enthalten sollten, sind da die besten "Geistesentwickler".

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    Kinder, die mit Montagespielzeug spielen, werden dann die besten Monteure. Bei Montagespielzeug ist eine Form oder ein Thema vorgegeben. Diese Form oder das Thema lässt sich kaum ändern. Man kann natürlich mehrere Montagesätze miteinander mischen und etwas anderes daraus bauen. Aus "Mein kleines Dorf" wird dann "Meine Großstadt".

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    Dann sind ja noch die Lernspielzeuge.

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    Liebe Grüße, Jahny

    Hallo Axel Li, hallo BuFr.

    Zitat Anfang: An einer Drehbank stand ich als junger Mensch auch. In den Ferien, zwei Wochen, in der Ausbildung, als Jungfacharbeiter. :) Zitat Ende.

    Und, habt ihr da auch mal einen Würfel gedreht? Ist doch interessant, was Eckiges auf einer Drehbank herstellen. Wenn man einen Würfel und ein Kreiszylinder vergleicht, erkennt man schon viele Gemeinsamkeiten.

    Zitat Anfang: Und ich dachte, das wäre was mit Pyramiden ... Zitat Ende

    So falsch liegst du da auch nicht. Pytagoras, der alte Grieche, lebte auch eine zeitlang in Ägypten. Die Pyramiden hat er sich bestimmt auch angeschaut. Die standen zu seiner Lebzeit schon etwa 2ooo Jahre dort rum. Den "Satz des Pytagoras" (c² = a² + b²), den kennt wohl jeder noch aus der Schulzeit. Und den gab es schon vor der Errichtung der Pyramiden. Wer sich den Satz nun genau erdacht hat, ist ungewiss. Pytagoras hat ihn abermals neu untersucht und einen geometrischen Beweis dafür aufgestellt. Daher nennt man den Satz "Satz des Pytagoras". Ableitungen daraus sind die "pytagoräischen Sätze". Aber das Ergebnis aus diesem Satz (c² = a² + b²) ergibt ja eine Fläche. Will man eine Länge haben muss noch radiziert werden (Wurzel ziehen, aber nicht beim Zahnartz und die der Pflanzen). So entsteht dann c = √(a² + b²).

    Zitat Anfang: Mit diesen Kenntnissen hättest du auch erst mal mit einem "Kegel" anfangen können - aber millimetergenau !! , hi, hi, hi... Zitat Ende

    Ein Kegel, ist doch langweilig. Der hat ja schon eine gerundete Manteloberfläche. Was eckiges, das ist es ....

    Liebe Grüße, Jahny

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    Hallo Axel Li.

    Woran das liegt? ... das kann ich Dir auch nicht genau sagen. Vieleicht liegt es daran, dass ich immer mit der Aufnahme von Informationen beschäftigt war. Ich wollte schon immer alles wissen, ich wollte auch schon immer alles können und ich wollte mein fachliches Wissen nie nur für mich behalten. Daher studierte ich ja auch das "Lehramt für Betriebs-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik". Als Dozent gebe ich nun mein Wissen weiter. Nicht immer ganz nach Lehrplan. Der pytagoräische Satz c = √(a² + b²) kann ja auf 400 verschiedene Arten bewiesen werden. Ich wähle für meine Studenten den, der zu ihrem Studiengebiet passt. Einem Studenten des Maurerhandwerks, der diesen Satz beim Ausmessen einer Rechteckfläche schon immer unbewusst anwendet, erkläre ich den pytagoräischen Satz anders als einen Studenten des Maschinenbau. Und einem Dreher habe ich auf der Drehbank aus einem Vollrundstahleisen einen Würfel gedreht (Wirklich, nur mit der Drehbank). Nicht millimeter genau, dazu fehlt mir die Übung. Auch dabei kommt der pytagoräische Satz teilweise zur Anwendung.

    Aber alles weiß ich doch auch nicht mehr aus meiner Kindheit. Ich kann mich auch nicht "an jeden einzelnen Tag" erinnern. Aber Abläufe und besondere Tage, die bleiben hängen.

    Ob mein Heim in Sigrön nun besser war, ist umstritten. Die einen sagen Ja, viele sagen Nein. Ein Jeder hat es anders "erlebt" und seine Erinnerungen sind daran geformt. Viele haben das Kapitel auch aus ihrem Gedächtnis gestrichen und nur einzelne, für sie wichtige, oder auch dramatische, Erinnerungen sind geblieben.

    Liebe Grüße, Jahny

    Ein Hallo an Alle.

    Der Sport namens "Fußball" ist ja die eine Sache. Fitness, Können und die Spieltechnik sehe ich durchaus als Sport an. Mich stört dabei das Drumherrum. Neulich hat Aue gegen Zwickau gespielt. Der sportliche Gedanke und die sportliche Ausführung ist ja lobenswert, wenn das Publikum, die sich Fans nennen, nicht da wären. Selbst wenn die Fans sich freuen und rumgrölen, ist das für mich in Ordnung. Aber dabei bleibt es ja nicht. Es wird randaliert, der DB werden Waggons zerstört, die Straßen werden blockiert und Passanten werden bepöbbelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus hat die Polizei den Bahnhof und den Bahnhofsvorplatz gesperrt. Auf dem Vorplatz ist aber ein "Zentraler Bushalteplatz". Kein Bus konnte ihn ansteuern. Sie hielten eine Station vorher an und die Fahrgäste mussten zu Fuß zum Bahnhof, mit samt ihrem Gepäck. Ein riesiges Polizeiaufgebot stand dort. Bezahlt aus der Haushaltskasse des Staates und der Kommune. Wenn aber eine Einrichtung mal etwas Geld für soziale Belange beantragt, ist keines mehr da. Der Hubschrauber kreiste auch die ganze Zeit über Zwickau. Alles Gelder die sinnvoll eingesetzt werden könnten.

    Und noch einmal ein Hallo an Krumi63.

    "Innen"-spielzeug hatten wir in Sigrön wahrlich genug. Das "Draußen"-spielzeug war glaube ich nur der Fußball. Jedenfalls war der immer dabei. In meiner Gruppe waren wir 16 Jungs, und außer Fußball hatten 14 Jungs keine weiteren Interessen. Fußball ... Fußball ... Fußball ... das hing mir zum Halse raus. Dem Axel S. ebenfalls. Das war nun wiederum mein Glück. So waren es dann 7 zu 7 Jungs und das Spiel konte beginnen. Pech war nur, wenn einer als erzieherische Maßnahme "Fußballverbot" bekam, musste Axel S. oder ich mitspielen. Uns stellten sie dann ins Tor; in der Hoffnung das der Ball nicht allzu nahe kam. Meißtens hat die Mannschaft in der Axel S. oder ich war auch haushoch verloren. Mit einem hohen Torstand, aber mit geringerem Abstand zueinander, war das Ergebnis nur, wenn wir beide, je in einer Mannschaft spielten.

    Für die Pädagegen war das eine feine Sache. Alle Jungs waren auf dem Feld, bis auf Axel S. und ich. Da konnten die Pädagegen auch mal etwas Ruhe genießen.

    Axel und ich spielten dann meißtens Karten oder hatten Knobelaufgaben mit Streichhölzer gelöst. Bei den Streichhölzern mußten wir die Schwefelköpfe abbrechen. Funktionierende Streichhölzer durften wir nicht habe.

    Hallo Krumi63.

    Zitat Anfang: "Kennst du einen Mario Sulzer? Er war ungefähr zu deiner Zeit in Sigrön, ich habe ihn damals dort im Heim besucht als ich beruflich in Perleberg und Bad Wilsnack zu tun hatte." Zitat Ende

    Einen Mario? Nun ja ... Viele hießen so in den anderen Gruppen. Vieleicht war auch ein Mario in meiner Gruppe. An einige Namen in meiner Gruppe erinnere ich mich nicht mehr.

    Schau mal auf Youtube mein Clip zu diesem Thema an. Da sind alle Jungs aus meiner Gruppe aufgeführt. Die Person an der Position 06:24 Minuten bis 06:36 Minuten kann ein Mario gewesen sein. Sicher bin ich aber nicht.

    Hier der Link: SKH Artur Becker in Sigrön x Gruppe 5a 1977

    Vielleicht ist das der Gesuchte.


    Eins verwirrt mich an Deinem Text etwas. Ich denke ja, dass Du in meinem Alter bist; so plus-minus 2 Jahre. Als ich in Sigrön war, war ich im Alter von 11 und 12 Jahren. Du wirst vieleicht auch so in diesem Alter gewesen sein. Aber was hast Du in diesem Alter da schon beruflich angestellt? ... es verwirrt mich ein wenig.

    Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche, Jahny.

    Unser Spielzeug im Heim bestand zum größten Teil aus Brettspielen. Mühle-Dame, Halma, Mensch-ärgere-dich-nicht und der Gleichen mehr. Es gab auch Knobelspiele, Stabilbaukästen, Zaubertrickspiele und noch Weiteres. Würfelspiele und Kartenspiele wie Rommé, Canaster, Skat gab es ebenfalls. Mosaikspiele in Würfelform und Steckpinform gab es auch dort.

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    Mühle, Dame und Halma habe ich selten gespielt. Die habe ich in der Spielstrategie nicht so recht kappiert. Mensch-ägere-dich-nicht spiele ich sehr oft. Die Knobelspiele und die Mosaikspiele waren eher Solospiele. Bei den Stabilbaukästen bauten meißtens 2 bis 3 Jungs irgendwelche Gerätschaften wie Krane, Autos oder Türme. Mit dem Rommé- und Canasterkarten spielten wir meißtens Krieg-und-Frieden (ein blöder Name, finde ich). Mit dem Skatblatt wurde meißtens Mau-Mau gespielt.

    Draußen spielten wir meißtens Fußball, sehr zum Leid für mich; ich mag bis heute kein Fußball. Wir gingen auch oft in die Panzerkuhlen; die waren mitten im Wald. Die wurden damals sogar noch von der Sowjetischen Streitmacht ein- bis zweimal im Jahr genutzt. Dort tobten wir uns aus. Was wir dort genau spielten? Nun ja ... ich weiß es nicht mehr. Vieleicht so eine Art Räuber-und-Gendame; also meine Klassenkameraden. Ich mag keine Kriegsspiele. Ich habe wohl eher Campen-im-Wald mit Renke- Dennis V. gespielt.

    In den großen Unterrichtspauen sind wir eigentlich immer nur gerannt. Hasch-mich haben wir dann gespielt. Im Winter, wenn Eis auf dem Fußballplatz war, schlitterten wir um die Wette.

    Hi, Mona2266.

    Den Vor- und Zunamen der in Deinem Benutzerprofil angegeben ist, den kenne ich. ... und wenn deine Heimatstadt ebenfalls Anklam ist, und du damals im "Haus des Friedens" gewohnt hast, dann kennen wir uns tatsächlich.

    Ich wünsche Dir ein schönes Osterfest, bis bald,

    Jahny.

    [Zitat Anfang] Hallo Jahny, ich denke..., ich denke, warte, ich denke..., ich überlege ernsthaft, ob ich darauf antworten soll, denn wie ich sehen kann, wurde der Eintrag immer noch nicht verstanden. [Zitat Ende]

    Hallo Ginopilo.

    Wie wir nun beide mitgekriegt haben, reden wir aneinander vorbei. Belassen wir es dabei und legen dieses Thema at acta. Ich habe keine Lust, mich zu Erklären.

    Liebe Grüße, Jahny.

    Hallo Ginopilo und Axel Li.

    Ja, Ihr habt Recht. Die Post, egal ob eingehend oder ausgehend, wurde "Zensurgelesen". Es hieß zwar vom Erzieher immer: "Lass mich mal Lesen ... Orthographie und Grammatik sollte schon richtig sein ... Bist ja kein Dummerjan ... Aber ich guck trotzdem mal". Es ging natürlich um den Inhalt des Briefes. Worte wie "sollen" und "müssen" durften nicht auftreten. Es wurde auch die "Wir- Form" gewünscht. "Wir machten das und das ... ".

    Die Postleitzahl haben wir, meine Eltern und ich, schon 1979 recherchiert. 1134 war eine Postleitzahl von Ostberlin, mit dem Stadtteil Lichtenberg. Berlin- Charlottenburg lag zum damaligen Zeitpunkt in Westberlin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Briefe aus dem Osten für den Osten über Westberlin versandt wurden. Ein weiterer Gedanke war bei uns, dass die Briefe aus den umliegenden Heimen zentral von einer Poststelle versendet wurden. Das muss ja nicht unbedingt der Ort des Heimes sein.

    Nun ja, der Renke- Dennis ... er war für mich mein 3. Bruder. Im Heim verbrachten wir jede nur mögliche Minute zusammen. Außer beim Fussballspielen. Das war seine Leidenschaft. Meine jedoch nicht. Wir hockten den ganzen Tag zusammen, sobald es möglich war. Wir unterhielten uns und saßen auch öfter nur neben einander und schwiegen. Die Anwesenheit des Anderen hat uns gereicht, in einer Welt in der Alles, vom Aufstehen bis zum Zubettgehen, reglementiert war. Er erzählte mir alles über sein vorhergehendes Leben in seiner Familie. Und die war wirklich schlimm. Sie wollten ihn einfach nicht haben. Seine Verwandten sagten zu seinen Eltern: "Was wollt ihr mit diesem Balg ... schick' in fort ... in ein Heim ist er doch gut aufgehoben". Sein Verhalten war dementsprechend, so landete er auch in Sigrön.

    Die Szene, als ihn seine Mutter im Heim abgab, ist mir tief ins Gedächtnis eingebrannt. Es war zur Mittagszeit. Wie saßen beim Mittagessen und seine Mutter kamen mit ihm durch den Speisesaal (der Zugang zum Heimleiterbüro führte durch den Speisesaal). Sie machte sich nicht einmal die Mühe das Heimleiterbüro zu betreten. Sie riss die Tür auf und rief "Hier ist er ... Er heißt Renke- Dennis ... Maches Sie was Sie wollen mit ihm ... Ich will ihn nie mehr wiedersehen". Dann drehte sie sich um, und ging wieder. Ich glaubte ein Lächeln auf den Lippen von Renke - Dennis gesehen zu haben. Er war froh nicht mehr im Elternhaus seien zu müssen.

    Ich stand auf, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, was man ja eigentlich hätte tuen müssen, und ging zur Essensausgabe. "Wir haben einen Neuen," sagte ich: "Wir brauchen noch ein einmal Mittagessen mehr." Die Küchenfrau, die diese Szene mit der Mutter miterlebte, schaufelte eine gehöhrige Portion Erbseneintopf in eine Essschüssel und legte zwei Bockwürste hinein (wir Anderen bekamen nur eine). Ich stellte sein Essen auf meinen Tisch (an meinem Tisch war noch ein Platz frei) und sagte ihm er solle sich hier hin setzen und essen. Mein Erzieher, der Herr Stellmacher, war sprachlos. Er konnte die Szene der Mutter und meine Reaktion nicht verarbeiten. Ab da an, waren wir Freunde.

    Als ich dann nach der 5. Klasse in das Elternaus "zurückgeführt" wurde, flossen auch Tränen. Hätte ich die Wahl gehabt, wäre ich in Sigrön geblieben. Andererseits wollte ich auch wieder zu meinen Geschwistern und Eltern zurück. Aber ich glaube, dass hätte ich geopfert; aber ich hatte kein Mitspracherecht. Mit Worten: "Wir schreiben uns Briefe ... Wir sind ja nicht aus der Welt ... Irgendwann bist Du ja auch nicht mehr im Heim ... Wir werden uns wiedersehen ... " trösteten wir uns gegenseitig. Das waren unsere letzten gesprochene Worte.

    In der 6. Klasse hatten wir regen Briefwechsel. Sein letzter Brief aus Sigrön endete mit den Worten: "Ich komme in ein anderes Heim. Meine Eltern wollen mich nicht mehr haben. Welches Heim es ist, weiß ich nicht. Ich will auch nicht mehr zu meinen |||||||||||| [Zensur] zurück. Ich werde Dir von dort aus weiter Schreiben. Liebe Grüße aus Sigrön, Renke- Dennis". Dann kam der eine Brief, der Kontakt und die Freundschaft wurde unterbunden.

    Wenn ich jetzt wieder daran zurückdenke, verblutet mir mein Herz.

    Meine Eltern haben über das "Referat Jugendhilfe" versucht, Renke- Dennis's Heim herrauszufinden. Sogar Freunde meiner Eltern die im "Rat des Bezirkes" und im "Rat des Kreises" zu tuen hatten, konnten keine Informationen bekommen. Die Verantwortlichen für diese Angelegenheit schwiegen. Ihre große "Ausrede" war: "Sie gehöhren nicht zur Familie des Betreffenden, wir geben daher auch keine Auskunft."

    Liebe Grüße, Jahny.

    Zitat [Anfang] … hallo Jahny, ich möchte dich nicht vor dem Kopf stoßen, aber wenn du meine Einträge ließt, dann erkennt man eindeutig, dass hier mit Ironie und Sakasmus geschrieben wird. Also nicht verstanden. Zitat [Ende]

    Muss man als Leser der Beiträge, wenn jemand mit Ironie und Sarkasmus schreibt, betonen, dass man das als solches auch verstanden hat? Muss man im gleichen Stil, wie der Gegenüberstehende, antworten? Meiner Meinung nach, nicht.

    Ich hatte doch nur berichtet wie es zu meiner Zeit im Heim war. Ich stellte Fragen, die ernst gemeint sind. Ich schrieb auch, wie ich meine 3 Kinder diesbezüglich erzog. Und würdest Du als lehrende Maßnahme eine Aufgabe nicht üben lassen, wenn sie nicht, dem Alter des Kindes entsprechend, ausgeführt wurde? Meine Kinder hatten ihr Zimmer in Ordnung zu halten. Getragene Wäsche lag beispielsweise bei ihnen nie rum. Die kamen in den Wäschepuff, der im Bad stand, wenn sie gewaschen werden musste. Sollten sie noch einmal angezogen werden, hingen sie an einem Wäscheständer in ihren Zimmern. Essgeschirr wurde beispielsweise nach der Benutzung gleich wieder in die Küche geschafft. Wenn das nicht der Fall war, blieben sie so lange in ihren Zimmern, bis die Ordnung wieder hergestellt war, was selten vorkam. Wie sollte man das denn auch anders machen? Sollte ich mit ihnen darüber bis in alle Ewigkeit diskutieren? Nach dem Motto: „Wir müssen mal darüber reden“. Nein, … das ist gar nicht nötig. Von Anfang an haben meine Frau und ich auf die diesbezügliche Erziehung geachtet. Und es klappte wunderbar. Für meine 3 Kinder war es eine Selbstverständlichkeit. Als sie etwa im Alter von 10 Jahren waren, brauchten wir uns nur noch um die Gardienen und Fenster zu kümmern. Ihre Zimmer waren ihr „Rückzugsgebiet“, das sie sich auch selber gestalteten. Mein Sohn hatte Radkappen gesammelt. Die ganzen Wände hingen voll damit; und die waren meistens angebrochen. Ich fands furchtbar, ihm hat’s gefallen. Sie hatten auch eine Phase, in der sie die Möbel (gefühlt jede Woche) umherrückten. Da haben wir auch nicht reingeredet, das war ihr Geschmack. Nur Ordnung musste herrschen.

    Zitat [Anfang] … mit Worten, wie: "Kathrin hat gelernt, dass wenn sie Ordnung hält, mehr Freude an ihrem Zimmer hat. … Zitat [Ende]

    Mein Sohn hat das selber festgestellt. Bei den meisten seiner Freunde fühlte er sich nicht so recht wohl. Deren Zimmer sahen ähnlich einem Schlachtfeld aus. Seine Freunde kamen mehr zu ihm zu Besuch, als umgedreht.

    Die Erziehung im Elternhaus gegenüber der Erziehung in einem Heim ist unterschiedlich. Meine Kinder habe ich nicht mit "Sonderaufgaben" bestraft. Sie mussten halt nur die nicht erledigte Aufgabe nachholen. Im Heim war das anders. Mit was sollte man denn den Einzelnen bestrafen. Damit, das er in seinem Zimmer bleibt? Wir hatten nicht einmal jeder ein Zimmer. Wir hatten zwei Schlafräume und einen Gruppenraum, für alle 16 Jungs. Wir waren ein "Gruppenverband". Wir waren den ganzen Tag als eine Gruppe zusammen. Wenn's bei dem Einen oder dem Anderen nicht nach den Vorstellungen des Erziehers klappte, gab's "Sonderaufgaben". Das war wohl die einzige Methode der Erzieher, die für sie Sinn machte.

    Liebe Grüße, Jahny.

    Hallo Ginopilo.

    Ja, das war der "Trick 19 - mit Überlistungspotential". Wären seine Erzieher im berliner Heim nicht sofort dahinter gekommen, hätte ich ihm jedoch nie antworten können. Briefe waren nur aus dem Elternhaus erlaubt. Ein Regularium das wohl in jedem Heim, jener Zeit, exestierte. Ich hätte ja als sein Vater schreiben können .... Aber das ging auch nicht. Sein Vater saß zu jener Zeit im Gefängnis (er ist im besoffenen Zustand Auto gefahren und hat einen Unfall mit tötlichem Ausgang verursacht). Dort hätte der "Zensurstempel" drunter sein müssen. Als seine Mutter hätte ich auch nicht schreiben können. Sie war Alkoholikerin und in so einem Fortschritt, dass sie gar nicht mehr schreiben konnte. Meine Eltern und ich haben uns den Kopf zerbrochen, wie ich weiterhin Kontakt zu Renke- Dennis Vor.... halten konnte. Ich wusste nicht einmal in welchem berliner Heim er war. Ich sah es nur am Poststempel "1134 Berlin- Lichtenberg 03. Sep. 1979" Wir fanden keine Lösung. Dieses Regelarium hat unsere Freundschaft unterbunden.