Beiträge von ginopilo

    Klever kann ich nur sagen Jahny von deinem Freund. "Er schrieb eine falsche Adresse seines Elternhauses auf die Vorderseite des Briefumschlages (Name, Postleitzahl und Ort stimmte mit der Adresse seines Elternhauses überein; der Straßenname und die Hausnummer waren falsch). Als Absender schrieb er auf der Rückseite des Umschlages meine Adresse. Die Post konnte den Brief nicht zustellen und sandte ihn an den Absender (der ja meine Adresse war) zurück." Auf die Idee muss man erst einmal kommen.

    Einen wunderschönen an Alle, hallo Jahny, ich möchte dich nicht vor dem Kopf stoßen, aber wenn du meine Einträge ließt, dann erkennt man eindeutig, dass hier mit Ironie und Sakasmus geschrieben wird. Also nicht verstanden.

    Vielen Dank Axel, dass du meine Ehre verteitigt hast. Nicht jeder versteht Sakasmus, wenn er ihn ließt. Leider kann man hier keine Sprechnachrichten hinterlegen, vielleicht wäre es ihm dann möglich gewesen, es zu verstehen. Kurzum, hier sollte auch zwischen den Zeilen, der Sinn erfasst werden.

    Es ist keine Frage, dass man auch im späteren Leben Ordnung und Sauberkeit zu halten hat. Wenn ich aber, und Alex beschreibt es richtig, mit 7 oder 8 eine Aufgabe nicht zu deren Zufriedenheit ausgeführt habe, dann, genauso ist es erfolgt, eine besonders schöne Arbeit noch zusätzlich, meist waren es die Waschräume, groß, viele Waschbecken und Toiletten, macht richtig spaß, wenn alle anderen noch zusätzlich dafür sorgen, dass eben noch mehr Dreck gemacht wird, nur um dich als Kind zu ärgern, auch wenn sie vorher schon gereinigt waren.

    Widmen wir uns doch noch einmal den Betten zu. Ja Axel, wir waren eine gemischte Gruppe, das heißt im Umkehrschluss, die Flecken sollten die Erzieher darauf hinweisen, oh, die Kinder müssen im Auge behalten werden und ja, die Mädchen müssen ganz früh die Pille bekommen. Ich bin deshalb so direkt, weil es viele bei uns im Heim gab, die schwanger wurden, weil sie sich halt ausprobieren wollten, eben nur nichts wussten, wie verhüte ich. Bei den Jungs war das normal. Es gab viele tändelein, da machen wir uns nichts vor. Ab einen gewissen Alter wird man neugierig. Wer klever war, reinigte die Bettwäsche zwei Tage vorher und es viel dann nicht auf.

    Heute möchte ich Euch von einigen Aufgabenverteilungen und der Großreinigung, welche jeden Freitag stattfand berichten.

    Es gab in den Gruppen einzelne Aufgabenbereiche, welche in einem Wochenplan für die Kinder aus der Gruppe verewigt wurde. Jede Wochen wurde dieser neu verfasst, so dass jedes Kind in den Genuss kam sich die Finger schmutzig zu machen. Es waren Aufgaben, wie den Gruppenraum zu säubern, die Waschräume zu putzen, mit ATA, die kleinen Teeküchen in Ordnung zu halten, oder den Teil des Flures, inner halb der Gruppe zu reinigen, das besagte Aquarium, war auch inhalt dessen, aber auch teile der Treppenanlage fielen darunter. Natürlich mussten neben diesen Aufgaben, auch die Zimmer in Ordnung gehalten werden. Benotet wurden die Aufgaben, jeden Abend in der Gruppenversammlung, wie praktisch, konnte wieder jeder mit dem Mund zeigen, er kann es ja doch besser, wie der andere. Kommen wir zur Großreinigung. Diese umfasst das gesamte Zimmer einmal auf den Kopf zu stellen, und wieder gemäß der Puzzeleanleitung zusammenzusetzen. Staubwischen, der Erzieher ging danach mit einem weißen Handschuh, über die Flächen. Der Kleiderschrank wurde aufs äußerte inspeziert, um ja auch eine Falte zu finden. Die Betten, dürften weder Flecken noch Falten aufweisen. Der Boden, speziell mit dem Bonerwachs hatte glänzend zu sein. Ich sah mich immer drin, als Spiegelbild. Fenster mussten gott sei dank nur alle halbe Jahre gemacht werden. Die Inspezierung vom Erzieher wurde auch tunlichst im Erziehungbericht des Kindes untergebracht, mit Worten, wie: "Kathrin hat gelernt, dass wenn sie Ordnung hält, mehr Freude an ihrem Zimmer hat. Sie erledigt ihre Aufgaben gut, aber ist nach wie noch vor etwas oberflächlich. Sie muss lernen, ihre Aufgaben noch mehr Konzentration zu schenken". Ist es nicht rührend? Danach richtete sich auch, wie lange wir in den Ausgang gehen dürften, oder es gab auch mal eine Kinokarte, wow, richtig emotional. Die Streber wurden immer ausgezeichnet und dir direkt als Vorbild vor die Nase gehalten.

    Wir hatten auch die Möglichkeit, uns kleine Haustiere zu halten. Im ernst, selbst die bereits genannten Tanzmäuse, waren kein Problem, aber die Verwendung derer, war ja schon beschlossene Sache. Ich hatte mir einen Hamster zugelegt. Er stand in einen Käfig mitten im Zimmer. Sehr groß, damit er auch schön viel Platz hatte. Als ich in der 5 Etage kam, schenke mir mein Vater, natürlich heimlich ein ganz altes Radio mit Schalplattenspieler. Es war aus Holz, mit zwei großen Knöpfen an der Seite, für Lautstärke und Sendersuche. Kommen wir zurück zum Hamster. Ihr ahnt es bestimmt schon, richtig, ich hatte die Gitterstäbe vom Käfig unterschätzt, so dass er am Tage auch mal im Zimmer unterwegs war. Als ich eines Tages von der Schule kam, war er nicht mehr in seinem Käfig und ich suchte ihn verzweifelt, dachte echt, den hat dir bestimmt einer geklaut, denn das wurde dort sehr viel. Erst gegen Abend, als ich mein Radio anmachen wollte und feststellte, dass es nicht ging, fand ich ihn. Er hatte das Kabel durchgebissen, und bekam seine Strafe auf dem Fuß. Warum musste er auch mein Kabel anknabbern. Danach stand für mich fest, keine Tiere mehr, sie überleben eh nicht.

    Ja, das sehe ich genauso, denn der eigentliche Konsenz ist der, dass alle, aber wirklich alle, jemanden haben, der ihnen die Vergangehit vorlebt. Ich habe gelernt, aber den Sinn darin zu verstehen, geht verloren. Denn die Gutmenschen, so nenne ich sie, gefallen sich darin, zu denken, wir machen es besser. Moral ist heute leider ein zweideutiges Schwert, denn wir haben gelernt, sei Realist und sehe, die Dinge, wie sie sind. Die heutige Jugend, sieht, ich kann damit nicht leben, also muss ich sie verändern, egal wie, aber ich muss es verändern, denn es kommt heutzutage nichts gutes dabei raus.

    Da hat einer eine Idee, die mag im Ursprung auch den Zweck haben, aber der Meanstream sagt sich, ich springe auf den Zug auf, egal wohin er fährt. Heute wird nicht mehr überlegt, die Nachteile und Konsequenz abgewogen, ich mache mit, das reicht, und eh, ich habe meinen Seelenfrieden. Wir haben gelernt, alles was wir tun, oder unsere Entscheidungen haben Konsequenzen. Unser Sein, das wofür wir stehen, hat nichts mehr mit den eigentlichen heutigen Sinn zu tun. Das sehen aber nur die, welche bereits schlimme Zeiten hinter sich haben, welche erkennen, wenn ich mich jetzt der Gruppe anschließe, dann kann daraus nichts werden.

    Viele Jugendliche verfolgen, oh das ist einfach nur Spaß, aber wir kennen den Unterschied, weil wir gelernt haben, unsere Entscheidungen prägen unser jetziges Dasein. Wir kennen die Vergangenheit und wissen darum, heute interessiert es kein Mensch mehr, aber der Meanstream will gefüttert werden.

    Es regnet, also sitze ich hier am Rechner und möchte gerne wieder etwas Erinnerung loswerden.

    Das Normalkinderheitm Fritz-Weineck war ja, wie bereits beschrieben, ein Heim, für vernachlässtigte Kinder. Daher hatten wir hier auch mehr Freiheiten, und konnten Stellenweise auch noch Kind sein. Den Tagesablauf haben ich bereits grob umrissen. In meiner Zeit hatte ich drei Verantwortliche bei der Jugendhilfe. Einer fürs Geld, der nächste für die rechtlichen Belange und dann eine Dame, die für unserer sogenanntes Seelenheil verantwortlich war. Wir waren ja nun 6 Kinder, aus der Familie. Alle waren verstreut, in verschiedene Heime. Jedes halbe Jahr mussten wir zusammen in der Türschmidtstraße (Nöldnerplatz)antraben, da dort eine Zusammenkunft stattfand, was passiert weiter, wie geht es mit uns gesamt weiter, und was machen die Ältesten, in dem Fall Andreas und Manuela. Wir saßen also alle an einen langen runden Tisch, wie bei einer Selbsthilfegruppe. Besagte Dame immer an der Stirnseite und mussten uns anhören, was nun mit uns passiert. Andreas hatte bereits bei der Einweisung mit uns abgschlossen, und wollte mit uns eigentlich nichts mehr zu tun haben. Wer kann es ihm verdenken, musste er doch alles ausbaden und bekam eigentlich das meiste ab.

    Klar war auch, dass sich eigentlich alle im Klaren darüber waren, dass es völlig sinnfrei ist, dass wir uns dort treffen, aber es war eben so vorgesehen. Dort sich anzuhören, also Eltern sind ganz schlimm, es wird kein Kontakt geduldet, denn der Einfluss ist völlig schädlich, ist nicht zielführend, um zu erreichen, dass man sich doch besser zu fühlen hat, man hier wird dir wirklich geholfen. Immer nach den Sitzungen bin ich zwei Straßen weiter zu meinem Vater gegangen, denn der wohnte im Archibaldweg. Ich habe mich dann immer gefragt, was in aller Welt tun die da nur? An den Tagen war ich dann immer besonders schlimm drauf, denn wenn man nur negative Sachen um die Ohren bekommt, dann will man eigentlich nichts mehr von denen hören, oder sehen. Man entzieht sich dem, und rebeliert unweigerlich. Abends beim Rückgang hatte man sich dann zumindest soweit erholt, dass man es an sich abperlen ließ, denn ich sagte mir immer, deinen Vater wirst du nicht einfach ignorieren, nur weil die anderen es so wollen.

    Wenn ich es heute reflektiere, stelle ich fest, die Antihaltung zum System, oder der Unterbringung resultierte nur, weil man es verhindern wollte. Der Mensch ist so, wenn man dir etwas immer wieder verbietet, machts du es erst Recht.

    Ich will es mal so nennen, wenn ich weiß, es ist Unrecht, aber niemand sieht es, darf ich nicht aufgeben, bis es auch der letzte sieht. Nehmen wir den Fall Kalinka. Der Vater aus Frankreich hat nie aufgegeben, den Mörder vor Gericht zu bringen. Es war eine Mission für ihn geworden. Deutschland wollte ihn nicht ausliefern, es war hinreichend bekannt, dass er seine Stellung als Arzt ausnutzte, um seine Opfer zu missbrauchen, sowie betäubte, und er hatte nicht mal eine Einsicht, prahlte sogar damit in den Medien. Der Vater von Kalinka, wollte nur eine gerechte Verhandlung, nicht mal, dass er verurteilt wird, was sicherlich richtig war, sondern nur eine gerechte Verhandlung. Er hat bis zum Letzten gekämpft, und hatte dann Erfolg. Das ist mein Vorbild, denn er hat nicht aufgegeben.

    Auch mit einer erfolgten Rehabilation kann man nicht abschließen, denn den Makel trägt man immer mit sich herum, aber die Tatsache, dass es anerkannt wird, dass hier ein großes Unrecht geschah, versetzt uns in die Lage, ich habe es schwarz auf weiß. Wir wissen es, niemand da draußen interessiert es, aber wir wissen es. Uns interessiert es, denn wir waren betroffen, wir waren die Leidtragenden. Der Kampf, die Mühe, den seelischen Stress, dem muss man gewachsen sein. Nicht jeder kann das. Es gibt Menschen, die sich nie trauen werden, es in Angriff zu nehmen, nicht weil sie Feige sind, sondern einfach nicht die Kraft und Freunde besitzen, die es mitmachen wollen.

    Nehmen wir mal ein blödes Beispiel, aber ich denke mir, es kommt dem schon ziemlich nah. Man ist über 40 Jahre verheiratet, hat alles geteilt, war sich sehr zugetan. Dann steht man völlig alleine da. Man trauert. Zuerst, denkt der Bekantenkreis, ok, das ist noch nicht so lange her, geht in Ordnung, wir sind für ihm, oder sie da. Es vergehen Jahre, dann ist es so, dass der Umkreis nicht mehr so reagiert, da Unverständnis vorherrscht, denn er, oder sie müsste doch jetzt endlich mal drüber wegsein. Jetzt kommt jemand um die Ecke und sagt, ja jeder trauert auf seine Weise und steht ihm dennoch bei, ist da für ihn, oder sie. Er, oder sie kämpft auch, mit seinen Gefühlen, seiner Einsamkeit, den Unverständnis der Anderen. Was ich damit sagen will, es ist egal, wie man es dreht, es ist aufreibend, für jeden, aber solange man weiß, da ist jemand, der dich versteht, kann der Kampf ausgefochten werden.

    Das Ziel, wenn es dann erreicht wird, also von uns, ist im ersten Moment befriedigen, denn es bestätigt dir, ja sie haben mir Unrecht angetan, aber es kommt zu spät, deshalb haben wir hierzu eine andere Sicht, denn es wäre richtig gewesen, zum damaligen Zeitpunkt genau das zu hören. Ja wir haben dir Unrecht angetan. Es aber jetzt, fast 40 oder 50 Jahre später zu hören, ist einfach zu spät.

    Das Problem ist doch, und ich habe es bei den Frauen erlebt, im Frauenhaus, es muss erst Klick machen. Nachdem mich mein erster echter Freund, ich war 16, der Vater von Gino, ins Koma, geprügelt hatte, erst da war ich so weit, mir zu sagen, das macht keiner mehr mit dir. Den Frauen geht es nicht anders. Viele gehen sogar zurück, da sie einfach nur denken, der versteht mich, er ist für mich da. Bis dato dachte ich auch, er ist alles für mich. Viele haben auch nichts anderes kennen gelernt. Sie erleben es als völlig normal, dass der Partner, ob Mann, oder Frau gewaltätig ist, und sehen sich aber in der Beziehung verfesttigt, da sie es auch nicht anders eingetrichtert bekommen. Ich für meinen Teil, wenn man Gewalt von Kindesbeinen nicht anders kennt, dachte auch, es ist normal, aber es machte dann einfach Klick. Erst da war ich in der Lage zu erfassen, er will dir schaden, er ist nicht gut für dich, er wird nicht aufhören, er will Macht ausüben. ich war unerfahren, kannte nichts anderes, wie will man dann unterscheiden? Ich war aber wahrscheinlich schon so weit, dass ich wusste, dass kann nicht deine Zukunft sein, denn ich habe erlebt, wie meine Mutter, trotz Prügel und Verletzungen, zu dem Peiniger gehalten hat, weil sie sonst keinen hatte. Wir denken immer, warum lässt sie sich das gefallen, ich würde das nie mit mir machen lassen, Falsch, denn wir können nicht ermessen, was sie empfindet. Hier kann man nur Dasein, nicht Bevormunden, oder versuchen zu lenken, einfach nur Dasein.

    Vergewaltigungen sind noch schlimmer, denn viele denken, ich bin selber Schuld. Man hört und sieht, die Vorverurteilung, eh, mit dem Rock, kein Wunder, oder, der Lebenswandel, sie hat es nicht anders verdient. Nein, die Scham, der Ekel, ich muss erneut alles durchleben, keiner glaubt mir, ich bin gebranntmarkt, jeder weiß es dann, ich bin nicht mehr Vollwertig, oder beschädigte Ware. Ich möchte in keiner deren Haut stecken. Viele der Frauen damals haben die Hölle durchlebt, und wollen dennoch Leben, aber wie, wenn alle Welt sie verurteilt, selbst die Richter sagen, sie haben einen Anteil, oder wie in dem Fall von Italien, 60 sek. ist doch nicht viel. Was muss das für die Opfer bedeuten? Ich will es mir nicht ausmalen. Ich bin kein Freund von Frauen, jeder der mich wirklich kennt, weiß, ich haben eher gesunde Feind Empathie, als Zuneigung, aber bei solchen wirklichen Schicksalen, darf man nicht verschnell reagieren.

    Was mich eher ärgert, ist ja die Tatsache, dass hier immer nur von Frauen gesprochen wird, was ist denn mit den Männern. Es ist nicht nur das Feindbild Mann, denn Frauen sind genauso schlimm, meist sogar schlimmer, denn bei den Männern ist verherrend, dass sich jeder einredet, was ich bin doch keine Memme, oder gar ein schwaches Induvidium, denn wie sieht es denn aus, dass man es als Mann zulässt, dass ich mich von einer Frau schlagen lasse? Die Dunkelziffer liegt wesentlich höher, als bei der Frau, denn diese wird ja von unserer Gesellschaft immer hofiert. Der Mann hat stark zu sein, und nicht zu jammern. Daran krankt unsere Gesellschaft. Frauenhäuser gibt es zu genüge, für Männer gibt es so etwas kaum, auch wird er dann belächelt, was für ein Weichei.

    Hier muss man vorsichtig sein. Wo ich nicht mitgehe, mag man mich auch Rechts nennen, der Krieg daunten (Israel) dauert bereits über 70 Jahre. Wir als Deutsche haben unser Erbe mit dem Volk, aber verdammt noch einmal, wir haben uns da nicht einzumischen. Wir haben den Krieg nicht angezettelt, nicht zu verantworten, warum können die Deutschen es nicht lassen, sich überall reinzuhängen. Es geht uns nichts an.

    Genau, wir sind extrem vorsichtig, wenn es darum geht, Leute in unsere Leben zu lassen. Ich bin lieber alleine, als verraten und verletzt. Da man sich die Einsamkeit selbst ausgesucht hat, ist sie bei weiteren nicht so schlimm, wie sie von anderen wahrgenommen wird. Ich für meinen Teil, finde sie oft auch sehr angenehm, da ich dadurch auch vermeiden kann, unsinnige Gespräche zu führen.

    Wir versuchen unsere Reisen immer weiter weg zu verbringen. Letztes Jahr war ich das erste Mal über den großen Teich in San Francisco. Was habe ich die Jahre davor, davon geschwärmt. Jetzt bin ich geerdet, denn der Hype ist nicht nur verflogen, sondern ich verstehe nicht, warum man sich so hat blenden lassen. Aber jetzt habe ich mir selbst ein Bild davon machen können, und ich kann dir sagen, vom altem Glanz ist nichts mehr übrig. Dieses Jahr geht es nach Toronto, bin gespannt, was uns hier erwartet.

    Hallo Alex, nein die Aussage war nicht auf Dich gemünzt, dafür, richtig, bist du zu breit gefächert.

    Richtig, wir mussten immer zu den Jahrestagen auftreten; so richtig mit weißem Hemd, ordentlich gebügelt und Halstuch, vorbei an Honnecker und Co. Es waren Pflichtveranstaltungen, und es gab harte Strafen, wenn man sich weigerte.

    Ich war das letzte Mal vor Ort, da war nach der Wende, erst ein Asylunterkunft drin. Bisher hat mich da nix mehr hingezogen. Ich war erst letzte Woche in der Gegend, da ich meinen Antrag auf Akteneinsicht in der Stasibehörde abgegeben habe.

    Stimmt, ich habe auch mal ganz viel von ihm gehalten. Seine Bochumplatte habe ich heute noch, aber er hat sich geoutet, und ist damit nicht mehr mein Freund, denn ich spiele nicht mit Ja-Sagern und Wendehälse. Es hat sich ausgemayert.

    Ja, genau Alex, Heimtreffen sind glaube nichts für mich, denn die Stimmung sollte doch etwas lockerer sein, als nur mit schlechten Erinnerungen gefüllt zu werden. Wo bleibt denn da der Spaß? Mein Motto heute lautet: das Leben ist schön, denn ich darf darin auftreten.

    Viele denken viel zu negativ, da sie nur in der Vergangeheit leben. ich habe eben auch herzhaft gelacht, bei deiner Antwort. Aber einen habe ich noch.

    Ich musste ja, wie bereits geschrieben, in den Fanfahrenzug eintreten. Der war immer am Frankfurter Tor. In der Straße gab es eine Zoohandlung. Dort gab es weiße Tanzmäuse. Du denkst richtig, wir haben natürlich welche von unserem Taschgeld dort gekauft, denn die waren echt witzig. Jetzt gab es bei uns eine Erzieherin, die war echt schrecklich zu den Kindern, und wir haben uns dann zusammengetan, um ihr eine auszuwischen. Du ahnst es bestimmt schon. Als sie uns mal zu sich mit nach Hause mitgenommen hatte, haben wir, also 12 Kinder, jeder eine Maus, diese heimlich mitgenommen, und bei der in der Wohnung frei gelassen. Da wir auf dem Weg zum Fanfahrenzug waren, ist es nicht aufgefallen, denn wir hatten ja alle einen Koffer bei uns, es war ein heiden Spaß kann ich nur sagen. Tage später erst ist es bei ihr aufgefallen, und hat jedem Erzieher davon erzählt, wie runtergekommen doch ihre Gegend geworden ist, dass es jetzt so gar schon Mäuse bei ihr in der Wohnung gab. Sie hat nie rausbekommen, dass wir es waren. Solche Erinnerungen waren auch wichtig, haben sie uns doch hochgehalten.

    Kennst du noch den Bonawachs von Ostzeiten. Der war in so einer Flasche, sah aus wie Milch. Wenn neue bei uns ankamen, mussten die immer mit der Zahnbürste den ganzen Flur, also 75 Meter, damit sauber machen. Ich selber habe fast den ganzen Tag dafür benötigt, aber eh, das war zu dem was anders wo passierte, meiner Ansicht nach, noch harmlos.

    Heute ist in der Paul-Gesche-Str. 9 https://www.berliner-wohnforum.de/bwf ein Heim für Obdachlose. Ich zitiere von der Seite:

    "Untergebracht in einem ehemaligen Plattenbau-Kinderheim ist unsere Einrichtung in Lichtenberg mit 246 Plätzen das größte Wohnungslosenwohnhaus im Bezirk. Unser Team vor Ort sorgt für ein wohnliches Umfeld und stellt eine soziale Beratung und Betreuung der Bewohner*innen sicher. Durch unsere aktive Arbeit verfügen wir über viele Kooperationspartner*innen und sind ein verlässlicher Partner für den Bezirk. Unsere Feste und Veranstaltungen werden auch von der Nachbarschaft gerne und gut besucht, während sich die Kinder der Umgebung eher für unsere Hühner interessieren. Paul-Gesche-Straße 9, 10315 BerlinHausleitung: 030/23 56 72-16 Verwaltung: 030/23 56 72-17 Fax: 030/40 74 40 92"

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    So sieht es heute noch aus. Hat sich kaum verändert.

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    Alle, welche ab Spezialkinderheim oder höher waren, werden meiner Meinung nach rehabilitiert. Alle älter Baujahr 1972 werden auf Stisitätigkeit geprüft.

    Meine Lebensgefährtin Löwin1 (Baujahr 1972) ist schon durch damit. Sie hat die die ca. 11.000€ erhalten und erhält nun eine monatliche Opferrente von 330€. Ich hin gegen, bin Baujahr 1971, habe auch schon die ca. 11.000€ erhalten. Für die Rente muss ich noch warten, weil ich extra in Berlin auf Stasitätigkeit geprüft werde. Erst kürzlich musste ich noch ein Formular ausfüllen und angeben wer namentlich meine Lebensgefährtin in der eheähnlichen Gemeinschaft ist. Dann wollten sie noch Steuerausgleich sehen, was ich aber nicht habe. Nun warte ich, wie es weiter geht.

    Hallo JW1HAL, wie lange hat es denn eigentlich gedauert, bis die Beschlüsse vom Gericht vorlagen?

    Hallo Axel, es ist verherrend, dass dieses Gesetzt durch den BT gegangen ist, aber es soll die zukünftige Bevölkerung nur fügbarer machen, mehr steckt nicht dahinter. Ich verabscheue das Zeug, kenne ich doch auch die Auswirkungen. Meine Freundin hat dies als Einstiegsdroge genommen, was daraus geworden ist, wissen wir. Der THC Gehalt hat sich über die Jahre signifikant verändert, und bewirkt schlimme, wirklich schlimme Sachen, bei Jugendlichen und Kindern. Man möchte sich nicht ausmalen, was heute bereits an Jugendlichen gestört sind, durch dieses Dreckszeug. Ich habe nichts dagegen, wenn es für medizinische Dinge eingesetzt wird, da passiert auch unter Aufsicht und richtig dosiert, aber was jetzt hier abgehen wird. Man sieht es doch an Holland, die haben eingesehen, dass es nicht gut war, aber nein D muss wieder alles Besserwissen. Den Lauterbach könnte ich. Das der überhaupt noch ruhig schlafen kann. Wenn dann auch noch so einer in die Politik geht, wobei ich glaube, alle da oben sind bereits so zugedröhnt, denn bei den Entscheidungen der letzten Jahre, dann gute Nacht Marie.

    Bei mir auf Arbeit, gab es jetzt eine Richtlinie dafür. Auf meine Nachfrage hin, warum es nicht in die Geschäftsordnung aufgenommen wird, sagte man, ne ist nicht wichtig, die Leute sind doch Erwachsen. Echt jetzt, Freizeit darfst du jederzeit kiffen, auf Arbeit aber nicht. Wie soll das gehen, der Typ kommt von der Arbeit, sagen wir gegen 17 Uhr. Dann fängt er an zu kiffen, sagen wir bis 24 Uhr. Wenn er dann um 08.00 Uhr auf Arbeit erscheint, wenn er überhaupt dahin findet, befindet sich noch so viel im Körper, dass er aber locker wieder richtig wichtige Entscheidungen treffen kann. Ich arbeite in einer Bundesbehörde, für Altlasten- und Kampfmittel. Wem wollen die da was vormachen? Die Tatsache, dass erst jetzt darüber im BT disskutiert wird, ob es auch im Straßenverkehr genutzt werden darf, da verschlägt es einem die Sprache. Entweder 0,5 bei Alkohol, oder 0,2 bei THC. Wer will denn das bitte schön prüfen? Ich finde Alkohol am Steuer schon schlimm, aber jetzt auch noch den Joint am Lenker, fahrlässig ohne Ende. Ich weiß nicht, woher die die Berater genommen haben, aber das schlägt den Fass den Boden aus.

    Mit der Aussage, dass man den Schwarzhandel bekämpfen möchte, begehen sie die nächste Lüge.Die Farmen zur Züchtung bestehen schon seit mehr als zwei Jahren. Hier sehen sie nur eine neue Geldquelle und der Nebeneffekt ist, man kann die Bevölkerung noch mehr verdummen und abhangiger machen. Hier wird manipuliert und fahrlässig mit Leben gespielt, einfach nur widerlich. Jeder einzelne von denen müsste man vor Gericht bringen.

    Ich glaube Herbert Grönemeyer hatte eher anderes im Sinn mit seinem Satz, Kinder an die Macht. Schlimmer finde ich ja , dass bereits die Lebensmittelindustrie in den Startlöchern steht, denn man kann das Dreckszeug ja auch so schön verarbeiten. Dann wird man unwissentlich mit dem Zeug vollgepumt, ohne das man etwas dagegen tun kann. Bereits verarbeitet wird es ja in Gummibärchen. Fall der Fälle, man will verreisen mit dem Flugzeug nach Kolumbien, da stehste denn da, die machen einen Drogentest und ab gehts in den Knast, ohne das du weiß, wie dir geschieht. Lebensmittel versetzt mit THC, für Kinder, ist noch gefährlicher, die bekommen dann vielleicht, das Zeug mit der Babynahrung verabreicht, und du fragst dich dann als Mutter, eh der ist aber scharf drauf, wie kommt das? Was für eine sch... Welt, ich bin froh, dass meiner schon 30 ist, aber was machen die anderen Eltern und Kinder?

    Hallo Axel, ich verstehe, was du meinst. Wir waren alle irgendwie Einzelgänger, die versucht haben zurecht zu kommen. Zum Einen, weil man nicht erneut verletzt werden wollte, zum Anderen, weil wir eben viel mit uns selber ausmachen mussten. Unwillkürlich gerät man da in eine Isolation. Man versucht nichts und Niemanden an sich ranzulassen, denn die, die uns am Nächsten standen, haben uns verraten und tief verletzt. Freunde hat man dementsprechend nicht wirklich welche, denn früher, durch das Stigma, wer will da schon mit so etwas befreundet sein. Also sucht man sich Menschen, mit denen man rumhängt, aber nicht wirklich ernsthaft durch dick und dünn geht.

    In meiner Heimzeit hatte ich nur eine richtige Freundin, da sie eben wie ich war. Wir sind durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Heute würde man solche Menschen gar nicht mehr finden. Man isoliert sich freiwillig, und ja ich habe es auch teilweise genossen, denn dann bist du nur dir gegenüber verantwortlich und musst dich vor niemanden rechtfertigen. Das vieles leichter wird, wenn man den richtigen Menschen getroffen hat, wurde mir erst bewusst, als ich meinen Mann kennenlernte. Ich sehe ihn auch heute nicht als Selbstverständlich an, dafür haben wir zu viel durch.

    Die Zeit in Weißwasser war für mich am schlimmsten. Als wir Geschwister auseinander gerissen wurden, als jeder in ein anderen Heim kam, dachte ich mir, gut, da es in Berlin ist, kannst du ja hinfahren, oder zum Vater, der wohnte in Lichtenberg, da ist um die Ecke, egal, aber mit 12 so weit weg, keiner mehr da, du kannst da nicht raus, denn ich war ja da schon Mündel des Staates, da hat man sehr große Sorge, nicht mehr da raus zu kommen, oder geschweigen jemanden wiederzusehen. Der Umgang und die Haltung der Erzieher, zu den Kindern, oder der Kinder untereinander, brutal und grausam. Ich meine, ich kannte auch Gewalt durch das Fritz-Weineck, aber das empfand ich immer noch als harmlos. Was da in Weißwasser abging, ich war schockiert, gelinde gesagt. Es war genauso, wie Seppel es beschrieben hat. Drill, wie in einer Armeekaserne, und schlimmer noch. Ich wusste ja nicht mal warum ich da hingeschickt wurde, es hieß nur Abtransport, und schon war ich weg. Ich konnte mich ja nicht mal verabschieden, denn alles passierte so plötzlich. Wenn ich heute an die Zeit denke, bin ich immer wieder froh, dass ich überlebt und es dennoch zu etwas gebracht habe. Manch einer hatte nicht das Glück.

    Verantwortungslos finde ich auch, dass man uns nach der Entlassung uns selbst überlassen hat. Als ich zurück im Fritz-Weineck war, war das eine Umstellung, wie Tag und Nacht. Dann die Erkenntnis, dass dein Vater tot ist, es dir niemand gesagt hat, mit keiner Silbe, ich dachte, ich dreh durch. Der einzigste Bezug zur Außenwelt wird dir unter den Boden weggerissen. Das war eine schlimme Zeit, und hätte ich nicht den Willen gehabt, dann glaube ich, wäre ich jämmerlich unter gegangen. Ich brauchte fast 2 Jahre, um aus dem Tief zurück zu kommen. Der Kollaps war vorprogrammiert, aber keiner hat geholfen.

    Ich hasse heute nur noch einen Menschen, meine Erzeugerin. Den anderen begegne ich mit Nichtachtung und ignoriere sie, das erspart mir Zeit, denn die würde ich so verschwenden, wenn ich mich über sie aufrege. Hingegen, was die jetzige Gesellschaft und Doktrien angeht, verwende ich gerne meine Zeit, um gegen den Strom zu schwimmen. Der kleine Störenfried von damals ist groß geworden und führt seinen Weg weiter.

    Wir reisen auch sehr viel, um Neues zu sehen, und auch neue Erfahrungen zu sammeln. Es bereichert einen ungemein, andere Länder und Sitten zu sehen, denn wir können so viel lernen. Man sieht vieles mit eigenen Augen und kann sich eine eigene Meinung bilden. Die ist ungeheuer wichtig, um nicht in der Masse unterzugehen. Vieles kann man widerlegen und sieht die Lügen, welche immer wieder verbreitet werden. Es ist erschreckend, wie viele sich überzeugen lassen, dass es immer wieder gut tut, wenn man sich selber ein Bild vor Ort gemacht hat. Der Hype, um viele Sachen, der vergeht, und man wird geerdet, denn die Erafhrungen kann dir keiner nehmen.

    Einen schönen guten Morgen Ihr Lieben, heute möchte ich gerne, weitere Erinnerungen mit Euch teilen. Wenn ich gewusst hätte, dass es sich nur so dreht bei mir im Kopf, dann hätte ich bereits vor Jahren angefangen, mir ein Forum zu suchen. Das Niederschreiben bewirkt in mir eine Art Befreiung. Nicht das ich nicht mit meinen Lieben darüber reden kann, aber es ist nochmal etwas ganz anderes, wenn man, ich sags jetzt mal salopp, mit Seinesgleichen darüber spricht. Heute kann ich schreiben, ohne wirklichen Groll, und einer Menge selbstironie. Also los gehts.

    Die Heimzeit im Fritz-Weineck, was nicht so geprägt, dass es viel Gewalt gab, gegeben hat es sie dennoch, aber eben nicht so viel, eher der Wille der Erzieher, dass das sozialistische Gedankengut, an den Mann gebracht wurde, in Form von verschiedenen Methoden. Unsere Erzieher mussten von uns Erziehungsberichte erstellen, mit Zielsetzungen für das entsprechende Kind. Wenn man aber, wie ich, nicht der Norm entsprach, dann sahen die Zielsetzungen eben vor, dass man noch mehr mit der Rotbelichtung bombadiert wurde. In den Jugendamtsakten fand ich einen Eintrag, dass meine Mutter verbot, dass ich Pionier werde. Was für eine Schande in der DDR. Also wurde versucht mir schmackhaft zu machen, wie schön es doch sei, ein Pionier zu sein. Man pumpte mich voll mit Aktivitäten, wie Fanfahrenzug, oder Leichtathletik, Sportfesten, Ferienlagern, Träiningslagern, Austauschprogamme mit Schülern, aus der ehemaligen UDSSR, oder Schulungslagern. Ja, da gab es ein breites Specktrum, wessen sich die Gehilfen bedienten. Eines muss man den Leuten lassen, die Vehemenz war unerschütterlich. Als Kind denkt man sich aber, was nützt dir das Alles, wenn du deine Familie nicht dabei hast, und es dich auch gar nicht interessiert. In der ersten Zeit ließ ich vieles über mich ergehen, denn man darf auch nicht außer Acht lassen, es ist ja vieles Aufregendes dabei, und auch Verbote, welche man dennoch ignoriert. Die machen den Reiz aus und darauf konzentriert man sich dann auch, oder man nutzt auch viele Vorteile aus. Ich nutzte für mich den Sport, dadurch kam ich viel rum. Der Sport ist mir bis heute geblieben, da ich ihn auch als gutes Ventil nutze.

    Mit 10 rauchte ich meine erste Zigarette, oh war mir schlecht, und als mich dann auch noch Frau Schmidt dabei erwischte, war ich dran, die Prügel hat gesessen, aber das Rauchen wurde für mich dadurch nur interessanter. Wir hatten einen großen Spielplatz, welcher viele Verstecke verbarg. Den nutzen wir ausgiebig, denn die können ja nicht überall kramen, um was zu finden. Denn es gab auch Zimmerkontrollen, nur mit dem Unterschied, wenn ich weiß, drinne kann ich nichts verstecken, dann suche ich mir eben was draußen, Kinder sind da sehr erfinderisch. Als ich 11 war, schloss ich mich einer Gruppe Jugendlicher an, da ich schon immer besser mit älteren, als mit Kindern, in meinem Alter auskam. Wir hatten damals eine sehr nette Erzieherin, Frau Riemann, eine der wenigen, die nicht in der Partei war, deshalb musste sie später auch gehen. Es gab in der DDR einen Likör, der nannte sich Eckes Edelkirsch. Damals gab es den noch in großen Flaschen in der Kaufhalle. Also gesagt getan, wir beschafften uns 5 Flaschen davon. Da ich bereits als Kind zu Hause, mit Alkohol in Berührung kam, hatte ich auch keine bedenken, hier mitzumachen. Wir haben an dem Tag die ganzen 5 Flaschen geleert. Ich war das erste Mal sturz betrunken, und so ging es mir dann auch. Als ich wieder abends ankam, sah Frau Riemann auf den ersten Blick, was los war. Das Ende vom Lied, ich k... fast die ganze Nacht, aber Frau Riemann saß die ganze Nacht an meinem Bett, und hielt meine Hand. Sie war echt klasse, keine Vorhaltungen, kein Geschrei. Leider wurde sie verpetzt, und somit kam auch alles raus. Es war der Teufel los, die Heimleiterin Frau Trittel, führte sich auf, als wenn man ihr was angetan hätte. Damals dachte ich, die bringt mich um die Ecke, heute kann ich darüber lächeln, denn den hochroten Kopf, wo ich noch dachte, der Dampf folgt gleich, von ihr, den werde ich nie vergessen.

    Wir hatten bei uns in der Gruppe ein Aquarium, mit ganz vielen Guppies. Da wir ja immer eine Wochenplan mit Aufgaben hatte, also Flur wischen, oder Aquarium reinigen, Fegen, und all so mist, war ich auch mal dran, mit dem Reinigen vom Aquarium. Wenn du als Kind mit 7 so was nicht kennst, wie soll man denn auch wissen, wie es zu reinigen ist. Sag dir ja keiner, wie es geht, also versucht du es alleine. Ich also, alle Fische in den Eimer, das Wasser rausgelassen, und die Scheiben und Steine mit Fitwasser gesäubert. Jeder weiß, was jetzt unweigerlich kommen musste. Keiner der Fische hat es überlebt, aber eh, man lernt nicht aus. In der Akte vom Jugendamt steht dazu schwarz auf weiß, "Kathrin sabotiert und zerstört mutwillig, ihr anvertrautes Leben". Ich war 7, und schon als "Mörderin" gezeichnet. Natürlich wurde mein komplettes Taschengeld gestrichen, für das nächste halbe Jahr, denn Fische sind ja auch damals teuer gewesen. Ich kann Euch sagen, wenn es nicht so traurig wäre, aber egal, heute denke ich, wenn ich es nicht gewesen wäre, dann vielleicht ein anderer.

    Der Vorteil dort war, dass wir Kinder immer beim Obst, Gemüse, oder sonstiges vom Staat sehr gut versorgt wurden. Das muss man ihn lassen, wenn ich daran denke, dass andere sich stundenlang anstellen mussten, dann waren wir schon sehr im Vorteil. Die Eltern von meinen Mann hatten mir da Sachen erzählt, unglaublich. Wir hatten eine Großküche, wo ich auch manchmal in den Ferien gearbeitet hatte, denn die Köche waren nett, sowie fühlte ich mich dort auch sehr wohl, und ich kannte das Umfeld, weil meine Mutter Köchin gelernt hatte. Sie arbeitet damals im Lichtenberger Krug, in der Vulkanstraße. Auch wenn sie selber nicht kochen konnte, aber für mich war und ist es auch heute noch eine große Leidenschaft. Mein Vater hingegen hatte es nicht gelernt, aber er konnte toll kochen. Das Kochen habe ich ausschließlich von meinem Vater gelernt. Ok, also unserer Heimküche gab jeden Tag wirklich leckeres Essen aus.

    Das Frühstück bestand in der Regel aus normalen Brot, Butter, Marmelade, Wurst, Käse und Tee. Dazu konnte man jeden Tag auch eine warme Suppe, zum Frühstück wohlbemerkt, aus Erdebeer, Vanille, oder Schoko wählen. Die Schulbrote mussten wir uns immer selber machen, was machmal schwierig war, da die kleinen Butterstücken (immer in so einer kleinen Silberfolie) oft noch steinhart (gefroren) waren.

    Wenn es in der Schule, welche ja wie gesagt, außerhalb war, zum Mittag klingelte, dann hatten wir immer eine Stunde Mittagspause. Diese nutzen wir natürlich, um zum Heim zu gehen, und Mittag zu essen. Es gab immer 3 Mittagsessen zur Wahl, wie gesagt, man wurde wirklich gut versorgt. Bei 260 Kindern, muss da schon eine Menge gekocht werden. Von der Zeit reichte es auch immer dicke aus, um wieder pünktlich in die Schule zu kommen. Am Abend, also zum Abendbrot, wurden dann natürlich auch Stullen verabreicht, aber es gab auch noch Reste vom Mittag. Das ließ man sich selten entgehen. Im Speisesaal waren immer große Kessel, wo man sich Tee nehmen konnte, war ein ständiger Begleiter, zu jeder Mahlzeit und auch Tageszeit. Natürlich gab es auch Milch, aber die meistens eben nur morgens.

    Verrückt fand ich immer, dass wir gegen 19 Uhr, die Gruppenversammlung hatten. Jeden Tag aufs Neue, wurde ausgewertet, wer was richtig, oder Falsch gemacht hatte. Kennt ihr das, wenn man sich vor einer Gruppe hinstellen muss, um sich selber einzuschätzen. Was für ein Sch..., man war Kind, es war grausig. Also schön ist anders. Es wurden auch Lobe und Tadel verteilt, was für ein Schwachsinn. Die Demütigung schlecht hin ist dann aber, wenn die anderen auch noch auf dir rumhacken und denken, sie sind selbst völlig fehlerfrei. Dann wurde die aktuelle Kamera geschaut, ganz wichtig, denn die Rotbelichtung sollte dich ja auch im Schlaf verfolgen. Nachtruhe war meist, dann nach der aktuellen Kamera, oder Auswertung dessen. Die Erzieher waren in der Regel, immer bis 22 Uhr im Haus, danach gab es auf jeder Etage eine Nachtwache. Geschlafen hat eigentlich nie jemand vor 23 oder 24 Uhr, denn die Aufteilung der Etagen war immer gleich, 75 Meter langer Flur, jede Seite hatte Balkons, welche in der Mitte am breitesten waren, so dass wir immer auf den Balkons hin und her sind, um in die anderen Zimmer der Kinder zu gehen, ohne auf den Flur zu müssen. Schlecht war es für die rechts außen, aber auch hier gab es Möglichkeiten. Auf der Rechten und linken Seite waren die Treppenhäuser. Links gab es auch den Fahrstuhl. Links war also immer ganz vorne. Dort befand sich das Zimmer für die Erzieher, eine kleine Teeküche, ein Raum für eine Waschmaschine und der Fahrstuhl. Da der Flur so lang war, musste mal also nur warten, bis der Erzieher, oder die Nachtwache, wieder vorne war, und konnte dann so leise, über den Flur zur Mitte in den Waschraum schleichen, denn auch der hatte Balkon und war mit der Mitte des Hauses verbunden. Es gab da natürlich auf komplette die Idioten, welche sich gerne von Balkon zu Balkon hangelten, also von Etage zu Etage, oder gar auf der Brüstung langsbalanciert sind. Was für ein Wahnsinn, wenn da was passiert wäre, aber gut, muss jeder selber wissen.

    Gut morgen mehr, oder heute Nachmittag, muss ja schließlich auch noch ein bisschen arbeiten.

    Ja, jeder der sich in seinem Grundrecht verletzt fühlt, kann mit einer schriftlichen Beschwerde an das Bundesverfassungsgericht herantreten. Ich habe bisher zweimal davon gebrauch gemacht. Viele Leute wissen das aber nicht. 2016 hatte mich ein Freund damit beauftragt, er war Gläubiger in einer Insolvenzsache. Hier gibt es den Unterschied, dass die rechtlich Öffentlichen, nach der Wohlverhaltensperiode, und Gewährung der Restschuldbefreiung (2 Jahre nach Antragsstellung), weiterhin Anspruch auf die Schuldsumme haben. Der Private hingegen, geht danach leer aus, denn laut Restschuldbefreiung, hat er dann keinen Anspruch mehr auf Begleichung. Mein Bekanter war damals mitte 70, und wollte auf Grund des Alters erreichen, dass die Ungleichbehandlung gem. GG geändert wird. In der Regel, wenn dem stattgegeben wird, wird das Gesetzt für Verfassungswidrig erklärt, und die Regierung muss sich, wie jetzt bei der Grundsteuer ein Kopf machen. Die Beschwerde wurde angenommen, aber leider hat der Freund diese zurück gezogen, weil er seinen Enkel wieder bekommen hatte. Ich war stink sauer, denn es hätte eine Gesetzesänderung herbei gerufen, aber ok, was will man da machen.

    Hier bei der Novelierung war es der Gesetzgeber selber, der das Gesetz geändert hat, sicher auch auf Druck der Öffentlichkeit, aber eben nicht nur wegen einer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht. Es ist traurig, dass immer erst nach Ausübung von Druck, die Leute etwas ändern, was andere schon wesentlich länger als Unrecht erkannt haben.

    Mit meiner zweiten hatte ich leider keinen Erfolg, sie war zwar statthaft und wurde angenommen, aber diese wurde dann abgelehnt, weil man eben eher dem Staat Recht gibt, als dem Bürger sein Recht zu verschaffen. Also auch heute gibt es immer noch einen Unrechtsstaat, der mit zweierlei Maß mist, denn die Richter gehören alle einer Partei an, und sind somit lenkbar.

    Ja, Schweigen ist Gold, Reden ist Silber. Wie wahr, wie wahr.

    Als ich das Forum hier kürzlich fand, dachte ich, ok gut schau mal rein, denn mit 50, und schon ganz weit alles weg, dachte ich, kann dir nix mehr passieren. Völlige Fehleinschätzung. Es ist, als wenn man die Büchse der Pandora öffnet. Wenn ich mit Marco telefonierte war das alles anders, so sehr weit weg, man hat es diferenzierter betrachten können. Jetzt versuche ich das Pulverfass in Schach zu halten. Man hat immer wieder den Zweifel, was gebe ich von mir preis. In bin in keinem sozialem Netzwerk zu finden, weil ich mir immer sage, was tun die Leute sich da nur an. Alle meckern, oh der Datenschutz, aber posten öffentlich jeden Scheiß. Ich habe Gott sei Dank, einen guten Rückhalt, in meiner Familie, dass ich vieles einfach nicht mehr so nah an mich ranlasse, aber an manchen Tagen, hu da packs einen. Mein Mann erkennt es relativ schnell und wir reden dann darüber. Besser könnte ich es nicht haben. Ich kann mit ihm reden, wie mir der Kragen passt, muss nicht aufpassen, dass er gleich beleidigt ist, wie andere Menschen, oh man, wie ich das hasse, wenn ich jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, z. Bsp. auf Arbeit. Es ist anstrengend.

    Wow, wie groß ist dein Selbsthass? Das tut beim Lesen schon weh. Gibt es nicht auch andere Wege ein Ventil zu finden? Muss es wirklich Gewalt an sich selbst sein? Das kann wirklich auf viele verschreckend wirken. Dein Potenzial an Wut ist sehr ausgeprägt. Ich bin ja auch manchmal auf Alles und Jeden wütend, aber dein Level ist weit höher, wie meins. Ich habe damals, wie heute den Sport als Ventil, auspowern, bis nix mehr geht. Dem Körper so viel abverlangen, bis man keinen Knochen mehr bewegen kann. Ich denke mir, wir haben überlebt, konnten neu anfangen, aber der Preis ist hierfür extrem hoch gewesen. Selbstkontrolle-/Selbstbestimmung, oder auch Überlebenswille ist extrem hoch bei uns angesiedelt, denn ja, sie können einen nichts mehr antun, ich habe es in der Hand, dass mir keiner etwas zu leide tut. Ich bestimme, wer und wann. Ich lasse nur jemanden zu, wenn ich es will.

    Heute bin ich eigendlich gut geerdet, sehe vieles mit anderen Augen und auch anderer Sicht. Ich hatte wirklich sehr großes Glück meinen Sohn zu bekommen und Mann kennenzulernen. Durch ihn konnte ich die Spirale durchbrechen. Die Aufarbeitung wird immer anhalten, denn beendet, ist die noch lange nicht, aber ich weiß, dass ich nicht mehr auf die schiefe Bahn, oder sonst etwas abrutschen kann, dazu bin ich schon zu gefestigt. Manch einer hat niemanden, wo soll er da Hilfe bekommen. Nicht umsonst habe ich im Frauenhaus mitgearbeitet. Das half mir auch bei der Verarbeitung. Wenn ich nicht wohin weiß, mit meiner Wut, nehme ich mir auch manchmal eine Axt, und gehe Holzhaken, hilft ungemein.

    Der öffentliche Druck der Gesellschaft ist sehr verherrend, um es Milde auszudrücken. Ich versuche, oder hab versucht, keine Nachrichten mehr zu schauen, denn die Rotlichtbelichtung, ist sowas von erschreckend. Die Lenkung der Medien an die Bevölkerung, dass Aufstacheln, Denuzieren, die Rufmorde, echt krass, da will man keine Nachrichten mehr hören oder sehen. Leider kann man sich dem nicht immer entziehen. Jeden Tag, wird eine neue Sau durchs Dorf gejagt. Was hier passiert, dieses schüren von Angst und Panikmache, ja das kann einen sehr wütend machen. Wir diskutieren sehr viel über Politik, wenn man das überhaupt noch so nennen darf. Die Ohnmacht, wenn man so etwas ließt, dass da ca. 600 Abgeordnete über uns entscheiden, was wir zu tun und zu lassen haben, wer hier alles reinkommt, und, und und, es ist verherrend.

    Ich merke schon, dass hier im Forumteil nicht mehr so richtige Aktivität vorherrscht. Schade, aber ja, was man dort erlebt hat, war echt kein Zuckerschlecken. Bis vor kurzem wusste ich nicht, dass es dieses Forum gibt. In den letzten Tagen habe ich mir die Zeit genommen, mal alles zu lesen. Viele Namen sind mir sehr bekannt vorgekommen. Ich war mit L.Koschnik, Dörte T. in einer Gruppe. Dörte war mit in meinem Zimmer. Bei den Mädels war ich nicht gerade beliebt. Ja, an Manuela kann ich mich auch erinnern. Sie war diejenige, welche ihren Abschluss 9. und 10. Klasse draußen machen dürfte, und sie war auch in meiner Gruppe. Oh, ja an Manuela Busch, von der JWH Gruppe kann ich mich sehr gut erinnern, habe mal anständig Keile von ihr bezogen. Sie war auch in Torgau, kam mit kahlrasiertem Schädel zurück, in die JWH Gruppe. Nein, keine schöne Zeit. An eine Nicolle kann ich mich erinnern. Mit ihr bin ich mal abgehauen. Wir hatten es geschafft bis Hoyerswerder. Es war Winter und arsch kalt. Ich kann mich auch erinnern, dass mir, glaube ich, bei Frau Gröscho mal die Hand ausgerutscht ist. Es war vor dem Speisesaal, gott, was für eine Zeit. Ich dürfte nicht oft nach Hause, weil ich ja keine Eltern mehr hatte. Besuch erfolgte nie, wer soll da auch kommen. Ich war ja schon froh, dass ich es geschafft hatte, dass meine Schwestern Manuela und Dagmar, zu meine Jugendweihe kommen dürfte. Dann war meine ganze Gruppe auch mal in Berlin bei meiner Schwester Dagmar ins AS Makarenko, ich weiß nicht, glaube ein paar Tage, wie das funktiort hat, heute keine Ahnung mehr. Oh, die Bestrafung Treppenlaufen fällt mir da gerade wieder ein, man oder Rundenlaufen im Hof, bei Wind und Wetter. Viel Sch... dort passiert, will das wirklich alles wieder hochkommen lassen? Am Liebsten war ich in der Schule, da war man vom Gruppenzwang und Drill weg. Mein Bio Lehrer war ganz in Ordnung.